yiya.de / reviews
Walkthrus..
Interviews
Specials
Reviews von A-Z
A B C D E F G H I
J K L M N O P Q R
S T U V W X Y Z #

Bad Day L.A.
Baldurs Gate
Baldurs Gate 2
Baldurs Gate 2: TdB
Baldurs Gate: DA
Baldurs Gate: DA 2
Baldurs Gate: LdS
Ballance
Baphomets Fluch
Baphomets Fluch 4
Bards Tale, The
Batman Vengeance
Batman: Arkham Asylum
Battle Mages
Battle Mages: SoD
Battlefield 2
Battlefield 2: M. Comb.
Battlefield Vietnam
Battlestar Galactica
Beam Breakers
Besieger
Bet on Soldier
Beyond Divinity
Beyond Good & Evil
Bionic Commando
Bioshock
Bioshock 2
Black
Black & White 2
Black Buccaneer
Black Mirror
BlackSite
Blair Witch Vol.2
Blood Omen 2
Blue Dragon
Boiling Point
Bone Gold
Book of Unwritten Tales
Botanicula
Breath of Fire 4
Breath of Fire 5
Brigade E5
Brute Force
Brütal Legend
Buffy - Chaos Bleeds
Bugs B. auf Zeitreise
Böse Nachbarn 2
Battlestar Galactica  


Info
Autor 3+
 2.5
 1.5
 1.5
Gesamt (8 votes) 2+
 2.2
 1.5
 1.8
Name:Battlestar Galactica
Genre: Weltraum Action- Sim
Produkt: Vollversion
Release: 2003/12
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Warthog
Links: Rivival Site
Links: SciFi Site
Hardware: Xbox
System: Xbox
FFeedback: ja
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
Bemerkung: auch für PS2
USK: 12
Battlestar Galactica (review von nali_warcow)

Fernsehfreunde der 70er werden sich bestimmt noch an die recht kurze Science-Fiction Serie (34 Folgen) Battlestar Galactica (Kampfstern Galactica) erinnern. Erstaunlicherweise bislang nie groß versoftet, hat Vivendi Universal nun einen Actionshooter für die X-Box/PS2 auf den Markt gebracht. Die Programmierer, Warthog, kennt man u. a. schon von Mace Griffin - Bounty Hunter (siehe Review). Damit stellt sich mal wieder die Frage, ob mehr Lizenz oder mehr Spielspaß enthalten ist?

Es war einmal vor langer Zeit

Nein, nicht in einer weit entfernten Galaxis, sondern gut 40 Jahre vor den Ereignissen der TV Serie. Noch sind die Menschen nicht so stark dezimiert. Sie befinden sich aber schon im Kampf gegen die Zylonen. Diese Zylonen sind von Menschen geschaffene Kriegsmaschinen und zu dem Zweck entworfen worden, um Kriegskonflikte der Menschen untereinander zu begegnen und die Arbeiten zu erledigen, die kein Mensch machen wollte. Doch die Maschinen waren zu intelligent entworfen worden und erhoben sich schon bald gegen ihre Schöpfer. In einer Nacht verwüsteten sie die Heimat ihrer Herren und haben seitdem das unbeirrbare Ziel, ihre Schöpfer vollständig auszulöschen.

Im Spiel schlüpft der Spieler in die Rolle des Kadetten Adama und kämpft mit seinen Kameraden in kleinen wendigen Schlachtschiffen und an den Bordgeschützen des "Kampfstern Galactica" gegen Zylonen. In jeweils actiongeladenen Missionen müssen unterschiedliche Ziele erreicht und das Mutterschiff vor der Zerstörung bewahrt werden.

Die Story selber wird jeweils vor und nach den Missionen weitergesponnen, allerdings ist die Handlung nicht gerade überwältigend und recht vorhersehbar. Da die Zwischensequenzen auch überwiegend nur aus Flugsequenzen (Man sieht allerlei gerenderte Raumschiffe, aber so gut wie nie Personen) und Missionsanweisungen bestehen, handelt es sich für alle nicht Kampfstern Galactica-Fans um eine Ansammlung von knackigen Missionen.

Ballern bis die Rohre glühen

Der Tag fängt ja gut an. Mal wieder wird die Galactica von Jägern der Zylonen angegriffen. Also ab ins Schiff und auf in den Kampf. Die ersten Wellen der Jäger rauschen schon heran, während man noch mit der Konfiguration der Raketen beschäftigt ist. Doch die beiden Flügelmänner halten einem die ersten Gegner gut vom Hals. Die nächste Angriffswelle wird eingeloggt und ein Dreierkill hat den Angriff auf die Antriebssysteme des Kampfsterns abgewehrt. Nun in die andere Richtung. Hier sind die Angreifswellen schon in lauter kleine einzelne Schiffe auseinandergebrochen und ein wildes Gefecht tobt im Weltraum. Da dauert das Anvisieren und Einloggen mit den Raketen zu lange und die Laser erweisen sich als hilfreichere Version der Gegnerbeseitigung. Doch viel Zeit bleibt für diese Gegner auch nicht, weitere Wellen kommen aus allen Richtungen mit dem gemeinsamen Ziel: Hauptbrücke der Galactica. Die beiden Flügelmänner bekommen also am esten die Anweisung, sich um die Gegner und weniger um den Spieler zu kümmern und die Raketen werden schnell noch auf größeren Schaden umgestellt. Hier 3 Raketen und dort dann wieder einige Gegner beseitigen, zwischendurch die Energiereserven aufladen und dann kann es weitergehen. Nach einiger Zeit scheint die Situation dann auch unter Kontrolle und der Gegner zieht sich zurück, doch für die Piloten ist damit die Mission noch lange nicht erledigt. Nun gilt es, die Verfolgung der Feinde aufzunehmen und deren Basis zu lokalisieren und zu zerstören. Der Kampf wird also nach einer kurzen Zwischensequenz in einem Asteroidenhaufen fortgesetzt. Hier gilt es neben den Gegner, sich erst einmal um das Ausschalten der Satelliten zu kümmern, während man sekundär auch noch auf feindliche Jäger achten muss. Mit der später eintreffenden Verstärkung kann man sich dann um die Schildgeneratoren kümmern und erst danach geht es an das eigentliche Hauptziel. Die Schilde des Asteroiden sind zusammengebrochen und einige Punkte des großen Gesteinsbrockens können gesprengt werden, was wenig später darin resultiert, dass dieser instabil wird und explodiert. Ist die Flucht rechtzeitig mit Nachbrenner gelungen, dann kann das Pad aus der Hand gelegt und der Spielstand gesichert werden.

Ohne Umwege ins Spiel

Im Hauptmenü hat man wirklich nicht viel Auswahl. Nach der Pilotenerstellung, wo man leider nur sein Kürzel (drei Buchstaben), den Schwierigkeitsgrad und Vibration einstellen kann, gelangt man ins Spiel. In den Optionen kann man das Gamepad einstellen (mehrere Belegungen, Invertierung & Vibration), außerdem die Soundlautstärke verändern und sich freigeschaltete Extras und Zwischensequenzen ansehen. Neben dem ansonsten alleinstehenden Punkt "Mission beginnen", sollte man das Pilotenhandbuch in den Optionen in aller Ruhe anschauen. Im Spiel selber gibt es kein Tutorial und man wird gleich ins "kalte Wasser" geworfen. Wer dann am Ende der Mission nicht weiß, wie der Nachbrenner aktiviert wird, kann die Mission nicht überleben. Zusätzlich zur umfangreichen, aber insgesamt sehr eingängigen Steuerung, wird der Spieler mit einem knüppelharten Schwierigkeitsgrad konfrontiert. Daher sollten sich Gelegenheitsspieler und nicht Battlestar Galactica-Fans den Kauf schon jetzt zwei Mal überlegen. Einen Mehrspielermodus sucht man leider vergebens, was aufgrund der Einzelspielermissionen jedoch kein Problem gewesen wäre.

Action mal 14

In den nun folgenden 14 Missionen gilt es einen Sieg gegenüber den Zylonen zu erringen. Am Anfang jeder Mission gibt es ein schönes Renderfilmchen zu bestaunen, wo man Schwenks um Schiffe und kurze Kampfsequenzen sieht. Danach kommt dann immer noch eine Missionseinleitung, wo die anstehenden Aufgaben erklärt werden. Eine durchgehende Storyline ist zwar in groben Zügen vorhanden, geschieht jedoch überwiegend im Hinterkopf des Spielers. So werden die Menschen in eine Falle gelockt, was man auch kurz in einer Zwischensequenz bei den Zylonen mitbekommen hat, doch in der Zwischensequenz befindet man sich dann im nächsten Moment ohne Erklärung wieder im Raumschiff. Deutlich besser sind da die Missionen selber gelungen. Mal kämpft man im Weltraum vor einem sehr ansehnlichen und detaillierten Planeten und dann kurze Zeit später in einem Asteroidenfeld, in irgendwelchen Nebeln / Coronas, um Raumstationen, etc. Nicht immer ist man nur im Raumschiff (Es gibt vier Typen im Spiel und auch ein feindlicher Zylon darf geflogen werden), sondern ab und zu gilt es, mit den Geschütztürmen der Galactica bei einem Angriff auf eine Raumstation oder beim Flug durch den Hyperraum den Gegnern einzuheizen. Aber auch die Ziele in den Missionen unterscheiden sich. Nicht immer gilt es nur die Angriffswellen zu zerstören. Da müssen unterschiedliche Raumstationen ausgeschaltet werden, Geschütztürme zerstört werden, Truppentransporter davon abgehalten werden, die Galactica zu entern, es gilt Flughindernisse für das Mutterschiff zu beseitigen, gekaperte Schiffe lahm zu legen und viele andere Sachen mehr. Mitunter kommt so auch die ein oder andere Wendung in die Mission, was jedoch mitunter nicht nur überrascht, sondern einem zum Neustart der Mission zwingt, da das Spiel leider alles andere als leicht ist. Das hängt damit zusammen, dass es in den Missionen keine Checkpoints gibt. Spielt man also an einer Mission 1 Stunde und stirbt 2 Sekunden vor dem Erreichen des Ziels, so kann man alles erneut machen. Doch glücklicherweise benötigt man für die allermeisten Missionen im Spiel deutlich weniger Zeit, wenn man weiß, was man machen muss, woher die Gegner kommen und worauf zu achten ist. So sind etwa 10 Missionen in jeweils 5 bis 10 Minuten zu beenden, 3 in etwas 15 Minuten, womit lediglich der sehr lange und verdammt schwere Endkampf verbeleibt. Dennoch wäre es vielleicht nicht schlecht gewesen, zumindest nach den Zwischensequenzen einen Checkpoint zu setzen. Besonders bei der Mission, wo man die Basis der Zylonen infiltrieren und dann sprengen soll. Anfangs kommt man rein und muss sich hinter einige Schiffe klemmen und hinterherfliegen. Ein kleines blaues Schiff zeigt, wo man sein muss, damit man nicht auffällt (mit ausreichend Spielraum). Nach gut 5 bis 8 Minuten solcher Flugmanöver kommt es dann zum Kampf. Ärgerlich, wenn man dann kurz vor der Zerstörung der Station abgeschossen wird. Oder wenn nach einem 12 Minuten-Kampf ein Raumschiff deaktiviert werden muss, dieses aber erst mühselig gesucht werden muss und wenn man es aus Versehen im Kampf anpeilt und eine Rakete draufschickt und zerstört, dann neu anfangen muss, ist es mehr als ärgerlich.

Bei den Kämpfen im Spiel ist man nie allein, sondern wird von Flügelmännern und anderen freundlich gesinnten Begleitern unterstützt. Den Flügelmännern kann man im späteren Verlauf des Spiels auch Befehle geben. Zwar können die Flügelmänner Erfahrung sammeln und dadurch besser werden, allerdings schwankt ihr Können doch recht stark von Mission zu Mission, so wie auch der allgemeine Schwierigkeitsgrad vom Spiel. Einige Missionen sind recht einfach und bei anderen braucht man einige Anläufe. Mitunter sind auch die Ziele, trotz Radar und Markierung, nicht ganz klar und sofort erkennbar. Ebenfalls etwas problematisch erweisen sich Kämpfe in roten/orangen Nebeln, da die Zielerfassung bzw. Anzeige, wo der Gegner ist, in Rot gehalten ist.

Raumschiffe und Steuerung

Im Laufe des Spiel steuert der Spieler mehrere Varianten der Viper, ein Schiff der Zylonen und einen Bomber. Für alle diese Schiffe gibt es vier Cockpitansichten, wobei sich beim Testspielen die 3rd-Person-Ansicht als sehr brauchbar herausgestellt hat. Das HUD des Schiffes teilt sich in drei Bereiche auf. Unten Links befindet sich das Radar. Hier wird auf einer drehenden 2D Karte die räumliche Position der Gegner und Verbündeten in Bezug auf den Spieler angezeigt. Außerdem ist ersichtlich, ob das Ziel auf einen feuert. Genau in der Mitte des Schirms sind die wichtigsten Spielinformationen untergebracht. Zwischen zwei vertikalen Balken befindet sich das Zielkreuz des Schiffes. Dies ist von einem roten Kreis mit einem Pfeil umgeben, welcher in die Richtung des anvisierten Schiffes zeigt, in die man sich drehen muss, um den Gegner wieder anvisieren zu können. Um den Gegner im Flug besser treffen zu können, wird beim anvisierten Gegner zusätzliche eine kleine Zielscheibe angezeigt, die die Flugbahn vorberechnet. Neben dem Gegner wird mit einem kleinen blauen Balken seine Rumpfstärke angezeigt, bis das Schiff zerstört ist. Links daneben wird die Geschwindigkeit des Ziels angezeigt, "oben" die Entfernung zum Ziel und "rechts" die Geschwindigkeit des Spielers. In der unteren rechten Ecke befinden sich Informationen über den Schiffszustand. Hier wird die Energieladung (bis 100) und die Hüllenstärke (auch bis 100) angezeigt. Die Energie lädt sich selbstständig wieder auf und sobald sie wieder auf 100 ist, regeneriert sich auch wieder die Hüllenstärke. Wer also nur pausenlos kämpft, dessen Schiff wird sich nie "reparieren". Über diesen Infos wird noch die Anzahl der verfügbaren und maximal abfeuerbaren Raketen angezeigt. Jede Rakete verbaucht einen Teil der Energie und außerdem kann man je nach Konfiguration und Ausstattung unterschiedlich viele Raketen gleichzeitig abfeuern. Insgesamt hat man jedoch unendlich viele Raketen. Als kleines Goodie gibt es darüber noch einen "Serienzähler" an Abschüssen. Nach jedem Kill verbleiben einige Sekunden in denen man einen weiteren vollführen muss, wenn man diese Serie steigern will. Da in Battlestar die Killsl sehr schnell gehen (u. a. auch durch bis zu 6 Raketen gleichzeitig auf 6 Schiffe) kann man hier durchaus 40er Abschussserien hinlegen, was sich dann in der Abschlussstatistik der Mission besser macht. Wie schon beschrieben ist die Steuerung sehr umfangreich, doch schon nach kurzer Einarbeitung und dem Studium des Pilotenhandbuches kommt man recht gut damit klar. Mit dem linken Analogstick wird gesteuert (Das Fadenkreuz bleibt in der Mitte, Autoaim ist jedoch geringfügig vorhanden) und mit dem zweiten Stick kann die Ausrichtung verändert werden. Mit den beiden Schultertasten wird die Geschwindigkeit erhöht oder verringert, wobei eine doppelte Betätigung des Antriebs den Nachbrenner zündet. Die Ziele können mit der weißen bzw. schwarzen Taste durchgeschaltet werden, wobei die Y-Taste für die Anzeige bzw. Markierung der Primärziele wichtig ist. Wenn also im Spiel plötzlich die Meldung kommt "Transporter X abfangen", dann findet man diese mit der Taste. Die B-Taste ist mit drei Funktionen sehr umfangreich belegt. Durch einfaches und kurzes Antippen geht es ins Ausweichmanöver, zweimaliges Drücken passt die Geschwindigkeit dem Ziel an und wenn man die Taste gedrückt hält, dann kann man die Raketen konfigurieren (Geht alternativ auch im Menü, welches man über Start bekommt und das Spiel dann pausiert).

Bei den Raketen ergeben sich bei Battlestar Galactica einige interessante Möglichkeiten. Hier muss sich der Spieler zwischen Wirkungsradius und Wendigkeit entscheiden. Hohe Wendigkeit bedeutet kleiner Wirkungsradius, etc. Alternativ kann man sich in unterschiedlichen Stufen zwischen Geschwindigkeit und Stärke entscheiden. Bei kleinen wendigen Raumschiffen sollte die Rakete lieber treffen, als sich im All zu verirren, wohingegen ein starker aber langsamer Gegner nach ordentlich Sprengkraft ruft. Die Laser werden mit A und die Raketen mit X verschossen, wobei letztere in mehreren Modi abgeschossen werden können. Ein kurzer Druck und die Rakete fliegt einfach geradeaus, hält man die Taste gedrückt, dann werden die Gegner jeweils mit einem grünen Kreis versehen und können angepeilt werden. Ein jeweils blauer Kreis schließt sich um jeden erfassten Gegner. Nun muss man nur noch die Taste loslassen und die Raketen verfolgen das Ziel. So kann man bis zu sechs unterschiedliche bzw. sechs Raketen auf ein Ziel feuern. Insbesondere gegen dichtgedrängte Ansammlungen bringen 6 Raketen enorm viel. Über das Steuerkreuz kann man dann noch seine Flügelmänner befehligen (Angreifen, Ziel Schützen, Ausschwärmen und neu Gruppieren) oder etwas von der eigenen Energie abgeben. Wenn man an zwei Stellen im Spiel die Bordgeschütze der Galactica bedient, dann hat man es im Prinzip mit der gleichen Steuerung zu tun, mit etwas weniger Möglichkeiten, dafür kann man hier nun von einem Geschützturm zum nächsten wechseln.

Im Laufe des Spiels trifft man auf immer mehr und stärkere Gegner. Die Zylonen greifen überwiegend in kleinen Jagdfliegern an, die es in etlichen Ausführungen gibt und später in der Elite-Version mehrere Raketen vertragen können. Des weiteren gibt es auch Raumschiffe wie Bomber, Truppentransporter und Tanker, die es auf die Galactica abgesehen haben. Dazu kommen dann noch Raumstationenl.

Grafik

Grafisch ist das Spiel zwar nicht umwerfend, aber dennoch sehr gut und stimmig. Die Raumschiffe wirken recht überzeugend und auch bei mehr als 30 Schiffen auf dem Schirm bleibt die Framerate deutlich im spielbaren Bereich. Da kracht es an allen Ecken und Enden, Raketen und Laserstrahlen zischen durch das All und man hat nur noch 10 Punkte Hüllenpanzerung, da kann man das ein oder andere Mal das Ableben des eigenen Piloten bewundern. Bewundern kann man auch die sehr schönen Kampfhintergründe, wobei Planeten hier besonders positiv und detailliert auffallen. Die Auflösung der Videos hätte qualitativ etwas besser sein können.

Sound

Soundtechnisch ist das Spiel recht überzeugend. Die Roboterstimmen klingen sehr passend, durch viele Funksprüche in den Missionen wird das Geschehen bestens untermalt und die deutsche Synchro ist auch nicht als Atmosphärekiller aufgefallen. Wer die vorhanden Originalversion spielt, darf einige Stimmen der Originalbesetzung bewundern (Richard Hatch, Dirk Benedict). Um den passenden Sound kümmert sich der eingespielte Originalsoundtrack der Serie. So bekommt man das bekannte Galactica Thema von Stu Philips zu Gehör.

Meinung

Mir hat das Spiel viel Spaß gemacht, trotz der Mängel. Gerne hätte ich jedoch einen COOP-Modus, damit hätte man es auch leichter gehabt, die Frustmomente zu übersehen, wenn man mal wieder kurz vor Missionsende abgeschossen wurde. So muss ich mich auf die nächste Mission freuen, die alle sehr abwechslungsreich geraten sind. Mal eine Station angreifen, in einem Asteroidenfeld kämpfen und wenig später mit den Geschützen der Galactica die Gegner zu Schrott verarbeiten- da kommt Freude auf. Auch wenn die Steuerung recht komplex ist, so ist sie dennoch recht durchdacht auf das Pad übertragen worden (Wenn ich da an Spiele wie Wing Commander oder X-Wing denke, wo fast alle Tasten der Tastatur belegt waren). Leider fehlt jedoch ein ordentlicher Einstieg. Sich das alles aus dem Handbuch zu erarbeiten macht nicht viel Spaß. Die Story ist für meinen Geschmack bei einer TV-Versoftung zu schwach geraten, da hätte man mehr machen können, als hauptsächlich Rendersequenzen von Raumschiffen zu zeigen. Bei Battlestar Galactica handelt es sich sicherlich nicht um einen 60€ Pflichttitel, aber für den inzwischen reduzierten Preis (ca. 30 €) bekommt man ein klasse Ballerspielchen im Weltraum, das einen für einige Abende gut unterhalten kann, wenn man nicht zu schnell das Handtuch wirft, weil keine Checkpoints vorhanden sind.


Geschrieben am 16.05.2004, Testkonfiguration: Xbox
 



15 Leser bewerteten diesen Artikel im Durchschnitt als: Gut (4.3 von 5 Punkten)
Ihre Bewertung dieses Artikels:
Bitte hier nur auf den Artikel selbst eingehen (nicht auf das Thema oder ggf. die Autorenwertung). Anmerkungen zu Thema/Artikel oder eine Ansprache des Autors sind im Besprechungs-Board unseres Forums möglich.

Druckversion | Seitenanfang © Copyright bei nali_warcow, Nutzungsrechte bei yiya.de / walkthru.de