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Edna bricht aus
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| Gesamt (13 votes) | | 2+ |
 |   | | 0.6 |
 |   | | 2.3 |
 |   | | 2.6 |
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| Name: | Edna bricht aus |
| Genre: | Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2008/06 |
| Publisher: | Daedalic Entertainment |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Hardware: | 1Ghz, 512MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 7000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP/Vista, DX9 |
| Steuerung: | Maus |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
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War es vor einigen Jahren noch eine kleine Besonderheit, wenn sich ein neuer Adventuretitel
blicken lies, so werden Knobelfans inzwischen mit einer breiten Palette an Spielen bedient.
Für jeden Geschmack und Anspruch gibt es lohnenswerte Vertreter - ebenso unschöne Ausrutscher,
von denen man lieber die Finger lässt. Die Entwickler von "Edna bricht aus", die zwar
nicht die Macher von Monkey Island sind, aber zur großen Masse derer gehören, die die Abenteuer
von Guybrush Threepwood gut fanden, haben sich daran gemacht, ein ähnlich spaßiges, abgedrehtes
und unterhaltsames Adventure zu programmieren. Ist "Edna bricht aus" nun das versprochene, abgedrehte
und einzigartige Adventure, so wie es die Packungsrückseite verspricht? Im Folgenden ein wenig
mehr über die großen Stärken und kleinen Schwächen des Programms.
Obwohl Edna bricht aus zum Midprice von unter 30€ in den Läden steht, wurde an der Ausstattung
nicht gespart. In der DVD-Hülle, die in einer kleinen, aufklappbaren Eurobox ausgeliefert wird,
befindet sich nämlich nicht nur die die eigentliche Spiele-DVD, sondern auch ein 20 Seiten umfassendes
Handbuch. Im Gegensatz zu mancher Vollpreiskonkurrenz auch noch durchgehend in Farbe gedruckt.
Sehr übersichtlich gehalten werden die Grundlagen des Spiels erklärt und es gibt einen kleinen
Walkthrough für die ersten Rätsel im Spielverlauf. Schwere Bugs oder Plotstopper gab es keine,
nur die technische Umsetzung war nicht ganz optimal, doch dazu später mehr.
Ich bin Edna, wer bist du?
Der Tag beginnt für Edna nicht gerade rosig. Als sie zu sich kommt, befindet sie sich in
einer Zelle der Irrenanstalt von Dr. Marcel wieder, der Edna nicht nur eingesperrt, sondern
auch ihre Erinnerungen ausgelöscht hat. Sie weiß nur eines: Verrückt ist höchstens der Professor.
Aber auch ohne Gedächtnis ist Edna ein extrem rebellisches Mädchen geblieben, welches nicht
nur schnellstens aus der Anstalt entwischen möchte, sondern auch an der Entschlüsselung der
eigenen, verlorengegangenen Vergangenheit interessiert ist. Ähnlich verwirrend wie für Edna,
beginnt die Handlung auch für den Spieler. Nach einem Klick auf "Neues Spiel" beginnt das Game
mit einer sehr skurrilen und kurzen Introsequenz, bevor das eigentlich Geschehen in der Gummizelle
der Anstalt beginnt. Zusammen mit dem treuen Stoffhasen Harvey und der Hilfe des Spielers geht
Edna ans Werk, die abgedrehte Welt des Irrenhauses zu erkunden…
Doch bis zum Ausbruch ist es ein weiter Weg, der Edna im wahrsten Sinne des Wortes durch
eine irre Irrenanstalt führt. Allerdings wird im Spielverlauf nicht nur fleißig in bester Point
& Klick-Manier gerätselt, sondern auch eine interessante und spannende Geschichte verfolgt.
Dr. Marcel hat Edna nämlich nicht ohne Grund eingesperrt und die beiden haben mehr gemein, als
die Heldin am Anfang vermutet. Bis zum düsteren Ende werden einige Hintergründe aufgedeckt,
Vergangenheiten neu aufgerollt und Verschwörungen entlarvt.
Ausbruch mit Harvey: Tausche Kaffe gegen Ohrschmalz
Doch bis Edna endlich den Weg in die Freiheit gefunden hat, vergeht einige Zeit. Allein schon
die Aufgaben im ersten "Screen" fordern durchaus ein wenig die grauen Zelle und zeigen, dass
"Edna bricht aus" nicht nur ein sehr humorvolles Spiel ist, sondern vom Spieler auch
Leistung einfordert. So nebenbei klicken sich Gelegenheitsspieler ganz sicher nicht hindurch.
Bis der Abspann über den Bildschirm läuft, gilt es zahlreiche, teils abgedrehte Puzzles zu lösen,
sich mit den abgefahrensten Charakteren zu unterhalten und eine Spielwelt, die aus mehr als
100 Bildschirmen besteht, abzugrasen. Mit 20 bis 30 Spielstunden wird einiges fürs Geld geboten.
Aber zurück zum Anfang des Spiels. Hier wartet Edna in der Gummizelle auf die ersten Klicks
des Spielers, um sich aus der Misere zu befreien. Auf kleinsten Raum lernt der Spieler dabei
auch gleich die unterschiedlichen Adventurelemente kennen. Ein Gespräch mit dem Zellenwärter
offenbart dabei nicht nur einige unterhaltsame Themen, sondern auch die Möglichkeit, einen Fluchtweg
über den Ventilator zu finden. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und sorgfältigem Absuchen des
Raumes, wie es im weiteren Spielverlauf immer wieder gemacht werden muss, ist auch bald ein
Ausweg entdeckt: Der Lüftungsschacht der Klimaanlage. Nur leider ist Edna nicht in der Lage,
die Schrauben zu lösen, um in den Tunnel zu kriechen. Doch über die spezielle tempomorphe Fähigkeit
von Harvey ist Edna an einigen Stellen im Spiel durch eine kleine Reise in die Vergangenheit
in der Lage, sich neue Fähigkeiten anzueignen. Diese Zeitreisen führen den Spieler in eine "kleine
Welt", die aus wenigen Bildschirmen besteht, in denen sich Edna an bestimmte Ereignisse erinnern
muss. Der erste Trip in die Vergangenheit ist auch gleich dazu geeignet, um die Schrauben am
Ventilatorgitter zu lösen: Einfach den Fußnagel abbeißen und schon kann dieser als Schraubendreher
missbraucht werden. Solche und ähnlich abgefahrene Ideen gibt es im Spiel an vielen Stellen,
sowohl in Gesprächen mit anderen "Gefangenen" oder bei den Rätseln. So bringt Edna einen ehemaligen
Finanzhai, der an der Börse einen "Knacks" abbekommen hat, durch Zurufe aus der Fassung, damit
dieser sein schnurloses Telefon (Telefonhörer mit abgeschnittener Strippe) endlich herausgibt,
tauscht einen Kaffee gegen Ohrschmalz ein oder nutzt das interne Transportsystem des Hauses
mit den richtigen Kleiderbügeln, die Fahrkarten unterschiedlicher "Wertigkeit" darstellen.
Die zahlreichen Rätsel des Spiels basieren entsprechend auf unterschiedlichste Gespräche
und Kombinationsaufgaben. Einige Aufgaben lassen sich durch einen kurzen Plausch lösen, bei
anderen gilt es bestimmte Gegenstände zu finden oder Charakteren eine kleine Gefälligkeit zu
erweisen, um weiterzukommen oder ein anderes Objekt im Tausch zu erhalten. Doch auch das "sinnvolle
Kombinieren", was ab und zu auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so sinnvoll erscheint,
ist ein Teil des Point & Klick-Spielerlebnisses. Im geräumigen Inventar verstaut Edna die unterschiedlichsten
Gegenstände, die sich - sofern möglich - immer direkt mitnehmen lassen. Trotzdem ist das Rätseldesign
nicht ganz frei von kleineren Ärgernissen. Mit zunehmender Spielzeit kann Edna immer mehr Bereiche
der Anstalt aufsuchen und dabei nicht nur die Zellen und Aufenthaltsräume der Insassen aufsuchen,
sondern auch diverse Bereiche untersuchen, die eigentlich nur für Mitarbeiter gedacht sind.
Überall in den Räumen gibt es zudem einige Interaktionspunkte, die auch nicht immer alle wichtig
sind. Einige davon wurden von den Entwicklern nur eingebaut, um keine all zu öde Welt darzustellen
und den Spieler ein wenig Untersuchungs- und Interaktionsmöglichkeiten zu bieten.
Neben vielen Möglichkeiten werden somit auch die Laufwege recht schnell sehr lang, was nicht
jedem Spieler gefallen wird. Für manche Kleinigkeiten muss Edna dann einige Bildschirme zurücklegen,
wobei es teilweise auch einfach dadurch frustrierend wird, da man im "Dunkeln stochert". Durch
die offene Spielwelt, welche nicht fest vorgibt, in welcher Reihenfolge die Aufgaben gelöst
werden müssen, kann man sich auch in eine Sackgasse navigieren. Wenn man einige Spielstunden
später ein Messer findet, dann muss man sich schon sehr gut erinnern, dass es im Anfangsbereich
des Spiels eine verschlossene Schublade gab, die man damit vielleicht öffnen könnte. Entsprechend
lebt das Spiel davon, dass der Spieler sehr aufmerksam ist und auch viel ausprobiert. Aber die
Motivation sollten Adventurespieler ohnehin besitzen. Es ist ja ein Spiel und kein Film.
Für Einsteiger gestaltet sich das Game daher stellenweise ein wenig frustrierend, aber Adventurefans
bekommen endlich wieder mal Kost der "alten Schule", bei dem die Lösung nicht gleich einen Raum
weiter zu finden ist oder der Charakter immer nur durch drei bis vier Bildschirme läuft. Sehr
schön ist auch, dass die Entwickler auf unsägliche Standardsprüche, wie "Das kann / will ich
nicht benutzen" verzichtet haben. Zu fast allen Aktionen, Gegenständen und Kombinationen hat
Edna einen eigenen Spruch auf Lager, kommentiert die Aktionen und gibt teilweise auch kleine
Tipps. Wirklich unfair wird es nie.
Allein mit einem Stoffhasen unter lauter Kuriositäten
Wie schon angesprochen bestreitet Edna das Abenteuer nicht allein. Sie kann sich immer auf
ihren treuen Begleiter Harvey verlassen. Auch wenn kein anderer den blauen Stoffhasen hören
kann, für Edna ist der Begleiter Ratgeber und helfende Hand zugleich. Verrückte Ideen hat Ednas
Sidekick immer und es sei nur, dass das Finden einer Rufnummer für Telefonscherze ab sofort
höchste Priorität hat oder beim Anblick einer Schere kommen dem 500 Gramm Frottee gleich Doktorspielchen
in den Sinn, um eine Darmuntersuchung in Angriff zu nehmen. Aber auch Harveys Lieblingsfernsehprogramm
ist mit fleischfressenden Zombieponies nichts für Zartbesaitete oder das tägliche Kinderprogramm
(Allerdings ist schon ein wenig komisch, dass der Titel trotz der im späteren Spielverlauf etwas
düster werdenden Handlung und „humorvollen Sprüche“ eine Einstufung "ohne Altersbeschränkung"
von der USK bekommen hat.). Neben Sprüchen, wie „Die Storch-Nummer kannst du dir sparen. Ich
weiß, was Sache ist“, wenn Edna beim Kaffeautomaten darauf hinweist, wo der Kaffee rauskommt,
hat Harvey auch immer eine gute Idee auf Lager, wie möglichst viel Unheil angerichtet werden
kann. Der Dialog auf der Verpackung „Ist Dr. Marcel noch hinter uns? – Egal, lass und einfach
etwas anzünden“ gibt genau die Denkweise des treuen Stofftiers wieder. Aber nicht nur mit Sprüchen
steht Harvey jederzeit zur Verfügung, auch Ratschläge gibt es von ihm. Mitunter auch ungefragt
und nicht immer ganz hilfreich, der Hase lässt sich mit jedem Gegenstand benutzen und es gibt
immer mehr, als nur eine 08/15-Standardantwort. Edna ist nicht allein eingesperrt, es gibt etliche
andere irre Typen, die scheinbar alle mindestens einen Dachschaden haben. Beispielhaft sei hier
der „Mann im Bienenkostüm“ erwähnt, der eine allergische Reaktion auf Heißgetränke hat und dann
mit massiver Ohrschmalzproduktion beginnt. Der Barkeeper kann eine Geschichte von einem Verrückten
erzählen, der sich für einen Pirat hielt und sich mehrere Becher Grog bestellt hat, der sich
durch den Krug ätzt und damit die Gitterstäbe wegätzen wollte. Weitere kuriose Typen, die der
Spieler im Verlauf des Spiel trifft, wären beispielsweise ein ängstlicher Professor, der nach
Dino-DNS in Bernsteinen sucht und dies in einer Portion Ohrschmalz zu erkennen meint oder „Herr
Mantel“, ein Insasse, der in einem Regenschirm lebt und über das Wäschetransportsystem der Anstalt
in der Dunkelheit herumgefahren wird. Das erklärt dann auch, warum hier alles weiß ist: Die
Farbpigmente sind aus Langeweile ausgewandert. Wie Enda bzw. der Spieler bald feststellt, steht
es um den geistigen Gesundheitszustands des Personals auch nicht besser. Sei es der Wachposten,
der ein Goldtrauma hat oder der Sicherheitsmann im Überwachungsraum, der durch das Anstarren
der ganzen „Beklopptenvideos“ auch nicht mehr ganz klar ist. Aber wenigstens kann er sich auf
seinen Spitznamen „Blase“ verlassen und muss nicht auf die Toilette… (Als wenn man da nichts
arrangieren könnte. *g*) An Kuriositäten mangelten es in der Irrenanstalt also ganz gewiss nicht.
Kuriosität: technische Umsetzung
Während der spielerische Kern von Edna bricht aus gerade den Adventureanhängern mit Humor
und Vorlieben der alten Lucas Arts Adventures gefallen dürfte, so sind einige technische Patzer
ein Manko für alle Spielergruppen. Optisch macht das Spiel dabei auf den ersten Blick durchaus
einen wirklich netten Eindruck. Die schräge Comic-Optik versprüht einen ganz besonderen Charme
und erinnert an Zeiten von Maniac Mansion 2. Auch wenn Edna lediglich auf 2D-Optik setzt, gibt
es viele Details und sehr schön ausgearbeitete Räume zu sehen. Der positive Aspekt der Optik
endet an der Stelle jedoch leider. Für Animationen hatten die Entwickler nämlich scheinbar überhaupt
keine Zeit, was im Spiel entsprechend komisch aussieht, wenn lediglich rudimentäre Bewegungen
vorhanden sind, bei denen der Ausdruck "gute Animationen" schon deutlich übertrieben wäre. Das
Ganze wirkt wie ein Fan-Flash-Spielchen, allerdings mit extremen Hardwareanforderungen. So werden
anfangs 6,7 GB Daten auf die Festplatte kopiert, wobei 6,3 GB - also 94% der Daten- unkomprimierte
WAV-Dateien für die Sprachausgabe sind. Damit aber nicht genug. Edna bricht aus braucht ewig,
bis nach einem Klick auf das Icon der Spielbildschirm erscheint und auch die Lade- und Speichervorgänge
ziehen sich laaaaang hin. Auf schwächeren Rechnern sind zudem merklich und extrem unschöne Wartezeiten
zwischen den einzelnen Bildschirmen zu bemerken (Bis zu drei / vier Sekunden). Außerdem läuft
das Spiel leider nur in einer Auflösung, die für Monitore über 15" alles andere als schön ist
und ein nicht vergrößerbarer Fenstermodus macht auf Bildschirmen jeweils der 19" auch nicht
so viel Spaß. Aber dafür kann man im Fenstermodus auch nebenbei mal Mails abrufen, im Netz surfen
oder etwas anderes am Rechner machen. Der Vollbildmodus hat panische Angst vor ALT+TAB und entweder
- je nach Rechner - geht es gar nicht oder das System hängt. Ist man jedoch erst einmal im Spiel
und hat sich an die Auflösung gewöhnt, kann der Spaß durchaus beginnen, wobei die Steuerung
noch ein wenig Einarbeitung erfordert. Die Entwickler haben sich zwar mit einigen wenigen Verben
(Nehmen, Ansehen, Reden, etc.) an den Ursprüngen des Genres orientiert, bieten per Rechtsklick
eine Schnellauswahl für eine Vorgeschlagene Aktion an (etwa Rechtsklick auf eine Tür -> Tür
öffnen), doch so wirklich gut geht es nicht von der Hand. Hier zeigen Spiele, in denen man mit
einem Rechtsklick zwischen den Aktionen wählen kann oder die gar automatisch die "richtige Aktion"
auswählen ("Aktion" auf Gegenstand -> benutzen / nehmen, Aktion" auf eine Person -> unterhalten
und "Aktion" auf eine Tür / Truhe -> öffnen), wie man deutlich bequemer rätseln kann. Aber dafür
fällt bei "Edna bricht aus" keine nervige Suche nach Hotspots an, da sämtliche Interaktionspunkte
per Knopfdruck aufgezeigt werden können. Für einen weiteren Titel wäre es auch schön, wenn die
Entwickler das Inventar überarbeiten würden, das beim Aufklappen immer 1/3 des Bildschirms verdeckt
und sich etwas fummelig gestaltet. Moderne Adventures präsentieren etwa am unteren oder oberen
Bildschirmrand einfach ein automatisch aufklappendes und dezentes Inventar.
Jetzt aber genüg gemeckert, schließlich gibt es auch im technischen Bereich positive Dinge
zu vermelden: Dazu gehört nämlich die akustische Untermalung. Die Musik ist durchweg recht stimmig
und untermalt das im späteren Spielverlauf düster werdende Setting gut und ist trotzdem nicht
zu aufdringlich. Lediglich ein wenig mehr Tracks wären schön gewesen. Besonders hervorzuheben
wäre noch die Sprachausgabe. Auch wenn die Entwickler übergroße WAV-Dateien verwenden, dieses
Manko bügeln die Sprecher mühelos wieder aus. Gerade für ein Projekt, bei dem eben nicht wie
in der heutigen Zeit üblich etliche Millionen gepumpt werden, leisten die Sprecher durchweg
klasse Arbeit. Die einzelnen Charaktere kommen wunderbar rüber, haben Persönlichkeit und es
macht viel Spaß, den teils verrückten und witzigen Dialogen zu lauschen. Enda - und auch Harvey
- haben nicht nur fiese Sprüche und Ideen auf Lager, auch die unterschiedlichen Themen aus Film
und Spiel werden teilweise auf die Schippe genommen, wie etwa Edna Bestellung von "Die Komplettlösung"
beim Barkeeper zeigt. Sehr erfreulich ist es auch, dass die Spiel-DVD nur zur Installation im
Laufwerk liegen muss und das Spiel selbst auch ohne Datenträger startet.
Meinung
"Edna bricht aus" ist eine sehr spaßiges Point & Klick-Adventure, was jedoch kurioserweise
zwischen grandios und grauenhaft pendelt. Grauenhaft ist ein Großteil der technischen Umsetzungen,
bei der man das Gefühl hat, dass der High-End-Rechner durch ein Java-Game in Sachen Leistung
zehn Jahre zurückgeworfen wird und auch die Steuerung ist nicht frei von Mängeln. Aber all diese
Ärgernisse sind dann doch vergessen, wenn es mit Edna durch die skurrile Welt geht. Abgesehen
von den langen Laufwegen wird hier ordentliche Kost für Adventureliebhaber geboten, die auf
Spaß und Unterhaltung stehen. Sehr viele Aufgaben sind mit ein wenig Köpfchen zu lösen, die
Handlung weiß zu motivieren und auch die Sprecher leisten wunderbare Arbeit. Für Adventure-Fans
auf jeden Fall einen Blick wert und preisgünstig dazu. Zweifler sollten die verfügbare
Demo antesten.
Geschrieben am 08.08.2008, Testkonfiguration: AMD X2 6000+, 4GB, GeForce 8800GTS, SB Audigy2ZS
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