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Dino Crisis 3
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
 |   | | 2 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 2.5 |
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| Gesamt (20 votes) | | 1 |
 |   | | 1.7 |
 |   | | 1.4 |
 |   | | 1.9 |
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| Name: | Dino Crisis 3 |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/11 |
| Publisher: | Capcom |
| Hardware: | Xbox |
| System: | Xbox |
| FFeedback: | ja |
| Sprache: | Deutsch/Englisch |
| zensiert: | nein |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | nicht kompatibel mit Xbox360 |
| USK: | 12 |
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 | | Screens 1-9 Herstellerscreens |
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Und wieder einmal sind die Dinos los. Zum dritten Mal kann der Spieler
nun auf Saurierjagd gehen und den Echsen ordentlich einheizen. Allerdings
müssen sich die Käufer diesmal darauf einstellen, daß sie schon eine kleine
(?;)) grüne Konsole brauchen, um in den Genuß des Spiels zu kommen, da
es diesmal heißt „Nur für die Xbox“. Vorbei sind die Zeiten, wo gleich
eine ganze Reihe an Konsolen und der PC von Capcom bedient wurden. Auf
der einen Seite hatte Capcom dadurch natürlich auch die Möglichkeit das
Spiel genauestens auf die Hardwaremöglichkeiten der Xbox abzustimmen und
ein Maximum heraus zu holen. Damit sind zwar eventuelle Schwächen bei
Portierungen von Hardware zu Hardware (Die schwächste Hardware diktiert
oftmals den „Spielspaß“ auf anderen Plattformen) umgangen, doch reicht
das allein aus? Ist Grafik alles? Handelt es sich bei Teil 3 um was Handfestes
oder ist es nur ein lauer Aufguß um die Konsolenbesitzer mal ordentlich
zu melken? Das alles so das folgende Review klären.
Ein Dino kommt selten allein
Nicht jeder hat die Vorgänger gespielt, daher folgt zuerst noch eine
kleine Übersicht über Teil 1 & 2. Beide Spiele bekommt man schon ab 1
€ bei bekannten Auktionshäusern oder aber im Wühltisch des einen
oder anderen Kaufhauses.
Dino Crisis 1
In Capcoms ersten Streich aus dem Jahr 1999 verschlug es den Spieler
auf die Insel „Ibis Island“ um dort herauszufinden, was dran ist an der
Meldung, daß Dr. Kirk (nicht verwand und nicht verschwägert mit James
T. Kirk ;)) passiert ist und ob dieser wirklich noch lebt. Dr. Kirk war
bei einem „Unfall“ vor drei Jahren in der Forschung angeblich ums Leben
gekommen und nun trifft der Spieler in der fast menschenleeren Anlage
auf jede Menge Dinosaurier. Ein Kampf ums Überleben beginnt. Der erste
Teil erschien für Dreamcast, PlayStation One und PC und bot eine packende
Mischung aus Action/Shooting-Sequenzen und kleineren Rätseleinlagen, da
mussten Paßwörter gefunden und entschlüsselt oder aber z. B. Spulen angeordnet
werden. (Anmerkung des Editors: Und der erste Angriff des Tyranno sorgte
damals fast für einen plötzlichen Herztod, wie man ihn sonst
nur aus Resident Evil kannte ;))
Dino Crisis 2
Aus Fehlern lernt man heißt ein altes Sprichwort und so hat Capcom die
Rätseleinlagen aus dem ersten Teil ordentlich zusammengestrichen und für
deutlich mehr Action gesorgt. Mal wieder wurde a la Jurrassic Park mit
Dinos experimentiert und natürlich geht nicht alles glatt. Die Einheit
des Spielers hat den Auftrag die 100 Überlebenden zu retten und sicher
nach Hause zu bringen. Die Probleme überschlagen sich jedoch sehr schnell,
da fast alle Mitglieder von den Dinos zerfetzt werden. Nur die beiden
Hauptcharaktere können sich in einer Felsspalte in Sicherheit bringen.
Nun muss die Bedrohung allein beseitigt werden. Dabei wird im zweiten
Teil auf sehr viel mehr Action gesetzt und die Gegner kommen schon in
den ersten Abschnitten in „Gruppen“ an. Leider wurde die Technik des Spiels
im Vergleich zum Vorgänger nicht/ kaum verändert. Für den PC erschien
der zweite Teil (Der grafisch fast aussieht wie Teil 1) im April 2003!
Geschichte von Teil 3
In der neusten Episode der Dinohatz scheint es anfangs erst mal so, als
wären die Menschen mal ganz unschuldig an den Ereignissen, aber der Reihe
nach. Im Jahre 2548 „treibt“ ein mysteriöses Raumschiff durchs All, welches
sich sehr bald als das lang vermißte Kolonieschiff Ozymandias herausstellt.
Die „Spezialeinheit“ mit Patrick, Sonya und Cooper (Anführer) hat die
Aufgabe, dieses zu untersuchen. Allerdings haben sie in ihrem kleinen
Erkundungsschiff den Abwehrgeschossen des Kolonieschiffes nichts entgegenzusetzen
und nur wenige Leute schaffen es überhaupt lebend ins All. Über verschiedene
Lüftungsschächte/Luftschleusen gelangen einzelne Mitglieder an Board des
anscheinend verlassenen Schiffes. Allerdings hätten sie doch eventuell
lieber draußen bleiben sollen, da schon nach wenigen Schritten Patrik
und Sonia mit ansehen müssen, wie ein bemitleidenswertes Mitglied ihrer
Truppe - McCoy - , von einem gigantischen Saurier aufgefressen wird. Dieser
könnte es mit jedem Tyrannosaurus aufnehmen, doch es gibt noch eine ganze
Reihe weiterer Fleischfresser an Bord und diese zerlegen diese Riesenbestie
in wenigen Augenblicken. Für Sonya und Patrick beginnt nun ein Kampf ums
Überleben und es gilt auch den Ursachen der Katastrophe an Bord auf den
Grund zu gehen. Da die Story in qualitativ sehr guten und spannenden Zwischensequenzen
erzählt wird, soll an dieser Stelle möglichst wenig von der späteren Handlung
verraten werden. Nur so viel sei gesagt, dass Dino Crisis alles andere
als „nur“ ein „Dinos im Weltraum“ ist. Es warten eine ganze Reihe Überraschungen
und Wendungen auf den Spieler, wobei die Präsentation wunderbar gelungen
ist.
Gradwanderung zwischen Leben und Tod
Auf dem Weg durch das unbekannte Schiff stößt man endlich wieder auf
ein bekanntes Gesicht, Cooper. Leider ist die Freude jedoch nur von kurzer
Dauer, da die Handlung nahtlos in eine Zwischensequenz übergeht. Die „Überreste“
des Erkundungsschiffes treiben auf das Kolonieschiff zu und schlagen ein
wie kleine Meteoriten. Doch zum Glück scheint die computergesteuerte Abwehr
recht gut zu funktionieren, da diese alle Trümmerteile in Schutt und Asche
verwandeln, bis auf das bekannte „letzte Stück“ und das schlägt auch ausgerechnet
noch ein. Zuerst nur ein Riss im Aussichtsfenster, doch das war genug.
Die Luft entweicht zischend ins All und „saugt“ alles ab. Die Frachtkiste
stoppt nur kurzzeitig den Druckabfall und dann gibt die Sichtlucke nach
und ein Regen aus Scherben splittert erst kurz in den Raum, ändert die
Richtung und entweicht in die Weiten des Raumes. Nun muss schnellstmöglich
etwas getan werden, die manuelle Abschottung des Fensters der Luftschleuse
ist die einzige Überlebenschance für die beiden. Ein verzweifelter Hilferuf
geht an Sonya. Somit wechselt das Spiel nun zur Selbigen und es gilt,
sich auf die Suche nach einer Möglichkeit zu machen, die Luftschleuse
manuell zu verriegeln. Glücklicherweise wird einem der nächste wichtige
Punkt auf der Karte angezeigt. Also die Waffen nachgeladen, Munition an
der nächsten „Station“ gekauft und raus in den Gang. Hier warnen einen
schon die Kratzgeräusche, daß es gleich ungemütlich wird. So stürzen sich
eine ganze Reihe kleiner Rigel (Kleine Krabbeltierchen, die sich wie Piranhas
durch fast alles beißen können) und einige Algols (eine Art Super-Raptoren)
auf den Spieler. Da muss die Gute ständig in Bewegung bleiben, um nicht
erwischt zu werden. Doch dank der automatischen Zielfunktion braucht man
sich um solche „Nebensächlichkeiten“ nicht kümmern, sondern kann versuchen,
durch Sprünge und geschicktes Sliden allen plötzlich auftauchenden Gefahren
zu entgehen. Mit der "WASD" kann man auch in solchen brenzligen
Situationen kleine „Abwehrkörper“ starten, welche die Gegner automatisch
angreifen, dumm nur, dass man nur eine begrenzte Anzahl dabei hat. Irgendwann
ist auf dem Gang wieder Ruhe eingekehrt und die „Erfahrungsanzeige“ weißt
einen ganzen Batzen neuer Punkte auf, die u. a. aus Mehrfachkills resultieren.
Doch es bleibt keine Zeit, diese erst einzutauschen, die Kollegen brauchen
schnellstmöglich Hilfe. Auf dem Weg zur Tür tauchen überraschend noch
einige einzelne Dinos auf, doch bei schnellen Reaktionen kein Problem.
Jetzt nur schnell den Lift nach unten nehmen und dann... Ja das war dann
erst mal nichts. Die Zugangskarte für den Lift ist nicht da. Ein schneller
Blick auf die Karte offenbart selbige in gleichen Raum hinter einigen
„beweglichen Objekten“. Doch wie kommt man über diese hinüber? Die Computerkonsole
in der Ecke hilft da schon ernorm weiter, da sich die Plattform vor den
mechanischen Barrieren nun aktiviert hat. Einmal draufgestellt, bewegen
sich die Plattformen in Sequenzen rauf und runter. Ist die passende Sequenz
erst einmal gefunden, so kann man mit der gefundenen Karte endlich den
Lift betreten. Aber es warten schon die nächsten kleinen Knobelaufgaben
auf einen. Um zur Luftschleuse zu gelangen, muss man noch einen Run durch
eine Reihe an Luftschleusen absolvieren und kann nun endlich über eine
Ausstiegsluke das Schiff verlassen. In der Schwerelosigkeit hilft nur
noch der Düsenrucksack, um den Abwehrsonden hier draußen auszuweichen
und die „Kristalle“ einzusammeln, wobei nicht nur die Perspektive, sondern
auch die Trägheit bedacht werden muss. Nach einigen Biegungen und kleinen
Kämpfen gehen Abwehrsystem hat Sonya endlich die manuelle Verriegelung
auf der Außenseite erreicht und kann die Kollegen retten. Diese sacken
erschöpft auf den Boden zusammen. Doch im Hintergrund gleiten bereits
die nächsten Rigel aus dem Belüftungssystem und greifen an... Der Kampf
ist noch lange nicht vorbei.
Was erwartet einen alles?
Die oben beschriebene Szene ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das,
was einen alles im Spiel erwartet. Der Spieler erlebt eine sehr fesselnde
und spannende, mit einigen interessanten Wendungen/Ereignissen gespickte,
Story. Dabei wird sehr schön mal ums Überleben gegen kleine Massen an
Dinos gekämpft und ein anderes mal muß der Spieler durch bestimmte Sequenzen
von Türen kommen, sich über allerlei Plattformen tasten, Zugangskarten
finden, Schlösser knacken oder Computerkonsolen bedienen. In fast allen
Fällen weiß man, was zu tun ist und die Ziele sind klar formuliert. Oftmals
werden diese auch auf der sehr übersichtlichen und komfortablen Karte
angezeigt und nur ab und zu irrt man umher und sucht nach dem Weg. Dabei
sieht man sehr abwechslungsreiche Räume und Gänge des Schiffes, die zwar
sehr schön gestaltet sind, aber leider auch sehr steril wirken. Lediglich
einige wenige „Beschädigungen“ gibt es zu sehen. Ab und zu passieren auch
festgelegt Ereignisse und man muss einen Ausweg finden, wie z. B. aufbrechende
Luken. Mal schwebt man über eine Art See aus Elektrizität (Warum nehmen
die Gegner dort keinen Schaden?) oder aber man schwebt durchs All. In
vielen Situationen wird man um den sehr praktischen Düsenrucksack nicht
herumkommen, wenn man so manche kniffeligen Sprünge meistern will. Manches
Secret bzw. „rote Punktekugel“ will gefunden werden, wodurch man den Charakter
verbessern und am Leben erhalten kann. Hat man die Gegner beseitigt, was
sich mitunter über etliche Wellen hinziehen kann, dann ist erst mal Ruhe
und diese kommen nicht so schnell wieder. Lediglich an einigen Stellen
muss man immer wieder neuen Attacken rechnen, ansonsten sporadisch ab
und zu an „bekannten“ Bereichen, was aber auch positiv zu sehen ist. So
hat man immer wieder gute Möglichkeiten den „Kontostand“ etwas zu verbessern.
Etwas unschön ist jedoch deren Auftauchen, da diese aus einer Art „Lichtkugel“
spawnen. Da wäre doch mehr drin gewesen, wie z. B. durch Wände/Türen brechen,
etc.
Modernste Waffen & Ausrüstung
Jeder der beiden Hauptcharaktere kann Waffen und WASD mit sich führen.
Bei den Waffen gibt es zum einen die Standardversionen mit unendlich viel
Munition, die jedoch auch nicht so viel Schaden anrichten. Wem das zu
schwach ist, der kann auch jederzeit andere „Ladungen“ verwenden, wie
Weitschuss oder den sehr präzisen Laser. Durch jeweils unterschiedliche
Feuermodi (gedrückt halten der jeweiligen Taste), können auch deutlich
stärkere Schüsse abgegeben werden. Jede Waffe/Schussmodus hat ganz individuelle
Stärken und Schwächen und das Spiel erfordert immer wieder den geschickten
Einsatz der strategisch besten Waffen vom Spieler. Wer allein mit solchen
Waffen nicht ausreichend Feuerkraft entfesseln kann, der kann auch jederzeit
eine WASD entladen. Dabei handelt es sich im Prinzip um kleine Abwehrsystem,
die den nächsten Gegner in Reichweite angreifen. Sollte kein Gegner in
der Nähe sein, so verliert man auch keine Munition, da sie automatisch
wieder aufgesammelt werden. Da man jedoch nur eine begrenzte Anzahl mit
sich führen kann und nicht alle WASD gleich effektiv sind, sollte man
schon genau überlegen, wann man diese einsetzt. Aber prinzipiell sollte
man für brenzlige Situationen immer was in Reserve haben. Auch sind nicht
alle Gegner gleich anfällig für alle WASD und auch so manche Tür kann
mit entsprechenden WASD geöffnet werden. Zusätzlich zu den Waffen gibt
es Healthpacks in verschiedenen Versionen, Booster (Die den Angriff/Scheiden
steigern) und Lifeline. Zuletzt genannte ermöglichen es einem, sollte
man sterben, es am Anfang des Raumes erneut zu versuchen. Man hat damit
nicht immer gleich verloren, wenn man stirbt und die Savepunkte stören
den Spielspaß in keiner Weise, da dies ein sehr guter Mittelweg zwischen
„Dauersave“ und nur festen Punkten ohne „Continue“ ist. Sehr schön auch
für Anfänger, dass man im leichtesten Schwierigkeitsgrad unendlich viele
Lifelines hat. Hier kann man sich auf das Spiel konzentrieren und man
nicht noch durch starke „Zurücksetzungen“ (Wenn man den letzten Spielstand
laden muß) aus dem Konzept geworfen und das Spiel künstlich verlängert.
In regelmäßigen Abständen findet man auch eine Art Ladestation auf dem
Schiff, wo zum einen die Erfahrungspunkte seit dem letzten Aufsuchen eines
solchen Punktes in „Kaufpunkte“ umgewandelt werden (Diese Kaufpunkte kann
man auch in Form von roten „Energiebällen einsammeln, die in den unterschiedlichsten
Wertstufen im Schiff verteilt liegen) und zum andern kann man hier die
Punkte auch in Munition, Medipacks oder „Upgrades“ wie z. B. mehr Lebensenergie
eintauschen. Ebenso kann man hier immer mal wieder einige hilfreiche „Mails“
und andere Infos lesen und das Spiel in 20 Saveslots speichern.
Die Handhabung von Problemen
Die Steuerung ist leider ein sehr zweischneidiges Schwert in Dino Crisis
3. Die Steuerung des Charakters geht wunderbar leicht und einfach von
der Hand. Mit der X-Taste feuert man die aktuelle Waffe ab und bei gedrückter
Taste wird der Schuss aufgeladen. Zusätzlich kann mit der Y-Taste auch
die WASD-Abwehr gestartet werden. Sollte die „einfache Bewegung“ und Sliden
mit dem linken Analogstick nicht ausreichen, dann kann man auch jederzeit
mit der rechten Schultertaste den Booster des Düsenrucksacks einschalten
oder aber sich mit einem Sprung kurzzeitig aus der Gefahrenzone entfernen.
Auch eine Kombination von beidem ist möglich. Neben der Aktionstaste kann
jederzeit eine sehr übersichtliche Karte aufgerufen werden (Mit Zoom,
Drehung, Bewegen, Raumwechsel, etc.) oder aber ins Inventar wechseln.
Im Inventar kann man sich Gegenstände anschauen, den aktuellen Status
einsehen, etc. Wer mal selber manuell zielen möchte bzw. muß (um z. B.
einen bestimmten Punkt zu treffen), der kann auch mit dem rechten Strick
in die 1st-Person-Ansicht schalten. Allerdings kann man sich in selbiger
nicht bewegen, sondern nur zielen und wenn man dann einen Dino auf sich
zukommen sieht, wird es eng. Zum Glück kann man wenigstens WASDs starten.
Aber, und das ist das große Aber am ganzen Spiel, ansonsten hat man keine
Möglichkeit die Kamera zu beeinflussen. Diese wird immer automatisch eingestellt
und zeigt das Geschehen aus einer Mischung zwischen „fester Kamera“ und
„Verfolgerkamera“, ohne jedoch dafür zu sorgen, dass der Spieler eine
Übersicht hat. So lassen sich die Gegner prinzipiell nur sehr schlecht
ausmachen, man muss schon hinhören. Da passiert es nicht selten, dass
ein Gegner genau hinter einem steht, man diesen jedoch auf Grund der Kamera
nicht gesehen hat. Oder aber man läuft durch einen Raum, plötzlich ändert
sich der Blickwinkel und man läuft in die falsche Richtung weiter. Das
kommt durch eine Mischung aus Verzögerung und Reaktion des Spielers. Wenn
die Ansicht wechselt, dann läuft der Charakter kurz in die „richtige“
(gewollte) Richtung weiter. Allerdings reagiert der Spieler meistens schon
sehr fix und steuert in die – nach der neuen Ansicht – richtige Richtung,
aber dadurch läuft man nur wieder zurück. Im Sprung/Flug passiert es auch
oft, daß man dadurch ungewollt eine 180° Drehung macht und dann wundert
man sich, warum man wieder am Anfang des Ganges ist. Mindestens genauso
sehr habe ich geflucht, als ich aufgrund der Kamera eine Tür nicht gesehen
habe, da diese einfach nicht umgeschaltet hat. Hier wäre es sehr viel
besser gewesen, wenn man entweder selber die Kamera steuern könnte oder
eine Kamera, die einem immer folgen würde (und sich nicht so plötzlich
dreht) eingebaut wäre. So verliert das Spiel leider massiv Spielspaß mit
der verkorksten Ansicht.
Dinos, überall nur Dinos
Im Laufe des Spiel trifft des Spieler auf eine ganze Reihe an Gegnern,
wobei jedoch insgesamt dem Spiel etwas mehr Abwechslung bei den „kleinen
Gegner“ gut getan hätte. Aber daran sieht man schon, dass es nicht nur
Kleinvieh zu beseitigen gibt. Aber der Reihe nach. Zum einen gibt es die
immer wieder in Massen auftretenden kleinen Rigel. Diese kann man sich
als eine Art sehr kurze Schlange vorstellen- mit einem sehr ordentlich
Gebiss vorne dran. Damit beißt sich so ein Rudel innerhalb kürzester Zeit
durch einen riesigen Gegner (Sehr eindrucksvoll am Anfang des Spiels zu
sehen). Der Spieler muß dementsprechend auch auf alle Richtungen achten,
da diese kleinen Biester aus allen möglichen Ritzen und Lüftungsschächten
kommen und nie allein sind. Die anderen Standardgegner heißen Algol und
sind eine stärkere Form der Raptoren. Schnell, flink und recht stark stürzen
sie sich geradezu auf ihre Opfer und können dem Spieler recht schnell
gefährlich werden. Allerdings ist ihre Bewegungsmöglichkeit des öfteren
etwas eingeschränkt was das „Drehen“ angeht und in solchen Momenten sind
sie ideale Opfer für Angriffe. Auch verfügen die Biester über verdammt
gute Sprungknochen und verfolgen den Spieler auch auf Kisten, etc. Neben
dem Kornephoros, einer Art „Angriffsgorilla“ gibt es noch einige kleine
Variationen der „Standardgegner“. Die AI der Gegner ist überwiegend überzeugend
bzw. dem Schwierigkeitsgrad angemessen. Da man aufgrund der Kamera die
Gegner z.T. sowieso erst sehr spät sieht, sind diese zum einen oftmals
ein sehr nettes Schockelement, aber zum andern ist es auch oftmals einfach
Reaktionsgeschwindigkeit. In der einen Sekunde noch alles ruhig und in
der nächsten hat ein Gegner zugeschnappt und einen erwischt. Das ist nicht
so spaßig, aber wer sich daran gewöhnt hat, die neuen Bewegungsmöglichkeiten
mit dem Düsenrucksack zu nutzen, der meistert auch solche Angriffe. Es
gibt einige Stellen in manchen Räumen, wo man recht geschützt vor den
Gegner ist und diese einen nicht erreichen wollen/können und irgendwo
etwas fest hängen. Dann kann man alle einzeln beseitigen. Aber so gut
ist es dann auch nicht, da es ein Punktesystem gibt, welches auf einem
Combosystem aufbaut. Je mehr Gegner man hintereinander ausgeschaltet hat,
desto mehr Punkte gibt es und am Besten ist es noch, wenn man unterschiedliche
Gegner beseitigt. Damit kann man den „Erfahrungsbalken“ schneller füllen,
als durch „Einzelkills“. Neben diesen kleinen Gegnern gibt es einige sehr
große Zwischengegner. Diese sind nicht durch einige Schüsse zu beseitigen,
sondern es muss eine gewisse Taktik gefunden werden. So sind z. B. manche
WASDs sehr schädlich, wohingegen andere diese wieder heilen. Und die Gegner
können auch ordentlich austeilen, durch Schwänze, etc. Säuren, Elektrizitätsstrahlen
oder ihre schiere Körpermasse in Bewegung. Auch über Bosse mit zwei oder
mehr Köpfen darf man sich nicht wundern, das könnte eine tödliche Ablenkung
sein, so prachtvoll die Gegner auch designt sein mögen.
Grafik
Diesmal war Capcom nicht durch irgendwelche anderen Konsolen limitiert
und konnte sich voll und ganz auf die Xbox Hardware konzentrieren und
das Ergebnis ist wirklich nicht schlecht. Wer denkt, im Gegensatz zu den
Inselsettings aus Teil 1/2, es würde im Weltraum alles gleich aussehen
und die Räume/Gänge so eckig wie bei Star Trek, der wird hier eines besseren
belehrt. Obwohl der Schauplatz von der Gestaltung sehr begrenz ist, so
haben die Designer doch wirklich kleine Wunder vollbracht. Jeder Gang
sieht wirklich anders aus und wartet man sehr vielen „Goodies“ und Details
auf. Sei es, dass man immer wieder über unzählige „Fenster“ in den Weltraum
oder auf irgendwelche Maschinen schauen kann, es gibt schöne Reflexionen
auf den Boden, Wänden, etc. Lediglich das Schiff wirkt etwas zu „sauber“
für meinen Geschmack, wenn dort Dinos rumtoben und es fehlen Kratz- und
Kampfspuren. Die Umgebung kann leider nicht mit sehr vielen demolierbaren
Details aufwarten, doch dafür gibt es immer wieder festgelegte Ereignisse,
wie aufbrechende Lucken, etc. In den Kämpfen geht ordentlich die Post
ab, wenn sich die Gegner auf einen stürzen und bis auf etwas zu wenige
Polygone bei manchen größeren Dinos, (wie z. B. dem Algol) kann man nicht
meckern. Dazu dezent eingesetztes Blut (nicht übertrieben) und schön anzusehende
Effekte runden den actiongeladenen Kampf ab. Die vielen Zwischensequenzen
in Videoform sind 1A gelungen und man kann sich so manche Stellen (Ich
sage nur den ersten großen Dino im Laderaum) immer wieder ansehen. Die
Framerate war beim Spielen immer ordentlich und Slowdowns sind mir nicht
merklich aufgefallen.
Sound
Beim Sound setzt Capcom in der vorliegenden Version auf Englische Sprachausgabe
und Deutsche Untertitel bzw. Deutsche Bildschirmtexte. Die Sprecher sind
passend und klingen sehr überzeugend. Genauso wenig gibt es an der ordentlichen
musikalischen Untermalung zu meckern, die sich recht gut dem Spielgeschehen
anpasst. Es wäre lediglich etwas schöner gewesen, die ein oder andere
Mail, etc. vertont zu haben.
Meinung
Nicht schlecht wie der Sprung von Teil 2 auf 3 verlaufen ist. Zwar gibt
es noch immer sehr viel mehr Action, als in Teil 1, aber insgesamt ist
das Spiel deutlich ausgeglichener zwischen Kampf, Story und „Knobelaufgaben“.
Zwar sind die eingestreuten Rätsel nicht so schwer, doch sie sind eine
sehr schöne Auflockerung und die Zugangskartensuche, etc. passt zumindest
auch etwas ins Setting. Lediglich an einigen Stellen etwas unschön, dass
man ab und zu nicht so ganz weiß, wo es nun weitergehen soll bzw. wo man
lang soll. Das liegt mitunter auch an der wirklich sehr schlechten Kamera.
Man übersieht leicht etwas und Gegner kann man mitunter kaum bemerken.
Die „größeren“ Kämpfe gegen etliche Gegner waren reines Glückspiel nach
dem Motto "in Bewegung bleiben und einfach ballern". Sehr viel
schwerwiegender sind da schon die Kameraprobleme beim Sprung/Lauf. Aber
irgendwie fesselt das Spiel trotzdem immer wieder und man möchte wissen,
wie es weitergeht. Auch wenn die Dinos etwas eintönig sind, gleichen die
Zwischengegner dies locker wieder aus. Größe und „Schönheit“ der Zwischengegner
wird hier neu definiert. Einfach irre, gegen solche Riesenviecher zu kämpfen.
Ansonsten ist die Steuerung sehr gut gelungen und es wären lediglich etwas
mehr Waffen, etc. schön gewesen. Genauso wäre ein COOP Modus ideal gewesen,
wenn man es als Team den Dinos zeigen könnte. Der Schwierigkeitsgrad
ist so ausgelegt, dass auch Anfänger/Einsteiger Spaß am Spiel haben werden,
was durch das Lifeline-System bedingt wird. Wer auf Action steht und sich
mit einer störrischen Kamera anfreunden kann, dem sei Dino Crisis 3 wärmstens
ans Herz gelegt. Es erfindet das Rad zwar nicht neu, aber man wird 15-
20 Stunden je nach Spielertypus blendend unterhalten und die freischaltbaren
Extras machen Lust auf ein erneutes Spielen.
Geschrieben am 07.12.2003, Testkonfiguration: Xbox
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