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Diablo 2
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 | Info |
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| Autor | | 2+ |
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| Gesamt (717 votes) | | 2+ |
 |   | | 1.9 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.8 |
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| Name: | Diablo 2 |
| Genre: | Action Rollenspiel |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2000/07 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Entwickler: | Blizzard |
| Offiz. Sites: | Game |
| Links: | www.diablo2.de |
| Hardware: | 233Mhz, 32MB RAM, keine 3D-Karte nötig/ jedoch unterstützt, HD 650 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX7 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| Addon: | ja |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.13c |
| Bemerkung: | auch für MAC erhältlich |
| USK: | 16 |
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| Diablo 2 (review von ronin) |
Ein Review über Diablo2?
Das ist doch schon uralt werden einige sagen. Mag sein, aber hinter der
oberflächlich betrachteten Monsterhatz steckt ein Spiel, daß einen wahnsinnig
hohen Suchtfaktor besitzt und auch nach Monaten noch sehr viel Spaß macht.
Der folgende Review soll eher ein Erfahrungsbericht werden, in welchem
einige Tipps und Empfehlungen enthalten sind.
Story: Die Story knüpft da an, wo Teil 1 aufgehört hat. Nachdem
ein namenloser Held das kleine Dörfchen Tristam vom Bösen (personifiziert
durch Diablo) befreite, hat sich die Seele des besiegten Feindes in eben
diesem Helden festgesetzt. Es kommt wie es kommen muß. Das Böse kehrt
zurück - Diablo wird wiedergeboren- und um es noch schlimmer zu machen,
sind seine beiden Brüder mit von der Partie. Die folgende Aufgabe des
Spielers ist klar: Ausrücken, Erfahrung und Gegenstände sammeln, sich
durch haufenweise Zwischengegner kämpfen, um am Ende dem jeweiligen Endgegner
gegenüber zu stehen. Das klingt natürlich alles nicht allzu toll, vor
allem für ein Rollenspiel. Anders als im ersten Teil hat Blizzard die
Story durch die Questverknüpfungen besser rübergebracht. Es kommt Atmosphäre
auf, ohne das Spiel unnötig unübersichtlich (im inhaltlichen Sinne)
zu gestalten. Die Genreeinordnung sagt schon alles: Action - Rollenspiel
mit Schwerpunkt auf Monsterhatz, Charakterentwicklung sowie Itemsuche.
Praktisch ausgedrückt bedeutet das für den Spieler folgendes: Man sucht
sich einen der fünf grundverschiedenen Charaktere aus, steigt durch das
Sammeln von Erfahrungspunkten Level um Level auf und bildet seinen anfänglich
schwächlichen Charakter zu einem Helden im wahrsten Sinne des Wortes aus.
Erfahrung bekommt man natürlich nur durch das Töten von Monstern, weshalb
dieser Part auch den Großteil des Spiels ausmacht. Ein Charakter kann
noch so stark sein, ohne passende Waffe und Rüstung sieht er alt aus.
Womit ein weiterer wichtiger Aspekt angesprochen wurde: Die Itemsuche
(Item = Gegenstand). Allen Unkenrufen zum Trotz, das Jäger- und Sammlerprinzip
scheint aufzugehen. Man spielt irgendwann nicht mehr der Story wegen sondern
allein wegen seines Charakters und der Suche nach immer besseren Gegenständen.
Was diesen "Wahn" ausmacht und wie das Spiel im einzelnen beschaffen ist
soll, im folgenden beschrieben werden.
Mancher Battlenet-Profi wird mir in einigen Punkten sicher widersprechen
wollen, aber dieser Review spiegelt meine persönliche Erfahrung mit diesem
Spiel seit dem Sommer 2000 wieder. Er soll einerseits für Neulinge das
Spiel schmackhaft machen und andererseits für fortgeschrittene Spieler
eine kleine Hilfe darstellen. Desweiteren möchte ich mit dem Vorurteil
aufräumen, das Spiel sei eine gehaltlose Monsterhatz ohne Story.
Kommen wir nun zum Wichtigsten:
Die Charakterklassen: Alle fünf haben einen eigenen Fertigkeitsbaum,
mit entsprechend verschiedenen Fähigkeiten. Während ein Barbar auf Schlachtrufe
und spezielle Nahkampf Attacken zurückgreifen kann, ist ein Totenbeschwörer
ein Meister der Untoten. Flüche und Wiederbelebungszauber gehören in sein
Metier. Im folgenden gehe ich auf die einzelnen Charaktere genauer ein
und bringe persönliche Erfahrung mit ein.
| Barbar: |
Ein Meister im Umgang mit schweren Nahkampfwaffen. Durch seine Stärke und Vitalität meist
an vorderster Front anzutreffen. Kann zwei Waffen gleichzeitig tragen. Meine Empfehlung für
Anfänger. Im Fertigkeitsbaum kann man nicht ganz so viel falsch machen, oder gar den Charakter
"verskillen" indem man einzelne Punkte wiederholt falsch vergibt. Leider verliert er aufgrund
der geringen Abwechslung schnell an Reiz. Die seit dem 1.04er Patch leider entschärfte Wirbelwindattacke
macht ihn fast unbesiegbar. Die Folge ist ein dröges "Durch-die-Gegner-schlagen". |
| Amazone: |
Speere, Bögen und Armbrust sind für diesen Fernkampfcharakter erste Wahl. Durch die Schnelligkeit
und Geschicklichkeit dieser Schönheit sind Gegnermassen schnell weggemetzelt. Sobald der Gegner
allerdings zu nahe herankommt wird es brenzlig. Fortgeschrittene Spieler oder die, die es noch
werden wollen ;) sollten diesen Charakter wählen. Die Fertigkeitenauswahl ist sehr abwechslungsreich.
Schnellfeuerattacken und Feuer- sowie Eiszauber sind ihre Spezialität. Die Möglichkeit Speere
zu werfen mag ich persönlich weniger, weil dadurch der Schwierigkeitsgrad für diesen Charakter
unnötig erschwert wird; dann lieber gleich den Barbaren :). Die Motivation mit diesem Charakter
Level um Level aufzusteigen wird durch die recht abwechslungsreiche Spielweise erhöht. Mein
persönlicher Lieblingscharakter. |
| Paladin: |
Ein guter Allrounder möchte man meinen. Im Nahkampf sehr stark, aber auch seine magischen
Fähigkeiten sind ordentlich. Er kann schwere Rüstungen tragen und durch die hohe Stärke auch
eine gute Nahkampfwaffe wie Schwert oder Kriegshammer. Ich würde den Paladin für fortgeschrittene
oder sogar Proficharaktere empfehlen. Durch die verwirrend große Auswahl an magischen Auren
und deren Unterteilung kann man bei diesem Charakter viel durch falsche Punktvergabe ruinieren.
Ich persönlich bin mit diesem Kriegsmagier nie richtig zurecht gekommen ;). Eingeschworene Paladinspieler
werden mir da aber sicher widersprechen. Wer schon immer Nahkampf/ Magie in Kombination gemocht
hat, soll sein Glück versuchen. |
| Zauberin |
Die zweite Frau im Bunde ist die Meisterin der Elementarzauber. Feuer, Eis und Blitz teilen
ihren Fertigkeitsbaum auf. Ein Schwert sollte man dieser leuchtenden Persönlichkeit allerdings
nicht in die Hand drücken. Die mangelnde Stärke verhindert auch das Tragen schwerer Rüstungen.
Das hat sie auch nicht nötig. Ihr riesiges Repertoire an Zaubern macht sie zu einem der stärksten
Charaktere. Eindeutig eine Kandidatin für Profispieler. Wer hier nicht aufpaßt, kann den Charakter
sofort wieder löschen, ein Punkt in die falsche Fertigkeit und es wird schwierig. Im Laufe der
Zeit haben sich die Eiszauber am effektivsten erwiesen, da eingefrorene Gegner kaum zurückschlagen
können ;). Die Langzeitmotivation ist schon allein wegen des hohen Schwierigkeitsgrades gegeben.
Wer seine Zauberin auf Level 80 bringt, kann sich als Könner bezeichnen. |
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Totenbeschwörer:
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Eine ziemlich zwielichtige Gestalt, was euch in der Story auch immer wieder unter die Nase
gebunden wird. Am Anfang ein richtiger Schwächling, bleibt dem Totenbeschwörer nicht viel übrig,
als die Arbeit von seinen Skeletten und Golems erledigen zu lassen. Nahkampf ist nur am Anfang
wichtig, dann kämpft sich der Totenbeschwörer mit einer Vielzahl an Kreaturen (auch "pets" genannt)
durch die Dungeons. Fortgeschrittene Spieler sollten es mit diesem Patron versuchen. Mit der
riesigen Horde an pets, welche mit steigendem Level immer mehr zunimmt, fühlt man sich weitaus
sicherer. Natürlich hat man immer noch etwas zu tun. Mit Flüchen und speziellen Zauberattacken
werden die Gegner beharkt. Leider vertragen seine "Leibwächter" nicht allzuviel. Bei einzelnen
Endgegner können schnell die Leichen (braucht man zum erwecken von Kreaturen) ausgehen und man
steht alleine da. Ich persönlich mag diese Figur nicht so sehr, da zuviel "Arbeit" von seinen
pets weggenommen wird und damit die Wiederspielbarkeit sinkt. Außerdem bleiben aufgrund der
mangelnden KI meine Lieblinge ziemlich oft an engen Stellen hängen. Es gibt nichts Schlimmeres
:). |
Soweit zu den einzelnen Charakteren und ihren Stärken sowie Schwächen.
Im Folgenden steht die eigentliche Charakterentwicklung im Vordergrund.
Einen beachtlichen Teil des Spiels bringt man in den übersichtlich gestalteten
Statistikfenstern zu. Das klingt trocken, ist es aber nicht. Es gibt grundsätzlich
zwei Fenster, welche für Charaktereigenschaften und Fertigkeiten zuständig
sind: Die Charaktereigenschaften umfassen vier Werte, in die nach jedem
Levelaufstieg 5 Punkte investiert werden können. Die Erhöhung des Wertes
Stärke läßt den Charakter härter zuschlagen und erlaubt es größere Rüstungen
und Waffen zu tragen. Geschicklichkeit macht das Treffen der Feinde effektiver
und erlaubt es, Gegenstände wie Bögen zu benutzen. Der Vitalitätsbalken
erhöht die Anzahl der Hitpoints. Energie dagegen setzt den Wert des Manavorrats
höher. Hinzukommt noch ein Balken für Stamina. Dieser ist wichtig, weil
der Charakter nur eine gewisse Zeit rennen kann. Ist der Ausdauerbalken
auf Null, braucht der Held eine kurze Verschnaufpause. Durch das Erhöhen
der Vitalität steigt dieser Wert an. Im unteren Bereich des Charakterbildschirms
sind noch die Widerstandsarten verzeichnet. Diese in Prozent angegebenen
Werte können nur durch spezielle magische Gegenstände heraufgesetzt werden.
Schaden durch Blitz- , Eis- , Gift- und Feuerattacken werden damit vermindert.
Meiner Meinung nach sehr wichtig, von manchen Profispieler allerdings
vernachlässigt ;).
Den zweiten wichtigen Punkt in der Charakterentwicklung stellt der Fertigkeitsbaum
dar. Nach jedem Levelaufstieg erhält der Charakter einen Punkt, der in
eine Fertigkeit investiert werden kann. Wobei manche dieser Fertigkeiten
erst ab bestimmten Levels freigeschalten werden. Das heißt speziell, daß
die Zauberin ab Level 1 mit dem einfachen Feuerball schießen kann, der
weitaus schlagkräftigere Blizzardzauber aber erst ab Level 24 anwendbar
ist. Jeder Charakter hat grundverschiedene Fertigkeiten, wobei pro Figur
jeweils drei Fertigkeitsbäume zur Auswahl stehen.
Ein Beispiel: Die Amazone kann ihre Punkte in die Fertigkeitenbäume Bogen/
Speer/ passive Fähigkeiten stecken. Es ist anzuraten sich für maximal
zwei zu entscheiden, da ansonsten die jeweilige Figur für spätere Levelabschnitte
zu schwach ist und den Gegnern nichts entgegenzusetzen hat. Im Klartext
heißt das: Allrounder haben keine Chance. Spezialisten sind unbedingt
erforderlich. Eine Amazone die mit Bogen und Speer umgehen kann ist niemals
so stark wie eine spezialisierte Bognerin. Es ist sehr wichtig, daß man
seine Punkte gut überlegt verteilt oder notfalls auch aufspart, um ab
einem höheren Level in eine neu verfügbare Fähigkeit zu investieren. All
diese Werte können durch spezielle magische Gegenstände aufgewertet werden.
Aber dazu später mehr. Wie man sieht ist dieser Teil des Spiels der Komplexeste.
Leider beschreibt das Handbuch die einzelnen Fähigkeiten nur mangelhaft.
Durch das fortgeschrittene Alter des Spiels stehen allerdings genügend
Fansites zur Verfügung, um dem Neuling mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Die größte und umfangreichste Hilfe bietet wohl www.diablo2.de,
von der auch ich viele Tipps erhalten habe.
Als nächstes soll auf die Items eingegangen werden. Es gibt eine riesige
Auswahl an Gegenständen und Waffen. Diese sind unterteilt in verschiedene
Kategorien. Da wären die normalen Waffen und Rüstungsteile, die durch
eine weiße "Textfarbe" gekennzeichnet sind. Sie besitzen keinerlei magische
Eigenschaften und sollten so schnell wie möglich durch ihre magischen
Pendants ersetzt werden. Diese sind blau gekennzeichnet und haben eine
magische Eigenschaft. Zum Beispiel +5 Stärke, für die ersten Schritte
im Spiel ist das auch durchaus nützlich. Später kommen noch die sogenannten
Set-Gegenstände hinzu. Sie sind grün gekennzeichnet und Teil einer Rüstungs-
oder Waffenkombination. Ein paar Handschuhe, ein Gürtel und ein Helm bilden
ein Set. Hat man alle auf seinen Charakter verteilt, ergeben sich durch
die Kombination zusätzliche Boni.
Auch diese Art der Items ist nützlich, die seltenen Gegenstände (raw
Items) oder die einzigartigen Gegenstände (unique Items) bilden allerdings
die stärksten Werte. Hier sind teilweise bis zu fünf verschiedene Wertsteigerungen
möglich. Aus der Vielfalt an Gegenständen will ich nur einige nennen.
Es gibt sieben Oberklassen die der Charakter tragen kann. Eine Körperrüstung,
Gürtel, Handschuhe, Schilde, Schuhe, Schmuck (Amulette und Ringe) sowie
verschiedenste Waffen (ein- oder zweihändige). Um so weiter der Held
in Diablo's Welt voranschreitet, desto stärker und besser werden die Waffen.
Auf die einzelnen Waffengattungen gehe ich jetzt nicht ein, bis ich damit
fertig wäre ist Teil3 erschienen ;).
Neben diesen Gegenständen existieren noch die wichtigen Heiltränke (
in verschiedensten Dosierungsgrößen; Manatränke können jedoch nicht mehr
gekauft werden), andere (meiner Meinung nach absolut nutzlose) Elixiere
wie Gegengift oder Explosivfläschchen und Schriftrollen (Stadtportale
und Identifikationsrollen). Die Identifikationsrolle ist sehr wichtig,
da Gegenstände mit magischen Gegenständen erst identifiziert werden müssen,
um ihre Eigenschaften sichtbar zu machen. Mit dem Stadtportal kann man
immer in die schützende Enklave des Dorfes zurückkehren um Luft zu holen
und neue Tränke zu kaufen. Pfeile für Bögen sowie Bolzen für Armbrust
müssen ebenfalls extra erworben werden. Nachträglich muß noch gesagt werden;
daß durch den argen Mangel an Manatränken vor allem auf Waffen mit
Manaabsaugung gesetzt werden soll. Damit wird bei jedem Treffer ein gewisser
Prozentsatz an Mana an den Spieler zurückgegeben. Was nicht vergessen
werden darf! Das alles kostet Geld. Ob nun das Reparieren von Waffen,
das Glücksspiel um seltene Gegenstände zu erhalten oder der Erwerb von
frischen Tränken, das Leben in Blizzards Spiel ist teuer. Durch Monsterkillen
und später durch das Finden seltener Rüstungen erhält man genügend Gold,
um zurecht zu kommendem Anfang ist es allerdings nur nervig.
Story: Kommen wir jetzt zum eigentlichen Storyverlauf im Spiel.
Insgesamt sind 4 Akte vorhanden, in denen jeweils Quests (Einzelaufgaben
) gelöst werden müssen. Als Belohnung winken meistens besondere Gegenstände
oder Punkte für die Charakterentwicklung. Sind alle Quests gelöst, geht
es weiter in den nächsten Akt. Die einzelnen Akte sind durch vier wirklich
filmreife Zwischensequenzen verbunden, die die Story hervorragend unterstützen.
Ob ihr die Quests löst oder lieber noch ein wenig die Gegend erforscht,
um durch Monsterhatz Erfahrungspunkte zu sammeln, bleibt euch überlassen.
Die Quests "warten" quasi auf euch ;). Pro Akt sind sechs Questaufgaben
zu lösen. Wobei im letzten nur drei zur Auswahl stehen. Das Areal auf
dem ihr euch bewegt, umfaßt Kellergewölbe, Klöster, Gefängnisse
und viel freie Fläche an der Oberfläche. Alle Klimazonen sind vorhanden;
im Dschungel, in der Wüste, selbst in der lavaüberzogenen Hölle ist der
Held unterwegs. Damit er sich nicht verirrt kann, jederzeit eine Karte
eingeschaltet werden. Um auch die Wege nicht zu lang werden zulassen,
sind in jedem Gebiet Wegpunkte versteckt, die euch, einmal freigeschaltet,
schnell in die einzelnen Areale transportieren. Zum Erholen nach der Monsterhatz
geht man entweder per Townportal oder Wegpunkt ins Dorf. In jedem Akt
ist das eine andere Stadt oder ein Dorf, immer mit den selben Grundvoraussetzungen.
Man trifft NPC mit denen gehandelt und geschwätzt werden kann, selbst
manche Quests werden damit freigeschaltet. Einen Schmied oder Tränkeverkäufer
trifft man überall, nur die Umgebung ist anders. In diesen "Erholungsparks"
kann euch auch kein Gegner attackieren. Ein einigermaßen fähiger Diablo2
- Spieler zockt die vier Akte an zwei Tagen durch, Anfängern mit weniger
Ausdauer gebe ich eine Woche. Danach trägt man ein "Sir" bzw. "Dame" im
Titel und darf von vorn beginnen und ein neuer Schwierigkeitsgrad wird
freigeschalten.
Es gibt also den Normalmodus, den Alptraummodus und für die ganz Schlimmen
der Höllenmodus. Ab jedem neuen Schwierigkeitsgrad erlebt man die Quests
noch einmal, sammelt aber bessere Gegenstände sowie mehr Erfahrung. Hier
liegt ein Problem das Kritiker immer wieder aufwerfen. Die selbe Story
noch einmal nur um Erfahrung und Items zu sammeln? Aber klar doch! Wenn
man Diablo das erstemal besiegt hat ist man maximal Level 30. Hier sind
gerade alle Fähigkeiten wählbar, aber sicher noch nicht stark ausgebaut.
Ich will damit sagen, daß die Hatz nach neuen Gegenständen und die Ausbildung
eines Supercharakters die eigentliche Spielfaszination ausmacht. Am meisten
Spaß macht das natürlich im Battlenet mit Freunden oder überhaupt im LAN
mit einer Gruppe von Helden. Hier steht der Kooperationsmodus im Vordergrund
und die Erfahrungspunkte werden dann auf die jeweiligen Mitspieler verteilt.
Das allerdings ist eine eigene Wissenschaft und wäre zur Erklärung zu
umfangreich. Allerdings steigt man mit Mitspielern um ein vielfaches schneller
auf. Man kann sich auch gegenseitig duellieren, aber das ist eher was
für Veteranen, die nicht mehr wissen, wohin mit der Zeit ;).Verschiedene
Spielmodi wie bei UT oder Tribes2 gibt es nicht.
Kommen wir nun zu so grundlegenden Sachen wie Grafik, Sound, Steuerung
Inventory, Speichersystem und dem Battlenet, dem Herzstück des Spiels
. Die Grafik ist zweckmäßig. Nicht atemberaubend und auch nicht häßlich.
Die maximale Auflösung von 640*480 ist allerdings ein Witz. Und obwohl
Direct3D unterstützt wird und die Zaubereffekte dadurch besser aussehen,
ist das Spiel sehr hardwarehungrig. Sicher läuft es auf einem P3 450 flüssig,
aber nur solange sich nicht viele Monster auf dem Bildschirm tummeln.
Je nach Rüstung oder Waffe die man trägt verändert, sich das Outfit der
Figur. Auch die Zaubersprüche und Feuerpfeile sehen toll aus. Versteckt
sich der Held hinter einer Mauer wird er mit einem Rahmen angezeigt und
in Gewölben werden die Wände transparent. Alles in Allem ist die Grafik
nicht der Hit. Da hat sich Blizzard nicht mit Ruhm bekleckert. Aber wie
das mit solchen Suchtmachern ist, interessiert es einem nach einer gewissen
Zeit nicht mehr. Der Sound klingt ordentlich, allerdings ist die deutsche
Synchronisation sehr schlecht gelungen. Die Sprecher, vor allem für die
Charaktersounds, sind einfach nur zum Ablachen. Das klingt absolut unmotiviert
und gelangweilt. Irgendwann lacht man nur noch drüber. Das Witzigste ist
allerdings die Namensübersetzung der Monster. Jeder Zwischengegner, der
besonders schwer zu besiegen ist hat einen zufällig generierten Namen.
Von Verdamnispustel bis Schlamm-Schaum der Schläger ist alles dabei. Mein
persönlicher Favorit ist und bleibt: Scharf-Säufer die Axt. LOL, herrlich.
Die Steuerung erfolgt fast ausschließlich über die Maus und ein paar Hotkeys
auf der Tastatur. Die linke Maustaste ist der Primärangriff und die rechte
steht für Sekundärattacken wie Spezialzauber etc. Das kann aber frei konfiguriert
werden. Über Hotkeys werden dann im Eifer des Gefechts schnell andere
Zauber ausgewählt. Nach einer Stunde Spiel ist sie in Fleisch und Blut
übergegangen.
Ab hier beginnen die wirklich Kritikpunkte die mich auch heute noch maßlos
aufregen. Zuerst das Inventorysystem. All die Gegenstände und Waffen müssen
ja irgendwo hin. Der Charakter hat leider nur begrenzten Stauraum. Das
in Quadrate unterteilte Inventar kann vielleicht ein paar Tränke zwei
Rüstungen und einen Zweihänder aufnehmen, dann ist Schluß. Um das zu entschärfen
hat Blizzard für den Gürtel noch maximal 4 mal 4 Reihen für diverse Tränke
vorgesehen und die Schriftrollen passen ebenfalls in spezielle Bücher,
wo maximal 20 Stück gesammelt werden können. Desweiteren ist in jedem
Dorf eine Truhe; die zusätzliche Gegenstände aufnimmt. Das reicht aber
bei weitem nicht. Man ärgert sich immer wieder, daß man gute Gegenstände
verkaufen muß, nur weil der Platz fehl. Zweiter und wohl abschreckendster
Kritikpunkt ist das Speichersystem. Im Singleplayermodus wird nach dem
Beenden des Spiels nur die derzeit erforschte Karte, die erfüllten Quests
und der Charakter gespeichert, im Multiplayermodus muß die Karte jedesmal
neu erkundet werden. Für Anfänger immer wieder ärgerlich sind die immer
wieder neuerscheinenden Gegner. Ich persönlich finde das nicht schlimm
bzw. sogar notwenig. Nach zweimaligem Durchspielen will man eh nur noch
die Gegner platt machen um seine Erfahrung zu steigern. Allerdings kann
man nach seinem Tod nicht neu laden, sondern muß den Verlust hinnehmen.
Ab dem zweiten Schwierigkeitsgrad sind das nicht nur Goldstücke, sondern
auch die schwer erkämpften Erfahrungspunkte, die abgezogen werden. So
etwas zieht den Spielfluß nur künstlich in die Länge. Außerdem muß
der Weg zu Leiche UND durch die gesamte Gegnerschaft neu angetreten werden,
was meist in einem erneuten Tod gipfelt. Ärgerlich ist es auch nach jedem
Neustart die Karte immer wieder neu absuchen zu müssen. Da helfen nur
die Wegpunkte- wenn man sie vorher gefunden hat. Ein benutzerfreundliches
Speichersystem wäre hier besser gewesen. Als letztes sei hier kurz auf
das Battelnet verwiesen. Die kostenlose Serverplattform von Blizzard ist
in verschiedene Erdregionen verteilt. Europa, Amerika und so weiter. Im
sogenannten geschlossenen Battlenet werden die Charakter direkt auf Blizzards
Servern gespeichert und sind damit vor Manipulationen durch Editor oder
ähnlichem sicher. Im offenen Battlenet macht ein Spieler mit seinem Singleplayercharakter
ein Spiel auf und man kann dem beitreten. Meiner persönlichen Erfahrung
nach ist die Verbindung mittlerweile recht gut, obwohl zu Stoßzeiten oft
der Server down ist oder die Verbindung so schlecht, daß Lags auftreten.
Patches werden immer direkt heruntergeladen damit die Kompatibilität stimmt.
Von größeren Bugs im Spiel ist mir nichts bekannt. Nur die Spielbalance
wurde immer wieder einmal verbessert. Mittlerweile sind wir bei Patchversion
1.06.
Fazit: Die meiner Meinung nach sehr gelungene Mischung aus Rollenspiel,
Action, Charakterentwicklung und Sammeltrieb ;) macht monatelang süchtig.
Hat man sich einmal auf dieses Spiel eingelassen, kommt man nur schwer
wieder los. Wobei der Multiplayermodus den Spielspaß deutlich erhöht.
Nach Monaten des Spielens ist allerdings auch bei mir die Lust etwas vergangen.
Es fehlen schon die Abwechslung, neue Gegner und Items. Mit dem Add-On
wird dem ja bald Rechnung getragen. Aufgrund des geringen Platzangebots
und der mäßigen Grafik und trotzdem hoher Hardwareanforderung kann ich
meinem erklärten Lieblingsspiel (neben Tribes2) nicht die volle Punktzahl geben.
Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines Reviews ,
der bereits auf der Seite GUN veröffentlicht wurde.
Geschrieben am 01.06.2001, Testkonfiguration: AMD1200, GeForce2 Ultra, 256MB Ram, SB Live
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