Die Anomen Romanze - Baldurs Gate 2 & ToB Lost Frameset? YiYa's Home

Ein wenig ungerecht ist es ja schon, dass für männliche Spielcharaktere gleich drei Romanzen im Spiel angelegt sind, für weibliche dagegen nur eine und die auch noch mit einem 'Mannsbild' wie Anomen. Der erscheint mir zwar als Geschlechtsgenosse in manchen Zügen unliebsam authentisch aber auch eindeutig als Zumutung.
Doch vielleicht ist es ja wie 'Shrek' sagt:"Männer (oder waren es Oger? egal) sind wie Zwiebeln, sie haben mehrere Schichten". Vielleicht steckt ja noch Verborgenes unter der Oberfläche, wenn man sich näher mit dem Herrn befaßt?
Mona hat das mit ihrem Spielcharakter 'Alainn' getan. Und nicht nur das, sie hat sich auch die Mühe gemacht, den auf Band aufgenommenen Dialog für uns abzutippen. - Meinen herzlichen Dank!
Weniger als Hilfe, denn als Kurzgeschichte mit Herz und Schmerz, yiya.de proudly presents: Die Anomen Story

 1)
Kennenlernen
  Ort: Das Rasthaus Kupferkrone in den Slums von Atkatla - Der angehende Ritter Anomen sucht Aufnahme in einer Gruppe Gleichgesinnter:
Anomen: Verehrte Dame, was bringt Euch in diesen Pfuhl der Verderbtheit? …
Alainn: Ich suche Abenteuer und Ehre.
  Das Glück ist auf Eurer Seite, denn ich bin ein Abenteurer von einigem Wert. Ich bin Anomen, Kriegerpriester des Torm. Wie lautet Euer Name?
  Ich bin Alainn, es ist mir eine Ehre, Euch kennen zu lernen.
  Per Zufall habe ich würdige Weggefährten gefunden. Es ist mein Bestreben vom höchst ehrenwerten Orden des Strahlenden Herzens zum Ritter geschlagen zu werden. Ich muss mich aber zuvor als würdig erweisen. Habt Ihr Bedarf an einem starken Kämpfer, meine Fürstin?
  Ich wäre unendlich erfreut, solltet Ihr Euch mir anschließen. Willkommen!
  Großartig, Abenteuer und Ehre erwarten uns!
  Ihr solltet wissen, dass ich einen mächtigen Zauberer namens Irenicus verfolge. Beträchtliche Gefahren werden auf uns zukommen.
  Ich habe bisher noch von keinem Zauberer gehört, der das grausige Schicksal, das ihn erwartete, nicht verdient hätte. Anomen Delryn wird bei Eurer Suche an Eurer Seite stehen.
 
  Verzeiht, meine Dame. Es verwundert mich nicht wenig, dass Ihr mich nicht nach meinen Reisen befragt habt, auf denen ich war, bevor wir uns trafen. Wir sind nun schon eine Weile zusammen und wissen fast nichts voneinander
  Also gut … dann berichtet mir von Euren Reisen, wenn Ihr möchtet.
  Es gibt reichlich wenig zu erzählen, wenn meine wenigen Abenteuer auch glorreich waren. …Der Weg in die Ritterschaft ist allerdings ein weiter, daher die Notwendigkeit für meine Reisen … - Aber einige meiner Geschichten haben die Ohren der Barden erreicht. Kämpfe sind in ganz Amn nichts ungewöhnliches und der Orden hat seine Armee in den vergangenen Jahren oft ins Feld geschickt. - In letzter Zeit allerdings … lasst mich mal nachdenken … war ich bei unseren Männern, als die Orks wieder einmal die Ulmarhügel herunterkamen. In großer Zahl sind sie recht furchteinflössend … aber Einzeln sind sie keine ernste Gefahr für einen Krieger. Ich selbst habe es geschafft, viele von ihnen zu erledigen. Und es ist mir sogar gelungen den Kopf einer ihrer miesen Anführer zu erbeuten.
  Das ist ja sehr beeindruckend.
  Ja, es war nicht einfach, dem Orden zu beweisen, was ich wert bin. Ich wünsche mir nichts mehr, als mit dem über meinem Kopf flatternden Wappen des Strahlenden Herzens in den Kampf zu ziehen.
- Aber ich rede zu viel über meine Taten. Man könnte noch denken, dass ich vom Stolz besessen bin. Ich könnte es Euch wahrlich nicht verdenken, wenn Ihr kein Interesse daran hättet, die Geschichten meiner Heldentaten zu hören.
- Ich jedoch bin interessiert daran etwas von den Euren zu erfahren, werte Dame. Man hat mir schon Einiges von Euren Taten an der Schwertküste berichtet, das scheint jedoch alles sehr phantasievoll und übertrieben.
  Nun, das ist mit den meisten Geschichten so, Anomen. Je häufiger sie erzählt werden, desto umfangreicher werden sie. Meine Geschichte ist da genauso wenig eine Ausnahme wie jede andere auch.
  Ja, das hört sich nach der Wahrheit an. Ich hatte auch nicht geglaubt, dass Ihr tatsächlich alleine einen Krieg im Norden beendet habt, wie geschickt auch immer Ihr sein mögt. Gerede führt zu Übertreibungen, so sagt man.
  Nun ja, ich habe vor einigen Monaten einen Krieg mit Amn beendet … aber ich habe es selbstverständlich nicht alleine getan.
  Nun, selbstredend hattet Ihr Begleiter, die Euch damals zur Seite standen und es auch jetzt tun und gemeinschaftlich habt Ihr solch großartige Dinge vollbracht, wie ich sie jetzt in Eurem Dienste zu vollbringen hoffe. - Wahrlich wundersam. Vielleicht mögt Ihr mir mehr erzählen, Alainn, während wir weiterziehen … ich würde gerne mehr über diese ehemaligen Begleiter von Euch, wie auch über Eure heldenhaften Geschichten an der Schwertküste erfahren.
 
  Was wisst Ihr über meinen Orden des Höchst Strahlenden Herzens?
  Nicht sehr viel, leider.
  Dann sollte man Euch auf jeden Fall darauf aufmerksam machen. Es ist die größte Arme des Guten in Faerun … eine Armee von Rittern und Paladinen, die bereit sind, jederzeit gegen das Böse zu kämpfen, wo auch immer es auftauchen mag. Wir existieren, um zu dienen, aber wir folgen keinem Befehl. Außer dem unseres Herzens und unseres Gewissens. Es ist eine Seltenheit, wenn jemand die vereinigten Armeen des Ordens Paroli bieten kann, werte Dame. Ich persönlich kann nicht verstehen, warum der Orden nicht die Kontrolle über den Rat übernimmt. Er könnte viel mehr dafür tun, dies in ein faires, gerechtes Land zu verwandeln. Denkt Ihr nicht?
- Ich meine … denkt an all das Leid, das ein gemeiner Bürger ertragen muss. Der Hunger, die Ungleichheit und die Ungerechtigkeit … die Aufstände im Süden. Lauter Chaos.
- All dies würde sicher nicht geschehen, wenn der Orden an der Macht wäre … eine Macht von wahrer Güte und ehrlicher Bruderschaft. Es erstaunt mich, dass die Leute das nicht zu sehen scheinen.
  Dem kann ich nicht zustimmen … der Orden sollte mit derlei Dingen nichts zu tun haben.
 

Hmph, selbstverständlich steht es Euch zu, Eure eigene Meinung zu haben, werte Dame. Aber ich bin überzeugt, dass man im Kampf gegen das Chaos mehr tun kann, als lediglich das augenscheinlichste Übel mit dem Schwert zu bekämpfen.

   
  Familie
  Ich glaube, dass Gorion so etwas wie ein Vater für Euch war. Wie war Euer Verhältnis zu ihm?
  Gorion war ein großer Mann, der Gutes gewollt hat. Ich werde ihn vermissen.
  Ah, ich verstehe. Ich muss zugeben, dass ich Euch beneide, werte Dame. Mein eigener Vater, Fürst Cor, ist in keinster Weise wie Euer Gorion, und er und ich hatten kein gutes Verhältnis. - Wenn Fürst Cor nicht gerade zu tief ins Glas geschaut hat, dann hat er von mir erwartet, die Familienehre aufrechtzuerhalten … oder er hat mir erzählt, was für ein wertloser Sohn ich geworden bin. - Er hat meiner Wahl dem Orden beizutreten, in keinster Weise zugestimmt. Er wollte, dass ich sein Handelsgeschäft übernehme … etwas, woran ich überhaupt kein Interesse hatte. - Ich hätte viel dafür gegeben, meinen Vater als Mentor zu haben … aber stattdessen musste ich seine Beleidigungen ertragen, bis es mir möglich war, dem Orden als Knappe beizutreten. Ich bin so schnell es ging geflohen.
  Das ist ja furchtbar, Anomen. Ihr müsst froh sein, von ihm weggekommen zu sein.
  Ich … ich denke, ich erzähle es Euch, weil Ihr mich ein wenig an meine Schwester erinnert, an Moira. Sie ist jung, und sie weiß was sie will … ich vermisse sie … vielleicht das Einzige an meiner Familie, dass ich vermisse. - Ich bedauere es sehr, sie ihrem Schicksal ausgeliefert zu haben, alleine mit Fürst Cor … aber es gab … nur wenig, das ich hätte tun können. Sie … ich bin mir sicher, sie … - Nein. Egal  … ich möchte jetzt nicht weiter darüber sprechen, Alainn … verzeiht.
 
  Ich … ich möchte mich dafür entschuldigen, dass ich unsere Unterhaltung gestern so abrupt beendete. Ich wollte Euch damit nicht beleidigen.
  Ich war nicht beleidigt, Anomen.
  Ich freue mich, das zu hören. Ich … ich denke manchmal an meine Schwester, alleine auf dem Gut mit meinem Vater. Dem letzten Brief nach zu urteilen, den ich bekommen habe, scheint sie sich wacker zu schlagen. - Ich glaube allerdings, dass sie nur versucht, mir meine Schuldgefühle zu nehmen. Es muss schwer für sie sein und ich wünschte, ich könnte sie von dort wegholen und sie irgendwohin bringen, wo sie glücklicher wäre.
  Und, warum macht Ihr das nicht?
  Der Orden bezahlt nicht gut, werte Dame. Und selbst wenn ich die entsprechenden Reichtümer besäße, Moira würde sich weigern irgendwohin zu gehen. Sie bleibt dort, um sich um unseren Vater zu kümmern, selbst in seinem betrunkensten Zustand.
- Seit dem Tode unserer Mutter kann sie sich wohl kaum vorstellen, etwas anderes zu tun. Ich hoffe nur, dass der alte Mistkerl sie nicht zu schlecht behandelt.
- Ich habe gehört, dass Ihr auch so etwas wie eine Schwester habt, werte Dame. Imoen ist ihr Name?! Steht Ihr ihr nahe?
  Imoen ist nicht wirklich meine Schwester, aber sind zusammen aufgewachsen und ja, wir stehen uns sehr nahe.
  Das ist nett. Es ist wirklich schrecklich, dass sie entführt wurde. Last uns Eure Suche also fortführen und versuchen, ihr die Freiheit zu schenken.
 
  *Seufz* "Über meinen Vater zu reden, hat mir viel Zeit zum Nachdenken gegeben. Vielleicht zu viel. Es ist, als würde ein übler Wind über meine Seele streichen.
  Warum? Voran denkt Ihr?
  Ich spreche Erinnerungen, die am besten beiseite geschoben werden sollten, Alainn, bevor sie an meinem Herzen nagen. Ich muss allerdings mitunter feststellen, dass mir das nicht gelingt. - Ich erinnere mich daran, als ich den Rang eines Knappen verliehen bekam. Es war eine schwierige Aufgabe gewesen … Mein Vater hatte mir die Schirmherrschaft verweigert, so dass ich nichts Besseres war als jeder gemeine Bürger. - Die meisten Ritter wollten mich nicht aufnehmen, da ich keinen Pfennig für meine Ausrüstung beisteuern konnte. Ein Ritter namens Sir Blethyn hatte dann Mitleid mit mir und machte mich zum Junker. - Während der Zeremonie war ich stolz und glücklich … Aber das sollte nicht lange anhalten. Mein Vater, Fürst Cor, taumelte in das Hauptquartier des Ordens … Er war widerlich besoffen und kochte vor Wut. - Er begann, die Ritter anzuschreien … nicht einmal vor Sir Ryan Trawl machte er Halt … dass man mich ihm weggenommen hätte. Dass ich ein wertloser und schwächlicher Sohn sei, der dem Orden nicht angehören sollte. - Sir Ryan Trawl sagte ihm, dass ich mich als würdig erwiesen hätte … aber der alte Sack wollte nichts davon hören. Am Ende mussten sie ihn um sich tretend und schreiend aus dem Hauptquartier zerren. Also schaffte es Fürst Cor einmal mehr, mir den einzigen Moment reiner Freude, den ich mir während meiner Zeit beim Orden erstehlen konnte, das Einzige, was es mir trotz seiner Gegenwehr zu erreichen gelungen war, zu ruinieren. Bah!
  Das ist ja fürchterlich! Es tut mir leid, dass sich das so ereignet hat.
  Wie ich. Seit dem Tode meiner Mutter ist mein Vater die Kraft, gegen die ich mich schon immer zu behaupten versuche … ein unsichtbares Geschwür, das ich nicht besiegen kann. - Ah, aber hört mir zu. Was für ein erbärmlicher Ritter muss ich sein, dass ich hier wie ein kleiner Junge über etwas so lächerliches wie die nicht erhaltene Zustimmung meine Vaters lamentiere. Ihr müsst mich für einen Narren halten, werte Dame.
  Macht Euch nicht lächerlich, Anomen. Ihr habt schon viele Hürden genommen … ihr solltet stolz sein auf Eure Errungenschaften.
  Es ist sehr freundlich von Euch das zu sagen, werte Dame. Herzlichen Dank.
   
  Streit & Versöhnung
  Diese erbärmlichen Geplänkel, die wir führen, sind die Zeit nicht wert, die ich nachher brauche, um meine Waffe zu reinigen! Der Feldzug des Ordens gegen die Hügelriesen, ja, das brachte mein Blut in Wallung!
  Ihr habt schon gegen die Riesen mitgekämpft?
  Ja, und das war sogar eine wirklich blutige Angelegenheit. Ich hab in dem Sommer bestimmt 20 von den Bestien niedergemacht.
  Sehr beeindruckend. Ich kann verstehen, dass Ihr diese zufälligen Geplänkel für ein bisschen zu simpel haltet.
  Das stimmt. Dennoch sollte ich mich nicht beschweren. Diese banalen Geplänkel gehören nun mal dazu und sie sind so schnell vorüber, dass sie lediglich ein wenig Unwohlsein hervorrufen.
 
  Habe ich Euch je erzählt, wie ich zum Priester wurde?
  Nein, aber ich würde die Geschichte gerne hören.
  Wie ich bereits sagte, bin ich ohne die Schirmherrschaft meines Vaters an den Orden herangetreten. Die meisten jungen Fürsten, die zum Orden gehen, haben einen Gönner, der für ihre Ausrüstung usw. bezahlt. - In meinem Besitz befand sich nicht einmal ein Schwert und die Ausbilder wollten mich nicht ohne die Zustimmung meines Vaters aufnehmen. - Meine Mutter war allerdings eine Anhängerin des Helm und Sir Ryan Trawl bekannt. Sie reichte ein Bittgesuch für mich ein, in dem sie darum bat, dass man mich nicht abweisen möge. - So ermöglichte es mir Sir Ryan Trawl, als Novize des Helm beizutreten. Ich wurde zum Geistlichen ausgebildet und lernte die Kunst des Schwertes von den Tempelwächtern … und so gelang es mir irgendwann, Knappe zu werden.
  Es war ein weiter Weg für mich, Alainn … aber ich finde großes Gefallen daran, jetzt dem Orden in Helms Namen dienen zu dürfen. Und ich bin mir sicher, dass auch Helm an mir Gefallen findet. Wie sieht es denn mit Euch aus, Alainn? Ihr seit eine Kraft des Guten … warum tretet Ihr nicht dem Orden des Höchst Strahlenden Herzens bei, um ebenfalls Ehre zu erlangen?
  Ich bezweifle, dass sie mich nehmen würden … außerdem habe ich wirklich kein Interesse.
  Wirklich kein Interesse, was? Aber Ihr habt wohl Recht. Sie hätten kein Interesse an einer Person, die es nicht einmal schafft, ein ausreichendes Verlangen aufzubringen, die Fluten des Chaos aufhalten zu wollen. - Bah! Dieses Gerede langweilt mich … lasst uns einfach Eure Suche fürs Erste schweigend fortsetzen.
 
  Werte Dame … Ich bedauere meinen gestrigen Gefühlsausbruch zutiefst. Erlaubt Ihr mir, mich zu entschuldigen und es Euch zu erklären?
  Nun gut, ich werde mir anhören, was Ihr zu sagen habt.
  Ich bin Euch sehr dankbar, Alainn. Manchmal, wisst Ihr … kann mein Eifer für Gerechtigkeit und Tapferkeit überhand nehmen. In meinem Herzen wohnt ein Zorn, den ich … den ich anscheinend nicht kontrollieren kann. - Ich sehe überall Ungerechtigkeiten, werte Dame, und … und ich möchte nichts anderes tun, als einen Schlag gegen sie führen. Aber selbst, wenn ich das tue … wenn ich immer weiter gegen sie vorgehe … dann wachsen der Hass und der Zorn nur weiter …
  Als ich mit Euch über den Kampf gegen das Böse sprach … da bin ich sehr wütend geworden, aber das … das war mehr Wut über meine eigene Unfähigkeit … darüber, dass ich es nicht schaffe, so gut und gesetzestreu zu sein, wie ich es wohl gerne wäre.
- Es tut mir leid, Alainn, wirklich sehr leid. Ich bin meiner Eide unwürdig
  Alle fühlen zumindest ein wenig so, wie Ihr Euch fühlt, Anomen  … Ich bin mir sicher, selbst der edelste Paladin kennt das Gefühl von Wut und Hass.
  Ich … glaube nicht, dass das stimmt. Die Paladine im Orden sprechen von nichts anderem als Zufriedenheit … und davon besitze ich nichts. Dennoch danke ich Euch für Eure freundlichen Worte. - Wieder einmal erinnert Ihr mich an meine Schwester Moira. Auch sie hat eine gute Seele und ein mildtätiges Herz. Ihr solltet sie einmal kennen lernen, Alainn, … ich glaube, Ihr würdet einander mögen.
 
Moira ist tot (ein Bote überbringt die Nachricht)
Bote: Anomen Delryn, Sohn des Cor, ich komme als Überbringer schlechter Nachrichten. Euer Vater verlangt Euer Erscheinen auf seinem Landsitz.
  Entsetzliche Neuigkeiten, sagt Ihr? Welchen Grund sollte ich haben, zu meinem Vater zurückzukehren?
Bote Eure Schwester ist tot. Aufs Hinterhältigste ermordet.
  Tot? Bei Helm! Ermordet? Wie kann das sein? Warum solltet Ihr so etwas sagen?
Bote Es tut mir sehr leid, mein Herr. Vielleicht solltet Ihr nach Hause zurück kehren, wie Euer Vater es erbittet.
  Ja, und wirklich schnell. Alainn, beeilt Euch. Wir müssen uns zum Hause meines Vaters im Regierungsviertel von Atkatla begeben!
  Ich bedauere den Verlust Eurer Schwester, Anomen. Es tut mir wirklich leid. Wir begeben uns so schnell wie möglich zum Haus Eures Vaters.
  Ich muss Licht in das Dunkel dieses Mordes bringen. Lasst uns aufbrechen.
 
(Am Familiensitz der Delryns)
Wächter: Fürst Anomen! Willkommen Zuhause. Euer Vater wartet drinnen. Er ist in der Küche und trinkt die ganze Zeit.
  Er ist wütend auf mich?
Wächter: Ja, mein Herr. Nichts hat sich geändert. Als Eure Schwester … starb, ist alles schlimmer geworden.
  Das hatte ich erwartet. Soll er doch seine schlechte Laune an mir auslassen, wenn er das braucht. Ich bin nicht mehr das Kind, das ich einmal war. Alainn, lasst uns eintreten.
 
(Im Hause der Delryns)
Vater: Der verlorene Sohn kehrt zurück. Erbe der Narretei seiner Mutter, wie immer. Wie weit seid Ihr marschiert, mein Sohn, um vor mir wegzulaufen?
  Sprecht nicht von meiner Mutter, Saufbold! Ihr wart es nie wert, ihr Ehemann zu sein!
Vater: Das war ich und Euer Vater auch. Vergesst das nie, mein Junge! Eure Mutter würde noch leben, wenn ihr Kinder nicht so eine Plage gewesen wärt.
  Haltet Euren Mund, Vater. Wir haben diese Unterhaltung schon früher geführt, und ich habe nicht die Geduld, mir das noch mal anzuhören.
Vater: Ihr werdet dem zuhören, was ich zu sagen für richtig erachte, Anomen. Respektiert Euren Vater, junger Ritter. Noch bin ich der Mann im Hause und Ihr werdet mir gehorchen!
  Ja, Vater … ich habe die Geduld verloren und ich entschuldige mich.
Vater: Ihr habt lange gebraucht, um hierher zu finden. Ihr vergebt Euch nichts, wenn Ihr jetzt kommt und Euren Vater begrüßt.
  Vater, wo ist Moira, Eure Tochter? Was ist mit ihr?
Vater: Närrischer kleiner Junge! Sie ist tot! Ermordet von den Unholden der Calishite!
  Wie konnte das geschehen?
Vater: Wie kommt Ihr darauf? Es war Saerk, der Calishite. Nicht genug, dass er mir mein Geschäft genommen hat, nein, er musste mir auch noch meine Moira nehmen.
  Aber wieso sollte er sie umbringen? Sie hat mit Eurer Feindschaft nichts zu tun.
Vater: Habt Ihr immer noch nicht verstanden? Er tötete sie, weil er es konnte!- Jahrelang schwärzte ich ihn unter den Händlern an, unterbot seine Preise und stahl ihm seine Kunden. Als mein Geschäft in die Brüche ging, besaß er ein Monopol auf die Schiffrouten nach Calinshan.
- Er ruhte nicht eher, bis ich nichts mehr besaß. Am Ende blieb mir nur noch Moira. Und nun hat er mir auch sie genommen.
  Wo waren die Wachen? Warum wurde sie nicht beschützt?
Vater: Die Wachen verließen mich einige Monate später. Ich besaß kein Geld mehr, mit dem ich sie hätte bezahlen können. Und bald werde ich auch mein Haus verlieren. Saerk hat alles genommen, alles, was einst Eure Mutter und Schwester besaßen.
  Er hat es nicht genommen, Vater. IHR habt es verloren … Ihr habt es verloren …
Vater: Ich verlor alles, weil Ihr Eure Familie verlassen habt. Wärt Ihr nicht fortgerannt, könnte Moira noch leben. Ihr hättet da sein müssen, um sie zu beschützen! Um sie vor den Briganten zu retten!
  Es tut mir leid. Ich … Ich habe das nicht gewusst.
Vater: Ihr hättet hier sein müssen, Anomen. Vergesst das niemals! Es ist zu spät, um sie zu retten, aber Euer Auftrag ist noch nicht beendet.
  Was können wir tun? Moira ist tot.
Vater: Sie kann gerächt werden, Anomen. Tötet Saerk und seinen Sohn. Nur so kann Moiras Seele Frieden finden.
Was Eure Freunde anbelangt, so stünde es Ihnen gut zu Gesicht, Euch zu unterstützen, denn Saerk, der Calishite ist ein sehr wohlhabender Mann - sein Gold sollte Belohnung genug sein.
  Ich muss erst Moiras sterbliche Überreste sehen, Vater. Es wird nur einen Moment dauern.
Vater: Geht nun. Man hat sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt und ihre Asche wird in einer Urne am Teich aufbewahrt. An dem Ort, den Moira über alles liebte.
  Alainn, folgt mir zu Moiras Urne. Ich möchte mit Euch sprechen.
  Gut, ich folge Euch.
  Hier entlang.
 
(an Moiras Schrein)
Anomen: Ich mache mir arge Sorgen darüber, was hier geschehen ist. Obwohl die Entscheidung klar und richtig zu sein scheint, habe ich große Bedenken.
Minsk: Zwischen Gerechtigkeit und Ehre zu entscheiden! Oh, es ist ein Rätsel, das selbst Boo Kopfzerbrechen bereitet. Meine Entscheidungen sind normalerweise einfacher als so etwas!
Anomen: Wenn Saerk meine Schwester umgebracht hat, muss ich diesen Mord selbstverständlich rächen. Nach den Grundsätzen des Ordens gilt das Umbringen eines Menschen aufgrund von Rache jedoch als Mord. Ich weiß nicht, was ich tun soll.
  Lasst diese Gedanken an Vergeltung nicht Euer Urteilsvermögen trüben. Es ist Mord, jemanden aus Rache umzubringen. Saerk muss vor Gericht gestellt werden, und Ihr müsst derjenige sein, der gewährleistet, dass dies geschieht.
  Was Ihr sagt, entspricht der Wahrheit. Dennoch bin ich, wie mein Vater sagt, durch meine Ehre dazu verpflichtet, den Mörder meiner Schwester zu finden und ihm das Leben zu nehmen.
  Ihr seid bei Eurer Ehre den Gelübden, die Ihr dem Orden gabt, verpflichtet. Der Weg, den Ihr einzuschlagen gedenkt, ist böse, Anomen … Geht ihn nicht.
  Ja. Das ist richtig. Ich fühle das in meinen Knochen. Ich habe mein Leben lang unter der Bitterkeit und den Launen meines Vater gelitten. Das hat mich in einem solchen Maße verdorben, dass ich bereit bin, daran teil zu haben.
- Er kann seinen Hass aufrecht erhalten und seine Sorgen ertränken, wie er es immer getan hat. Die Frage nach der Ermordung meiner Schwester bleibt jedoch bestehen.
  Dies ist eine Angelegenheit, die am besten von den örtlichen Behörden geregelt werden sollte.
  Wir werden diese Angelegenheit vor den Magistrat bringen. Die Rache meines Vaters möge verdammt sein! Ich habe geschworen, das Gesetz zu befolgen, und im Gegensatz zu ihm werde ich das auch tun.
- Kommt, lasst uns zu meinem Vater zurückkehren. Vielleicht kann er doch noch vom rechten Weg überzeugt werden. Es ist nicht an mir, Vergeltung zu üben. So eine Tat würde nur ins Chaos führen.
 
(Wieder bei Fürst Cor Delryn)
Vater: Ihr habt die leblose Asche Eurer Schwester gesehen, Anomen. Dieser entsetzliche Akt darf nicht ungesühnt bleiben! Umgebt Euer Herz mit heiligem Zorn und massakriert den Mörder Eurer Schwester!
  Nein, Vater. Es wird Zeit, dieser Narretei ein Ende zu setzen.
Vater: Was wollt Ihr sagen, Anomen?
  Nur, dass die Ermordung Saerks aus Rache genau so ein Mord sein würde wie der an meiner Schwester.
Vater: Die Zerstörung des Bösen kann nie als Mord angesehen werden. Erfüllen denn diese Ritter, deren Gesellschaft du suchst, nicht selbst ähnliche Missionen?
  Nicht so, wie Ihr es vorschlagt. Wir müssen diese Vorwürfe vor den Magistrat bringen. Das ist die einzige Möglichkeit, diesen Kreislauf von Gewalt, in dem wir gefangen sind, zu durchbrechen.
Vater: Närrischer Junge! Die Friedensrichterin unternimmt nichts! Sie ist ein Büttel von Saerk!
  Bylanna Lanulin ist eine gute, edle Frau. Das habt Ihr selbst gesagt, bevor Ihr in die schrecklichen Fänge des Alkohols geraten seid.
Vater: Ihr entehrt Moiras Andenken! Ihr wollt den Mörder Eurer Schwester einfach davonkommen lassen? Ihr seid verabscheuungswürdig! Ein Insekt!
  Ich werde ihm nicht erlauben, so davonzukommen! Er wird vor Gericht gestellt werden, wenn er es tatsächlich war, der meine Schwester umbrachte.
Vater: Wie könnt Ihr nur so etwas glauben, Junge? Saerk ist der Mörder!
  Habt ihr Beweise, Vater?
Vater: Der Beweis liegt in der Tatsache, dass er mir alles andere genommen hat. Der Mord an Moira hätte meine Niederlage besiegelt.
  Ja, jetzt verstehe ich. So war das schon immer in diesem Haus. Ihr und immer nur Ihr. Der Tod Eurer Tochter ist, außer dass er Eure Ehre und Euer Wohlbefinden beeinflusst, bedeutungslos für Euch.
Vater: Mein Junge, Ihr seid mit dem Bösen im Bunde! Verlasst diesen Weg und erweist Eurer Familie die Ehre, bevor es zu spät ist.
  Nein, Vater. Nicht das Böse, sondern den rechten Weg schlage ich vor.
Vater: Und ich sage noch einmal: Gehorcht mir, Anomen!
  Ich habe Euch mein Leben lang gehorcht und habe dafür nichts als Bitterkeit erfahren. Meine Freunde und ich werden diese Sache, wie es die Gesetze vorschreiben, vor den Magistrat bringen.
Vater: Wenn Ihr aus dieser Tür heraus tretet, dann braucht Ihr nie wieder zurückzukehren!
  Tut das nicht, Vater …
Vater: Haltet den Mund! Wenn Ihr jetzt geht, werdet Ihr auf immer von diesem Ort verbannt. Dann werdet Ihr aus dieser Familie gelöscht und seid nichts weiter als ein namenloser Hund, nicht wert, zu meinen Füßen zu kauern.
  Ich bin mein ganzes Leben Euch zu Füßen gekrochen. Lebt wohl, Vater. Vielleicht sehe ich Euch noch einmal, bevor Ihr Euch zu Tode gesoffen habt.
Vater: Ihr seid ein Nichts, Junge! Ein Niemand!
  Kommt, Alainn, lasst uns gehen … Wir sollten gehen und den Magistrat im Gebäude des ‚Rates der Sechs' besuchen. Mal sehen, ob trotz Vaters Gehässigkeit etwas getan werden kann.
Vater: *zu Alainn* "Verlasst mein Haus, ihr Hunde! Ihr habt meinen Sohn verdorben! Ich würde Euch ins Gesicht spucken, aber Ihr seid den Versuch nicht wert!
 
(Beim Magistrat)
Bylanna: Gute Geschäfte, meine Freunde. Kann ich Euch bei irgendetwas behilflich sein?
  Ja, geehrter Magistrat. Ich bin auf der Suche nach Informationen über den Mord an meiner Schwester, Moira Delryn.
Bylanna: Ah … Ihr müsst der Sohn von Fürst Cor sein. Anomen, nicht wahr? Ich fürchte, es gibt nur wenig, was ich Euch in Bezug auf den Tod Eurer Schwester erzählen kann.
  Was meint Ihr? Ihr habt doch sicher Beweise gefunden, die Saerk mit diesem Mord in Verbindung bringen. Der Mann wird vor Gericht gestellt werden und seine gerechte Strafe erhalten, oder nicht?
Bylanna: Es gibt nicht genügend Beweise, um Saerk Farrahd mit dem Mord in Verbindung zu bringen. Die einzige andere Person, die sich zu der Zeit auf dem Gut Eures Vaters aufhielt, wurde auch ermordet.
  Ja, mein Vater … so scheint es … kann sich keine zusätzlichen Wachen und Diener leisten. Aber … gibt es da nichts, was Ihr tun könnt? Sicherlich wisst Ihr, dass Saerk dafür verantwortlich ist.
Bylanna: Ich weiß von der Fehde Eurer Familie mit dem Kaufmann, aber ein Motiv reicht nicht aus, wenn man keine Zeugen oder Indizien hat. Die Regeln des Gesetzes müssen eingehalten werden … sicherlich habt Ihr dafür Verständnis.
  Nein! Es muss doch etwas geben, was man tun kann! Moiras Ermordung kann nicht ungesühnt werden!
Bylanna: Ungesühnt? Nehmt Rache an dem Kaufmann, und er wird in gleicher Münze zurückzahlen, so wird die Fehde unvermindert fortgesetzt. Ist es nicht an der Zeit, dass dieser Hass begraben wird?
  Ich … Ich weiß nicht.
  Dieser Saerk könnte unschuldig sein, Anomen. Ihr könnt nicht an jemanden Rache nehmen, der unschuldig ist … Ihr seid nun mal zu allererst ein Ritter!
  Ja, Ihr habt in dieser Sache wohl Recht´, meine Freundin. Es zerreißt mir das Herz, dass Moiras Tod unbestraft bleibt, aber es gibt nicht viel, was wir tun können. - Ich sollte nicht an einem Mann Rache üben, nur weil mein Vater ihn auf Grund seines gekränkten Stolzes für schuldig hält. Es könnte genauso gut ein … ein Einbrecher gewesen sein. - Und wenn es doch dieser Saerk war, dann werden die Götter ihn bestrafen, selbst wenn die Gerichte es nicht tun. - Ich wünschte, ich könnte zu meinen Vater zurückkehren und ihn davon überzeugen, dass dies der richtige Weg ist. Aber ich bin mir sicher, dass er mich nicht einmal empfangen würde. Er ist ein störrischer, schändlicher Mann. Vielleicht wird er eines Tages die Wahrheit dieser Geschichte erkennen. - Das ist … zumindest … meine Hoffnung. Ahhhh, Alainn … lasst uns unsere Suche fortsetzen und das hier hinter uns bringen. Es hinterlässt einen faulen Geschmack in meinem Mund, den ich lieber schnell loswerden würde.
   
 1)
On the road again
  Mein Ärger hat sich bis zu dem Punkt aufgestaut, dass ich vor Wut zittere. Ich … ich muss mit Euch reden. Ich möchte mich von etwas … vergewissern. - Mein Vater … dieser unverschämte, versoffene Bastard! Er hat mich aus der Familie verstoßen, als ich lediglich das tat, was ich tun musste! Ich kann keine Rache üben, wenn es keine Beweise gibt und er weiß das! Und dennoch … mein Herz strebt verzweifelt nach Rache! Dass meine Schwester ermordet wurde und der Mörder auch noch darüber lacht, ohne zur Rechenschaft gezogen zu werden! Ich bin so dermaßen vom Hass besessen, dass ich mich kaum unter Kontrolle habe!
  Bitte, werte Dame … Ihr seid diejenige, an die ich mich gewandt habe, als ich Hilfe brauchte. Jemand, der mir sagte was ich tun sollte, als ich hin und her gerissen war. Habe ich das Richtige getan? Sollte das Diktat der Ehre wahrlich Poflicht und Gerechtigkeit ausstechen?!
  Ihr müsst lernen, diesen Zorn zu kontrollieren, Anomen. Ihr wusstet, dass dies der richtige Weg sein würde … und zudem ist es auch der des Ordens.
  Ich weiß, dass das, was Ihr sagt, wahr ist, werte Dame. Aber meine Schwester ist schon lange tot und noch immer ungerächt, der Mörder läuft noch frei herum. Die Götter müssen ihn … einfach dafür zahlen lassen." *Seufz* "Ich weiß, dass ich es nicht kann. - Ich fühle mich jetzt ein wenig besser, werte Dame. Herzlichen Dank für Euren Trost. Trotzdem kann nichts, aber auch gar nichts, diesen stechenden Schmerz in meinem Herzen auslöschen. Lasst uns einfach weiterziehen.
 
  Werte Dame? Darf ich Euch für einen Moment belästigen?
  Natürlich, Anomen, was kann ich für Euch tun?
  Ich habe in letzter Zeit sehr oft an meine Prüfung gedacht. Sie wird meine gesamte weitere Zukunft bestimmen, da der Orden bestimmen wird, ob ich in seine Ränge aufgenommen werde oder nicht. - Das ist alles, worauf ich hingearbeitet habe … nachdem ich Jahre damit zugebracht habe, ein besserer Mensch zu werden. Ich … Ich weiß nicht, was ich täte, wenn ich die Prüfung nicht bestehen würde … - Und dennoch … plötzlich bin ich mir fast sicher, dass ich sie nicht bestehen werde. Es ist mein Herz, das mich verraten wird. Ich fühle mich in meiner Seele ohne Glauben und wertlos … und das werden sie wissen. - Was meint Ihr, werte Dame? Bin ich wahrlich so fürchterlich? Ich habe es so sehr versucht und dennoch scheint alles umsonst gewesen zu sein. Denkt Ihr … Denkt Ihr, dass ich auch die Prüfung nicht bestehen werde?
  Ihr müsst zuversichtlich sein, dass Ihr den rechten Weg folgt, Anomen. Wenn Ihr Eurem Gewissen folgt, wie können sie Euch ablehnen?
  Weil ich mein eigenes Gewissen nicht kenne, werte Dame. Wenn ich es täte, müsste ich nicht andere um Hilfe bitten … Aber ich danke Euch aufrichtigst für Euren Rat. Ihr seid zu freundlich. - Aaahh … die Prüfung wird wohl früh genug für mich kommen. Und ich bezweifle, dass ich bis dahin noch viel dafür tun kann, meine Fehler ungeschehen zu machen. Was kommt, das kommt.
 
  Ich verstehe nun einige Dinge aus Eurer Vergangenheit und ich möchte Euch gern etwas fragen, wenn Ihr es erlaubt …
  Bitte, fragt.
  Ich habe einige Dinge über Eure Reisen in den Norden und insbesondere zu Baldurs Tor gehört. Eure Abenteuer sind … beeindruckend, werte Dame. Nicht schlechter als die von wirklich großen Heldinnen. - Ganz besonders allerdings habe ich von Eurem Sieg über den Mann Sarevok gehört und der Zunichtemachung seiner Pläne, dort Krieg und Streit anzuzetteln. - Dieser Mann, Sarevok … Man sagte mir, er war Euer Bruder. Ist dem so?
  Er war insofern mein Bruder, als dass er ein Kind des Gottes Bhaal war und ich auch … wenn es das ist, was Ihr meint.
  Ja, ich weiß davon. Und ich kann die Zeichen erkennen. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es sein muss … Und auch ich selber kann keine Reinheit vorweisen, also kann ich nur Eure Taten beurteilen. - Dieser Sarevok war ein Mann von großer Macht und ähnlich göttlichem Erbe … und dennoch seid Ihr weiter dem schwierigeren Weg gefolgt und habt den Norden vor Chaos und Zerstörung gerettet. - Und trotzdem verspürt Ihr doch sicher auf irgendeine Weise den Ruf des Blutes in Euch. Wie ist es Euch unter diesen Umständen gelungen, einen solchen Sinn für das Gute zu bewahren? Habt Ihr das als eine Prüfung für Euch selber angesehen, werte Dame?
  Ich habe immer versucht, das Richtige zu tun, unabhängig von irgendwelchen Einflüssen meines Blutes.
  Aber Ihr wart nicht immer erfolgreich, oder? Der Ruf des Blutes muss einen wohl nicht regieren. Eure Taten strafen jegliche Motivation, die Ihr gehabt haben mögt, Lügen  … etwas, worüber man nachdenken sollte. - Kommt, lasst uns weiterreisen, so dass ich nachdenken kann.
 
  Werte Dame, ich habe Eure Situation für einige Zeit überdacht … Diese Sache mit Eurem seltsamen Erbe … und ich empfinde erstaunte Bewunderung für Euch. - Das Blut des ehemaligen Gottes des Mordes fließt in Euren Adern … und dennoch seid Ihr eine ehrbare Frau. Ihr habt viele große Taten vollbracht und Euch Respekt verdient. - Woran liegt es, dass Ihr diese Taten vollbringen könnt, werte Dame? Gibt es in Eurem Inneren keinen Kampf gegen Triebe, die Ihr nicht kontrollieren könnt? Fühlt Ihr Euch nicht überflutet von einer Woge böser Regungen?
  Mein Weg ist klar, Anomen. Es gibt keine inneren Kämpfe … Ich werde nicht von meinem Blut kontrolliert.
  Es gibt keinen Kampf, sagt Ihr? Eine schöne Sache für Euch! Wie einfach es sein muss, wenn man keinerlei Emotionen verspürt. Durch das Leben zu wandern, ohne die Schwierigkeiten, die dunklen Triebe in einem kontrollieren zu müssen. Wahrscheinlich sollte ich jetzt einfach davon reiten, mich mit einem Speer durchbohren und dem Rest der Welt das Ärgernis ersparen, dass ich nicht so einfach durchs Leben wandeln kann wie Ihr. Bleibt … Bleibt mir einfach vom Leibe, Weib! Ich stehe am Rande eines Testes, der darüber entscheiden wird, ob alle meine Träume zerplatzen und Ihr seid mir keine Hilfe! Hinfort von mir, damit ich denken kann!
 
  Es … Es tut mir leid, werte Dame. Ich habe Euch etwas gefragt und meine Reaktion auf Eure Antwort war mehr als tadelnswert. Bitte … bitte vergebt mir!
  Natürlich … ohne Schwierigkeiten.
  Ihr müsst mich für sehr eigenartig halten, dass ich meine Gefühle und Triebe auf so schlichte Weise ausdrücke. Aber im Orden ist es von herausragender Bedeutung, diese Dinge unter Kontrolle zu haben. Das war Teil meiner Ausbildung. - Und je mehr Zeit vergeht, desto weniger fühle ich mich wert, dem Orden beizutreten. Meine Wut gerät so oft außer Kontrolle, dass ich mich dafür schäme." - *Seufz* "Ich wünschte, ich hätte Eure Entschlusskraft, werte Dame. Manchmal glaube ich, dass es so viel einfacher wäre, meinen Traum einfach aufzugeben und mir den ganzen Ärger zu ersparen.
  Es ist sehr wichtig für Euch, dem Orden beizutreten, Anomen … Ihr solltet wachsam bleiben und Euch wappnen.
  Ja. Eure Ratschläge waren immer konstant, haben mich immer auf den rechten Weg zurückgeführt. Saerk lebt, was zwar traurig ist, aber dem Gesetz entspricht. Und … und der Orden ist mein Traum. - Ich werde versuchen, wachsam zu bleiben. Ich bin schon so weit gekommen, jetzt ist es fast geschafft. - Habt Dank, Alainn … Eure freundlichen Worte erbauen mehr, als ich es zu sagen vermag. Euer Rat bedeutet mir viel … Ihr seid eine … eine dunkle Flamme, werte Dame, von der ich fast ohne meinen Willen angezogen werde. - Aber das ist eine sehr angenehme Erfahrung. Ihr wart freundlich trotz meines ungehobelten Benehmens. Vielleicht können wir … eines Tages von anderen Dingen sprechen. Ich … Ich glaube, das würde mir gefallen.
 
Anomens Prüfung
  Meine Prüfung kommt sehr bald, werte Dame. Ich werde mich zum Hauptquartier des Ordens begeben und mit Ryan Trawl sprechen. Ich … bin nicht gerade in freudiger Erwatung des Urteils, das ich dort zu hören bekommen werde.
  Warum nicht? Sind sie nicht fair?
  Sie sind fair, werte Dame. Ich mache mir nicht aufgrund der Tatsache Sorgen, dass sie vielleicht die falsche Entscheidung treffen könnten … Ich sorge mich darum, dass sie die Richtige treffen. - Ich habe über das, was Ihr gesagt habt, nachgedacht. Ich habe, seit ich mich erinnern kann, versucht, dem Orden beizutreten. Aber plötzlich bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich das wirklich will. Was, wenn ich vom Orden aufgenommen werde, um dann feststellen zu müssen, dass es dort keinen wirklichen Platz für mich gibt? Und was, wenn man mir die Aufnahme verweigert … und ich dann feststellen muss, dass es in der Welt Zukunft keinen Platz für mich gibt? - Ich weiß, dass ich tief in meinem Innersten den guten Glauben aufrechterhalten habe. Aber … vielleicht täusche ich mich. Vielleicht werde ich einfach zu spät erkennen, wohin ich wirklich gehöre.
  "So schlimm wird es schon nicht werden … Alles wird sich finden.
  Ich hoffe, dass Ihr Recht habt, werte Dame. Ich habe mich bis jetzt immer auf Euren Rat verlassen und er war immer gut. Dennoch bin ich innerlich aufgewühlt. - Lasst uns so schnell wie möglich zum Hauptquartier des Ordens in Atkatla gehen, Alainn. Ich weiß, dass es an der Zeit ist und ich möchte es gerne hinter mich bringen.
 
(Auftritt Sir Trawl)
Sir Trawl: Sir Anomen, auf ein Wort, wenn's gefällt.
  Sir Trawl … wie kann ich Euch helfen?
Sir Trawl: *zu der Gruppe* "Ich bin Sir Ryan Trawl, ein Paladin des Ordens des Höchst Strahlenden Herzens. Im Namen des Torm begrüße ich Euch.
  Ich grüße Euch auch. Die Zeit ist reif?
Sir Trawl: Allerdings. Im Namen des Prälaten erwartet der Rat Eure Rückkehr in die Hohe Halle.
  Ich werde zurückkehren und im Lichte Helms stehen, um über meine Taten und Gewandtheit an den Waffen urteilen zu lassen.
Sir Trawl: So sei es denn. Ich segne Euch im Namen des Torm, Anomen.
  Und ihr sollt auch gesegnet sein.
Sir Trawl: Ich werde Euch bei der Hohen Halle wieder treffen, Anomen. Viel Glück!
  Meinen Dank, Sir Trawl. Ich sehe unserem nächsten Treffen bereits mit Freude entgegen.
 
(Im Hauptquartier des 'Ordens des Höchst Strahlenden Herzens' Gespräche mit Sir Ryan Trawl und Prälat Wessalen)
  Sir Ryan Trawl! Ich bin gekommen und dazu bereit, dass ein Urteil über mich gesprochen wird.
Sir Trawl: Hervorragend, Knappe Anomen. Der Prälat erwartet Euch. Möge Torm an diesem Tage mit Euch sein.
  Und auch mit Euch.
Sir Trawl: Tretet in die Halle ein. Ich werde mit Euch sprechen, wenn Ihr fertig seid. Eure Gruppe kann Euch begleiten, wenn Ihr das wünscht.
  Das wäre mir sehr recht. Alainn, kommt mit mir und verfolgt die Beurteilung.
 
Prälat: Anomen Delryn, Sohn von Cor und Moirala, steht Ihr als Diener der Gerechtigkeit vor mir? Steht Ihr als Diener der Rechtschaffenheit vor mir?
  Prälat des Ordens, ich bin bereit. Ich überantworte mein Leben dem Dienste der Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit.
Prälat: Anomen Delryn, steht Ihr vor mir um ein Ritter des Ordens zu werden?
  Ich bin bereit, beurteilt zu werden.
Prälat: Steht Ihr vor mir und seid bereit den Schiedsspruch Torms zu akzeptieren? Seid Ihr bereit, dass Eure Taten und die derer, mit denen Ihr reist, offengelegt werden? Soll ich Euch richten, wie auch ich gerichtet wurde?
  Meine Vergangenheit und meine Taten breite ich vor Euch aus. Ich bitte Euch, über mich zu richten, wie auch über Euch gerichtet wurde.
Prälat: Möge der Geist Torms diesen Raum erfüllen! Möge der Richtspruch frei von persönlichen Ansichten sein! Seid willkommen Anomen! Gibt es noch etwas, dass Ihr sagen wollt, bevor wir anfangen?
  Danke, Prälat. Ich kann sagen, dass ich mein ganzes Leben lang von diesem Tage geträumt habe und meine Erhebung in den Ritterstand ist der Höhepunkt dieser Träume. Richtet über mich, wie auch über Euch gerichtet wurde.
Prälat: So sei es. Der Richtspruch ist eindeutig. Anomen Delryn, Ihr habt Euch als würdig erwiesen. Ich schlage Euch hiermit zu Sir Anomen. Ritter des Ordens, erhebt Euch und sprecht Euren Eid.
  Unter Bezeugung aller Versammelten schwöre ich, die Ehre des Ordens aufrecht zu erhalten, solange ich lebe. Ich gelobe meinen Dienst am Werk des Guten bis zum letzten Atemzug. Im Namen Helms danke ich Euch, Prälat. Ich schwöre, unter dem Banner Helms niemals zu schwanken.
Prälat: Geht, Sir Anomen und dient der Rechtschaffenheit. Ihr werdet unter dem Paladin Ryan Trawl, einem rechtschaffenen Mann, dienen. Möge Euch Torm segnen.
  Möge Torm auch mit Euch sein. Alainn, meine Fürstin, ich muss umgehend mit Sir Ryan Trawl sprechen.
 
Sir Trawl: Sir Anomen, ich gratuliere Euch. Als Euer neuer Vorgesetzter begrüße ich Euch und ehre Euer Rittertum.
  Ich danke Euch, Paladin Ryan Trawl. Ich diene Euch gerne mit der Stärke meiner Waffen und dem Glauben an Torm.
Sir Trawl: Normalerweise könntet Ihr mich als Bewaffneter begleiten, aber solange Ihr weiterhin den Weg der Rechtschaffenheit beschreitet, dürft Ihr Alainn eskortieren. Gute Gelingen, Sir Anomen und Torm schütze Euch!
  Ich danke Euch. Möge Helm Euch beschützen.
 
  Dies ist wahrlich ein großer Tag, meine Freundin!
  Ihr scheint sehr mit Euch zufrieden zu sein, Anomen. Ich sehe, dass das Rittertum Euch gut bekommt.
  Das tut es. Ich bin sehr zufrieden. Wenn Träume in Erfüllung gehen, kann man nicht anders als frohlocken. Wie ich bereits sagte, es ist wahrlich ein großer Tag.
 
(nach der Prüfung)
  Ein glorreicher Tag, werte Dame! Ich habe meinen Traum verwirklicht und viel davon habe ich Eurer Hilfe und Eurem Beistand zu verdanken! Ich bin Euch sehr dankbar.
  Ich hatte nichts damit zu tun, Anomen. Ihr habt Euch schon bewiesen, lange bevor ich kam.
  Vielleicht, werte Dame, aber meine Zweifel haben mich fast von meiner Suche abgebracht. Ihr habt mich durch diesen dunklen Teil des Weges geführt. Und Ihr seid es, der ich dafür zu danken habe, wie bescheiden Ihr auch immer sein mögt. - Ich habe mit Sir Ryan Trawl gesprochen, bevor ich das Hauptquartier verlassen habe … Er möchte, dass ich eine Expedition in den tiefen Süden leite. Ich werde meine eigenen Soldaten zu kommandieren haben, Alainn. - Man sagte mir, dass ich den einen oder anderen Knappen zugeteilt bekommen würde, um mein überragendes Können an junge Neuaufgenommene weiterzugeben. Das, sowie mein eigens Quartier innerhalb des Ordensgebäudes. - Sir Ryan Trawl hat auch erwähnt, dass meine Pflichten dem Orden gegenüber zwischenzeitlich etwas zurückgestellt werden könnten, damit ich meine Reise mit Euch fortsetzen kann. - Nur sehr wenige Novizen wird eine solche Erlaubnis erteilt, nachdem sie den Rang eines Ritters erhalten haben. Ich fühle mich sehr geehrt. Kommt … lasst uns Eure Reise fortsetzen und Eure Schwester retten.
 
Erste Liebe
  Seht ihr diese Blume, die ich hier gepflückt habe? Es ist ein seltener Fund, eine Karmesin - Rhodelia, wenn ich mich nicht täusche.
  Hübsch.
  Das ist eine wahrlich großartige Blume, werte Dame. Ihr Farbe hat ein ausgesprochen feuriges Temperament, dennoch ist ihr Duft lieblich. Es ist die Blume der Liebenden, aber es ist auch die Blume der Rache und der Krieger. - Sie hat mich an Euch erinnert, werte Dame. Wunderschön anzuschauen, aber dennoch von großer innerer Kraft. Ich fühle mich von ihrem Duft angezogen, gebe mich fast vollständig hin.
  Ihr seid ein ziemlicher Schmeichler, Anomen.
  Nein, werte Dame. Schmeichelei würde Übertreibung beinhalten. Ich hingegen finde, dass diese Blume nur ein schwaches Abbild der Anziehungskraft ist, die Ihr auf mich ausübt.
  Ihr könntet das, was ich zu sagen habe, für zu direkt halten. Und wenn es nicht willkommen ist, werde ich es auf sich beruhen lassen. Aber ich habe festgestellt, dass meine Gefühle für Euch über die von Freundschaft und Bündnis hinausgehen. - Ich habe Euch schon mehrfach gesagt, wie dankbar ich Euch bin, aber noch nie habe ich Euch gesagt, dass ich mich vom ersten Augenblick an von Euch angezogen gefühlt habe … Euer Herz, Eure schöne Seele und naütrlich Eure Schönheit. - Beleidigen Euch meine Worte, werte Dame? Bin ich zu weit gegangen?
  Nein, ich bin nicht beleidigt. Ganz im Gegenteil, es gefällt mir sogar.
  Ich in froh. Ich habe nicht viel Erfahrung mit so hübschen Frauen wie Euch. Da meine Erfahrungen so begrenzt sind, drücke ich mich so aus, wie es mir am besten möglich ist. Und ich bin hingerissen von Eurer Antwort. - Dann kommt, werte Dame. Lasst uns Eure Mission fortsetzen … Wir können später weiter sprechen und ich habe Zeit, Euch gelegentlich zu bewundern.
 
In der Nacht
  Darf ich Euch für ein paar Augenblicke von den anderen wegholen, während sie sich auf die Nachtruhe vorbereiten? Ich muss Euch etwas persönliches sagen.
  Gut, ich werde mit Euch gehen.
  Jetzt, da wir alleine sind, möchte ich Euch sagen, dass meine Anbetung für Euch ernst ist. Ich habe nie zuvor jemanden wie Euch getroffen und ich habe das Gefühl, dass ich auch nie wieder so jemanden treffen werde. - Ihr habt von meinem Herzen Besitz ergriffen und habt mich auf dem Weg des Guten und der Rechtschaffenheit geleitet … und wart mir behilflich bei der Verwirklichung meines Traums, als ich das schon fast für unmöglich gehalten hatte. - Ich … Ich möchte Euch gerne näher sein, Alainn. Ich möchte Euch in meinen Armen spüren, Eure Haut liebkosen und des Nachts bei Euch liegen. - Spreche ich Euch zu gerade heraus, werte Dame? Würdet Ihr mich armen Ritter für einen annehmbaren Liebhaber halten? Ich … wäre nicht gekränkt, wenn dem nicht so wäre. Ich möchte lediglich mit Euch zusammen sein.
  Nein, Anomen, ganz im Gegenteil … auch ich möchte mit Euch zusammen sein.
  Ich bin hoch erfreut, das zu hören, meine Liebe. Kommt also zu mir … Ich lege meine abgenutzte Rüstung ab und wir können für diese Nacht beieinander liegen … Ich werde Euch die Liebe zeigen, die ich für Euch hege …
 
  Ich habe während unserer Reise über einige Dinge nachgedacht. Ich muss zugeben, dass ich mich nie glücklicher und erfüllter gefühlt habe … Und vor einer Woche hätte ich dies nicht einmal für möglich gehalten.
  Warum seid Ihr so glücklich?
  Ich bin einfach froh darüber, werte Dame, dass die Dinge sich so entwickelt haben, wie sie es eben getan haben. Ich bin ein vollwertiges Mitglied des Ordens, so wie ich es mir immer gewünscht habe und mein Herz war noch nie so ruhig. - Ich habe auch über Saerk nachgedacht … und ich bin froh, dass Ihr mich davon abgehalten habt, Rache an ihm zu üben. Es gab ja nicht einmal einen echten Beweis für seine Beteiligung an dieser Sache, nicht wahr? - Es wäre falsch von mir gewesen, auf die Raserei meines Vaters zu hören. Moira … hätte es nicht gewollt, dass ich Blutrache für sie übe, nicht, wenn es nicht wahr gewesen wäre … - Und wenn … wenn Saerk diese Taten begangen hat … Nun ja. Nun, dann wird er dafür büßen. Irgendwann … eines Tages, sicherlich. Die Götter werden sich darum kümmern.
  Ihr hört Euch nicht sehr überzeugt an.
  Hm? Vielleicht nicht. Ich muss einfach oft an meinen Vater denken, allein zu Hause, viel zuviel trinkend, sich verbitterte Gedanken über mich und meine Schwester machend.
- Ich hoffe, dass er es aus sich heraus schafft, Saerk zu vergessen und das, was er verloren hat, wieder aufzubauen. Vielleicht findet er ja sogar eine neue Frau … und verliert den Hass, der in ihm gärt, so wie ich es getan habe. - Ahhhhhh, eine simple Hoffnung. Dennoch nicht wahrscheinlich. Vielleicht spricht Vater wieder mit mir, wenn ich das nächste Mal zu ihm zurückkehre. Moira … Moira würde sich das von mir wünschen, glaube ich." *Seufz* "Aber dieser Gedanke macht mich traurig, jetzt, da ich an glückliche Dinge denken sollte. Wie zum Beispiel an Euch. Kommt, meine Liebe … lasst uns jetzt weiterziehen.
 
Abermals in der Nacht
  Wir werden hier rasten, ja? Dann lasst uns für einen Moment einen abgelegenen Ort aufsuchen. Ich brenne darauf, Euch etwas zu sagen, das mich schon den ganzen Tag beschäftigt. - Als ich Euch das erste mal sah, werte Dame … sind mir viele Dinge durch den Kopf gegangen. Zum Beispiel die Möglichkeit, dass Ihr nicht das wart, was Ihr zu sein scheint. - Aber auf auffälligsten war die Schnelligkeit mit der Ihr mein Herz entzündet habt. Ich habe das ignoriert, verleugnet … bis vor kurzem. Aber jetzt muss ich jeden wachen Moment daran denken. - Ich habe mich unsterblich in Euch verliebt, Alainn. Ich folge Euch in den Kampf, vertraue Eurer Weisheit ohne Einschränkung und würde ohne zu zögern mein Leben opfern, um Euch zu beschützen. - In meinem … in unserem Leben herrscht ein solches Chaos, ich sehne mich dringlich nach etwas konstantem. Ich … Ich würde Euch nicht darum bitte, etwas zu versprechen, das Ihr nicht geben könnt, werte Dame.
  Ja, ich weiß, der Tod lauert auf uns hinter jeder Ecke. Alles, worum ich Euch bitte, ist, dass Ihr mich als Euren Diener annehmt … dass wir in den Tagen, die da kommen mögen, versuchen, beieinander zu bleiben … - Dass wir einander nicht im Stich lassen. Wenn ich weiterhin bei Euch bleibe, meine Geliebte … Ich könnte eine Trennung nicht ertragen. Wenn … Wenn Ihr das für uns sehen könnt … Bitte … sagt es mir jetzt.
  Auch ich liebe Euch, Anomen … und auch ich möchte nicht, dass wir uns trennen.
  Das Ihr das sagt … erfreut mich mehr, als ich auszudrücken vermag. Plötzlich habe ich das Bedürfnis, meine Liebe den Himmeln entgegen zu schreien. Aber ich werde davon absehen … zumindest für's Erste. - Lasst uns also zu den anderen zurückkehren und die Nacht gemeinsam verbringen … Und wenn wir erwachen, werden wir unsere Mission fortsetzen."
 
Fürst Cor ist tot - Anomens Rache
  (Erbeuter Auftritt des Boten)
  Wartet! Da kommt jemand … und sein Erscheinungsbild ist mir vertraut …
Bote: Sir Anomen, ehemaliger Sohn des Fürsten Cor … endlich habe ich Euch gefunden. Ich suche Euch schon seit geraumer Zeit.
  Ah, ja … der Bote, der mir die Kunde von meiner Schwester überbrachte. Ihr habt hoffentlich nicht noch mehr schlimme Neuigkeiten zu verkünden, oder?
Bote: Ja, ich denke schon. Ich habe hier einen Brief für Euch. Von Bylanna Lanulin aus dem Magistrat.
  Ein Brief? Ihr seid diesen ganzen weiten Weg gekommen, um mir einen Brief zu überbringen?
Bote: Ja. Der Magistrat hat mich gebeten, Euch zu finden, wo auch immer Ihr sein würdet, damit diese Neuigkeiten zu Euch gelangen, bevor es die Gerüchte tun. Ich bitte Euch, Herr, nehmt den Brief und entbindet mich meiner Pflichten.
  Nun gut … gebt mir also mein Schreiben, dann könnt Ihr gehen und Habt Dank. - Also, was diesen Brief angeht … … Nein … nein, Gnade mir Helm, nein!
  Was ist denn, Anomen? Was ist los?
  Der … Der Magistrat … Hier steht: "Es ist meine traurige Pflicht, Euch davon in Kenntnis setzen zu müssen, dass Euer Vater Fürst Cor, bei dem eigenmächtigen Versuch, Vergeltung an dem Kaufmann Saerk zu üben, getötet wurde … Euer Vater reagierte mit seinem Versuch auf kürzlich zu Tage getretene Beweise, die belegten, dass Saerk Farrahd tatsächlich den Mann, der Eure Schwester Moira ermordet hat, angeheuert hat … ! Ich bin zuversichtlich, dass Ihr, als Mitglied des Höchst Strahlenden Herzens, die Vergeltung nicht in Eure eigenen Hände nehmen werdet. Das Gesetz wird sich um Saerk Farrahd kümmern. Ich trauere mit Euch um den Verlust Eurer Familie und werde alles in meiner Macht stehende tun, um zu gewährleisten, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird. Ich hoffe sehr, dass dieser Brief Euch erreicht, bevor diue Gerüchte es tun. Hochachtungsvoll Bylanna Lanulin!"
  Dieser … Dieser Kaufmann war also doch für den Tod von Moira verantwortlich … und Vater … Vater hat es selbst in die Hand genommen, Vergeltung zu üben. Und … nun ist er tot … Alles wegen Saerk …
  Das ist furchtbar, Anomen. Es tut mir sehr leid!
  Es … Es tut Euch leid … Nein! Ich spreche von Saerks Beteiligung an dieser Tragödie und darüber vergesse ich die Eure! Ihr wart es, die mich davon abgehalten hat, meine Schwester zu rächen, als ich die Möglichkeit dazu gehabt hätte! - Ich habe meine Familie im Stich gelassen, als sie mich brauchte und jetzt ist sie zerstört. Vollständig zerstört! Unter der Hand eines bösen Mannes, der nichts im Sinn hatte als den Ruin meines Vaters. - Ich habe Euch gleich gesagt, dass Saerk verantwortlich war, Alainn! Und  … Und Ihr habt mich überredet, die Angelegenheit dem Gesetz zu überlassen! Das Gesetz! Saerk besitzt so viele Reichtümer, dass das Gesetz ihn nie anrühren würde! Aaaaaah, ich kann nicht glauben, dass ich das getan habe! Für den Orden, für Euch! Ich habe meine Familie im Stich gelassen, meine Pflicht … Und nun seht, was geschehen ist!
  Ihr gebt mir die Schuld? Warum tut Ihr das?
  Ich … tue, was ich tun muss. Keiner der Schwüre die ich je schwor ist stärker als der Schmerz, den mein Herz jetzt fühlt. Mein Vater … tot … gestorben, weil er das tat, was ich hätte tun müssen … - Euch … Euch zumindest kann ich verzeihen, meine Liebe. Was Ihr tatet … das war gut gemeint! Aber Saerk … Saerk kann ich nicht verzeihen. Das Gesetzt wird an einem, der so reich ist wie er, nie Gerechtigkeit walten lassen. - Uns steht eine Konfrontation bevor, die unausweichlich ist, ihm und mir. Ich habe meine Pflicht einmal vernachlässigt und ich werde es nicht wieder tun. Ich … Ich muss Euch verlassen, Alainn. Und das tun, was ich schon längst hätte tun sollen. - Verdammt seien der Orden und alles andere, Saerk wird sterben, wenn ich ihn finde. Lebt … Lebt also wohl, meine Liebste. Es … Es tut mir leid … Euch das antun zu müssen …
 
In Saerks Haus
  Saerk! Ich bin es, Anomen Delryn, Sohn des Fürsten Cor und Bruder von Moira! Ihr werdet für die Verbrechen an unsere Familie bezahlen!
Saerk: Hah, Ihr werdet sterben wie ein jammernder Hund, so wie Euer Vater!
  Ich bin kein armseliger Säufer, Narr. Und auch kein unschuldige Mädchen! Bei allem was mir heilig ist, werdet Ihr für das, was Ihr getan habt, mit dem Leben bezahlen!
Saerk: Ich sehe, dass Ihr kein Paladin des Ordens mehr seid. Wie ich mir gedacht habe! Ein rabiater Flegel, der nicht mit der Konkurrenz fertig wird, genau wie sein Vater!
  Sprecht nicht von meinem Vater! Und ich werde nicht untätig herumsitzen und zusehen, wie Ihr Euch Euren Weg bahnt … mit Bestechung und Schmeicheleien … ins … ins … was? Alainn?! Was tut Ihr hier?
  Ich bin gekommen, um Euch von dieser Tat abzuhalten.
  Warum meine Liebste?! Sagt mir, warum dieser Mann für das, was er getan hat, nicht sterben soll?!
  Weil es bei dieser Sache nicht um das geht, was er getan hat und auch nicht darum, ob das Gesetz ihn belangen wird oder nicht. Und das wisst Ihr auch!
  Ja … Ja, Ihr habt Recht, meine Liebe. Es … Es ist die Schuld, die mich mit ihrem Gewicht erdrückt. Dass ich von meiner Pflicht davonlief und mein widerwärtiger Vater sie übernommen hat! - In meinem Herzen wohnt etwas Böses, das habe ich immer schon gewusst und Euch auch davon erzählt. Hass und Zorn, verschlungen und schwarz … und ich … Ich kann sie nicht kontrollieren. - Mein Herz rät mir, diesen Teufel umzubringen  … und meine Schuld wird erlöschen. Ich … Ich kann so nicht leben, Alainn. Jeden Moment könnte ich alles, woran ich glaube, verleumden … - Was kann ich tun, Alainn? Wie soll ich mit dieser Sache in meinem Herzen weitermachen? Woher weiß ich, dass es mich nicht eines Tages übermannt?
  Weil ich Euch liebe, Anomen. Und weil ich bei Euch sein werde.
  Dann … Dann ist es genug für mich. Ich werde für die Hoffnung leben, dass Eure Liebe … eines Tages meinen Hass auslöschen wird. Ich danke Euch, Alainn, dafür, dass Ihr mich aufgehalten habt.
Saerk: Pah! Ich weiß, dazu habt Ihr gar nicht genug Mumm! Euer Vater starb viel besser!
  Und ich hoffe, dass Ihr aus dem Tode meines Vaters ein gewisses Maß an Genugtuung erlangen konntet, denn ich werde mich persönlich dafür einsetzen, dass das Gesetz Euch aufs Härteste bestraft, Kaufmann. - In Eurem Streben nach Geld habt Ihr nicht nur meinen Vater ruiniert … sondern auch ein unschuldiges Mädchen umgebracht. Ihr habt auch eine Tochter, nicht wahr, Saerk?
Saerk:  … Äh … Ja …
  Ich hoffe, Ihr werdet Eurer Tochter in die Augen sehen können, wenn Ihr im Gefängnis sitzt … und ich hoffe, dass Ihr über Eure Taten nachdenkt, bevor Ihr zu Gericht vor die Götter tretet …
Saerk: ... Ich …
  Es bleibt nichts mehr zu sagen. Geht jetzt und zählt Eure so wertvollen Münzen, bevor die Garnison kommt, um Euch zu holen.
  Ich entschuldige mich, meine Liebste, für all diese Störungen. Ihr habt Euch um Eure Suche zu kümmern … und ich will bei Euch sein, um Euch zu unterstützen. Jetzt … und bis in alle Ewigkeit …
 
Alainns Seele gestohlen
  Regieanweisung: Plötzlich wacht Ihr auf, mit einem Dröhnen in den Ohren. Ein stechender Schmerz durchzieht Euren Körper und Ihr fühlt Euren Verstand langsam schwinden, verdrängt durch die Dunkelheit im Inneren:
Anomen: Euch ist kalt, meine Liebe. Ich werde das Feuer schüren, wenn ich auch glaube, dass Euer Frösteln nicht von der Temperatur der Luft herrührt.
  Nein, tut es auch nicht. Tretet zurück, Anomen. Ich weiß nicht, ob ich Euch hiervor beschützen kann.
  Eure Lippen bewegen sich, aber es sind keine Laute zu hören. Seid Ihr sicher, dass es Euch gut geht … Alainn? Bei den Göttern, Alainn!!!
  Regieanweisung: Alainn wird zum Schlächter, dem Avatar Bhaals, und greift ihre Gruppe an. Eine Weile später schwindet der Wahnsinn und die Essenz des Bösen zieht sich zurück. Aber wenn das so weitergeht, dann werdet Ihr nicht nur Euch selbst, sondern alles Andere verlieren, das Euch lieb und teuer ist.
Anomen: In Eurem Inneren seid Ihr eine Bestie! Würde ich Euren wahren Beweggrund nicht kennen, würde ich Euch noch während wir hier miteinander sprechen, an die Gurgel gehen. - Wir müssen diese Sache beenden. Sprecht nicht mehr davon, bis wir den Verantwortlichen gegenüberstehen.
   
  Entführung durch Bodhi
  Regieanweisung: Bei Betretten des Friedhofs Auftritt Bodhi
Bodhi: Ihr entwickelt Euch zu einer wirklich beeindruckenden Nervensäge, eine, die sich nur schwer übersehen lässt. - Ehrlich, Alainn, ich weiß einfach nicht, was ich mit Euch tun soll. Ich habe es langsam satt, dass Ihr mir ständig wie ein Schatten folgt.
  Ich bin bei unserem letzten Treffen nicht geflohen, Bodhi. Das wart Ihr. Es tut mir leid, wenn ich … Euch Angst eingejagt haben sollte.
Bodhi: Kaum. Es war einfach wichtiger, dass ich Irenicus von Eurem Zustand berichtete. Er hat entschieden, dass das nicht wichtig ist, obwohl es interessant sei. - Trotzdem habe ich nicht die Zeit, mit Euch zu diskutieren, was Ihr tun werdet oder nicht. Ich muss mich um wichtigere Dinge kümmern. - Zeit zu sterben, Alainn. Oder vielleicht auch nicht. Eure … Begleiter  … sind auch recht interessant. - Nun, wo war ich? Ihr tut dies in der Hoffnung, etwas, das Euch lieb ist zurückzubekommen. Je länger Ihr daran festhaltet, desto mehr werdet ihr verlieren. - Ich bezog mich nicht auf Euch. Folgt mir weiterhin, Alainn und Ihr werdet mehr verlieren, als Ihr Euch vorstellen könnt. Es beginnt jetzt!
  Regieanweisung: Anomen wird von Bodhi entführt und mit Vampirismus infiziert. Ein wenig später in Bodhis Gruft:
Bodhi: Und hier wird es nun also enden. Willkommen. Ihr wart sehr erfinderisch bei Eurer Suche nach mir; allerdings habe ich auch keinen Umweg gemacht, um mich zu verstecken. - Aber … nein, ich habe bereits viel für dieses Treffen vorbereitet, Alainn. Ich habe Euch gewarnt, das Ihr einen großen Verlust erleiden würdet, solltet ihr mich weiter bedrängen. Ich habe nicht gelogen.
  Ich hätte Euch alleine dafür gejagt, dass Ihr mir Anomen weggenommen habt. Er ist sehr wichtig für mich.
Bodhi: Ah ja, starker Anomen. Sehr frech trotz seiner gegenteiligen Erklärungen. Ich bezweifle, dass Euer Herumtasten die Loyalität hervorgerufen hätte, die ich mir mit einem Biss und einem Blick nahm.
Anomen: Wie … wie Ihr befehlt, Herrin, so sei es.
Bodhi: Sein Wille gehört mir, obwohl er noch nicht vollständig umgewandelt ist. Ein Wort von mir genügt und er wird Euch das Herz aus dem Leib reißen. Es gibt nichts, was Ihr tun könntet, so lange ich lebe. - So lasst uns dies beenden, indem Ihr durch die Hand Eurer vampirischen Liebe zu Tode gequetscht werdet. Nicht einmal im Tod werdet ihr miteinander vereint werden. Sie gehören mir, so lange wie ich lebe!
 
  Regieanweisung: Alainn und ihre Gruppe töten Bodhi und den Vampir Anomen (er steht unabwendbar unter Bodhis Kontrolle und greift an). Doch sie finden einen Weg, Bodhis finsteres Herz zu opfern und Anomen wieder geheilt als Menschen zu erwecken:
Anomen: Ihr seid gekommen, mich zu retten. Ich dachte, ich wäre nichts mehr wert, nachdem ich von diesem Vampir befleckt wurde.
  Denkt nicht so etwas. Ihr seid von Wert für die Gruppe … und für mich.
  Es wärmt mir das Herz, Euch das sagen zu hören. Wisset, dass ich Euch nie wieder verlassen werde. Das schwöre ich! Komme, was da wolle.
  Ich hätte es auch nicht anders gewollt. Lasst uns hier verschwinden.
  Meine Dame. Ich folge Euch, wohin auch immer Ihr gehen mögt.
 
  Es geht dem Ende zu
  Regieanweisung: Im Elfenpalast von Suldanessallar - es geht hinab zum "Baum des Lebens" und somit zum gefährlichen Endkampf mit Irenicus. Alainn zögert, ob sie ihre Freunde und Gefährten wirklich dieser Gefahr aussetzen will, immerhin ist es nicht deren Kampf. Sie wendet sich Anomen zu. Er ist nachdenklich, als ob er spürt, was Alainn ihm sagen will:
Alainn: Anomen … ich …
Anomen: Nein, Mädel, nein, nein! Wenn es etwas gibt, das gesagt werden müsste, bevor wir das tun, was wir tun müssen, dann werde ich derjenige sein, der es sagt. - Ich habe schlimme Dinge zu euch gesagt. Vielleicht habe ich auch viele getan, was ich bereue. Aber dennoch habt ihr mir die ganze Zeit beigestanden. Mehr als das, ihr habt mir das Leben gerettet  … Nein, mehr noch … meine Seele. - Ich habe mehr als einmal gesagt, dass ich euch liebe, Alainn. Aber diese Worte beschreiben in keinster Weise den Schmerz in meinem Herzen, den ich jetzt für euch fühle. Ich wünschte, es gäbe einen Weg, euch alles zurückzuzahlen, was ihr für mich getan habt. - Lasst uns jetzt gehen und den Wahnsinnigen, der alles bedroht, aufhalten. Lasst uns eure verlorene Seele zurückerobern. Und sollten einer oder beide von uns fallen, dann ist es da das, was das Schicksal fordert. Wenn nicht  … dann werden wir wieder miteinander sprechen und zwar bald, das schwöre ich!"
  Regieanweisung: Es ist alles gesagt. Ohne ein weiteres Wort, wendet Alainn sich voller Ingrimm der Treppe zu - Ihre Seele wartet. Irenicus wird am Baum des Lebens geschlagen, zieht jedoch Alainn samt Gruppe mit in die Abyss hinab - die Party findet sich nun in der Hölle wieder.
Anomen: Was ist denn das hier für ein Ort? Ich bin gestorben … und hierher gelangt? Dieses Ziehen … ihr habt mich mitgenommen, Alainn. Bah! Ich werde euch hier behilflich sein, wenn es nötig ist … Aber ich will auch den Weg hier raus finden!
 
Irenicus besiegt - neue Abenteuer
  Regieanweisung: Der Spieler kauft sich die Mission CD und installiert sie erfolgreich
Anomen: Vielleicht ist dies nicht der passende Ort für diese Diskussion, meine Fürstin - aber ich muss dennoch fragen. Ist es nicht eine schreiende Ungerechtigkeit, dass nach jedem Sieg über eure Feinde andere sofort an ihre Stelle rücken? Bedauert ihr nicht, was aus eurem Leben geworden ist?
  Ich bedaure rein gar nicht, mein Lieber. Der Kampf gegen das Böse hört niemals auf, Anomen.
  Ihr sagt die Wahrheit, meine Liebe - wie immer. Ich hege keinen Zweifel an eurer Fähigkeit, euch euren Feinden zu stellen und über sie zu triumphieren. - Und so wagen wir uns immer weiter vor, Alainn. Vielleicht ist es ja euer Schicksal, immer in Konflikte und Streit verwickelt zu werden.
  Stört euch das?
  Ich habe inständig für eine kurze Atempause bei unseren Kämpfen gebetet, damit wir in Friedenszeiten einmal die Gegenwart des Anderen genießen können. Doch das Schicksal scheint anders entschieden zu haben. - Als ihr mich überzeugt hattet, Saerks Leben zu schonen, da habt ihr mich gelehrt, dass Blutvergießen nicht immer die richtige Antwort sein kann. Und doch weiß ich, dass es ziemlich naiv ist zu glauben, wir könnten bei unserem Kampf für Rechtschaffenheit für immer die Waffen ablegen. Vergebt mir meine Stimmung. Ich wollte euch damit nicht belästigen. Bedauern ist ein Luxus, den sich nur die Schwachen erlauben können. Wisst einfach, dass ich euch liebe, Alainn. Ich werde immer an eurer Seite stehen … in Krieg und Frieden. Kommt, lasst uns diese Reise fortsetzen und nicht mehr von diesem Thema sprechen.
 
  Ah, meine Liebe … eure Schönheit und Weisheit glänzen wie immer, eine ewige Flamme für all jene, die an eurer Seite gehen.
  Ich danke euch, Aomen. Mit was habe ich denn dieses Kompliment verdient?
  Ich weiß, euer ungewisses Schicksal muss schwer auf euren Schultern lasten, mein Herz. Und ich habe euch noch nie mutlos erlebt. Meine ungeschickten Worte sollten euch trösten.
  Eure Worte sind mir ein Trost, Anomen … und eure Anwesenheit ebenfalls.
  Stets zu Diensten, meine Fürstin - im emotionalen, im geistigen und ganz besonders auch im körperlichen Sinne … *Grinst* Euer leisester Wunsch ist mir selbstverständlich Befehl. Seid versichert, dass ich meine Lehnspflichten heute Abend getreulich erfüllen werde …
 
Regieanweisung: Im Mirwald begegnet die Gruppe einem Höheren Todesalb, der versucht, Alainn und ihre Leute aufzuhalten. Dies macht er, indem er die Gestalt von Gorion annimmt und Alainn mit Vorwürfen überhäuft - ohne Erfolg. Als dies nicht gelingt, lässt er eine Erscheinung in Form von Moira, Anomens ermordeter Schwester auftauchen.
"Gorion": Wie viele müssen noch durch eure Hand Not erleiden, bevor ihr erkennt, dass ich Recht habe? Wie viele müssen noch sterben? Aus den Reihen eurer ehemaligen Gefährten ... Wie viele sind da wegen euch gestorben? Was ist mit dem Schmerz, den ihr unweigerlich jedem bringt, den ihr liebt? Wie sieht es damit aus, Mensch, der den Namen - Anomen - trägt?
Anomen: Was soll da so unweigerlich sein, wie ihr behauptet? Alainn hat bereits gegen die stärksten Feinde gesiegt … Was soll sich je zwischen uns stellen können?
"Gorion": Ihr wisst nicht, wovon ihr sprecht. Ihr gehört offenbar zu meinem gescheiterten Schützling. Ihr, der ihr ebenso ein Mörder seid wie sie, genauso wie sie.
"Moira": Anomen? Mein Bruder? Seid es … seid ihr es wirklich?
  Moira! Geliebte Schwester. Ihr … Wie kann das sein?
"Moira": Ich bin hier, weil ich ermordet wurde, Anomen. Ich wurde ermordet und der Gerechtigkeit wurde nicht Genüge getan.
  Saerk hat euch getötet, geliebte Schwester. Aber ich … Ich konnte keine Rache üben. Ich konnte es nicht …
"Moira": Nein, mein Bruder ! Ich mag ja von jemand anderem getötet worden sein, aber schlussendlich seid ihr an meinem Tod schuld gewesen.
  Nein! Nein, Moira, sagt doch so etwas nicht. Ich habe nie …
"Moira": Ich bin geblieben, um mich um Vater zu kümmern, genau wie ihr mich gebeten habt. All diese Jahre habe ich hart gearbeitet und ihr seid einfach vor mir geflohen. Ich hätte heiraten können und wäre glücklich geworden … Aber ihr habt mich im Stich gelassen. Ihr habt das Messer in mein Herz gestoßen.
  Ich … wollte euch nicht enttäuschen. Bitte … Bitte, Moira, och habe euch doch geliebt. Ihr … Ihr wolltet Vater nicht verlassen!
"Moira": Ihr lügt, Bruder! Ihr wolltet nicht, das ich gehe und jetzt bin ich durch eure Schuld tot.
  Nein! Nein, nein! Ich … Ich wollte nicht … Bei Helm nein! Alainn, ich flehe euch an! Macht, dass es aufhört!
  Es ist nur eine Lüge, Anomen! Glaubt nicht daran.
"Gorion": Ich werde nicht gestatten, das ihr derjenige seid, der die Prophezeiung erfüllt! Ich werde nicht gestatten, Alainn. Und wenn ich dafür sorgen muss, dass ihr sterbt!!
- Ihr werdet nicht derjenige sein, der die Prophezeiung erfüllt, mein Schützling! Kniet vor mir nieder und verabschiedet euch von eurem Leben.
  Nein! Ihr existiert nur in meinem Kopf! Ich kann es spüren! Das ist nur eine Lüge!
"Gorion": Aaaargh, eure Macht ist groß! Verschlagenes Gotteskind. Es wird mir eine Freude sein, mich an eurer Seele zu laben!"
 

Regieanweisung: Der falsche Gorion zeigt sein wahres Gesicht: Ein Höherer Todesalb. Er greift Alainn und ihre Gruppe, mit anderen Monstern zusammen an: Vampirischer Todesalp, Sumpfschrecken, Schattenscheusal, Teufelsschatten. Der Kampf wird hart, doch am Ende bleiben die Helden siegreich.

  Verdammter Geist! Was fällt ihm ein, den tugendhaften Namen meiner Schwester auszustoßen. Wie kann er es wagen, mich derart zu beschuldigen … ER SOLL VERDAMMT SEIN, DIESER GEIST!
  Liebster, dieses Wesen war das personifizierte Böse. Alles was es sagte, war eine Lüge.
  Es bedarf mehr als nur ein paar tröstender Worte, um die Dämonen aus meiner Vergangenheit zu zerstreuen, Alainn. - Moira wurde ermordet und ihr Tod wurde nie wirklich gerächt. Zumindest hierin hat der Geist die Wahrheit gesprochen. Ich habe meine Schwester im Stich gelassen. Ich hätte darauf bestehen müssen, dass sie mich begleitet, als ich das Haus unseres Vaters verließ.
  Sie hat ihr eigene Entscheidung getroffen, Anomen. Die konntet ihr eurer Schwester nicht abnehmen. Ihr müsst euer eigenes Leben leben.
  Ich … ich weiß, dass Moira fort ist. Und ich weiß ebenfalls, dass ich nichts dagegen tun kann. Aber dieser Gedanke nagt an meiner Seele und reißt mir das Herz in Stücke. Ich habe sie im Stich gelassen, Alainn! Was wäre denn, wenn ich euch ebenso im Stich ließe?
  Ihr werdet mich nicht im Stich lassen, Anomen. Das habt ihr ein ums andere Mal bewiesen.
  Ich … ich fürchte, ihr habt recht, mein Herz. Noch einmal, ich muss euch um Verzeihung bitten. Ich denke … ich habe mit Moiras Schicksal noch nicht ganz abgeschlossen. Ich werde ihr Andenken immer in Ehren halten, aber ich muss lernen, in die Zukunft zu sehen. Meine Zukunft.
  Ja, mein Herz. Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern. Und eure Zukunft ist bei mir.
  Ich danke euch, meine Dame. Wieder einmal habt ihr mir den weisesten Weg gewiesen. Ich werde nicht zulassen, dass meine Vergangenheit zerstört, was wir gemeinsam aufgebaut haben. Ich … ich werde mich wieder fangen. Lasst uns die Arbeit mit der nächsten Aufgabe fortsetzen.
   
  Zweifel
  Ich habe noch eine Bitte an euch, Liebste. Obwohl ich euch lieber einen Kuss stehlen möchte, darf ich euch statt dessen eine Angelegenheit von höchster Bedeutung ins Ohr flüstern?
  Aber ja, mein Ritter mit der sanften Zunge. Um was handelt es sich denn?
  Ich weiß, dass in eurer Bestimmung noch vieles im Unklaren liegt - selbst die Götter vermögen nicht zu sagen, was euch erwartet. Uns erwartet. Habt ihr jemals auch … an unsere Zukunft gedacht?
  Das habe ich, mein Liebster. Ich hoffe, das wir für immer zusammen bleiben können. Warum fragt ihr?
  Ich masse mir nicht an zu wissen, was vor uns liegt, Alainn. Und wenn es in meiner Macht steht, werde ich für alle Zeiten an eurer Seite sein. Aber möglicherweise ist es nicht an uns, das zu entscheiden, meine Liebste. Wir befinden uns unter den mächtigsten Wesen, die je die Reiche bevölkerten. - Ich habe selbst die größten Ritter des Ordens des Strahlenden Herzens weit übertroffen. Doch solch ehrfurchtgebietende Macht ist stets auch mit großer Verantwortung verbunden. Ich kann nur Vermutungen anstellen, welche Rolle sie mir zugedacht haben für den Fall, dass ich zurückkehre. Und meine Beziehungen zu einem Baalkind werden sie nicht billigen, fürchte ich.
  Wollt … wollt ihr damit andeuten, dass ihr unsere Beziehung beendet, Anomen?
  Nein, meine Liebste. Ich werde zu euch halten, solange ich kann. Für immer, wenn möglich. Aber wir beide sind mittlerweile legendäre Figuren und die Kräfte, die gegen unsere Beziehung Stellung beziehen, sind nicht minder legendär.
  Gemeinsam überwinden wir jedes Hindernis, Liebster!
  Eure Worte sind edel, aber naiv. Unsere Liebe bedeutet mir alles, Alainn. Aber was spielt das für eine Rolle angesichts eures Schicksals? Ihr seid jemand, der Geschichte zu gestalten vermag, möglicherweise werdet ihr sogar zu einem Gott. Könnt ihr wirklich mit Bestimmtheit sagen, dass ihr all das für mich aufgeben werdet? - Ich … ich bitte euch nicht um eine Entscheidung, Alainn. Ich hoffe inständig, dass ihr eine derartige Wahl niemals treffen müsst. Doch ihr solltet auf den Moment vorbereitet sein, sollte die Entscheidung jemals notwendig werden. Ich … ich sollte darüber nicht länger reden. Ihr allein bestimmt den Pfad eurer Zukunft, wenn die Zeit gekommen ist."
   
  Saradush
  Mein Herz … was ist los? Könnt ihr nicht schlafen?
  Mir geht Saradush einfach nicht aus dem Kopf.
  Auch ich werde von den Bildern der Zerstörung dieser Stadt verfolgt. Die Schreie, die Körper und die Hitze der Brände versengten uns die Haut und trieben uns zurück. Die dichten Rauchschwaden blendeten unsere Augen und verätzten unsere Lungen … - Leiden und Tod in einem Ausmaß, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe. Ich kann mir nicht helfen, aber ich glaube, dass die Schuld dafür teilweise auch bei uns liegt.
  Wir haben versucht, den Leuten zu helfen, Anomen. Wir sind nicht verantwortlich für deren Tod.
  Als Mitglied des Ordens habe ich geschworen, den Schwachen zu helfen. Ich habe mich verpflichtet, das Gesetz aufrecht zu erhalten und das Leben zu verteidigen. Und jetzt folgen mir Tod und Zerstörung auf Schritt und Tritt.
  Dieses Bild verfolgt mich Nacht für Nacht in meinen Alpträumen - aneinander gereihte Leichen liegen hinter mir, während ich auf dem Pfad meines Schicksals weiter voranschreite.
  Der Tod ist wirklich ein Teil von euch, meine Liebste. Ich weiß das. Und das macht mir Sorgen. Ich fühle, wie der Staub der Schlachten mein Blut in Wallung bringt. Der Ruhm eines besiegten Feindes zu meinen Füßen erregt mich. Diese Gefühle sind nicht gerecht, mein Herz. Sie sind gefährlich - so wie unsere eigene Macht.
  Fürchtet ihr euch vor mir, Anomen? Habt ihr Angst vor dem, was ich werden könnte?
  Ich bin kein Feigling. Aber ich weiß, dass der größte Feind in uns selbst liegt. Macht kann süchtig machen, sie kann uns verführen und entstellen. Wir müssen wachsam gegen uns selbst sein, um dieser Korruption widerstehen zu können.
  Ich bin mir der Gefahren bewusst, mein Liebster. Aber mit euch an meiner Seite weiß ich, dass ich über die Gefahren triumphieren werde.
  Wirklich, meine Liebste, ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, was das für jemanden wie euch bedeuten muss - für jemanden, in dessen Adern göttliches Blut fließt. Ich bin froh, dass wir darüber reden konnten - trotzdem glaube ich, dass es noch viele Dinge gibt, über die wir uns Gedanken machen müssten. - Aber unsere Konversation hält euch wach. Ihr müsst euch jetzt ausruhen, Liebste. Wir haben noch viele anstrengende Tage vor uns."
   
  Stille
  *Seuftz* "Schon wieder dieser scheußliche Stille zwischen uns, mein Herz. Ich fürchte, mir fehlen die Worte, um euch zu unterhalten und zu amüsieren, wie es eigentlich die Aufgabe eines guten Liebhabers wäre.
  Ich empfand die Stille zwischen uns nicht als fürchterlich, Anomen. Ich fühle mich wohl in eurer Nähe.
  Na ja, vielleicht liegt das Problem wirklich bei mir. Ich bin in der Kultur des Rittertums groß geworden - da war Galanterie eine Kunst, eine edle Fertigkeit bestimmter Formen und Muster. Poetische Bekenntnisse voller Anbetung und Schmeichelei waren die Wege, auf denen ein Ritter seine Liebe zu beweisen hatte. - Doch nun sehe ich, wie hohl und gestelzt solche Gespräche sind. Gezwungenes Liebesgesäusel ist wohl kaum der passende Gesprächsstoff für euch. Ihr gehört nun wirklich nicht zu den edlen Damen, die ihre Zeit an den Höfen der Reichen mit Warten und Tratschen vergeuden.
  Ich glaube, da ein verstecktes Kompliment rausgehört zu haben.
  Ihr seid anders als alle anderen Frauen, die ich bisher kennen gelernt habe, Alainn. Bei euch können solche Plattitüden meine wahren Gefühle nicht angemessen ausdrücken. Doch ohne sie … weiß ich nicht, was ich sagen soll. Ich fühlem ich wie ein Krieger ohne Waffen und Rüstung - wehrlos und verwundbar.
  Sagt einfach nur was ihr fühlt, Anomen. Zuweilen ist Aufrichtigkeit besser als Poesie.
  Dann lasst mich einfach sagen, das ich euch liebe. Dabei will ich es belassen.
  Und ich liebe euch, Anomen.
  *Grinst* "Das war entschieden einfacher, Alainn. Ich fürchte, ich habe bei meinen Versuchen, mein Vokabular der Sprache der Liebe anzupassen, wertvolle Energien vergeudet. Und wer weiß, vielleicht werdet ihr ja heute Nacht von meinem plötzlich gewonnenen Zusatzreserven profitieren.
 
Der Antrag
  Liebste, darf ich euch etwas sagen? Unter vier Augen. Die Angelegenheit ist von … höchster Bedeutung.
  Natürlich, mein Ritter. Wo drückt euch der Schuh?
  Meine Fürstin, hätte ich eine Wahl, würde ich nicht darauf bestehen. Ich würde warten und einen Weg wählen, der den Überlieferungen entspricht. Doch ich fürchte, wenn ich jetzt nicht handle, ist die Gelegenheit dahin. - Doch ihr habt mich gelehrt, dass Pomp und Zeremonie ohne jede Bedeutung sind, verglichen mit der ernsthaften Einfachheit unserer Gefühle füreinander. Ich … ich liebe euch, Alainn. Ich liebe euch von ganzem Herzen.
  Und ich liebe euch, Anomen.
  Ich habe euch meiner Liebe und meiner Loyalität versichert, meine Herrin. Ich habe geschworen, euch zur Seite zu stehen - was auch immer kommen mag. Und jetzt möchte ich vor der ganzen Welt bekennen, was ich für euch empfinde. - Ihr verdient mehr als ich euch geben kann, Alainn …und selbst wenn ich euch die größten Reichtümer von Faerun zu Füßen legen könnte, würde es immer noch nicht reichen. Alles, was ich euhc geben kann, sind mein Herz und meine Hand. Alainn, wollt ihr mich heiraten?
  Anomen, mein Liebster … natürlich werde ich euch heiraten!
  Alainn! Ihr macht mich zum glücklichsten Mann des Reiches! - Ich möchte, dass wir unsere Liebe in einer großen Zeremonie feiern - eine Hochzeit, wie sie selbst den reichsten Familien von Atkatla gut zu Gesicht stünde! Alle unsere Freunde sollen diesem freudigen Ereignis beiwohnen.
  Oh, Anomen, was für eine glänzende Idee!
  Es ist natürlich keine Frage, dass wir zunächst unsere Mission zu erfüllen haben, bevor wir darangehen können, unsere Liebe in einer Heiratszeremonie zu besiegeln. Doch bis es soweit ist, Alainn, möchte ich, dass ihr etwas von mir annehmt. Nehmt diesen Ring - er gehörte meiner Schwester. Ich trug ihn immer bei mir - als Erinnerung. Es ist nicht viel, aber nehmt ihn als Zeichen unserer Liebe und als Symbol unserer gegenseitigen Verpflichtung. - Tragt den Ring in der Nähe eures Herzens, meine Liebste. Er soll uns miteinander verbinden, auch wenn die Mächte dieser Welt versuchen sollten, uns zu trennen. Lasst uns unseren kleinen Handel mit einem einzigen Kuss besiegeln. - Eure Lippen schmecken wie immer nach süßem Nektar und ich bekomme eine Gänsehaut bei jeder Berührung. Wohlan, meine Herzensdame, lasst uns aufbrechen, bevor uns die anderen zurücklassen."
 
Den Rücken stärken
  Liebste, ich muss mich Euch reden. Ich spüre, dass … Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht genau, was. Doch Eure Bestimmung nähert sich mit Riesenschritten. Ich fühle, dass ein Ende nahe ist, eine Zeit weitreichender Konsequenzen - für Euch und für mich. - In jüngster Zeit ist viel geschehen und ich fürchte, wir alle wissen, dass Euer Schicksal über jeglichen sterblichen Zustand hinausgehen könnte. Alainn, Ihr bedeutet mir alles … aber mich treibt die Angst um, Ihr könntet gezwungen sein, mich zurückzulassen.
  Anomen, Liebster - wir werden immer zusammen sein!
  Nichts lieber als das, meine Dame. Aber die Dinge sind nun mal so wie sie sind. - Ich  … Ihr müsst wissen, dass ich Eurem Schicksal nicht im Wege stehen werde, mein Herz. Unsere Liebe ist mir das Wichtigste in meiner Welt - wichtiger als meine Familie, meine Ehre. Selbst mein Kindheitstraum, dem Orden beizutreten, erscheint bedeutungslos angesichts meiner Gefühle für Euch. - Doch es gibt Dinge, die sind stärker als die Liebe - selbst als unsere Liebe. Wir haben uns beide verändert und noch größere Veränderungen stehen vor der Tür, fürchte ich. Gut möglich … dass das Schicksal uns kein glückliches Ende garantieren kann.
  Ihr unterschätzt die Kraft unserer Liebe, Anomen.
  Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ach, Alainn, ich bin nichts weiter als ein Narr, der gegen die Weisheit der Ewigkeit ankämpft. Was weiß ich denn schon? Meine Worte sind ohne Bedeutung - sie erfüllen Euch nur mit Sorge, in einer Zeit, in der Ihr Euch auf andere Dinge konzentrieren müsst. - Lasst uns nicht länger darüber sprechen, Liebste. Ich wollte Euch nicht beunruhigen. Ihr sollt nur wissen … , dass ich Euch immer unterstützen werde, was auch immer kommen mag.
 
Die Entscheidung
  Regieanweisung: (Nach dem Sieg gegen Melissan) Eine finale Entscheidung steht an. Wozu entscheidet sich unsere Heldin? Für ein Leben als gottgleiche Kreatur oder für ein menschliches, mit all seiner Mühsal und Plage? Und was wird aus ihrem Liebsten?
Anomen: Was ich immer gefürchtet habe, geschieht nun. Euer Geburtsrecht holt Euch ein, meine Fürstin und deswegen werde ich Euch vermutlich für immer verlieren. Wisst Ihr … Wisst Ihr schon, wie Ihr Euch entscheiden wollt?
  Ich möchte Euch nicht verlieren, Anomen. Ich liebe Euch.
  Ich kann nicht lügen, Geliebte. Ich wünsche mir verzweifelt, Ihr lehntet die Macht des Blutes Eures Vaters ab. Ein neues Schicksal zu erobern, das frei ist von seinem Schatten, das wäre fürwahr eine glorreiche Sache! - Aber ich will nicht so närrisch sein, zu glauben, dass ich der einzige Grund wäre, warum Ihr eine derartige Zukunft aufgeben würdet. Ihr seid oft für mich da gewesen. Ihr habt mir geholfen, bezüglich meines Vaters das Richtige zu tun und mir ermöglicht, Ritter beim Orden zu werden … - Ich denke nicht, das es leicht mit mir war, aber Ihr habt mich nicht aufgegeben. Ich kann nicht von Euch verlangen, dies für mich aufzugeben … Ich fühle mich Euer ja kaum würdig. Ihr seid wunderbar, jenseits aller Vorstellungskraft.
  Wenn Ihr … wenn Ihr Euch dafür entscheidet, eine Sterbliche zu bleiben, kann ich nicht mehr tun, als Euch meine immer währende Liebe zu versprechen. Alles was Ihr wünscht, wird Euer sein … Wir werden immer zusammen sein. - Und falls Ihr entscheidet zu gehen, so werde ich Euch ziehen lassen. Es wird zwar schmerzhaft für mich sein, aber meine Freude, dass meine Geliebte so viel erreicht hat, wird keine Grenzen kennen … Ich werde immer an Euch denken.

- Alainn wird zu einer Gottheit - Alainn bleibt eine Sterbliche
Alainn: Ich werde die Essenz Bhaals, die mir rechtmäßig zusteht, annehmen und zu einer Macht in den Ebenen werden.
Solar: Wie Ihr wünscht. Ihr habt uns allen bewiesen, dass Ihr die Macht in Eurem Blut beherrscht …und nicht sie Euch. Ich werde stolz darauf sein, an Eurer Seite zu stehen, wenn Ihr eine der Mächte der Himmel werdet.
Anomen: Nun gut, dann! Lebt wohl, meine Geliebte. Bitte tragt meinen Ring immer nahe an Eurem Herzen, damit Ihr Euch stets an die Liebe erinnert, die Ihr einst mit einem einfachen Sterblichen geteilt habt. Ich … Ich werde immer liebevoll an Euch denken.
Solar: Eure Entscheidung wurde getroffen, Gottkind. Jetzt muss es nur noch vollbracht werden  … Bereitet Euch darauf vor!
Alainn: Ich möchte die Essenz Bhaals nicht. Macht doch mit ihr was ihr wollt. Ich selbst möchte lieber ein sterbliches Wesen bleiben.
Solar: Dann werdet Ihr Euer Leben erneut beginnen, als sterbliches Wesen und ohne das Mal, das Euer Vater auf Eurer Seele hinterlassen hat … Die Essenz Bhaals wird für immer verborgen werden. Ihr habt Großes vollbracht. Die Freiheit soll Eure Belohnung sein.
Eure Entscheidung wurde getroffen, Gottkind. Jetzt muss es nur noch vollbracht werden  … Bereitet Euch darauf vor!
Anomen: Ihr bleibt bei mir, meine Geliebte?! Nichts … Nichts könnte mich glücklicher machen! Ihr werdet frei von Eurer dunklen Vergangenheit sein. Wir werden beide gemeinsam frei sein, um unsere Zukunft gemeinsam zu verbringen! Oh, was für ein glücklicher Tag!
   
Das ENDE
 
Anomen wurde nach der Zeit in Alainns Gesellschaft von Sorgen geplagt. Er hatte die dunkle Macht, über die das Kind von Bhaal verfügte, erlebt, und das sorgte bei ihm für eine Glaubenskrise. Da sein Vertrauen in Helm erschüttert war, reiste Anomen ziellos durch die Welt, bis es ihn nach Maztica verschlug. Das geschah während der Revolte von Yamash, einem bösen Kleriker, der eine Horde dämonischer Kreaturen aufstellte, um das Land zu erobern.
Anomen wurde in den Konflikt verwickelt. Er half den bedrängten Soldaten von Maztica, sich neu zu organisieren und bildete sie sogar aus. Er musste jedoch feststellen, dass er ihnen die Prinzipien des geordneten Kampfes am besten vermitteln konnte, indem er zu ihnen über die Pflichten und die Rollen eines Beschützers und Wächters erklärte. Anomen unterrichtete sie in der Doktrin Helms, und begann sie dabei selbst besser zu verstehen. Schlussendlich erfüllte die Wahrheit seiner Worte seine Männer. Yamash wurde von "Den Streitern Anomens", einem neuen Ritterorden für ein neues Land, besiegt.
Das ENDE
 
Anomen und Alainn zogen gemeinsam auf Abenteuer aus, bis sie weithin als Helden bekannt waren. Sie waren so gefragt, dass Ihre geplante Hochzeit immer weiter verschoben wurde, entweder weil irgendeine Krise drohte, die bekämpft werden musste, oder weil ein lohnendes Abenteuer auf die beiden wartete. Einer würde immer darauf bestehen, sich noch rasch der neuen Herausforderung zu stellen.
Doch dann kam schließlich der Tag, den sowohl Anomen, als auch Alainn um jeden Preis einhalten wollten: Die Kunde von der Hochzeit hatte sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen und Gesandte und Helden aus ganz Faerun strömten herbei. Das Paar hatte während seines heroischen Lebens zahlreichen Leuten geholfen. Sie strömten in Scharen herbei, um zu sehen, wie sie von Elminster persönlich getraut wurden. Es war eine prächtige Zeremonie, wie sie die Stadt Baldurs Tor noch nie gesehen hatte.
Anomen und Alainn zogen sich kurz darauf aus dem öffentlichen Leben zurück. Obwohl, wenn die Geschichten, die man erzählt, wahr sind, dann führen sie noch immer ein Leben als Abenteurer …


Print  Top Letzte Aktualisierung: 29.06.2004