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Crazy Taxi 3
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| Autor | | 3 |
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| Gesamt (24 votes) | | 3+ |
 |   | | 1.4 |
 |   | | 1.1 |
 |   | | 1.1 |
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| Name: | Crazy Taxi 3 |
| Genre: | Racing |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2004/02 |
| Publisher: | Empire Interactive |
| Entwickler: | Sega |
| Hardware: | 1Ghz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Sprache: | Multilingual |
| Bemerkung: | auch für Xbox |
| USK: | 12 |
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Taxifahrer haben eigentlich ein ruhiges Leben. Sie müssen zwar mitunter
zu unmenschlichen Zeiten aufstehen, doch dann haben sie manchmal auch
viel Zeit, Zeitung zu lesen bzw. zu dösen bis der nächste Fahrgast kommt.
So weit die Realität. Doch zum Glück gibt es ja auch etwas spannende Fahrten.
In Spielen wie z. B. GTA konnte man als Taxifahrer aktiv werden oder aber
mit Simpsons Road Rage ein Transportunternehmen aufbauen. Crazy Taxi geht
nun in die dritte Runde und erscheint diesmal auch wieder für den PC.
Ob ein Spiel, welches sich nur auf reine Action konzentriert, heutzutage
noch Spaß macht und welche Innovationen es bietet, das soll das Review
klären.
Begrenzte Möglichkeiten
Nachdem man die Logos gesehen hat, landet man schnell im Hauptmenü von
Crazy Taxi 3. Hier stehen insgesamt zwei Spielmöglichkeiten zur Auswahl.
Zum einen kann sich der Spieler in drei Stadtteilen (WestCoast, Glitter
Oasis, Small Apple) auf die Jagd nach Fahrgästen und möglichst viel
Trinkgeld machen oder es werden Aufgaben bei "Crazy X" gemeistert. Des
weiteren können einige Optionen, welche den Schwierigkeitsgrad wie Verkehrsdichte
bestimmen, eingestellt werden. Außerdem kann man sich unter dem Punkt
Wiederholungen aufgezeichnete Taxifahrten ansehen und unter dem Punkt
"Ergebnisse" die jeweiligen Bestzeiten der Stadtteile auf Aufgaben angesehen
werden.
Crazy X
In insgesamt 25 Miniaufgaben muss der Spieler allerlei verrückte Aufgaben
erledigen. Mal gilt es in einer Arena alle Bälle zu berühren, X mal durch
einen Feuerring zu springen oder eine Strecke innerhalb einer gewissen
Zeit abfahren. In diesem Fall gibt es jedoch einige Hindernisse auf dem
Weg. Mal fallen an einer Klippe lauter Autos vom Himmel und ein anderes
Mal soll man einen Footballspieler über das Feld kutschieren, während
einem Hunderte von Fahrzeugen entgegenkommen. Anfangs stehen einem 12
Missionen zur Auswahl und im späteren Verlauf kann man 13 weitere freischalten,
allerdings wird man daran einige Zeit sitzen. Die Aufgaben sind mitunter
alles andere als einfach bzw. nicht mal eben nebenbei zu lösen. Bei einigen
muss man sich 100% auf das Fahrzeug konzentrieren und ein Fahrfehler bedeutet
das Aus. Bei anderen Aufgaben gilt es möglichst erst mal herauszufinden,
was man wie machen muss, um das Ziel zu erreichen. Und letztendlich ist
ein Teil der Aufgaben einfach reines Glück. Ein Sprung über eine Schanze
geht recht problemlos und ist jedes Mal gleich. Soll man aber durch ein
Heer von entgegenkommenden Autos, so ist auch viel Glück gefordert. Besonders
happig wird es dann noch durch ein knackiges Zeitlimit. Für alle Aufgaben
gibt es auch eine Reihe an Highscores, die man knacken bzw. aufstellen
kann. Hat man beispielsweise die Aufgabe innerhalb von X Minuten 10 mal
durch einen Ring zu hüpfen, so ist die Aufgabe nicht beendet, wenn man
10 mal durch ist, sondern erst, wenn die Zeit abgelaufen ist. Über so
manche Bestzeiten kann man sich dann nur wundern, wenn dort die gleiche
Aufgabe innerhalb 1/3 der Zeit geschafft wurde. Allerdings bieten diese
kleinen Aufgaben dafür den Anreiz, immer besser zu werden (Insbesondere
wenn man es abwechselnd, da kein Multiplay vorhanden, gegen einen weiteren
menschlichen Mitspieler spielt.)
Jagd nach Trinkgeld und Fahrgästen
Um reich zu werden, stehen dem Spieler drei unterschiedliche Stadtteile
zur Verfügung. Die beiden Abschnitte WestCoast und Small Apple stammen
aus den beiden Vorgängern und wurden leicht überarbeitet übernommen. Neu
hingegen ist Glitter Oasis, was auch zum schweRsten Areal gehört, da man
hier schnell in einer "Zeitfalle" landen kann. Hier gibt es im unteren
Bereich der Stadt einen Canyon, in welchem man zwar schnell hinunterkommen
(Einfach fallen lassen, der Wagen hält das aus und die Fahrgäste sind
davon begeistert) kann, aber recht lange für den Weg nach oben braucht.
Mal bei Tag (West Coast), bei Nacht/Abend (Glitter Oasis) oder bei Regen/Abend
(Small Apple) gilt es sich den nächstbesten Fahrgast zu schnappen und
zum Ziel zu bringen. Mögliche "Opfer" sind deutlich am Straßenrand bzw.
in der Botanik zu erkennen. Doch es will nicht nur eine Person zum Ziel
gebracht werden, in einigen Fällen gilt es bis zu vier Kumpels (Die alle
gleich aussehen) zu vier unterschiedlichen Plätzen zu bringen. Das dann
bitte auch möglichst schnell. Während am oberen Bildschirmrand ein Pfeil
in die Richtung weißt, hüpfen die Fahrgäste aufgeregt auf den Sitzen herum
und zeigen auch wo sie lang wollen. Hier gilt es nun, sich möglichst gut
in der Stadt auszukennen und alle Abkürzungen, so unmöglich sie auch sein
mögen (über Häuserdächer, durchs Wasser, Berghänge runter, etc.), zu nutzen
und dadurch die ein oder andere Bonussekunde oder etwas mehr Trinkgeld
zu ergattern. Die Fahrgäste wollen keine ruhige Fahrt haben, sondern möglichst
eine Art Adrenalinkick abbekommen. Möglichst dicht an anderen Fahrzeugen
vorbei oder den ein oder anderen Stunt einlegen, wie z. B. Sprünge, die
mit Barer Münze belohnt werden. Am jeweiligen Zielgebiet muss die Beschleunigung
möglichst schnell auf 0 gebracht werden, wozu es sich am Besten eignet,
einfach gegen die nächste Wand, Laterne oder einen Baum zu fahren. Dem
Fahrzeug schadet dies nicht und physikalische Effekte sind dem Spiel unbekannt.
Klingelt die Kasse durch den letzten Fahrgast, gilt es sich innerhalb
der verbleibenden Zeitspanne einen neuen zu suchen. Sobald die Zeit abgelaufen
ist, erfolgt eine Bewertung und ggf. ein Eintrag in den Highscore. Die
einzelnen Städte sind alle sehr abwechselungsreich gestaltet. Auch das
Wegnetz ist nicht zu einfach gehalten und man muss schon einige Zeit investieren,
bis man sich einigermaßen zurecht findet und auch mal mehr als ein/zwei
Ladungen an Fahrgästen befördern kann. Zwar wird kurz eingeblendet, wohin
man den jeweiligen Fahrgast bringen soll (mit Bild), doch bis man die
immer gleichen Punkte in der Stadt so gut kennt, daß man sich sofort im
Kopf eine "beste Route" überlegen kann, ist man auf den Richtungspfeil
angewiesen. Allerdings zeigt dieser nicht die Straßen an, sondern direkt
in die entsprechende Richtung. Da überfährt man dann doch schon mal leicht
eine passende Abzweigung und sucht sich sozusagen im Zickzack den Weg
zum Ziel. Bei den Abkürzungen sollte man am Besten den gesunden Menschenverstand
mal abschalten und auch alle absonderlichen Wege, wie über Hausdächer,
Wasserbecken, etc. einkalkulieren. Ebenfalls sollte man immer darauf achten
wenn man mit nimmt. Manche Passagiere wollen nur mal eben um die Ecke
zur Bar gebracht werden, während andere eine Tour durch die ganze Stadt
wollen. Ersichtlich wird dies grob an der Farbe der Personenmarkierung
(gelb/ rot), wohingegen blaue und grüne Zeichen für längere Touren stehen.
Doch Kleinvieh macht ja auch Mist und in den letzten Sekunden kann man
dadurch noch enorm etwas rausholen. Die Auswahl an möglichen Kandidaten
ist jedoch sehr groß und diese stehen fast dichtgedrängt am Straßenrand.
Grafik
Die Grafik ist sicherlich keine Stärke von Crazy Taxi auf dem PC. Die
Texturen sind nicht sehr hochauflösend und es fehlt an vielen Details
im Vergleich zu GTA oder Mafia.
Deformationen an Fahrzeugen sind genauso Fehlanzeige wie irgendwelche
außergewöhnliche Specialeffekts (Wenn man mal von den Nässe- und
Unschärfeeffekten absieht). Lediglich kleine Objekte wie einige Stühle
und Kisten fliegen durch die Luft, ohne jedoch in Einzelteile zu zerbrechen.
Rast man mit gut 100km/h in eine Wand, ein anderes Auto, etc, so gibt
es lediglich einige wenige Funken zu sehen. Die Fahrgäste unterscheiden
sich zwar optisch voneinander, aber wenn man eine Gruppe aufsammelt, so
sehen dort jeweils alle immer gleich aus. Da die Fahrzeuge im Spiel schon
viel mitmachen, so wundert es auch nicht, daß man sogar unter Wasser nur
einige kleine Luftblasen zu sehen bekommt. Dafür werden die Stadtteile
jedoch alle wunderbar flüssig angezeigt und es ruckelt nicht (Wäre ja
noch schöner). Wenn man jedoch bei der Stadt sagen kann, OK nicht überwältigend
und schlechter als GTA 3 / Vice
City, so sind die Crazy X Areale eine Beleidigung für jede Grafikkarte.
Texturen gibt es hier eigentlich fast gar keine und man befindet sich
einfach nur in großen, fast einfarbigen bzw. mit wenigen und sehr gestreckten
versehenen Klötzen. Gerade bei den kleinen Gebieten wären mehr Details
durchaus angebracht gewesen. Allerdings hat die Grafik auch positive Seiten.
Die Fahrgäste im Auto sind recht nett animiert und zeigen "begeistert"
den Weg und die Lichteffekte in den Städten können auch gefallen. Genauso
die Hechtsprünge von Passanten (+Schreie) sind gelungen, wie auch die
Abwechselung der drei Stadtteile.
Sound
In Sachen Sound weiß Crazy Taxi 3 zu gefallen. Die Musik ist stimmig
und passt bestens zur actionreichen Atmosphäre. Die Sprachausgabe ist
komplett auf Englisch - neben deutschen Texten - doch da sowieso nicht
sehr viel im Spiel gesprochen wird, fällt es nicht groß hinderlich auf.
Mehr als ein "Taxi" oder "Begeisterungsschrei" kommt nicht über die Lippen
der Personen. Und auch der "Kommentator" bringt nur ab und zu ein "falscher
Weg", "Zeitbonus", etc. über die Lippen. Die Effekte sind nicht sehr ausgeprägt.
Neben den Crashsounds gibt es noch Schreie und Hupen von anderen Fahrzeugen.
Sogar an Geräuschen der vorbeifahrenden Fahrzeuge wurde gespart.
Steuerung
Gespielt werden kann wahlweise über Keyboard oder Gamepad. Beides hat
man schon nach wenigen Minuten problemlos im Griff, wohingegen die Padsteuerung
auf längere Sicht etwas "entkrampfender" ist und man gemütlicher spielen
kann. Für die Steuerung reichen wenige Tasten aus. Gas, Bremse, Links
und Rechts sowieso Sprung müssen beherrscht werden. Der Gang lässt sich
ebenfalls auf vor- oder rückwärts stellen, was beispielsweise für "Spezialmanöver"
wie Crazy Dash benötigt wird, wodurch der Wagen kurzzeitig enorm beschleunigt.
Auf Wunsch kann man auch jederzeit pausieren, sich kurzzeitig ein kleines
Bild + Entfernung zum Ziel einblenden und den Scheinwerfer betätigen.
Sehr wichtig sind die Spezialmanöver, da man im Spiel möglichst keine
Sekunde verlieren sollte, sie könnte einem fehlen. So nimmt man einen
Fahrgast und schon geht es mit möglichst viel Speed (Crazy Dash), Sprüngen
und Drifts zum Ziel.
Meinung
Darf es auch etwas mehr sein? Das habe ich mich bei diesem Spiel gefragt.
Von der Idee her ist es auf jeden Fall nicht schlecht, allerdings hapert
es an der Umsetzung. Zwar beinhaltet die dritte Auflage die beiden Städte
der Vorgänger, doch trotzdem bietet das Spiel zu wenig. In den 3 Arealen
hat man sich bald satt gesehen und es gibt wenig Langzeitmotivation. Neben
der mittelmäßigen grafischen Umsetzung ist es insbesondere der Schwierigkeitsgrad,
welcher Anfänger schnell verzweifeln lässt. Die Zeitlimits sind wirklich
nicht von schlechten Eltern und wenn man nicht permanent Crazy Dash, etc.
macht, dann ist die Zeit schneller um, als man selbst zählen kann. Weitere
Kleinigkeiten wie das umständliche Befreien aus einer Ecke oder das man
mal wieder einen Millimeter aus dem "Zielbereich" hinausgefahren ist bzw.
man als "nicht drin" erkannt wird, kostet Zeit und Nerven. Bei den Minispielchen
gibt es das Problem, daß diese zwar sehr abwechselungsreich sind, aber
dafür grafisch misslungen sind. Ansonsten steckt in diesem Modus viel
Zeit, Lösungen auszuprobieren bzw. auf "Glück" zu hoffen. Und das war
es dann, mehr bietet das Spiel leider nicht. Ein Mehrspielermodus wäre
klasse gewesen oder aber ein kleiner Story- bzw. Karrieremodus. Es spielt
sich mehr wie eine Art GTA-Taximissionen-Light&Fun. Für allerdings etwa
25 € bietet das Spiel ein besseres Preis/Leistungsverhältnis, als
so mancher Vollpreistitel (Was dann auch zur entsprechenden Wertung geführt
hat) und wer ein actionreiches Spiel für zwischendurch sucht, der kann
mit Crazy Taxi 3 wenig falsch machen.
Geschrieben am 10.02.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
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