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Crazy Machines DS
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| Gesamt (2 votes) | | 2+ |
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 |   | | 1.7 |
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| Name: | Crazy Machines DS |
| Genre: | Puzzle/Knobel Action |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2008/10 |
| Publisher: | dtp |
| Entwickler: | Fakt Software |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | Nintendo DS |
| System: | Nintendo DS |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
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 | | Herstellerscreens
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Am PC hat Fakt Software die Knobel- und Tüftelfans schon recht gut versorgt. Immerhin wurden
vier Ableger der Crazy Machines Reihe veröffentlicht, die jeweils dank über 100 Leveln, kostenlose
Levelpacks und einem leistungsstarken Editor Spaß für Wochen und Monate beinhalten. Doch nicht
nur zu Hause am Schreibtisch wird gerne getüftelt, auch unterwegs bietet sich der Baukastenspaß
an. Was läge da also näher, als eine mobile Handheldvariante für den Nintendo DS auf den Markt
zu bringen? Genau den Spielern hat sich Fakt Software zuletzt angenommen und Crazy Machines
DS im Oktober 2008 veröffentlicht. Ob die Stylus-Version mit dem PC Vorbild mithalten kann,
welche Neuerungen es gibt und wo Abstriche gemacht wurden, soll das folgende Review klären.
Portables Knobeln
Mit der DS-Variante hat sich am grundlegenden Spielkonzept nicht viel geändert. Auch auf
dem Handheld ist es die Aufgabe des Spielers, durch die richtige Anordnung unterschiedlicher
Objekte eine Kettenreaktion zu ermöglichen, um das gestellte Ziel zu erreichen. Sei es, dass
ein Ball in einen bestimmten Bereich gebracht werden muss, alle Lampen leuchten oder ein Luftballon
platzen soll. Gerne sind es auch einmal Kombinationen aus mehreren Aufgaben. Zu Beginn befinden
sich jedoch immer nur einige Teile auf dem Bildschirm, die fest verankert sind. Den Rest gilt
es mit einer begrenzten Anzahl weiterer Objekte aus dem Baukasten so zu vervollständigen, dass
eine Aktion in die nächste übergeht. Um beispielsweise in einem Level ein Radio einzuschalten
werden diverse Rampen, ein Schaufelrad, Keilriemen, Clown in der Kiste, Glühbirne und mehrere
Kabel benötigt. Der Toaster bekommt Strom aus der nächsten Steckdose, so dass wenig später ein
frischer Toast nach oben springt, eine Wippe drückt, die wiederum eine andere nach oben drückt
und entsprechend dafür sorgt, dass ein Tennisball angestoßen wird: Dieser fängt an zu rollen
und fällt schließlich auf ein Schaufelrad. Die Drehung wird mit einem Keilriemen an den Clown
in der Kiste übertragen, der herausspringt und wiederum einen Schalter umlegt, um die Glühbirne
mit Strom zu versorgen, so dass die Solarzelle, die fest ans Radio angeschlossen ist, Energie
bekommt und Musik ertönt. Aufgabe erfüllt.
Wie schon erwähnt stehen dem Spieler nur einige wenige Teile pro Puzzle zur Auswahl, die
sich frei platzieren lassen. Im Gegensatz zur PC-Version ist der Umfang mit etwas über 60 Gegenständen
zwar ein wenig kompakter ausgefallen, doch noch immer werden Objekte unterschiedlicher Kategorien
angeboten. Es gibt Mauerstücke, Wippen, Bretter, Seile, Bälle in den unterschiedlichsten Größen
und Eigenschaften. Rampen, Gewichte, Seile, Dynamit & Sprengstoff sind ebenfalls wieder mit
von der Partie. Ob die weiter oben beschriebene Solarzelle nun mit Energie aus der nächsten
Glühbirne, einer Kerze oder Handlampe versorgt wird, ist egal bzw. geben die Baumöglichkeiten
im Level vor. Viele Objekte lassen sich sehr unterschiedlich einsetzen, wie etwa zwei Windmühlen,
die sich gegenüber befinden und gegenseitig "antreiben" können. Aber auch die verschiedensten
elektrischen Geräte lassen viele Kombinationsmöglichkeiten zu. Nicht immer muss die Energie
aus der Steckdose kommen. Mit Hilfe eine Kerze oder einer anderen Feuerquelle kann ein Dampfkessel
betrieben werden, der ebenfalls Drehbewegungen fürs Antriebsband zur Verfügung stellen kann.
Die Möglichkeiten sind extrem breit gefächert und die bislang noch nicht aufgezählten Gegenstände,
wie etwa Ballon, Schere, Blasebalg, Erlemeierkolben, Kanone und Laserspiegel sorgen auch auf
dem Handheld dafür, dass die Ideen so schnell nicht ausgehen.
Spielmodi: Rätsel und Action
Mitgeliefert werden insgesamt stattliche 150 Aufgaben, die es zu lösen gilt. Aufgeteilt sind
die Aufgabenstellungen des virtuellen Professors in zwei Gruppen: Rätsel und "Actionaufgaben".
Die Rätsel sollte jeder Spieler, der schon einmal eine der PC-Versionen in den Fingern hatte,
sofort wiedererkennen. Hier gilt es einfach nur mit den begrenzt zur Verfügung gestellten Bauteilen
die Aufgabe zu meistern. Dazu reicht es, einfach die Objekte an der möglichst richtigen Stelle
zu positionieren, das Experiment zu starten und nach ggf. mehreren Korrekturen erfolgreich zu
beenden. Bei den "Action-Aufgaben" ist jedoch die Arbeit noch nicht getan, wenn der Spieler
den Startknopf drückt und die gebaute Apparatur "zum Leben erweckt wird". Im Actionmodus gilt
es den Stylus in der Hand zu behalten und den Ablauf genau zu verfolgen. Das Experiment kann
nur erfolgreich sein, wenn beispielsweise im richtigen Moment durch Pusten des Spielers eine
Düse "aktiv" wird und z. B. ein Objekt, wie etwa einen Ball, wegdrückt. Außerdem können mit
dem Stylus Kisten angeschupst oder Kurbeln gedreht werden. Durch entsprechende Symbole sind
Objekte, die nach dem Start des Experiments vom Spieler manipuliert werden können, hervorgehoben.
Bei diesen "Mitmachexperimenten" ist neben dem Knobeln also auch ein wenig aktive Mitarbeit
gefragt, was teilweise auch wirklich gut funktioniert und gleichzeitig die Knobelei ein wenig
auffrischt. Dadurch, dass der Spieler jetzt während der Experimentablaufes selbst eine
Kiste bewegen kann, kommen noch einige neue Kombinationselemente zum Gameplay hinzu. So wirken
die Action-Rätsel durchaus frisch, da man ganz anders an die Aufgaben herangehen muss. Dank
zweier Einführungsaufgaben und klaren Anweisungen sind die 50 Action-Aufgaben eine wirklich
schöne Ergänzung, die auch recht nett auf die Möglichkeiten des DS abgestimmt sind. Einziger
Kritikpunkt: Teilweise wird die Geschichte ein wenig unübersichtlich, wenn man pusten soll,
mit dem Stylus hantiert und gleichzeitig auch noch den Versuchsablauf im Auge behalten muss.
Da ist dann gerne mal die Hand im Weg oder der Stift nicht im richtigen Moment einsatzbereit.
Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch einigermaßen daran und hat durchaus seinen Spaß.
Wie lange der Spieler allerdings braucht, bis die 150 Aufgaben gelöst sind, hängt unter anderem
auch stark von den Vorkenntnissen aus anderen Crazy Machines-Ablegern ab. Da der Bildschirm
vom DS doch ein wenig kleiner ist und nicht die gleiche Spielfläche bietet wie ein PC mit Auflösungen
von 1024 und höher, ist das Spielfeld auf dem Handheld doch merklich geschrumpft. Positiv ausgedrückt
könnte man sagen, dass die Aufgaben nun übersichtlicher sind, da sich alles auf einer kleineren
Fläche mit weniger Objekten konzentriert. Dieser Umstand stört allerdings nur zu Beginn, wenn
fortgeschrittene Spieler sich wundern, wie schnell sie teilweise die ersten Aufgaben meistern
können. Hier einige Objekte platziert, ein wenig nachjustiert und schon ist das Puzzle
gelöst. Mit meist zwei bis acht Bauteilen in der Truhe sind die Möglichkeiten schon ein wenig
eingeschränkter. Trotzdem macht die Knobelei auf dem Handheld sehr viel Spaß und ist auch genau
richtig auf die entsprechende Zielgruppe zugeschnitten. Zudem gibt es - gerade auch im späteren
Spielverlauf - einige knackigere Aufgaben, die nun ganz gewiss nicht von jedem Spieler innerhalb
weniger Versuche gemeistert werden. Positiv im Vergleich zur PC-Version sei auch noch der sehr
viel ausgewogenere Schwierigkeitsgrad zu vermerken. In den Windows-Versionen gab es immer mal
wieder einige Aufgaben, in denen es extrem stark auf pixelgenaues Ausrichten der Objekte ankam,
damit auf die Sekunde genau die Kugel abprallt oder mit einer ganz bestimmten Geschwindigkeit
eine Rampe passiert wird. Mitunter gibt es auch einige sehr feinfühlige Stellen auf dem DS;
aber längst nicht so häufig. Sollte man trotzdem einmal an einer Aufgabe hängen, kann man sich
auch an einer anderen Aufgabe versuchen, da neue Puzzle immer im 10er-Pack freigeschaltet werden.
Wurde eine Aufgabenstellung erfolgreich gemeistert, erhält man noch kurz eine "Abrechnung",
bevor es an die nächste Herausforderung geht. Bei der Bewertung spielen die beiden Punkte Zeit
und verbrauchte Teile eine wichtige Rolle. Je flinker der Spieler ist, desto mehr Bonuspunkte
gibt es und ganz besonders gute Knobler, die weniger Teile verbrauchen, als ihnen zur Verfügung
gestellt wurden, bekommen weitere Extrapunkte. Schade nur, dass es zum einen keine Bestenlisten
wie auf dem PC gibt und nur in den seltensten Fällen kann man mal ein Teil einsparen. Neben
der eigenen Lösung kann man sich zudem auch immer die Musterlösung der Entwickler ansehen. Die
eigene Lösung der Aufgabe wird jedoch leider nicht gespeichert.
Editor
Wenn man erst einmal mit einem Spiel fertig ist, alle Level gelöst und alle Aufgaben gemeistert
sind, dann war es das oftmals. Besonders schön war es deshalb, dass die PC-Versionen von Crazy
Machines einen umfangreichen Editor beinhalteten. Damit konnten die Spieler selbst eigene Knobelaufgaben
erstellen, zu "Levelpacks" zusammenfassen und dann via Internet verteilen. Auch Entwickler FAKT
Software hat diese Möglichkeit genutzt und im Laufe der Zeit einige kostenlose Aufgaben nachgeliefert.
Erfreulich ist daher erst einmal, dass auch die Handheld-Variante einen Editor spendiert bekommen
hat. Allerdings sind die Möglichkeiten sehr viel begrenzter. Maximal können nur 25 Bauteile
verwendet werden und nur 10 davon dürfen beweglich sein, wie etwa Bälle und Kugeln. Auch lassen
sich keine Aufgaben für andere Spieler erstellen, sondern lediglich Versuchsaufbauten, die man
einem anderen Spieler via Wifi zukommen lassen kann, so dass das Gegenüber lediglich den Versuch
starten oder ändern kann. Darüber hinaus stehen auch nur vier Speicherplätze zur Verfügung.
D.h. maximal vier Aufbauten können auf der DS-Karte verewigt werden.
Technische Umsetzung
Bis auf den zuletzt angesprochenen Editor hat die Umsetzung auf den DS ansonsten aber recht
gut geklappt. Der Grafikstil ist erhalten geblieben, die ansehnliche 2D-Optik macht einen wirklich
schönen und stimmigen Eindruck und auch die DS-Eigenarten, wie etwa zwei Bildschirme und Stylus
werden gut unterstützt. Während auf dem unteren Bildschirm immer der aktuelle Versuchsaufbau
zu sehen ist, so befinden sich im oberen Bildschirm alle nötigen Angaben und Infos zum aktuellen
Experiment, wozu auch eine Übersicht der noch vorhandenen Bauteile gehört. Das eigentliche Platzieren,
Anordnen und Verschieben der Gegenstände wird komplett mit dem Stylus gehandhabt. Mit einem
Druck auf den im oberen Bildschirm befindlichen Pfeil kommt die Bauteilkiste runter und die
Objekte lassen sich ganz einfach mit Drag & Drop auf dem Bildschirm anordnen. Auch die Anbringung
von Kabel, Seilen oder Keilriemen geht gut und eingängig von der Hand. Lediglich wenn ein Bauteil
nur um ein oder zwei Pixel verschoben werden soll, dann wäre es einfach gewesen, wenn Objekte
nur markiert und dann mit dem Steuerkreuz Pixel für Pixel verschoben werden könnten. Alles weitere
wird über entsprechende Popup-Menüs geregelt, die auftauchen, wenn ein Bauteil angewählt wird.
So lassen sich zu allen Objekten kurze Infobeschreibungen aufrufen, die erklären, wie ein Bauteil
genau funktioniert oder womit es verwendet werden kann. Zudem lassen sich hierüber Gegenstände
drehen, spiegeln oder wieder entfernen. Akustisch wird nicht ganz so viel geboten. Die Sounds
und Geräusche der einzelnen Gegenstände sind in Ordnung und passend, ansonsten ist es beim Knobeln
eher ruhig. In den Menüs gibt es zwar einige unterschiedliche Musiktracks, allerdings sind die
über die DS-Lautsprecher nicht wirklich eine Freude und gehen recht schnell auf die Nerven.
Dem Knobelspaß tut es jedoch keinen Abbruch, wenn es einfach ruhig ist.
Meinung
Insgesamt ist die Umsetzung für den Nintendo DS wirklich gut gelungen. Mit 100 Rätseln und
50 Action-Rätseln, in denen der Spieler auch selbst noch beim Starten des Experiments aktiv
werden muss, bietet Crazy Machines (DS) schönen Puzzlespaß für unterwegs. Aufgrund des kleineres
Displays und der damit verbundenen kleineren Spielfläche wird zwar nicht das Knobelausmaß des
PC-Vorbilds erreicht und speziell Crazy-Machines-Profis fühlen sich ein wenig unterfordert,
doch für die eigentliche DS-Zielgruppe wurde ein wirklich schöner Mittelweg gefunden. Gerade
auch das Balancing der einzelnen Aufgaben gibt sehr viel weniger Anlass zur Kritik als bei den
Windows-Vorbildern. Lediglich im Bereich Multiplayer und Editor wäre doch mehr drin gewesen.
Wer jedoch unterwegs oder Abends im Bett die grauen Zellern fordern möchte, der macht mit dem
Kauf für etwa 30€ ganz gewiss nichts falsch.
Geschrieben am 16.11.2008, Testkonfiguration: Nintendo DS
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