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Aurora - D.l. Experiment
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 | Info |
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| Autor | | 5 |
 |   | | 1 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 0.5 |
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| Gesamt (4 votes) | | 4+ |
 |   | | 0.7 |
 |   | | 0.8 |
 |   | | 0.7 |
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| Name: | Aurora - Das letzte Experiment |
| Genre: | Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2007/09 |
| Publisher: | Lexicon Entertainment |
| Entwickler: | BluMiAl Studios |
| Hardware: | 1.2Ghz, 128MB RAM, keine 3D-Karte nötig, HD 700 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Deutsch |
| Bemerkung: | Läuft nicht (fehlerfrei) unter Vista |
| USK: | 12 |
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| Aurora - Das letzte Experiment (review von nali_warcow) |
Monatlich erscheinen mehr Titel, als je ein Gamer zocken kann, selbst wenn man sich nur
auf eine Plattform beschränken würde. Nimmt man dazu auch noch die zahlreichen unterschiedlichen
Systeme, dann ist der Softwarenachschub extrem hoch. Doch nicht alles, was im Laden zu haben
ist oder Online per Digitaldistribution erworben werden kann, ist das Geld auch wirklich wert.
Der Wettbewerb unter den Publishern ist härter denn je und jeder versucht die Spieler durch
vollmundige Versprechungen auf der Packungsrückseite zu ködern. Da werden Screens ein wenig
nachbearbeitet oder der nicht ganz so gelungene Soundtrack als stimmungsvolles Meisterwerk angepriesen.
Gerade wenn der Spieler in seinem Lieblingsgenre zahlreiche Titel zur Auswahl hat, fällt die
Entscheidung mitunter schwer. Auch das Adventure-Genre hat in den letzten Monaten und Jahren
wieder einen konstanten Aufwärtstrend erfahren und buhlt mit zahlreichen Titeln um die Gunst
der Knobel- und Tüftelfans.
Zum Jahresende soll der Titel "Aurora - Das letzte Experiment" von Entwickler BluMiAI Studios
für spannende Point & Klick-Kost sorgen. Wieso man als Spieler jedoch lieber einen großen
Bogen um den Titel machen sollte und was von den vollmundigen Versprechungen stimmt, wird das
Review klären.
"Aurora - Das letzte Experiment" steht in einer DVD-Box zum Budgetpreis von unter
20€ in den Läden. Gespart wurde dabei nicht nur an der Verpackung, sondern auch am Inhalt. Lediglich
der Datenträger in Form einer CD befindet sich in der Hülle. Wer das 9 Seiten umfassende Handbuch,
welches sich mit der Installation und den Steuerungsgrundlagen beschäftigt, lesen möchte, findet
eine entsprechende PDF-Datei im Installationsverzeichnis. Vista-Spieler sollten zudem wissen,
dass es einen ganz besonderen Grund hat, dass das neuste Betriebssystem aus dem Hause Microsoft
auf der Kompatibilitätsliste der Packung fehlt. Aurora verweigerte nämlich den reibungslosen
Betrieb. Schon beim Starten gibt es zahlreiche Fehlermeldungen, wie unbekannte Dateiformate
oder eine "Out of Memory"-Fehlermeldungen. Hier muss entsprechend zu Windows 98, 2000, ME oder
XP gegriffen werden. Wer zudem die Fehlermeldung erhält, dass es Probleme mit der Datei "Msdxm6.ocx"
gibt, der sollte sich die Freewareversion vom Gamemaker (www.gamemaker.com)
installieren. Danach startet das Spiel ohne Probleme. Scheinbar wurde der Titel damit entwickelt
und bei einigen Rechnerkonfigurationen fehlen bestimmte Dateien/Dateieinträge.
Privatschnüffler sucht Arbeit
In "Aurora - Das letzte Experiment" schlüpft der Spieler in die Rolle des Privatdetektivs
John Pileggie, der nach seiner Scheidung vorrübergehend in einem etwas heruntergekommenen Hotel
lebt. Doch bevor der Kummer (und die Geldsorgen) in Alkohol ertränkt werden können, gibt es
reichlich Arbeit für den Schnüffler. Ein Brief, der unter der Zimmertür durchgeschoben wurde,
wird das Leben von John merklich aufregender gestalten. Irgendwie scheint das Verschwinden eines
Farmers mit den Ufo-Sichtungen zusammenzuhängen, welche hier in der Nähe gemacht aber gleichzeitig
von den höchsten Stellen dementiert wurde. Doch, wie so oft, täuscht der Schein und um die wahren
Hintergründe aufzudecken, wird der Spieler die Suche bis in die Area 51 ausdehnen müssen, um
dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Ufos und die Area 51 sind zwar im Spielbereich nicht unbekannt
und dürften etwa Tex Murphy-Kennern durch den 2. Teil der Serie (The Pandora Directive / Die
Akte Pandora) bekannt vorkommen, insgesamt macht die Hintergrundgeschichte auf dem Papier zumindest
einen recht soliden Eindruck. Leider verschenkt das Spiel davon einen sehr großen Teil, da die
Präsentation recht eintönig und wenig fesselnd ausgefallen ist, wenn dem Spieler überhaupt etwas
erzählt oder präsentiert wird. An vielen Stellen, wie auch beim Spielstart, hätten sich Einleitungen,
Handlungsstränge und Zwischensequenzen angeboten, doch die gibt es oftmals nicht, wodurch das
sehr interessante Szenario viel Atmosphäre verliert.
Adventurealltag
Ohne große Erklärungen beginnt das Abenteuer dann auch sogleich in der Hotelwohnung. Hier
gilt es erst einmal einige alltägliche Aufgaben zu erledigen, wie etwa die Post lesen und die
Arbeitskleidung für den Detektiv zusammen zu suchen. Dabei macht der Spieler auch schon gleich
Bekanntschaft mit dem Rätsel- und Gameplaydesign, welches einen die nächsten zehn Stunden beschäftigen
wird, wenn man als Spieler überhaupt den Nerv hat, die Zeit durchzuhalten. Die Rätsel des Spiels
bestehen aus mehr oder weniger bekannten Point & Klick-Aufgaben, wie etwa dem Öffnen von verschlossenen
Truhen und Kisten, Finden von versteckten Gegenständen und Geheimräumen und die sinnvolle Kombination
unterschiedlicher Objekte. Es gilt dabei meist zuerst die Räume bzw. Bildschirme nach nützlichen
Gegenständen abzusuchen, diese ggf. zu untersuchen und mit anderen Objekten sinnvoll zu kombinieren.
So wird ein Eimer mit Wasser gefüllt, damit das Kaminfeuer gelöscht werden kann, damit der in
der Glut befindliche Zettel ins Inventar wandern kann. Aus diversen Gründen gestalten sich jedoch
viele Aufgaben als recht umständlich. So hat der Spieler sehr oft gar keine Idee, was er eigentlich
machen soll und wann eine Aufgabe abgeschlossen ist. Es fehlt ein roter Faden oder auch nur
ab und zu ein Hinweis vom Helden oder anderen Charakteren. Doch in der Welt von Aurora sind
alle Personen sehr schweigsam und mehr als einen Einzeiler kann man dem Detektiv meist auch
nicht entlocken. Nicht weniger schwer ist es oftmals die richtigen (und wichtigen) Gegenstände
zu finden. Diese sind teilweise sehr gut in der Grafik versteckt bzw. heben sich nicht vom Hintergrund
ab, wobei die Interaktionspunkte nicht nur leicht übersehen werden können, sondern stellenweise
erst im späteren Verlauf eine Aktion des Spielers ermöglichen. Zu Beginn des Spiels gilt es
etwa herauszufinden, wo der Sheriff steckt. Der erste Weg führt da natürlich zu seinem Büro,
welches wie alle anderen Schauplätze bequem auf einer Übersichtskarte angewählt werden kann.
Doch dort istder Herr nicht anzutreffen. Kurioserweise kann mit dem hier arbeitenden Mitarbeiter
kein Wort gewechselt werden, da dieser einem nur den Rücken zudreht und lediglich eine "Verwarnung"
ausspricht, wenn der Versuch unternommen wird, das Büro des Sheriffs zu betreten. Um nun herauszufinden,
wo sich der Sheriff aufhält, muss gelauscht werden, was über das Funkgerät, das hier steht,
erledigt werden kann. Dummerweise kann man diese Nachricht erst dann hören, wenn alle anderen
Schauplätze besucht und dort alles unternommen wurde, um weiterzukommen. Noch ausgefallener
ist die Lösung, um an eine Zeitung zu kommen. Wird der Kiosk auf der Karte angewählt, dann geht
der Charakter automatisch zum Verkäufer und fängt ein Gespräch an. Geht man mit der Figur wieder
einen Schritt zurück oder will sich umdrehen, dann landet man wieder auf der Karte. Trotzdem
ist in diesem Bildschirm das benötigte Kleingeld versteckt. Wird der Mauszeiger in der Gesprächsansicht
an eine ganz bestimmte Stelle im unteren, rechten Bereich des Monitors bewegte, dann (und nur
dann) wird ein Pfeil eingeblendet, der anzeigt, dass der Blick in eine bestimmte Richtung gedreht
werden kann. Auf dem Boden findet man dann die dringend gesuchte Münze zm Kauf der Zeitung.
Ähnlich "spaßig" gestalten sich Aufgaben, wie eine Sicherung in einem dunklen Tunnel
zu finden, wo nur der schwache Lichtschein der Taschenlampe ein wenig die Umgebung erhellt.
Hier gilt es auch ganz genau hinzusehen, da eine Kiste zwar geöffnet werden kann, der Inhalt
jedoch nur dann aufgenommen wird, wenn der Mauszeiger auf einer ganz bestimmten Stelle der Kiste
ist. Ob sich überhaupt etwas in der Kiste befindet, kann man als Spieler gar nicht sehen.
Doch es gibt auch einige etwas gelungenere Rätsel, die zudem mitunter ein wenig über schlichte
Itemkombinationen hinausgehen. So gilt es aus einem Code und einem Klavier eine kurze Melodie
zu kombinieren, Flaschen richtig anzuordnen, einen zerschnittenen Zettel wieder lesbar zu machen,
eine palindromische Primzahl zu bilden und erfolgreich eine Bombe zu entschärfen, wobei im richtigen
Moment die Drähte gekappt werden müssen. Ärgerlich ist dabei allerdings, dass es bei all diesen
netten Aufgaben auch immer wieder kleine Ärgernisse gibt. Bei der Flaschenaufgabe beispielsweise
wird nur in der Nahansicht angezeigt, dass im Regal vier Flaschen stehen. Weiter weg sind es
immer sechs Flaschen, wodurch die Suche nach vier Objekten, die sich anordnen lassen, doch unnötig
erschwert wird. Schön ist es auch, dass der Spieler immer mal wieder Aufzeichnungen und Notizen
findet, die teilweise jedoch durch extrem schwer lesbare Schriftarten dargestellt werden. Den
letzten Adventurespieler vergraulen die Entwickler schließlich durch kleine Actionsequenzen,
in denen es heißt, schnell in Sicherheit zu gelangen, wobei hier die Technik zusätzlich noch
einen Strich durch die Rechnung macht. Fairerweise gibt es zwar einen Checkpoint, aber aufgrund
der Steuerung und des Trial & Error-Prinzips sind diese Einlagen eher lästig als unterhaltsam.
Die vereinzelt in der Spielwelt anzutreffenden NPCs haben dem Spieler insgesamt recht wenig
zu sagen und der Privatschnüffler ist auch nicht gerade ein sehr redseliger Mensch. Wenn überhaupt,
dann stehen in den meisten Dialogen ein oder zwei Fragen zur Auswahl. Der Rest des Gesprächs
läuft ganz automatisch ab. So startet der Spieler etwa in einer Bar ein Gespräch mit einem Journalisten
und würde gerne dessen Ausweis haben, den er natürlich nicht rausrückt. Nun ist guter Rat teuer,
da nach dem abrupten Gesprächsende keine Möglichkeit zu sehen ist, die Szene zu verlassen. Starr
bleibt die Ansicht auf den Gesprächspartner. Die Lösung ist so einleuchtend wie blöd versteckt.
Erst wenn man mit dem Mauszeiger die Jackettaschenspitze pixelgenau untersucht hat, kann es
weitergehen und der gut sichtbar platzierte Drink kann auf einmal "benutzt" werden. Sollte es
im Saufgelage nicht möglich sein den Ausweis zu bekommen, dann gibt es noch immer eine besonders
intelligente Notlösung: Der Presseheini haut ab und torkelt in den nächsten Gang. Der Spieler
geht hinterer und zieht ihm mit einem Dietrich(!) eins über, um an den Ausweis zu gelangen.
Daher ist der Schwierigkeitsgrad - auch durch die "Eigenarten" der Steuerung - sehr durchwachsen
und alles andere als konstant steigend.
Technik zum Davonlaufen und Einschlafen
Nicht nur an der Präsentation der Handlung und dem Gameplay hapert es, sondern auch ganz
erheblich bei der technischen Umsetzung des Titels. Aurora ist ein Point & Klick-Adventure und
orientiert sich an der Myst-Reihe. Damit ist jedoch nicht nur gemeint, dass sich der Spieler
aus der Ego-Ansicht von einem Renderbildchen zum nächsten klickt, sondern auch, dass die Technik
irgendwie bei Myst 1 aus dem Jahre 1993 stehen geblieben ist. Am Besten ist noch die Qualität
einiger vorberechneter Hintergründe, die teils nette Details zeigen und den Spieler durch diverse
Schauplätze und Zeitepochen bringen. Hotels, Bars, diverse Gebäude, Tunnel und mit der Area
51 ist die reine Anzahl an Schauplätzen durchaus in Ordnung und abwechslungsreich. Abgesehen
jedoch davon, dass der Titel auch auf extrem alten Rechnern (oder auf einem virtuellen Windows
98) läuft, gibt es ansonsten nichts Positives zu vermelden. So abwechslungsreich die Schauplätze
sind, so stark schwankt die grafische Qualität der Hintergründe. Einige sind nett, andere scheinen
erste Versuche mit einem 3D Max oder Maya zu sein, was sich sowohl auf die generelle Ausschmückung
der Szenen als auch auf die Beleuchtung bezieht. Animationen darf man in diesen Titel zudem
überhaupt nicht erwarten. Ein Fahrzeug, welches in einer Szene durch das Bild fährt oder ein
Feuer, das erst nachgeladen werden muss, ist da schon die Spitze der Animationstechnik. Die
Aussage "Animierte und interaktive 3D-Charaktere" auf der Rückseite muss sich auf ein anderes
Spiel beziehen. Das höchste der Gefühle ist ein Gesprächspartner, der sich ganz leicht,
sprich im 1-2 Pixelbereich, bewegt. Es gibt ansonsten keine Animationen oder Mimik bei den Charakteren.
So dreht sich im Büro des Sheriffs der Mitarbeiter nicht einmal um, um mit einem zu sprechen,
und der Reporter, den man niederschlagen kann, fällt in einer Zwei-Phasen-Animation hin. Zuerst
steht er und dann wird direkt umgeschaltet auf die "Person-liegt-auf-dem-Boden.jpg"-Grafik.
Aber auch bei Truhen, Kisten und Türen gibt es - wenn überhaupt - nur zwei unterschiedliche
Bilder, aber keine Animation. Nähert man sich außerdem einer Kiste, dann ist es auch keine Selbstverständlichkeit,
dass man als Spieler sieht, ob da was drin ist. Bei so vielen optischen Schwächen dürfte doch
zumindest eine simple Point & Klick-Steuerung kein Problem sein, oder? Leider wurden auch in
diesem Bereich sehr unschöne Designentscheidungen getroffen. Schon angesprochen wurde, dass
viele Gegenstände kaum zu erkennen sind und sich die Handhabung ein wenig fummelig gestaltet.
So sind die Items im Inventar extrem klein ausgefallen und man muss eher raten, was man gerade
auswählt. Auch die Navigation von Bild zu Bild gestaltet sich mühseliger, als es sein müsste,
da die Hotspots für die Blickwechsel nicht genau an den Rändern / Seiten liegen. Um sich etwa
eine Bodenluke ansehen zu können ist es nicht möglich, einfach den Mauszeiger auf die Luke zu
bewegen oder an den unteren Bildschirmrand. In beiden Fällen ist keine Interaktion möglich.
Der "Pfeil nach unten" erscheint nur in einem schmalen Streifen im mittleren, unteren Drittel
des Bildschirms. Wenn man als Spieler nicht nur die Objekte, sondern auch die "Ausgänge" im
Bild suchen muss, dann stimmt da was nicht. Gerade auch, wenn so die Flucht in den nächsten
Kleiderschrank zum Glücksspiel wird, weil a) die "Gegner" nicht zu sehen sind, da sie plötzlich
im Raum stehen (Animationen gibt es ja nicht) und b) die "Ausgänge" im Bild jeweils erst gefunden
werden müssen. Dann ist es nur leider meist schon zu spät. Wer nun zumindest noch hofft, dass
die akustische Untermalung einigermaßen stimmig ist (Immerhin heißt es ja auf der Packungsrückseite
"Erstklassiger Soundtrack und Audio-Effekte") und die Übersetzung in Ordnung ist, wird
bitter enttäuscht. Sprachausgabe gibt es gar nicht, alle Gespräche laufen in reiner Textform
ab und werden in sehr unterschiedlichen Schriftgrößen (von gut lesbar bis winzig klein) in "Blöcken"
eingeblendet, die automatisch nach kurzer Zeit verschwinden. Während sich beim geringen Textanteil
"nur" einige wenige Fehler (Tippfehler und Textpassagen, die noch englisch sind) eingeschlichen
haben, so sieht es beim Rest (Menüs, Items und Texte in der Welt) noch sehr viel schlimmer aus.
Schon direkt im Hauptmenü springt ein Tippfehler ins Auge (letze statt letzte), auf der Packungsrückseite
fehlt ein Satzende und - grob geschätzt - 50% der Gegenstände haben italienische Bezeichnungen.
Während man zumindest noch beim Spielstart bzw. im Hauptmenü einige dudelnde Jazz-Töne hört,
so herrscht ansonsten zu 90% gespenstische Stille. Hier und da gibt es mal die Endlosschleife
eines Windrauschs zu hören, eine Flamme knistert oder die Türklinke verursacht ein Geräusch.
Allerdings auch nicht bei jeder Tür, sondern nur bei besonderen Türen.
Meinung
Nur selten fallen Entscheidungen über eine Wertung bzw. Kaufentscheidung so klar aus, wie
bei Aurora. Empfehlen kann ich das Spiel keinem, auch wenn man noch so gern Adventures spielt
oder sich für das durchaus interessante Setting interessiert. Auf dem Papier klingt es interessant,
die Umsetzung dagegen ist jedoch extrem mau und richtig demotivierend. Designpatzer ziehen sich
leider auch in allen Bereichen durch das komplette Spiel. So gibt es: solide / bekannte Point
& Klick-Rätsel, allerdings mit einer grauenhafter Einbettung in die Spielwelt. Wenn schon die
Suche nach einem Geldstückchen zum Geduldspiel wird, einem die Steuerung laufend Knüppel zwischen
die Füße wirft, der Sound zwischen nicht vorhanden und grauenhaft schwankt, dazu nur ein Teil
des Games übersetzt wurde und die technische Umsetzung auf dem Stand von vor gut 10 Jahren ist,
dann bleibt am Ende leider nichts übrig, was Spaß macht und irgendwie rechtfertigen würde, dass
der Titel über die 5 hinauskommt. Wer ein Adventure spielen möchte, findet mehr als genug deutlich
bessere Alternativen, aktuell z. B. im Adventure-Krimi-Bereich "Sinking Island: Mord im Paradis".
Geschrieben am 27.10.2007, Testkonfiguration: AMD X2 6000+, 4GB, GeForce 8800GTS, SB Audigy2ZS
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