 |
Empire Earth 2 - Art of S.
|
|
 |
 | Info |
|---|
| Autor | | 2 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 2 |
 |  |  |  |
| Gesamt (6 votes) | | 1 |
 |   | | 2 |
 |   | | 2 |
 |   | | 2.5 |
|
| Name: | Empire Earth 2 - The Art of Supremacy |
| Genre: | Echtzeitstrategie |
| Produkt: | Add-On |
| Release: | 2006/03 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Entwickler: | Mad Doc Software |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 1.6Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 1500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| USK: | 12 |
|
|
| Empire Earth 2 - The Art of Supremacy (review von nali_warcow) |
Nach etwa 10 Monaten gibt es zum XXL RTS Empire
Earth 2 ein AddOn, wie es bei nahezu allen erfolgreicheren Spielen üblich ist. Wer nach
etlichen Stunden Spielspaß in den unterschiedlichsten Zeitepochen und vielen Optionen vom Empire
Earth 2 noch immer nicht genug bekommen kann, erhält mit dem AddOn eine ganze Reihe kleinerer
Änderungen, Neuerungen und natürlich obligatorische neue Kampagnen. Von vielen anderen aktuellen
AddOns hebt sich "Art of Supremacy" durch einen günstigen Preis von unter 20 € ab, ohne am Inhalt
zu sparen. Was das AddOn genauer zu bietet hat, soll das folgende Review erläutern. Schön ist,
dass bei dem Preis von unter 20€ nicht am Handbuch gespart wurde. Auf knapp 30 Seiten werden
alle Neuerungen vorgestellt und auch die einzelnen Einheiten werden aufgelistet. Im Testverlauf
traten keinerlei technische Probleme mit dem AddOn auf.
Was bietet das AddOn?
Das AddOn lässt die Grundmechanik des Spiels selbstverständlich unangetastet, wertet das
Gameplay aber durch einige neue Features auf. In drei frischen Kampagnen, die den Zeitraum der
Pharaonen bis hin zu Napoleon abdecken, führt der Spieler drei Zivilisationen zum Sieg. Ausgetragen
werden die Schlachten auf den Schlachtfeldern von Russland bis Afrika. Außerdem werden zwei
neuen Wendepunkt-Szenarien geboten. Mit Frankreich, Russland und zwei afrikanischen Zivilisationen
steigt die Anzahl der verfügbaren Völker noch weiter an. Außerdem besteht nun die Möglichkeit,
selber eine Zivilisation ganz nach dem eigenen Geschmack zu erstellen und dabei individuelle
Stärken festzulegen. Die normalen Einheiten bleiben außerdem über mehrere Schlachten erhalten
und steigen im Rang bis zum Helden auf. Zusätzlich erweitern und verlängern neue Spielmodi und
Optionen den Spaß im Gefechtsmodus und eine VoIP Funktion wurde ebenfalls integriert. Für eine
umfangreiche Beschreibung des grundlegenden Gameplays und der Funktionen sei auf das Hauptspiel-Review
hingewiesen.
15 neue Missionen
Die insgesamt 15 neuen Missions des AddOns verteilen sich auf drei Kampagnen. Diese stehen
dem Spieler - wie auch schon im Hauptspiel - in sieben Schwierigkeitsgraden zur Auswahl. Alle
drei Kampagnen sind von Anfang an anwählbar, allerdings jeweils nur die erste Mission einer
jeden Kampagne. In der ägyptischen Kampagne erlebt der Spieler einen "Ausschnitt" des Aufstiegs
der mächtigen Nation von 2183 bis 2150 vor Christus und konzentriert sich dabei auf den Aufstieg
des Königreichs Herakleopolis, das sich gegen Hunger, räuberische Stämme und das rivalisierende
Königreich Theben durchsetzen muss. In der Russenkampagne erlebt der Spieler Kämpfe zur Zeit
Napoleons von 1805 bis 1813. In der Rolle des russischen Zaren Alexander müssen einige
herausfordernde Schlachten bestanden werden. Die dritte Kampagne erzählt die Kämpfe der nomadisch
lebenden Massai von 2037 bis 2039, bestehend aus fiktiven Austragungen und Kämpfen. Außerdem
bietet das AddOn zwei neue Wendepunkt-Szenarien an, in denen der Spieler wieder für beide Seiten
in den Kampf ziehen kann. Die Briten und die Zulu schlagen sich bei Rorkes Drift die Köpfe ein
und die Schlacht um Kursk kann aus russischer und deutscher Sicht nachgespielt werden. Die Missionen
orientieren sich vom Design her stark an dem, was auch schon das Hauptspiel geboten hat. Allerdings
mit dem Unterschied, dass die Missionen etwas kürzer, dafür aber auch etwas knackiger geworden
sind. Dennoch sorgen die sieben Schwierigkeitsgrade dafür, dass Einsteiger und Gelegenheitsspieler
Spaß haben und gleichzeitig Profis auf den höheren Stufen merklich gefordert werden.
Wieder gilt es im Lauf der Kampagne sehr unterschiedliche Ziele zu erreichen. Stellungen
wollen erobert und gehalten, Verträge geschlossen und die Karte von Gegnern gesäubert werden.
Monumente müssen erbaut & beschützt werden, Einheiten eskortiert und immer wieder kommen Zusatzaufgaben
als Nebenziele hinzu. Es gibt nicht immer nur ein Hauptziel, das der Spieler verfolgt. Öfters
kommen Sekundäraufgaben dazu, so dass auch mal neu geplant werden muss. Da gilt es beispielsweise
noch schnell einen Verbündeten zu gewinnen und genügend Rohstoffe bereitzustellen oder auf einen
Gegenangriff entsprechend zu reagieren. Schön wäre es, wenn der Spieler etwas mehr Freiheiten
gehabt hätte. Zwar gibt es beispielsweise umfangreiche Diplomatiemöglichkeiten, doch wenn das
Missionsscript nur eine feindliche Haltung der CPU vorsieht, wird sich der Rechner nicht ergeben
oder verbünden. Da hatte das Hauptprogramm etwas dynamischere Gegner im Angebot. Es hätte durchaus
auch Spaß gemacht, mit dem Computer einen Waffenstillstand gegen Rohstoffe oder Gebiete aushandeln
zu können. Bei einigen Angriffsmissionen stört zudem etwas das festgelegte Script, das
zu Verstärkung am Kartenrand führt. In einigen Missionen gibt es gleich von Anfang an eine
gut ausgestattete Basis, in anderen kann der Spieler selbst den Grundstein legen oder führt
erst einmal nur einige Truppen durch die Landschaft. Verstärkung kann sich der Spieler in unterschiedlichster
Form vor einer Mission auswählen. Vielleicht lieber einige Langbogenschützen statt 400 Gold
extra? Oder vielleicht eine Technologie zum Sofortkauf? Durch Erreichen entsprechender Nebenziele
erhöht der Spieler die Anzahl an Verstärkungen, die in der nächsten Mission genommen werden
können.
An der Präsentation der Kampagnenmissionen hat sich nicht viel geändert. Story gibt es kaum,
lediglich Texttafeln und kurze Videos führen in die Mission ein. Ansonsten handelt es sich einfach
nur um fünf Missionen ohne große Bezüge zueinander, die der Spieler nacheinander abarbeitet.
Nach etwa 13 bis 15 Stunden sind die Kampagnen dann auch durchgespielt, allerdings gibt es noch
viele Möglichkeiten per LAN, Internet oder Offlinescharmützel.
Regionen, Zivilisationen und sonstige Neuerungen
Insbesondere die Gefechte im Singleplay, LAN und Internet tragen dazu bei, dass sich Fans
recht lange mit dem Spiel beschäftigen können. Das Hauptspiel bietet in dieser Hinsicht ja schon
einiges an Möglichkeiten, Optionen und Spieltypen. Selbstverständlich gibt es mit dem AddOn
die schon fast obligatorischen neuen Völker mit jeweils individuellen Stärken und Einheiten.
Die Franzosen haben ein besonders starkes Trebuchet, schwere Kavallerie und einen besonderen
Stealthfighter. Die Russen setzen auf Infanterie, leichte Artillerie und Panzer. Die afrikanischen
Völker Massai und Zulu verfügen ebenfalls über besondere Infanteriekämpfer, Panzer und Bomber,
aber auch Priester und Ärzte verstärken deren Truppen. Während der Priester wahlweise heilen
oder bekehren kann, muss sich der Spieler beim Arzt zwischen Kämpfer und Heileraktionen entscheiden.
Weiterhin bekommt der Spieler mit dem AddOn erstmals die Möglichkeit, selber Zivilisationen
zu erschaffen. Ausgehend von fünf Regionstypen (West bis afrikanisch) sammeln sich eine Reihe
ganz individueller Boni und Vorteile an. Zwei Zivilisationsvorteile können außerdem direkt ausgewählt
werden. Gerade hier kann sich der Spieler sehr genau entscheiden. Soll die Infanterie schlagkräftiger
sein oder vielleicht doch lieber preiswertere Docks? Auch drei einzigartige Einheiten können
ausgewählt und sechs schon erforschte Technologien pro Epoche bestimmt werden. Ganz individuell
auf die Spielstrategie, den Karten- & Spieltyp, lassen sich so Zivilisationen zusammenstellen,
die dann auch abgespeichert werden können. Wer will kann auch Städte- und Regionsnamen
in eine Liste eintragen, die dann im Spiel verwendet werden. Mit dem AddOn gibt es nun auch
(optional) Eingeborenenstämme auf der Karte. Diese leben anfangs neutral auf ihrem Gebiet und
bieten unterschiedlichste Möglichkeiten. Wer den Stamm nicht nur einfach von der Karte fegen
oder ignorieren will, bekommt mit Handel und Assimilierung zwei sehr interessante Möglichkeiten
geboten. Der Handel unterscheidet sich nicht großartig von anderen Spielen und ist schnell eingerichtet.
Mit einem Anführer im Gebiet der Eingeborenen und guten diplomatischen Verhandlungen können
sehr unterschiedliche Fähigkeiten von den Eingeborenen erzielt werden. Von erhöhter Bevölkerungskapazität
im Stadtzentrum über kostenlose Mauern bis hin zu einer größeren Sichtweite reicht das Spektrum
der Vorteile.
Als neue Spieltypen gibt es mit dem AddOn nun eine Verschmelzung von Territorienkämpfen und
Krisenherden. Im Gegensatz zum normalen Spielmodus Krisenherd sind hier die umkämpften Gebiete
von Anfang an aufgedeckt und können vom Host noch weiter konfiguriert werden. Auch Eingeborenenstämme
können in einem Krisengebiet vorkommen. Das bedeutet, dass diese entweder assimiliert oder eliminiert
werden müssen. Der Tauziehen-Modus beinhaltet Kämpfe über mehrere Karten hinweg, wobei
die Schlacht nach einer Niederlage noch lange nicht verloren ist. Im Tauziehen-Truppenmodus
können Helden und Anführer übernommen werden, genauso kann eine Schlacht aufgegeben werden,
ohne das gesamte Spiel zu verlieren und die erforschten Epochen bleiben nach einer Schlacht
erhalten. Gerade in diesem Spieltyp ist die Speicherfunktion im Mehrspielermodus eine wirklich
feine Sache. Durch optionale asymmetrische Ressourcenverteilung und einem Lehnsteuermodus kommt
weitere Abwechslung ins Spiel. Bei der Lehnstreue geht ein Spieler ein engeres Bündnis mit einem
anderen Spieler ein und ist danach eng an den Lehnsherrn gebunden. Der Handel ist nur noch eingeschränkt
möglich, Bündnisse mit anderen Spielern gesperrt und der Vasall kann hingerichtet werden. Allerdings
kann so eine drohende Niederlage noch abgewendet werden und es gibt auch Möglichkeiten, wieder
"frei" zu werden. Dies wäre der Fall, wenn der Lehnsherr besiegt würde oder aber einem
anderen Spieler die Lehnstreue schwört.
Weitere kleine Änderungen und Neuerungen im AddOn beinhalten Helden, die aus normalen Truppen
hervorgehen können, wenn diese genug Einheiten besiegt haben. Allerdings mit der Begrenzung
auf nur einen Helden pro Einheitentyp. Außerdem kann der Vorteil "Überlegener Anführer" gewählt
werden, wenn der Spieler eine Militär-, Wirtschafts- oder Imperiumskrone gewinnt. Je nach Krone
kann damit für einige Zeit die Sammelrate gesteigert, der Widerstand gegen Bekehrung oder der
Schaden der Einheiten vergrößert werden. Es gibt weiterhin neue afrikanische Regionstypen für
die Zufallskarten und neue Wunder für die neuen Völker. Durch hohe Produktivität kann sich der
Spieler außerdem Flaggen verdienen. Diese ermöglichen individuelle Vorteile in Gebäuden. Im
Dock kosten die Einheiten dann weniger und in der Universität werden die Technologiepunkte schneller
"erschaffen". Im Kriegsplanungsmodus ist es außerdem nun möglich, Steuerungsgruppen Befehle
zu erteilen.
In Sachen Präsentation und Gameplay hat sich ansonsten nichts geändert. Leider wurde auch
nichts groß in Sachen Performance getan. Mit aktivierter Bild in Bild Option sinken die Frames
beachtlich. Wer gute Hardware im Rechner hat und ohne Wettereffekte spielt, kann jedoch recht
gut auch größere Karten spielen.
Meinung
Das AddOn "The Art of Supremacy" bietet einige frische Ideen, ohne allerdings das große Manko
Performance zu beheben. Die neuen Missionen sind zwar mit etwa 15 Stunden recht schnell durchgespielt,
spielen sich allerdings auch sehr abwechslungsreich. Ansonsten bietet das AddOn eine ganze Reihe
neuer Features. Durch neue Völker, Regionen, Eingeborenenstämme, Spieltypen und Optionen wird
man einige Zeit beschäftigt. Insbesondere mit Freunden im Internet oder LAN wissen die Tauziehen-Gefechte
zu gefallen. Wer schon seinen Spaß mit dem Hauptspiel hatte, bekommt Langezeitspaß für unter
20€. Daran sollten sich andere AddOns mal ein Beispiel nehmen.
Geschrieben am 13.04.2006, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
|