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Domination
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 | Info |
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| Name: | Domination - Phantom Renaissance |
| Genre: | Runden-Strategie |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2004/05 |
| Publisher: | Dreamcatcher |
| Entwickler: | Wargaming.net |
| Hardware: | 800Mhz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 1500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet/ Hot-Seat |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Patch: | 2.0.164 |
| USK: | 12 |
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| Domination - Phantom Renaissance (review von nali_warcow) |
Im Zuge des immer größeren Massenmarktes und insbesondere auf dem PC durch die Konzentration
auf einige wenige Genres wird heutzutage kaum noch ein Spieler etwas mit dem Begriff Rundenstrategie
anfangen können. Während in den heutigen Strategiespielen wie WarCraft
3, Schlacht um Mittelerde oder Rise
of Nations neben der effektreichen Grafik jede Sekunde zählt und ein Fehlklick über Sieg
und Niederlage entscheidet, geht es auch deutlich gemütlicher. Nachdem Massive Assault vom Entwickler
WarGaming.net eine ganze Weile gebraucht hat und erst vor einiger Zeit mit über einem Jahr Verspätung
in Deutschland veröffentlicht wurde, steht inzwischen der Nachfolger "Domination: Phantom
Renaissance" auch in Deutscland pünktlich in den Regalen. Wieso ein Rundenstrategiespiel
in Zeiten von Grafiktiteln wie Schlacht um Mittelerde oder dem kommenden Earth 2160 Spaß macht,
soll das folgende Review zeigen.
Ausgeliefert wird das Spiel in der Standard-DVD-Verpackung. Die beiden Spiel CDs liegen glücklicherweise
nicht gestapelt in der Box, sondern haben jeweils eine eigene Fixierung. Dazu gibt es ein leider
recht dünnes Handbuch. Darin werden zwar die wichtigsten Grundlagen gut erklärt, doch zumindest
einige Grafiken oder Abbildungen zu dem, was gerade beschrieben wird, wären nicht schlecht gewesen.
Gut 1,5 GB wird für die Installation benötigt. Dazu sollte man jedoch - gerade bei der deutschen
Version - zwingend die ersten beiden Updates installieren. Dadurch werden nicht nur einige ärgerliche
Desktopcrashs behoben, sondern auch fehlerhafte Sounddateien ersetzt, die ansonsten immer wieder
"rauschen" im Sound verursachten.
An der Story-Front wenig Neues
Wer den Vorgänger Massive Assault gespielt hat weiß schon gleich beim Titel des Nachfolger
worum es geht. Lieferten sich die beiden Fraktionen "Union der Freien Nationen" und die "Phantom
League" einen erbittert Kampf, schien es eigentlich beendet. Zumindest schien es so, dass die
Freien Nationen den Sieg errungen hätten. Doch da hatten sich fast alle etwas zu früh gefreut.
So leicht gab die League nicht auf und schon kurze Zeit später zeigt sich, dass der Widerstand
noch extrem stark und schlagkräftig ist. Mit neuen Waffen und Technologien griffen diese die
Union an. Das Blatt des Sieges hat sich zu einem Kampf um die letzte Möglichkeit gewendet….
Diese Hintergrundgeschichte ist jedoch im Spiel überwiegend nur ein nettes Beiwerk. Zwar wird
in den Feldzügen durch Textfenster und der Verknüpfung der Missionen die Handlung etwas weitergesponnen
und der Kampf der Union gegen die League nähergebracht, doch im Großen und Ganzen läuft es einfach
darauf hinaus, dass sich auf den Karten zwei Parteien gegenüberstehen. Das mag nun zwar nicht
gerade sehr "doll" klingen und mit einem WarCraft 3 kann sich Domination auch in keiner
Weise in Sachen Story messen, doch mich hat dies gar nicht sonderlich gestört. Mag wohl auch
daran gelegen haben, dass ich keine umfangreiche Handlung erwartet habe.
Wie ein Schachspiel in freier Natur
"Was ist Rundenstrategie? ", werden sich einige Fragen. Das ist eigentlich ganz
einfach erklärt. Es ist wie ein ganz normales Echtzeitstrategiespiel, nur hat der Spieler alle
Zeit der Welt und befehligt jede Einheit einzeln. Klar sollte dabei natürlich sein, dass man
eine Einheit nicht in einem Zug vom "Start" bis zum "Ziel" bekommt. Hier hat jede Einheit Beschränkungen
in der Reichweite und den Aktionsmöglichkeiten. Es kommt also nicht darauf an, dass ein wilder
Kampf entbrennt, sondern die Einheiten - vergleichbar mit Schach - taktisch klug genutzt werden.
Ein Panzer mit fünf Lebenspunkten in Mitten eines Rudels aus leichten Fahrzeugen ist da schon
eine leichte Beute für diese. Der Panzer selber kann keine Einheit in einem Zug vernichten,
sondern richtet lediglich zwei Schadenspunkte an. Die leichten Fahrzeuge richten vielleicht
nur einen an und könnten aber in einer ausreichend großen Gruppe den Panzer in einem Zug beseitigen.
Vielleicht wäre es da klüger den Panzer zurückzuziehen, so dass der Gegner ins Feindesland kommen
muss und dadurch Guerillatruppen ausgehoben werden. Auf der anderen Seite könnte man ja z. B.
auch mit Langstreckenwaffen die Gegner dezimieren und Luftunterstützung einsetzen oder aber
man zwingt den Gegner zum Handeln, indem man ihn von der anderen Seite angreift, oder… Man sieht
schon, bei Rundenstrategiespielen sollte man etwas länger als 'ne Sekunde überlegen, bevor man
agiert. Hier steht man nicht unter Zeitdruck. Erst wenn man selber mit allen Zügen zufrieden
ist, gibt man die Kontrolle ab und der Gegner ist an der Reihe.
Rundenstrategie im Detail
Der Einstieg ins Spiel ist einfach und es geht wunderbar flott von der Hand. Schwieriger
wird es jedoch, das komplexe System dahinter näher zu bringen, wenn man dies in einem Text versuchen
möchte.
The Basics: Wie schon geschrieben handelt es sich um ein Rundenstrategiespiel. Das
bedeutet, der Spieler steht nicht unter Zeitdruck. Ganz in Ruhe kann man die Situation analysieren
und danach können alle Einheiten bewegt werden und ggf. auf Gegner in Reichweite feuern. Können
Panzer beispielsweise nur Gegner in unmittelbarer Reichweite angreifen, so feuert die Artillerie
über ganze Truppenverbände hinweg. Außerdem muss man bei der Planung immer die Reihenfolge beachten.
Innerhalb einer Runde kann eine Einheit bewegt werden und feuern, allerdings kann eine Einheit
nach einem Angriff nicht mehr bewegt werden. Während Ziele, die die Einheit angreifen kann,
in einem roten Kreis liegen müssen, so wird beim Bewegen durch entsprechend farblich aufleuchtende
Punkte gezeigt, wohin eine Einheit gezogen werden kann. Dabei gilt es die unterschiedlichen
Terrains und Einheiteneigenschaften zu beachten. Auf Wüsten oder in Wäldern werden Einheiten
stark ausgebremst, auf Straßen in Transportern geht es dafür schneller voran. So kann beispielsweise
ein enger Zugang in einem Wüstengebiet mit einigen Einheiten mit großer Reichweite leicht gehalten
werden, wenn der Gegner nicht geschickt vorgeht. Hat man schließlich alle Einheiten so befehligt,
wie man möchte, dann erst beendet der Spieler die aktuelle Runde und der andere Spieler ist
dran.
Einkünfte und neue Einheiten: Im Spiel wird kein Rohstoff abgebaut und bis auf einige
Szenarien gibt es auch keinen automatischen Nachschub. Das Schlachtfeld in Domination ist in
mehrere Länder aufgeteilt. So lange keine feindliche Einheit im Land ist, generiert ein Land
Einkünfte pro Runde. Je nach Wirtschaftskraft des Landes sind dies 2 bis 4 $ pro Runde. Von
diesem Geld können dann neue Einheiten gekauft werden. Zum einen ist dabei zu beachten, dass
man Einheiten erst nach der Kampfphase kaufen kann. D.h., die neu gekauften Einheiten können
erst in der nächsten Runde eventuelle Feinde angreifen und außerdem können gekaufte Einheiten
ganz nach Belieben frei im jeweiligen Land platziert werden. Die Einheiten müssen nicht zwingend
in der Nähe der Hauptstadt eines Landes platziert werden. Sollte man kein Geld oder nicht alles
ausgeben wollen, so kann man dies auch für später sparen und sich so vielleicht eine teurere
und stärkere Einheit nach mehreren Runden kaufen.
Erobern, Verteidigen und Befreien: Doch Domination bietet mehr als nur einige Scharmützel
im Rundenmodus. Es fordert durch ein ausgeklügeltes Eroberungs- und Verteidigungsprinzip. So
lange ein Spieler ein Land kontrolliert, gibt es pro Runde Geld für neue Einheiten, doch sobald
auch nur ein Gegner im Land ist, muss gehandelt werden. Doch ein schneller Einfall mit wenigen
und schwachen Einheiten bringt mitunter nichts. Sobald in ein Land einmarschiert wird, kann
der andere Spieler in diesem Land Guerilla-Kämpfer rekrutieren. Das bedeutet je nach Wirtschaftskraft
des Landes gibt es einen kleinen Geldbetrag, von dem einige Einheiten gekauft und beliebig im
Land verteilt werden können. Zu bedenken ist außerdem noch, dass diese Guerillaphase nach der
Kampfphase des Gegner erfolgt. Somit kann der andere Spieler zuerst diese zusätzlichen Einheiten
aufstellen und gleich danach ist er mit der Kampfphase dran und kann alle Einheiten befehligen
und angreifen. Ein Eindringen in ein Gebiet will somit sehr gut überlegt sein. Damit man die
Kontrolle über das Land gewinnt und der erwirtschaftete Betrag in die eigene Kasse fliesst,
müssen alle Gegner im Land beseitigt und gleichzeitig die Hauptstadt eingenommen werden. Es
gilt somit den Gegner möglichst schon effektiv daran zu hindern, weit ins Land vorzustoßen oder
gar eine Einheit in die Mitte der Hauptstadt zu bewegen. Die Handhabung zerstörter Einheiten
leistet dabei jedoch die ein oder andere Hilfe. Sollte eine Einheit zerstört werden, so stellt
sie zwar keine Gefahr mehr dar, doch erst nach der Runde werden die Trümmer vom Spielfeld entfernt.
Platziert somit ein Spieler beispielsweise auch nur eine schwache Einheit in der Stadtmitte,
so kann der Gegner nicht in einem Zug die Stadt einnehmen. Er braucht mindestens zwei Runden.
In einer wird die Einheit vernichtet und in der nächsten könnte eine Einheit dorthin bewegt
werden, wenn nicht wieder eine neue dasteht. So kann ein Spieler auch sehr leicht einen schmalen
Zugang zu seinem Land verteidigen und genau an der Grenze schwache und billige Einheiten platzieren.
So lange der Gegner auf der anderen Seite der Grenze ist, klingelt weiterhin die Kasse. Sollte
dann das Gebiet eines anderen Spielers eingenommen sein, so gibt es einmalige Tributszahlung.
Geheime Verbündete und Neutrale Länder: Auf den Karten gibt es zwar eine ganze Reihe
an Ländern, doch nicht alle Länder gehören den beiden Parteien/ Spielern. Hier gibt es auch
einige, die mit dem Kampf eigentlich gar nichts am Hut haben. Dies sind sogenannte neutrale
Länder. Doch aus den unterschiedlichsten Gründen kann es sein, dass ein Trupp neutrales Land
betritt und sei es nur zum Durchqueren. In dem Fall wird dies als kriegerischer Akt gesehen
und die Leute treffen immer die gleiche Entscheidung. Der andere Spieler bekommt die Kontrolle
über das Land und kann hier nun - wie auch wenn der Gegner bei ihm einmarschiert - Guerillatruppen
ausheben. Zwar reichen diese wenigen Einheiten meist nicht aus, einen Gegner wirklich zu bezwingen,
doch da man ja die Kontrolle über das Land bekommen hat, so kann auch einen Teil der eigenen
Truppe in das Land schicken, um die Stellung zu halten. Sollte man den Gegner aufhalten und
er somit keine Truppen mehr in dem ehemals neutralen Land haben, so bekommt der Verteidiger
dies inklusiver der rundenweisen Einnahmen. Versagt er, fällt dem Gegner das Land in die Hände.
Doch auch wenn ein Land vom Schein her neutral ist, kann es für so manchen Eindringling eine
unangenehme Überraschung geben. Mitunter handelt es sich ja auch um einen geheimen Verbündeten
und da geheime Verbündete - wie schon der Name andeutet - geheim sind, weiß der andere Spieler
nichts davon. Erst wenn dieser in das Land einmarschiert oder der Besitzer des Landes sich dazu
entschließt, das Land zu enthüllen und somit dort Truppen aufzustellen, wird das wahre Bündnis
für den anderen sichtbar.
Viele Spielmöglichkeiten
Auch wenn sich die Beschreibung der Gameplaymechanik etwas kompliziert liest, so ist sie
es dennoch nicht. Nicht nur die Handhabung geht einfach von der Hand (mehr dazu später), zudem
wird durch zehn Tutorials jedem Einsteiger einfach und verständlich das Spielprinzip nähergebracht.
Angefangen bei den einfachen Kampfbewegungen und dem Rundenprinzip, ebenso wie eine gute Verteidigung
Gegner aufhalten kann, Transportoperationen werden genauso exemplarisch gezeigt wie Invasion,
Guerillas und Einkünfte. Ein Lob auch an die letzte Einführung, hier wird der Spieler behutsam
an den Welteroberungsmodus herangeführt und die ersten Ländereien erobert. Dabei wird nicht
nur gesagt, was der Spieler zu tun hat, sondern auch Fragen nach dem Warum und Wieso beantwortet,
so dass der Spieler einen Einblick in die taktische Denkweise bekommt. Außer dem Tutorial stehen
einige sehr unterschiedliche Spielmodi zur Auswahl.
Szenarien: Hier gibt es insgesamt 20 Szenarien, die der Spieler in beliebiger Reihenfolge
absolvieren kann. Die Meisten davon sind auch nicht sonderlich lang und basieren weniger auf
Eroberungen, sondern dem Lösen von Aufgabenstellungen. Da muss beispielsweise ein Trupp vom
Gegnern eingekesselt werden, eine Stadt verteidigt werden oder es gilt einen Angriff von zwei
Seiten zu überstehen. Mit den drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden werden sowohl Einsteiger
als auch Profis recht gut klarkommen. Insbesondere die ersten Szenarien sind recht gute Erweiterungen
zu den Tutorials, wo bekannte Sachen vertieft werden und die Situation auf dem Schlachtfeld
nicht so komplex ist. Wie auch alle anderen Spieltypen, so spielen die Missionen auf den insgesamt
zehn Welten in Domination. Nur eben an anderen Stellen unter anderen Bedingungen. Daher wird
einem so manche Landschaft recht bekannt vorkommen.
Angriff: Dieser Modus beinhaltet leider nur vier Missionen, die durchweg für Tüftler
designt wurden. Auf der Karte gibt es jeweils eine Reihe an Zielen, welche zerstört werden müssen.
Außerdem hat der Gegner eine ganze Reihe an Verteidigungsanlagen und Einheiten. Dem Spieler
selber wird ein Guthaben zur Verfügung gestellt und auf der Karte gibt es Landezonen. Hier kann
man nun für das Geld Einheiten kaufen und an den unterschiedlichen Startpunkten platzieren.
Ist dies geschehen, gibt es keinen weiteren Nachschub und in den nächsten 20 Runden gilt es
das Missionsziel zu erreichen. Da ist Taktik und Ausprobieren gefragt. Konzentriert man seine
Kräfte auf vielleicht ein oder zwei Landezonen oder greift man von allen Seiten an. Der eine
Punkt liegt etwas abseits, beim anderen muss man über eine gut verteidigte Brücke und wieder
ein anderer liegt vielleicht schon direkt im Feuerbereich feindlicher Einheiten. Auch mit den
drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden keine leichte Aufgabe.
Feldzug: Die Feldzüge sind sozusagen der Storymodus von Domination. Wahlweise für
die Phantom League oder die Union der Freien Nationen stürzt man sich hier ins Feld. Von der
Story her sollte man - wie schon eingangs erwähnt - nicht zu viel erwarten. Wird diese doch
nur durch Textfenster vorangetrieben und die Unterhaltungen sich mitunter doch recht locker
zwischen Oberbefehlshaber und Soldat. *g* Aber wenigstens verbinden sie die Missionen einigermaßen
grob miteinander. Im Laufe der Feldzüge gibt es jeweils immer auf einem Planeten, sprich einer
Karte, eine oder mehrere Missionen zu bewältigen bis es zur nächsten Welt geht. So gilt es beispielsweise
zuerst zwei Hauptstädte zu erobern, in der nächsten Mission muss die Stellung gehalten werden
und danach eine kleine Insel erobert werden. Diese Missionen lassen sich insbesondere am Anfang
recht gut mit den Szenarien vergleichen, werden dann jedoch immer komplexer. Zu Beginn stehen
kurze Verteidigungsaufgaben auf dem Plan und später müssen auch Gebiete eingenommen und sich
um Nachschub gekümmert werden. Insgesamt eigentlich eine sehr unterhaltsame Präsentation, leider
hapert es jedoch an zwei kleinen Dingen. So ist zum einen der Schwierigkeitsgrad etwas unausgewogen
und durch gescriptete Ereignisse passieren Sachen, die zwar überraschend aber mitunter sehr
unfair sind. Da hilft es stellenweise nur genau zu wissen, wann was passiert. In einer Mission
der Union gilt es eine Position zu halten und gleichzeitig mit einem Transporter um die Insel
herum zu einem Ziel zu fahren und dies zu zerstören. Dummerweise will nicht nur die Verteidigung
gelernt sein, sondern sobald man das Ziel erreicht hat, wird auch der Hafen im Startgebiet angegriffen
und man hat keine Truppen da. Auf der einen Seite darf der Gegner die Verteidigungsstellung
nicht einnehmen und auf der anderen braucht der Transporter viel zu lange, um die Einheiten
vom anderen Ziel zurück zu bringen. Da es generell in den Missionen Helden gibt, die in einem
Fahrzeug sitzen, wird es doppelt knifflig. So dürfen genau diese Einheiten nicht sterben, müssen
aber meist verwendet werden, um überhaupt eine Chance zu haben. Dafür haben sie jedoch
auch mehr Lebenspunkte, können eventuell weiter feuern oder teilen mehr Schaden aus. In diesem
Spieltyp empfiehlt es sich daher unterschiedliche Spielstände anzulegen. Neben solchen Missionen,
die man nur per Ausprobieren gewinnen kann, gibt es auch viele andere, die OK und gut zu schaffen
sind. Aber es ist kein kontinuierlicher Anstieg im Schwierigkeitsgrad vorhanden.
Welteroberungsmodus: Dies ist sozusagen der freie Modus gegen die KI und das, was
im Mehrspielermodus gespielt wird. Die insgesamt 10 Welten unterscheiden sich nicht nur vom
Setting (Ödland, Eiswüste bis Dschungel), sondern sind auch sehr variabel in der Größe. Unterschiedliche
Größen bedeuten natürlich auch unterschiedlich viele Länder und Hauptstädte. Während die Karten
jedoch statisch sind, werden die Gebiete beim Spielstart immer neu verteilt. Auch wenn man also
20 Spiele auf der kleinen Welt gespielt hat, so sind diese jedoch immer anders. Vor dem Spiel
kann lediglich konfiguriert werden, über wie viele Runden ein Land Geld abwirft und wie viele
Verbündete ein Spieler hat. Beim Start bekommt dann jeder Spieler eine Reihe an Ländern unterschiedlicher
Wirtschaftskraft. Allerdings weiß kein Spieler, welche Länder der andere hat. Los geht es dann
mit der sogenannten Enthüllungsphase. Pro Enthüllungsphase kann immer ein Land enthüllt werden
bzw. beim Start muss ein Land enthüllt werden. Doch schon gleich hier am Anfang sollte man mit
Bedacht vorgehen, welches man nimmt. Will man dem Gegner zeigen, dass man z. B. ein besonders
starkes Land hat oder lieber eine schwächere Region. Nur eine schwächere Region kann nicht nur
weniger Truppen ausgeben (niedrige Länder bekommen 8$ für Einheiten, mittlere 12 und hohe 18$)
und wie entscheidet man sich, wenn das Land an drei andere Länder angrenzt. Man weiß ja nur,
welche Länder man selber hat und der Rest ist entweder ein Land des Gegner oder neutral. Wie
sind die Zugänge zum Land und vielleicht kann man den Gegner auch in die Zange nehmen, wenn
man nebenan noch ein zweites Land besitzt. Danach geht es im Rundenmodus weiter. Zuerst die
Guerillaphase, sollte der Gegner irgendwo einmarschiert sein, dann die Kampfphase, danach folgt
die Rekrutierungsphase, wo in allen enthüllten Ländern, in denen sich keine gegnerische Einheit
befindet, neue Truppen ausgehoben werden können. Bevor der Gegner dann endlich dran ist, kommt
noch die Enthüllungsphase am Ende der Runde, in der man, wenn man möchte, weitere Länder enthüllen
und dort rekrutieren kann. Auch in diesem Modus kann man in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden
spielen, wobei man allerdings nicht zuviel Mitleid vom Computer erwarten sollte. Extrem leicht
wird es einem nicht gemacht. Am Besten daher erst einige Szenarien spielen und sich dann an
kleine Weltkriege heranwagen.
Karriere: Im Prinzip ist dies noch mal der Weltkriegsmodus. Allerdings spielt man
hier nacheinander gegen immer stärkere CPU Gegner. Dazu gibt es außerdem "Boni", die vor einem
Spiel jeweils ausgewählt werden können. So ist die Einheiten-Palette anfangs recht beschränkt
und Artillerie oder schwere Bots müssen per Bonus mit ins Spiel gebracht werden. Außerdem kann
man diese Boni Einheiten beispielsweise mit einem zusätzlichen Stärkepunkt versehen.
LAN, Internet und Hot-Set: Wahlweise abwechselnd vor einem Rechner, im LAN oder per
Internet spielen jeweils zwei Spieler gegeneinander den Weltkriegsmodus. Mehr Optionen als im
Singleplay Modus gibt es hier nicht. Spielt man entweder abwechselnd vor einem Rechner oder
im LAN, dann muss man auf die Aktionen des anderen Spielers warten, wodurch sich beide doch
etwas gegenseitig hetzen. Aber gerade wenn das Spiel im vollen Gang ist, dann braucht man seine
Zeit. Hier tritt nun der Onlinemodus in Erscheinung. Die Spieler sitzen hier nicht gleichzeitig,
wie im LAN, vor dem Rechner und warten darauf, dass der andere Spieler seine Runde beendet.
Hier werden die Züge über ein internes Mail-System ausgetauscht. Ein Spieler macht seine Züge
und wenn man damit fertig ist, werden diese im Onlinemenü "verschickt". Der Clou dabei ist,
dass man eine ganze Reihe an Runden gegen unterschiedliche Leute spielen kann und bei dem, der
die Gegenzüge "beantwortet" hat, kann man weiterspielen. Unangenehm stößt jedoch in
Verbindung mit dem Mehrspielermodus die Nutzungsbedingung auf. Lediglich vier Wochen lang kann
der Dienst ohne Einschränkung genutzt werden. Danach wird dieser automatisch auf "Trial" reduziert
und nur noch bestimmte Optionen sind zugänglich, wie im kostenlosen Modus von Massive
Assault Network.
Einheiten & Handhabung
Beide Parteien im Spiel haben jeweils 18 Einheiten, die für 1 bis 6$ gekauft werden können.
Zum einen gibt es Einheiten, die ein entsprechendes Pendant beim Gegner haben und sich mehr
durch das Aussehen unterscheiden, wie Smallfoot und Bio-T auf der einen und LAV und Panzer auf
der anderen Seite. Dazu kommen unterschiedliche Fernkampfeinheiten bis hin zur Artillerie und
Kampfrobotern. Während die Union beispielsweise Einheiten auf Schwebeplattformen platzieren
kann, von denen aus diese Feuern können, setzt die League auf extrem starke Mechs. Die Union
nutzt Transporter für mehrere Fahrzeuge, die League dagegen setzt auf Transporthelis für ein
Fahrzeug. In Städten können bis zu drei Bomber platziert werden, welche nur durch Einnahme der
Stadt vernichtet werden können. Allerdings lassen sie sich auch problemlos in eine angrenzende
Stadt verlegen oder auf einen Flugzeugträger verfrachten. Es gibt auch wieder unterschiedliche
Wassereinheiten und stationäre Verteidigungsgeschütze. Neu ist außerdem ein mobiler Abwehrschild
auf beiden Seiten, womit Einheiten um den Schild herum gegen Bomber und Helis abgesichert sind.
Die Bedienung des Spiels geht insgesamt sehr flott und einfach von der Hand. Die Menüs sind
klar und deutlich strukturiert und das Spielfeld sehr übersichtlich. Einfach 'ne Einheit anklicken
und schon sieht man, wohin diese bewegt werden kann und ein roter Radius zeigt die Angriffsreichweite
an. Bei möglichen Zielen wird gleich am Cursor angegeben, wie viel Schaden verursacht wird,
die Gesundheit der Einheit wird durch entsprechende "Punkte" über der Einheit verdeutlicht und
Richtungspfeile geben an, welche Einheit andere schon im aktuellen Zug angegriffen hat. Gleichzeitig
gibt es immer ein Infofenster, das die Werte der anvisierten Einheit anzeigt. Wer es genauer
wissen will gelangt per Rechtsklick zur spielinternen Bibliothek mit genaueren Infos über die
Einheit und das Spiel. Damit man auch gut planen kann, können alle Züge der aktuellen Runde
rückgängig gemacht werden. Merkt man, dass man dem Gegner so nicht beikommen kann, einfach die
letzten Aktionen zurücksetzen und es anders angehen. Somit verplant man sich auch nicht und
hat plötzlich eine Einheit in einer Sackgasse. Dazu gibt es für alle wichtigen Infofenster die
zeigen, ob eine Einheit übershenen wurde, die noch feuern kann, ob noch Einheiten gekauft
werden können oder es kein weiteres Einkommen mehr aus einem Land gibt. Ganz nach Belieben
kann man diese Fenster immer anzeigen lassen oder in Zukunft unterdrücken. Eine Minikarte gibt
Auskunft über alle wichtigen Sachen wie Einheiten und Länder, dazu ein kompaktes Infofenster
mit Einkommensmengen und eine jederzeit aufrufbare Statistik. Ein Replay kann gespeichert und
in unterschiedlichen Stufen wiedergegeben werden, genauso wie die Züge der CPU. Auch die Grafikoptionen
sind recht umfangreich, so dass jeder Spieler auch in den Genuss der extrem weiteren Zoom-Out
Funktion kommen kann, was für sehr viel Übersicht auf dem Spielfeld sorgt. Bemängeln muss man
hier lediglich die fehlende Möglichkeit die Hotkeys anzupassen und stellenweise muss man wissen,
an welchen Kartenstellen man keine Einheiten abladen oder bewegen kann, auch wenn es so aussieht,
als wenn dies in der Ecke oder an einer Kante möglich wäre.
Grafik & Sound
Grafisch kann Domination zwar nicht mit den Grafikkrachern wie Schlacht
um Mittelerde, Dawn of War oder
Ground Control 2 mithalten. Dennoch
ist die Grafik für ein Rundenstrategiespiel mehr als ausreichend und sieht nicht schlecht aus.
Sicherlich mag man die ein oder andere Textur beklagen, aber so dicht zoomt man ohnehin nicht
rein, bis es negativ auffällt. Dafür gibt es einen klasse Zoom-Out, mit dem man das gesamt
Schlachtfeld überblicken kann. Zwar war die FPS Anzahl dabei auf dem Testsystem nicht mehr so
hoch, doch spielbar war dies allemal. Neben schönen Explosionen und zertrümmerten Gegnern setzten
Kameraschwenks so manchen Zweikampf in Szene. Ansonsten ist auf den Karten nicht so viel los
und es gibt wenig, was vom Spiel ablenkt. Die Planeten sind sehr unterschiedlich gestaltet und
sind ansonsten von Bäumen und Büschen abgesehen recht leer. Aber da tobt ja bald der Kampf.
Bei der Akustik hält sich das Spiel in Grenzen. Die Explosionen und Fahrzeuge sind OK und die
Musik passend im Hintergrund. Selbst gegen die Sprecher im Feldzugmodus gibt es wenig zu bemängeln.
Akzeptabel, aber nicht aufdringlich. Lediglich die Sprecherin, die auf die unterschiedlichen
Phasen und sonstige Ereignisse hinweist, ist sicher nicht für jeden Geschmack. In der Verkaufsversion
und mit dem ersten Patch gab es auch einige Probleme beim Sound, der stellenweise rauschte,
inzwischen wurden die fehlerhaften Dateien aber durch Patch 2 korrigiert. Ansonsten gab es lediglich
ein Spiel, welches aufgrund eines Fehlers in der Spieldatei nicht fortgesetzt werden konnte.
Zwar wurde einem geraten den Spielstand erneut zu laden, doch der Fehler trat dort immer wieder
auf. Zur Sicherheit sollte man daher am besten neben dem automatischen Save auch ein oder zwei
manuelle Spielstände anlegen. Wäre ärgerlich, wenn dies bei einem 4 Stunden Spiel passiert.
Meinung
Auch wenn sich bei der Gameplaymechanik bei Domination im Vergleich zu Massive Assault nichts
groß geändert hat, so ist es ansonsten in allen Bereich ausgereifter als der Vorgänger. Bis
auf Ausnahmen ist der Schwierigkeitsgrad auch für Einsteiger nicht zu hoch, wenn gleich sicherlich
die Komplexität im Rundenmodus nicht in 10 Minuten zu lernen ist. Dennoch, dank der sehr guten
Tutorials und einfachen Handhabung kommt man sehr schnell ins Spiel. Spätestens wenn man die
erste Runde im Weltkriegsmodus beendet, weiß man, dass Rundenstrategie auch heutzutage noch
sehr viel zu bieten hat- trotz der actionreichen Konkurrenz im RTS Genre. Im Einzelspielermodus
gibt es lediglich die nicht ganz so prickelnd erzählte Story zu bemängeln, ansonsten wird zwar
trotz der Beschränkung auf nur 10 Welten, eine umfangreiche Palette geboten. Schön wäre es noch,
wenn es in Zukunft noch einige weitere Welten zum Download geben würde, am besten inklusive
eines Editors, was auch der Community gut tun würde. Auch wenn viele Reviewer das E-Mail
System im Mehrspielermodus bemängeln- ich finde gerade so muss es sein, damit man in Ruhe spielen
kann. Unangenehm stößt hier nur auf, dass nach 120 Tagen Schluss ist. Dann muss extra gezahlt
werden, will man den kompletten Umfang des Spiels weiterhin nutzen.
Geschrieben am 04.06.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
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