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Ankh - Kampf der Götter
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 | Info |
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| Gesamt (4 votes) | | 2+ |
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| Name: | Ankh - Kampf der Götter |
| Genre: | Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2007/12 |
| Publisher: | Xider |
| Entwickler: | Deck 13 |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Hardware: | 2Ghz, 512MB RAM, 128 MB D3D T&L&PixSha., HD 1000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP/Vista, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.01 |
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Assil geht in die dritte Runde. Gerade einmal etwas über zwei Jahre ist es her, dass das
deutsche Entwicklerteam Deck 13 das sehr humorvolle Adventure "Ankh"
in die Läden brachte. Nach "Ankh: Herz des Osiris" und
Jack Keane stand Ende 2007 auch schon der dritte Teil der Ankh-Trilogie in den Regalen. Ob der
Knobelspaß aus Deutschland das hohe Niveau der bisherigen Adventure-Entwicklung von Deck 13
halten kann, ob Assil unter ersten Ermüdungserscheinungen leidet und was es für Neuerungen im
dritten Wüsten-Abenteuer gibt, darüber klärt das folgende Review auf.
Die DVD-Box von Ankh: Kampf der Götter steht in einem kleinen Pappschuber in den Läden. In
der Box befindet sich neben der Spiel CD auch eine Registrierungskarte und ein etwa 25 Seiten
umfassendes, farbiges Handbuch. Neben netten Bildern, einer Beschreibung der Charaktere und
den Infos zu den Gameplaygrundlagen gibt es zudem einige Hilfestellungen für die ersten Spielminuten.
Zum Spielen ist lediglich ein CD-Laufwerk erforderlich, um die knapp 1-GB-Daten auf die Festplatte
zu kopieren. Technische Probleme in Form von Bugs, Plotstoppern oder Abstürzen gab es nicht.
Lediglich die Datenträgerüberprüfung des Kopierschutzsystems kann sich - je nach System - ein
wenig hinziehen, fiel ansonsten aber nicht weiter negativ auf. Ein wenig unschön gestaltete
sich jedoch der Autostart des Spiels (zumindest unter Windows Vista). Hier wurde lediglich immer
das Setup gestartet und es gab kein Auswahlmenü, um darüber das eigentliche Spiel starten zu
können.
Keine Ruhe für den Helden
Assil, der Held der beiden Vorgänger, hat es wirklich nicht leicht. Nachdem er seinen Todesfluch
losgeworden war, braute sich schnell neues Unheil an. Das Ankh wurde gestohlen, die Ehe mit
Thara ging in die Brüche und Osiris hatte auch noch eine Rechnung mit dem jungen Ägypter offen.
Neuer Ärger kündigt sich an. Am Sternenhimmel ist das Sternbild des Kamels zu sehen und das
kann nur eine Bedeutung haben: Der Kampf der Götter steht unmittelbar bevor und Ägypten droht
durch die Streitigkeiten in einen Trümmerhaufen verwandelt zu werden. Der Einzige, der sich
gegen die Götter stellen kann, ist Assil, Träger und Hüter des Ankh…
Präsentiert wird die Geschichte rund um die zänkischen Götter, wie schon in den Vorgängern,
aus einer Mischung von Gesprächen und kurzen Zwischensequenzen in Ingamegrafik. So wird gezeigt,
was an anderer Stelle gerade passiert oder wie der Held von einem Schauplatz zum nächsten gelangt.
Kleinere Überraschungen, Wendungen und sowohl alte Bekannte als auch neue Gesprächspartner sorgen
für Abwechslung im Spielablauf. Bis zum finalen Showdown wird der Spieler gut unterhalten und
darf wieder mehrfach schmunzeln und lachen, der Humor hat es auch in den 3. Ankh-Titel geschafft.
Egal ob Assil nun Handschellen mit Plüschüberzug im Regal hat oder sich die Stadt Luxor als
Zockerparadies mit lauter Spielautomaten herausstellt. Um jedoch im Spiel voranzukommen, müssen
nicht nur Gespräche geführt und Zwischensequenzen angeschaut, sondern auch zahlreiche Point
& Klick-Aufgaben gemeistert werden.
Die nächste Episode
Ankh-Kenner werden sich schon nach wenigen Minuten heimisch fühlen. Auch im dritten Abenteuer
von Assil habe die Entwickler am grundlegenden Spielprinzip, den Rätseln oder der optischen
Präsentation, nicht viel verändert. Der Spieler steuert den Helden per Point & Klick durch die
unterschiedlichen und interessanten Abschnitte, sammelt dabei allerlei Gegenstände auf (vom
Nil-Krokodil-Federhandschuh bis zum koffeinhaltigen Getränk), sucht passende Verwendungsmöglichkeiten
und unterhält sich mit den in der Welt verstreuten NPCs. Diese geben nicht nur hin und wieder
einen kleinen Tipp oder dienen als Gesprächspartner für einen lustigen Wortabtausch, sondern
haben auch größere und kleinere Sorgen, die dem Helden entsprechende Belohnungen versprechen.
Getreu dem Prinzip "Eine Hand wäscht die ändere", darf sich Assil als Botenjunge und
Problemlöser nützlich machen. Um etwa an ein kleines Krokodil zu kommen, braucht er den Schlüssel
vom Nachbargrundstück, wo zufälligerweise eine Katze auf dem Baum festsitzt. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl
kann Assil die aufgeregte Tierbesitzern davon überzeugen, dass er bestens geeignet ist, sich
der bedrohlichen Situation anzunehmen. In kleinen Schritten kommt er dabei dem jeweiligen Kapitelziel
immer näher. Die Aufgabenpalette ist dabei sehr breit gefächert. Einige Aufgaben können direkt
an Ort und Stelle gelöst werden, bei anderen wird Hilfe von einem NPC benötigt oder aber Gegenstände
müssen möglichst originell bzw. sinnvoll miteinander kombiniert werden. Bis auf einige wenige
Ausrutscher sind die Aufgaben auch sehr gut gelungen und wirken nicht zu konstruiert. Durch
gute Beobachtung und ein wenig Köpfchen lassen sich auch die scheinbar ausweglosesten Situationen
meistern. So wird aus einer Haifischflosse und einem Bügelbrett ein Surfbrett, eine gebratene
Ente wird als Wasserbehälter missbraucht und aus zwei Trillerpfeifenteilen und einer Kirsche
wird eine funktionierende Trillerpfeife. Da der Held nicht sterben kann, können auch gefährlichere
Aufgaben, wie etwa ein Krokodil, das sich in einem Raum zurückgezogen hat, ohne Frust angegangen
werden. Auch die in manchen Adventures vorhandene Regelung, dass einige Gegenstände erst zu
einem bestimmten Zeitpunkt genommen werden können, gibt es in Ankh 3 nicht. Ganz ungestört und
mit einem freien Speichersystem kann der Spieler so vor sich hin knobeln.
Um nicht zu weit vom richtigen Weg abzukommen und den Spieler sprichwörtlich in die Wüste
zu schicken, haben die Entwickler durch mehrere Designentscheidungen den Handlungsrahmen, stärker
als in den beiden Vorgängern, ein wenig eingegrenzt. So ist es nun möglich, sich durch einen
Druck auf die Tab-Taste die aktuellen Ziele anzeigen zu lassen, um in etwa zu wissen, was der
Held als nächstes zu erledigen hat. Außerdem können - ebenfalls per Knopfdruck - alle Interaktionspunkte
im aktuellen Bildschirm hervorgehoben werden, was lästige Pixelsuche erspart und so auch schnell
überprüft werden kann, ob irgendwo ein Gegenstand oder Objekt übersehen wurde.
Zu guter Letzt wurde Ankh auch in sieben handliche Kapitel unterteilt, die wiederum lediglich
aus einer handvoll sehr überschaubarer Areale bestehen und die (Lauf)Wege bleiben kurz. Außerdem
gibt es immer wieder Schauplatzwechsel und vor allem - gerade nach Teil 2 - sehr viele frische
Orte. In "Kampf der Götter" wurde nichts recycelt, Assil erlebt einen turbulenten Start im eigenen,
brennenden Haus, bricht danach in Richtung Luxor auf und besucht außerdem einen sehr exotischen
Ort der Götter, der einige Prüfungen bereithält, bevor es nach leider nicht ganz so langer Spielzeit,
zum Showdown geht, um Ägypten vor der Zerstörung und der Terrorherrschaft von Seth zu bewahren.
Ganz allein jedoch muss sich Assil der Aufgabe nicht stellen. Die Beziehung zu Thara ist
inzwischen wieder im rechten Lot und die junge Dame begleiten den Hüter des - nun sprechenden
Ankhs - durch die Welt. Gerade im ersten Kapitel, welches gleichzeitig als Tutorial dient, haben
die Entwickler einige nette Puzzle eingebaut, die lediglich im Team gelöst werden können. So
fasst Thara z. B. keine Schmutzwäsche an, muss am Anfang erst einmal vor den Flammen gerettet
werden, traut sich dafür aber im Gegensatz zu Assil ins kalte Wasser und kann dadurch einen
überfluteten Raum durchschwimmen. Leider ist die Team-Puzzelei nicht von so langer Dauer. Wenig
später trennen sich die beiden, um im späteren Spielverlauf lediglich ab und zu kurzzeitig gemeinsam
auf dem Schirm zu agieren. Bis auf eine kurze Ausnahme hat Thara dann auch keinen weiteren Auftritt
als steuerbarer Charakter. Hier können die Entwickler auf jeden Fall in Ankh 4 nachbessern und
den Spieler vielleicht auch mal die Wahl lassen, ob man als Thara nun Weg A zum Ziel oder mit
Assil die Router B nimmt.
Assil triff im Spielverlauf immer mal wieder auf weitere NPCs. Einige davon, wie etwa das
inzwischen zahnlose Nilkrokodil oder die Mumie George, die inzwischen eine Anstellung als Barkeeper
bekommen hat, kennt der Spieler bzw. Assil aus den Vorgängern, andere, wie etwa Versandhändler
Rot-Meer, sind neu dabei.
Der Einstieg in den neusten Ankh-Teil ist sehr bequem und einsteigerfreundlich gehalten.
Die Point & Klick-Steuerung geht gut von der Hand, es gibt zahlreiche Ingamehilfen und im Handbuch
sind wissenswerte Einstiegshilfen vermerkt. Per Doppelklick kann der Charakter außerdem rennen
und so schnell von einem Schirm zum nächsten gelangen. Leider haben es die Entwickler auch nach
mehreren gleichen Spielen im Ankh-Universum noch nicht hinbekommen, dass Objekte immer präzise
angewählt werden können. Dies geht nur, wenn die Spielfigur steht, ansonsten bewegt sich die
Kamera immer ein ganz klein wenig mit und erschwert dadurch das teilweise sehr genaue Anvisieren
der Objekte. Da es jedoch keine zeitkritischen Aktionen gibt, ist es zwar ärgerlich, aber nicht
weiter schlimm. An der Präsentation hat sich ansonsten wenig verändert. Die neuen Schauplätze
und Charaktere passen wunderbar in die Welt von Ankh und hier und da gab es kleinere Überarbeitungen,
Verbesserungen und Optimierungen zu sehen. So sind die Animationen teilweise weiter verbessert
worden und neue Effekte erfreuen das Auge. Leider sind den Entwickler auch einige Animationen
durch die Lappen gegangen, die noch sehr unfertig aussehen (etwa an ein / zwei Stellen, wo Assil
mit einem Gegenstand interagiert / bzw. diesen aufhebt) und das Objekte nicht richtig angefasst
werden bzw. der Charakter an einer Stelle kurzzeitig über den Boden gleitet. Aber diese Kleinigkeiten
fallen nicht wirklich negativ ins Gewicht. Zu guten Stimmung trägt auch wieder der sehr stimmige
Soundtrack und eine gelungene Sprachausgabe bei. Der Humor kommt wunderbar rüber, die Charaktere
sind glaubhaft und bekannte Gesichter haben glücklicherweise wieder die gleichen Sprecher.
Meinung
Der Point & Klick Rätselspass "Ankh: Kampf der Götter" rund um den Helden Assil
macht auch im dritten Teil wieder viel Spaß. Der Humor ist stimmig, die Rätsel überwiegend gelungen
und bei den Schauplätzen gibt es zu 100% neue Szenen zu erleben. Auch an Musik, Sprachausgabe
und Optik gibt es höchstens Kleinigkeiten zu bemängeln. Wer also bislang mit Ankh 1 oder dem
Nachfolger "Herz des Osiris" seinen Spaß hatte, der wird auch im neusten Ableger gut unterhalten.
Wer jedoch lieber ein wenig "Urlaub" vom bekannten Ankh-Szenario machen möchte,
sollte lieber einen Blick auf das sehr gelungene "Jack Kean" werfen, ebenfalls ein Point & Klick-Adventure
vom gleichen Entwickler. "Kampf der Götter" ist ein stimmiges Spiel, das auch für Einsteiger
sehr gut geeignet ist, aber insgesamt auf der Stelle und damit auf der "2" stehen bleibt.
Geschrieben am 06.02.2008, Testkonfiguration: AMD X2 6000+, 4GB, GeForce 8800GTS, SB Audigy2ZS
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