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Crash Boom Bang!
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| Gesamt (3 votes) | | 4 |
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| Name: | Crash Boom Bang! |
| Genre: | Arcade Action |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2006/10 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Entwickler: | Dimps |
| Hardware: | Nintendo DS |
| System: | Nintendo DS |
| Multiplay: | Lan |
| Sprache: | Multilingual |
| USK: | k.A. |
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 | | Herstellerscreens |
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Sich an bekanntem, funktionierem und spaßigem Gameplay zu orientieren und eine "Kopie" davon
zu erstellen, dürfte doch eigentlich nicht so schwer sein. Aber zwischen gut gemeint und gut
gemacht liegen teilweise Welten. Es nützt die beste Lizenz wenig, wenn das eigentlich Gameplay
des Spiels in der finalen Verkaufsversion nicht stimmt und eklatante Mängel im Design vorliegen.
Mit "Crash Boom Bang!" hat sich Entwickler Dimps - Digital Innovator daran gemacht, ein Partyspiel
ala Mario Party mit "Crash Bandicoot"-Charakteren für das Nintendo DS umzusetzen. Dabei
kann einiges in den Sand gesetzt werden, wie das folgende Review näher zeigen wird.
Die mehrsprachige Anleitung erläutert ein wenig die Grundlagen und die wichtigsten Menüpunkte.
Allerdings werden gerade Einsteiger detaillierte Infos vermissen und die verwendete Schrift
ist auch sehr klein, was das Lesen ein wenig erschwert.
Partyspaß?
Mit Crash Boom Bang! haben sich die Entwickler daran gemacht, einen ähnlichen Mix wie in
Mario Party auf den DS Schirm zu bringen. Eine Hintergrundgeschichte ist zwar vorhanden und
wird im Einzelspielermodus auch durch kurze Zwischensequenzen in Standbildform präsentiert,
doch wirklich spektakulär oder beeindruckend sind diese nicht. In jeder der sechs Welten gilt
es eine Anzahl versteckter Gestände zu finden. Bis zu vier Spieler bzw. CPU gesteuerte Mitspieler
ziehen dabei rundenweise mit ihren Figuren über das Spielfeld. Je nach "Karte" sind unterschiedliche
Wege möglich. Einige Verbindungen enden in einer Sackgasse, andere sind kreisförmig verbunden.
Aus der Vogelperspektive kann jeder Spieler zwar alle Felder und die möglichen Wegverbindungen
sehen, aber nicht immer erkennen, was ihn auf einem Feld für ein Ereignis erwartet. Je nachdem
welche Augenanzahl gewürfelt wird, darf der Charakter entsprechende Felder weiterrücken. Zuvor
kann er noch entscheiden, ob ein Bonusgegenstand eingesetzt wird. Diese Gegenstände geben kurzzeitig
einen Vorteil und so werden beispielsweise wichtige Felder angezeigt, die Positionen aller Spieler
vertauscht oder ein Gegner auf eine andere, kleine Karte "verstoßen", von der aus er erst wieder
zurückkommen muss. Abhängig vom Feld, auf welchem der Charakter landet, gibt es einen nützlichen
Gegenstand, der Charakter wird an eine andere Stelle teleportiert oder aber verliert Punkte.
Auf den sogenannten Kampf- bzw. Megakampffeldern werden jeweils Minispielchen zwischen zwei
bis vier Spielern ausgetragen. Insgesamt 40 Minispielchen haben sich die Entwickler ausgedacht.
Die Aufgaben variieren dabei. Von reinen Geschicklichkeitsaufgaben über Glücksspielchen bis
hin zu reinen Skill-Spielchen wird eine breite Palette an Aufgaben geboten. Mal geht es mit
einem Flugzeug durch die Luft und es müssen primär Objekte eingesammelt werden oder aber per
Mikrofon und Pusten darf der Spieler eine Feder in der Luft halten. Es gilt den Charakter, der
in einer Kugel steckt, einen Hang hinunter rollen zu lassen, ohne die Hindernisse zu berühren
oder Gegenstände aufzufangen, die von oben herunterfallen. Jedes Minispielchen beinhaltet sowohl
Möglichkeiten Punkte zu gewinnen (beispielsweise Gegenstände aufzufangen) als auch Punkte zu
verlieren (beispielsweise mit einem Hindernis kollidieren). Sollten nur zwei Spieler gegeneinander
antreten, was auf einem Kampffeld der Fall ist, dann können die anderen beiden Spieler lediglich
auf den Sieger wetten und gleichzeitig den Kontrahenten mit "Ausdrucksmitteln" (Sprechblasen
mit Bildern) zuspammen.
Chrash Boom Bang bietet unterschiedliche Spielmöglichkeiten. Allein kann sich der Spieler
mit drei CPU Gegnern am sogenannten Storymodus versuchen und dabei die ganzen Karten und Minispielchen
freischalten. Der sogenannte "Festival-Modus" ist nichts anderes als ein "Freies Spiel", wobei
hier auch mit bis zu drei Teilnehmern über Wi-Fi-Connect gespielt werden kann. Unter "Mein Raum"
kann der Spieler nicht nur Optionen verändern, sondern auch ganz gezielt eines der 40 Minispielchen
starten, wenn dies frei geschaltet wurde. Dabei kann der Spieler die ganzen Minigames sowohl
gegen die CPU als auch über Wi-Fi Spielen.
Eher nicht - Stattdessen Frust
Das klingt bislang ja alles gar nicht mal so schlecht. Leichtgängiges Gameplay, Zufallselemente
und Partyspaß scheinen doch den Spieler einige Zeit bei Laune halten zu können. Leider haben
es die Entwickler jedoch geschafft, überall kleine und große Patzer einzubauen, so dass bei
Crash Boom Bang! leider nur eins passieren wird: Der Spielspaß wird in unerreichte Tiefen sinken.
Die ganzen Level und Minispielchen können gegen menschliche Spieler über Wi-Fi gespielt werden,
allerdings braucht jeder Spieler auch eine Version des Spiels. Game-Sharing wird nur für fünf
Minispielchen angeboten. Egal ob der Spieler allein oder mit Freunden spielt, irgendwelche Optionen,
um das Spiel ein wenig zu konfigurieren, gibt es nicht. Entsprechend kann sich eine Partie ewig
hinziehen, bis der letzte Gegenstand gefunden und damit der Level beendet wurde. Es gibt weder
Zeit- noch Punktelimits. Dazu kommt außerdem, dass der Spielstand nicht gesichert werden kann.
Wem also nach 30 Minuten langweilig wird und er ein anderes Spiel einlegt oder den DS vollständig
ausschaltet, kann den Level wieder von vorne beginnen. Spieler, die vielleicht noch kein Mario
Party gespielt haben, bekommen leider kaum Hilfen zum Einstieg. Da muss sich jeder Spieler durch
das Handbuch arbeiten und im Spiel ausprobieren. Wirkliche Hilfen oder gar ein Tutorial gibt
es nicht. Das Spiel bietet zwar Infos, aber es sind immer die gleichen, die einem bei jedem
Zug(!) am Anfang gegeben werden und jeweils zu bestätigen bzw. abzubrechen sind. So gibt es
beispielsweise an jeder Weggabelung eine Info, welche mehrere Bestätigungen erfordert und den
Spieler lediglich darüber informiert, dass er nun wählen kann. Das führt dann auch gleich zum
nächsten Knackpunkt: Steuerung. Es wird zwar nahezu vollständig mit dem Stylus gespielt, allerdings
gestaltet sich dies mitunter arg umständlich. Einhergehend damit kommt der eigentliche Todesstoß
für den Spielspaß: Die Minispielchen. Diese machen zu 95% keinen Spaß und lassen sich ganz bescheiden
steuern, um es mal vorsichtig auszudrücken. Hier wird dem Spieler die komplette Bandbreite an
Ärgernissen geboten. In einigen Spielchen reagiert die Steuerung gar nicht oder nur extrem verzögert,
in anderen wiederum hat der Spieler kaum eine Chance zu reagieren und etliche Aufgaben beinhalten
auch einen nicht gerade kleinen Glückfaktor. Im Zusammenspiel mit der CPU kommt es so zu sehr
kuriosen Partien. In einigen Spielen hat der Computer nicht eine Chance und stellt sich wahnsinnig
dämlich an, wohingegen in anderen Minigames viel Geduld erforderlich ist, weil unter anderem
der Bildschirm mit irgendwelchen Sprechblasen zugespammt wird oder der Charakter im Trubel nicht
den Weg zum angegebenen Ziel findet. Die Unterstützung des Mikrofons ist zwar eine nette Idee,
aber völlig unzureichend umgesetzt, da man zum "Pusten" viel zu dicht ans Mikro muss und somit
auf dem unteren Schirm gar nicht mehr erkennen kann, wie hoch das Objekt (z.B. eine Feder) nun
eigentlich schwebt.
Grafisch kann das Spiel auch keine wirklichen Akzente setzen, sieht jedoch zumindest noch
passabel aus. Spezialeffekte sind eher Mangelware und nur an ganz besonderen Stellen vorhanden.
Ansonsten hüpft lediglich der Charakter auf dem oberen Schirm durchs Bild und ab und zu erfreut
eine sonstige Animation das Auge. Der Sound variiert stark. Einige Spielchen sind tonlos in
anderen gibt es rudimentäre Begleitung und Geräusche. Sprachausgabe gibt es keine, lediglich
die Texte liegen mehrsprachig vor.
Meinung
Wie man mit Crash Boom Bang! seinen Spaß haben kann, will sich mir nicht so ganz erschließen.
Gameplay und Co sind zwar nicht neu, sondern "nur" abgekupfert, doch damit kann man leben. Es
sind die vielen kleinen Details, die umständliche und unausgereifte Steuerung, sowie die damit
verbundenen katastrophalen Minispielchen. So etwas müsste jedem Entwickler schon nach kürzester
Anspielzeit auffallen, dass hier kein Spaß aufkommt. Wer eine Party frühzeitig beenden will,
der kann ja Crash Boom Bang! auf dem Nintendo DS heraus kramen. Alle anderen greifen jedoch
besser zu Spielen wie Mario Party oder gleich zu den Fun-Spielchen des Wii.
Geschrieben am 01.01.2007, Testkonfiguration: Nintendo DS
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