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Quack Attack
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 | Info |
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| Autor | | 4+ |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 0.5 |
 |   | | 1 |
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| Gesamt (13 votes) | | 3 |
 |   | | 1.4 |
 |   | | 1.1 |
 |   | | 1.4 |
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| Name: | Quack Attack |
| Genre: | Jump n Run |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2000/11 |
| Publisher: | Infogrames |
| Entwickler: | Disney Interactive |
| Hardware: | 166Mhz, 32MB RAM, 4MB 3D-Karte D3D, Sound: 16-Bit Sound |
| System: | Win 95/98/ME, DX7 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Sprache: | Deutsch |
| Bemerkung: | auch für PS2, N64, Gamecube, Dreamcast erhältlich |
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| Quack Attack (review von yak) |
Qu@ck Att@ck! Nicht lachen, aber die @´s stehen wirklich so im Titel
;), ist wohl momentan eine Modeerscheinung, alle A´s durch @´s zu ersetzen.
Infogrames/Ubisoft/ hat mit der Disney Lizenz eine klassische Figur zum
virtuellen Leben erweckt. Der von mir innig geliebte, cholerische Enterich
Donald Duck treibt in diesem Jump & Run seine Untriebe mittels Wutausbrüchen
und kleinen Amokläufen.
Zur Geschichte: Daisy Duck, ihres Zeichens rasende Reporterin,
ist einem heissen Thema auf der Spur. Sie startet eine Liveübertragung
aus dem Tempel des bösen Magiers Merlock. Doch plötzlich bricht die Fernsehübertragung
ab und Daisy scheint gefangen in den Klauen des Bösen. Donald will als
Retter in der Not seine geliebte Daisy befreien und sich, mittels Daniel
Düsentriebs Erfindung, direkt in den Tempel teleportieren lassen. Dies
geht jedoch erst, wenn Donald an verschiedenen Punkten der Erde eine Art
Signalverstärker installiert.
Starten wir nun die Reise mit unserem Helden in insgesamt 24 Leveln in
4 verschiedenen Welten (Waldlevel, Entenhausen, Geisterschloss und Merlock´s
Tempel), wobei jeweils 4 Level reine Bonuslevel sind, die nur nach bestimmten
Voraussetzungen erreicht werden können. Das Spiel beschreibt sich laut
Coverinformation als 3D Jump & Run, was ich hier jedoch leicht berichtigen
muss, da es eigentlich kein 3D Jump & Run im Sinne von Mario 64 oder Rayman
2 ist, obwohl die Screenshots diesen Eindruck vermitteln könnten. Das
Spiel hat 2 Spielansichten. Eine klassische 2D Ansicht von der Seite,
die im Stile an die alten Mario-World Spiele erinnert, jedoch mittels
einer 3D Engine realisiert wurde. Man kann diese Ansicht am besten mit
dem älteren PC Spiel Pandemonium vergleichen. Die andere Ansicht ist da
schon eher als 3D zu bezeichnen, obwohl der Bewegungsradius stark eingeschränkt
ist und eher an die Strecke eines Autorennspiels erinnert, man hat also
eine vorgegebene Strecke, auf der man sich eingeschränkt bewegen kann
(ziemlich ähnlich dem Spiel Crash Bandicot auf der Playstation). Die Aufgaben
in jedem Level sind jedoch weitestgehend identisch.
Donald muss in jedem Level ein Teil des Boss Warpfeldes finden, um Zugang
zum jeweiligen Endboss zu erlangen, wo er, nachdem er ihn besiegt hat,
den Feldverstärker aufstellen kann. Seine Gegner kann Donald entweder
mittels gezielten Sprüngen auf deren Schädel oder durch Boxhiebe ausschalten.
Auch gibt es einen Milchshake, der Donald für eingeschränkte Zeit Superkräfte
verleiht. Die Level sind in unterschiedliche Abschnitte unterteilt. Eine
Art Ziellinie markiert diese Punkte und man muss, wenn Donald das Zeitliche
segnen sollte, nicht komplett von vorne anfangen, sondern darf an der
überschrittenen Ziellinie erneut anfangen. In jedem Level sind 3 Spielzeuge
von Donald´s Neffen versteckt, die aber nur aufgenommen werden können,
wenn man ein in der Nähe befindliches Zauberbuch von Merlock attackiert.
Hat man in jedem Level der entsprechenden Welt alle Spielzeuge gefunden,
kann man den entsprechenden Bonuslevel erreichen. Weiterhin findet man
in jedem Level noch Sterne, die einem bei entsprechender Anzahl zusätzliche
Reinkarnationen ermöglichen.
Zur Technik: Technisch präsentiert sich das Spiel ohne Tadel.
Wie es scheint, haben die Programmierer von Ubisoft die sehr gute Rayman
2 Engine benutzt. Die Animationen sind gelungen, die Figuren sehen aus,
wie aus den Trickfilmen, Donald watschelt in bester Entenmanier über den
Monitor und seine Wutausbrüche sind zum Schreien. Die Hintergründe sind
liebevoll gestaltet und das Umfeld wirkt lebendig. So sieht man Schmetterlinge
fliegen, Wasserfälle rauschen, im Geisterschloss werfen Blitze durch
das Fenster ihre Schatten, Lava brodelt im Tempel und Brücken brechen
hinter Donald zusammen. Hier gibt es nichts auszusetzen. Der Sound ist
ok, obwohl ich mich nicht ganz mit der Musik anfreunden konnte, die manchmal
sehr an Kaufhausbegleitmusik erinnert, da hätte man sich etwas spannungsreicheres
einfallen lassen können. Die deutsche Lokalisierung ist jedoch ohne Tadel.
Man hört hier durchweg die Fernseh-Originalstimmen, denn für die Eindeutschung
wurde das Synchronstudio von Andreas Hommelsheim eingesetzt, das auch
die Disney Kinoproduktionen betreut.
Die Steuerung ist präzise und ohne Probleme, wobei aber jedem empfohlen
wird, ein Gamepad zum Spielen zu benutzen, möglichst mit analogem Steuerstick,
da sich Donald so viel genauer befehligen lässt.
Zum Gameplay: Hier liegt das eigentliche Problem des Spieles.
Ok, es ist für Kinder konzipiert, aber es bietet leider zu wenig Abwechslung.
Die Hauptkritik geht aber leider auf die viel zu kurze Spielzeit. Nach
4-5 Stunden hat man alles gesehen und das ist für ein Vollpreisspiel in
der heutigen Zeit einfach zu wenig. Zur Begründung: Die Welten sind zwar
graphisch extrem unterschiedlich, haben aber alle das selbe Spielkonzept
und einen ähnlichen Levelaufbau. So wirkt alles irgendwie austauschbar
und bietet daher viel zu wenig Neues. Die Spielebenen sind alle sehr kurz
geraten und daher ist es kein Problem, eine Welt in ca. 1 Stunde ad acta
legen zu können. Hier hätte man viel mehr am Leveldesign arbeiten können
oder einfach eine höhere Anzahl bringen müssen. Kleine Puzzel im Level
wären eine Gameplaybereicherung. Diese waren leider nur bei den jeweiligen
Endbossen zu bemerken, da man sich erst eine Strategie einfallen lassen
musste, wie sie besiegt werden können. So etwas wäre auch innerhalb der
eigentlichen Levels empfehlenswert gewesen und würde den Spielspass erheblich
aufwerten . So hiess es immer nur: irgendwie durch und das Bosswarpfeld
finden, bzw. die verlorenen Spielzeuge.
Gute Ansätze für Abwechselung waren die Bonuslevel, die freigeschaltet
wurden, wenn man alle Spielzeuge gefunden hat. Hier wurde man dann in
eine Verfolgungsjagd verwickelt, die an den ersten Indiana Jones Film
erinnert, wo Indy im Tempel von einer Kugel verfolgt wird (so wie Donald
in Merlock´s Tempel). Donald wird hier von Bären, Lastern und Geisterhänden
durch den jeweiligen Level gehetzt. Das sorgte schon für Abwechslung,
war aber leider wieder in allen Spielabschnitten identisch, so dass der
Überraschungseffekt im neuen Level gleich null war. Positiv war die Idee,
jeden Level noch einmal auf Zeit gegen Franz Gans zu spielen. Hier konnte
man dann, wenn man alle Zeiten geschlagen hat, ein neues Kostüm für Donald
erhalten. Nett, dass Donald nach "Feindkontakt" ein 3- stufiges "Schadensmodell"
hat. Zusätzlich gibt es nach Feindkontakt einen Wutausbruch, der
ihn kurzzeitig unverwundbar macht. Das ist gelungen und passend zum Charakter
der Figur. Auch wenn das Spiel für Kinder gedacht ist (Altersempfehlung
lt. Packung ab 8 Jahren) ist es in meinen Augen auch etwas zu leicht,
so dass ich es schon für Kinder ab 5 Jahren empfehlen würde. Mit 8 spielen
Kinder schon eher komplexere Spiele und haben zu schnell den Bogen ´raus
bei Spielen wie Zelda 64 oder Donkey Kong 64, die vom Levelaufbau wesentlich
anspruchsvoller und komplexer sind.
Schade, dass man hier nicht mit der Engine eine Art Action Adventure
im Stile von Zelda gemacht hat. Die Story, Charaktere und die Locations
dafür wären sicher vorhanden gewesen.
Empfehlen kann man das Spiel aber dennoch für Einsteiger, weil es so
einen leichten Erstkontakt in dieses Spielgenre ermöglicht. Das Spiel
ist auch auf anderen Plattformen wie Playstation 2, Dreamcast und Nintendo
64 erschienen, wobei ich hier eher die Chance bei der PC Version sehe,
da diese Spielart im PC Lager ein kümmerliches Dasein hegt. Auf den Konsolen
ist die Konkurrenz aber besonders im Nintendo Lager nicht zu toppen.
Hauptkritikpunkt ist wie gesagt die kurze Spielzeit. Man sollte besser
warten, bis es als Budget-Titel veröffentlicht wird oder man greift zu
Rayman 2 aus gleichem Hause, welches bereits für 10 € erhältlich
ist, eine längere Spielzeit und echtes 3D Umfeld zu bieten hat. Sollte
die kurze Spieldauer kein Abschreckungsgrund sein, sind Anfänger oder
kleinere Kinder aber dennoch damit gut bedient und es ist sicher eine
positive Zukunftsentwicklung hin in Richtung technisch gute Spiele mit
Disney Lizenz . Warten wir mal, was da noch kommt...
Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines Reviews, der
bereits auf der Seite GUN veröffentlicht wurde.
Geschrieben am 07.01.2001, Testkonfiguration: PIII-650, Geforce-2, 256MB Ram, SB Live
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