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Info
Autor 4+
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Gesamt (61 votes) 2+
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Name:Baldurs Gate - Dark Alliance 2
Genre: Action Rollenspiel
Produkt: Vollversion
Release: 2003/12
Publisher: Interplay
Entwickler: Black Isle
Hardware: Xbox
System: Xbox
Multiplay: Co-Op
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
Serie: ja
Bemerkung: auch für PS2
USK: 12
Baldurs Gate - Dark Alliance 2 (review von nali_warcow)

Schon Baldurs Gate: Dark Alliance zeigte deutlich, dass actiongeladene Rollenspiele a la Diablo auf einer Konsole für viel Spaß sorgen können, insbesondere mit einem schönen COOP-Modus. Bis auf die Spielzeit war es ein wirklich schönes Spiel für Zwischendurch. Mit dem Nachfolger sollen nun alte Fehler verbessert und neue Features eingeführt werden. Doch gibt es auch Konkurrenz in Form von Dungeon & Dragons: Heroes.

Wie immer…

Wie sollte es auch anders sein, wenn das Gute mal wieder gewonnen hat? Die Sache hat immer irgend einen Haken, wodurch das Böse natürlich nicht endgültig besiegt wurde. Ähnlich geht es auch in Baldurs Gate - Dark Alliance 2 weiter. Der Onyx-Turm ist zwar von den Helden in Teil 1 zerstört worden, wird jedoch schon fleißig wieder aufgebaut und die ehemaligen Helden wurden von Mordoc gefangen genommen. Und dieser Herr hat nichts Gutes vor und die Stadt Baldurs Gate steht schon bald vor erheblichen Problemen. Doch davon ahnt die junge Heldentruppe bzw. der junge Held noch nichts am Anfang. Die Hintergrundgeschichte wird ausschliesslich in Ingamesequenzen weitererzählt, allerdings sind Abwechslung und Überraschung doch recht gering. Im späteren Teil sind die Zwischensequenzen stellenweise auch nervig, wenn man jedes mal eine Einleitung sieht, wie der "böse Boss" der Ebene seinem Meister klar macht, dass er nicht versagen wird und dann werden diese doch immer vom Spieler besiegt. Es gibt auch eine ganze Reihe an Anspielungen und Verweisen auf den Vorgänger, doch auch wenn man diesen nicht gespielt hat, so merkt man gar nicht, dass einem hier und etwas entgeht. Baldurs Gate: Dark Alliance 2 ist ein Hack & Slay Rollenspiel, das leider dem Storytiefgang und Komplexität der PC Vorbilder in keiner Weise das Wasser reichen kann.

Der Einstieg

Bevor man sich mit dem/den Held/Helden ins Abenteuer stürzen kann, gilt es eine Auswahl aus fünf möglichen Charakterklassen , wie Barbar, Nekromant, Kleriker, etc., zu wählen. Im Vergleich zum Vorgänger haben alle Charakter leichte Magiefertigkeiten, aber einen richtigen Magier gibt es leider nicht. So wird es insbesondere für Einzelspieler schwerer, wenn ihr Held als Spruch nur eine Art Feuerball besitzt, man aber gegen Ende des Spiels auf Feuerresistente bzw. Feuerimmune Gegner trifft. Wer - wie im Vorgänger - zusammen im COOP Modus spielen will, muss sich gleich von Anfang an dazu entscheiden. Im Vergleich zu Dungeons & Dragons: Heroes ist es nämlich nicht möglich, in einer laufenden Partie einen weiteren Helden einzufügen bzw. ein Zwei-Spieler-Match allein fortzusetzen. Eine Spielerkombination aus Mager/Heiler und Nahkämpfer/Barbar hat sich als fast unschlagbar herausgestellt und Heiltränke wurden bis auf sehr wenige Stellen nicht benötigt. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich in drei Stufen vor dem Spielstart festlegen. Große Änderungen findet man beim Spieldesign nicht. Noch immer baut das Spiel auf Kampf, Handel & Dialog auf, wenn auch der Kampfpart den Löwenanteil der knappen Spielzeit beansprucht. Das Abenteuer beginnt etwas vor Baldurs Gate. Keaira findet man angeschlagen auf der Straße neben einer Karawane, die von Kobolden überfallen wurde. Da kann man als Held natürlich nicht widerstehen und sammelt die ersten Erfahrungspunkte im Kampf, bis man die Bewohner des kleinen Dorfes gerettet hat. Weiter geht es dann in die Stadt Baldurs Gate, wo man die restliche Spielzeit in und um selbiger verbringt. In der Stadt kann man Waffen kaufen, Quest annehmen und sich zwischen den actiongeladenen Missionen ausruhen.

Drama in 4 Akten

In insgesamt vier Akten gilt es Tausende an Monster und andere Gegner zu beseitigen, bis man die Stadt Baldurs Gate gerettet hat. Anfangs traut einem kaum jemand und es gilt sozusagen die ersten Bewährungsaufgaben zu meistern. Die Stadtwache kann beispielsweise das Lager einer Diebesbande nicht finden und so liegt es am Spieler, diesen Burschen das Handwerk zu legen. Aber wie in fast jedem anderen Spiel auch, so hat auch Baldurs Gate ein Monster-Problem in den Abwasserkanälen. Mit der Erforschung des Hauses Blutmoor geht dann die Handlung endlich weiter und man sieht die ersten Drahtzieher der bald kommenden Probleme. Leider werden im weiteren Verlauf die Quests immer langweiliger, weil es sich laufend wiederholt. Da soll man dann später vier Gegenstände finden, bringt sie zum Auftrabgeber und dieser schickt uns wiederum zu Punkt X, um sich wieder durch Gegnerhorden in bester Hack & Slay Manier zu metzeln,um danach mit dem Beutestück wieder zurück zum Auftraggeber zu marschieren, der dann erst sagt, wo man das nächste Stück finden kann. Ganz originell wurde es dann, als man mit dem letzten Stück zurückkommt. Da ist man wieder in der Stadt angekommen und es wird mitgeteilt, dass man unterwegs ausgeraubt wurde. Man solle nun den Auftraggeber dazu befragen. Wie aber soll ein Herr, der die ganze Zeit über nur in einer Lagerhalle war wissen, wer den Gegenstand geklaut hat und wohin er gebracht wurde? Hat man diese kurze Spielspaßverlängerung hinter sich gebracht, geht es mit den nächsten Quests weiter. Nun sollen die vier Gegenstände in vier neuen Aufgaben jeweils an vier Orten platziert werden - wirklich originell. An einigen sehr wenigen Stellen kann man auch einen Bonusauftrag annehmen, wie z. B. einen Ort von Gegnern säubern, was es dann in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gibt. Gerade wenn man weiß, wie viel besser es die Entwickler in anderen Spielen hinbekommen haben, dann sind die Quests überwiegend eine Frechheit, die noch darin gipfelt, dass man bis auf eine Ausnahme immer nur Gold und Erfahrungspunkte bekommt. Doch es geht auch etwas besser, wie man stellenweise in den einzelnen Levelabschnitten sieht. Da sind versteckte Räume, es gilt in Kisten Notizfetzen zu finden und mal flüchtet man vor einem Geist, dem man ohne weiteres nicht besiegen kann. Da geht die Verfolgungsjagd durch das ganze Haus, bis man schließlich im Keller in einer Gruft nach und nach die Urnen zerschlägt, woraus der Geist seine Kraft bezieht. Wie schon der Vorgänger, so ist auch Teil 2 extrem kurz geworden. Nach acht bis zehn Stunden ist man durch und kaum Lust, das Game erneut zu spielen. Wie schon im Vorgänger besteht die Welt aus einer Reihe an Abschnitten. Über Türen/ Treppen/ Tunnel, etc. sind die Abschnitte miteinander verbunden. Grundsätzlich gibt es eigentlich immer nur einen Weg von A nach B und nur sehr selten hat man überhaupt die Möglichkeit, mal etwas abseits des Weges zu schauen, wo man dann jedoch meistens enttäuscht wird, weil es bis auf Gold kaum was gibt. Zwar ist die Palette an unterschiedlichen Schauplätzen sehr abwechslungsreich, doch leider stellenweise auch arg eintönig. Mal rennt man durch ein kleines Dorf bei Tageslicht, dann geht es durch irgendwelche Höhlensysteme, die bereits erwähnten Abwasserkanäle wollen besucht werden, es gilt das mystische Haus in Blutmoor zu untersuchen, wo man schließlich auch ein Labor durchstreift, welches jedoch eher wie ein Schlachthaus (Weiße Fliesen, überall Blut) aussieht. Dann geht es mal durch Wälder, Ruinen, Berglandschaften, unterirische Wassertempel, Lavagebiete, Lagerhäuser und man muss sich den Elementen stellen. In der Wasserumgebung trat dabei ein merkwürdiger Bug (?) auf, da hier das Wasser plötzlich komplett schwarz dargestelltwurde, was das Spiel jedoch zum Glück nicht beeinträchtigte. Sehr nervig war der Kampf in der Luft-Ebene. Hier wandelte man durch eine Landschaft bestehend aus lauter kleinen Inseln, die mit schmalen Durchgängen verbunden waren. Zum einen stürzt man im Spiel gerne in alle möglichen Löcher bzw. wie hier ins Bodenlose und damit ist man gestorben. Gleichzeitig kämpft man hier gegen den Wind. Dieser machte sich dadurch bemerkbar, dass man unterschiedlich starken Gegendrucke hat, den man mittels Gegensteuern kompensieren musste. Als wenn das noch nicht genug wäre, haben schleudern die Gegner uns überwiegend auch noch weg. Es war kein Spaß in diesem Level von Checkpoint zu Checkpoint zu kommen, die jedoch glücklicherweise recht häufig vorhanden waren. Checkpoints findet man immer am Levelstart und meistens auch am Runter bzw. Weitergang. Speichern kann man an diesen Punkten so oft man will und außerdem wird hier der gefallene Partner im COOP Spiel wiederbelebt. Doch leider ziehen sich so manche Level elendig hin und die ganze Zeit über bekommt man es immer wieder mit den gleichen Gegnern und Levelaussehen zu tun. Selbst später sieht man immer mal wieder bekannte Textursets, die für ein anderes Gebäude bzw. Gebiet wieder verwendet wurden. Eintönigkeit und Langeweile macht sich da stellenweise breit, was noch dadurch verstärkt wird, wiel die Level alle sehr nach einfachster Blockkonstruktion per Editor aussehen. Sehr gerne mochten die Entwickler auch wieder die Feuerfallen, die es an mehreren Stellen in wahren Massen gibt. Ganz besonders lustig wird es dann, wenn man neben den Feuerfallen auch noch Gegner vorfindet und nebenbei soll man fünf kleine versteckte Hebel im rechteckigen Keller finden.

Ausrüstung, Fertigkeiten & Gegner

Zwar lässt nicht jeder Gegner eine Waffe fallen, aber schnell sammelt sich so einiges an gebrauchten Gegenständen an. Neben allerlei Waffen, die es in den unterschiedlichsten Ausführungen und Qualitätsstufen gibt (Von Knüppeln über Schwerter, Äxte und Bögen bis hin zu Speeren und Zweihändern, ist alles vorhanden), neben Rüstungen kann man auch Tränke für Gesundheit, Mana, Teleportation (Rückruf zur Stadt) und Gold finden. Insbesondere das liebe Gold ist in wahren Massen vorhanden. Leider gibt es jedoch nur einen Händler im ganzen Spiel und dessen Angebot hat sich lediglich kurz vor dem Endkampf verändert. Wer also auf den Karten immer schön die Heiltränke aufsammelt bzw. im COOP einen Partner hat, der einen heilt, wird schnell Millionär. Leider gibt es nichts, was sich zu kaufen lohnt. Schon sehr früh am Anfang wurde eine Rüstung gekauft, zu der der Händler bis zum Ende keine bessere Alternative im Angebot hatte und man auch die anderen Gegenstände besser durch Drops aus den Dungeons ausgetauscht hat und den Händler nur zum Verkaufen benutzt. Da bringt es auch wenig, dass man a la Diablo Runen in die Waffen setzen kann, da dies eine doch recht eintönige Sache ist. Steckt man Runen in eine Rüstung, so steigt nach einer bestimmten Anzahl Runen der Rüstungswert. Doch man kann einen Gegenstand nur einmalig so verändern lassen. Wieso die Helden mit einem Kontostand von über 300.000 nicht einfach auf die nächste Insel entflohen sind, wo lauter n… nette Frauen sind, ist da recht unverständlich. ;)

Wichtig ist es für COOP Spieler zu wissen, dass es nur eine gemeinsame Kasse gibt. Egal wer das Geld aufsammelt, es kommt alles in einen Sparstrumpf. Das bedeutet dann auf der anderen Seite aber auch, dass man beim Händler nicht nur an sich denken darf, sondern auch etwas Geld für den Partner überlassen sollte. Durch Kills und die Erfüllung von Quests gibt es Erfahrungspunkte. Nach einer bstimmten Zahl an Erfahrungspunkten steigt der Spieler dann einen Level auf. Ab und zu bekommt man dann auch die Möglichkeit, Punkte auf Stärke, Intelligenz, etc. zu investieren. Für jeweils zwei vergebene Punkte wird der Charakter etwas besser, so steigt z. B. alle +2 bei Stärke der Schaden, den man anrichtet. Wer Glück hat, der findet auch den ein oder anderen Ring, der hier etwas nachhilft. Ansonsten bekommt man mit jedem Stufenanstieg außerdem die Möglichkeit, Punkte auf unterschiedliche Fertigkeiten zu investieren. Diese Fertigkeiten reichen von allgemeinen Sachen wie Ausdauer (Man kann mehr tragen), die jeder Charakter hat, bis hin zu speziellen Angriffs- oder Verteidigungszaubern wie Heilen, Mana-Regeneration, Ausweichen, kritischer Treffer, Kampf mit zwei Waffen, etc. Jede dieser Fertigkeiten kann sich in bis zu fünf Stufen steigern, wobei jede Stufe dann natürlich mehr Punkte benötigt. Möchte man nicht alle oder keine Punkte vergeben, so kann man sich diese aufsparen und später in andere Fertigkeiten investieren.

Im Laufe des Spiels trifft man auf allerlei Gegner, die man oftmals schon in allen möglichen anderen Rollenspielen gesehen hat. Goblins, Kobolde, Fledermäuse, Skelette, Magier, Spinnen, Riesen, Ritter etc., dazu gibt es aber auch einige weniger bekannte Gegnertypen, wie Schleimbatzen, fliegende Bücher, Tische und mutierte Gegner, die dennoch alle nicht sonderlich intelligent sind. Sie greifen ohne große Umwege an, wenn sie in Sichtweite sind, wobei sie jedoch stellenweise Probleme mit der Levelarchitektur haben und mal an der ein oder anderen Kante hängen bleiben. Spezielle Taktiken sind leider nicht vorhanden. An einigen Stellen trifft man auch stärkere Zwischengegner, die jedoch nicht wirklich sonderlich berauschend gelungen sind. Diese sind groß, besonders bösartig und halten sehr viel aus und bis auf eine Ausnahme ,ist es bei allen Gegnern die gleiche Masche. Egal ob es ein Drache, Riese, Magier oder der Endgegner ist. Einfach hin und draufhauen. Irgendwelche Taktiken, wie z. B., dass der Gegner mit einem Trick immer nur verwundbar ist, wie es Dungeons & Dragons Heroes war, sind nicht erforderlich. Insbesondere der Endkampf ist hier ein Witz. Hin und umkloppen, war 'ne Sache von wenigen Augenblicken. So manche Gegner bzw. auch Zwischengegner konnte man einfach besiegen, indem man sich etwas weiter außerhalb ihrer Sichtweite gestellt hat und dann einfach mit dem Bogen feuerte. Damit war beispielsweise der Gegner der Wasserwelt Geschichte, bevor man ihn überhaupt mal sehen konnte. Lediglich einige wenige Gegner bzw. Gegnermassen waren wirklich gefährlich, wie z. B. der Drache (starker Angriff) oder Metallfresser, die im Nu Rüstung und Waffen verspeist haben. Docj mit dieser Erkenntnis waren sie dann entsprechend mit dem Bogen auf Distanz zu halten. Insgesamt eine abwechslungsreiche Palette, leider jedoch zu schwache Zwischengegner. Sehr unangenehm aufgefallen ist der sehr ungleichmäßige Schwierigkeitsgrad. Durch manche Abschnitte schnetzelte man sich nur so durch und dann gab es wieder Passagen, wo die Gegner deutlich schwerer waren (Mehr Gesundheit und mehr verursachter Schaden).

Handhabung des Spiels

Mit dem linken Analogstick steuert man den Helden und der rechte dreht die Kamera. Spielt man zusammen im COOP-Modus, dann sollte man sich am Besten einigen, wer dreht, sonst artet es etwas in Chaos aus. In dem Zusammenhang unangenehm aufgefallen ist die schlechte Erkennbarkeit im gemeinsamen Kampf. Hier wären z. B. farbige Ringe unter den Spielern deutlich leichter und hilfreicher bei der Orientierung. Wie man es kennt, metzelt man sich durch Dauerkloppen mittels Angriffstaste durch die Welten, doch auch Blocken sollte man nicht vernachlässigen, insbesondere bei Gegnern, die auch selbst blocken. Auch wieder dabei ist die Möglichkeit herumzuhopsen, wie so manche Spieler in einem Ego-Shooter. Aktionen ausführen ist stellenweise etwas schwammig. Da leuchtet beispielsweise die Gesprächsmöglichkeit nur auf, wenn man auch möglichst direkt vor dem NPC steht (Nicht jeder Charakter in der Welt kann angesprochen werden, sondern nur einige Auserwählte mit einem "!" über den Kopf). Per Knopfdruck wird schnell ein Mana- oder Heiltrank zu sich genommen, die jedoch nur einem Bruchteil der Gesundheit wiederherstellen. Da sich beides (je nach Fertigkeitenverteilung) auch wieder auflädt bzw. ein Heiler Wunder wirkt, kann man auch den einen oder anderen Trank sparen. Man findet auf jeden Fall mehr als genug Tränke. Es gibt eine Automap, die man in unterschiedlichen Größen durchschalten kann. Man kann auch mehrere Waffensets konfigurieren (z. B. zwei Zweihandwaffen, Einhandwaffe + Schild und eine Ausrüstung mit Armbrust) und diese bequem im Kampf durchschalten, was in vielen Situationen recht hilfreich ist. Da die Charaktere alle einige individuelle Fertigkeiten und Möglichkeiten haben (z. B. Heilung, Feuerball, Raserei, etc.) kann man über die eine zur Verfügung stehende Taste darüber hinaus vier weitere Hotkeys individuell konfigurieren. Dazu hält man die Linke Schultertaste gedrückt, wählt mit dem Steuerkreuz die Fertigkeit aus und drückt danach A, B, X oder Y. In Zukunft kann durch Linke Schultertaste + A, B, X oder Y die entsprechende Fertigkeit anwenden. Aber auch hier zeigt ein Dungeons & Dragons, wie es besser gemacht wird. Dort kann man drei Tasten über die Linke Schultertaste konfigurieren, doch passend dazu, wenn jemand an den Einstellungen fummelt, wird das Spielgeschehen verlangsamt dargestellt. Dark Alliance 2 läuft da einfach weiter. Über Start kommt man jederzeit in die Optionen und Back bringt das Inventar auf den Schirm. Hier kann man das Inventar in den unterschiedlichen Kategorien Waffen, Rüstungen & Sonstiges durchwühlen, Gegenstände anziehen oder ablegen. Ein Tausch von Gegenständen ist jedoch im COOP Modus etwas umständlich gehalten, da man den Gegenstand erst ablegen und der andere Spieler diesen dann aufsammeln muss. Desweiteren kann man sich hier im Inventar die Spielerstatistik ansehen (Gesundheit, Schaden, Stärkepunkte, etc. Die Übersicht über aktuelle Quests beschränkt sich auf eine Seite, da man mehr als zwei Aufgaben sowieso nie gleichzeitig hat. Der letzte Punkt sind die Fertigkeiten, die man ansehen und steigern kann. Beide Spieler können gleichzeitig im Inventar hantieren bzw. beim Händler stöbern, dann muss man nur auf die ein oder andere hilfreiche Einblendung wie beispielsweise Erklärungen zu den Fertigkeiten verzichten. Insgesamt ist die Steuerung mit kleinen Ausnahmen recht eingängig gemacht und an die etwas umständliche Fertigkeitenaktivierung gewöhnt man sich schnell. Das HUD ist platzsparend gehalten, zeigt aber dennoch die drei wichtigsten Sachen wie Gesundheit, Mana und Erfahrungspunkte. Weitere Infos, wie z. B. das ein Drehen der Kamera gerade unmöglich ist, Gold aufgesammelt wird, Interaktionsmöglichkeiten, etc. werden entsprechend kurz eingeblendet. Gespeichert wird an entsprechenden "Büchern", wie im Vorgänger. Im Laufe einer Partie ist es nicht möglich, dass ein Charakter aus- oder einsteigt.

Grafik & Musik

Grafisch ist das Spiel recht ansehnlich und die Levels wirken eine ganze Ecke detaillierter als im Vorgänger. Leider sind die Grafiken in den Zwischensequenzen in Ingamegrafik nicht ganz so toll geworden, da wäre vielleicht der ein oder andere Renderfilm nicht schlecht gewesen. Da sich jedoch viele Grafiken laufend wiederholen und das Leveldesign sehr blockig und einfach per Editor erstellt scheint, leidet leider die grafische Präsentation. Genauso wäre auch etwas mehr Abwechslung bei den Gegnern nicht schlecht gewesen, da man so manchen Gegnertypen noch häufiger als einige Raumtypen wiederkehren sieht. Nett anzusehen sind wieder die Wassereffekte, wenn man hindurchläuft und auch im Kampf fliegen ansehnlich die Fetzen, wenn auch die ganze Umgebung bis auf einige Kisten und Fässer (nur einige) nicht demolierbar, sondern statisch ist. Auch bei Ländereinstellung "Deutsch" ist in der PAL-Multisprachversionch Blut zu sehen, die Gegner brechen zusammen, etc. Dazu gibt es eine passende orchestrale musikalische Begleitung. Zwar wird es nach einiger Zeit, wenn man ohne Gegner umherläuft bzw. kurzzeitig pausiert, deutlich ruhiger und die Musik verklingt, passt sich insgesamt jedoch sehr gut ans Spielgeschehen an. Im Kampf gegen so manchen Zwischengegner hat man durch den musikalischen "Höhepunkt" oftmals das Gefühl, einem gigantischen Gegner die Stirn zu bieten. Durchweg gibt es auch wieder Sprachausgabe bei allen Dialogen. Die Sprecher sind auch in der DV gar nicht so übel, es liegt da stellenweise eher am etwas langgezogenen Inhalt. Zwar hat man an einigen Stellen mehrere Auswahlmöglichkeiten, aber diese beziehen sich eigentlich nur darauf, ob man noch mehr Infos haben will. Eine große Entscheidungsmöglichkeit hat man nicht. Quests kann man in der Regel nicht ablehnen.

Meinung

Baldurs Gate - Dark Alliance 2 ist für mich eine große Enttäuschung. Zwar wurde das Spielprinzip gar nicht so sehr verschlechtert, aber insbesondere wenn man Dungeon & Dragons Heroes gespielt hat, fallen die Schwächen in Baldur's Gate - Dark Alliance 2 auf. Die Grafik wurde etwas verbessert, die Story wird etwas öde fortgeführt, dazu gibt es eine Reihe mehr oder weniger abwechslungsreiche Level. Insbesondere die Eintönigkeit stört beim Spiel. Da kämpft man elendig gegen durch gleiche Gegnertypen in stellenweise lang hinziehende gleiche Levelabschnitte, die blockartig im Editor entstanden sind. Richtig was kaufen kann man bei einem (!) Händler auch nicht, weil das Angebot zu dürftig ist. D&D Heroes hat sich zwar am Vorgänger Dark Alliance orientiert, aber im direkten Vergleich zu Dark Alliance 2 ist es weiterentwickelt worden. Da gibt es ein flexibles Speichersystem, wo man jederzeit vom Solospiel bis hin zum COOP-Game mit vier (!) Leuten wechseln kann. Einsteigen in eine laufende Partie, kein Problem. Da sind die Charaktere dank farbigen Kreisen besser zu erkennen, man kann leicht Gegenstände tauschen, es gibt schöne Videos und eine packendere Story. Dazu kommen auch sehr interessante Zwischengegner, denen man immer erst mit einem kleinen Trick Schaden zufügen kann und ein wunderbar gelungener Endkampf - Dinge, die das vorliegende Spiel nicht für sich verbuchen kann. Dark Alliance 2 ist Hack & Slay von vor zwei Jahren und daher höchstens zweite Wahl im Action-Rollenspielbereich.


Geschrieben am 08.10.2004, Testkonfiguration: Xbox
 



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