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Civilization 4: Warlords
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 | Info |
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| Autor | | 3 |
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| Gesamt (13 votes) | | 2 |
 |   | | 1.3 |
 |   | | 2.2 |
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| Name: | Civilization 4: Warlords |
| Genre: | Runden-Strategie |
| Produkt: | Add-On |
| Release: | 2006/08 |
| Publisher: | Take 2 |
| Entwickler: | Firaxis |
| Offiz. Sites: | Game |
| Links: | Dt. Fansite |
| Hardware: | 1.2Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 1700 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP/2000, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | umfangreiches Handbuch |
| USK: | 6 |
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Auch aus dem längsten und umfangreichsten Spiel ist irgendwann die Luft raus. Mit Civilization
4 hatten die Spieler Spaß für Monate und dank dem freien Spiel und unzähligen Möglichkeiten,
war auch das Sommerloch kein Problem. Irgendwann wird jedoch auch das schönste Spiel langweilig
und der Fan schreit nach "mehr". Das Geschrei kann aufhören, Entwickler Firaxis hat das erste
AddOn zu Civilization 4 veröffentlicht: Warlords. Der Untertitel deutet es schon an, im
AddOn geht es nicht gerade friedlich zu. Was sich sonst noch in Sachen Gameplay getan hat, mit
welchen neuen Inhalten die Entwickler den Spieler zu begeistern wissen und was sich in Sachen
Kriegsführung - dem Schwachpunkt des Hauptspiels - getan hat, soll das Review klären.
Wie fast alle AddOns heutzutage, so steht auch Civilization 4: Warlords für etwa 30 € im
Laden. Zumindest in Sachen Ausstattung gibt sich der Publisher recht spendabel. Wie schon beim
Hauptspiel, liegt auch in Warlords ein sehr umfangreiches Handbuch bei. Auf über 100 Seiten
werden dem Käufer alle Kleinigkeiten des AddOns erklärt und jede Technologie und Änderung wird
angesprochen. Ein entsprechend auf der Festplatte installiertes Hauptspiel ist selbstverständlich
Voraussetzung für das AddOn.
Civ bleibt Civ
Civilization-Veteranen, die sich mit dem AddOn gleich ins nächstbeste "freie Spiel" stürzen,
werden sich eventuell wundern, da wirkliche Neuerungen nicht sofort ins Auge stechen und sich
bei Civilization scheinbar wenig getan hat. Das Gameplay ist bis auf einige Kleinigkeiten unverändert
geblieben und überwiegend haben die Entwickler in Sachen Einheiten, Völker und Szenarien nachgelegt.
Somit bietet auch das AddOn wieder eine komplexe Mischung aus Forschung, Entwicklung, Ausbreitung
und militärischen Aktionen in rundenweiser Absolvierung. Wieder kann der Spieler in zahlreichen
Partien sein Volk vom Einsiedler bis hin zur mächtigsten Nation auf Erden entwickeln. Sämtliche
Gameplaygrundlagen sind entsprechend im Review
zum Hauptspiel nachzulesen, da sich das Review zum AddOn "Warlords" nur mit den - leider
wenigen - Neuerungen beschäftigt.
Neue Kleinigkeiten
Civilization bot bereits eine recht große Auswahl unterschiedlicher Zivilisationen an und
Warlords bringt mit Karthago, Keltenreich, Korea, Osmanisches Reich, Wikinger und Zulu sechs
weiter Völker dazu. Entsprechend gibt es für jedes neue Reich auch neue Herrscher, so beispielsweise
Hannibal für Karthago. Aber auch für Zivilisationen aus dem Hauptspiel, wie beispielsweise Rom
(Caesar) oder England (Churchill), sind neue Herrscher enthalten. Nicht fehlen dürfen einzigartige
Einheiten für die neuen Zivilisationen, wie beispielsweise der gallische Krieger für das Keltenreich.
Mit Tribok und Triere erhalten außerdem alle Zivilisationen den Zugriff auf zwei neue Einheiten.
Außerdem gibt es für alle Zivilisationen nun die Möglichkeit eine Stallung zu bauen und dadurch
die berittenen Einheiten zu verbessern, die dadurch +2 Erfahrung bekommen. Eine kleine Detailänderung
hat es beim Obelisken geben. Dieser ist nun ein einzigartiges Gebäude der Ägypter und wird durch
das Monument ersetzt, das alle Völker statt des ursprünglichen Obelisken nun errichten können.
Außerdem haben es drei neue Wunder ins AddOn geschafft, wie beispielsweise "Die Große Mauer".
Dadurch können Barbaren daran gehindert werden, die Grenze zu überschreiten und der "Große General"
wird schneller erschaffen. Außerdem wurden die Eigenschaften aller Zivilisationen ein wenig
überarbeitet und in Bezug auf die neuen Einheiten und Völker etwas überarbeitet. Neben Völkern
und Einheiten gibt es in den Diplomatieoptionen mit Vasallenstaaten ebenfalls eine kleine Neuerung.
Hierdurch gibt es eine Reihe an Pflichten, die der Vasall gegenüber dem anderen Staat, dem sogenannten
Hegemoniestaat, einzuhalten hat. Der Vasall muss nicht nur die freie Durchreise ermöglichen,
sondern im Krieg gegen eine dritte Partei als Verbündeter des Hegemoniestaats auftreten und
außerdem auf dem eigenen Gebiet vorhandene Ressourcen abgeben, wenn dies gewünscht wird. Der
Hegemoniestaat muss dagegen mit höheren Unterhaltskosten rechnen, da Vasallenstädte zusätzliche
Ausgaben mit sich bringen. Eine Weigerung des Vasallen Ressourcen abzugeben, ist der einzige
Weg, aus dem "Bündnis" wieder herauszukommen. Das allerdings resultiert in einem sofortigen
Kriegsausbruch beider Parteien. In Friedenszeiten, wenn der Feudalismus erforscht ist, kann
sich ein Staat auch aus freien Stücken als Vasall anbieten. Eine Kapitulation zu Kriegszeiten
endet in einer Vasallenschaft.
Eine weitere Neuerung des AddOns sind "Größe Generäle". Immer wenn sich die Kampferfahrungsanzeige
gefüllt hat, erscheint in einer Stadt ein entsprechender General. Da sich der General nicht
allein dem Feind stellen kann, kann er entweder zum großen Kriegsherrn aufsteigen und sich anderen
Einheiten anschließen, als Ausbilder in einer Stadt niederlassen oder eine Militärakademie mit
einem Produktionsbonus von 25% bauen. Durch die Verschmelzung mit anderen Militäreinheiten als
großer Anführer bekommen alle Einheiten auf dem entsprechenden Feld außerdem einen ordentlichen
Schub an Erfahrung.
Neue Szenarien
Das eigentliche Highlight des AddOns sind die acht neuen Szenarien, die jeweils aus dem Hauptmenü
heraus gestartet werden. Nach kurzer Ladezeit kann sich der Spieler in den Kampf stürzen. Jedes
Szenario besteht jeweils nur aus einer Mission. Eine Kampagne oder fortlaufende Geschichte haben
die Entwickler nicht auf die Beine gestellt. Hat der Spieler schließlich ganz China erobert,
dann ist die Mission auch schon vorbei. Doch warum überhaupt Szenarien spielen, wenn es auch
das sehr offene "freie Spiel" gibt? Im Gegensatz zum freien Spiel beinhalten die Szenarien einige
Besonderheiten. Zum einen startet der Spieler nicht immer nur mit einem Siedler auf der Karte
und beginnt die Zivilisation mit der Gründung einer ersten Stadt. In vielen Szenarien starten
die Spieler mit einem kleineren Reich. Zum anderen sind die Missionsziele sehr unterschiedlich.
Während in einer Mission Schnelligkeit gefragt ist und der Spieler vor Ablauf eines Rundenzählers
alle Städte erobert haben sollte, gilt es in einer anderen Mission, diplomatisches Geschick
zu zeigen und die Feinde in Bereich Wirtschaft zu übertreffen. Auch eine Mission als herumziehender
Wikinger lockert das Gameplay ungemein auf. Außerdem kann der Spieler in den Missionen jeweils
auf missionsspezifische Einheiten und Technologiebäume zurückgreifen, wodurch sehr unterschiedliche
Strategien zum Zug kommen. Lediglich etwas Einarbeitungszeit ist am Anfang eines Szenarios erforderlich,
da sich der Spieler erst etwas "schlau" machen muss. Wo wird was produziert? Welche Einheiten
sind auf der Karte und wie sieht es in den Städten aus? Auch ein wenig Wiederspielbarkeit hat
es ins AddOn geschafft. Je nach Szenario bekämpfen sich bis zu sieben Völker auf der virtuellen
Welt. In fast allen Szenarien hat der Spieler auch die Möglichkeit, ein anderes Volk zu wählen
und die Aufgabe ein wenig anders anzugehen oder aber direkt andere Ziele zu bekommen.
Und sonst?
Ansonsten hat sich am eigentlichen Spiel nichts weiter geändert. Das Spiel präsentiert sich
so, wie es jeder Gamer vom Hauptspiel her kennt. Die Menüs sind übersichtlich, die integrierte
Enzyklopädie hilfreich und die Steuerung überwiegend gut gelungen. Lediglich der Kampf geht
noch immer recht umständlich von der Hand. Schade, dass sich gerade in diesem Bereich nichts
getan hat, besonders deswegen, da das AddOn "Warlords" heißt. Grafisch ist ebenfalls alles beim
Alten geblieben und wer schon Civ 4 spielen konnte, der kann ruhigen Gewissens zum AddOn greifen,
da die Anforderungen nicht gestiegen sind. Die Übersetzung ist solide, allerdings haben sich
hier und da einige englische Worte und Texte eingeschlichen, so haben die Szenarien z. B. jeweils
englische Bezeichnungen.
Meinung
Auf den ersten Blick ist man vom AddOn doch stark enttäuscht. Es gibt zwar die obligatorischen
neuen Völkern, einige kleine Änderungen und Neuerungen, doch etwas mehr wäre sicher möglich
gewesen. Immerhin steht das AddOn zum mittlerweile fast üblichen 30€-AddOn-Preis in den
Regalen. Auch mit Warlords werden Fans wieder Spaß für Wochen haben, nur den kann man auch mit
dem Hauptspiel verbringen. Einzig die Szenarien sind wirklich mehr als man in einem kostenlosen
Patch erwarten könnte. Hier haben die Entwickler wirklich schöne Ideen hineingesteckt und sorgen
durch unterschiedliche Aufgaben, Völker, Einheiten und Technologien für einigen Spaß. Ob aber
acht Missionen den Kaufpreis rechtfertigen, sollte gut überlegt werden.
Geschrieben am 28.08.2006, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
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