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Champions of Norrath
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 | Info |
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| Autor | | 3 |
 |   | | 2.5 |
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| Gesamt (47 votes) | | 2+ |
 |   | | 1.9 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.7 |
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| Name: | Champions of Norrath |
| Genre: | Action Rollenspiel |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2004/02 |
| Publisher: | Ubisoft |
| Entwickler: | Snowblind Studios |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | Playstation2 |
| System: | Playstation2 |
| Multiplay: | SplitScreen /Lan/Inet |
| Sprache: | Multilingual |
| Serie: | ja |
| USK: | 16 |
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Mitunter sind es zwar nur Kleinigkeiten, doch entscheiden sie bei ansonsten sehr ähnlichen
Games oft darüber, ob sie mehr oder weniger Spaß bieten. Mit Baldur's
Gate: Dark Alliance 1 & 2, Dungeon
& Dragons: Heroes oder Bard's Tale
haben Action.Rollenspieler immer wieder frisches Futter bekommen. Snowblind Studios hatte ebenfalls
noch einen Beitrag nach Dark Alliance abzuliefern und Anfang 2004 ein weiteres Spiel auf den
Markt gebracht, das inzwischen zum Preis von 20€ in der Software Pyramide zu haben ist. Doch
es handelt sich dabei nicht nur einfach nur um ein 08/15 Action-Rollenspiel im Everquest Universium,
die eingebaute Zufallsgenerierung von Leveln und Ausrüstung könnte schliesslich für Langzeitspaß
sorgen. Ob es gelingt oder woran es hapert, soll das folgende Review klären.
Das Ziel ist altbekannt
Champions of Norrath beginnt mit einem eher kleinen und überschaubaren Ziel: Die Verteidigung
der Elfenstadt in den Bäumen. Dazu haben die Elfen eine Schar wackerer Krieger herbeigerufen,
die bei der Verteidigung helfen sollen. Aus diesen Streitern wird sich einer oder mehrere (Multiplayer)
erheben und damit beginnen, die angreifenden Goblin- und Ork-Horden zurückzuschlagen. Doch wie
sollte es auch anders sein, werden damit die Probleme für die Welt von Norrath nicht gelöst.
Das große Übel ist noch lange nicht besiegt und der Spur eines OrKs/Sklavenhändlers folgend,
kämpft sich der Spieler bis zum Herrn des Hasses vor. Die Story ist sicherlich keine frische
Idee, wurde sie doch nicht nur in Diablo, sondern auch etlichen anderen RPGs in ähnlicher Form
vorgetragen. Das Problem bei Champions of Norrath besteht jedoch darin, dass die Story nach
dem eher langatmigen Intro in den Hintergrund gerät. Es gibt ab und zu eine kurze Zwischensequenz
oder ein NPCs redet einem 'ne Kante an Knie, doch eine wirklich Präsentation findet nicht statt.
Zwischen den Akten werden lediglich einige Zeilen Text präsentiert. Zwar wird es gegen Ende
etwas interessanter und man meint, dass es nun zumindest einem großen Ende entgegengeht, aber
auch da wird man enttäuscht, wenn man zumindest eine einigermaßen ansprechende Präsentation
oder Endsequenz erwartet. Man trifft zwar auf wenige NPCs, die etwas Hintergrundinfos geben,
doch zähe Texte und langsame Sprecher ermutigen eher zum Durchklicken. Doch dem Spieler geht
es meist sowieso mehr um die Action. Wie in anderen Action-RPGs a la Dark Alliance zieht man
aus der Vogelperspektive durch die zahlreichen Welten und Dungeons. Immer auf der Suche nach
Gegnern, Erfahrung und besseren Waffen, so dass der eigene Held immer besser wird. Ein bekanntes
Rezept, das jedoch nicht ganz aufgeht.
Eine Hand wäscht die andere
Wer hätte das gedacht, da landet der Held doch tatsächlich auf einer unbekannten, idyllischen
Insel am feinen Sandstrand mit Palmen. Doch Zeit für Urlaub bleibt nicht, schließlich gilt es
einen Bösewicht aufzuhalten. Eine nähere Erkundung der Insel brachte neben der Befreiung eines
Händlers, der aus lauter Dankbarkeit dann Gegenstände zum Kauf anbietet, auch den Kontakt mit
einer bezaubernden jungen Meerjungfrau. Diese würde dabei helfen, in eine überschwemmte Grotte
zu kommen, wenn man ihr eine verlorene Perle wiederbeschaffen würde. "Typisch Frauen",
denkt man sich da und sucht quasi nach der Nadel im Heuhaufen. Auf der Suche stößt man nicht
nur auf Piraten, sondern auch auf einen merkwürdigen Gefangenen. Vielleicht kann dieser ja helfen,
wenn man ihn befreit. Das Problem ist nur, dass er frei ist. Der Käfig ist nicht zu, der Herr
will da nur nicht eher raus, bis die 60 Piraten in der Umgebung beseitigt sind. Also heißt es
wieder Waffen auspacken und es dem üblen Pack so richtig zeigen. So prügelt man sich nicht nur
über den Sandstrand der Insel, sondern auch einige Höhlen werden gesäubert. Schlagen, Blocken
und nebenbei nicht vergessen, rechtzeitig einen Heiltrank oder Heilzauber anzuwenden. Zwischendurch
kann man ja die erbeuteten Gegenstände noch beim Händler verkaufen und hat so schließlich nach
genügend Kills den sonderbaren Herrn befreit. Als Belohnung gibt es an einer anderen Stelle
die verstecke Perle. Hiermit ausgerüstet wird einem die Meerjungfrau helfen können, in die überschwemmte
Höhle zu gelangen, wo schon ausreichend weitere Gegner warten.
Ein Drama in fünf Akten
Am Anfang steht die Charaktergenerierung auf dem Programm. Fünf unterschiedliche Klassen
wie Barbarenkrieger, Waldläufer, Hochelf-Kleriker, Zauberer und Schattenkrieger. Jede Klasse
gibt es als männliche und weibliche Variante, was jedoch eher ein optischer Unterschied ist.
Nach der Verteilung von 20 Punkten auf die Attribute wie Stärke, Geschick und Co, kann es an
die Befreiung der Elfenstadt gehen. Hierzu stehen drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade
zur Verfügung, die jedoch einen bestimmten Mindestlevel voraussetzen, ähnlich wie man es aus
Diablo kennt. Spätestens wenn man das Spiel erneut startet, wird der große Unterschied zu vergleichbaren
Spielen wie z. B. Dark Alliance auffallen. Die Welt von Norrath wird per Zufallsgenerator erstellt,
wie es auch im Blizzardtitel der Fall ist. Es erwartet den Spieler zwar keine vollständig andere
Welt, doch Layout und Gegner variieren, was gerade im Mehrspielermodus eine sehr feine Sache
ist, die motivieren würde, das Spiel erneut in Angriff zu nehmen. Sei es mit einer anderen Klasse
oder auf einem höheren Schwierigkeitsgrad. Wie sollte es auch anders sein: Für Quest und Kills
gibt es Erfahrungspunkte, so dass der Spieler nach und nach von Level 1 bis Level 50 aufsteigen
kann. Pro Levelaufstieg gibt es drei Punkte für die Attribute und einen Punkt für den Fertigkeitenbaum,
der aus jeweils etwa 13 Möglichkeiten besteht. Jede Fertigkeit kann mehrfach gesteigert werden,
so z. B. grundsätzlich mehr Schaden mit einem Waffentyp, Heilung oder Magieangriffe. Auch sind
einige Fertigkeiten Vorraussetzung für stärkere, die sich erst ab einem höheren Level erschließen.
Im Laufe des Spiel besucht der Spieler eine ganze Reihe - zumindest optisch - sehr unterschiedlicher
Schauplätze. Los geht es in den Baumwipfeln der Elfenstadt, wo die Gegner beseitigt werden müssen,
während Brandgeschosse um einen herum einschlagen. Aber auch Wälder, Ruinen, unterirdische Tunnel
und Verliese, eine tropische Insel, Unterwasserlandschaften, organische Umgebungen, eine Zwergenstadt,
ein Schloss/ Burg, Lavalandschaften, Wüstengegenden, Tempel und Gemäuer hoch in den Wolken werden
vom Spieler besucht. Genauso unterschiedlich sind auch die Gegner, so dass im Prinzip jedes
Setting seine eigenen Gegner hat. Orks, Goblins, Spinnen, Magier, Lavawesen, etc. Das Problem
besteht aber eher darin, dass es innerhalb des Setting kaum Variationen gibt. Maximal zwei unterschiedliche
Gegnertypen und davon gibt es Nah- und Fernkämpfer, starke und schwache. In Kombination mit
den stellenweise doch etwas langen Passagen kommt zum Teil Langeweile auf, was jedoch auch sehr
schwankt. So hat mir der dritte Akt auf der Südseeinsel sehr gut gefallen, trotz einiger Längen,
aber Akt 4 war z.B. extrem öde. Das hängt mitunter auch sehr von den Quests ab. Sehr viele sind
es nicht und auch das Muster ist meist ähnlich. Vernichte 60 Gegner, schalte 10 Katapulte
aus, lösche 24 Flammen, etc. ist ein gängiges Muster. Während Gegner und Katapulte eher
noch im Vorbeigehen zu erledigen sind, ist es hingegen sehr eintönig, in einem Tempel ganze
24 Flammen löschen zu müssen, oder aber man darf in einer recht eintönigen Stadtgegend 7 Gegenstände
wiederfinden. Ziele werden generell nicht auf der Karte angegeben, was gerade bei solchen Sachen
in Sucherrei endet. Ganz besonders "lustig" war es in einer extrem weißen Eislandschaft fünf
vestreut herumliegende Gegenstände zu sammeln. Aufgrund der Helligkeit der Eislandschaft und
weil die Karte in hellgrau gezeichnet wird, konnte man gar nicht sehen, welchen Teil man schon
erkundet hatte und welchen nicht. In solchen Situationen den berühmten letzten gesuchten Gegenstand
zu finden, macht wenig Spaß. Ansonsten sind noch Objekttausch-Quests vorhanden, in denen man
für einen Gegenstand oder einer Hilfestellung etwas anderes besorgen oder erledigen muss. Ab
und zu gibt es dazwischen auch mal spaßige Aufgaben, in denen man z. B. mit einem Fahrzeug durch
ein mit Lava überflutetes Gebiet fahren darf. Mal muss man auch Personen über eine kurze
Strecke eskortieren, was jedoch gerade vor dem Ende extrem frustrierend ist. Man begleitet die
"Personen" durch unterirdische Tunnel mit kleinen und großen Lavabecken. Ärgerlich jedoch, dass
man selber bei der kleinsten Berührung mit der Lava sofort stirbt, die Gegner und zu schützenden
Personen jedoch über diese hinweglaufen können.
Speichern kann man im Spiel beliebig oft an festen Punkten auf der Karte, was jedoch mit
700 KB recht üppig ausfällt, gerade wenn man mehrere Spielstände anlegen will und vielleicht
auch noch den ein oder anderen Spielstand auf der Speicherkarte hat. Man braucht jedoch nicht
immer gleich an jedem Punkt speichern. Erreicht man einen, so wird hier ein Checkpoint aktiviert,
so dass man im Falle eines Ablebens hier wieder starten würde. Genauso wird jeweils beim Betreten
eines Gebietes temporär gesichert. Bis auf eine Ausnahme hat das auch alles sehr gut geklappt.
An einer Stelle wird man jedoch ohne große Vorwarnung automatisch in eine Arena geworfen, in
der einige schwierige Kämpfe zu bestehen sind. Insbesondere der Endgegner hier ist nicht ohne.
Da man sich aus solchen Gebieten nicht mal eben per Portalrolle hinausteleportieren kann, machen
solche BEreiche oft zu einer Sackgasse. Hat man zu wenig Heil-/ Manatränke, dann war es das.
Der Auto-Checkpoint setzt einen wieder an den Anfang der Arena zurück und damit ist man in einer
Endlosschleife. Dumm wenn man dann zuletzt vor langer Zeit "richtig" gespeichert hat. An der
Stelle sei auch noch gesagt, dass sich ein wirklich hinterhältiger Bug in die deutsche Version
eingeschlichen hat. Lädt man einen Spielstand, dann steht die verheißungsvolle Nachricht "Die
Speicherkarte wird formatiert" auf dem Schirm. Glücklicherweise handelt es sich dabei nur um
einen Textfehler und es wird nichts gelöscht, sondern tatsächlich geladen. Einen Schreck bekommt
man dennoch, wenn man so was sieht. Bei den anderen Zwischenkämpfen hat man immer einen Checkpoint
kurz vor dem Kampf, was auch dringend notwendig ist.
Sehr wichtig in Champions of Norrath ist sowieso das Blocken und Ausweichen. Wenige ungünstige
Treffer reichen auch beim stärksten Nahkämpfer aus und die Gesundheit ist auf Null. Man kann
zwar schnell einen Heiltrank schlucken, doch die Wirkung braucht eine Weile und der Lebensbalken
geht erst langsam wieder hoch. Die Zwischenkämpfe treiben dieses Spielchen auf die Höhe. Vor
vielen Gegnern kann man gar nicht vollständig blocken und bei Zwischengegnern ist man in fast
allen Fällen nach zwei direkten Treffern erledigt, meist sorgt der erste dafür, dass man auf
den Boden geschleudert wird und dann legt der Gegner nach und es heißt Game over. Während normalerweise
dann automatisch der letzte Kontrollpunkt geladen wird, werden beim gescheiterten Endkampf die
Credits gezeigt und man darf selber wieder laden. Die Kämpfe gegen die Zwischengegner sind nicht
nur extrem schwer, sondern auch sehr eintönig. Es ist immer nur ein reines Draufhauen, Blocken
und Ausweichen. Beim Kleriker hat sich das Beschwören eines magischen Hammers als extrem hilfreich
erwiesen. Während dieser den Gegner angreift, kann man gleichzeitig abhauen bzw. um den Gegner
herumlaufen. Eine andere Lösung würde mir für so manchen Kampf auch nicht einfallen, eben weil
die Gegner sehr stark austeilen. Aber wenn selbst der Endkampf nur so zu schaffen ist, dann
stimmt da was am Balancing nicht.
Die Zufallslevel sind überwiegend linear gehalten, bieten jedoch auch den ein oder anderen
Bonusraum mit einer Kiste, etc. Auch geht es stellenweise wieder etwas zurück und dann durch
eine ehemals verschlossene Tür. Sehr mysteriös sind da defekte Teleporter, die manchmal immer
noch als defekt deklariert werden und dann plötzlich funktionieren. Etwas unstimmig ist
die Generierung der Zufallsitems. Auf der einen Seite wird durchweg eine sehr breite und abwechslungsreiche
Palette unterschiedlichster Waffen, Rüstungen und magischer Ringe, Armbänder und Steine geboten.
Nur auf der anderen Seite kam es vermehrt dazu, dass innerhalb weniger Sekunden extrem seltene
Items im Dreier- oder Viererpack gefunden wurden. Dies dann meisten auch noch von nicht so starken/
bedeutenden Gegnern, wohingegen die Zwischengegner eher unnützes Zeug fallen lassen. Das Angebot
der leider wenigen Händler ist meist recht mau und man findet die guten Sachen mit Glück
eher in den Dungeons. Dafür lassen sich die Gegenstände aber extrem gut verkaufen, so dass Geldsorgen
kaum auftreten. Mit über einer halben Million vorm Ende kann man sich doch danach ein schönes
Leben machen. Ärgerlich nur, dass im Mehrspielermodus zwar die Erfahrung, nicht aber das Gold
geteilt wird. Die Akte werden zwar zum Ende hin kürzer, doch aufgrund des doch deutlich gehobenen
Schwierigkeitsgrades liegt die Spielzeit bei gut 20 Stunden.
Handhabung des Spiels
Die Steuerung des Spiels geht - wie man es auch von anderen Vertretern des Genres kennt -
einfach und gut von der Hand. Blocken, Schlagen, Tränke und die Bewegung hat man schnell drauf.
Wenn man sich im Splitscreen geeinigt hat, wer die Kamera dreht, kann man relativ stressfrei
kooperativ spielen. Die Menüs sind gut verständlich und alles ist recht übersichtlich aufgebaut.
Kleine Mängel gibt es aber dennoch. So ist es etwas fummelig im Kampf mit dem Steuerkreuz Zauber/
Fertigkeit zu wechseln, wenn man die Schnellbelegung ändern muss, leider wird auch erst ab 5
Tränken angezeigt, wie viele man noch hat und der Handel der Spieler untereinander ist sehr
unausgereift. Sachen erst auf den Boden legen zu müssen ist nun wahrlich nicht mehr Zahn der
Zeit. Auch sehr unschön ist, dass einige Beschreibungstexte von Fertigkeiten und Zaubern nicht
vollständig angezeigt werden. Ebenfalls unschön ist das Fehlen von wichtigen Punkten auf der
Karte und die Ziele im Questlog sind mitunter sehr dürftig beschrieben und stellenweise findet
man dort auch keine Ziele aufgelistet, so dass man sich fragt, was eigentlich zu tun ist.
Grafik & Sound
Grafisch ist das Spiel über weite Strecken hinweg sehr stimmig. Sowohl Umgebung als auch
Gegner wissen zu gefallen. Dafür gibt es in einem Gebiet dann jedoch nur sehr wenige Bauteile,
aus denen die Level gestaltet sind. Damit sieht jeder Gang, Tunnel und auch oberirdische Abschnitte
eines Setting extrem gleich aus bzw. stark nach Baukasten. Die Gegner und Charaktere sind sehr
detailliert gestaltet und wissen durchaus in der Nahansicht zu gefallen. Stellenweise gab es
immer wieder kurze Momente, in denen man in schwarzer Landschaft stand und die Grafik um den
Spieler herum erst noch geladen wurde. Leider wurde auf irgendwelche gerenderten Filme verzichtet,
ansonsten kurze Szenen mit der Gameengine. Der Sound im Spiel ist ok, kann jedoch keine Akzente
setzen. Die Sprecher fangen bei Texten erst spät mit dem Sprechen an und klingen sehr gelangweilt
bzw. der Text gibt ohnehin nicht viel her. Schade, dass ansonsten selbst in Zwischensequenzen
Hintergrundsounds wie Wassergeräusche fehlen, auch wenn man dies im Kameraschwenk sehen kann.
Sehr kurios sind die starken Verzögerungen bis der Held sagt, dass er keine Mana mehr hat oder
nichts mehr tragen kann. Da kommt der Sound etliche Sekunden zu spät oder gar nicht.
Meinung
So sehr sich das Spiel auch Mühe gibt und durch Zufallsdungeons, viele Waffen und einem Coop-Modus
begeistern will, so sehr haben mir die anderen Schwächen den Spaß verdorben. Die Story ist öde
und wird so leider auch präsentiert. Der Schwierigkeitsgrad ist für Hardcorezocker ausgelegt
und gerade im Coop so eine Bremse, weil man laufend zurück zum Speicherpunkt muss, um den Kameraden
wiederzubeleben. Dazu dann noch Schwächen wie fehlender Goldteilung und umständliches Handeln
zwischen den Spielern. Viele Quests waren eher langweilig und die Zwischengegner eine Qual.
Zwei Treffer und der gute Nahkämpfer ist weg, sollte es ja wohl nicht sein. Das ist in sofern
schade, da mir das Spiel stellenweise auch sehr gut gefallen hat. Es gab schöne Abschnitte,
interessante Momente, Gegner und Aufleveln mit Zufallsausrüstung haben Spaß gemacht, nur das
nächste Ärgernis ließ dann meist nicht lange auf sich warten. Wer Herausforderung im Coop-Modus
sucht, der macht mit 20€ sicherlich nichts falsch.
Geschrieben am 08.10.2005, Testkonfiguration: Playstation2
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