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3D Dot Game Heroes
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
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| Gesamt (5 votes) | | 2 |
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| Name: | 3D Dot Game Heroes |
| Genre: | Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2010/05 |
| Publisher: | Atlus |
| Entwickler: | FromSoftware |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | PlayStation3 |
| System: | PlayStation3 |
| Sprache: | Englisch |
| zensiert: | nein |
| Bemerkung: | Komplett in Englisch |
| USK: | 6 |
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 | | Original-Zelda SNES |
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| 3D Dot Game Heroes (review von yak) |
Fast 20 Jahre ist es her, als ich das erste Mal mit dem grünmützigen Helden Link auf dem
guten alten SNES im Lande Hyrule das Gleichgewicht der Kräfte wieder ins Lot gerückt habe.
Das Spielprinzip hat auch heute noch wenig von seinem Charme und dem packenden Gameplay verloren.
Auch wenn das technische Drumherum mittlerweile von der Vogelperspektive in die dritte Dimension
wechselte, hat sich am eigentlichen Gameplay wenig geändert. Es macht immer noch Spaß, wenn
der Spielcharakter durch neues Equipment an bisher nicht zu erreichende Orte gelangt, wenn er
zum Beispiel mit Bomben marode Eingänge zu Höhlensystemen aufsprengt oder sich mit dem Enterhaken
über Abgründe schwingt. Dass man aus diesen Komponenten immer noch fordernde Spiele entwickeln
kann, zeigte kürzlich sehr eindrucksvoll das Spiel Darksiders
oder auch Batman Arkham Asylum. Entwickler
From Software ging mit 3D Dot Game Heroes jedoch einen anderen Weg. Back to the Roots und das
bedeutet in diesem Fall eine Hommage an die Klötzchengraphik vergangener Zeiten. Das Zelda Spielprinzip
aus der Vogelperspektive in Legosteinoptik. Eine kleine Evolution gab es dann doch, denn auch
die 2D Welten wollten sich weiterentwickeln und der König von Dotnia entschied, das man sich
der dritten Dimension nicht länger verweigern dürfte. Natürlich keine Superevolution, sondern
alles im vertretbaren Rahmen… und so kippten die Pixelfiguren einfach nach vorne. Sie sehen
aus wie 3D, spielen sich aber ausgesprochen 2D-like, wenn auch, wie eine fleißige Dorfbewohnerin
anzumerken hat, das Putzen in 3D viel mühseliger ist. Ob das Konzept vom Oldschool-Gameplay
dadurch zwangsweise mühseliger ausfällt, soll unser Review klären.
Technik
Die Graphik von 3D Dot Game Heroes ist sicher gewöhnungsbedürftig. Alles setzt sich aus sichtbaren
kleinen Pixeln zusammen und diese sind auch gewollt als solche zu erkennen. Man hat versucht,
den Charme der alten Tage einzufangen, indem man alles in der Spielwelt auf Pixel reduziert.
Das hört aber nicht nur bei der eigentlichen Darstellung auf, sondern setzt sich auch in den
Animationsphasen fort und der Held scheint nicht mehr als zwei Animationsstufen für das Laufen
zu besitzen. Gerade beim Helden hat man die Bewegungsabläufe sehr minimalistisch umgesetzt,
was vielleicht darin begründet liegt, da man sich per Editor eigene Helden basteln kann und
vom Spieler nicht erwarten darf, mehrere Animationsstufen zu entwerfen. Da das Figurenbasteln
eine eher mühselige Arbeit ist, halte ich das für eine etwas zweifelhafte Entscheidung,
denn die Gegner und Levelbosse sind da schon etwas schöner animiert. Im Prinzip erhält man aber
eine sehr zurückgeschraubte Präsentation, die sich durch die Editormöglichkeiten selbst bescheidet
oder auch von den Entwicklern so gewünscht wurde. Dass das Klötzchenprinzip auch schöner aussehen
kann und vielleicht ebenso in der Lage ist, Old-School Feeling zu vermitteln, zeigen die Lego-Games
sehr gut. Aber hier muss man es den Entwicklern überlassen, wie weit sie sich bei der Old-School
Präsentation aus dem Fenster lehnen wollten, für mich ist es etwas zu "Old". Zudem wird hier
auch nicht das rechte Gleichgewicht gehalten, einerseits Pixelbrei und dann wieder völlig übertriebene
Spiegeleffekte in den Dungeons, die dafür sorgen, dass man kaum erkennen kann, ob es sich um
eine Wand oder Spiegelungen auf dem Boden handelt. Dazu gehört auch die in letzter Zeit
in Mode gekommene, völlig überzogene Tiefenunschärfe, wie auf den Bildern gut zu sehen ist.
Für mich ist das dermaßen anstrengend für die Augen, weil man immer denkt, man sieht "falsch".
Abschalten lässt sich dieser Effekt leider nicht.
Mir persönlich gefällt da schon eher das Design der Nintendoentwickler, die bei den DS-Zelda
Titeln das Wind Waker Graphikdesign übernommen und damit eine wirklich zeitlose Präsentation
umgesetzt haben. In 3D Dot Game Heroes präsentieren sich auch alle Umgebungen so, als ob man
ein Spiel mittels Gameditior vor sich hat. Alles wirkt kubisch und nie auch nur ansatzweise
organisch. Wenn die Entwickler eine Kopie Hommage des Klassiker "Zelda A Link To The
Past" als Ziel hatten, haben sie dies graphisch für mein Empfinden nicht gut hinbekommen. Das
20 Jahre alte Zelda wirkt hier auf mich heute noch ansprechender. Die Welt wirkte hier trotz
der technischen Limitierungen einfach charmanter.
Wie im großen Vorbild gibt es die gewohnten Standardlocations zu sehen: Eishügel, Wüste,
Lavaberg, Wassertempel und Düsterwald. Trotz der nicht zu hardwarehungrigen Graphik kommt es
hin und wieder zu kleinen aber merkbaren Rucklern, ebenso sind die Ladezeiten zwischen den Screens
für das Gebotene einfach zu lang.
Soundtechnisch kopieren die Entwickler nicht nur den Stil der Musik (die Melodie der Wüstenlevel
klingt sehr bekannt), sondern auch ganz frech die Geräusche, die 1zu1 so klingen, wie aus Zelda,
wenn der kleine Link z. B. einen Felsspalt aufsprengt, eine Truhe öffnet oder seine Lebensenergie
zur Neige geht. Vor 20 Jahren war es sicher ok, wenn ein Spiel mit 4-5 Melodien auskommen muss,
aber heutzutage, auch wenn es als Hommage gedacht ist, hätte ich mir etwas mehr Abwechslung
gewünscht. Ein und die selbe Melodie in einem Dungeon rauf und runter geleiert, kann schon nervig
werden. Sprachausgabe gibt es nicht und leider wurde auch keine deutsche Textübersetzung angefertigt,
wodurch das Spiel gerade für die jüngere Zielgruppe unattraktiver wird. Es gibt lediglich ein
deutsches Handbuch. Schade, denn der gesamte Text hätte sicherlich von einem versierten Übersetzer
locker in einen Tag übersetzt werden können.
Als "Hommage" an den Klassiker kann man sicher einiges Durchwinken, jedoch nicht, wenn es
sich um Dinge handelt, die schon das alte Zelda nicht sehr schön realisierte. Klar kann man
einem Spiel, das 20 Jahre auf dem Buckel hat, einiges verzeihen, aber bei einer Neuumsetzung
sollte man zumindest die nervigen Dinge zu vermeiden suchen. Dazu gehören Teile der Steuerung
und hier macht 3D Dot Game Hero sogar noch einiges schlechter, als das Original. Wer die alten
Zelda Teile kennt, kennt auch das Problem, wenn man mit Link nahe an Abgründen vorbeiläuft,
oft fiel man in den Abgrund, wenn man gefühlt gar nicht nahe dran war. Das bekannte und ärgerliche
"Wegflutschen" . Genau das beherrscht auch 3D Dot Game Hero perfekt. Ebenso ist das Schieben
von Steinquadern zum Rätsellösen eine Qual. Oft flutscht man rechts und links am Stein vorbei,
ohne ihn einen Millimeter verrückt zu haben. Das passiert aber auch bei Steinen, die man nicht
weiter oder überhaupt nicht verschieben kann. Nervig, wenn das 4-5 mal an der gleichen Stelle
passiert und besonders ärgerlich, wenn man von Gegnern belästigt wird oder unter Zeitdruck
steht.
Einen wählbaren Schwierigkeitsgrad gibt es nicht, das Spiel ist, mit einigen Ausnahmen, die
ich im Gameplaybereich erwähne, relativ einfach gehalten. Ein höherer Schwierigkeitsgrad wird
erst nach dem ersten Durchspielen freigeschaltet.
Gameplay
Um es einfach auszudrücken: Wer Zelda kennt, kennt 3D Dot Game Heroes. Um es gemein auszudrücken:
3D Dot Game Heroes hat so ziemlich alles aus Zelda entliehen, was möglich ist und so gut wie
nichts Neues hinzugefügt. Ist das schlimm? Nein, denn Spiele dieser Bauart gibt es eindeutig
zu wenig. Hat man es besser gemacht, als vor 20 Jahren? Nein! Aber einen absoluten Klassiker
zu toppen ist auch schwer. Hat es Spaß gemacht? Die Frage soll jetzt beantworten werden.
Wie immer muss ein Held, der eigentlich keiner sein will oder nicht weiß, das er das Zeug
dazu hat, ein ganzes Königreich retten. So auch im Lande Dotnia. Ein böser Lord unterjocht
das Land und nur ein mutiger Held, mit Hilfe seines Schwertes, der Macht der sechs Himmelskörper
und der sechs Weisen, kann das Reich vor dem Untergang retten: Auftrag vom König, vermisste
Prinzessin, das Übliche halt. Und los geht es schon durch die Oberwelt, das Schwert zu holen,
den ersten Tempel zu durchsuchen, Gegner zu erledigen und den ersten Himmelskörper und Weisen
zu befreien. Abstecher in eines der Dörfer, um Ausrüstung wie Heiltränke, Lampen für dunkle
Dungeons oder Pfeile und Bomben zu kaufen und um Dorfbewohnern bei einigen Problemen zu helfen,
die dies meistens lohnend entschädigen. Beim Erfinder im Dorf die Sturmstiefel abholen, um die
Sturmattacke ausführen zu können, ein Liebespaar zusammenbringen und einen Brief vom Schloss
zum Dorf zu befördern. Aller Anfang ist auch für werdende Helden schwer.
Wie in den Zelda Spielen üblich macht auch 3D Dot Game Heroes die Begehbarkeit der Welt abhängig
von den bisher erhaltenen Items und Fähigkeiten. Der Fluss lässt sich erst passieren, wenn man
den Enterhaken in Besitz hat, marode Felsen lassen sich erst mit Bomben im Inventar entfernen
oder abseits liegende Schalter erst aktivieren, sobald man den Bumerang besitzt. Die Oberwelt
und die Dungeons erschließen sich also erst im weiteren Spielverlauf. Gegner machen dem kleinen
Helden aber auf der Oberwelt und nicht nur in den Dungeons das Leben schwer und respawnen zudem
mit jedem Neueintritt bzw. nach jedem Nachladen. Taktische Finessen gibt es wie schon im Original
wenig. Sie unterscheiden sich im Groben nur durch Schnelligkeit, Schadensauswirkung und Panzerung.
Einige Gegner sind nur per Angriff auf ihr Hinterteil zu besiegen, andere hingegen lassen sich
nur durch das Reflektieren ihres eigenen Geschosses niederzwingen. Das ist aber nur möglich,
wenn man bereits die Macht vom entsprechenden Weiser erhalten hat. Sechs insgesamt an der Zahl.
Damit kann man z. B. mit dem Schutzschild Geschosse zurückschleudern oder das Gebiet einfrieren,
um so überagile Gegner besser bekämpfen zu können. Der Einsatz kostet allerdings Mana. Im Magieangebot
stehen auch noch Kräfte, die das Lösen von Rätseln erleichtern. So kann eine Fähigkeit dafür
genutzt werden, um unsichtbare Dinge sichtbar zu machen, die z. B. die Kombinationen preis geben,
welche Schalter zu betätigen sind, um im Dungeon weiter vordringen zu können.
Das Sytem hat aber leider einige Macken. Wenn man nicht eine zusätzliche Flasche, von denen
im Spiel maximal vier gefunden werden können, mit einem Magietrank aufgefüllt hat, hat man öfters
schlechte Karten. Das liegt am höchst unausbalancierten Gameplay. In einigen Dungeons ist ein
Magievorrat zum Weiterkommen zwingend erforderlich. Schlecht aber, wenn man gerade von einem
nervigen Gegner angekickt wurde, der den kompletten Magievorrat und auch die Lebensenergie auf
ein Minimum schrumpfen lässt. Dann hat man leider Pech und kann entweder stundenlang Gegner
respawnen lassen, in der Hoffnung, dass sie Magieenergie droppen, was aber höchst selten vorkommt,
oder man muss den Level verlassen um sich auf der Oberwelt zu regenerieren. Sowas hätte man
mit einem vernünftigen "Dropsystem" vermeiden können. Es kam sogar soweit, dass ich, durch Feuer
eingeschlossen, einen Raum betreten habe, den ich danach nicht mehr verlassen konnte, da nach
dem ersten Einfrieren die Flamme nicht zerstört wurde und ich danach nicht mehr genug Mana hatte,
um erneut den Frostzauber wirken zu können. Solche Sackgassen hat es in meiner gesamten Zeldakarriere
bisher nicht gegeben. Speichern und Dungeon neu starten war hier leider angesagt.
Zum Glück bleiben aber alle Fortschritte, mit Ausnahme von temporären Schaltern, erhalten.
Das System ist also dennoch ziemlich fair, wenn auch an einigen Stellen recht nervig. Besonders
in einem Level, in dem man mit Kippschaltern Barrieren an -und ausschalten musste, um sich so
durch den Dungeon zu manövrieren. Hier musste man den kompletten Dungeon mit mehreren Etagen
durchqueren und Schalter so betätigen, um weiter vorwärts zu kommen. Scheitert man, kann man
die gesamte Schalteraktion neu machen, es gibt hier keinerlei Abkürzungen. Nervig besonders,
weil hier ein weiteres Defizit zu tragen kam. Das ansonsten recht faire System, dass man beim
Betreten eines neuen Raums solang in einer geschützten Zone ist, bis man die Türschwelle sozusagen
überschreitet, ist wirklich gut umgesetzt. So kann man sich einen Überblick und eine Strategie
ausdenken, wie man diesen Raum angehen möchte. Das funktioniert aber nur bei Türen, nicht bei
Treppen. Hier rennt man oft ungewiss ins Verderben, denn die Gegnern können manchmal direkt
in Spielfigurnähe spawnen und jetzt auch, außerhalb der sicheren Türzone, Schaden anrichten.
Ärgerlich, wenn dann so ein fieser Gegner in der Nähe ist, der dem Helden fast alle Lebens und
Manavorräte raubt, da bläst einem das ansonsten vom Schwierigkeitsgrad moderate Spiel dennoch
manchmal das Lebenslicht aus oder man kommt ohne Mana nicht weiter.
Es gibt aber noch einige kleinere Details, die aufgrund des mäßigen Schwierigkeitsgrades
nicht nerven, aber dennoch erwähnt werden sollten. Im Winddungeon muss man den kleinen Helden
mit dem Schild gewappnet gegen Luftströme manövrieren. Dazu muss man in Windrichtung stehen
und das Schild zücken, um nicht abgedrängt zu werden. Gerade das Ausrichten in Blickrichtung
ist zu fummelig und der kleine Knirps macht dann oft schon einen Schritt in die geplante Blickrichtung,
wohin er eigentlich nur gucken statt gehen sollte. Nervig, wenn das Spielareal in dem Bereich
klein ist und man dann schon mal in den Abgrund fällt oder die Treppe raufmarschiert, von der
man gerade herunterkommt - inklusive Gegnerrespawn im Raum durch den ungewollten Etagenwechsel.
Ebenso kam es öfters vor, dass, wenn man nahe an einer Mauer oder Säule stand, das Schwert nicht
gezückt wurde.
Die Dungeons an sich sind relativ überschaubar und fallen nicht zu umfangreich aus. Insgesamt
sieben an der Zahl und damit weniger als in "Zelda A Link to the Past". In Komplexität und Einfallsreichtum
würde ich sie, im Vergleich zum Klassiker, als schlechter einschätzen, auch wenn sie nach dem
gleichen Prinzip ablaufen. Schlüssel finden, Karten finden, Geheimräume und schließlich den
Bosskey zum finalen Levelfight. Dennoch haben sie viel Spaß gemacht und gut unterhalten, ebenso
wie die Bossfights, die man zum Glück genau wie bei Zelda mit einem Warppunkt erreichen kann,
ohne den ganzen Dungeon erneut durchlaufen zu müssen. Ein Monsterkraken, der mit seinen Fangarmen
nach dem Helden schnappt, Riesenbienen oder feuerspeiende Drachen. Die Magiefähigkeiten sind
aber hier nur eingeschränkt nutzbar.
3D Dot Game Heroes beschränkt sich aber nicht nur auf die Dungeons, sondern hat auch in der
Oberwelt einiges zu bieten. Eine Vielzahl an Subquests, im Dienste der Bevölkerung, bedeuten
zwar viel Laufarbeit, die Entlohnung dafür ist aber nicht ohne. Neue Herz- oder Magiecontainer,
neue Schwerter, Geld usw. Hier lohnt es sich, wirklich mit jedem zu sprechen und zu versuchen,
seine Wünsche zu erfüllen. In der Schmiede kann man dann seine Waffe aufleveln und so ihre Stärke,
Breite und Länge skillen. Damit -volle Lebensenergie vorausgesetzt- kann man dann mit einer
bildschirmfüllenden Superkeule die Monster ins Nirwana prügeln, auch wenn das etwas merkwürdig
aussieht. Dazu gibt es noch witzige Dialoge, die die Spielwelt gekonnt auf den Arm nehmen und
einige nette Minispielchen. Nett ist auch, dass man je nach Spielerfolg und dem erfüllen von
Subquests, unterschiedliche Spielenden erhält.
Fazit
Eine Hommage an die Zelda Klassiker oder ein frecher Rip-off. Sind die Defizite "Hommage"
oder einfach nur schlecht umgesetzt? Die Frage muss man nicht beantworten, solange man Spaß
mit dem Titel hat und den hat man auch größtenteils. 3D Dot Game Heroes macht einiges falsch,
vieles aber richtig und so bleibt unterm Strich ein unterhaltsames Game, das für gut 30 Stunden
vergangene Spielerlebnisse wieder in Erinnerung bringt bzw. Neulingen ein altbewährtes Gameplayprinzip
schmackhaft macht. Es macht einfach wieder Spaß, jeden Winkel der Karte zu durchsuchen, alle
Secrets zu finden, um auch noch den letzten Herzcontainer zu bekommen. Vergleicht man es mit
dem Original, steht das Spiel jedoch hintenan. Zelda ist um ein vielfaches durchdachter und
vor allem auch charmanter umgesetzt. Wenn ich nur an die alte Hexe mit dem Zauberkessel denke
oder das Buddeln im Garten mit dem Spaten. Hier merkt man auch noch nach 20 Jahren, wie viel
Detailliebe in dem alten Game noch steckt. 3D Dot Games Heroes wirkt hier viel steriler und
nicht so knuffig. Dennoch ein unterhaltsames Game und daher, auch aus Mangel an Vergleichbarem,
eine Empfehlung wert. Schön auch, dass das Game im unteren Vollpreissegment angesiedelt ist.
Dafür gibt es insgesamt dann eine 3+.
Geschrieben am 11.06.2010, Testkonfiguration: PlayStation3
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