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Besieger
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| Name: | Besieger |
| Genre: | Echtzeitstrategie |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2004/07 |
| Publisher: | Dreamcatcher |
| Entwickler: | Primal |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Hardware: | 1Ghz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 1100 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | nein |
| USK: | 12 |
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Bei den Echtzeitstrategiespielen gibt es allerlei unterschiedliche Spieltypen. In manchen
Games läuft man nur mit Einheiten durch die Landschaft und muss sich um den Basisbau gar nicht
kümmern (z. B. Sudden Strike/ Panzers/ S.W.I.N.E
), andere Spiele setzen auf den Bau von großen Basen und vielen Einheiten (Age of Emipres/ Mythology,
Rise of Nations) oder aber man bekommt
Rollenspielaspekte und Charakterentwicklung ins Spiel (z. B. Battle
Mages). Mit Besieger hat Primal Software (The
I of the Dragon) versucht ein "Best of" von WarCraft, Age und Stronghold in einem Spiel
zu vereinen. Dazu modern verpackt mit einer ansehnlichen 3D Grafik.
Mit einem für ein Echtzeitstrategiespiel sehr knappen 10-Seiten schwarzweiß Handbuch
werden die allerwichtigsten Grundlagen, Einheiten und Tastenkommandos aufgelistet, eine umfangreiche
Beschreibung ist jedoch nicht vorhanden, auch nicht als PDF auf der CD. Beim Testen traten keinerlei
Probleme durch irgendwelche Kopierschutzmechanismen auf.
Die Frau war es…
Eigentlich ist das Leben in Kimmeria sehr angenehm und ohne Gefahren. Die Herrscher des Landes
sind gerecht und alles wäre wunderbar. Doch Konin zieht aus, um das Schwert einer alten Legende
zu finden, welches in irgendeiner Höhle versteckt sein soll. Genau diesen Zeitpunkt nutzt seine
Schwester Mara schamlos aus und setzt ihren üblen Plan in die Tat um. Durch Opfergaben an dämonische
Götter bringt sie Chaos und Leid über die Bevölkerung und läßt Konin und seine Begleiter für
Tod erklären. Wikingern, die nicht unweit leben, haben von der plötzlichen Machtübernahme etwas
mitbekommen und machen sich daran, ihre Region zu sichern. Gleichzeitig wird Barmalay ausgeschickt
eine ähnliche mystische Waffe wie Konin zu finden, einen alten Hammer. Doch Mara schlägt
schnell und geschickt zu. Die Armee der Wikinger und fast alle Dörfer werden verbrannt und auch
das Luftschiff von Barmalay wird abgeschossen. Gestrandet nur mit einigen wenigen Leuten tief
im Land der Kimmerier ist Barmalay nun auf sich allein gestellt. Im Lauf der Kampagne erlebt
der Spieler die Handlung aus der Sicht der Wikinger (und später kurz aus der von Konin), wie
diese durch das Land ziehen und mit allerlei Gefahren und Gegnern konfrontiert werden. Allerdings
kommt die Präsentation der Story, trotz viele Zwischensequenzen, nicht an Meisterwerke wie WarCraft 3
oder ein Age of Mythology heran. Es gibt wenig Überraschungen und es entstehen stellenweise
"Brüche" von Mission zu Mission, da die Übergänge stellenweise doch für den Spieler wenig nachvollziehbar
sind. Insbesondere das Ende ist dann doch sehr abrupt geraten.
Das Übliche eben
Vom abgestürzten Luftschiff aus machen sich die Wikinger auf und erkunden die Gegend. Die
kleine Truppe zieht durch die grüne Landschaft und trifft dabei den ein oder anderen Oger, der
jedoch glücklicherweise allein noch keine Gefahr darstellt. Nach einiger Zeit ist ein Dorf zu
sehen, was überfallen wird. Da muss man natürlich helfen, was die Arbeiter auch sehr wohlwollend
aufnehmen. Doch sie haben gleich noch mehr Aufgaben für die kampfeslustigen Wikinger. Einige
Kumpels sind von den Oger verschleppt worden und werden in einem nahen Lager gefangen gehalten.
Dorthin geht es also als nächstes. Mit der nun etwas größeren Streitmacht ist auch diese Aufgabe
recht schnell erledigt und es folgt eine Beratung im Dorf. Da man den wohl bald bevorstehenden
Angriff mit so einer kleinen Truppe sicherlich nicht gewinnen kann, gilt es nun, sich um die
Verteidigung zu kümmern. Einige Arbeiter bauen neue Wohnhäuser, aus denen dann auch bald Verstärkung
in Form von willigen Arbeitskräften erwachsen. Dazu kommt noch ein Sägewerk, um die Holzproduktion
zu steigern. Ein Teil der Leute fällt keine Bäume, sondern baut Steine ab und es wird eine Kaserne
gebaut. Hat man genügend Arbeiter und Rohstoffe, so kann man die ersten Arbeiter in die Kaserne
schicken, damit sie als Krieger ausgebildet kurze Zeit später zur Verfügung stehen. Nun
kann der Gegner kommen, was auch nicht mehr lange dauern wird. Doch Dank der vielen Streitkräfte
und Fernkämpfer ist der Angriff rechtzeitig zurückgeschlagen und man kann nun zum Gegenschlag
ausholen und alle Oger auf dem Weg zur Höhle beseitigen. Hier geht es nun in der nächsten Mission
unterirdisch in einer kleinen reinen Kampfmission weiter.
Basisbau und Kampf
Damit man genügend Männer für den Kampf hat, muss eine entsprechend große Siedlung mir Arbeitskräften
vorhanden sein. In den meisten Fällen startet man mit einer recht beschaulichen Anzahl an Einheiten.
Ganz wichtig, damit die Population steigt, sind Häuser. Bis zu fünf (in einer Mission sechs)
kann man errichten. In der Ausbaustufe 1 bietet jedes davon Platz für fünf Leute. Sollte
man nun mehr Kapazitäten als Leute haben, so beginnen die im Haus befindlichen Frauen selbstständig
mit der "Nachproduktion". Im weiteren Verlauf kann man jedes Haus auch noch zweimal
Updaten, so dass man je Haus +15 Einwohner vertragen kann. Die Häuser dienen jedoch nicht nur
zum Wohnen, dort können auch die Rohstoffe Holz, Erz und Stein gelagert werden. Allerdings ist
es besser man baut eine entsprechendes Gebäude (Sägewerk, Steinbruch, etc.), da dort die "Ausbeute"
aus den Rohstoffen größer ist. Gleichzeitig sind diese Gebäude Grundvorrausetzung für weitere
Gebäude und Updates. Erst mit einem Sägewerk kann man ein Haus updaten und kann so die Produktion
beschleunigen oder Einheiten verbessern. Die Gebäude können alle vor dem Bau gedreht werden
und man sollte auf die entsprechenden Ein- und Ausgänge achten, damit die Wege kurz gehalten
werden. Es lassen sich auch Sammelpunkte setzen, so dass sich neue Arbeiter und Einheiten automatisch
an einen bestimmten Punkt auf der Karte bewegen. Jedoch fangen die Arbeiter beispielsweise nicht
an als Holzfäller tätig zu werden, wenn man den Sammelpunkt auf einen Baum setzt und Einheiten
schließen sich auch keiner Gruppe ab. Damit man Einheiten ausbilden kann benötigt man entsprechende
Gebäude, wie Kaserne, Bogenschießanlage, Speerwerfer und Belagerungswaffenwerkstatt. Jedes Gebäude
kann nur einen Einheitentyp ausbilden. Im Gegensatz zu anderen Spielen muss man Arbeiter in
das Gebäude schicken, die dann entsprechend "umgeschult" werden (ähnlich dem Prinzip in Battle
Realms, allerdings kann man keine Einheiten mehrfach ausbilden). Das bedeutet, man braucht überschüssige
Arbeiter, die man dann für einen kleinen Betrag an Rohstoffen entsprechend ausbildet. Außerdem
gibt es noch die Möglichkeit Luftschiffe, die aussehen aus wie fliegende Segelschiffe, zu bauen.
Hier gibt es Kampfvarianten und Truppentransporter. Zur Absicherung des Dorfes kann man Mauern
aus Holz oder Stein errichten lassen. Die Mauerstücke können auch verbessert werden bzw. Türme
(auch Updatefähig) können nachträglich eingebaut oder auch einzeln platziert werden. Der Kampf
läuft so ab, wie man es aus vielen anderen Games kennt. Einheiten markieren, gruppieren, Formationen
wählen und angreifen. Die beiden spielbaren Parteien (Kimmerier und Wikinger) unterscheiden
sich dabei überwiegend nur grafisch. Für jede Einheit gibt es entsprechende Gegenstücke. Jedoch
nicht in allen Games vorhanden ist das Erfahrungspunktesystem von Besieger. Für jeden Kill gibt
es Erfahrungspunkte und so verbessern sich die Einheiten im Laufe der Zeit (mehr Schaden, etc.)
Drama in 15 Kapiteln
Nach einem optionalen Tutorial, welches einem zwar recht genau - aber auch zäh und mit reinen
Textpassagen - ins Spiel einführt, kann man sich an die Einzelspielerkampagne machen. In 15
Missionen gilt es sich durch das Land zu kämpfen, neue Verbündete zu finden und Marah zu beseitigen.
Die Missionen sind zwar recht unterschiedlich, allerdings gibt es nur zwei grobe Typen. Entweder
man zieht nur mit einer begrenzten Anzahl an Einheiten durch die Landschaft, was überwiegend
in den recht kurzen "unterirdischen" Missionen der Fall ist. Da gilt es eine von Spinnen und
anderem Getier verseuchte Höhle zu durchqueren, jemanden zu eskortieren oder ein altes Schwert
zu finden. Verlaufen kann man sich dabei nicht, da Sackgassen mehr als deutlich sichtbar sind.
Für Zwischendurch eine nette Abwechselung und gut zum Sammeln der Erfahrungspunkte, da man bedingt
auch Einheiten von Mission zu Mission übernimmt. Aber auch an der Oberfläche gibt es einige
reine Kampfkarten. Hier soll man beispielsweise mit einer Luftschiffflotte einen Canyon durchqueren,
Verbündete finden und alle Gegner vernichten oder aber eine Siedlung eines Verbündeten mit der
Luftstreitmacht verteidigen. Ansonsten startet man mit einigen Einheiten, kämpft sich durch
die Landschaft, findet eventuell Verstärkung in Form, wie z.B. Oscar der Oger, und dann bekommt
man irgendwann eine Basis, die man absichern soll und später gilt es den Gegner zu beseitigen.
Ab etwa der achten Mission wechselt die Perspektive und man steuert nun für wenige Missionen
die Kimmerier. Sehr ärgerlich ist es jedoch, dass man hier fast nur auf recycelte Karten trifft.
Da zieht man durch die gleichen Karten, nur kam man dieses mal an einer anderen Stelle raus
bzw. geht woanders hin, man startete als Wikinger im Süden und verteidigte die Basis im Norden
gegen den Gegner in der Mitte und als Konin hat man dann die Basis auf der linken Seite. Die
Missionsziele sind auch leider nicht ganz so abwechslungsreich und durch Scripte erlebt man
die ein oder andere Überraschung bzw. kann den Gegner austricksen, wenn man z. B. weiß,
dass eine Eskorte genau dann an Stelle X startet und man diese abfangen soll, wenn die letzte
Einheit in Lager x getötet wurde. Im Laufe der Mission gibt es Zwischensequenzen, die jedoch
mitunter für den ein oder anderen Bruch im Spiel sorgen. Da steht man mit den Einheiten auf
einem Hügel und dann beginnt die Sequenz und zeigt, dass man hinuntergegangen sei. Ärgerlich
nur, wenn man durch diese Sequenz plötzlich die Gegner im "Rücken" hat, die noch am Hang waren.
Oder aber man sieht in der Sequenz, wie sich die Verbündeten zum Schiff aufmachen, aber wenn
man dann wieder spielen darf, dann sind die Einheiten nicht eingestiegen. An wichtigen Punkten
innerhalb der Mission wird automatisch ein Savegame angelegt. An sich nicht schlecht, aber es
dauerte immer ewig bis ein Spiel gespeichert wurde bzw. wenn man ESC für das Menü drückt, kann
man auch erst mal eine ganze Weile warten. Nach etwa 10 bis 15 Stunden hat man dann den Einzelspielerpart
abgeschlossen.
Handhabung des Spiels
Gesteuert wird Besieger über eine Maus-Tastur-Kombisteuerung. Wie in Battle Mages bewegt
man die Kamera mit den Pfeiltasten, zoomt mit dem Mausrad und dreht die Ansicht mit der Maus
(Alternativ kann man die Kamera auch so einstellen, dass sie der ausgewählten Einheit folgt).
Das geht eigentlich auch sehr gut und man kann schön weit hinauszoomen. Jedoch geht das alles
nicht mehr, wenn Berge in der Nähe sind. Die Mission, wo man die Schiffe durch den Canyon lotsen
soll ist ein Kampf - und zwar gegen die Steuerung. Aber auch bei einigen höheren Orten auf der
Karte kann man nicht weiter hinauszoomen. Noch störender ist es, wenn man sich auf der Karte
umsehen will. Man kann die Ansicht nur auf eine bestimmte Entfernung von den Einheiten/ Gebäuden
wegbewegen. Sind die Truppen jedoch weiter weg und die Basis am anderen Ende der Karte, dann
hat man eine Art "Gummibandeffekt", wenn man versucht, sich zu weit zu bewegen. Man wird langsamer,
wenn man weit weg ist von den Einheiten und sollte man dann wieder in die Nähe eigener Truppen/
Gebäude kommen, so wird man "angezogen". Navigieren ist in diesem Fall eigentlich nur über die
Übersichtskarte stressfrei möglich. Als wenn das noch nicht genug wäre, machen auch die eigenen
Truppen viele Probleme. Die Wegfindung ist eine einzige Katastrophe. Die Einheiten hängen an
kleinen Objekten, versperren sich gegenseitig den Weg, finden den Weg nicht, rennen in die falsche(!)
Richtung oder aber ein Reiter stürzte mir von einer Klippe. Einzelne Einheiten schaffen es auch
tatsächlich und kommen aus einer Mulde nicht mehr raus oder klemmen sich zwischen Wand und Stein
ein. Die Formationen bringen im Spiel gar nichts, da die Einheiten sowieso einfach loslaufen
und die Formation weder halten noch am Ziel einnehmen. Da startet man mit einem kompakten Trupp
von 40 Leuten. Sobald man den Leuten, dann jedoch sagt, sie sollen sich bewegen, ist es aus
und vorbei mit der Formation. Auch mit allen Formationsbefehlen lassen die Einheiten immer gut
1 m Luft um sich herum, so dass der Trupp über den ganzen Schirm verteilt wird. Das HUD
ist übersichtlich und orientiert sich am Genrestandard. Man bekommt Popup-Infos, leider überwiegend
jedoch ohne Shortcut-Info. Zwar kann man jederzeit pausieren, doch taktisch spielen kann man
nicht.
Bescheiden im Multiplay/ Freien Spiel
Wer meint nach dem eher unspektakulären Einzelspielermodus einige Zeit Spaß im LAN, Internet
oder Gefechtsmodus gegen die KI zu haben, der wird bitter enttäuscht. Die Mapauswahl ist mit
acht Karten sehr dürftig geworden, davon nur zwei für acht Spieler. Da sich die beiden
Parteien nicht sonderlich unterscheiden und es ansonsten keine Optionen außer dem Spieltyp gibt,
ist der Spaß schnell vorbei bzw. kommt gar nicht erst auf. Die vier Spieltypen sind darüber
hinaus auch gar nicht auf allen Maps spielbar. Im Deathmatchmodus gilt es alle Gebäude oder
Einheiten des Gegners zu zerstören (Basisbau ist möglich), der Belagerungsmodus, der auf zwei
Karten (jedoch nicht im Gefechtsmodus(=Einzelspieler)) gespielt werden, bietet eine Burg, die
ein Spieler eine Zeit lang verteidigen muss, im Artefaktkampf gilt es - ähnlich dem CTF Prinzip
- etwas aus der gegnerischen Basis zu klauen und das eigene Artefakt zu beschützen. Wer "Schlachten"
(auf zwei Maps möglich) spielt, der kann keine Einheiten nachbauen und die Kämpfe der großen
Heere sind schnell vorbei.
Grafik & Hardware
Die Grafik ist noch eine der besseren Aspekte des Spiels. Zwar gibt es einige unschöne flachen
Passagen in den Maps, doch es sieht gar nicht mal so schlecht aus. Die Texturen des Geländes
sehen gar nicht mal so schlecht aus und es gibt viele Details zu sehen. Da dampft es aus den
Häusern, es fliegen Späne beim Holzfällen und der Oger kratzt sich am Hintern. Und wenn der
Tag- und Nachtwechsel kommt, dann sieht die Siedlung mit einigen Lichtern erleuchtet wunderbar
aus. Oder aber, wenn die Einheiten Gebäude angreifen, diese anfangen zu brennen und schließlich
nur noch die verkohlten Grundmauern übrigbleiben. Auf der anderen Seite sind Texturen und Animationen
der Einheiten alles andere als überzeugend und man hat mehr das Gefühl, die Einheiten schweben
über den Boden und die Animationen wirken stellenweise arg abgehackt. Und so ganz passt auch
die Hardwareoptimierung nicht. Nur weil sich 100 Einheiten bekämpfen sollten die FPS eigentlich
nicht auf 8 runtergehen.
Sound & Musik
Die Akustik des Spiels ist auch nicht so ganz brillant geworden. Der Oger ist beispielsweise
wunderbar und macht einen guten Eindruck. Wie jedoch dagegen die Wikinger klingen ist absolut
nicht überzeugend. Auch die Texte der Gespräche sind nicht immer gerade eine Offenbarung literarischer
Ergüsse. Aber auch die Einheitensprachausgabe geht mitunter stark auf die Nerven. Da ist man
im Kampf beim Gegner und laufend bekommt man Sachen wie "Gegner in Sicht", etc. um die Ohren
gehauen oder aber auch, wenn nur ein Gebäude im Sichtbereich ist. Die Meldungen klingen überwiegend
sehr viel wichtiger, als sie wirklich sind. Und wenn wirklich was Wichtiges ist, wird es nicht
kommentiert. Musikalische Untermalungen sind überwiegend nicht vorhanden und selbst im Hauptmenü
gab es keinerlei Klänge zu hören.
Meinung
Besieger hätte viel mehr werden können, doch es mangelt leider an allen Ecken. Die Grafik
ist noch am Besten. Etwas schönere Animationen und Texturen der Einheiten und die FPS-Einbrüche
rausbekommen, dann wäre es schon sehr gut. Man kann wunderbar weit rauszommen, vorausgesetzt
man hat keinen Kampf mit der Kamera gegen Hügel zu führen. Doch ansonsten ist das Spiel nur
Mittelmaß oder deutlich schlechter. Die kurze und unspektakuläre Kampagne kann sich nicht mit
Blizzard oder Ensemble Studios messen. Das würde man ja verschmerzen können, wenn der MP umfangreich
wäre, es Optionen, Maps oder einen Editor geben würde. Auch die spielbaren Parteien sind sehr
dürftig. Wenige Einheiten, zäher Basisbau und kaum spielbare Unterschiede. Doch spätestens nachdem
man die KI und Bedienung in Aktion gesehen hat, ist einem auch der letzte Spaß vergangen. Da
gibt es so viele bessere Alternativen (AoM, WC3, etc.), die es inzwischen auch für deutlich
weniger als Besieger im Laden gibt. Besieger bietet von vielen Spielen etwas, aber leider nichts
wirklich gut gemacht. Nur Hardcore-Fans sollten zugreifen.
Geschrieben am 04.08.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Live 5.1
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