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Deus Ex
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| Autor | | 1+ |
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| Gesamt (428 votes) | | 1+ |
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| Team (2 votes, siehe hier) | 1+ |
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| Name: | Deus Ex |
| Genre: | Ego- Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2000/06 |
| Publisher: | Eidos |
| Entwickler: | Ion Storm |
| Hardware: | 300Mhz, 64MB RAM, 3D-Karte, HD 750 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX7 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch/Englisch |
| zensiert: | nein |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.112fm |
| Bemerkung: | auch für PS2 |
| USK: | 18 |
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 | | Bilder 1-15 PC Version |
 | | Bilder 16-19 PS2 Version |
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Wenn man nicht gerade erst in den letzten Jahren mit PC Spielen begonnen hat, dann hat man
sicherlich schon einiges in Sachen Games erlebt, gesehen und gespielt. Jeden Monat kommen mehr
Titel heraus als man jemals spielen könnte. Gerade wenn man in umfangreicheren Datenbanken stöbert,
dann stößt man buchstäblich auf Tausende Spiele. Aber welche Spiele bleiben lange in guter Erinnerung,
wenn es nicht gerade um das erste Spiel handelt. Kaum jemand wird sich noch an ein Spiel wie
"Alley Cat" aus dem Jahre 1984 erinnern. Wenn man jedoch auf die immer mal wiederkehrenden "Beliebtheitslisten"
schaut, dann stechen einige Games immer wieder hervor. Während so manche beliebten Games in
Serien umgewandelt und die Kunden ordentlich gemolken werden, gibt es leider auch noch die Kehrseite.
Viele hätten gerne einen würdigen Nachfolger, doch dieser kommt nicht oder hat sich zu weit
von den Wurzeln und alten Tugenden entfernt, mit "Rücksicht" auf den Massenmarkt.
So ein Schicksal hat leider auch ein Stück Software ereilt, das von vielen Spielern im Einzelspielerbereich
als eines der schönste Spiele angesehen wird: Deus Ex.
Das folgende Re(tro)view soll einen Blick zurück auf den Juni 2000 werfen, auf die Probleme,
die es anfangs gab und natürlich auch wie es sich heutzutage im Vergleich zu anderen Games und
natürlich dem offiziellen Nachfolger präsentiert. Im Vergleich zu den heutigen 7 GB Installationen
gab sich Deus Ex noch recht bescheiden und eine CD reicht für die etwa 730 MB aus. Außerdem
gab es ein Handbuch und einen Schlüsselanhänger in der großen, aufwendig gestalteten und geprägten
US Box, die auch hierzulande im Regal stand. Ähnlich wie andere Spiele auf Basis der Unreal
Tournament Engine, so war auch Deus Ex in Sachen Grafikschnittstelle recht einseitig ausgelegt.
Wer keine Karte der Marke 3Dfx im Rechner hatte, musste noch einige Patches abwarten, damit
man einigermaßen spielen konnte. Direct3D und OpenGL-Support waren alles andere als ausgereift
und schnell. Mit dem letzten Patch 1.12f sollten dann jedoch die gröbsten Probleme beseitigt
sein und es wurde sogar ein sehr interessanter Mehrspielermodus nachgeliefert. Auf heutigen
Rechner lässt es sich recht problemlos unter Direct3D spielen, wenngleich es über einen entsprechenden
Glide-Wrapper eine Spur besser aussieht, dafür gab es beim Spielen jedoch ab und zu mal einen
"Hänger". Gerade auch in bezug auf den Nachfolger "Deus
Ex 2: The Invisible War" und dessen Ausrichtung auf den Massenmarkt ist es erstaunlich,
dass sich ein Spiel wie Deus Ex gleichzeitig recht problemlos und mit allen Features auch auf
einer Konsole realisieren lässt. Mit "Deus Ex - The Conspiracy" erschien knapp zwei Jahre nach
der PC Fassung eine nahezu identische Version von J.C.s erstem Abenteuer für die PS 2, auf die
am Ende des Reviews näher eingegangen wird.
Terroristenprobleme schon vor dem 11. September
Die Welt von Deus Ex versetzt den Spieler einige Jahre in die Zukunft. Die Welt, wie man
sie heutzutage kennt hat sich gewandelt. Nicht nur Korruption und Armut sind schlimmer denn
je, auch der Terrorismus ist ein ernsthaftes Problem. Schon vor den Anschlägen vom 11. September
zeichnet das Spiel so eine düstere und wenig willkommenheißende Zukunft. Nach einem Anschlag
auf die Freiheitsstatue wurde die UNATCO-Abteilung gegründet, die sich intensiv mit solchen
terroristischen Anschlägen und Aktivitäten befassen soll. Doch gleichzeitig sorgt eine Seuche,
der sogenannte "Graue Tod", in den Städten der Welt für schwindende Bevölkerungszahlen. Nur
wer es sich leisten kann das Gegenmittel zu bezahlen, wird überleben. Der Spieler schlüpft in
dieser düsteren Zukunft in die Rolle von J.C. Denton, einem Anti-Terror-Agenten. Dabei verlässt
sich der Agent nicht nur auf menschliche Tugenden, sondern kann auch auf im Körper eingepflanzte
Implantate und Fertigkeiten zurückgreifen. Neben der sehr komplexen und mit interessanten Wendungen
versehenen Handlung bietet Deus Ex dem Spieler sehr große Freiheiten zum Erreichen der Ziele.
Gewalt ist längst nicht immer die beste Lösung.
Viele Wege führen zum Ziel
Was auch heute noch ein Deus Ex von anderen Spielen, wie beispielsweise Splinter
Cell abhebt, in denen man schleichen oder ballern kann, sind die vielen Freiheiten und Möglichkeiten,
die geboten werden. Linearität ist hier ein Fremdwort und oft sind es auch mehr als nur zwei
Möglichkeiten. Exemplarisch soll hier mal anhand eines einzigen Level-Abschnitts gezeigt werden,
wie durchdacht sie gestaltet sind und was das Spiel an Möglichkeiten bietet. Von Jock wird J.C.
etwas außerhalb der Marinebasis in Brooklyn abgesetzt. Der Weg zum Ziel wird nicht leicht, da
das Schiff gut bewacht wird. Glücklicherweise sind die Wachen am Eingang nicht feindlich gesonnen
und das Tor wird problemlos geöffnet. Im Schutz der Dunkelheit huscht der Agent auf das große
Areal des Hafenbereiches. Nun gilt es einen Weg zum Schiff zu finden und mehrere Möglichkeiten
eröffnen sich dem Spieler. Vor dem Gebäude drehen Wachen ihre Runden und werden erst mal
mit dem Elektroschocker still und heimlich außer Gefecht gesetzt. Die hinterlassene Munition
kann man vielleicht noch gebrauchen und dann wird noch schnell der bewusstlose Körper in eine
dunkel Ecke zwischen den geparkten LKWs versteckt. Beim Zurückgehen an der Hallenwand merkt
man schon frühzeitig am Stimmengewirr, dass die Halle nicht leer sein kann. An der Tür wird
der Dietrich hervorgeholt und das Schloss geknackt. Vorsichtig späht man um die Ecke. Drinnen
stehen eine ganze Reihe an Fässern, die einigermaßen Deckung vor den Wachleuten im Gebäude geben
sollte. Auf der linken Seite erkennt man außerdem einen Kontrollraum, der etwas besser abgesichert
zu sein scheint. Das leichte Surren einer Überwachungskamera ist außerdem zu hören. Da gilt
es den richtigen Moment abzupassen und dann ist Denton im Raum und macht sich gleich erst mal
an der Kamera zu schaffen. Etwas Fingerspitzengefühl mit der modernen Technik und schon kann
man sich ungestört umschauen. Insbesondere das Computerterminal erweckt die Aufmerksamkeit.
Leider hat J.C. das Passwort noch nicht mitbekommen und muss sich so ins System hacken, was
aufgrund der sehr guten Computerkenntnisse rasch erledigt ist. Hier lassen sich nun weiteren
Überwachungskameras abschalten oder deren Sichtwinkel verändern. Sehr viel interessanter ist
außerdem die Möglichkeit, die auf dem Gelände umherlaufenden großen Kampfroboter zu deaktivieren.
Auch wäre es möglich, bei diesen Geräten die Freund-Feind-Kennung zu vertauschen, so dass die
Wachen außerhalb des Gebäudes schnell beseitigt wären. Aber der Spieler wollte es bei diesem
Versuch auf die leise Tour versuchen. Sehr viel mehr lässt sich hier nicht machen und wie man
an den Überwachungsbildern gesehen hat, ist der nächste Raum nur so gefüllt mit Kampfrobotern.
Da geht es wieder nach draußen auf der Suche nach einem alternativen Weg. Als nächstes fällt
der Blick auf eines der Bodengitter im Hafenbereich. Vielleicht wäre ja ein Eindringen über
das Kanalisationssystem möglich. "Unten" im Kanalsystem angekommen muss der Held jedoch leider
feststellen, dass hier ganz besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Lasersysteme
und Abwehrgeschütze sichern den schmalen Zugang. Die Anzahl vorhandener Multitools und EMPs
ist jedoch so gering, dass man sie lieber aufspart. Es wäre ein Weg, aber vielleicht gibt es
ja noch einen leichteren. Und tatsächlich findet man auf dem Gelände noch eine Möglichkeit.
Hinter einigen Gebäuden könnte man im Schutz der Dunkelheit an der Mauer entlang huschen. Ärgerlicherweise
ist am Tor jedoch eine Kamera, die noch nicht deaktiviert wurde und das Tor ist auch verschlossen.
Links neben der Hütte ist noch ein Durchgang, doch der wird mit Lasern gesichert. In der Hütte
neben dem Tor könnte man jedoch vielleicht was finden, so dass man durchkommt. Tatsächlich ist
hier ein Schaltkasten. Aber warum auch hier Werkzeuge verbrauchen, wenn man auch versuchen könnte,
sich aus Kisten und Gegenstände eine kleine Hilfstreppe über die Laser zu bauen? Wenige Augenblicke
später steht die provisorische Treppe und langsam geht es weiter in Richtung Ziel, wo ein riesiger
Kran steht. Fast ist man am Ziel, muss noch schnell reagiert werden, da ein Wachroboter plötzlich
hinter einem Gebäude auftaucht, jedoch hat er den Spieler bisher noch nicht entdeckt. Glück
gehabt! Als sich das Stahlmonster entfernt, geht es leise hinterher. Man könnte nun versuchen,
vor all den Wachen die Tür zu knacken und in das Gebäude einzudringen, so dass man zum Schiff
kommt. Aber ein anderer Weg ergibt sich, als man zwecks Lageübersicht in einem Lift den großen
Kran nach oben fährt. Einfach den Ausleger runterklappen und schon geht es über das Lüftungssystem
ins Gebäude. J.C. ist seinem Ziel damit einen Schritt näher. Der Lagerbereich ist überwunden,
nun muss lediglich einer von mehreren Wegen durch das Gebäude und auf das Schiff gefunden werden…
Fesselnde Ereignisse auf der ganzen Welt
Bevor sich der Spieler jedoch in die düstere Welt aus Verschwörung und Korruption begibt,
sollte das umfangreiche Training auf dem Programm stehen. Hier werden dem angehenden Agenten
in allen wichtigen Bereichen die ersten Infos gegeben. Gerade eben, weil Deus Ex etwas anders
ist als die meisten Spiele. Hier ist die Welt offen und der Spieler kann je nach persönlichem
Geschmack schleichend oder ballernd durch die Level ziehen. Das Problem, das sich dabei aber
ergibt, ist jedoch der Einstieg. Das Spiel ist so offen, dass man einige Zeit investieren muss,
um sich in der Spielwelt zu aklimatisieren und versteht, wie man vorankommt. Das Spiel beginnt
auf einem kleinen Bootssteg von Liberty Island. Terroristen haben sich in der Statue verschanzt.
Aber abgesehen vom Hauptauftrag den Anführer gefangen zu nehmen und optional einen gefangenen
Agenten zu befreien, gibt es nichts, was ansatzweise Infos bietet, wie man vorgehen soll oder
könnte. Gerade Einsteiger werden dann noch mehr mit Möglichkeiten überschüttet, wenn einem der
eigene Bruder drei Waffen zur Auswahl anbietet. Nimmt man den Raketenwerfer und kämpft sich
durch den Haupteingang, versucht man es mit dem Sniper oder verlässt man sich auf die Wirkung
der Betäubungspfeile? Man muss sich somit anfangs eine Weile mit dem Spiel befassen, damit herumspielen
und die Möglichkeiten erkennen und ausprobieren. Es gibt hier schon so viele Wege und Möglichkeiten,
dass man einen ganzen Abend damit füllen kann, nur die erste Aufgabe zu erfüllen. Man findet
beispielsweise auf der andern Seite der Insel eine Kontaktperson mit Infos, es gibt etliche
Secrets mit Waffen, Munition oder Tools und die unterschiedlichsten Arten das Gebäude zu infiltrieren.
Nimmt man den mit Geschützen und Wachrobotern abgesicherten Vordereingang oder vielleicht den
Weg über Container auf der Rückseite. Hackt man sich in das Terminal oder nimmt man den Lüftungsschacht
daneben. Wer will und die Map kennt, der kann durchaus in recht kurzer Zeit zum Ziel vordingen
und die Mission abschließen. Aber man findet wirklich an allen Ecken und Enden was zum Mitnehmen
und profitiert davon in den nächsten Missionen. Diese Fülle an Möglichkeiten zieht sich dann
durch das gesamte restliche Spiel. Sobald man dann erst mal Spielgeschehen "steckt",
ist man dankbar über diese Masse an Optionen. Man kann so viel experimentieren, versuchen und
entdecken und auch beim dritten oder vierten Durchspielen findet man etwas Neues. Dabei wurde
sogar auf Kleinigkeiten geachtet, wie einer Ermahnung, wenn man im Hauptquartier die Damen auf
der Damentoilette belästigt oder was mit dem Bruder passiert. Während die Story anfangs noch
klar erscheint, so stellt sich schon ziemlich bald die Frage, wem man trauen kann und wem nicht.
Zwar kann man der vorgegebenen Partei bis zum Ende auch strickt folgen, doch ergeben sich auch
etliche Momente, in dene man Freunde vergraulen oder gewinnen kann. Oftmals wäscht auch eine
Hand die andere. Neben den Hauptzielen gibt es auch etliche Sekundärziele, die einen Bonus einbringen
in Form von Erfahrung und Ausrüstung. Da bittet der Wirt, dass man sich um eine Tochter kümmert,
die von einem Typen belästigt wird oder es gilt Streitigkeiten oder Geiselnahmen zu beenden.
Nach dem ersten Auftrag geht es zur Besprechung ins Hauptquartier. Hier kann man sich ausrüsten
lassen, mit Freunden und Kumpels quatschen und wird zum nächsten Auftrag gebracht. Im Laufe
des Spiels besucht man dabei die unterschiedlichsten Schauplätze auf dem Erdball, die jeweils
durch entsprechende Zwischensequenzen und natürlich der Story verbunden werden. Es geht nach
New York, Hongkong, Paris, Vandenburg und die Area 51. Mal geht es durch Straßen mit überwiegend
friedlichen Leuten und der Besuch von Bars und Kneipen steht auf dem Programm, wobei es nicht
immer friedlich zugeht, wenn man Kontaktpersonen sucht und natürlich fehlen Abstecher in Kanalisationssysteme,
versunkene Schiffe, Forschungslaboratorien nicht. Neben solchen mystischen Orten wie der Area
51 geht es auch durch alte Stollensysteme der U-Bahn, aber auch eine Tankstelle, einem Friedhof
und eine geheime Forschungsanlage unter Wasser stehen auf dem Besuchskalender. Richtig feste
Missionen gibt es immer weniger, vielmehr bewegt man sich durch einen recht großen Bereich mit
etlichen angrenzenden Gebieten. Einige Gebiete und Abschnitte werden zwar mehrfach verwendet,
doch spielen sie sich dennoch deutlich anders. Mal bevölkern nur einige Terroristen das Bild
und ein anderes Mal ist man hier auf de Flucht vor einigen unangenehmen Leuten. Oder aber man
dringt erneut in eine Anlage ein, doch dann auf einem anderen Weg. Bis man eine der drei Endsequenzen
sieht, vergehen durchaus gut 30 Stunden. Wer alles gründlich absucht und bedächtig vorgeht,
kann auch problemlos an die 50 Stunden benötigen.
Die Welt in Deus Ex wird jedoch nicht nur von friedlichen NPCs und Freunden bevölkert, sondern
auch allerlei Gegner wollen dem Spieler an den Kragen. Sind es anfangs noch eher einfach ausgerüstete
Terroristen, so steigt der Schwierigkeitsgrad recht konstant an. Die Gegner haben stärkere Waffen
und können auch dank Schutzwesten einige Treffer mehr einstecken. Härtere Gegner sind da
die sogenannten Man bzw. Woman in Black, Eliteagenten, die sich nach ihrem Ableben mit einer
Explosion verabschieden. Gerade bei diesen stärkeren Gegnern ist es recht schade, dass man kaum
Chancen hat, diese mit Stealthmöglichkeiten zu beseitigen. Dennoch kann man auch hier recht
amüsante Möglichkeiten finden, wie beispielsweise eine explosive Kiste, die man auf einen Rolltisch
stellt und leise von hinten an den Gegner heranschiebt. Dann verschwindet man und zündet die
Explosion aus sicherer Entfernung. Neben menschlichen Gegnern gibt es auch Abwehrsysteme in
Form von Laserfallen, Gasen und Geschützen. Die sehr starken mechanischen Kampfroboter sind
einem glücklicherweise nicht immer feindlich gesonnen, so dass man auch Gegner zu ihnen locken
kann oder aber man ändert einfach deren Programmierung. Außerdem trifft man auf nicht immer
freundliche tierische Gegner, wie Wachhunden und mutierten Lebewesen. Die KI reagiert überwiegend
recht gut auf Geräusche und greift nicht einfach an, weil der Spieler eine bestimmte unsichtbare
Stelle/ Trigger überschreitet. Gerade im Kampf können die Gegner recht gut und geschickt austeilen,
so dass man schnell besiegt ist. Aber auch Verstärkung wird herbeigerufen und dank der unterschiedlichen
Trefferzonen bei J.C. und den Gegnern, kann man Feinde auch gezielt ausschalten. Jedoch agieren
die Wiedersacher in Sachen Movement nicht immer sehr schlau. Gerade Deckung nehmen die Gegner
kaum ein und stehen bzw. hocken und feuern aus der Position. Mitunter laufen sie auch wie aufgeschreckte
Hühner herum und ignorieren den Spieler. Nur wenn etwas passiert ist, dann wissen sie sofort,
dass es der Spieler war, auch wenn dies eigentlich nicht geht. So passiert, als epne Leiche
aus dem 10 Stock gefallen ist und die Gegner unten sofort J.C. verantwortlich machen.
Überlebensmöglichkeiten: Waffen, Fertigkeiten und Charakterentwicklung
Deus Ex bietet dem Spieler deutlich mehr als jeder normale Shooter und so präsentiert sich
schon das Waffenarsenal sehr umfangreich. Hier gibt es die unterschiedlichsten Gerätschaften.
Nicht nur für die Zerstörung von Fässern und Kisten, sondern auch zum Ausschalten der Gegner
kann man auf Messer, Brechstangen, Schlagstöcke und Schwerter zurückgreifen. Wer es etwas leiser
und unblutiger haben möchte, greift zum Elektroschocker, der jedoch Energieladungen benötigt.
Außerdem vorhanden sind Stealthpistole und Pfefferspray. Neben eher bekannten Waffen wie Pistole,
MG, Shotgun, Raketenwerfer und Sniper sind auch Plasmagewehre und Flammenwerfer dabei. Abgerundet
wird das Arsenal durch einen Minibogen. Einige Waffen, wie z. B. der Minibogen, können auf unterschiedliche
Munitionstypen zurückgreifen. Möchte man beispielsweise lieber Betäubungspfeile verschießen
oder versucht man den Instant-Kill durch einen Headshot mit einem normalen Pfeil. Neben den
Waffen findet man auch noch kleine Aufrüstkits. Diese können die Waffen mitunter erheblich verbessern
und sind in allerlei Varianten zu haben. Es gibt Schalldämpfer, größere Magazine, Laser und
Zielfernrohr, um nur mal einige zu nennen. So kann man sich beispielsweise aus Silencer und
Zielfernrohr eine extrem schlagkräftige Pistole zusammenstellen. Es gehen natürlich nicht alle
Kombinationen und ein Schalldämpfer bringt bei einem Raketenwerfer nichts. Abgerundet wird das
Waffenarsenal durch sogenannte LAMs, die eine Kombination aus Granate (Wenn man diese wirft)
und Bewegungsmine (Wenn man diese an eine Wand heftet) darstellen. Wer schnell genug ist kann
auch die LAMs der Gegner von der Wand nehmen, nachdem man diese entschärft hat. Die EMP Granaten
dienen dazu, Laser und andere technische Geräte sowie mechanische Gegner zu deaktivieren. Wer
meint mit einem Sniper vom Anfang an sei alles getan, muss sich erst mal mit dem Zielsystem
von Deus Ex vertraut machen. So beruhigt sich das Fadenkreuz nicht nur wenn man auf der Stelle
steht und somit sauberer treffen kann, sondern es kommt auch auf die Erfahrung im Umgang mit
der jeweiligen Waffe an. So ist man beispielsweise am Anfang noch längst kein Profi in Sachen
Sniper und wackelt amateurhaft ordentlich herum, was ein genaues Zielen nicht einfach macht.
Nicht nur für jede Waffengattung, sondern auch für etliche andere Fertigkeiten gibt es die unterschiedlichsten
Stufen. Resustenz gegen Gase, Lungenvolumen unter Wasser, Geschick im Umgang beim Knacken von
Schlössern, Computerfähigkeiten oder Geschicklichkeit im Umgang mit dem Erste-Hilfe-Kit sind
Fertigkeiten, die der Spieler im Laufe des Spiels steigern kann. Im Spiel gibt es für das Erfüllen
von Zielen, worunter auch Sekundärziele fallen, und das Erforschen der Umgebung und Finden von
geheimen Verstecken sogenannte Fertigkeitspunkte. Diese Punkte kann man dann dazu verwenden,
entsprechende Skills vom Anfänger bis zum Profi zu steigern. Wer also viel in die Pistolenfertigkeiten
investiert, wird Gegner schneller anvisieren können und somit auch mit einer schwachen Waffe
wie der Pistole, ordentlich Schaden austeilen können. In welche Fertigkeiten man investiert,
sollte auch die Spielweise unterstützen. Wer alles umnietet, was einem vor die Flinte kommt,
der steigert eher seine Waffenfertigkeiten und weniger den Einsatz von Dietrichen und Hackingtools.
Neben Waffen, Munition und Updates gibt es auch noch viele weitere Gegenstände in der Welt von
Deus Ex. Da wären sicherlich die unterschiedlichsten Gesundheitspacks zu nennen. Von Süßigkeiten,
Zigaretten über Bier bis hin zu richtigen Medi-Kits ist einiges vorhanden. Zum Schutz können
kugelsichere Westen angelegt werden, es gibt Möglichkeiten sich unsichtbar zu machen und ab
und zu findet man kleine Sauerstofftanks. Der Spieler kann zur Erkundung auf ein Fernglas und
bei Dunkelheit auf das Nachtsichtgerät zurückgreifen. Sehr hilfreich, wenn gleich stationär,
können auch Fackeln benutzt werden. Sehr wichtig sind die kleinen Tools für Schlösser und Elektronik,
die sogenannten Dietriche und Multitools. Immer wieder stößt man auf verschlossene Truhen und
Türen, auf Sicherheitssysteme, Kameras und Schaltkästen. Hier ist es dann wichtig, möglichst
viel Erfahrung auf den Gebieten zu haben, damit man weniger Tools benötigt. Doch es geht
auch ohne. Für Computer, Überwachungssystem und Türcodes kann man auch im Level einiges finden.
Da liegt ein Code gut versteckt unter einem Tisch auf einem kleinen Datencube. Oder man erfährt
einen Code für eine Gegenleistung. Kisten und Türen kann man jedoch vielleicht auch mit einer
gut platzierten Granate oder Rakete aufsprengen. Oder man hackt sich in das System und schaltet
kurz Überwachungsgeräte aus, öffnet Türen oder findet wichtige Infos in Mails auf dem Rechner.
Als ob dies noch nicht genügend Möglichkeiten wären, so gibt es auch noch Implantate. Dabei
wird zwischen Implantat und "Update fürs Implantat" unterschieden. Für die Einpflanzung des
Implantates im Körper benötigt man einen medizinischen Roboter. Doch bevor man dies macht, sollte
man sich genau überlegen, was man sich implantiert. Jeder "Kanister" bietet zwei Möglichkeiten
und danach ist die Entscheidung endgültig. Für die unterschiedlichen Körperteile wie Torso,
Kopf, Arm, Bein, etc. kann nur eine bestimmte Anzahl eingepflanzt werden. So kann man den Arm
verstärken, damit auch schwere Kisten bewegt werden können oder die Beine werden stimuliert,
so dass man sich schneller oder leiser bewegt. Auch gibt es Implantate, die die Zielgenauigkeit
erhöhen und Infos über das Ziel liefern, Implantate gegen toxische Einflüsse oder welche, die
den Körper heilen. Standard ist die eingebaute Taschenlampe, welche - wie alle anderen Implantate
auch - Strom verbraucht, den man in Form von kleinen Energiezellen wieder auftanken kann, sollte
kein Laderoboter zur Hand sein. Durch entsprechende Updatekanister kann man jedes Implantat
noch in drei Stufen ausbauen, so dass weniger Energie verbraucht und die Leistung gesteigert
wird.
Handhabung des Spiels
Bei der Steuerung orientiert sich der Action-Stealth-Mix an der bekannten und einfachen Handhabung
von Shootern mittels Tastatur und Maus. Laufen, Springen und Ducken sind nicht nur eine nette
Beigabe, sondern wirken sich sehr aufs Gameplay aus. Obwohl man sehr viel in der Welt machen
kann, reichen wenige Tasten aus. Dazu gibt es zahlreiche kleine Infoeinblendungen auf dem Schirm.
Ansonsten präsentiert sich das HUD sehr schlank und nimmt wenig Platz ein. Neben einer kleinen
Gesundheitsanzeige, Kompass und Implantate gibt es lediglich die Infoleiste mit den Gegenstände,
die auf Schnelltasten gelegt wurden. Wer möchte kann sich das HUD auch selbst farblich gestalten.
Sobald man eines der umfangreicheren Menüs wie Gesundheit, Inventar oder Missionsziele aufruft,
pausiert das Spiel. Hier kann man sich ganz genau über Waffen informieren, das Inventar neu
ordnen, Munitionstypen wechseln, aber auch Gespräche genau durchlesen. Außerdem kann man Health-Kids
auf einzelne Körperpartien anwenden und die Missions-Ziele nachschlagen. Dazu gibt es auch eine
Übersicht aller bisher gesammelten wichtigen Infos wie Passworte und Codes. Sehr umfangreich
sind auch die Speichermöglichkeiten, so kann man hier beliebig viele Spielstände anlegen, mit
eindeutigen Namen versehen und bekommt auch immer einen Screen der aktuellen Position zu sehen.
Nicht so schön für Leute mit kleinen Festplatten: die Spielstände nehmen schnell einige Hundert
MB ein.
Grafik & Sound
Grafisch war Deus Ex schon als es auf den Markt kam nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Dennoch
ist es insgesamt ein sehr stimmiges Gesamtpaket und vermittelt eine sehr glaubwürdige Welt.
Insbesondere die Freiheiten in Verbindung mit der sehr großen Weitsicht reduzieren die einzelnen
Abschnitte längst nicht zu so kleinen Quadern, wie es in der Fortsetzung der Fall war. Viele
Räume sind mit Tischen, Bildern und anderem Mobiliar ausgestattet. In den Abwässern und heruntergekommenen
Gebäuden huschen Ratten umher, während in Hongkong überall bunte Lichterketten hängen. Wobei
allerdings der ein oder andere Gang doch etwas eintönig gestaltet ist und so manche Treppe nicht
ganz natürlich aussieht, sondern eher wie "die musste da so in den Level rein". Eine Disco sieht
mit fast ausschließlich dunkelbläulichen Farben nicht sehr ansehnlich aus und richtig "Leben"
steckt nicht in der Bude, dennoch trifft man immer wieder die unterschiedlichsten NPCs. Es geht
aber auch schöner, wie man in diversen Bars sehen kann. Insgesamt wird eine düstere und für
manche vielleicht etwas zu sehr auf dunkle Töne ausgerichtete Welt präsentiert. Während es bei
den normalen Gegnern keine Variationen im Aussehen gibt, so sind die restlichen wichtigen NPC
doch recht unterschiedlich ausgefallen. Probleme mit der Darstellungsgeschwindigkeit wurden
im Laufe der Zeit auf Nicht-Voodookarten behoben und sollten heutzutage auch unter Direct3D
oder OpenGL gut laufen. Dennoch sieht alles im Glide-Modus besser aus. Die starke Optimierung
der Engine taucht da immer wieder auf. Abgerundet wird das Spiel durch eine durchgehend gelungene
Soundkulisse. Der dynamische Soundtrack weiß schon vom Hauptmenü an zu gefallen und sorgt nicht
nur im Kampf, sondern schon beim ersten Alarm für einen deutlichen Adrenalinschub und weiß mit
einer Reihe sehr abwechslungsreicher und stimmiger Themen zu gefallen. Zu den passen Hintergrundgeräuschen
gibt es erstklassige Sprachausgabe für alle Dialoge. Allerdings nur in Englisch, wofür es in
der deutsche Version jedoch entsprechende Untertitel und übersetzte Menüs gibt.
Mehrspielermodus, Maps & Mods
Anfangs war Deus Ex ein reines Einzelspieler-Game. Doch später wurde per Patch noch ein Mehrspielermodus
nachgereicht. Einfach den letzten aktuellen Patch installieren (Spielversion beachten!) und
schon kann man sich gegenseitig im Multiplay bekämpfen. Doch Deus Ex setzt hier nicht einfach
nur auf simple Action a la UT oder Quake, sondern bemüht sich die Möglichkeiten und Charakterentwicklung
des Einzelspielermodus auch im LAN und Online zu übertragen. Zwar zählt hier auch ein Kill-
oder Zeitlimit im Deathmatch oder TeamDeathmatch, doch für jeden Kill gibt es Erfahrungspunkte
und Implantate. Es lohnt sich daher also, möglichst lange zu überleben. Genauso wie in der Storykampagne
gibt es an den unterschiedlichsten Stellen Schlösser und Konsolen. Da kann man die Geschütztürme
so einstellen, dass die Gegner angegriffen werden oder man verwendet ein Multitool, um sich
Zugang zum Gesundheitsroboter zu verschaffen. Die fünf Maps basieren zum einen auf bekannten
Schauplätzen, wie z. B. Smugglers Versteck, oder sind Eigenkreationen von Ion Storm. Allerdings
ist der Detailgrad in solchen Maps eher niedrig angesetzt. Dennoch ein recht spaßiger Modus,
wobei man sich mit wenigen Spielern auf den größeren Karte schon eone Weile suchen muss. Es
fehlen zwar Bots, doch dafür kann man auf einige Karten aus dem Internet zurückgreifen, die
mit dem Unreal-ED für Deus Ex gefertigt wurden. Wie immer bei Karten aus dem Netz ist die Bandbreite
von sehr unterschiedlicher Qualität, doch einige Lieblinge sollte jeder finden. Abgesehen vom
Mehrspielermodus haben die Fans auch einige Werke im Bereich Singleplay und Mods auf die Beine
gestellt. Es ist nur sehr schade, dass in diesem Bereich die Anzahl an aktiven Leuten recht
gering ist, wenn man es mit Shootern wie Half Life, Quake, Doom oder UT vergleicht. Leider sind
auch einige vielversprechende Projekte wie z. B. Deus Ex COOP eingestellt worden und werden
nicht weiter entwickelt, andere sind spielbar, haben jedoch noch einige Bugs. Wer jedoch etwas
sucht, der findet auch die ein oder andere sehr gelungene Erweiterung , wie Hotel
Carone oder Zodiac.
Hochspannung auch auf der PS2
Etwa zwei Jahre später gab es auch eine Portierung für die PlayStation 2. Dabei wurde, oh
Wunder, nur kaum etwas am Gameplay verändert. Gerade wenn man sich Deus Ex 2 anschaut, was ja
dank Massenmarkt und Konsolen laut Entwickler und Publisher angepasst werden muss, dann ist
diese Fassung eigentlich das genaue Gegenteil. Mit der PS2 Version von Deus Ex wird wunderbar
gezeigt, dass so ein Spiel sich auch exzellent - mit allen Möglichkeiten - mit einem Gamepad
spielen lässt. Abgesehen vom Intro, das in der PS2 Fassung als Renderfilm vorliegt, hat sich
bei den Leveln einiges verändert. Für den geringen Speicher der Konsole waren sie zu groß und
somit wurde jede Map bzw. jeder Abschnitt zusätzlich zerstückelt. In Gebäuden stellt dies ja
kein großes Problem dar und es gibt eben eine Ladezeit mehr. Bei den Außenbereichen mussten
die Entwickler etwas tricksen. So gibt es auf Liberty Island eine ganze Reihe zusätzlicher Mauern,
die den Weg abgrenzen und im schmalen Durchgang eine kurze Ladepause erfolgt. Oder aber es werden
in New York die Straßenzüge versperrt, so dass man über einen zusätzlichen Gang an der Seite
weiterkommt. Im Prinzip ist es gar nicht schlecht, dass sich die Entwickler bemüht haben, das
Spiel so zu lassen, wie es war. Nur leider sind einige dieser Verbindungstunnel nicht gerade
grafische Meisterwerke geworden. Da vermisst man stellenweise etwas die Liebe zum Detail. Insgesamt
jedoch sehr lobenswerte Bemühungen, da in Sachen Aufträgen, Nebenaufträge und geheime Verstecke
nur minimalste Abstriche gemacht wurden. Gerade wenn man Deus Ex schon kennt, dann motiviert
dies doppelt zum erneuten Durchspielen, weil man wieder Lust bekommt, alles zu erforschen und
die Änderungen zu finden. Da stehen NPCs etwas anders, ein Durchgang ist versperrt oder es wurden
sonstige Änderungen vorgenommen. So ist im Hotel das Fenster zur Feuerleiter nun ein anderes,
Smugglers Versteckt hat einen anderen Zugang oder UNATCO bekämpft sich nicht mehr mit den Terroristen
vor dem Hotel. Etwas vereinfacht wurde das Inventar, das nun eine bestimmte Anzahl an Slots
hat, in dem jeder Gegenstand und jede Waffe einen verbraucht. Dabei werden praktischerweise
Kleinigkeiten wie Sojanahrung, Dosen, etc. in einem Slot untergebracht. Implantate und Fertigkeiten
sind unverändert vorhanden. Auch die Missionsziele und Infos lassen sich jederzeit einsehen
und gespeichert werden kann auch zu jedem Zeitpunkt, wenngleich dies auf der PS2 etwas dauert.
Bis zu 10 Spielstände können angelegt werden. Sehr schön ist es, dass beim Laden eines nächsten
kleinen Abschnitts dies automatisch auch ein Checkpoint ist. Sollte man also sterben, kann man
von dort weiterspielen. Vereinfacht wurde auch die Eingabe von Paßwörtern und Codes. Diese werden
automatisch eingegeben, im Gegenzug muss man diese jedoch auch gefunden haben. Die Steuerung
geht auch mit Gamepad recht gut von der Hand, wenn es natürlich etwas schwieriger ist mit dem
Pad zu zielen, wenn Gegner wild herumlaufen, etwas Autoaiming unterstützt dies jedoch.
Meinung
Deus Ex ist auch immer noch ein erstklassiges Spiel und sollte definitiv in keiner Sammlung
fehlen. Schön ist, dass das Game auch heute noch nichts von seiner Faszination verloren hat
und aktueller den je ist. Grafisch ist es natürlich nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Doch wenn
man sich anschaut, was man für heutzutage für 10€ bekommt, ist das unglaublich viel. Die
Spielwelt ist durchgehend höchst atmosphärisch und klasse designt. Man hat so viele Möglichkeiten
und Freiheiten, dass man auch beim dritten oder vierten Durchspielen noch was Neues findet.
Die Story wird wunderbar präsentiert, mit vielen Überraschungen, Wendungen und neuen Fragen.
Wem kann man trauen und wem nicht? Die Kombination aus deutschen Texten und englischer Sprachausgabe
ist wunderbar und eine bessere Lösung gäbe es auch nicht. Erschreckend ist jedoch, dass Deus
Ex auch nach so vielen Jahren allein dasteht. Es gibt kein Spiel, das auch nur annähernd so
ein Gameplay aufgegriffen oder gar weiterentwickelt hat. Mit dem Nachfolger haben Entwickler
und Publisher eindrucksvoll gezeigt, wie es man nicht hinbekommt. Wer also Deus Ex noch nicht
gespielt hat, sollte dies schnellstens nachholen, er verpasst sonst eines der besten Computerspiele.
Geschrieben am 25.09.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
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