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Against Rome
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 | Info |
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| Autor | | 4+ |
 |   | | 2.5 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.5 |
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| Gesamt (8 votes) | | 3 |
 |   | | 2 |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.6 |
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| Name: | Against Rome |
| Genre: | Echtzeitstrategie |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/11 |
| Publisher: | JoWooD |
| Entwickler: | Independent Arts |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Hardware: | 800Mhz, 256MB RAM, keine 3D-Karte nötig, HD 1200 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX8 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| USK: | 12 |
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 | | z.Teil Herstellerscreens |
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In den letzten Jahren haben sich bei den Echtzeitstrategiespielen mehrere - recht
unterschiedliche - Spielweisen herausgestellt. Zum einen gehen einige Hersteller,
wie z. B. Blizzard mit WarCraft
3 in Richtung wenige Einheiten aber dafür Helden und Magie, Westwood bzw. EA
bleiben beim altbekannten Prinzip vom schnellen Aufbau + Rohstoffabbau und dann
ordentlich Action auf dem Schirm und immer wieder erfreuen Massenschlachten die
Spieler, wie z. B. in Total War oder aber Praetorians.
Mit Against Rome versucht nun Independent Arts eine Art Spagat zwischen Massenschlachten,
Helden und Aufbaupart. Statt jedoch mal wieder irgendwelche heutigen oder futuristischen
Technologien und Einheiten zu verwenden, wird das Spiel in die Zeit von etwa 200
bis 450 n. Chr. angesiedelt. Es gilt nun in Form der "Barbaren" den Fall den römischen
Reiches einzuläuten. Ob das klappt und welche Akzente das Spiel setzt, das soll
im folgenden Review geklärt werden.
Ganz Gallien ist von den Römern besetzt
Die meisten Leser haben die Zeit der Völkerwanderung wohl nicht so ganz live miterlebt,
doch wie man es aus diversen Filmen kennt, ging es früher nicht gerade harmlos
zu. Die Römer waren dabei die "Barbaren" (Und das waren alle Nicht-Römer) zu "zivilisieren",
welche jedoch ihre ganz eigene Kultur, Bräuche und Ansichten hatten. Die Geschichte
des Spiel beginnt nun damit, dass der Spieler als Anführer eines Barbarenstamms
die Geschicke selbiger in die Hand nimmt und sich gegen Rom erhebt.
Spielüberblick
Nach einem sehr stimmigen Intro landet der Spieler in einem Hauptmenü, welches
gleich eine ganze Reihe an Spielmöglichkeiten bietet. Zum einen gibt es ein vier
Missionen umfassendes Tutorial, in dem die wichtigsten Grundlagen, wie Bewegungen
der Einheiten, Aufbau und Verwaltung einer Siedlung, Einsatz von Helden und Priestern
und Kampf & Eroberung, erklärt werden. Als zweite Möglichkeit kann sich der
Spieler, möglichst wenn er sich mit den Grundlagen des Spiels in Tutorial und einigen Übungsspielen
vertraut gemacht hat, auf die Kampagne stürzen und versuchen, Rom zu stürzen. Wer
dagegen weniger auf Aufbauen steht und nur Massenschlachten erleben will, der kommt
in den historischen Missionen auf seinen Spaß. In jeweils fünf Missionen kann der
Spieler historische Momente, wie z. B. den Kampf um Rom oder aber die Schlacht auf
den Katalaunischen Feldern aus Sicht beider Parteien spielen. Der Endlosmodus ist
schließlich eine sehr gute Gelegenheit, sich auf die spannenden Schlachten im LAN
und Internet vorzubereiten. Im Spiel gibt es zum einen den Aufbaupart, in welchem
der Spieler eine möglichst florierende Wirtschaft aufbauen muss (Gebäude bauen,
Rohstoffe erwirtschaften, etc.) und sobald die Rohstoffe fließen kann mit der Aushebung
bzw. Verstärkung der Truppen begonnen werden, zum anderen warten auch viele große
Massenschlachten auf den Spieler. Hier gilt es die Truppen in richtige Verteidigungsposition
zu bringen, geschickt anzugreifen und danach kann geplündert werden.
Der Aufbaupart
Im Endlosspiel, Mehrspielermodus bzw. immer wieder im Lauf der Kampagne gilt es,
eine Basis aus dem Boden zu stampfen bzw. eine weiter zu verbessern und den Trupp
aufzurüsten. Hier nun eine Beschreibung eines "Anfangs" mit einem Zivilverband
und dem Helden. Der Zivilverband ist eine Gruppe mobiler Dorfbewohner mit Lasttieren
und Rohstoffen. Als erstes wird vom Verband ein Dorfzentrum (Gibt es in verschiedenen
Größen und es kann "aufgewertet" werden) errichtet. Dabei gilt es nicht, sich an
irgendwelchen Rohstoffvorkommen zu orientieren, sondern nach möglichst viel Platz
in der Umgebung mit gleichzeitig guter Verteidigungsposition. Steht das Haupthaus,
so kann der Zivilverband aufgelöst werden und die Arbeiter und Packtiere verschwinden
im Gebäude. Wenige Augenblicke später, wenn die Arbeiter alle Rohstoffe im Lager
verstaut haben, kommen sie wieder raus und stehen dann als Arbeitskräfte zur Verfügung.
Zum weiteren Überleben werden erst einmal ein Schreiner, eine Mine, ein Schlachter
und eine Schmiede benötigt. Damit man auch genügend Arbeiter hat, die sich um die
jeweiligen Gebäude kümmern, wird auch gleich ein Wohnhaus gebaut. Dieses Wohnhaus
erhöht zum einen die maximale Bevölkerung an Arbeitskräften und zum anderen kann
man hier neue Arbeiter ausbilden, die jedoch nicht mit voller Gesundheit aus dem
Gebäude kommen, sondern erst langsam ihren Maximalwert erreichen. Dabei wird zwischen
Männlein und Weiblein unterschieden, was sich z. B. bei den späteren Truppenausbildungen
bemerkbar macht, da es jeweils unterschiedliche Berufschancen gibt. Sobald alle
Gebäude stehen, kann man sich erst einmal daran machen, Bewohner auszubilden (
kostet nichts, außer Produktionszeit) und jedem "Betrieb" die vier möglichen Arbeitskräfte
zu zuweisen. Um mehr muss man sich nicht kümmern. Sobald die Arbeitskräfte erst
einmal eine Arbeit haben, führen sie diese selbstständig aus. So produzieren beispielsweise
die Schreiner in ihrer Hütte Holz (ohne dass im Wald auch nur ein Baum gefällt
wird oder einer überhaupt in der Nähe sein muss). Ist das Lager in der Produktionsstätte
voll, so bringen es die Arbeiter automatisch ins Lagerhaus. Sollte der Betrieb,
wie z. B. eine Waffenschmiede, Rohstoffe benötigen, so ziehen die Arbeitskräfte
auch automatisch los und besorgen sich den Rohstoff. Dadurch ist - ähnlich wie
z. B. bei "Die Siedler", ständig was los im Dorf. Allerdings wird es doch mitunter
recht kompliziert, wenn man z. B. eine Gruppe untätiger Bewohner auswählen will
und man erwischt mal wieder einige Arbeitskräfte, die gerade durch das Bild laufen.
Dadurch hat man unbeabsichtigt und eventuell unwissend die Produktion gesenkt.
Leider hat man jedoch keine Möglichkeit, dies schnell wieder rückgängig zu machen.
Man muß jeden Betrieb einzeln abklappern und schauen, wo die Leute wohl gewesen
sein könnten. Aber selbst damit wird es schwierig, da Arbeiter, welche gerade produzierte
Güter aus der Hütte ins Lager schaffen, nicht auf der Liste der Arbeiter im Gebäude
auftauchen. So kann man meinen, die Hütte sei nicht besetzt, obwohl nur gerade
alle Leute "außerhalb" sind. Leider suchen sich die Leute auch nicht selber Arbeit
und so wird es in jedem Spiel problematisch, wenn der ideale Produktionszyklus
der Siedlung unterbrochen wurde. Neben den angesprochenen Gebäuden (Die alle nur
in einem bestimmten Radius um das Haupthaus gebaut werden können), gibt es auch
noch weitere wie ein Lagerhaus (Sollte z. B. das Haupthaus voll sein), Bauernhof
oder Goldschmelze. Aber auch militärische Gebäude wie Türme, Wälle, etc. befinden
sich nach einigen Updates in den möglichen Bauoptionen. Für bessere Gebäude (Updates,
welche direkt am Gebäude von Arbeitern vollzogen werden Können), Technologien (z. B.
Formationen) und Einheiten benötigt der Held "Ruhmespunkte", welche die Einheiten
erst in der Schlacht errungen haben müssen (Ähnlich den Wikingern in Age of Mythology).
Sehr ärgerlich ist der Umstand, dass man die aktuellen Produktmengen der verfügbaren
Güter nie ständig im Blick hat. So klickt man laufend auf das Haupthaus bzw. Lagerhäuser,
um zu schauen, was fehlt und wovon man genug hat. Insbesondere bei den Waffen bemerkt
man eventuell erst eine böse Überraschung, wenn man den Trupp ausrüsten will. Will
man einen Trupp ausbilden, so wählt man die gewünschten Arbeiter an und klickt
auf Ausrüsten. Im nächsten Fenster kann man die unterschiedlichen möglichen Truppenausbildungen
sehen und so z. B. 10 Nahkämpfer und 10 Fernkämpfer in Auftrag geben (Wenn genügend
Waffen vorhanden sind) und mit einem Klick auf OK, gehen die Mannen zum Haupthaus
und kommen in Verbänden wieder raus. Dabei umfasst ein Verband immer nur einen
Truppentyp und nur bis zu 20 Einheiten. Ärgerlich, wenn man nicht immer in 20iger
Schritten ausbilden kann, sondern z. B. nur mal 3 oder 4 und später wieder 3-4,
dann muss man, wenn man will, die Verbände alle nacheinander zusammenführen, was
sehr viel Zeit kostet und in einer Klickorgie ausartet.
Auf in die Schlacht
Neben dem schon angesprochenem Aufbaupart, liegt der eigentliche Schwerpunkt von
Against Rome im Kampf. Besser gesagt in großen Massenschlachten, aber in der Erklärung
geht es mit einem kleinen Heer bzw. Verband los, da es schon hier - wie auch bei
vielen Einheiten - einiges zu beachten gilt. Haben die ausgebildeten Arbeiter das
Haupthaus verlassen und stehen nun bewaffnet da, so sind diese nicht mehr einzeln
anwählbar, sondern bilden eine Einheit, im Spiel als Verband bezeichnet. Ein jeder
davon kann bis zu 20 Einheiten umfassen, wobei sich jedoch nur Einheiten gleichen
Typs zusammenfassen lassen. Eine Mischung aus z. B. Fernkämpfern und Nahkämpfern
geht nicht. Da man jedoch nie immer die Einheiten in 20iger Trupps ausbilden lässt,
sondern wenn man z. B. 15 "freie" Arbeiter hat, dann kommt es auch immer auf eine
gesunde Mischung der Truppe an, was dazu führt, dass man lauter kleine Gruppen
gebildet hat. Was danach folgt ist eine langwierige Klickerei, da man zuerst Verband
eins auswählt, "Verbinden" wählt und Verband zwei anklickt. Nach einigen Sekunden
haben sich dann beide hoffentlich vereint und das Spielchen geht wieder los, bis
man 20 Leute in einer Truppe beisammen hat. Man könnte es zwar auch lassen, Verbände
zu bilden, aber dann muss man im Kampf u.U. sehr viel mehr klicken und außerdem
bringt eine Formation in einem Verband mit 4 Leuten sehr wenig. Damit die Krieger
auch im Kampf was leisten, ist es wichtig, die Moral der Truppe aufrecht zu erhalten.
Dies kann zum einen durch gewonnene Kämpfe, Plünderung oder „Goldgeschenke“ geschehen,
aber auch der Held ist in der Lage, durch "Schlachtrufe" die Jungs zu motivieren.
Allerdings profitieren nur Einheiten im „Einflußbereich“ des Helden davon. Mit
unterschiedlichen Formationen (wie z. B. Haufen, Linie, etc.) lassen sich auch unterschiedliche
Strategien und Taktiken verwirklichen. Doch leider haben es diese Formationen nicht
immer mit der Logik. Dass sich die Einheiten, wenn sie z. B. in einer Linie stehen,
bei der Verteidigung nicht groß bewegen ist klar und einleuchtend. Warum aber z. B.
von einer angreifende Spitze lediglich die ersten ein/zwei Soldaten kämpfen und
der Rest nicht agiert, ist ein Rätsel. Da müsste nur mal der nächste Soldat einen
Schritt weiter nach vorn machen schon könnte er auch eine Einheit angreifen. Aber
stehen ist ja so viel schöner. *gr* Hier hilft es dann auch nicht, wie wild Angriffsbefehle
zu geben, man kann höchstens die Formation "auflösen" (Haufenformation), doch zum
einen ist die bei einer Verteidigung mehr als unklug, da man eventuell eingekesselt
wird und zum anderen ist das in der Schlacht leichter gesagt als getan. Man befehligt
im Spiel nicht nur eine Truppe, sondern mitunter Hunderte von Soldaten. Da sind
10 oder mehr Verbände (Die übrigens nur auf 10 unterschiedliche Tasten gelegt werden
können) keine Seltenheit und da ist es im dichten Kampfgetümmel unmöglich, noch
Befehle zu geben. Der Kampf artet schon bei eigentlich recht kleinen Truppengrößen
in wilden "Farbvermischungen" aus. Die kleinen "Banner" in den jeweiligen Farben
des Spielers lassen sich mitunter kaum vom Untergrund unterscheiden und wenn man
dann doch mal eine angeklickt hat, dann geht noch immer das Raten los, wie viele
Einheiten man in welcher Verfassung hat. Man kann sich zwar über F5 eine Art Statuszeile
für JEDE Einheit und Gebäude einblenden lassen, doch leider werden auch damit so
manche Infos verschwiegen und außerdem wird es stellenweise noch sehr viel unübersichtlicher,
da nun auch jeder kleine Arbeiter mehrere Icons über den Kopf hat. Doch zumindest
hat man mehr Infos im Bild. In diesem Punkt hat beispielsweise Praetorians, welches
im Kampf sehr mit Against Rome vergleichbar ist, bessere Infos. Der Moralwert der
eigenen Truppe sollte nicht auf Null fallen, denn dann ergreifen die Angsthasen
die Flucht. Auch ist es sehr hilfreich, den ein oder anderen Zivilverband im Heer
zu haben, da diese angeschlagene Einheiten "heilen" (sprich mit Nahrung versorgen)
kann. Dazu müssen sich die Truppen nur im Einflussbereich des Verbands befinden.
Eine auf Null gesunkene Moral der Truppen resultiert auch daraus, dass der Spieler
den Rückzug beordert hat. Da könnte man nun meinen, dann blase ich eben nicht zum
Rückzug, sondern mache das ganze manuell. Leider geht das jedoch nicht. Sobald
ein Verband erst mal im Kampf ist, kann man diesen nur über den Befehl "Rückzug" dazu
bringen, sich zu bewegen. Leider wirkt sich das auch extrem negativ auf einen möglichen
Hinterhalt aus, wenn die Truppe die Moral verliert, um sie "zurück" zu bewegen,
obwohl es kein "richtiger" Rückzug ist.
Wenn einzelne Soldaten nicht ausreichen und die entsprechende Technologie erforscht
wurde, dann können auch Belagerungsgeräte gebaut werden. Als letzte Waffe bleibt
dann noch ein Priester/Magier, mit dem sich einige - nicht nur hübsch anzusehende,
sondern auch wirkungsvolle - Zauber anwenden lassen, wie z. B. Giftwolken oder Erdbeben.
Damit ein Zauber angewendet werden kann, wird "Magie" benötigt, welche der Zauberer
direkt aus dem Opferplatz bekommt. Hier werden Arbeiter für "die gute Sache" in
Magie umgewandelt und im Opferplatz gespeichert, bis der Magier sie abruft, um
sich "zu stärken".
Einzelspielermodus & Barbaren
Hat man erst einmal das Tutorial hinter sich gelassen, so gibt es im Einzelspielermodus
wahrlich sehr viel zu tun. In der Einzelspielerkampagne darf der Spieler in 24
Missionen die Geschicke der Barbaren in die Hand nehmen und gegen Rom ins Feld
ziehen. Wird man die entscheidene Schlacht im Herzen den römischen Reiches schaffen?
Bis dahin ist es ein langer und sehr steiniger Weg. Die Missionen sind von ersten
Minute knallhart und erfordern den ganzen Strategen im Spieler. Mal nur mit einem
Trupp Leute unterwegs, ein anderes Mal eine Aufbau- und Verteidigungsmission oder
ein kleiner Eroberungsfeldzug. Die Kampagnenmissionen sehr abwechselungsreich,
werden schön erzählt und miteinander verbunden. Lediglich an die Genregrößen wie
Age of Mythology und WarCraft 3 kommt die Präsentation nicht heran. Auch fällt
es hier deutlich schwerer, sich mit den Helden zu identifizieren bzw. diese ins
Herz zu schließen. Der Spieler kann im späteren Verlauf der Kampagne auch in die
nicht ganz lineare Handlung eingreifen und bedingt zwischen den Hunnen, Germanen
und Kelten wechseln. Neben taktischem Vorgehen sollte man auch den Tageszeitwechsel
bedenken (u. a. verminderte Sichtweite) und es auch mal auf etwas unübliche Art
und Weise angehen. So kann man manche Missionen lösen, wo man ansonsten bislang
immer gescheitert ist. Wer sich dann nach vielen schweren Schlachten durch den
Storymodus gerungen hat, der kann den Aufbaupart vergessen und sich daran machen,
als Feldherr in historischen Schlachten zu kommandieren, wie z. B. beim Kampf um
Rom. Dabei hat der Spieler die Möglichkeit in fünf Missionen jeweils beide Seiten
zu spielen. Wer nach diesen bislang gut 40 bis 50 Stunden (Je nachdem, wie oft
man eine Mission neu starten muss) noch immer nicht genug hat, der kann auch in
fünf "freien" Spielen sein Glück versuchen. Jeweils in unterschiedlichen Gebieten,
wie z. B. Germanien, gilt es, sich gegen immer mehr auf der Karte eintreffenden
Stämme zu behaupten. Man kann sich das ganze vorstellen, wie ein normales Echtzeitstrategiespiel,
nur, dass die Spieler jeweils mit X Minuten Verzögerung nacheinander anfangen.
Alle drei Völker (Hunnen, Germanen und Kelten) unterscheiden sich durch unterschiedliche
Einheiten (z. B. Axtwerfer statt Bogenschützen) mit unterschiedlichen Stärken und
Schwächen, unterschiedlichen Zaubern, Helden und Besonderheiten. So können die
Kelten z. B. eine Steinfalle bauen und die Hunnen können feindliche Leichen als
Nahrung nutzen. Auf solche "drastischen" Unterschiede wie bei WarCraft 3 wurde
jedoch verzichtet.
Steuerung & Handhabung
Die Handhabung ist bei Against Rome einer der großen Kritikpunkte. Egal wie man
es auch versucht, man wird auch nach vielen, vielen Stunden nicht glücklich mit
der Steuerung. Das Interface orientiert sich am "klassischen" Vorbild, wie man
es auch X anderen Echtzeitstrategiespiel wie Age oder WarCraft (Ja, es gibt auch
noch andere Echtzeitstrategiespiele) kennt. Doch wenn man schon, nur um die vorhandenen
Rohstoffe zu sehen, zum Haupthaus muss bzw. sich mit F5 über dem Haupthaus (bzw.
Lagerhaus) die Anzahl anzeigen zu lassen, dann ist das schon ungünstig. Wenn man
aber nur eine sehr mangelhafte Übersicht darüber hat, wie ausgelastet die Betriebe
sind und es im Dorf unmöglich ist freie Einheiten problemlos - nicht einzeln -
auszuwählen, dann hört der Spaß eigentlich schon auf. Aber leider ziehen sich diese
Bedienungsschwächen auch durch die Kampfsteuerung. Verbände sind sinnvoll, keine
Frage. Aber dieses nervige und viel zu umständliche Zusammenfassen, gepaart mit
einer Kampf-AI die einfach zum Davonlaufen ist (Einheiten stehen rum, die Wegfindung
bei Formationen ist mitunter abenteuerlich, da bleibt die Truppe an einem Stein
hängen und lässt sich "abknallen" oder es wird gar nicht erst reagiert, wenn der
Kollege GENAU neben einem angegriffen wird) und eine wirklich schlechten Übersicht
im Kampf. Welcher Verband hat noch wie viel Einheiten, Rückzug nur mit vielen weiteren
negativen Erfolgsaussichten, etc. da kommt erst - wenn überhaupt - nach vielen
Stunden Spaß auf. Sobald man erst einmal einige Einheiten hat, geht leider ein
Großteil der Übersicht flöten und die Steuerung artet in einem Krampf aus. Allerdings
sollte auch ein Lob ausgesprochen werden, das Handbuch ist sehr umfassend (80 Seiten)
und ist nicht nur irgendein billiger SW-Druck, sondern liegt als Farbversion vor.
Sound
Der Sound ist insgesamt recht erfreulich und abwechslungsreich geworden. Die Musik
ist passend und die Soundeffekte wirken stimmig. Auch bei der Sprachausgabe sind
die Sprecher durchaus nicht schlecht und die vielen gesprochenen Meldungen informieren
einen gut. Allerdings wird es doch mitunter übertrieben. Wenn sich da 200 Leute
auf dem Feld kloppen und die Kamera darüber ist, dann braucht man nicht die Meldung "Ihre
Einheiten werden angegriffen". Auch wenn die AI schwach ist (siehe oben), so erheitern
sie einen doch immer wieder, wenn der Verband X (genau daneben findet ein Gemetzel
der Extraklasse statt) ganz erstaunt fragt "Wo brennts?".
Grafik
In grafischer Gestaltung wurde bei Against Rome auf eine Mischung zwischen 2D
und 3D gesetzt. Die Umgebungsgrafik und Effekte sind 3D und die Einheiten, etc.
2D. Das hat zum einen zur Folge, dass die Landschaft sehr schön aussieht und z. B.
das Wasser einfach klasse aussieht. Genauso schön sind auch die Feuereffekte oder
die einschlagenden Blitze bei einem Gewitter. Aber auch die anderen Witterungseffekte,
wie z. B. Schnee sind bildhübsch geraten. Allerdings gibt es doch herbe Kritik
an den Einheiten. Diese sind doch sehr unpassend. Und das nicht, weil sie 3D sind,
sondern weil man die Einheiten im Kampfgetümmel überhaupt nicht unterscheiden kann,
was auch schon im "Normalbetrieb" nicht immer leicht ist. Auch, schaut
man sich so manche früheren Einheitenbilder an - wirken sie sehr schlecht "runtergerechnet".
Sehr schön sind dagegen noch die Hintergrundbilder der einzelnen Menüs geworden.
Insgesamt gibt sich Against Rome aber auch recht hardwarefreundlich und benötig
keinen High End Rechner.
Der Mehrspielermodus
Wer die Kampagne durch und einige Endlosspiele gewonnen hat, der ist bestens gerüstet
für ein ordentliches Mehrspielergame. Wahlweise im Internet (optional über GameSpy)
und im LAN können bis zu acht Barbarenstämme den Sieg unter sich austragen. Allerdings
ist die Auswahl nicht so groß. Zum einen kann man ein simples Jeder gegen Jeden
Spielen, alternativ kann auch Deathmatchmodus gespielt werden. Das bedeutet, dass
alle Spieler mit einer Siedlung und Truppen starten. Beide Spielmodi können auf
den gleichen fünf "Karten" des Endlosspiels ausgetragen werden. Im Historischen
Modus können die Schlachten aus dem historischen Teil des Einzelspielermodus gegeneinander
gespielt werden, wahlweise in einer Version für viele und wenige Teilnehmer. Neben
der Option "aufgedeckte Karte" und Zeitlimit gibt es leider keine weiteren Einstellungsmöglichkeiten.
Meinung
Against Rome bietet viele interessante Dinge und gute Ansätze. Aber leider kommt
das Potential des Spiels nicht gut rüber. Das liegt an zwei Problemen, die miteinander
daher kommen. Jedes Echtzeitstrategiespiel sollte heutzutage schon über unterschiedliche
Schwierigkeitsgrade verfügen. Hier wird kein Einsteiger mehr als die erste Mission
spielen, zumal einige Anweisungen in den Missionen etwas ungenau formuliert wurden
und erst bei genauer Betrachtung erkannt werden. Aber sehr viel schwerer wiegt
da schon der komplexe aber sehr schwer nutzbare taktische Anteil des Spiels. Wenn
ein Spiel den Schwerpunkt auf Massenschlachten mit vereinfachten Basisbau setzt,
dann sollte man aber doch zumindest die Kontrolle haben. Die hat man leider nur
sehr selten. Die Schlachten arten in Chaos aus und man erkennt kaum was, geschweige
wie es ausgehen wird. Befehle nehmen die Truppen nur sehr zögerlich an und die
nicht agierenden Einheiten tun ihr übriges, um den Spieler zur Verzweifelung zu
treiben. Hier sind eindeutig Hardcorestrategen gefragt und die werden sich auch
nicht so sehr an der Einheitengrafik stören. Dass es auch anders geht, zeigen ja
die schönen Landschaften und wunderbaren Effekte, wie Wasser, Schnee, Regen und
Feuer. Auch der Mehrspielermodus bietet nun wirklich nicht sehr viel. Es macht
zwar kurzzeitig Spaß, aber auf lange Sicht fehlen Optionen und Karten. Da kann
auch die recht nette Kampagne mit "Interaktionsmöglichkeiten" nicht mehr viel reißen.
Gelegenheitsspieler und Einsteiger greifen da für Massenschlachten und umfangreiche
Mehrspieleroptionen zu Rise of Nations (Ohne großen SP Modus, nur Skirmish) oder
aber zu Age of Mythology (Klasse SP, super Grafik und langer Spaß im MP). Wer auf
einen Aufbaupart verzichten kann, der kann auch zu Praetorians in der Premiere
Edition greifen. Ganz ohne Basisbau steuert man hier die Kohorten Roms durch die
Landschaft, ist allerdings auch nicht gerade leicht, bietet jedoch leichteres Truppenmanagement.
Geschrieben am 28.12.2003, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
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