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Edna bricht aus  

Rückseite ]

Info
Autor 2
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 2
Gesamt (17 votes) 2+
 0.8
 2.2
 2.5
Name:Edna bricht aus
Genre: Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2008/06
Publisher: Daedalic Entertainment
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 1Ghz, 512MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 7000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/Vista, DX9
Steuerung: Maus
Sprache: Deutsch
Serie: ja
Edna bricht aus (review von nali_warcow)

War es vor einigen Jahren noch eine kleine Besonderheit, wenn sich ein neuer Adventuretitel blicken lies, so werden Knobelfans inzwischen mit einer breiten Palette an Spielen bedient. Für jeden Geschmack und Anspruch gibt es lohnenswerte Vertreter - ebenso unschöne Ausrutscher, von denen man lieber die Finger lässt. Die Entwickler von "Edna bricht aus", die zwar nicht die Macher von Monkey Island sind, aber zur großen Masse derer gehören, die die Abenteuer von Guybrush Threepwood gut fanden, haben sich daran gemacht, ein ähnlich spaßiges, abgedrehtes und unterhaltsames Adventure zu programmieren. Ist "Edna bricht aus" nun das versprochene, abgedrehte und einzigartige Adventure, so wie es die Packungsrückseite verspricht? Im Folgenden ein wenig mehr über die großen Stärken und kleinen Schwächen des Programms.

Obwohl Edna bricht aus zum Midprice von unter 30€ in den Läden steht, wurde an der Ausstattung nicht gespart. In der DVD-Hülle, die in einer kleinen, aufklappbaren Eurobox ausgeliefert wird, befindet sich nämlich nicht nur die die eigentliche Spiele-DVD, sondern auch ein 20 Seiten umfassendes Handbuch. Im Gegensatz zu mancher Vollpreiskonkurrenz auch noch durchgehend in Farbe gedruckt. Sehr übersichtlich gehalten werden die Grundlagen des Spiels erklärt und es gibt einen kleinen Walkthrough für die ersten Rätsel im Spielverlauf. Schwere Bugs oder Plotstopper gab es keine, nur die technische Umsetzung war nicht ganz optimal, doch dazu später mehr.

Ich bin Edna, wer bist du?

Der Tag beginnt für Edna nicht gerade rosig. Als sie zu sich kommt, befindet sie sich in einer Zelle der Irrenanstalt von Dr. Marcel wieder, der Edna nicht nur eingesperrt, sondern auch ihre Erinnerungen ausgelöscht hat. Sie weiß nur eines: Verrückt ist höchstens der Professor. Aber auch ohne Gedächtnis ist Edna ein extrem rebellisches Mädchen geblieben, welches nicht nur schnellstens aus der Anstalt entwischen möchte, sondern auch an der Entschlüsselung der eigenen, verlorengegangenen Vergangenheit interessiert ist. Ähnlich verwirrend wie für Edna, beginnt die Handlung auch für den Spieler. Nach einem Klick auf "Neues Spiel" beginnt das Game mit einer sehr skurrilen und kurzen Introsequenz, bevor das eigentlich Geschehen in der Gummizelle der Anstalt beginnt. Zusammen mit dem treuen Stoffhasen Harvey und der Hilfe des Spielers geht Edna ans Werk, die abgedrehte Welt des Irrenhauses zu erkunden…

Doch bis zum Ausbruch ist es ein weiter Weg, der Edna im wahrsten Sinne des Wortes durch eine irre Irrenanstalt führt. Allerdings wird im Spielverlauf nicht nur fleißig in bester Point & Klick-Manier gerätselt, sondern auch eine interessante und spannende Geschichte verfolgt. Dr. Marcel hat Edna nämlich nicht ohne Grund eingesperrt und die beiden haben mehr gemein, als die Heldin am Anfang vermutet. Bis zum düsteren Ende werden einige Hintergründe aufgedeckt, Vergangenheiten neu aufgerollt und Verschwörungen entlarvt.

Ausbruch mit Harvey: Tausche Kaffe gegen Ohrschmalz

Doch bis Edna endlich den Weg in die Freiheit gefunden hat, vergeht einige Zeit. Allein schon die Aufgaben im ersten "Screen" fordern durchaus ein wenig die grauen Zelle und zeigen, dass "Edna bricht aus" nicht nur ein sehr humorvolles Spiel ist, sondern vom Spieler auch Leistung einfordert. So nebenbei klicken sich Gelegenheitsspieler ganz sicher nicht hindurch. Bis der Abspann über den Bildschirm läuft, gilt es zahlreiche, teils abgedrehte Puzzles zu lösen, sich mit den abgefahrensten Charakteren zu unterhalten und eine Spielwelt, die aus mehr als 100 Bildschirmen besteht, abzugrasen. Mit 20 bis 30 Spielstunden wird einiges fürs Geld geboten. Aber zurück zum Anfang des Spiels. Hier wartet Edna in der Gummizelle auf die ersten Klicks des Spielers, um sich aus der Misere zu befreien. Auf kleinsten Raum lernt der Spieler dabei auch gleich die unterschiedlichen Adventurelemente kennen. Ein Gespräch mit dem Zellenwärter offenbart dabei nicht nur einige unterhaltsame Themen, sondern auch die Möglichkeit, einen Fluchtweg über den Ventilator zu finden. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und sorgfältigem Absuchen des Raumes, wie es im weiteren Spielverlauf immer wieder gemacht werden muss, ist auch bald ein Ausweg entdeckt: Der Lüftungsschacht der Klimaanlage. Nur leider ist Edna nicht in der Lage, die Schrauben zu lösen, um in den Tunnel zu kriechen. Doch über die spezielle tempomorphe Fähigkeit von Harvey ist Edna an einigen Stellen im Spiel durch eine kleine Reise in die Vergangenheit in der Lage, sich neue Fähigkeiten anzueignen. Diese Zeitreisen führen den Spieler in eine "kleine Welt", die aus wenigen Bildschirmen besteht, in denen sich Edna an bestimmte Ereignisse erinnern muss. Der erste Trip in die Vergangenheit ist auch gleich dazu geeignet, um die Schrauben am Ventilatorgitter zu lösen: Einfach den Fußnagel abbeißen und schon kann dieser als Schraubendreher missbraucht werden. Solche und ähnlich abgefahrene Ideen gibt es im Spiel an vielen Stellen, sowohl in Gesprächen mit anderen "Gefangenen" oder bei den Rätseln. So bringt Edna einen ehemaligen Finanzhai, der an der Börse einen "Knacks" abbekommen hat, durch Zurufe aus der Fassung, damit dieser sein schnurloses Telefon (Telefonhörer mit abgeschnittener Strippe) endlich herausgibt, tauscht einen Kaffee gegen Ohrschmalz ein oder nutzt das interne Transportsystem des Hauses mit den richtigen Kleiderbügeln, die Fahrkarten unterschiedlicher "Wertigkeit" darstellen.

Die zahlreichen Rätsel des Spiels basieren entsprechend auf unterschiedlichste Gespräche und Kombinationsaufgaben. Einige Aufgaben lassen sich durch einen kurzen Plausch lösen, bei anderen gilt es bestimmte Gegenstände zu finden oder Charakteren eine kleine Gefälligkeit zu erweisen, um weiterzukommen oder ein anderes Objekt im Tausch zu erhalten. Doch auch das "sinnvolle Kombinieren", was ab und zu auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so sinnvoll erscheint, ist ein Teil des Point & Klick-Spielerlebnisses. Im geräumigen Inventar verstaut Edna die unterschiedlichsten Gegenstände, die sich - sofern möglich - immer direkt mitnehmen lassen. Trotzdem ist das Rätseldesign nicht ganz frei von kleineren Ärgernissen. Mit zunehmender Spielzeit kann Edna immer mehr Bereiche der Anstalt aufsuchen und dabei nicht nur die Zellen und Aufenthaltsräume der Insassen aufsuchen, sondern auch diverse Bereiche untersuchen, die eigentlich nur für Mitarbeiter gedacht sind. Überall in den Räumen gibt es zudem einige Interaktionspunkte, die auch nicht immer alle wichtig sind. Einige davon wurden von den Entwicklern nur eingebaut, um keine all zu öde Welt darzustellen und den Spieler ein wenig Untersuchungs- und Interaktionsmöglichkeiten zu bieten.

Neben vielen Möglichkeiten werden somit auch die Laufwege recht schnell sehr lang, was nicht jedem Spieler gefallen wird. Für manche Kleinigkeiten muss Edna dann einige Bildschirme zurücklegen, wobei es teilweise auch einfach dadurch frustrierend wird, da man im "Dunkeln stochert". Durch die offene Spielwelt, welche nicht fest vorgibt, in welcher Reihenfolge die Aufgaben gelöst werden müssen, kann man sich auch in eine Sackgasse navigieren. Wenn man einige Spielstunden später ein Messer findet, dann muss man sich schon sehr gut erinnern, dass es im Anfangsbereich des Spiels eine verschlossene Schublade gab, die man damit vielleicht öffnen könnte. Entsprechend lebt das Spiel davon, dass der Spieler sehr aufmerksam ist und auch viel ausprobiert. Aber die Motivation sollten Adventurespieler ohnehin besitzen. Es ist ja ein Spiel und kein Film.

Für Einsteiger gestaltet sich das Game daher stellenweise ein wenig frustrierend, aber Adventurefans bekommen endlich wieder mal Kost der "alten Schule", bei dem die Lösung nicht gleich einen Raum weiter zu finden ist oder der Charakter immer nur durch drei bis vier Bildschirme läuft. Sehr schön ist auch, dass die Entwickler auf unsägliche Standardsprüche, wie "Das kann / will ich nicht benutzen" verzichtet haben. Zu fast allen Aktionen, Gegenständen und Kombinationen hat Edna einen eigenen Spruch auf Lager, kommentiert die Aktionen und gibt teilweise auch kleine Tipps. Wirklich unfair wird es nie.

Allein mit einem Stoffhasen unter lauter Kuriositäten

Wie schon angesprochen bestreitet Edna das Abenteuer nicht allein. Sie kann sich immer auf ihren treuen Begleiter Harvey verlassen. Auch wenn kein anderer den blauen Stoffhasen hören kann, für Edna ist der Begleiter Ratgeber und helfende Hand zugleich. Verrückte Ideen hat Ednas Sidekick immer und es sei nur, dass das Finden einer Rufnummer für Telefonscherze ab sofort höchste Priorität hat oder beim Anblick einer Schere kommen dem 500 Gramm Frottee gleich Doktorspielchen in den Sinn, um eine Darmuntersuchung in Angriff zu nehmen. Aber auch Harveys Lieblingsfernsehprogramm ist mit fleischfressenden Zombieponies nichts für Zartbesaitete oder das tägliche Kinderprogramm (Allerdings ist schon ein wenig komisch, dass der Titel trotz der im späteren Spielverlauf etwas düster werdenden Handlung und „humorvollen Sprüche“ eine Einstufung "ohne Altersbeschränkung" von der USK bekommen hat.). Neben Sprüchen, wie „Die Storch-Nummer kannst du dir sparen. Ich weiß, was Sache ist“, wenn Edna beim Kaffeautomaten darauf hinweist, wo der Kaffee rauskommt, hat Harvey auch immer eine gute Idee auf Lager, wie möglichst viel Unheil angerichtet werden kann. Der Dialog auf der Verpackung „Ist Dr. Marcel noch hinter uns? – Egal, lass und einfach etwas anzünden“ gibt genau die Denkweise des treuen Stofftiers wieder. Aber nicht nur mit Sprüchen steht Harvey jederzeit zur Verfügung, auch Ratschläge gibt es von ihm. Mitunter auch ungefragt und nicht immer ganz hilfreich, der Hase lässt sich mit jedem Gegenstand benutzen und es gibt immer mehr, als nur eine 08/15-Standardantwort. Edna ist nicht allein eingesperrt, es gibt etliche andere irre Typen, die scheinbar alle mindestens einen Dachschaden haben. Beispielhaft sei hier der „Mann im Bienenkostüm“ erwähnt, der eine allergische Reaktion auf Heißgetränke hat und dann mit massiver Ohrschmalzproduktion beginnt. Der Barkeeper kann eine Geschichte von einem Verrückten erzählen, der sich für einen Pirat hielt und sich mehrere Becher Grog bestellt hat, der sich durch den Krug ätzt und damit die Gitterstäbe wegätzen wollte. Weitere kuriose Typen, die der Spieler im Verlauf des Spiel trifft, wären beispielsweise ein ängstlicher Professor, der nach Dino-DNS in Bernsteinen sucht und dies in einer Portion Ohrschmalz zu erkennen meint oder „Herr Mantel“, ein Insasse, der in einem Regenschirm lebt und über das Wäschetransportsystem der Anstalt in der Dunkelheit herumgefahren wird. Das erklärt dann auch, warum hier alles weiß ist: Die Farbpigmente sind aus Langeweile ausgewandert. Wie Enda bzw. der Spieler bald feststellt, steht es um den geistigen Gesundheitszustands des Personals auch nicht besser. Sei es der Wachposten, der ein Goldtrauma hat oder der Sicherheitsmann im Überwachungsraum, der durch das Anstarren der ganzen „Beklopptenvideos“ auch nicht mehr ganz klar ist. Aber wenigstens kann er sich auf seinen Spitznamen „Blase“ verlassen und muss nicht auf die Toilette… (Als wenn man da nichts arrangieren könnte. *g*) An Kuriositäten mangelten es in der Irrenanstalt also ganz gewiss nicht.

Kuriosität: technische Umsetzung

Während der spielerische Kern von Edna bricht aus gerade den Adventureanhängern mit Humor und Vorlieben der alten Lucas Arts Adventures gefallen dürfte, so sind einige technische Patzer ein Manko für alle Spielergruppen. Optisch macht das Spiel dabei auf den ersten Blick durchaus einen wirklich netten Eindruck. Die schräge Comic-Optik versprüht einen ganz besonderen Charme und erinnert an Zeiten von Maniac Mansion 2. Auch wenn Edna lediglich auf 2D-Optik setzt, gibt es viele Details und sehr schön ausgearbeitete Räume zu sehen. Der positive Aspekt der Optik endet an der Stelle jedoch leider. Für Animationen hatten die Entwickler nämlich scheinbar überhaupt keine Zeit, was im Spiel entsprechend komisch aussieht, wenn lediglich rudimentäre Bewegungen vorhanden sind, bei denen der Ausdruck "gute Animationen" schon deutlich übertrieben wäre. Das Ganze wirkt wie ein Fan-Flash-Spielchen, allerdings mit extremen Hardwareanforderungen. So werden anfangs 6,7 GB Daten auf die Festplatte kopiert, wobei 6,3 GB - also 94% der Daten- unkomprimierte WAV-Dateien für die Sprachausgabe sind. Damit aber nicht genug. Edna bricht aus braucht ewig, bis nach einem Klick auf das Icon der Spielbildschirm erscheint und auch die Lade- und Speichervorgänge ziehen sich laaaaang hin. Auf schwächeren Rechnern sind zudem merklich und extrem unschöne Wartezeiten zwischen den einzelnen Bildschirmen zu bemerken (Bis zu drei / vier Sekunden). Außerdem läuft das Spiel leider nur in einer Auflösung, die für Monitore über 15" alles andere als schön ist und ein nicht vergrößerbarer Fenstermodus macht auf Bildschirmen jeweils der 19" auch nicht so viel Spaß. Aber dafür kann man im Fenstermodus auch nebenbei mal Mails abrufen, im Netz surfen oder etwas anderes am Rechner machen. Der Vollbildmodus hat panische Angst vor ALT+TAB und entweder - je nach Rechner - geht es gar nicht oder das System hängt. Ist man jedoch erst einmal im Spiel und hat sich an die Auflösung gewöhnt, kann der Spaß durchaus beginnen, wobei die Steuerung noch ein wenig Einarbeitung erfordert. Die Entwickler haben sich zwar mit einigen wenigen Verben (Nehmen, Ansehen, Reden, etc.) an den Ursprüngen des Genres orientiert, bieten per Rechtsklick eine Schnellauswahl für eine Vorgeschlagene Aktion an (etwa Rechtsklick auf eine Tür -> Tür öffnen), doch so wirklich gut geht es nicht von der Hand. Hier zeigen Spiele, in denen man mit einem Rechtsklick zwischen den Aktionen wählen kann oder die gar automatisch die "richtige Aktion" auswählen ("Aktion" auf Gegenstand -> benutzen / nehmen, Aktion" auf eine Person -> unterhalten und "Aktion" auf eine Tür / Truhe -> öffnen), wie man deutlich bequemer rätseln kann. Aber dafür fällt bei "Edna bricht aus" keine nervige Suche nach Hotspots an, da sämtliche Interaktionspunkte per Knopfdruck aufgezeigt werden können. Für einen weiteren Titel wäre es auch schön, wenn die Entwickler das Inventar überarbeiten würden, das beim Aufklappen immer 1/3 des Bildschirms verdeckt und sich etwas fummelig gestaltet. Moderne Adventures präsentieren etwa am unteren oder oberen Bildschirmrand einfach ein automatisch aufklappendes und dezentes Inventar.

Jetzt aber genüg gemeckert, schließlich gibt es auch im technischen Bereich positive Dinge zu vermelden: Dazu gehört nämlich die akustische Untermalung. Die Musik ist durchweg recht stimmig und untermalt das im späteren Spielverlauf düster werdende Setting gut und ist trotzdem nicht zu aufdringlich. Lediglich ein wenig mehr Tracks wären schön gewesen. Besonders hervorzuheben wäre noch die Sprachausgabe. Auch wenn die Entwickler übergroße WAV-Dateien verwenden, dieses Manko bügeln die Sprecher mühelos wieder aus. Gerade für ein Projekt, bei dem eben nicht wie in der heutigen Zeit üblich etliche Millionen gepumpt werden, leisten die Sprecher durchweg klasse Arbeit. Die einzelnen Charaktere kommen wunderbar rüber, haben Persönlichkeit und es macht viel Spaß, den teils verrückten und witzigen Dialogen zu lauschen. Enda - und auch Harvey - haben nicht nur fiese Sprüche und Ideen auf Lager, auch die unterschiedlichen Themen aus Film und Spiel werden teilweise auf die Schippe genommen, wie etwa Edna Bestellung von "Die Komplettlösung" beim Barkeeper zeigt. Sehr erfreulich ist es auch, dass die Spiel-DVD nur zur Installation im Laufwerk liegen muss und das Spiel selbst auch ohne Datenträger startet.

Meinung

"Edna bricht aus" ist eine sehr spaßiges Point & Klick-Adventure, was jedoch kurioserweise zwischen grandios und grauenhaft pendelt. Grauenhaft ist ein Großteil der technischen Umsetzungen, bei der man das Gefühl hat, dass der High-End-Rechner durch ein Java-Game in Sachen Leistung zehn Jahre zurückgeworfen wird und auch die Steuerung ist nicht frei von Mängeln. Aber all diese Ärgernisse sind dann doch vergessen, wenn es mit Edna durch die skurrile Welt geht. Abgesehen von den langen Laufwegen wird hier ordentliche Kost für Adventureliebhaber geboten, die auf Spaß und Unterhaltung stehen. Sehr viele Aufgaben sind mit ein wenig Köpfchen zu lösen, die Handlung weiß zu motivieren und auch die Sprecher leisten wunderbare Arbeit. Für Adventure-Fans auf jeden Fall einen Blick wert und preisgünstig dazu. Zweifler sollten die verfügbare Demo antesten.


Geschrieben am 08.08.2008, Testkonfiguration: AMD X2 6000+, 4GB, GeForce 8800GTS, SB Audigy2ZS
 



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