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Battle Mages
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
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| Gesamt (15 votes) | | 2 |
 |   | | 1.4 |
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 |   | | 1.4 |
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| Name: | Battle Mages |
| Genre: | Strategie |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2004/05 |
| Publisher: | Frogster Interactive |
| Entwickler: | Targem |
| Links: | Buka |
| Hardware: | 733Mhz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| Patch: | 1.2 |
| USK: | 12 |
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Mit WarCraft 3 fing
alles an. Die Rede ist von der zunehmenden Verschmelzung bzw. Anreicherung bei
Strategiespielen mit Rollenspielaspekten. Während WarCraft 3 zum Strategieanteil
Helden einführte, die sich im Laufe des Spiels immer weiter verbessert haben,
gingen andere Vertreter wie SpellForce
oder KnightShift die
Sache jeweils etwas anders an und setzten andere Schwerpunkte. Battle Mages
ist auch ein Versuch, aus mehreren Genres eine spaßige, neue Mischung zu bekommen.
Ein sehr knapper Wirtschaftspart, rollenspielartige Entwicklung vom Helden,
Truppenerfahrungen und eine Pausenfunktion für den Kampf. Warum das sogar recht
viel Spaß macht, steht im Review.
Mal wieder Stress im Fantasyland
Menschen, Orks, Zwerge und Elfen können wohl einfach nie friedlich nebeneinander
leben. Gerade als der noch junge Magier seine Abschlussprüfung im Lande Daenmor
praktiziert, wimmelt es plötzlich auf den Friedhofen nur so vor Untoten. Doch
die Karawanen der Menschen werden nicht nur von diesen überfallen, sondern auch
Orks lassen ihrer Wut freien Lauf und ziehen plündernd und brandschatzend durch
die Lande. Zu allem Übel droht auch noch das Bündnis zwischen Menschen
und Elfen zu schwinden. Wer steckt hinter diese ganzen Vorkommnissen? Der anfänglich
als Übeltäter entlarvte Magier stellt sich jedoch sehr schnell nur als "kleiner
Fisch" heraus und wenn man wirklich das Land vor dem Untergang retten will,
dann müssen größere Gefahren als einige Untote und Orks überwunden werden. Diesen
Fragen geht der Spieler in insgesamt 16 Missionen nach. Die Story wird dabei
aus einer Mischung von Standbildern mit Audiokommentar und sehr vielen Ingamesequenzen
erzählt und orientiert sich dabei an Altbekanntem, wird jedoch, wenn sicherlich
auch nicht sonderlich originell, sehr schön und überdies auch sehr überraschend
erzählt. Der Spieler steuert eine Reihe von Truppenverbänden bestehend aus 1
bis 8 Einheiten durch eine 3D Landschaft, ähnlich wie in Praetorians. Die
Truppen sammeln mit jedem Kill Erfahrungspunkte und steigen mit der Zeit auf
und werden besser. Angeschlagene Truppen können in der Stadt "aufgefüllt" werden.
Zusätzlich entwickelt sich der Held wie in einem Rollenspiel, kann in unterschiedliche
Fertigkeiten und Talente investieren und seine Truppen im Kampf mit Zaubersprüchen
diverser Richtungen (Feuerball bis Heilung) unterstützen.
Bauen wir 'ne Brücke
Das Ziel der Mission ist sehr wichtig und sollte auch hilfreiche Informationen
über die Drahtzieher der Geschehnisse liefern. Es gilt, sich mit der entflohenen
Gefangenen zu treffen. Also mit dem kleinen Truppe aus Magier, Schwerkämpfer
und Bogenschützen keine Zeit vergeuden und schnurstracks in Richtung Treffpunkt.
Der kleine Trupp aus etwa 8 Untoten wird im Vorbeigehen geplättet und dadurch
werden die ersten Erfahrungspunkte gesammelt. Doch nach einem kurzen Fußmarsch
kommt die Ernüchterung. Die Brücke ist zerstört und eine Überquerung unmöglich.
Doch noch ist nicht alles verloren. Immerhin befindet sich hier eine menschliche
Siedlung in der Nähe und die Leute sollten doch in der Lage sein, die Brücke
zu reparieren. Also auf in die Stadt. Diese wird jedoch gerade von einem weiteren
Trupp Untoter angegriffen und so muss erst einmal das Schwert geschwungen werden,
bis man die Stadt in Ruhe betreten kann und dort im Zentrum die Leute um einen
kleinen Gefallen bitten kann. Doch so einfach ist es nicht. Zur Reparatur der
Brücke wird Holz und Stein benötigt. Holz könnten die Leute theoretisch aus
dem nahen Sägewerk besorgen und der Spieler müsste sich um die Sicherheit der
Arbeiter kümmern. Stein gibt es allerdings nur im Nachbardorf am anderen Ende
der Karte. Aber gut, dann fängt man erst mal mit dem Holz an. Doch zuvor wird
der Trupp etwas erweitert und einige neue Rekruten angeworben. So ausgerüstet
geht es mit den Arbeitern im Schlepptau in Richtung Sägewerk. Die wenigen Gegner
sind auch schnell besiegt und die Holzproduktion läuft an. Zwischenzeitlich
schlagen zwar immer wieder kleine Überfallkommandos zu, doch die recht kurze
Strecke kann gehalten werden. Um nun nicht Tage zu brauchen, das ganze Holz
zur Brücke zu schaffen, bekommt man in der Stadt einen Wagen und transportiert
nun in wenigen Fuhren alles zur Brücke. Doch der Gegner ist nicht untätig und
lässt Truppen in Richtung Brücke marschieren. Nach einigen heftigen Gefechten
sind die eigenen Truppen zwar deutlich dezimiert, haben dadurch jedoch auch
ordentlich Erfahrung gesammelt und stehen nun in verbesserter Form im Dorf zum
Nachrüsten des Heeres bereit. Nun auf in die zweite Stadt. Hier läuft es nun
ähnlich ab, wenn auch die Gegner inzwischen deutlich stärker und zahlreicher
geworden sind. Dank der vielen Erfahrungspunkte kann sich jedoch auch der Held
verbessern und beispielsweise einen Punkt in die Truppenkontrolle stecken und
nun ein Heer mehr befehligen. Befinden sich schließlich alle Rohstoffe an der
Brücke, ist die Mission geschafft und einem Treffen mit der Kontaktperson sollte
eigentlich nichts mehr im Weg stehen, oder….?
Aufgaben in 3 Akten
In insgesamt 16 Missionen, aufgeteilt in 3 Akte (6 Missionen in Akt 1, 7 in
Akt 2 und 3 im Showdown), gilt es dem Übeltäter auf die Schliche zu kommen,
zu besiegen und die Völker wieder zu vereinen. Das gestaltet sich jedoch alles
andere als einfach, zumal es auch leider nur einen Schwierigkeitsgrad gibt.
Diesen kann man zwar in den Optionen auch etwas herunter regeln, dennoch ist
zumindest der Einstieg ins Spiel nichts für Weicheier und Gelegenheitsspieler.
Dabei fängt alles jedoch so schön an. Nachdem man sich für einen von vier Magiern
entschieden hat, die jeweils unterschiedlichen Magieschulen angehören und damit
unterschiedliche Zaubersprüche haben- was auch dafür sorgt, dass man das Spiel
eventuell mal mit einem anderen Magier durchspielt - geht es mit dem Tutorial
los. "Super, ein Tutorial" wird man sich dabei denken, doch leider
ist es keins- . zumindest kein richtiges. Vielmehr bekommt der Spieler am Anfang
nur einige Textfenster zu sehen, wo einige Einstiegsinfos stehen. Mehr jedoch
leider nicht. Spätestens sobald man die erste Stadt erreicht hat, kommt man
beim ersten Spielen durcheinander. Hier soll man einen Trupp Arbeiter zum Sägewerk
eskortieren. Doch man übersieht nur allzu leicht die kleinen Leute, die schon
gleich nach der Missionsannahme in Richtung Ziel losgehen. Man selber sucht
Einheiten, die man anwählen kann oder die darauf warten, dass man losgeht. Hat
man sich jedoch erst einmal mit dem Spielprinzip vertraut gemacht, geht alles
schon deutlich flotter von der Hand. In allen 16 Missionen landet man auf einer
kleinen oder größeren 3D Karte, die mitunter auch unterschiedliche Vegetationszonen
ausweist. Nicht immer ist man in schönsten Grünflächen unterwegs, so gibt es
auch Sümpfe oder Seen auf der Karte. Genauso werden im weiteren Verlauf des
Spiels Ödlandschaften, Vulkangebiete und die eisigen Frostregionen besucht,
wo die Zwerge wohnen. Jede dieser Missionen hat immer ein Hauptziel, welches
man erreichen muss, wie beispielsweise zum Treffpunkt kommen oder ein Artefakt
finden. Um diese Hauptaufgaben zu meistern, muss man mitunter den Leuten aus
dem Dorf den ein oder anderen Gefallen tun, damit sie einem beispielsweise helfen,
eine Position auf der Karte zeigen oder man überhaupt erst die nötigen Truppen
und Ausrüstungen hat, um den "Endgegner" anzugreifen. Um den Gegner in Mission
6 auf dem Berg anzugreifen, braucht man Hilfe aus dem Dorf, welches einem dann
später auch Bergarbeiter schickt, die eine Sprengung legen. Doch bis einen geholfen
wird, muss man sich um so manches kleine Problem kümmern. Leider sind es jedoch
immer wieder die gleichen kleinen Probleme. Der Auftrag, den nahen Friedhof
von Untoten zu säubern, macht man nicht nur einmal, sondern unzählige Male,
genauso wie die vielen anderen "Säubere Ort X von Gegner Y" Aufgaben, die jedoch
meist ganz nett verpackt sind. So soll man die entführten Kinder oder die Tochter
des Bürgermeisters befreien. Ansonsten gilt es, Verbündeten zu Hilfe zu eilen
(was den Vorteil hat, dass man die geretteten Truppen bekommt) oder einen Punkt
verteidigen muss. Aber das sind noch nicht alle Aufgaben auf der jeweiligen
Karte. Allein schon wegen der Erfahrungspunkte sollte man die Karte immer möglichst
gründlich absuchen. Da verstecken sich noch an alle Ecken und Enden weitere
Gegnertruppen, an einigen Orten muss man nur die Gegner vor einem Lager oder
einer Höhle beseitigen und schon ist dort Ruhe, doch insbesondere im späteren
Verlauf findet man immer öfter Höhlen, wo in regelmäßigen Abständen neue Gegner
erscheinen. Hier kann man einiges an Erfahrungspunkten ansammeln. Es gilt nicht
nur optional die Dorfbewohner zu beschützen und dafür zu sorgen, dass die Wirtschaft
bei den Städten läuft, sondern man kann auch auf etlichen Karten die Trupps
des Gegners abfangen. Auch diese sammeln immer mal wieder Rohstoffe und so eine
Karawane - oder auch so manche Gegner - hinterlassen dann Rohstoffe in Form
von unterschiedlich großen Kisten. Hier findet man Gold, Nahrung, Eisen oder
Holz. Die Rohstoffe kann man überdies gewinnbringend in der nächsten Stadt verkaufen
und bekommt dafür Bares. Auch auf der Karte sind viele Kisten versteckt, genauso
wie man auch oft auf "Heilbrunnen" in unterschiedlichen Formen findet, die jedoch
von stärkeren Gegner bewacht werden. Es ist sogar nicht schlecht, die Städte
beim Anhäufen von Rohstoffen zu unterstützen. Erwirtschaften die Städte bjeweils
eine bestimmte Menge von allen vier Rohstoffen, steigt die Stufe der Stadt an.
Bessere Städte ermöglichen es dem Spieler, bessere Truppen zu rekrutieren. Leider
wurde jedoch bei der Missionsgestaltung auch nicht alles richtig gemacht. Die
Missionsziele ändern schon mal zwischendurch und es gibt die eine oder andere
Überraschung, was auch den Schwierigkeitsgrad betrifft. Hier wechseln sich bis
zum Ende "recht leichte" Missionen mit knüppelharten Aufträgen ab, in denen
man schon nach wenigen Minuten kaum noch eine Chance hat, eine andere entpuppt
sich als ein Kinderspiel und ist im Handumdrehen erledigt.
Etwas ärgerlich ist es, dass die Mission nicht weitergespielt werden kann,
wenn die Hauptaufgabe erreicht wurde, alles was dann nicht erledigt wurde, ist
verloren und man kann also auch nicht die Einheiten auffrischen, welche man
mit in die nächste Mission nimmt. Leider kann man jedoch nie vorhersagen, wann
man Einheiten übernehmen wird. In einigen Missionen bekommt man einfach neue,
frische und unerfahrene Truppen vorgesetzt und alle Investitionen gegen Ende
der letzten Mission waren eventuell Geldverschwendung. Wenigstens das Geld behält
man in der nächsten Mission. Daher sollte man kurz vor dem Ende immer einen
Spielstand anlegen und schauen, ob man Einheiten übernehmen kann oder nicht.
Hat man am Ende keine/ kaum Einheiten, dann kann man es in der nächsten Mission
extrem schwer haben, da man nicht immer die Möglichkeit hat, neue zu bekommen.
Bis man schließlich das Ende gesehen hat, sind gut 20 Stunden vergangen.
Die Truppen, der Kampf, die Rollenspielelemente
Im gesamten Spiel trifft man auf über 30 Einheiten aus fünf Rassen. Bis auf
die Untoten kann man auch alle zumindest kurzzeitig steuern. Wenn der Spieler
beispielsweise das Reich der Zwerge betritt, dann nimmt man zwar die "alten"
Einheiten mit, doch die Zwerge bieten nun mal eben keine neuen Einheiten für
Paladine in ihrer Stadt an, da muss man sich dann mit anderen Einheitentypen
hindurchschlagen, was jedoch auch für eine sehr schöne Abwechslung im Spielverlauf
sorgt. Die Einheiten werden in Verbänden gesteuert, wobei sich die Größe nach
dem Einheitentyp richtet. Von Bogenschützen können beispielsweise 8 in einem
Verband sein, von den Reitern nur drei. Hier ähnelt die Steuerung sehr Praetorians,
wenngleich es weniger Möglichkeiten gibt. Man kann zwar Verbände verschmelzen,
wenn z. B. zwei Bogenschützenverbände nur noch jeweils 4 Einheiten haben, doch
alternativ kann man diese auch in der nächsten Stadt wieder gegen eine geringe
Summe an Gold "auffüllen". Hierdurch kann man auch mit mehr Verbänden spielen,
als man eigentlich kontrollieren kann/ darf. Jeder Verband benötigt eine gewisse
Punktzahl von der Truppenkontrolle. Sehr starke Elite Paladine benötigen drei
Punkte, ein Verband Rekrutenbogenschutzen nur einen Punkt. Da man jedoch auch
immer wieder in den Missionen kostenlose Mitstreiter bekommt, kann man das "Limit"
überschreiten und dann sollte man die schwächeren Verbände sicherlich nicht
kombinieren. Durch Kämpfe und Kills steigt die Erfahrung des Verbandes langsam
an und nach mehreren Stufenanstiegen (Rekrut bis Elite) kann man den Trupp in
der nächsten Stadt gegen eine kleine Summe auch in die nächste Einheitenklasse
aufsteigen lassen. So werden aus einfachen Schwertkämpfen Paladine oder aus
Schamanen werden dunkle Schamanen. Aber nicht nur die Einheiten sammeln Erfahrung,
auch der Spieler bekommt die Punkte gutgeschrieben. Mit diesen Punkten wird
die Charakterentwicklung des Helden vorangetrieben und kann diese z. B. in die
unterschiedlichen Zaubersprüche investieren. Da muss man nicht immer beim sehr
schwachen Feuerball bleiben, der im Gegensatz zum Heilungsspruch aus der "Grünen
Zauberschule" recht unnütz ist, sondern gegen Ende kann man einen Feuerregen
über die Gegner kommen lassen oder aber den Boden anzünden, so dass alle Einheiten
in der Umgebung Schaden nehmen. Doch bis man die stärkeren Sprüche erlernen
kann, muss man entsprechend Erfahrungspunkte in die Magiefertigkeit investieren.
Alle 5 Stufen kann man neue Zaubersprüche wählen, wobei jedoch zu beachten ist,
dass die Zaubersprüche - ähnlich wie bei Diablo 2 die Skills - verschachtelt
sind und man nicht einfach nur den stärksten erlernen kann, sondern die Voraussetzung
an "Grundlagensprüchen" dafür erlernen muss. Je nach Zauberschule (Rot, Grün,
Blau) stehen einem die unterschiedlichsten Sprüche zur Verfügung. Man muss sich
nicht auf eine Schule beschränken, sondern kann auch - genügend Erfahrungspunkte
vorausgesetzt - ein Allrounder werden. Weiterhin kann man auch in andere Fertigkeiten
wie Einheitenkontrolle (mehr Verbände kontrollieren) oder die militärischen
Fähigkeiten (verbessert die Truppenstärke etwas) investieren. Abschließend kann
man auch noch in die sehr teuer werdenden, aber sehr nützlichen, Bonusfertigkeiten
investieren. Hierdurch stärkt man die Kampfkraft der eigenen Truppe weiter
oder sie ermöglichen, dass man die Gegner schon deutlich eher sieht und
so schon mit Zaubersprüchen frühzeitig angreifen kann, wenn diese noch ruhig
an einem Ort stehen. Somit war es im späteren Verlauf des Spiels möglich, alle
Gegner zu besiegen, ohne eine Einheit zu verlieren. Die Gegner standen vor ihrer
Höhle und nach etlichen Magieangriffen waren sie komplett ausgeschaltet. Da
zeigt sich die künstliche Intelligenz nicht gerade von der besten Seite,
auch wenn solche Sachen nicht sehr oft passieren - es geht auch viel schlauer.
Da zieht der Computer schon automatisch seine Verstärkung einen Bildschirm weiter
oben heran oder nimmt uns mit einem zweiten Heer von einer anderen Richtung
in die Zange, wenn man nicht aufpasst. Einzelnes herauslocken, wie bei vielen
Rollenspielen oder anderen Strategiespielen, funktioniert da selten. Auch geht
der Gegner beim Angriff geschickt um und greift Magier und andere leichte Beute
oftmals zuerst und recht geschickt an. Auch wenn die Mannen weiter hinten stehen,
so passiert es dennoch, dass einige der Angreifer ablassen und beispielsweise
die Bogenschützen weiter hinten angreifen. Insbesondere solche kleinen Gemeinheiten
können eine Schlacht schnell entscheiden. Auch wenn man beispielsweise seine
Truppen von A nach B schickt und diese unterwegs auf Gegner treffen, reagieren
sie recht ordentlich. Da wird der Marsch unterbrochen, der Gegner vernichtet
und dann geht es weiter. Doch auch hier gibt es kleine Ärgernisse. Die Einheiten
greifen zwar recht geschickt an, doch in einigen Situationen, in denen zwei
Einheiten des Sechsertrupps mit zwei schwachen Gegnern kämpfen, machen die beiden
starken mit den eigenen Bogenschützen jedoch kurzen Prozess. Da möchte man schon
die beiden Einheiten direkt steuern, was jedoch leider nicht geht, da sie sich
nur als Gruppe steuern lassen.
Sehr unangenehm ist jedoch die Wegfindungsroutine beim Drachen aufgefallen.
Dieses riesige Flugmonster - mit recht schwacher Angriffsrate - schaffte es
nicht, über einen kleinen etwa 2 m hohen Absatz zu kommen und flog in der Luft
gegen eine Art "Wand". Erst über die kleine Rampe war es möglich, den Drachen
weiter zu bewegen. Ansonsten traten Wegfindungsprobleme jedoch nicht auf und
auch große Entfernungen wurden problemlos überbrückt.
Handhabung des Spiels
Die Steuerung des Spiels gestaltet sich etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt
nur spärliche Popup-Hilfen und die Einheitensteuerung hätte auch verbessert
werden können, indem alle möglichen, der recht wenigen Befehle, mit klar erkennbaren
Icons erreichbar wären. So aber kommt man um das Erlernen der Hotkeys nicht
herum. Sehr übersichtlich sind dagegen die Menüs für Fertigkeiten und der Städte
geworden, wenn auch leider im Hintergrund das Spielgeschehen weiterläuft und
man so des öfteren überraschend plötzlich ein Kampfgetümmel im Hintergrund abläuft.
Ebenfalls sehr gut geworden ist das etwa 65 starkes Schwarzweiss-Handbuch, in
dem alle Einheiten, Gebäude und Truppen erwähnt werden. Am ungünstigsten ist
die Kamerakontrolle des Spiels ausgefallen. Mit WASD wird die Bewegung gesteuert,
mit dem Mausrad gezoomt und durch Gedrückthalten der mittleren Taste kann die
Kamera gedreht werden. Da sich die maximale Höhe der Kamera jedoch beispielsweise
an der Höhenstufe orientiert, erlebt man eine wahre Berg- und Talfahrt beim
Navigieren durch die Landschaft. Hier wäre eine (optional) feste Position doch
deutlich stressfreier gewesen und man hätte nicht laufend nachjustieren müssen.
Woran man sich im Gegensatz zu so manch andern Strategie- und Rollenspielen
gewöhnen muss ist die geringe Geschwindigkeit. Die Einheiten brauchen eine ganze
Weile, wenn sie auf den Karten von A nach B wollen und das kann an so manchen
Geduldsfaden zerren. Insbesondere, da man viel umhergeht, nach Quests schaut
und zwischendurch in die Stadt am anderen Kartenende zurückgeht.
Mit Multiplay ist wie ohne Multiplay
Wer meint, sich nach dem Durchspielen im Mehrspielermodus austoben zu können,
der wird leider schwer enttäuscht. Ein COOP-Spiel ist gar nicht erst möglich
und im LAN und über sehr wenige Server bei GameSpy kann man sich auch nur an
einem einzigen Modus versuchen. Erschwerend kommt hinzu, dass keinerlei Optionen
und lediglich 4 Maps (2 für 2 Spieler, 1 für 3 Spieler und 1 für 4 Spieler)
zur Auswahl stehen. Aufgrund eines fehlenden Editors, wird sich da wohl auch
nichts ändern und der MP Modus wird damit wohl kaum jemanden reizen, überhaupt
gespielt zu werden.
Grafik & Hardware
Grafisch ist Battle Mages zwar kein absoluter Hingucker, wie beispielsweise
Generals oder andere
Strategiespiele, doch die Grafik ist auch nicht richtig schlecht. So lange man
nicht zu nah an die Einheiten heranzoomt, sieht es gut aus. Die unterschiedlichen
Vegetationszonen sind sehr ansehnlich gestaltet, die grafischen Effekte wissen
zu gefallen und Sachen wie beispielsweise Wasserfälle, sind sehr ansehnlich.
Genauso kann die Weitsicht begeistern. Allerdings sind die Hardwareanforderungen
in keiner Weise für diese Optik gerechtfertigt. Selbst auf dem Testsystem kam
es mit minimalsten Details und geringster Sichtweite (schon nach wenigen Metern
wird alles in Nebel getaucht) zu sehr starken Frameeinbrüchen und stellenweise
hat man die 11fps dann deutlich bemerkt. Mit keiner Option konnte man da etwas
verbessern und ein Performancezuwachs war auch mit geringeren Details nicht
möglich. Die angegebenen Minimalanforderungen sind damit mit Vorsicht zu genießen
und eine CPU mit gut 2GHz wäre schon eine gute Voraussetzung.
Sound & Musik
Die Akustik des Spiels ist etwas durchwachsen. Die wenigen Musikstücke sind
nicht sonderlich abwechslungsreich und werden so manchem schon nach ein/ zwei
Missionen auf die Nerven gehen, weil die Missionen sich auch etwas hinziehen-
Stichwort langsame Geschwindigkeit. Die Sprachausgabe ist bis auf einige kleine
Aussetzer gar nicht mal so schlecht geworden und muss sich auf keinen Fall hinter
so manchen Big-Budget Produktionen der großen Firmen verstecken. Lediglich so
mancher Einheitenkommentar bringt einen auf die Palme. Die Übersetzung ist bis
auf einen groben Schnitzer auch sehr gelungen, warum aber die Meldung erscheint
"Eure Truppe ist X aufgestiegen", ist unerklärlich.
Meinung
Battle Mages gibt sich am Anfang störrisch. Das Tutorial ist sehr schlecht
und erst nach der Handbuchlektüre und viel Ausprobieren kommt man ins Spiel.
Doch dann macht es zunehmend mehr Spaß. Die Story kommt in Fahrt, die Landschaften
wechseln, die Einheiten steigen langsam auf und ein Strategiespiel mit minimalster
Basisverwaltung macht richtig viel Spaß, wenn da nicht auf Dauer noch einige
Bremsen wären. An die bockige Kamera hat man sich irgendwann gewöhnt, aber der
unausgewogene Schwierigkeitsgrad lässt einen schaudern. Da braucht man X Anläufe
für eine Mission und die nachfolgende spielt sich innerhalb kürzester Zeit.
Aber auch, dass man mal die Einheiten übernimmt und ein anderes Mal nur einige
wenige neue bekommt, ist ungünstig. Wie soll man da vorher wissen, ob man noch
Geld und Erfahrungspunkte investieren soll. Hat man kurz vor Missionsende noch
die Karte abgesucht und möglichst alle Einheiten im Elitestadium, so werden
einem diese grundlos in der nächsten Mission genommen. Die Quests hätten etwas
abwechslungsreicher ausfallen können und bei der Steuerung gibt es auch Nachholbedarf.
Der MP-Modus wären mit COOP deutlich spaßiger gewesen und hätte länger gefesselt
als 4 Maps ohne Optionen. Auch ein Editor hätte dem Spiel mehr Langzeitspielspaß
geboten, als in der vorliegenden Fassung. Wer eine Art Praetorians (vom Management)
mit Rollenspielelementen, Zaubersprüchen und einer Priese WarCraft sucht, der
sollte mal einen Blick riskieren und die Demo antesten. Mit etwas mehr Finetuning
wäre es ein Spitzenspiel geworden.
Geschrieben am 10.06.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
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