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C&C Generäle
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| Gesamt (226 votes) | | 1 |
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| Name: | Command&Conquer - Generäle |
| Genre: | Echtzeitstrategie |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/10 |
| Publisher: | Electronic Arts |
| Entwickler: | Westwood Studios |
| Offiz. Sites: | Game |
| Links: | cnc-community.de |
| Hardware: | 800Mhz, 128MB RAM, 32MB 3D-Karte D3D, HD 1200 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX8 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | ja |
| Addon: | ja |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.8 |
| USK: | 16 |
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| Command&Conquer - Generäle (review von dark198th) |
Schon als 1995 mit Command & Conquer das Echtzeitgenre seine Geburtsstunde
feierte- obwohl dies eigentlich schon gut 3 Jahre vorher mit Dune 2 geschah-,
teilte sich die Spielergemeinde in 2 Fraktionen auf, denn mehr oder weniger
zeitgleich mit C&C erschien auch Warcraft 2 aus dem Hause Blizzard. So
gab es die einen, welche lieber auf das Fantasy-Szenario von Warcraft
2 schwörten und die anderen, die das futuristische C&C bevorzugten und
natürlich auch solche, denen beides recht war. Da mich mit Fantasy-Szenarien
im Allgemeinen noch nie sehr anfreunden konnte, gehörte ich von Beginn
an zur C&C Fraktion. Fand ich Alarmstufe: Rot trotz vieler Kritiken noch
sehr gut und sogar unterhaltsamer als C&C, so ging mir alles was danach
kam auf Grund derber Einfallslosigkeit gehörig auf den Wecker, zumal dem
PC Spieler nach dem Erfolg von C&C besonders im Jahr 1997 eine wahre Flut
an Echtzeitstrategiespielen heimsuchte. Lediglich Alarmstufe:Rot 2 fand
ich in der letzten Zeit noch recht unterhaltsam, wirklich Neues bot dieses
Spiel aber wahrlich nicht. Nur die Age of Empires Serie hatte noch wirkliche
Neuerungen zu bieten. Aber auch die konnte mir dann spätestens ab Teil
2 wegen des für mich nervigen Mittelalterszenarios gestohlen bleiben.
Dann erschien im letzten Sommer Warcraft 3 (siehe
Review) und wurde von der gesamten Fachpresse in den Himmel gelobt. So wagte
auch ich einen Kauf und war von den neuen Ideen positiv überrascht. Trotzdem,
wenn ich schon Elfen und Orks höre, kommt mir in aller Regel das Frühstück hoch,
so dass ich auch diesen Titel nach geraumer Zeit links liegen ließ.
"Generals" aber hat genau das, was mir bei all den anderen
Titeln fehlte. Das Spiel geht mit dezenten Neuerungen und einem genialem
Gameplay wieder zurück zu den Ursprüngen. Ob das allein für ein gutes
Spiel ausreicht, erfahrt ihr in diesem Review.
Zwei Dinge fallen nach Spielstart sofort ins Auge, sowohl positiv als
auch negativ. Da wäre zunächst mal die für ein Spiel dieses Genres geniale
3D Optik. Allein die aufwendigen Explosionen machen immer wieder Lust
auf mehr. Im Vergleich zu den Vorgängern wird aber jeder Fan auch die
bisher gewohnten, aufwendig produzierten Zwischenvideos vermissen. Diese
fallen bei Generäle gänzlich weg. Dafür gibt es nun kleine Zwischensequenzen,
welche in der Gameengine ablaufen. Auch haben wir es hier nicht mehr mit
der GDI und NOD zu tun. Stattdessen gibt es nun drei Seiten. Da wären
zum einen die USA und China und zum anderen eine Gruppe durchgeknallter
Terroristen mit Namen GLA (Global Liberation Army). Allein an der Nennung
dieser Parteien erkennt man schnell, dass wir es hier mit einem sehr,
sehr realitätsnahen Szenario zu tun haben, was natürlich auch zur Indizierung
der unzensierten Version führte. Aber genau dieses Szenario entschädigt
meiner Meinung nach auch für die fehlenden Videos und die, wie ich finde,
etwas dünne Gesamtstory sowie den doch recht zusammenhanglosen Missionen.
Auch die Änderungen der auf Grund der Indizierung aktuell angepassten
Deutschen Version mit Namen Generäle ändert daran meiner Meinung nach
nicht sehr viel. Ob eine Fraktion nun USA oder WLA heißt, ist völlig egal,
der reale Bezug geht durch die Änderungen nicht völlig verloren. Natürlich
sind die Einheiten in Generäle auch keine Menschen mehr, sondern, ja wer
hätte das gedacht, Roboter. Aber auch das fällt im eigentlichen Spiel
gar nicht auf, denn auch die sogenannten Roboter schreien bei Explosionen
ebenso wie die Menschen in Generals. Auch an den Animationen hat sich
nichts geändert. Nur eine Einheit wurde für die Deutsche Version modifiziert.
Der Attentäter der GLA ist nun ein Fass mit Sprengstoff auf 4 Rädern.
Zudem fehlt auf Seiten der GLA bzw. IBG wie sie in Generäle heißt, auch
eine Mission, auf welche ich aber weiter unten noch zu sprechen komme.
Insgesamt sind die für dieses Land mal wieder typischen Änderungen zwar
ärgerlich, ich denke aber, dass man damit leben kann, zumal die meisten
Händler auch das unzensierte Generals noch führen, so dass jeder Erwachsene
auch weiterhin die Möglichkeit hat, zwischen beiden Versionen zu wählen.
Leider ist Generals aber auch deutlich teurer als Generäle.
Für jede der drei Parteien gibt es eine relativ kurze Kampagne. Alle
beginnen mit einem recht einfachen Schwierigkeitsgrad. Vor allem aber
herrscht wieder das alte C&C Gefühl. Basis bauen, Rohstoffe sammeln und
danach eine Armee aufbauen, welche im Gegensatz zu den Vorgängern aber
ausgewogener sein sollte. Durch ein einfaches Stein-Schere-Papier Prinzip
ist es Westwood gelungen, etwas mehr Tiefgang in die Missionen zu bringen.
Aber trotzdem, die aus den Vorgängern bekannten Tank-Rushes funktionieren
im Grunde noch immer. Etwas fragwürdig und sicher ausschlaggebend für
die Indizierung ist die Kampagne der GLA. Hier muss man auf Seite der
Terroristen, ganz wie in der Realität, Zivilisten töten. So gibt es eine
Mission, welche es zum Ziel hat UNO Konvois, die eigentlich Hilfsgüter
für die Bevölkerung liefern sollen, zu überfallen und hungernde Zivilisten
notfalls auch mit Waffengewalt davon abhalten, diese Güter an sich zu
reißen. Falls es doch ein paar Bürgern aus der Bevölkerung gelingen sollte,
Kisten aus den Konvois in ihren Besitz zu bringen, hat man noch immer
die Möglichkeit, deren Häuser zu vernichten, um so wieder an die von den
Bürgern eingesammelten Kisten zu kommen. Diese Mission wurde aus der Deutschen
Version komplett entfernt. Aber auch der Einsatz von Chemiewaffen gegen
die Zivilbevölkerung mag für den ein oder anderen Spieler sicher fragwürdig
sein.
Die Rohstoffbeschaffung läuft bei jeder Partei anders. Die USA sammeln
diese mit Helikoptern ein, während China LKW`s verwendet und die GLA Rohstoffe
durch Arbeiter einsammeln lässt. Zudem kann man auf Seiten der USA auch
Abwurfzonen bauen. Dort werden dann in regelmäßigen Zeitabständen Rohstoffe
abgeworfen, was ein großer Vorteil ist, da man nicht auf die auf der Karte
vorhandenen Rohstoffe angewiesen ist. Zudem gibt es auf so ziemlich allen
Karten Bohrtürme, welche man mit Infanterieeinheiten nach einem entsprechenden
Upgrade mit Infanteristen übernehmen kann. Jede Partei hat besondere Stärken
und Einheiten. Die Stärke der USA liegt mit Apache Kampfhubschraubern,
Jägern und Tarnkappenbombern ganz klar in der Luft, die von China in der
Verteidigung und dem sehr starken Overlord Panzer. Die GLA dagegen setzt
auf Vielfalt und hinterlistige Waffen, welche zunächst zwar schwach erscheinen,
durch geschickten Einsatz aber sehr mächtig werden. Was jedoch am meisten
Spaß macht ist der Einsatz von Waffen, die richtig "Rumms" machen :),
wie z. B. Atom- oder Chemiewaffen.
Dank der tollen Grafikengine werden nun gewaltige Explosionen auf den
Bildschirm gezaubert. Aber auch der Einsatz kleinerer Einheiten wie z. B.
Tomahawk oder Raketenbuggy macht Spaß, weil Abschuss und Einschlag der
Waffen sehr gut animiert sind. Überhaupt hat sich Westwood große Mühe
gegeben, die Einheiten und Waffen der 3 Fraktionen interessant, abwechslungsreich
und vor allem auch ausgewogen zu schaffen. Gänzlich neu in Generäle
und daher wohl auch der Titel, ist das Generäle-Menü. Durch das Eliminieren
feindlicher Einheiten erhält man Erfahrungspunkte. Ein Balken zeigt den
aktuellen Stand bis zum nächsten Level an. Mit jedem Level lassen sich
Spezialangriffe wie A-10 Angriffe, Benzinbombenattacken oder Fallschirmjägerabwürfe
freischalten, aber auch spezielle Einheiten. Bei erreichen des 5. Levels
bekommt man besonders deftige Sonderangriffe, wie z. B. die EMP Bombe der
Chinesen. Einige der Spezialattacken entfachen ein wahres Feuerwerk auf
den Bildschirm. Ebenfalls neu ist das Interface, welches nun nicht mehr
wie gewohnt auf der rechten Seite, sondern am unteren Bildschirmrand zu
finden ist. Ansonsten jedoch, hat sich an der Bedienung nichts geändert.
Im Grunde steuert sich das Spiel ebenso wie die Vorgänger und die meisten
Genrekollegen.
Technisch ist das Spiel, wie zum Teil schon erwähnt, absolut beeindruckend.
Die Grafik ist das Beste, was dieses Genre im Moment zu bieten hat. Gigantische
Explosionen, untermalt von knalligen Soundeffekten sorgen für einen Großteil
des Spielspaßes in Generals. Einem entsprechendem System natürlich vorausgesetzt.
Auf dem Testsystem lief das Spiel in allen Auflösungen relativ flüssig.
Nur in manchen Zwischensequenzen und bei einigen der größeren Explosionen
konnte ich den ein oder anderen Ruckler vernehmen. Kritik gibt es eigentlich
wenig an Generäle, bis auf die Tatsache, dass Einheiten manchmal
ein wenig dumm herumstehen und auf ihren Heldentod warten, statt auf einen
Angriff zu reagieren.
Der Multiplayer-Modus läuft über Westwood online. Das Ganze ist unkompliziert
und für Jedermann leicht zu bedienen. Wie immer, machen die Onlinematches
sehr viel Spaß und bedürfen einer völlig anderen Strategie als im Single-Player-Modus
gegen die KI. Leider hört man in letzter Zeit immer häufiger Berichte
über Cheater.
Der große Vorteil von "Generäle" ist sicher, dass es sowohl
erfahrene Spieler, als auch Genreeinsteiger anspricht. Mir hat dieses
Spiel schon wegen seiner unkomplizierten, schnellen und vor allem auch
coolen Spielweise enorm viel Spaß gemacht. Das Gameplay ist ausgezeichnet.
Die drei Kampagnen sind zwar relativ kurz, aber der MP-Modus macht das
eh wieder weg. Wer zudem, genau wie ich, übersättigt von der Age of Empires
Serie und dessen Klonen ist, kommt um dieses Spiel eh nicht herum. Das
Szenario wiederum ist sicher Geschmackssache. Zart besaitete Pazifisten
sollten dieses Spiel sowieso meiden und lieber "Die
Sim's" spielen. Alle anderen sollten zugreifen, oder im Zweifel zur
politisch korrekteren Deutschen Version greifen, welche es zudem für gerade
mal 30 EUR recht günstig im Handel gibt.
Geschrieben am 06.12.2003, Testkonfiguration: AMD2000, GeForce3, 512MB Ram
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