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Dark Age of Camelot C.
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
 |   | | 2 |
 |   | | 2.5 |
 |   | | 1.5 |
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| Gesamt (9 votes) | | 2 |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.9 |
 |   | | 1.7 |
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| Name: | Dark Age of Camelot: Catacombs |
| Genre: | Online Rollenspiel |
| Produkt: | Add-On |
| Release: | 2005/03 |
| Publisher: | Wanadoo |
| Entwickler: | Mythic Games |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 1.4Ghz, 512MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 3600 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Internet (zzgl. Monatsgebühr) |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| USK: | 12 |
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| Dark Age of Camelot: Catacombs (review von ronin) |
"Alle Jahre wieder ..." könnte es bei der Addon-Politik von Mythic lauten.
Das mittlerweile dritte kostenpflichtige Addon Catacombs der erfolgreichen Dark
Age of Camelot Reihe erschien Anfang diesen Jahres und bietet erwartungsgemäß wenig Innovatives,
aber durchaus Sinnvolles. Mit dem Erfolg des massentauglichen MMORPG World
of Warcraft geriet auch das erfolgsverwöhnte DAoC in Zugzwang und versucht nun mit dieser
Erweiterung an die Qualitäten eines WoW aufzuschließen und das eigene Konzept weiter zu verfeinern.
In wieweit das gelingt soll das folgende Review zeigen, wobei ich mir für diese Erweiterung
das komplette Hochleveln eines neuen Charakters gespart habe - man möge mir verzeihen. Auch
kann ich lediglich eine Perspektive für mein "Heimatreich" Hibernia liefern. Ja, ich bin auch
Jahre nach dem Release treu geblieben, eine Angewohnheit die ein gebürtiger Ossi schwer abzulegen
versteht ;-).
Das Review bezieht sich auf die Patchversion 1.73 und gespielt wurde auf dem deutschen Server
Avalon im Reich Hibernia.
Wie immer vorab ein paar Worte zur Technik. Wie mit fast jeder Erweiterung, kommt DAoC Catacombs
mit aufpolierter Grafik daher. Waren es in Trials
of Atlantis die Umgebung nebst Texturen, kommen diesmal die Figuren zu einer Generalüberholung.
Nachvollziehbar, wirkten doch die alten Charaktermodelle recht blaß und grob, verglichen mit
Konkurrenztiteln (WoW sollte an dieser Stelle schweigen!) und der eigenen Umgebungsgrafik. Jeder
Charakter darf nach der Installation komplett neu designed werden, auch die schon bestehenden.
Aus einer recht umfangreichen Liste an Möglichkeiten können Augenform und Farbe, Frisur, Kinn
etc. verändert werden. Auch kann man per NPC das Aussehen jeder Zeit erneut wechseln. Leider
fehlt die Möglichkeit bei bestehenden Charakteren auch die Größe zu ändern, für RvR-Fans (Reich
gegen Reich), die sich bei der Größe am Anfang etwas vertan haben leider fatal :-). Auch die
Rüstungsteile und die Animationen sowie alle Gegner (auch in den alten Gebieten) wurden neugestaltet
und sehen sehr gut aus, das realistische Glänzen von Metall und die tollen Bewegungsanimationen
lassen DAoC an Konkurrenztitel nun auch im grafischen Bereich aufschließen. Fans, denen es auf
Performance ankommt, können aber jederzeit mit den alten Modellen spielen, da durch die neue
Grafik der Rechner nun noch um einiges mehr belastet wird. Warum allerdings immer noch kein
übergangsloser Wechsel zwischen Über- und Unterwasser möglich ist, bleibt wohl ein Rätsel.
Zur musikalischen Untermalung und der Steuerung gibt es wenig Neues zu berichten. Die Sounds
wurden etwas angepaßt und leicht verbessert aber ansonsten ist hier alles beim Alten geblieben.
Ärgerlich, da man sonst alles mögliche bei WoW abgeschaut hat. Die Kamera muss man immer noch
mit einer Extrataste drehen, gleiches gilt für die Kameraausrichtung. Auch das umständliche
Geklicke beim NPC-Händler und ähnliche Altlasten wurden nicht verbessert. Es liegt halt immer
noch einiges an Staub auf dem "Oldschool"-MMORPG DAoC ;-).
Erfreunlich ist aber die Ausstattung. Eine große Pappbox mit schönen Motiven, Handbuch und
eine kostenlose Version des Originals sowie das erste Addon Shrouded Islands (14 Tage kostenfrei)
verdienen Erwähnung, da ein solch üppiges Paket heutzutage eher unüblich ist.
Aber nun zum eigentlichen Spiel und den Neuerungen, die sich für den Spieler ergeben. Schon
vor Catacombs war immer wieder die Rede vom Schleier und den magischen Wesen dahinter. Es ging
um Krieg, Liebe, Verrat ... aber wen interessiert das, mittlerweile geht's doch nur ums schnelle
Leveln auf 50, um fit fürs RvR zu sein. Sicher stoße ich hier den PvM-Fans (Spieler gegen Monster)
vor den Kopf, aber die Qualitäten eines DAoC liegen sicher nicht im abwechslungsreichen Kampf
des Spielers gegen endlose Massen immer gleicher Mobs und der zusammengeschusterten Story aus
den Mythen aller möglichen Kulturkreise. Schaut man sich den Start des neuen Addons an, waren
die ersten Spieler nach einem Tag Level 50, hatten am zweiten Tag alle Artefakte auf Level 10
und die umständlichen Masterlevel (mittlerweile hat man das Ganze etwas vereinfacht) macht man
nebenher. Spätestens am Tag 4 standen die ersten Hexenmeister, Ketzer und Vampire im RvR. Es
soll alles einfacher und schneller werden in DAoC. Gestaltete sich der Einstieg schon zu Beginn
der DAoC-Kariere sehr mühsam, ist es, seit sich die meisten Spieler etabliert haben und vornehmlich
RvR-Kämpfe bestreiten, noch schwerer geworden aufzuschließen. Nun hat man versucht den Gelegenheitsspieler
und Neueinsteiger mit Instanzen, Quests und Bonusleveln bei Laune zu halten. Durchaus legitim
wie ich finde, allerdings zum Großteil von WoW abgekupfert. Und das Ganze leider eher schlecht
als recht. Zwar sind die Questgeber jetzt mit blauen und gelben Kreisen als solche markiert,
aber das Klicken durch die Dialoge und das umständliche Logbuch machen das Ganze hier zur Qual.
Auch der Inhalt der Quests ist recht lieblos. So stehen in den Startgebieten der neuen Zone
gleich zu Beginn die Questgeber und verteilen haufenweise Aufgaben: sammle diese Gegenstände,
töte so viele Gegner und so weiter. Das ist bei WoW ja auch nicht anders, aber man hat trotzdem
noch das Gefühl eine Aufgabe mit einem gewissen Sinn zu erfüllen, in DAoC wirkt das einfach
so fix aus dem Editor hingeschludert. Nichtsdestotrotz gestaltet sich das Leveln des Charakters
nun auch solo spannender. Durch die eingefügten Instanzen kann man notfalls auch in Ruhe allein
in einem Gebiet Monster kloppen oder mit einer Gruppe störungsfrei aufräumen. Wer mit dem Begriff
Instanz nichts anfangen kann, hierbei handelt es sich um einen Dungeon, der nach dem Betreten
nur für einen selber zugänglich ist. Ein nachfolgender Spieler käme in den gleichen Dungeon,
allerdings in einer weiteren Kopie davon. Neben neuen Gebieten in Hibernia ist das zum Beispiel
die Anderwelt aus der die mit ToA neu eingeführte Rasse der Shar ihren Ursprung hat, sind noch
fünf neue Klassen hinzugekommen. Diese Neuerung ist meiner Meinung nach, neben dem Grafikupdate,
die Wichtigste für diese Erweiterung. Albion hat diesmal lediglich eine neue Klasse bekommen,
den sogenannten Ketzer. Man sieht nur wenige im RvR, aber es gibt sie und mit ihrem seltsamen
Untotenrezz sind sie durchaus unter nervig einzustufen. In Midgard gibt es die Walküre, ein
Hybridcharakter, der leider wenig gespielt wird. Man muss sich unter diesem Charakter, der nur
von weiblichen Rassen gespielt werden kann, eine Art Nahkämpfer mit fächerförmigen Angriffssprüchen
vorstellen. In endloser Menge sind die sogenannten Hexenmeister anzutreffen. Zauberer, die in
der Lage sind, ihre Sprüche zu mischen. So kleine Kügelchen schweben dann um den Magier herum
und er kann innerhalb kürzester Zeit sehr viel Schaden austeilen, leider ist dieser Charakter
ziemlich schlecht ausbalanciert. Aber dazu später mehr. In Hibernia wurde der Vampir eingeführt.
Ein Nahkämpfer mit wenig Defensive, aber hohem Angriffspotential. Er kann sich selbst "buffen"
(Stärkungszauber), weswegen ein Buffbot unnötig ist. Derzeit ist dieser Charakter fast nur solo
anzutreffen, da er in einer gut angepaßten Acht-Mann Gruppe schlecht unterzubringen ist. Der
letzte Charakter ist die Banshee. Eine Magierin die sich beim Zaubern in eine Art Gespenst verwandelt.
Angriffsschreie und Pulsbombe machen sie zu einem harten Gegner. Das Problem bei neueingeführten
Klassen ist immer das Balancing. Ein schon recht rundes System wird mit der Einführung neuer
Klassen oder Fertigkeiten oftmals durcheinander gebracht. Schon mit Shrouded
Islands wurde der Wilde in Midgard eingeführt, der unverhältnismäßig viel und vor allem
schnell Schaden austeilen konnte. Erst einige Patches später (was sich für Europa als fatal
erweist, da GOA oft mehrere Monate braucht, um an den Patchstand der Amerikaner aufzuschließen)
wurde hier nachgebessert. Bei Catacombs ist es ähnlich. Für mich als Hibernianer fällt der Hexenmeister
sehr unausgeglichen aus. Zwar zaubert er ausgesprochen langsam, macht aber auf einem Schlag
enorm viel Schaden, weswegen man ihn (zumindest auf dem Server Avalon) fast nie in Gruppen,
sondern ständig allein oder im "Zerg" (riesige Ansammlung von Spielern, die über kleinere Gruppen
herfallen ;-) ) antrifft. Für andere Solospieler ist das ausgesprochen nervig, wenn man plötzlich
umfällt, ohne irgend etwas dagegen tun zu können. Zwar wurde der Hexenmeister schon entschärft,
aber bis der Patch bei uns eintrifft, muss man hier damit leben. Fürs Gruppen-RvR kann man allerdings
Entwarnung geben, die meisten Setups sind beim Alten geblieben und mir sind keine Gruppen bekannt,
die Schwächen des aktuellen Patches enorm zu ihrem Vorteil nutzen.
Alles in allem ist Catacombs ein nettes Grafikupdate mit wenig Innovationen. Die neuen Klassen
bringen wenig Interessantes, da sie meiner Meinung nach nicht gut in die bestehenden Gruppensetups
integriert werden können. Löblich ist der Versuch durch Instanzen, Quests und vereinfachtem
Levelausstieg auch Neueinsteiger anzusprechen. Leider wirkt das Ganze recht lieblos und wenig
stimmig. Zwar ist Mythic hier auf dem richtigen Weg, aber die Stärken von DAoC liegen eindeutig
beim Spieler gegen Spieler Aspekt und kann World of Warcraft hier leider nicht das Wasser reichen.
Wer DAoC-Fan ist, sollte sich das Addon allein wegen der wunderschönen Grafik nicht entgehen
lassen, Neueinsteiger müssen für sich entscheiden, was sie mit dem Erreichen des Maximallevels
tun wollen. Anspruchsvolles PvP oder einsteigerfreundliches PvM. Für ersteres ist DAoC zuständig,
für letzteres wäre WoW die bessere Wahl. Mehr als eine 3+ ist das Addon nicht geworden, weil
hier lediglich Hausmannskost geboten wird, das kostenlose RvR-Addon New Frontiers, was seit
vergangenem Jahr verfügbar ist, bot für "lau" bei weitem mehr. Nun ja, die nächste
Erweiterung wurde schon angekündigt, hoffentlich passiert da wieder einmal etwas Unerwartetes
;-).
Geschrieben am 23.05.2005, Testkonfiguration: AMD2400+,Radeon 9800, 1024MB Ram, SB Audigy
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