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Diablo 2: LoD
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| Gesamt (383 votes) | | 1 |
 |   | | 1.9 |
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| Name: | Diablo 2: Lord of Destruction |
| Genre: | Action Rollenspiel |
| Produkt: | Add-On |
| Release: | 2001/05 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Entwickler: | Blizzard |
| Offiz. Sites: | Game |
| Links: | www.diablo2.de |
| Hardware: | 233Mhz, 32MB RAM, keine 3D-Karte nötig/ jedoch unterstützt, HD 800 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX7 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.13c |
| Bemerkung: | auch für MAC erhältlich |
| USK: | 16 |
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| Diablo 2: Lord of Destruction (review von ronin) |
Endlich ! Es ist so weit. Ich halte die Spielepackung zum Add-On für
eines der süchtigmachensten Spiele aller Zeiten in meinen zitternden Händen.
Über den Sinn und Unsinn dieser "simplen" Monsterhatz habe ich ja schon
in meinem ausführlichen Diablo2
Test berichtet. Die Anforderungen an die Erweiterung sind auch dementsprechend
hoch.
Auf die einzelnen Neuerungen, Verbesserungen und Änderungen im Gameplay
werde ich im Folgenden ausführlich eingehen. Neben dem komplett neuen
fünften Akt, der von den Ausmaßen etwa dem zweiten Abschnitt des Grundspiels
entspricht, sind natürlich die zwei neuen Charaktere die wichtigsten Ergänzungen,
welche mit dem Add-On eingeführt wurden. Beide möchte ich nun kurz vorstellen.
| Druide: |
Ein sehr flexibler Charakter der mit seinen drei grundverschiedenen Fertigkeitsbäumen einige
Kombinationen zuläßt. Es gibt die Möglichkeit der Verwandlung, wobei der Charakter als Nahkämpfer
fungiert und sich zwischen einer Werwolf- oder Werbärform entscheiden kann. Der Nachteil: In
dieser Form können keine Elementarzauber angewandt werden. Der zweite Zweig umfaßt die Herbeirufung
von "Tieren" wie Bären, Wölfen oder Raben. Auch können zur Unterstützung sog. Aurengeister beschworen
werden, die ähnlich den Paladin-Defensiv-Auren den Charakter unterstützen. Der dritte und letzte
Zweig besteht aus diversen Zaubersprüchen wie Vulkan, Hurrikan oder Zyklonschild. Ich persönlich
mag diesen Zweig nicht sonderlich, da die Sprüche recht schwierig und ungenau einsetzbar sind.
Sprich: Das Timing muß exakt stimmen. Fazit: Für Anfänger eine gute Wahl und auch auf Dauer
sehr reizvoll, da der Charakter sehr flexibel in seiner Handhabung ist. |
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Assasine:
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Meiner Meinung nach der anspruchsvollste Charakter im ganzen Spiel. Die drei Fertigkeitsbäume
spezialisieren die Assasine hauptsächlich auf Nahkampf. Zaubersprüche sucht man vergebens. Dafür
hat man die Möglichkeit Fallen aufzubauen, was sich meiner Meinung nach als ziemlich umständlich
im hitzigen Gefecht darstellt. Die beste Kombination besteht aus ihren Schattenfähigkeiten und
den Martial-Arts -Schlägen. Mit ersterem kann man sich zum Beispiel tarnen oder einen Krieger
herbeirufen, der fortan an ihrer Seite kämpft. Die Schlagfertigkeiten erinnern etwas an Mortal
Kombat. Ein Teil der Schläge dient dazu, eine gewisse Schlagpower aufzubauen und diese dann
mit einem weiteren sogenannten Finishing-Move auszulösen. Die Folge ist ein ständiges Hin- und
Herschalten zwischen den Fähigkeiten, was dem Charakter einen sehr hohen Anspruch verleiht.
Wer damit aber einmal umzugehen weiß hat einen sehr schlagkräftigen Charakter; der sich sehr;
sehr abwechslungsreich spielt. |
Kommen wir nun zum schönsten Teil des Add-Ons - Dem fünften Akt.
Wie in den drei ersten Abschnitten des Spiels müssen auch hier sechs
Quests gelöst werden, nach welchen man auf sehr ergiebige Belohnungen
hoffen darf. In zwei der Quests muß man sogar gegen einen Totenbeschwörer
und mehreren Barbaren antreten. Man stelle sich nur eine Truppe wilder
Berserker vor; die mit Kriegsschreien und Wirbelwindattacken dem Spieler
das Leben schwer machen. Einfach nur phantastisch.
Ich will nicht zu viel verraten, weil es wirklich wieder richtig Spaß
gemacht hat; mal ein paar neue Abschnitte zu spielen. Grafisch siedelt
sich der Teil in der noch nicht verwendeten Klimazone - dem Winter - an.
Im hohen Barbarenland treibt der dritte und letzte Bruder sein Unwesen.
Baal greift mit seinen Dienern die Stadt oder besser Festung Harrogath
an. Hier darf sich der Held ausrüsten und in Ruhe seine Wunden kurieren.
Sobald man aber die Stadt verläßt, geht es richtig zur Sache. Man kommt
sich schon eher wie einer von vielen vor, da einige NPCs ebenfalls versuchen
dem Treiben ein Ende zu setzen.
Die einzelnen Abschnitte wirken grafisch ansprechend und abwechslungsreich
wobei man natürlich irgendwann vom mehrmaligen Durchzocken alles gesehen
hat. Um den letzten Akt spielen zu können, müssen die neuen Charaktere
natürlich erst einmal die vorhergehenden Abschnitte bewältigen. Wer mit
seinem alten Charakter schon Diablo besiegt hat, der kann natürlich sofort
in den neuen Akt einsteigen. Leider muß der Charakter konvertiert werden
und ist dann für Diablo2 Spiele ohne Erweiterungs-Pack nicht mehr zu verwenden.
Weitere Neuerung ist die massenhafte Erweiterung der Items. Gab es früher
zu jeder Waffe eine Verbesserung, die dann erst in den höheren Schwierigkeitsgraden
erhältlich war, sind es jetzt drei neue Stufen. Hinzu kommen noch komplett
neue Waffen und Rüstungsklassen. Ganz neu sind wohl die charakterspezifischen
Gegenstände. Der Druide hat tierkopfähnliche Helme, die Assasine besondere
Armwaffen und auch für die fünf alten Klassen gibt es einiges Neues zu
entdecken. Auch die Unique-Items und Set-Gegenstände wurden interessanter
gestaltet, so dass man auch als Level 80 Charakter diese noch verwenden
kann.
Neu ist auch die Möglichkeit seltene, rare Gegenstände zu sockeln. Überhaupt
hat diese Eigenschaft enorm an Bedeutung gewonnen. Nicht mehr nur die
Diamanten und Schädel können in Waffen eingefügt werden, sondern auch
die neu hinzugekommenen Juwelen und Runen. Letztere ergeben in der richtigen
Runen-Wortkombination weitere Eigenschaften. Was jetzt ziemlich verwirrend
und überladen klingt, erweisst sich als halb so schlimm.
Eine andere Möglichkeit seine Charaktereigenschaften zu verbessern sind
die Talismane. Diese verbrauchen mehr oder weniger Platz im Inventar und
ergänzen die restlichen Ausrüstungsgegenstände. An Gegnern wurden angeblich
zwanzig neue Typen eingefügt. Mir sind vielleicht 15 vor die Pranke gerannt,
aber die waren ausreichend.
Vor allem der Weg zu Baal ist hammerhart. Leider ist das Finale dann
doch nicht ganz so grandios wie der Fight gegen Diablo selbst. Baals Enklave,
die gleichzeitig als Final-Arena herhält, sieht grafisch allerdings super
aus. Neben den schon erwähnten beschworenen Kreaturen, die zur Unterstützung
gegen die Gegnerhorden herhalten müssen, haben vor allem die Söldner aus
dem Grundprogramm eine Aufwertung erhalten. Außer einem eigenen Inventar,
das der Spieler selbst verändern kann, steigen diese Gefährten nun auch
von allein auf und können das ganze Spiel über mitgeführt und notfalls
auch wiederbelebt werden. Meiner Meinung nach ein längst überfälliges
und äußerst nützliches Feature.
Grafisch und soundtechnisch hat sich nicht viel verändert. Die Möglichkeit
auf eine Auflösung von 800*600 umzuschalten war Tage vor dem Add-On schon
für das Grundprogramm erhältlich. Natürlich sieht die Grafik dadurch weitaus
besser aus und was viel wichtiger wiegt: Der Überblick ist kampfentscheidend
verbessert worden. Das kann natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, daß
die Grafik veraltet ist und viel zu hohe Hardwareanforderungen abverlangt.
Die Musik im letzten Akt ist sehr gut gelungen, aber das wars auch schon.
Die Sprecher für die neuen Charaktere und die NPCs sind erneut amateurhaft
schlecht. Es ist schon nicht mehr zum Lachen. Wenn mein Druide "Hilfe"
schreit denkt man eher an einen gelangweilten Quacksalber, als an einen
in notgeratenen Krieger. Oder die Abschiedsworte "Tschüß" in einem Rollenspiel
?! Da hat Blizzard an der falschen Stelle gespart. Ganz anders dagegen
die Videos. Ich hoffe ja immer noch auf einen Kinofilm. Wenn dieser in
einer solchen Qualität ausgestrahlt wird, kann sich Blizzard zur Ruhe
setzen. Phantastische Rendergrafiken und Effekte. Hut ab! Was noch Erwähnung
finden muß, sind die Änderungen an den anderen Charakteren. Schon das
Grundprogramm hat durch das Patch 1.08 viele Fertigkeiten entschärft und
andere verbessert. Auch spezielle schwere Endgegner wie der Schmied im
vierten Akt wurden leichter gemacht. Auch meinem persönlichen Hassgegner
Bremm Funkenfaust im dritten Akt hat man seiner Blitzzauber beraubt. Ob
die Veränderungen unbedingt gut waren, wage ich zu bezweifeln. Charaktere
wie der Barbar oder die Zauberin, welche sich auf Kältezauber und Wirbelwindattacken
spezialisiert haben, sind zur Zeit chancenlos. Ärgerlich vor allem für
jene, die schon Level 80 sind.
Die verschiedenen neuen Resistenzen an Monstern verleihen dem Spiel aber
auch mehr taktischen Tiefgang und vor allem Teamplay. Alleine ist der
dritte Schwierigkeitsgrad im letzten Akt in einer Achter-Party nicht mehr
zu bewältigen. Entweder man steht einem physischresistenten oder magieresistenten
Gegner gegenüber. Das Spiel ist natürlich schwerer geworden, aber dadurch
wird ja auch die Wiederspielbarkeit erhöht.
Aufatmen können alle Battlenetfans. Blizzard hat dem Europarealm mehr
Bandbreite und zusätzliche Server gegönnt, was ein lagfreies Spielen ab
sofort möglich macht. Der einzige Kritikpunkt der mir wirklich teilweise
den Spaß verdirbt und im Grundprogramm schon immer bemängelt wurde ist
der Inventarraum. Leider reicht auch der im Add-On nicht im geringsten.
Auch wenn die Truhe in der Stadt jetzt die doppelte Menge faßt und der
Charakter zwei Waffensets per Umschalter tragen kann, ist und bleibt das
Inventar zu klein. Da hätte sich Blizzard wirklich was Richtiges einfallen
lassen können. Als Fazit kann ich nur sagen: Der Diablo2 - Fan MUSS zugreifen,
auch wenn ein Preis von fast 35€ viel zu hoch ist. Wer mit dem Spiel
allerdings früher schon nicht zurecht gekommen ist, sollte einen großen
Bogen um Baals animalisches Grinsen machen. Es wurde lediglich das Grundprogramm
erweitert und verbessert. Komplett neue Innovationen sucht man vergebens.
Mir persönlich hat das Spielen im Battlenet wieder richtig Freude bereitet
und das wird es auch noch einige Monate lang. Mit dem neuen Akt und den
abwechslungsreichen Charakteren ist Spielspaß und Sucht gewährleistet.
Auch die alten Charakterklassen sind durch die Änderungen wieder interessanter
geworden.
Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines Reviews ,
der bereits auf der Seite GUN veröffentlicht wurde.
Geschrieben am 06.06.2001, Testkonfiguration: AMD1200, GeForce2 Ultra, 256MB Ram, SB Live
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