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Battlestar Galactica
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
 |   | | 2.5 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.5 |
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| Gesamt (8 votes) | | 2+ |
 |   | | 2.2 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.8 |
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| Name: | Battlestar Galactica |
| Genre: | Weltraum Action- Sim |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/12 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Entwickler: | Warthog |
| Links: | Rivival Site |
| Links: | SciFi Site |
| Hardware: | Xbox |
| System: | Xbox |
| FFeedback: | ja |
| Sprache: | Multilingual |
| zensiert: | nein |
| Bemerkung: | auch für PS2 |
| USK: | 12 |
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Fernsehfreunde der 70er werden sich bestimmt noch an die recht kurze Science-Fiction
Serie (34 Folgen) Battlestar Galactica (Kampfstern Galactica) erinnern. Erstaunlicherweise
bislang nie groß versoftet, hat Vivendi Universal nun einen Actionshooter für
die X-Box/PS2 auf den Markt gebracht. Die Programmierer, Warthog, kennt man
u. a. schon von Mace Griffin - Bounty Hunter (siehe Review).
Damit stellt sich mal wieder die Frage, ob mehr Lizenz oder mehr Spielspaß enthalten
ist?
Es war einmal vor langer Zeit
Nein, nicht in einer weit entfernten Galaxis, sondern gut 40 Jahre vor den
Ereignissen der TV Serie. Noch sind die Menschen nicht so stark dezimiert. Sie
befinden sich aber schon im Kampf gegen die Zylonen. Diese Zylonen sind von
Menschen geschaffene Kriegsmaschinen und zu dem Zweck entworfen worden, um Kriegskonflikte
der Menschen untereinander zu begegnen und die Arbeiten zu erledigen, die kein
Mensch machen wollte. Doch die Maschinen waren zu intelligent entworfen worden
und erhoben sich schon bald gegen ihre Schöpfer. In einer Nacht verwüsteten
sie die Heimat ihrer Herren und haben seitdem das unbeirrbare Ziel, ihre Schöpfer
vollständig auszulöschen.
Im Spiel schlüpft der Spieler in die Rolle des Kadetten Adama und kämpft mit
seinen Kameraden in kleinen wendigen Schlachtschiffen und an den Bordgeschützen
des "Kampfstern Galactica" gegen Zylonen. In jeweils actiongeladenen
Missionen müssen unterschiedliche Ziele erreicht und das Mutterschiff vor der
Zerstörung bewahrt werden.
Die Story selber wird jeweils vor und nach den Missionen weitergesponnen, allerdings
ist die Handlung nicht gerade überwältigend und recht vorhersehbar. Da die Zwischensequenzen
auch überwiegend nur aus Flugsequenzen (Man sieht allerlei gerenderte Raumschiffe,
aber so gut wie nie Personen) und Missionsanweisungen bestehen, handelt es sich
für alle nicht Kampfstern Galactica-Fans um eine Ansammlung von knackigen Missionen.
Ballern bis die Rohre glühen
Der Tag fängt ja gut an. Mal wieder wird die Galactica von Jägern der Zylonen
angegriffen. Also ab ins Schiff und auf in den Kampf. Die ersten Wellen der
Jäger rauschen schon heran, während man noch mit der Konfiguration der Raketen
beschäftigt ist. Doch die beiden Flügelmänner halten einem die ersten Gegner
gut vom Hals. Die nächste Angriffswelle wird eingeloggt und ein Dreierkill hat
den Angriff auf die Antriebssysteme des Kampfsterns abgewehrt. Nun in die andere
Richtung. Hier sind die Angreifswellen schon in lauter kleine einzelne Schiffe
auseinandergebrochen und ein wildes Gefecht tobt im Weltraum. Da dauert das
Anvisieren und Einloggen mit den Raketen zu lange und die Laser erweisen sich
als hilfreichere Version der Gegnerbeseitigung. Doch viel Zeit bleibt für diese
Gegner auch nicht, weitere Wellen kommen aus allen Richtungen mit dem gemeinsamen
Ziel: Hauptbrücke der Galactica. Die beiden Flügelmänner bekommen also am esten
die Anweisung, sich um die Gegner und weniger um den Spieler zu kümmern und
die Raketen werden schnell noch auf größeren Schaden umgestellt. Hier 3 Raketen
und dort dann wieder einige Gegner beseitigen, zwischendurch die Energiereserven
aufladen und dann kann es weitergehen. Nach einiger Zeit scheint die Situation
dann auch unter Kontrolle und der Gegner zieht sich zurück, doch für die Piloten
ist damit die Mission noch lange nicht erledigt. Nun gilt es, die Verfolgung
der Feinde aufzunehmen und deren Basis zu lokalisieren und zu zerstören. Der
Kampf wird also nach einer kurzen Zwischensequenz in einem Asteroidenhaufen
fortgesetzt. Hier gilt es neben den Gegner, sich erst einmal um das Ausschalten
der Satelliten zu kümmern, während man sekundär auch noch auf feindliche Jäger
achten muss. Mit der später eintreffenden Verstärkung kann man sich dann um
die Schildgeneratoren kümmern und erst danach geht es an das eigentliche Hauptziel.
Die Schilde des Asteroiden sind zusammengebrochen und einige Punkte des großen
Gesteinsbrockens können gesprengt werden, was wenig später darin resultiert,
dass dieser instabil wird und explodiert. Ist die Flucht rechtzeitig mit Nachbrenner
gelungen, dann kann das Pad aus der Hand gelegt und der Spielstand gesichert
werden.
Ohne Umwege ins Spiel
Im Hauptmenü hat man wirklich nicht viel Auswahl. Nach der Pilotenerstellung,
wo man leider nur sein Kürzel (drei Buchstaben), den Schwierigkeitsgrad und
Vibration einstellen kann, gelangt man ins Spiel. In den Optionen kann man das
Gamepad einstellen (mehrere Belegungen, Invertierung & Vibration), außerdem
die Soundlautstärke verändern und sich freigeschaltete Extras und Zwischensequenzen
ansehen. Neben dem ansonsten alleinstehenden Punkt "Mission beginnen", sollte
man das Pilotenhandbuch in den Optionen in aller Ruhe anschauen. Im Spiel selber
gibt es kein Tutorial und man wird gleich ins "kalte Wasser" geworfen. Wer dann
am Ende der Mission nicht weiß, wie der Nachbrenner aktiviert wird, kann die
Mission nicht überleben. Zusätzlich zur umfangreichen, aber insgesamt sehr eingängigen
Steuerung, wird der Spieler mit einem knüppelharten Schwierigkeitsgrad konfrontiert.
Daher sollten sich Gelegenheitsspieler und nicht Battlestar Galactica-Fans den
Kauf schon jetzt zwei Mal überlegen. Einen Mehrspielermodus sucht man leider
vergebens, was aufgrund der Einzelspielermissionen jedoch kein Problem gewesen
wäre.
Action mal 14
In den nun folgenden 14 Missionen gilt es einen Sieg gegenüber den Zylonen
zu erringen. Am Anfang jeder Mission gibt es ein schönes Renderfilmchen zu bestaunen,
wo man Schwenks um Schiffe und kurze Kampfsequenzen sieht. Danach kommt dann
immer noch eine Missionseinleitung, wo die anstehenden Aufgaben erklärt
werden. Eine durchgehende Storyline ist zwar in groben Zügen vorhanden, geschieht
jedoch überwiegend im Hinterkopf des Spielers. So werden die Menschen in eine
Falle gelockt, was man auch kurz in einer Zwischensequenz bei den Zylonen mitbekommen
hat, doch in der Zwischensequenz befindet man sich dann im nächsten Moment ohne
Erklärung wieder im Raumschiff. Deutlich besser sind da die Missionen selber
gelungen. Mal kämpft man im Weltraum vor einem sehr ansehnlichen und detaillierten
Planeten und dann kurze Zeit später in einem Asteroidenfeld, in irgendwelchen
Nebeln / Coronas, um Raumstationen, etc. Nicht immer ist man nur im Raumschiff
(Es gibt vier Typen im Spiel und auch ein feindlicher Zylon darf geflogen werden),
sondern ab und zu gilt es, mit den Geschütztürmen der Galactica bei einem Angriff
auf eine Raumstation oder beim Flug durch den Hyperraum den Gegnern einzuheizen.
Aber auch die Ziele in den Missionen unterscheiden sich. Nicht immer gilt es
nur die Angriffswellen zu zerstören. Da müssen unterschiedliche Raumstationen
ausgeschaltet werden, Geschütztürme zerstört werden, Truppentransporter davon
abgehalten werden, die Galactica zu entern, es gilt Flughindernisse für das
Mutterschiff zu beseitigen, gekaperte Schiffe lahm zu legen und viele andere
Sachen mehr. Mitunter kommt so auch die ein oder andere Wendung in die Mission,
was jedoch mitunter nicht nur überrascht, sondern einem zum Neustart der Mission
zwingt, da das Spiel leider alles andere als leicht ist. Das hängt damit zusammen,
dass es in den Missionen keine Checkpoints gibt. Spielt man also an einer Mission
1 Stunde und stirbt 2 Sekunden vor dem Erreichen des Ziels, so kann man alles
erneut machen. Doch glücklicherweise benötigt man für die allermeisten Missionen
im Spiel deutlich weniger Zeit, wenn man weiß, was man machen muss, woher die
Gegner kommen und worauf zu achten ist. So sind etwa 10 Missionen in jeweils
5 bis 10 Minuten zu beenden, 3 in etwas 15 Minuten, womit lediglich der sehr
lange und verdammt schwere Endkampf verbeleibt. Dennoch wäre es vielleicht nicht
schlecht gewesen, zumindest nach den Zwischensequenzen einen Checkpoint zu setzen.
Besonders bei der Mission, wo man die Basis der Zylonen infiltrieren und dann
sprengen soll. Anfangs kommt man rein und muss sich hinter einige Schiffe klemmen
und hinterherfliegen. Ein kleines blaues Schiff zeigt, wo man sein muss, damit
man nicht auffällt (mit ausreichend Spielraum). Nach gut 5 bis 8 Minuten solcher
Flugmanöver kommt es dann zum Kampf. Ärgerlich, wenn man dann kurz vor der Zerstörung
der Station abgeschossen wird. Oder wenn nach einem 12 Minuten-Kampf ein Raumschiff
deaktiviert werden muss, dieses aber erst mühselig gesucht werden muss und wenn
man es aus Versehen im Kampf anpeilt und eine Rakete draufschickt und zerstört,
dann neu anfangen muss, ist es mehr als ärgerlich.
Bei den Kämpfen im Spiel ist man nie allein, sondern wird von Flügelmännern
und anderen freundlich gesinnten Begleitern unterstützt. Den Flügelmännern kann
man im späteren Verlauf des Spiels auch Befehle geben. Zwar können die Flügelmänner
Erfahrung sammeln und dadurch besser werden, allerdings schwankt ihr Können
doch recht stark von Mission zu Mission, so wie auch der allgemeine Schwierigkeitsgrad
vom Spiel. Einige Missionen sind recht einfach und bei anderen braucht man einige
Anläufe. Mitunter sind auch die Ziele, trotz Radar und Markierung, nicht ganz
klar und sofort erkennbar. Ebenfalls etwas problematisch erweisen sich Kämpfe
in roten/orangen Nebeln, da die Zielerfassung bzw. Anzeige, wo der Gegner ist,
in Rot gehalten ist.
Raumschiffe und Steuerung
Im Laufe des Spiel steuert der Spieler mehrere Varianten der Viper, ein Schiff
der Zylonen und einen Bomber. Für alle diese Schiffe gibt es vier Cockpitansichten,
wobei sich beim Testspielen die 3rd-Person-Ansicht als sehr brauchbar herausgestellt
hat. Das HUD des Schiffes teilt sich in drei Bereiche auf. Unten Links befindet
sich das Radar. Hier wird auf einer drehenden 2D Karte die räumliche Position
der Gegner und Verbündeten in Bezug auf den Spieler angezeigt. Außerdem ist
ersichtlich, ob das Ziel auf einen feuert. Genau in der Mitte des Schirms sind
die wichtigsten Spielinformationen untergebracht. Zwischen zwei vertikalen Balken
befindet sich das Zielkreuz des Schiffes. Dies ist von einem roten Kreis mit
einem Pfeil umgeben, welcher in die Richtung des anvisierten Schiffes zeigt,
in die man sich drehen muss, um den Gegner wieder anvisieren zu können. Um den
Gegner im Flug besser treffen zu können, wird beim anvisierten Gegner zusätzliche
eine kleine Zielscheibe angezeigt, die die Flugbahn vorberechnet. Neben dem
Gegner wird mit einem kleinen blauen Balken seine Rumpfstärke angezeigt, bis
das Schiff zerstört ist. Links daneben wird die Geschwindigkeit des Ziels angezeigt,
"oben" die Entfernung zum Ziel und "rechts" die Geschwindigkeit des Spielers.
In der unteren rechten Ecke befinden sich Informationen über den Schiffszustand.
Hier wird die Energieladung (bis 100) und die Hüllenstärke (auch bis 100) angezeigt.
Die Energie lädt sich selbstständig wieder auf und sobald sie wieder auf 100
ist, regeneriert sich auch wieder die Hüllenstärke. Wer also nur pausenlos kämpft,
dessen Schiff wird sich nie "reparieren". Über diesen Infos wird noch die Anzahl
der verfügbaren und maximal abfeuerbaren Raketen angezeigt. Jede Rakete verbaucht
einen Teil der Energie und außerdem kann man je nach Konfiguration und Ausstattung
unterschiedlich viele Raketen gleichzeitig abfeuern. Insgesamt hat man jedoch
unendlich viele Raketen. Als kleines Goodie gibt es darüber noch einen "Serienzähler"
an Abschüssen. Nach jedem Kill verbleiben einige Sekunden in denen man einen
weiteren vollführen muss, wenn man diese Serie steigern will. Da in Battlestar
die Killsl sehr schnell gehen (u. a. auch durch bis zu 6 Raketen gleichzeitig
auf 6 Schiffe) kann man hier durchaus 40er Abschussserien hinlegen, was sich
dann in der Abschlussstatistik der Mission besser macht. Wie schon beschrieben
ist die Steuerung sehr umfangreich, doch schon nach kurzer Einarbeitung und
dem Studium des Pilotenhandbuches kommt man recht gut damit klar. Mit dem linken
Analogstick wird gesteuert (Das Fadenkreuz bleibt in der Mitte, Autoaim ist
jedoch geringfügig vorhanden) und mit dem zweiten Stick kann die Ausrichtung
verändert werden. Mit den beiden Schultertasten wird die Geschwindigkeit erhöht
oder verringert, wobei eine doppelte Betätigung des Antriebs den Nachbrenner
zündet. Die Ziele können mit der weißen bzw. schwarzen Taste durchgeschaltet
werden, wobei die Y-Taste für die Anzeige bzw. Markierung der Primärziele wichtig
ist. Wenn also im Spiel plötzlich die Meldung kommt "Transporter X abfangen",
dann findet man diese mit der Taste. Die B-Taste ist mit drei Funktionen sehr
umfangreich belegt. Durch einfaches und kurzes Antippen geht es ins Ausweichmanöver,
zweimaliges Drücken passt die Geschwindigkeit dem Ziel an und wenn man die Taste
gedrückt hält, dann kann man die Raketen konfigurieren (Geht alternativ auch
im Menü, welches man über Start bekommt und das Spiel dann pausiert).
Bei den Raketen ergeben sich bei Battlestar Galactica einige interessante Möglichkeiten.
Hier muss sich der Spieler zwischen Wirkungsradius und Wendigkeit entscheiden.
Hohe Wendigkeit bedeutet kleiner Wirkungsradius, etc. Alternativ kann man sich
in unterschiedlichen Stufen zwischen Geschwindigkeit und Stärke entscheiden.
Bei kleinen wendigen Raumschiffen sollte die Rakete lieber treffen, als sich
im All zu verirren, wohingegen ein starker aber langsamer Gegner nach ordentlich
Sprengkraft ruft. Die Laser werden mit A und die Raketen mit X verschossen,
wobei letztere in mehreren Modi abgeschossen werden können. Ein kurzer Druck
und die Rakete fliegt einfach geradeaus, hält man die Taste gedrückt, dann werden
die Gegner jeweils mit einem grünen Kreis versehen und können angepeilt werden.
Ein jeweils blauer Kreis schließt sich um jeden erfassten Gegner. Nun muss man
nur noch die Taste loslassen und die Raketen verfolgen das Ziel. So kann man
bis zu sechs unterschiedliche bzw. sechs Raketen auf ein Ziel feuern. Insbesondere
gegen dichtgedrängte Ansammlungen bringen 6 Raketen enorm viel. Über das Steuerkreuz
kann man dann noch seine Flügelmänner befehligen (Angreifen, Ziel Schützen,
Ausschwärmen und neu Gruppieren) oder etwas von der eigenen Energie abgeben.
Wenn man an zwei Stellen im Spiel die Bordgeschütze der Galactica bedient, dann
hat man es im Prinzip mit der gleichen Steuerung zu tun, mit etwas weniger Möglichkeiten,
dafür kann man hier nun von einem Geschützturm zum nächsten wechseln.
Im Laufe des Spiels trifft man auf immer mehr und stärkere Gegner. Die Zylonen
greifen überwiegend in kleinen Jagdfliegern an, die es in etlichen Ausführungen
gibt und später in der Elite-Version mehrere Raketen vertragen können. Des weiteren
gibt es auch Raumschiffe wie Bomber, Truppentransporter und Tanker, die es auf
die Galactica abgesehen haben. Dazu kommen dann noch Raumstationenl.
Grafik
Grafisch ist das Spiel zwar nicht umwerfend, aber dennoch sehr gut und stimmig.
Die Raumschiffe wirken recht überzeugend und auch bei mehr als 30 Schiffen auf
dem Schirm bleibt die Framerate deutlich im spielbaren Bereich. Da kracht es
an allen Ecken und Enden, Raketen und Laserstrahlen zischen durch das All und
man hat nur noch 10 Punkte Hüllenpanzerung, da kann man das ein oder andere
Mal das Ableben des eigenen Piloten bewundern. Bewundern kann man auch die sehr
schönen Kampfhintergründe, wobei Planeten hier besonders positiv und detailliert
auffallen. Die Auflösung der Videos hätte qualitativ etwas besser sein können.
Sound
Soundtechnisch ist das Spiel recht überzeugend. Die Roboterstimmen klingen
sehr passend, durch viele Funksprüche in den Missionen wird das Geschehen bestens
untermalt und die deutsche Synchro ist auch nicht als Atmosphärekiller aufgefallen.
Wer die vorhanden Originalversion spielt, darf einige Stimmen der Originalbesetzung
bewundern (Richard Hatch, Dirk Benedict). Um den passenden Sound kümmert sich
der eingespielte Originalsoundtrack der Serie. So bekommt man das bekannte Galactica
Thema von Stu Philips zu
Gehör.
Meinung
Mir hat das Spiel viel Spaß gemacht, trotz der Mängel. Gerne hätte ich jedoch
einen COOP-Modus, damit hätte man es auch leichter gehabt, die Frustmomente
zu übersehen, wenn man mal wieder kurz vor Missionsende abgeschossen wurde.
So muss ich mich auf die nächste Mission freuen, die alle sehr abwechslungsreich
geraten sind. Mal eine Station angreifen, in einem Asteroidenfeld kämpfen und
wenig später mit den Geschützen der Galactica die Gegner zu Schrott verarbeiten-
da kommt Freude auf. Auch wenn die Steuerung recht komplex ist, so ist sie dennoch
recht durchdacht auf das Pad übertragen worden (Wenn ich da an Spiele wie Wing
Commander oder X-Wing denke, wo fast alle Tasten der Tastatur belegt waren).
Leider fehlt jedoch ein ordentlicher Einstieg. Sich das alles aus dem Handbuch
zu erarbeiten macht nicht viel Spaß. Die Story ist für meinen Geschmack bei
einer TV-Versoftung zu schwach geraten, da hätte man mehr machen können, als
hauptsächlich Rendersequenzen von Raumschiffen zu zeigen. Bei Battlestar
Galactica handelt es sich sicherlich nicht um einen 60€ Pflichttitel, aber für
den inzwischen reduzierten Preis (ca. 30 €) bekommt man ein klasse Ballerspielchen
im Weltraum, das einen für einige Abende gut unterhalten kann, wenn man nicht
zu schnell das Handtuch wirft, weil keine Checkpoints vorhanden sind.
Geschrieben am 16.05.2004, Testkonfiguration: Xbox
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