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Info
Autor 3+
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Gesamt (12 votes) 3+
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Name:Aura - Tor zur Ewigkeit
Genre: Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2004/07
Publisher: The Adventure Company
Offiz. Sites: Game
Hardware: 800Mhz, 64MB RAM, keine 3D-Karte nötig, HD 1200 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX8
Steuerung: Maus
Sprache: Deutsch
Patch: 1.04
Aura - Tor zur Ewigkeit (review von nali_warcow)

Dass es im Jahr 2004 durchaus üppig in Sachen Adventures in den Händlerregalen zugeht, daran hat man sich ja inzwischen gewöhnt. Da hat man kaum ein Spielchen beendet und schon steht der nächste Knobelspaß im Laden. Wer sich an Knobelaufgaben wie in Myst oder dem zuletzt erschienen Schizm 2 erfreut, der bekommt nun noch mehr Arbeit für die kleinen, grauen Zellen (und dabei werden wohl viele noch an Schizm sitzen). Mit "Aura - Tor zu Ewigkeit" will Entwickler "Adventure Company" an die großen Vorbilder anknüpfen und präsentiert Knobelspaß mit altbewährter 2D Technik.

Aura - Tor zur Ewigkeit wird auf 3CDs ausgeliefert und belegt satte 2 GB auf der Festplatte. Etwas ärgerlich an der CD-Version ist, dass nicht nur die Installation umständlicher als von DVD ist, sondern leider auch die Spielvideos in Sachen Qualität etwas gelitten haben. Hier wäre das neue Medium DVD sicherlich - wie schon bei Schizm 2 - als optionale Version sicherlich nicht schlecht gewesen. Beim Spielen traten keinerlei Abstürze oder Problem mit Kopierschutz auf.

Story

Der Clan der Hüter bewacht schon seit langer Zeit die heiligen Ringe, welche dem Träger unglaubliche Macht und ewiges Leben bringt. Man kann damit parallele Universen besuchen oder neue Welten erschaffen. Dieses Prunkstück wird schon seit langer Zeit vom Clan der Hüter bewacht. Der Spieler, einer der besten Schüler in der Ausbildung bei den Hütern, wird entsendet seine Ausbildung bei Meister Grifit zu beenden, doch als er ankommt ist der Meister nicht auffindbar. Statt dessen findet er einen Brief vor und das Schicksal der Ringe liegt nun in den Händen des Schülers. Dazu kommt noch ein Aufstand innerhalb des Hüterclans und es gilt alle Ringe zu finden und sicher zu verwahren. Um dies zu erreichen, reist der Spieler durch vier Gebiete und sammelt dort die Ringe ein. Die Story des Spiels klingt nicht nur etwas komisch, sondern wird leider auch etwas platt präsentiert. Schon von Anfang an kann man sich wenig mit dem Hauptcharakter identifizieren und die Story wird zwar durch Videos und Storyschnipsel vorangetrieben, leider jedoch insgesamt sehr lückenhaft und viele Fragen bleibe offen. Da erreicht der Spieler eine neue Welt und weiß nichts. Auch die vorhandenen NPCs sind sehr wortkarg und haben eigentlich nur Aufgaben für den Spieler. Wer mehr wissen will, wird enttäuscht. Oftmals bekommt man ein "Den Rest musst du selber rausfinden" an die Ohren geschmissen.

Um die Ecke gedacht

Nur wenige Schritte aus dem Haus und schon stößt man auf das nächste Rätsel. Hier stehen in einer Art kleinen Gartenlaube einige Steine im Viereck. Diese lassen sich drehen und haben unterschiedliche Farben auf den einzelnen Seiten. Bei näherer Betrachtung findet man an der äußeren Umrandung auch noch einige komische Säulen und auf der Oberseite noch eine Klappe zum Öffnen, worunter sich ein Drehmechanismus verbirgt. Hier kann man jeweils ein Rad mit unterschiedlichen Farben bewegen. Nur was man hier machen soll, bleibt vollkommen schleierhaft. Nach einiger Zeit bringt man diese Gebilde hier mit dem Globus im Haus in Verbindung. Da gab es doch lauter "Planeten" um den Globus herum. Also noch mal zurück ins Haus und das Ding näher untersucht. Die Planeten sind auch nicht fest, sondern bewegen sich in unterschiedlichen Geschwindigkeitsstufen und blinken dazu. Das wären wohl einige Sachen, die man sich besser mal aufschreiben sollte. Planetenfarbe, Planetentyp (groß, klein, mit Ring, etc.) und Blinkfarbe. Wieder zurück in der "Laube" versucht man nun, das Ganze auf die Mechanik hier zu übertragen. Als sehr hilfreich erweisen sich nun die kleinen Symbole, welche man auf den äußeren Säulen findet. Irgendwann macht es dann (hoffentlich) "Klick" und man erkennt, dass man auf den kleinen Rädchen auf der entsprechenden Planetensäule die Farbe des Planten einstellen und die inneren Säulen so drehen muss, dass die der äußeren Säule zugewandte Farbe der "Blinkfarbe" entspricht. Sind alle vier Säulen ausgerichtet bekommt man eine später sicherlich nicht sehr hilfreiche Sternenkarte.

Vier Welten mit knackigen Kopfnüssen

Im Laufe des Spiel bereist der Spiele vier unterschiedliche Welten. Das Spiel beginnt abends am Haus des Meistern, dem Ademikal Tal. Hier sind die Aufgaben dicht gepackt auf engstem Raum und neben dem Haus gilt es die nächtliche Umgebung zu erkunden. Danach geht es weiter nach Dragast. Hierbei handelt es sich um eine Landschaft in luftiger Höhe, mit Brücken und Höhlensystemen, dazu etwas winterlichen Schnee. Hier findet man sehr viele mechanische Aufgabenstellungen. In Na-Tiexu erreicht man über eine sehr knackige Soundaufgabe über unterschiedliche Spiele kleine Bereiche (Inselidylle). Der Showdown findet dann auf der "Insel der Einigkeit" statt. Nachdem der Spieler jeweils immer ein Stück der Ringe gefunden hat und für die NPCs eine Reihe an Aufgaben erfüllt hat, geht es mit einem mysteriösen Fluggefährt weiter zur nächsten "Welt". Die schon angesprochenen NPCs in den Abschnitten sind leider keine sehr große Hilfestellung. Sie sagen dem Spieler eher "besorg mit Gegenstand X, dann sag ich dir, wie es weitergeht bzw. dann kannst du damit folgendes machen". Will man beispielsweise eine Brücke benutzen, dann kann man sich die Beschreibung (hinter einer Tür) erst anschauen, wenn einem gesagt wurde, dass dies hinter einer Tür ist. Auswahlmöglichkeiten bei den Dialogen hat man nicht und man kann sich auch die sehr spärlichen Tipps und Aufgaben nicht erneut sagen lassen. Daher also immer Ohren auf beim Spielen und alles Wichtige aufschreiben. Lädt man den Spielstand später, hat man die Infos nach einer Spielpause definitiv vergessen. Daher auch immer VOR dem Gespräch speichern. Da befreit man einen Gefangenen und zum Dank will er einen Weg zeigen. Doch eigentlich sagt er nur, "Dreh die Scheibe, womit du zu meiner Zelle gekommen bist", erneut, dann kommst du weiter. Toll, hätte man auch gleich damit anfangen können. Im späteren Verlauf kommen dann auch Laufaufgaben hinzu (Bring mir alle 7 Steine) oder man bekommt einen wichtigen Gegenstand und dazu die Aussage "Hier ist er, aber du musst selber rausfinden, wie und wo du ihn einsetzt". Die Rätsel des Spiels bieten wieder Knobelspaß aus allen Bereichen. Mal muss man nur einen Gegenstand suchen und jemandem aushändigen, dann darf man sich mit Schiebeaufgaben befassen (z. B. 3 Figuren müssen jeweils die Seite wechseln), es gilt Drehscheiben richtig anzuordnen, Codes zu entschlüsseln und dann auf einer Tafel anzuordnen, Maschinen zu bedienen damit man aus einem Gegenstand etwas herstellen kann oder weiterverarbeiten kann, man muss den Weg frei machen (z. B. Wasserfall "abstellen") und an einer Stelle Gegner verscheuchen. Wobei man im letzteren Fall auch sterben kann, was sich aber durch einen Auto-Checkpoint nicht so tragisch auswirkt. Die Aufgaben sind zwar alle spätestens im Nachhinein logisch, aber stellenweise werden doch zu wenig Hinweise gegeben. Man weiß ja überhaupt nicht, warum man dies machen muss bzw. was man erwarten soll. Ganz besonders schwer wird es gegen Mitte/Ende. Hier schaltet man über ein recht verzwicktes Soundrätsel den Weg zu vier Welten frei. Nun muss man in diesen Welten die nötigen "Vorbereitungen" treffen, damit man zum Ende kommt. Doch wann man auf welcher der kleinen Welten "fertig" ist bzw. ein Ziel erreicht hat, muss man selbst herausfinden. Viele der recht wichtigen Hinweise sieht man nur sehr kurz bzw. werden nicht ins Tagebuch übertragen. Man sollte daher mit vielen Spielständen spielen, sich alles aufschreiben und am Besten für den Notfall auch jederzeit einen Screenshot machen können, ansonsten könnte es schwer werden.

Schon gleich in der Anfangswelt muss man später einen Code eingeben, den man nur wenige Sekunden lang sehen konnte, aber nicht erneut ansehen kann. An dieser Stelle kam es auch zum einzigsten schwerwiegenden Bug im Spiel. Man muss auf einem "Altar" mit einer Kurbel etwas aktivieren, damit sich auf der anderen Seite etwas tut. Hier musste man ein "Dreieck" ablegen. Ich hatte das Dreieck jedoch nicht. Kommt man dann jedoch später wieder und will mit dem Dreieck erneut zu dem Altar, gab es schon 2 Bildschirme davor keine Möglichkeit mehr in die notwendige Richtung zu gehen, auch ein Neustart des Spiels hatte nicht geholfen. Wie lange man für die ganzen Aufgaben braucht ist schwer zu sagen. Aber gut 20 Stunden sollten Profis schon veranschlagen, alle anderen können auch gut 10 oder mehr Stunden draufpacken. Bei einem Preis von ca. 30€ ist das gar nicht mal schlecht.

Handhabung des Spiels

Das Spiel lässt sich mit sehr wenigen Tasten steuern. Es reicht, wenn man eine Maus angeschlossen hat und zwischen der linken und rechten Maustaste unterscheiden kann. Alles was man manipulieren kann, wird entsprechend per Cursor angezeigt. Bewegt man die Maus über eine mögliche Stelle, wo man langgehen kann, dann verwandelt sich die Maus in einen entsprechenden Richtungspfeil, etc. Bewegt man die Maus an den Bildschirmrand, dann scrollt die Ansicht entsprechend weiter. Per Rechtsklick wird das Bild "angehalten" und das Inventar am unteren Rand eingeblendet. Als Erklärung gibt es oben rechts auch eine Großansicht des jeweiligen Objektes inklusive Beschreibungstext und man kann auf das "Tagebuch" zugreifen. Allerdings werden nur sehr wenige Sachen auch wirklich ins Tagebuch übernommen. Viele Infos, die man mal kurzzeitig im Spiel sieht, muss man sich selber merken bzw. mehrfach ansehen. Da soll man beispielsweise später auf einer Insel Figuren auf Steinsockeln anordnen, die sich alle nur minimal in der Lippenform unterscheiden. Hier muss man eine Blick ins Wasserbecken werfen, damit man die Reigenfolge sieht, dann schnell zur ersten Säule, die Figur platzieren, wieder nachschauen, welche dann kommt, etc. Das wird ganz besonders ärgerlich, wenn man die Hilfe nur einmal kurz angezeigt bekommt, wie es am Anfang in einer Aufgabe passiert. Hier wird einem ein Dreiercode aus mystischen Symbolen für den Bruchteil weniger Sekunden angezeigt und man soll diesen Code dann später woanders eingeben (und bei der Aufgabe ist die Eingabe des Codes auch nicht so einfach, da man ein Schieberätsel dazu lösen und die Kombination kennen muss, damit man nicht alle 4^3 (256) Möglichkeiten durchprobieren "darf". Außerdem ist bei der Bedienung aufgefallen, dass die Bereiche, in denen man "weitergehen" kann alle sehr klein ausgefallen sind. Selbst wenn man in einem Gang steht und somit praktisch nur nach vorne gehen kann, dann muss man dennoch die Maus fast genau in der Bildmitte platzieren, damit man weitergehen kann. An einigen Stellen ist der "Bereich" auch etwas arg abseits des "natürlichen Weges", den man normalerweise auf dem Schirm vermuten würde. Gleichzeitig ist man an einen festen Weg gebunden. So muss man z. B. immer genau vor einer Leiter stehen, bevor man hoch/runter gehen kann. Abkürzungen kann man keine nehmen, auch nicht bei langen Strecken, was in einer ordentlichen Klickorgie ausarten kann, wenn man nicht weiterkommt und auch bei den NPCs muss genau an einer Stelle stehen. Ebenso sind Aktionen bei den NPCs nicht einheitlich gestaltet. Einem muss man etwas geben, damit die Aufgabe als gelöst angesehen wird, dem nächsten muss man ansprechen und bei anderen geht es automatisch.

Grafik & Hardware

Grafisch reißt Aura keine Bäume aus, sieht in der Rätselansicht jedoch sehr ordentlich aus. Da bewegt sich der Spieler durch vorgerenderte Bilder mit jeweils der Möglichkeit sich um 360° umzusehen. Die Grafiken wurden mit vielen Details entworfen, auch wenn viele Stellen später keinerlei weitere Bedeutung haben und man sich dann mehr oder weniger von Bild zu Bild durchklickt. Lediglich an einigen Stellen geht es von einem Standbild zu einem Video über, wenn man z. B. eine Treppe hochgeht. Aber auch andere Aktionen wie das Drehen einer Brücke, etc. werden per Video dargestellt. Ansonsten ist in der Kulisse jedoch wenig Animation und alles wirkt recht leblos im Vergleich zu Myst 3. Sehr ärgerlich ist es, dass die Vollbildvideos recht pixelig geworden sind. Hier wäre eine DVD Version oder eine bessere Kompression sicherlich optisch deutlich schöner geworden.

Sound & Musik

Die Musik des Spiels, bestehend aus einer Reihe mystischer Klänge und Streicheinlagen spielt dezent im Hintergrund, ist aber überwiegend nicht im Spiel präsent, sondern setzt nur ab und zu ein. Da irrt man dann doch öfters mal lautlos durch die Gegend und es gibt auch leider nur sehr wenige Hintergrundgeräusche, was die leblose Umgebung "unterstützt". Mal etwas Rauschen oder Brummen und das war es. Die Sprachausgabe ist durchwachsen, die Sprecher hätten schlimmer sein können (stellenweise arg unsynchron mit den Lippen) und es gibt sehr wenige Texte. Höchstens mal zwischen Held und NPCs, aber zu Aufgaben bekommt man keinerlei Hilfestellung. Höchstens mal ab und zu eine Zeichnung.

Meinung

Also ich bin von Aura doch etwas enttäuscht. Die Story kommt kaum rüber und die "pixelganue" Steuerung - insbesondere beim Gehen - fiel mir sehr unangenehm auf. Die Rätsel sind knackig und sehr fordernd, zwar logisch, aber irgendwie so wahllos hineinplaziert. Außerdem verpasst man sehr leicht wichtige Infos, man hat kaum Aufzeichnungen und irgendwelche Ziele oder Infos gibt es nicht. Lediglich ein Tagebuch steht zur Verfügung, das jedoch eher unwichtige Sachen festhält. Erstaunlicherweise lässt die Rätseldichte während des Spielverlaufes nach bzw. es kommen sehr viele einfache Laufaufgaben hinzu und in der Spiegelwelt irrt man doch sehr umher, weil man einfach keinen Plan hat, was eigentlich das Ziel ist. Die Grafik gefällt ansonsten, man wird nur ab und zu von leicht pixeligen Videos gestört. Sonst ist die Umgebung grafisch schön gestaltet, leider aber zu leblos und man fühlt sich einsam und verlassen. Wer mal wieder auf der Suche nach ordentlich Kopfnüssen ist, der ist beim Spiel genau richtig. Aber insgesamt eine Ecke besser und runder wird ein ähnlicher Knobelspaß auch mit Schizm 2 geboten.


Geschrieben am 29.07.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
 



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