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Counter Strike: CZ
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| Autor | | 4+ |
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| Gesamt (138 votes) | | 2+ |
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| Name: | Counter Strike: Condition Zero |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2004/03 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 500Mhz, 96MB RAM, 16MB 3D-Karte D3D, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | ja |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.2 |
| USK: | 18 |
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| Counter Strike: Condition Zero (review von nali_warcow) |
Counter Strike ist noch immer bei sehr vielen Spielern eines der beliebtesten
Online-FPS Games und hat sich von einem kleinen Beta-Mod hin zu einer
Version entwickelt, die letztendlich auf für einen geringen Preis als
Vollversion veröffentlicht wurde. Doch mit Erfolg kommt auch Kommerz
und so dachte sich Valve vor etwa drei Jahren, als Counter Strike einen
Höhepunkt in der Onlinebeliebtheit hatte, dass man das Game auch prima
um einen Einzelspielerpart erweitern könnte. Die Idee für "Condition Zero"
war geboren. Doch das war vor drei Jahren und seitdem hat das Spiel eine
wahre Odyssee mitgemacht. Erst intern von Valve entwickelt, dann weitergereicht
an Gearbox, später zu Ritual Entertainment und schließlich von Turtle
Rock Studios fertiggestellt, steht der Shooter nun endlich in den Händlerregalen.
Doch inzwischen ist viel Zeit vergangen und die Konkurrenz ist zum einen
größer geworden, da sich reine Onlineshooter wie z. B. Unreal
Tournament 2003/2004 und Battlefield 1942/Vietnam inklusiver ihrer
Mods einer großen Beliebtheit erfreuen und zum anderen muss sich Condition
Zero auch gegen die kostenlose Modversion durchsetzen. Warum also für
ein Spiel Geld ausgeben, was man praktisch schon lange hat und kennt.
Da müssen schon einige gute Gründe vorhanden sein. Und sind sie das?
Condition Zero kommt für etwa 30€ in den Laden, wodurch der geneigte
Spieler doch etwas weniger ausgeben muss, als für so einige andere neue
Games. In der großen DVD Box liegt neben den beiden Spiele CDs auch noch
eine Half Life 2 Bonus Disk. Doch im Gegensatz zu den auf der Verpackung
vollmundig versprochenen exklusiven Half Life 2 Videos, handelt es sich
lediglich um 11 Videos, die man schon aus der Half Life 2 Präsentation
der E3 2003 sicher schon kennt (Ein kostenloser Download dieser Videos
ist im Netz bei fast allen großen Downloadseiten möglich). Im 30-seitigen
SW-Handbuch werden die wichtigsten Einstellungen und Handhabungen des
Spiels erklärt.
Worum geht es?
Eine richtige Story hat Counter Strike bzw. Condition Zero nicht. Im
Spiel geht es immer darum, dass zwei Teams (Terroristen / Counter-Terroristen)
gegeneinander antreten. So sollen die Terroristen mal eine Bombe legen,
Geiseln in ihrer Gewalt behalten oder einen VIP beseitigen. Die Gegenseite
muss dies jeweils verhindern. Eine Runde ist automatisch gewonnen, wenn
alle Spieler des anderen Teams beseitigt wurden. Für jeden Kill, erreichtes
Missionsziel und gewonnene Runde gibt es Geld auf das Konto, womit man
sich in bestimmten Bereichen auf der Karte neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände
kaufen kann. Auch in der Einzelspielerversion Condition Zero (natürlich
mit Netzwerk- und Onlinespielbarkeit) hat sich nichts daran geändert.
Das Spielprinzip wurde nicht angetastet. Neu ist jedoch eine Art Kampagne.
In einer "Tour of Duty" gilt es, immer bestimmte Aufgaben zu erfüllen.
Zudem warten die Reste des von Gearbox entworfenem Einzelspielermodus
als Goodie auf Spieler, die sich gerne mal an einer Spielebeta versuchen.
Der Einzelspielermodus
Der große Unterschied zu Counter Strike ist bei Condition Zero, dass
gleich Bots im Spiel integriert sind. (Für die kostenlose Variante aus
dem Netz kann man sich aber auch Bots nachträglich hinzufügen). Mit diesen
Bots kann sich der Spieler dann an eine der Neuerungen machen, der "Tour
of Duty". In diesem Modus gilt es in sechs "Gruppen" jeweils alle drei
gestellten Aufgaben zu bewältigen. Die erste Mission der ersten Gruppe
spielt beispielsweise auf der sehr bekannten Map "Dust". Je nach Schwierigkeitsgrad
trifft der Spieler auf unterschiedlich viele und starke Gegner (3 auf
Easy und 5 auf Expert) und außerdem sind die Missionsziele unterschiedlich
schwer ausgefallen. Auf Easy muss man lediglich einen Gegner beseitigen
und schon gilt die Mission als bestanden. Im höchsten Schwierigkeitsgrad
kommt man jedoch längst nicht so einfach davon. Hier müssen es schon 10
Kills sein, mindestens zwei Gegner sind pro Runde zu beseitigen und man
darf nicht sterben, außerdem muss eine Runde in maximal 45 Sekunden gewonnen
sein und schlußendlich muss man sich auch vor Teamdamage in Acht nehmen.
Sobald man nun diese Aufgabenstellung in der Mission gemeistert hat, werden
weitere Maps und neue Ziele freigeschaltet, die alle ähnlich aufgebaut
sind. Mal eine bestimmte Anzahl an Geiseln retten, X Leute mit einer bestimmten
Waffe töten oder die Runde in X Sekunden gewinnen - das alles in etwa
18 kleinen Varianten. Wie viel Langzeitspielspaß das ist, muss jeder für
sich entscheiden. Wer so jedoch lieber offline spielen will (also ohne
feste Vorgaben, wie X Kills, etc.), der kann im Offlinemodus auch gegen
Bots antreten und sich so ein MP-Spiel simulieren lassen. Allerdings sollte
klar sein, dass mit den Computergegner nie und nimmer echtes MP-Feeling
aufkommen wird. Ein Bot kann zum einen nie so gut/überraschend wie ein
Mensch sein und außerdem ist die Bot-KI auch nicht so überwältigend. Zwar
können die Bots für nicht 24-Stunden-am-Tag-CS-Zocker eine Herausforderung
sein und sind zum Üben sicherlich nicht schlecht, aber es hapert an vielen
Ecken. So laufen diese - wie auch viele menschliche Spieler auf den Servern
- einfach eher planlos herum und machen aus dem ganzen Spiel ein TeamDeathmatch.
Außerdem haben sie mit so manchen Sprüngen, Leitern und anderen Wegen
ihre Probleme. Eine Leiter an Kisten hochklettern klappt, aber dann auf
das Dach daneben zu kommen, klappt mitunter erst beim dritten Versuch
und davor wurde zweimal der Asphalt 10 Meter tiefer besucht. Aber auch
vor Röhren und kleinen Ecken bilden sich regelmäßig Staus, wenn die KI-Kollegen
dort durchwollen oder einer nach dem anderen eine Leiter erklimmt. Zwei
Bots in einem engen Gang: Beide bleiben stehen und dann läuft einer irgendwann
wieder weg. Ein Ausweichen oder Platzmachen gibt es nicht. Auch sehr kurios
die Aufgabenverteilung. Wenn z. B. eine Bombe gelegt wurde, dann sichern
die KI Kollegen wunderbar den Platz, aber dann bekommt man die Funkmeldung
"Commander wir decken sie, wenn sie entschärfen". Dumm nur, dass die Bots
immer auf den Commander warten, auch wenn dieser am anderen Ende der Map
ist. Selber entschärfen tun sie nur, wenn der Spieler gestorben ist. Ansonsten
versammelt sich die komplette Truppe neben der tickenden Bombe. Gleiches
bei der Geiselbefreiung: Hier wird immer schön auf den Commander gewartet.
Die Mapauswahl in Condition Zero ist nicht gerade überwältigend, wenn
man Counter Strike schon gespielt hat. Die Maps wurden stellenweise leicht
überarbeitet und die ein oder andere Textur verändert, doch große Änderungen
sollte keiner erwarten. Die Maps variieren dabei zwischen Gebäuden, großen
Außenarealen, Lagerhallen, etc. Ein sozusagen kleiner Bonus befindet sich
noch der von Gearbox angefangene, aber nie richtig fertiggestellte SP-Modus
im Spiel. Allerdings auch nicht gerade in einer Gold-Version. Die sogenannten
"Deleted Scenes" sind alles andere als bugfrei und es traten mehrere Abstürze
beim Spielen auf. Kurioserweise muss man diesen Modus jedoch über Steam
(Valve Onlineservice) starten, was für Offline- bzw. Modemspieler mehr
als ärgerlich ist. Dabei wird Steam genaugenommen eigentlich gar nicht
benötigt. In dieser SP Kampagne kann der Spieler erst ein Training absolvieren,
wo die grundlegende Bedienung des Spiels nähergebracht wird. Danach warten
12 Missionen auf den Spieler, die auf der ganzen Welt angesiedelt sind.
Auf einer großen Übersichtskarte kann man diese auswählen und sich ins
Abenteuer stürzen. Eine durchgehende Story ist nicht vorhanden, man erlebt
vielmehr lauter kleine Einzeleinsätze. Mal ist ein abgestürzter Hubschrauber
zu finden und Überlebende zu suchen, eine Nuklearrakete ausfindig zu machen
oder ein VIP zu eskortieren. Dabei kämpft man mitunter gegen wahre Massen
an Gegnern mit geringer Intelligenz, was alles leider doch etwas eintönig
werden lässt. Die Schauplätze sind dabei recht abwechslungsreich und vielfältig
gestaltet, leider jedoch längst grafisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit.
Dennoch macht dieser SP Modus noch am meisten Spaß, was wohl auch daran
liegt, dass man ansonsten alles schon von CS1.6 kennt.
Mehrspielermodus
Wer es allein gegen die Bots nicht mehr aushält, der kann Condition Zero
auch im LAN oder Internet spielen. Für letzteres wird jedoch Valves "toller"
Steam-Service benötigt, der eine Kuriosität für sich darstellt. Mit Condition
Zero stehen dem Käufer drei mögliche Spiele zur Auswahl, da wäre neben
der Möglichkeit Condition Zero online zu spielen auch ein integriertes
CS1.6 und die "Deleted Scenes". Nachdem man Steam installiert und Condition
Zero ins Steamformat umgewandelt hat, kann man sich endlich daran machen
und online zocken. Allerdings dauert Start/Anmeldung, etc. mit Steam eine
kleine Ewigkeit, bis man endlich im Spiel ist, wenn der Server mitspielt
und man sich überhaupt einloggen kann. Und da erlebt man nichts anderes,
als das bekannte CS ohne irgendwelche großen Neuerungen. Zwar lässt sich
Condition Zero nur auf Deutsch installieren, aber man kann zumindest über
Steam die Sprache auf Englisch umstellen und hat das ganze Spiel auf Englisch
und ungeschnitten erleben.
Ausrüstung
Am Anfang jeder Runde von Counter Strike bzw. Condition Zero kann sich
der Spieler eine ganze Reihe an Ausrüstungsgegenständen kaufen. Neues
Geld bekommt man für das Ausschalten von Gegnern und Erfüllen von Missionszielen.
Kenner bekommen bei der Ausrüstung nichts Neues geboten. Unterschiedliche
Pistolen, Shotguns, Maschinengewehre und Rifles. Dazu kommt noch Panzerung
(Kopf, Weste, etc.) und natürlich eine Reihe an Granaten, wie Blend- und
Rauchgranaten.
Grafik
Half Life hat mittlerweile einige Jahre auch dem Buckel und das merkt
man Condition Zero deutlich an. Bis auf wirklich einige wenige Detailverbesserungen
sieht Condition Zero aus wie Counter Strike. Die Levels sind recht eckig
und viele Decos gibt es nicht. Die Texturen sind noch mit das Beste am
Spiel, wenn sie auch nicht wirklich als HighDetail vorliegen, wie man
sie z. B. bei UT2004 oder Battlefield Vietnam sieht. Die Charaktere haben
wenige Polygone und die Animationen sind auch Schnee von gestern (wildes
Rumzappeln) - von vielen und guten Grafikeffekten ganz zu schweigen. Allerdings
sind die Hardwareanforderungen dementsprechend auch recht gering. Laut
Packung sollen schon 500MHz reichen.
Sound
Ebenfalls in Sachen Sound ist das Spiel auf dem Stand von Half Life bzw.
Counter Strike.Die Sounds scheinen einfach nur übernommen worden. Noch
immer hat man das aus Half Life bekannte Türgeräusch und viele andere
vertraute Effekte. Was für einen Usermod noch ordentlich war, ist für
ein offizielles Spiel heutzutage nur noch Durchschnitt. Nichts besonders
Spektakuläres, aber auch nicht schlecht.
Meinung
Es kann eigentlichen kaum jemanden geben, der heutzutage noch nicht mit
Counter Strike in Verbindung gekommen ist. Selbst nach so vielen Jahren
tummeln sich noch Tausende auf den Servern und nun kommt die offizielle
Versoftung der Useridee. Doch irgendwie wird da nichts Besonderes geboten.
Es spielt sich wie Counter Strike und bis auf einige sehr kleine Änderungen
(z. B., dass man sich Infos einblenden lassen kann) ist es auch nichts
anderes. Einzig die Tour of Duty macht kurzzeitig etwas Spaß, wenn man
in jeder Map bestimmte Ziele erreichen muss und die Deleted Scenes sind
auch nett für zwischendurch, wobei man sich jedoch fragen muss, wozu brauch
man für einen Offlinemodus Steam? Aber insgesamt bietet Counter Strike
- Condition Zero einfach zu wenig, um einen Preis von etwa 30€ zu rechtfertigen.
Wer Counter Strike schon online spielt bzw. gespielt hat, der braucht
es nicht. Da kann man sich für den Notfall, wenn man offline spielen will,
auch einen Bot runterladen. Alle anderen, die Half Life haben, können
sich die kostenlose Version runterladen und wer bis heute noch kein Half
Life im Regal stehen hat, ist wirklich selber schuld :-),denn das Spiel
sollte man gespielt haben - das gibt es nämlich in einer günstigen
Sammelbox (Generation Pack inkl. Counter Strike) und erhält damit,
zusätzlich mit einer Fülle an Usermaps und -Mods, deutlich mehr Spiel
fürs Geld.
Geschrieben am 05.04.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
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