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Area 51
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
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| Gesamt (24 votes) | | 2 |
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 |   | | 1.9 |
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| Team (2 votes, siehe hier) | 3+ |
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| Name: | Area 51 |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2005/06 |
| Publisher: | Midway |
| Entwickler: | Midway |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 1.4Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 3000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP/2000, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Internet |
| Sprache: | Multilingual |
| zensiert: | ja |
| Patch: | 1.1 &1.2 |
| Bemerkung: | auch für Xbox/PS2 |
| USK: | 18 |
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Selbst Stephen Spielberg musste einsehen, dass er mit seinen Außerirdischen aus "Unheimliche
Begegnung der 3. Art" und "E.T." etwas daneben lag. Sie sind keine "lass uns doch darüber Reden"
fenchelteetrinkende Selbsthilfegruppenveranstalter, sondern eher das Gegenteil. Seinen Fehler
hat Spielberg letztendlich ja eingesehen und mit "Krieg der Welten" das Weltbild wieder zurecht
gerückt. Aliens sind grundsätzlich böse, haben einen viel zu großen Kopf und Kulleraugen
wie Bambi, fressen kleine Kinder, implantieren menschlichen Versuchskaninchen merkwürdige Apparaturen
oder bohren ihnen mit fiesen Gerätschaften zusätzliche Körperöffnungen. Aliens gehören also,
wie es man schon in den SciFi-Filmen der frühen 50er lernen durfte (Klaatu einmal ausgenommen
;) ), abgeballert, mit Flammenwerfern gegrillt, atomar ausgebombt oder mit Bio- und Strahlenwaffen
dezimiert. Schlicht und einfach: sie gehören ausgelöscht. Und mal ehrlich, für ein Action Game
wäre es auch mehr als langweilig, kleine langfingerige Aliens mit dem Fahrrad zum Raumschiff
zurückzubringen, oder? Damit das nicht passiert, liefert uns Midway rasante Alienhatz mit dichter
Verschwörungsstory in ihrem Shooter Area 51.
Ursprünglich nur für Konsolen geplant, war der Publisher von einer aus Spielerei der Entwickler
probeweise aufgemotzten PC Engine so überzeugt, dass er für eine PC Portierung grünes Licht
gab und sich nun Xbox, PS2 und PC Spieler am Spiel erfreuen dürfen. Ob es ein Freude ist, soll
unser Review zeigen.
Die PC Version, die dem Review zugrunde liegt, kommt ausschließlich auf DVD in einer Euro-Multisprachversion
und wird im Gegensatz zu den Konsolenvarianten im unteren Vollpreis/Midpreissegment angeboten.
Dafür ist die Ausstattung leider sehr spärlich. Lediglich eine kurze Installationsanleitung
liegt bei. Handbücher gibt es nur als PDF auf der DVD. Im Gegensatz zur US Version scheinen
aber alle Installationsvarianten der Euroversion leicht zensiert. So wird z. B. bei Exekutionsszenen
in der deutschen, wie auch in der UK Importversion das Bild kurz vorher ausgeblendet. Scheinbar
ist also nur die US Version uncut (zum Glück trinken Aliens keinen heißen Kaffee).
Technik:
Die Crossplattformengine liefert auf dem PC höchst zufriedenstellende Ergebnisse, die zwar
nicht mit den letzten High-End-Engines mithalten kann, dafür aber das Geschehen auf dem Screen
atmosphärisch höchst gelungen in Szene setzt. Den Figuren mangelt es nicht an Polygonen und
sie werden glaubwürdig präsentiert. Area 51 leidet also in diesem Bereich nicht an dem oft zitierten
Low-Poly Konsolendefizit. Damit das Charakterdesign auch richtig Hollywood-like wirkt, wurde
niemand geringeres als der Kreaturen Guru Stan
Winston damit beauftragt. Die Animationen überzeugen ebenso. Die Mutationen krabbeln behände
und tierähnlich über den Boden, um im Sprung anzugreifen und die Teamkollegen bewegen sich realistisch
in den Kampfhandlungen, während die außerirdischen Grays sich fast mit schwebender Leichtigkeit
fortzubewegen scheinen. Die Schauplätze bleiben, obwohl sich alles "nur" in dem Area 51 Gelände
abspielt, höchst abwechslungsreich. Nicht umsonst beherbergt die geheime Militärbasis allerlei
Spezialabteilungen, die von Versuchslaboratorien, Raumschiffdocks, Reaktorräumen und Höhlensysteme
das shooterübliche Repertoire bieten. Die Levelgestaltung fällt dabei höchst atmosphärisch aus.
Findet man in den oberen Stockwerken noch geschäftiges Treiben vor, wie man es sich in einem
Flughafenhangar vorstellt, wird es im weiteren Spielverlauf zwangsweise immer bedrohlicher und
düsterer. Von den Mutationen überrannte Abteilungen, die ein Bild der Verwüstung darstellen,
überall brennt es, Leichen liegen umher und Spuren von erbitterten Kämpfen sind zu sehen. Düstere
Passagen, die sich nur mit dem spärlichen Licht der Taschenlampe aus dem Dunkel schneiden und
den gefahrvollen Weg erkennen lassen, der vor unserem Helden liegt. Umherschwingende Lampen,
die ein gespenstisches Schattenspiel in dem ansonsten dunklen Gängen verursachen und die Schrecken
des sich hier vor kurzem abgespielten Dramas vermuten lassen, verdichten die Atmosphäre ungemein.
Jedoch zeigt sich hier zum Teil leider die Einschränkung, die man wohl aufgrund der Konsolenentwicklung
eingehen musste. Es gibt einige Details, wie z. B. Schutthaufen, die wirklich nur aus 3 Polygonen
zu bestehen scheinen und eher wie ein deplaziertes Geodreieck mit Schutttextur wirken. Zum Glück
gibt es diese Spardarstellungen eher selten und sie wirken auch nicht wirklich störend. Allgemein
haben den Entwickler mit der graphischen Gestaltung ein sehr rundes und stimmiges Gesamtbild
abliefern können. Dazu gesellen sich noch ein paar schöne Spezialeffekte, wie Feuer, Unschärfeneffekte
bei Druckwellen, Tarnvorrichtungen usw. die die graphische Präsentation abrunden. Schön war
auch der komplett geänderte Graphikstil gegen Ende des Spiels im Alienbereich, der durch seine
fluoreszierende Gestaltung stark an Tron
2.0 erinnert.
Soundtechnisch gibt sich Area 51 keine Blöße. Die Geräusche unterstützen die Atmosphäre perfekt,
es knistert und knattert bedrohlich in den Ecken, die sich nährenden Mutanten sind meist schon
durch ihre Geräusche auszumachen, was die Situation noch unheimlicher erscheinen lässt, weil
man sich dann panisch umschaut, wo sie nun genau erscheinen werden. Ein satter Waffensound rundet
das Bild gekonnt ab. Hollywoodlike geht es bei der Besetzung der Charakterstimmen zu. Entscheidet
man sich bei der Installation für die englische Sprachvariante (die jedoch auch ohne Neuinstall
leicht in einer INI-Datei auf andere Sprachvarianten geändert werden kann) wird der Held vom
Akte X Schauspieler David Duchovny intoniert. Er spricht den Charakter sehr langsam, fast tranceartig,
was jedoch sehr gut zu der Spielatmosphäre passt, eine Kombination von Gelassenheit, die aber
auch ein wenig die Ausweglosigkeit zum Ausdruck bringt. Mir hat es sehr gut gefallen, wer damit
jedoch nichts anfangen kann, bekommt die etwas flottere deutsche Synchronstimme von Duchovny
geboten, womit auch die deutsche Fassung Akte X Flair verbreitet. Jedoch sind die anderen deutschen
Stimmen nicht in der Qualität der englischen Fassung. So darf man dort noch die markante Stimme
von Power Boothe als Einsatzleiter genießen und Marilyn Manson intoniert eine sehr mysteriöse
Gestalt. Leider ist die deutsche Fassung, vor allem in den Zwischensequenzen, alles andere als
Lippensynchron, weswegen man sich auf für die Originalfassung entscheiden sollte. Ansonsten
bekommt man aber auch noch im Spielverlauf genügend Sprachausgabe. So sind gerade in der Anfangsphase,
wenn man mit den Kollegen auf der Suche nach dem Delta Team unterwegs ist, die Gespräche sehr
glaubwürdig umgesetzt, was das Mittendringefühl enorm verstärkt.
Die Musik ist etwas zweigeteilt. So findet man in den vorgerenderten Filmsequenzen eine höchst
stimmige, orchestrale Musik, die gelungen den Musikstil alter SciFi-Filmklassiker mit dem Stil
neuere Filme dieses Genres vereint. Im Spiel selbst gibt es eher Ambientesounds oder in den
Kämpfen ein wenig "Funky-Techno meets the 50ties" Sound, der mir nicht so gut gefallen hat,
jedoch auch nicht wirklich störend ist.
Gesteuert wird shooterüblich in einer frei konfigurierbaren Mischung aus Maus und Tastatur.
Gespeichert wird mittels Checkpointsystem. Die Punkte sind jedoch fair verteilt und selten Frustauslöser.
Der mittlere Schwierigkeitsgrad ist auch für Profis ansprechend fordernd (Der Schwieirgkeitsgrad
"schwer" kann erst nach einmaligem Durchspielen auf "mittel" angewählt werden). Bugs oder Abstürze
gab er erfreulicherweise keine und das Programm lief wunderbar flüssig und stabil.
Gameplay:
Was machen Außerirdische, wenn ihre Rasse von anderen Aliens bedroht wird? Richtig, sie bauen
eine Superwaffe. Und da es mehrere Varianten von Superwaffen gibt, die von riesigen Mikrowellen
mit Ausmaßen von planetarischen Gehirnbruzzlern, atomaren Sprengköpfen, die eine Supernova zur
Wunderkerze degradieren reichen, bis hin zu chemischen und biologischen Kampferstoff mit Mutationsgarantie
für die nächsten Jahrtausende. Aliens sind jedoch nicht dumm und daher experimentieren sie lieber
nicht mit höchst brisanten Versuchsreihen in heimischen Gefilden, sondern suchen den passenden
Planten mit entsprechend geeigneter Spezies. Da bietet sich natürlich das Reagenzglas Erde mit
seinen Kohlenstoffeinheiten mehr als an, nachdem auf dem heimischen Alienplaneten Tierversuche
verboten wurden. Also experimentiert man fröhlich auf der Erde vor sich hin, nutzt die Korrumpierbarkeit
einiger Organisationen und kann fast ungestört an biologischen Waffen werkeln, die die anderen
Aggressoren in die Knie zwingen könnte. Alles könnte so schön sein, wäre 1947 nicht unvorhergesehen
ein Raumschiff in New Mexico abgestürzt. Natürlich wird alles vertuscht und zeitgleich entsteht
in der Wüste die sagenumwobene Area 51. Die Experimente aber gehen weiter und nach langer Forschungsarbeit
scheint es in Kooperation zwischen Menschen und Alien gelungen, kurz vor Fertigstellung der
Superwaffe angelangt zu sein. Dr. Cray, ein Wissenschaftler, der maßgeblich mit an der Waffe
gearbeitet hatte, fand jedoch heraus, dass die Alien nach Fertigstellung der Waffe die Erde
und die Menschheit vernichten wollen. Um diese Pläne zu vereiteln, setzt er ein gefährliches
Virus frei, das zu schlimmen Mutationen führt und Menschen in gefährliche Bestien verwandelt.
Die Armee schickte eine Spezialeinheit aus, um die Lage in den Griff zu bekommen, doch das Delta
Team wurde vermisst und die zweite HAZMAT Spezialtruppe namens Bravo wird ausgesandt, die Angelegenheit
in den Griff zu bekommen - mittendrin unser Held Ethan Cole.
Und so wird man als Spieler auch direkt in die spannende Handlung von Area 51 entlassen.
Dabei geht es schon höchst atmosphärisch los, wenn man die Hallen betritt, in denen reges Treiben
vorherrscht. Jeder scheint beschäftigt und geht seinem Tagewerk nach. Als kleinen Auffrischungskurs
erhält man dann auch sogleich eine Nachhilfestunde im Umgang mit dem Equipment. Man erfährt
und erlernt den Umgang mit den Waffen, den Zielmodus, Sniperumgang, Nahkampf und den Einsatz
mit dem Scanner, der im weiteren Spielverlauf eine wichtige Rolle einnimmt. Mit ihm lassen sich
Objekte analysieren, deren Ergebnisse in der Datenbank gespeichert werden. So kann man beispielsweise
organische Rückstande, Gerätschaften oder Manuskripte scannen, die zum Teil für das Fortkommen
im Spiel notwendig sind oder Bonusdokumente in Form von Videos oder Bildern freischalten und
weitere Machenschaften und Intrigen der Aliens und den Mitverschwörern offenbaren. Aber Ethan
Cole ist in erster Linie ein Kämpfer und so zieht er auch wagemutig mit seinen Teamkollegen
in die unteren, bereits vom Virus infizierten, Etagen, um das vermisste Team ausfindig zu machen.
Und die Action lässt auch nicht lange auf sich warten, als das Team in einen Hinterhalt gerät
und von scheußlichen Mutationen angegriffen wird. Das Virus scheint sich schon weiter ausgebreitet
zu haben, als man in der Chefetage vermuten konnte. Das HAZMAT Team wird weiter und weiter durch
plötzliche Angriffe dezimiert und schon bald bleibt nur noch die Flucht nach vorne, indem man
versucht, den Rückweg sicher abzuriegeln. Doch es fehlen die notwendigen Zugangscodes. Während
das restliche Team versucht, gegen die Mutantenhorden die Stellung zu halten, liegt es an Ethan
Cole Sorge zu tragen, dass man den einzigen Fluchtweg öffnen kann. Jetzt teilweise auf sich
alleine gestellt, liegt es an Ethan, dass das eigene Team nicht von den Killermutanten überrollt
wird, die scheinbar von überall her kommen. Sie springen durch Glasscheiben oder schwärmen wie
Ratten aus den Schächten zerstörter Aufzüge. Neben regelrechten Massenschlachten gibt es in
Area 51 aber auch immer wieder den Wechsel zu spannungsaufbauenden Passagen, in denen man sich
nur mit dem spärlichen Licht der Taschenlampe den Weg durch dunkle Gänge bahnt, um jederzeit
von den Unholden überrascht zu werden. Eine gute Mischung also zwischen furiosen Ballerorgien
in Starship Troopers Manier und Spannungsszenen Marke AvP2.
Unterstützt durch ein ordentlichen Levelaufbau, der zwar linear ist, aber immer noch genug
Secrets und Seitengänge bereithält, um den derzeit so beliebten "Tunnelaufbau" in Shootern zu
vermeiden. Hier kommt zum Teil wirklich Half Life 1 Feeling auf, was vielleicht auch aus dem
sehr ähnlichen Szenario einer unterirdischen Forschungsanlage resultiert. Area 51 bedient sich
aber auch an aus Film und Spiel bekannter Effekte, wenn man z. B. von seinem Teamkameraden durch
ein großes Stahltor getrennt wird und dann nur an den Geräuschen erahnen kann, welch schreckliche
Vorgänge sich dahinter abspielen müssen. Wirklich erstklassig haben die Entwickler es verstanden
das Agieren im Team umzusetzten. Dabei sind es keine üblich geskripteten Vorgänge, wie man sie
aus anderen Shootern kennt. In Area 51 warten die Kollegen nicht auf eine bestimmte skriptauslösende
Handlung des Spielers, um weiter vorzurücken, sondern sie ziehen ihr "Ding" auch ohne ihn durch,
zumindest so lange, wie sie es ohne seine Mithilfe können, was dem Spielablauf eine wirklich
entscheidende Dynamik verleiht, besonders, wenn die Teamkollegen anfangen sich zu beschweren,
wo man denn bleibt und die Mission deswegen zu scheitern droht, was wesentlich realistischer
wirkt, zumal Secretsuchfetischisten, zu denen ich mich zähle, dann schon ein schlechtes Gewissen
bekommen, wenn die Jungs Kopf und Kragen riskieren, während man Bonusgegenstände scannt :).
Durch diese Gruppendynamik spielt sich jedoch Area 51 erfrischend anders, als viele andere Shooter.
Leider muss man sich von diesem schönen Teamplay auch bald verabschieden, denn die Monster sind
böse und das Team wird kleiner und kleiner, so dass man nach dem ersten Drittel auf sich alleine
gestellt ist. Zwar trifft man später noch auf Überlebende, die ebenso versuchen, die Stellung
zu halten und sich mit den Monsterhorden einen erbitterten Kampf liefern, bei dem man auch selbst
in einem Geschützturm steigen darf, um mächtig die Wummen knallen zu lassen, nachdem man sie
repariert und mit Munition versorgt hat, doch dann nimmt das Schicksal für unseren Helden seinen
Lauf. Er wird ebenfalls vom Virus befallen und zur Mutation. Jedoch scheint das Mutagen bei
ihm anders zu wirken, denn er hat die Möglichkeit, die Mutation zu unterdrücken und sich dafür
dann, je nach Mutagen-Vorrat,nur zeitweise in die abscheuliche Kreatur zu verwandeln. Und das
Leben und der Kampf als Mutation ist schon was anderes, denn die Sinne sind geschärft und die
Krallen gespitzt. Im Nahkampf mäht der Mutaten-Cole alles nieder, was auf Krallennähe an ihn
herankommt. Von den erlegten Opfern kann er Kraft schöpfen und seinen Mutagenhaushalt auf Vordermann
bringen. Später kann er auch noch Geschosse auf seine Feinde losjagen, die verheerende Wirkung
haben. Aber das Virus scheint mehr und mehr Gewalt über Ethans Körper zu gewinnen und so ist
das Ergründen der mysteriösen Vorgänge in Area 51 nicht nur ein weiterer Auftrag des Hazmat
Soldaten, sondern es ist zugleich mit der Rettung seines Lebens verbunden, will er nicht als
abscheuliche Mutation enden. Und ab hier erfährt Area 51 auch eine gelungene Abwechslung, denn
die Verwandlung in die Mutation ist im weiteren Spielverlauf oft mehr als notwendig. So kann
der Mutant durch seinen besseren Blick z. B. getarnte Gegner erkennen oder seine Ferngeschosse
richten besonders bei Energiebarrieren, hinter denen sich die Aliens später verbarrikadieren,
erheblichen schaden an, mehr, als der normale Cole-Marine mit konventionellen Waffen anrichten
könnte. Keine wirklich neue Idee, den Hauptcharakter in unterschiedlichen "Aggregatformen" wirken
zu lassen, für das Shootergenre aber erfrischend abwechslungsreich. Leider beschränkt sich der
Nutzen, sich in die Mutation zu verwandeln, bereits auf die vorgenannten Punkte und so spielt
man dennoch hauptsächlich in der menschlichen Variante weiter. Hier wäre sicher mehr möglich
gewesen, wie z. B. das Klettern an Wänden, wie es auch einige der späteren Gegner-Mutationen
praktizieren.
Das Waffenarsenal ist shooterüblich und alle Waffen verfügen auch über einen alternativen
Feuermodus. Schön gemacht ist auch der "Doppelwummeneffekt" bei einigen Modellen. Findet man
eine bereits vorhandene Waffe, kann man ganz Schwarzenegger-like beidhändig mit Waffen versehen
die Monsterschar dezimieren. Von Pistole, Sturmgewehr, Schrotflinte, Sniper bis zur futuristischen
Strahlenwaffen reicht das Repertoire, ergänzt durch unterschiedliche Granatentypen. Die Gegnerschar
variiert von recht dummen Mutanten, die, dafür zumeist in hoher Anzahl, den direkten Weg zum
Opfer suchen bis hin zu High-End Varianten und Soldaten. Besonders die flinken, auf allen Vieren
laufenden Mutanten sind nicht zu verachten, die etwas trägeren, noch mit menschlichen Zügen
versehenen Kreaturen können dafür im Nahkampf sehr gefährlich zuschlagen. Aber nicht nur Mutanten
machen dem Helden das Leben schwer, auch die Vertreter des Geheimbundes der Illuminati sind
nicht zu verachten. Elitesoldaten, die höchst treffsicher agieren und geschickt in Deckung gehen.
Später trifft man auch noch auf getarnte Ausführungen, die nur durch die Lichtverzerrung zu
erkennen sind. Hier hilft aber ein gezielter Schuss aus der Strahlenkanone, um das Tarnfeld
zu deaktivieren oder die Verwandlung in den Mutanten, der sich nicht durch solch technische
Spielereien täuschen lässt.
Die KI ist angemessen, wobei man jedoch nicht erwarten darf, dass auch aufgrund der Levelarchitektur
mit viel Ortswechsel der Gegner zu rechnen ist, es ist eher ein Verschanzen und Stellung einnehmen.
Sollten jedoch offenere Bereiche wie z. B. einem großräumigen Treppenhaus auf dem Programm stehen,
zeigen die Gegner auch entsprechende Motivation, vorzurücken. Insgesamt eine sehr stimmige und
passende KI die einfaches Hereinstürmen niemals erlaubt, sondern taktisches Vorgehen erfordert.
Die Rätselfraktion kommt aber keinesfalls in Area 51 zu kurz und es bleibt nicht bei den
shooterüblichen "Finde Keycard" Aufgaben. Maschinen und Energiebarrieren müssen sabotiert, Sprengsätze
vor der Detonation entschärft und auch schon mal ein Kopf zwecks Retina-Scan an einer Sicherheitstür
aufgefunden werden. Area 51 gestaltet das Fortkommen innerhalb der Untergrundanlagen höchst
abwechslungsreich.
Verpackt wurde das Geschehen in eine spannende Story, die genug neue Wendungen und Überraschungen
bereithält, um den Spannungsbogen über den gesamten Spielzeitraum aufrecht zu halten, was sicher
auch mit den freischaltbaren Bonusdokumenten zu tun hat, die mehr über die mysteriöse Vorfälle
rund um die Area 51 zu berichten wissen. Woher kommen die Kornkreise, wer war für die Ermordung
Kennedys verantwortlich und nebenbei darf man zudem auch noch das Studio passieren, in dem die
vorgetäuschte Mondlandung aufgezeichnet wurde.
Multiplay:
Zur Ergänzung enthält Area 51 auch noch einen Multiplayerpart, der jedoch leider nur über
Gamespy spielbar ist. Folgende hinlänglich bekannte Spielmodi stehen zur Auswahl. Deathmatch,
Team Deathmatch, Capture the Flag, Infektion (ein Mutant steckt andere an, nicht Infizierte
müssen das Zeitlimit überstehen) und Halten und Erobern, wobei es keinen Bot-Support gibt. Schön
ist die Option der selbstanpassenden Kartengröße, die sich automatisch aufgrund der Teilnehmerzahl
(bis zu 15 Spieler) anpasst. Insgesamt stehen 15 Karten zur Auswahl (10 für CTF). Interessant
ist die Option, sich im Multiplayerpartien in die Mutation verwandeln zu können. Es gibt zwar
nicht übermäßig viele Server, aber für eine schnelle Area 51 Partie sollte dennoch immer ein
Slot bereitstehen, Area 51 ist zumindest online besser vertreten, als manch andere Konsolenkonvertierung.
Als Bonus gibt es auf der DVD auch noch ein paar interessante Videos zu der Entwicklung und
den Tonaufnahmen.
Fazit:
Area 51 ist ein rundum gelungenes Spiel, das für ca. 15 Spielstunden atmosphärische und spannende
Unterhaltung garantiert. Stimmige Graphik und guter Sound lassen das mysteriöse Umfeld mit all
den Rätsel um die Area 51 zum Leben erwecken und nehmen den Spieler von den ersten Spielminuten
umgehend gefangen, während man tiefer und tiefer und die Geschichte und den Untergrund der Forschungsanlage
eindringt. Besonders packend wurden die Einsätze umgesetzt, in denen man mit den Teamkollegen
gemeinsam vorgeht. Schade nur, dass die dadurch geschaffene Atmosphäre dann im Alleingang etwas
abflacht, auch wenn der Held sich dann selbst in eine der abscheulichen Mutationen verwandeln
kann. Ein wenig mehr von den Teameinsätzen wäre wünschenswert gewesen, ebenso wie eine etwas
speziellere und vielleicht auch für die Rätseleinlagen notwenige Verwandlung in den Mutanten.
Ansonsten gibt sich Area 51 keine Blöße und kann jedem Shooterfan, der Spiele der Bauart Half
Life favorisiert, ans Herz gelegt werden, zumal das Spiel zu einem recht moderaten Preis angeboten
wird und keine High End Maschine benötigt, um das Spielgeschehen dennoch ansprechend auf den
Screen zu bringen. Area 51 entgeht nur ganz knapp der höheren Wertung und platziert sich mit
einer ausgesprochen guten 3+. Eine gelungene Mischung aus furiosen Massenschlachten, taktischen
Fights, gewürzt mit gruseligen Passagen, in denen man durch dunkle Gänge schleicht.
Geschrieben am 26.08.2005, Testkonfiguration: P4-3Gig, GeForce 6800GT, 1GB Ram, SB Audigy2ZS
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