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Fable 3
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| Name: | Fable 3 |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2010/10 |
| Publisher: | Microsoft Game Studios |
| Entwickler: | Lionhead Studios |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | Xbox360 |
| System: | Xbox360 |
| Multiplay: | Split/System/Xbox-Live |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | nein |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | erscheint auch für PC |
| USK: | 16 |
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Auf der Gamescom 2009 gab es eine ganz besondere Pressekonferenz von Microsoft: Einen ausschweifenden
Monolog von Peter Molineux, der den dritten Teil der Fable-Reihe ankündigte und 60 Minuten über
Vorzüge und Visionen redete. Noch epischer sollte es werden, der Spieler würde in die Rolle
eines Königs schlüpfen und über das Land Albion richten und gebieten. Aus Mängeln in Fable
2 wollte man bei Lionhead etwas gelernt haben und auch eine PC-Version soll es für die bislang
sehr stiefmütterlich behandelte Windows-Plattform "Games for Windows" geben. Ende Oktober 2010
kam dann allerdings erst einmal nur die Xbox 360-Version in die Läden und buhlt - zusammen mit
etlichen anderen Rollenspielen, wie Gothic 4, Fallout New Vegas und Two Worlds 2 - um die Gunst
der Käufer. Was ist dran an den Molineux'schen Versprechungen? Wie viel Rollenspiel steckt noch
drin, was ist dran am Feature "als König herrschen" und gibt es in Fable 3 Auswirkungen von
moralischen Entscheidungen, die über Gimmick und Finale hinausgehen? Oder war die Aussage Peters
kurz vor dem Launch des Titels, dass er bislang noch kein großartiges Spiel gemacht hat, eine
kleine Andeutung, dass auch der dritte Teil mehr in Richtung Versprechen und Visionen geht?
Die Auflösung folgt im kommenden Review.
Aktuell gibt es lediglich die Konsolenversion von Fable. PCler werden erst im Februar 2011
bedient. 360-Käufer können sich zwischen einer normalen Version mit Wendecover und Special Edition
in Buchform entscheiden, die nicht nur eine schönere Verpackung und Spielkarten, sondern auch
einen weiteren Quest, Outfits und eine zusätzliche Hunderasse als Downloadcode beinhaltet. Wie
in Halo Reach, so liegt auch Fable ein Freundes-Code bei, womit sich auf der Seite fable3-freunde.de
Freunde werben lassen. Als Belohnung beim viralen Marketing gibt es Downloadcodes für Ingame-Itemes,
Fanmaterial und als Hauptpreis für besonders fleißige Werber die Möglichkeit, eine Kinect-Xbox
zu gewinnen. Zumindest vor der Veröffentlichung von Fable 3 hieß es noch, dass zum Launch die
englische Sprache als Download auf dem Xbox-Live-Marktplatz bereitstehen würde, doch aus "technischen
Gründen" wurde der Download erst einmal auf unbestimmt Zeit zurückgestellt. Aber dafür gab es
zumindest bei der DLC-Abzocke keine Probleme, so dass zusätzliche Farben für Kleidung und andere
Belanglosigkeiten bald kostenpflichtig nachgereicht wurden und am 23 November folgte ein zusätzliches
Questpaket für 400 MS Points / 5€. Die kostenlose Tonspur bleibt auch drei Wochen nach dem Release
verschollen.
Prinzenrolle
Auch in Fable 3 verschlägt es den Spieler wieder in die Welt von Albion. Allerdings sind
inzwischen 50 Jahre vergangen und die Fantasy-Welt steht kurz vor der Industrialisierung mit
allen Problemen, die damit einhergehen. Erschwerend kommt noch dazu, dass das Land vom König
ausgeblutet und grausig unterdrückt wird. Diese Welt betritt der Spieler - im Gegensatz zu den
Vorgängern - nicht als Kind, sondern als Prinz oder Prinzessin, bevor das Unglück wenig später
seinen Lauf nimmt. Der unberechenbare König geht mit Aufwieglern nicht gerade zimperlich um
und da der Prinz seine Nase zu sehr in Dinge steckt, die ihn nichts angehen (sollen), steht
kurz darauf die Flucht aus dem Palast an. Über ein geheimes Tunnelsystem geht es fort, weg vom
vertrauten Heim und der erste Schritt zur Revolution ist getan. Jetzt muss "nur" noch der König
gestürzt werden. Doch bis dahin ist es ein etwas längerer Weg. Allein bzw. mit den zwei Begleitern
aus dem Schloss, lässt sich der regierende Tyrann nicht so einfach absetzen. Erst einmal müssen
Mitstreiter und Verbündete gefunden werden...
Wie im Vorfeld angekündigt, so regiert der Spieler auch noch als König Albion und der Abspann
läuft nicht gleich nach der Revolution über den Schirm, aber die Regentschaftsphase ist nicht
gerade durch spielerische oder storytechnische Hightlights geprägt. Im Gegenteil: Die Entwickler
haben sich vergeblich um eine Erklärung für die "bösen Taten" des Tyrannenkönigs bemüht. Der
Grund ist so lächerlich, wie das finale Ende vom Spiel, was nicht nur einen schnellen und alles
andere als zufriedenstellenden Endkampf bietet, sondern auch die ganzen gut/böse-Entscheidungen
oberflächlich zu einem Ende bringt. So ist es völlig nebensächlich, was der Spieler als Anführer
der Rebellion den Verbündeten versprochen und als König davon gehalten hat. Sehr überraschend
ist die kurze Regentschaft plötzlich vorbei, ein "Timer" abgelaufen und es kommt zu einem Ende,
was (wenn man nicht vorher in einer Lösung geschaut hat) im Gegensatz zu allen anderen Taten
steht und überhaupt nicht gewollt ist. Da Fable zudem das alte Manko hat, dass es nur einen
Spielstand gibt, der Fortschritt automatisch mit jeder Ladesequenz gespeichert wird und sich
der eine Spielstand nicht einmal auf ein anderes Speichergerät kopieren lässt, wird auch jeglichem
Experimentieren ein Riegel vorgeschoben.
Von einem, der auszog, Händchen zu halten
Doch bevor der Spieler als König finale Entscheidungen fällt, geht es einige Zeit als angehender
Held und populärer Prinz auf Suche nach Mittstreitern durch die Welt von Albion. Überall trifft
der Charakter dabei auf die unterschiedlichsten NPCs, die kleine und große Sorgen haben und
fleißig Nebenaufträge verteilen. Da hat sich die Tochter in einer nahen Höhle verlaufen, ein
Artefakt ist verschwunden, ein Kellergewölbe soll von Gegnern gesäubert werden, ein Händler
braucht Geleitschutz in die nächste Stadt oder ein entflohener Verbrecher muss wieder eingefangen
werden. Was sich in der Aufzählung nach einer bunten Mischung anhört, entpuppt sich im Spielverlauf
als ausgesprochen zähe, eintönige und langweilige Arbeitsbeschäftigung. Egal ob man nun die
Tochter aus der Höhle rettet, den Händler begleitet oder den Verbrecher fängt: In allen Fällen
gilt es zum Zielpunkt zu laufen, die CPU-Figur an die Hand zu nehmen und dann "als Paar" den
Weg zum Ausgang zu gehen. Zwischendurch gibt es dann immer wieder "Überfälle" durch Gegner,
mach deren Beseitigung muss die andere Figur dann erst wieder an die Hand genommen werden, bevor
es weitergehen kann. Auch werden einige Quest durch längere Laufwege und viele Gegner bzw. etliche
Gegnerwellen zu sehr in die Länge gezogen.
Ein weiteres Problem ist die extrem mager ausgefallene Gegnerpalette. So kämpft man immer
wieder gegen die gleichen Typen, wie etwa Skelette oder Banditen und innerhalb eines Auftrags
variieren die Gegner meist gar nicht. Zudem spawnen die normalen Gegner außerhalb eines Auftrags
immer wieder an exakt den gleichen Stellen in der Welt. Auch wird durchgehend Masse statt Klasse
geboten und Zwischengegner mit einer ordentlichen Portion Lebenspunkte machen den Kampf nicht
spannender, sondern lediglich langwieriger. Auch nicht gerade zur Abwechslung tragen Aufträge
bei, die einen wieder und wieder in die gleichen Gebiete (mit den gleichen Gegnern) führen.
Doch neben etlichen belanglosen Aufträgen gibt es auch einige wirklich schon gestaltete Missionen.
So muss der Charakter etwa als Huhn verkleidet selbige einfangen, ein Besuch in einem Geisterhaus
steht auf dem Programm, ein kleines Bühnenstück lockert das Actiongameplay auf und kurzzeitig
geht es in Rollenspiel im Rollenspiel, wo sich die Dungeon Master im Off über den Spielablauf
streiten. Das sind einige wirklich schöne Momente, humorvoll und mit Liebe gemacht. Andere Aufgaben,
etwa das Zurückholen eines Geistes ist zumindest nett inszeniert, nimmt eine überraschende Wende
und endet gelungen, nur steht zwischen Start und Ende ein zäher und in etliche Häppchen unterteilter
Kampf gegen 100+ gleicher Gegner auf dem Programm, die auch in Sachen KI nicht gerade mit Skill
gesegnet wurden. Immer die gleichen, stupiden Angriffsmuster stürmen auf den Spieler ein,
wenn sie nicht gerade an kleinen Kanten oder Vorsprüngen der Spielwelt hängen bleiben.
Ähnlich durchwachsen präsentiert sich auch das Missionsdesign der Hauptstory. Stehen gerade
anfangs noch etliche kleine, teils aufeinander aufbauende Quests auf dem Programm, die auch
dazu dienen den Spieler in die verschiedenen Gameplayelemente einzuführen, so ist ansonsten
sehr viel Laufen angesagt. Nachdem der erste Mitstreiter gefunden wurde, dienen die Kampagnenmissionen
fast nur noch dazu, zu Fuß den nächsten Schauplatz zu erreichen. Dazu läuft man lange Zeit durch
Tunnel und Höhlen, bis endlich ein neues Gebiet gefunden wurde. Dort gilt es dann Gildensiegelpunkte
zu sammeln, damit einem die dortigen Leute vertrauen. Aber das geschieht dann etwa im Industriegebiet
nicht durch spezielle Quests, sondern der Charakter muss einfach irgendwelche Aufgaben irgendwo
in der Welt erfüllen und das können auch Missionen im Anfangsgebiet sein. Danach folgt dann
im Abschluss mal wieder eine "richtige" Story-Mission, die aber - wie manch andere Sachen auch
- künstlich stark in die Länge gezogen wurde, da der Spieler in einer Arena von Raum zu Raum
läuft, um immer wieder gegen wechselnde Gegnerhorden bestehen muss. Das macht vielleicht die
ersten ein oder zwei Areale noch Spaß, aber immer wieder nach ähnlichen Zwischensequenzen in
den nächsten Raum geschickt zu werden, lässt den Spielspaß schwinden. Straffungen wären da an
einigen Stellen nicht schlecht gewesen.
Ein Aspekt, der in Fable immer versprochen, aber bislang nie wirklich eingehalten oder gut
umgesetzt wurde, waren Entscheidungen. Ab und zu konnte man sich in den Vorgängern entscheiden,
ob man nun die Person belügt, einen Gegenstand einbehält oder mehr oder weniger nett agiert,
aber solche Momente waren selten und die Auswirkungen sehr minimal. Mit Fable 3 hat sich daran
wenig geändert. Ganz selten hat man bei einem Quest eine wirkliche Wahl, wie etwa ob man eine
kleine Siedlung vor Wölfen beschützt oder nicht. An anderer Stelle kann man sich nach längeren
Botenläufen entscheiden, ob man nun die verführte Frau heiratet und dazu abschließend ihren
Mann umbringt oder sich einfach aus dem Staub macht und der Quest dann als abgeschlossen gilt.
In einer anderen Mission darf man sich auch mal entscheiden, ob der Banditenanführer verschont
werden soll, was in einer "dicken Freundschaft" endet, da der Prinz milde war, aber auf das
Verhalten der sonstigen Banditen hat das keinen Einfluss. Auch danach wird man in regelmäßigen
Abständen von den gleichen Typen an den gleichen Stellen angegriffen. Dabei wären gerade solche
Kleinigkeiten (Bündnisse, Vertrauen, etc.) etwas, was sich recht gut umsetzen lassen würde und
sei es nur, dass man an Stelle X nicht mehr von Gegner A, sondern Gegnertyp B überfallen / angegriffen
wird.
Etwas weitreichender sind die Entscheidungen im fortgeschrittenen Spielverlauf, der Regierungsphase.
Möchte man nun den gefundenen Schatz verkaufen und das Gold auf das eigene Konto überwiesen
bekommen oder soll es in die (leere) Staatskasse fließen? Sollen die Steuern erhöht werden,
was ist mit der Sicherheit der Bevölkerung, wie steht der neue König zum Konsum von Alkohol,
welche Gebiete sollen wieder aufgebaut werden und an welche Versprechen, die man den Verbündeten
gegeben hat, hält sich der neue Herrscher? Was in der Theorie recht spannend klingt und zumindest
einige moralische Entscheidungen mit zwei bis drei Auswahlmöglichkeiten bietet, hat nur minimalen
Einfluss drauf, ob der Spieler nun das gute oder böse Ende erreicht. So kann man als Spieler
zwar leichten Einfluss auf Regionen und Ereignisse nehmen, so dass etwa Gebiet X nach einem
schweren Kampf wieder aufgebaut wird, optisch ein deutlich Wandel zu sehen ist und die ausgestorbene
Gegend wieder bewohnt wird, aber am Ende ist nur eine "Sache" entscheiden für das Spielende,
die mit den Entscheidungen lediglich sekundär etwas zu tun hat. Auch ist es in den Streitgesprächen,
wenn die beiden Parteien die Meinungen vortragen, nicht immer so klar ersichtlich, was die tatsächlichen,
spielerischen Auswirkungen sind. Wer etwa meint, den Bewohnern in der schweren Zeit ein wenig
mehr Bier zugestehen zu können, der kann sich kurz darauf daran "erfreuen", dass die gesamte
Bevölkerung in Zukunft kotzend durch die Fable-Welt läuft.
Konzentriert man sich nur auf die Hauptstory, sammelt keine Extra und erledigt keine zusätzlichen
Aufgaben, dann ist Fable 3 in etwa acht bis zehn Stunden doch recht schnell durchgespielt. Mehr
Zeit geht drauf, wenn man nicht ganz so stark durch das Spiel "hetzt", sondern die Gegend erforscht
und sich an den Nebenbeschäftigungen versucht. Außerdem gibt es etliche Geheimnisse in Albion
zu finden. Dazu zählen Schlüssel, um besondere Truhen zu öffnen, Nebenjobs, um in simplen Buttonspielchen
Geld zu verdienen und etliche Sammelaufgaben. Suchfreunde können in der Welt die Augen nach
versteckten (und verzauberten) Gartenzwergen offen halten, Blumen sammeln und besondere Bücher
finden. Außerdem gibt es etliche normale Schatztruhen und unzählige "Buddelstellen", die der
Hund findet. Ebenfalls wieder dabei sind die Dämonentüren, die sich jeweils nur mit einem "Trick"
öffnen lassen und eine besondere Belohnung beinhalten. Leider - egal ob Questbelohnung, Grabungsfund
oder Inhalt aus einer Truhe - sind die Belohnungen ausgesprochen dürftig. Mal gibt es einen
Diamanten für den Verkauf, einige Goldstücke oder einen Heiltrank. Insbesondere wenn man im
fortgeschrittenen Spielverlauf Immobilien kaufen und dadurch stetige Einnahmen generieren kann,
sind kleine Goldfunde oder ein Trank völlig überflüssig. Bei einem Einkommen von 5.000 bis 70.000
alle fünf Minuten braucht man keine 50 Goldstücke und auch sonst gibt es im ganzen Spiel keine
Verwendung für Geld, will man nicht Immobilien kaufen, um mehr Geld zu verdienen, oder sich
anders kleiden, was eine rein optische Änderung darstellt.
Ebenfalls wieder dabei, allerdings ein wenig abgespeckt, sind die Interaktionsmöglichkeiten
mit den unzähligen Bewohnern der Welt. Egal ob Wache, Bettler oder königlicher Angestellter,
der Spieler kann mit jeder Person etwas "machen". Das beginnt beim lockeren Handschlag und endet
bei Kuss, Heirat und dem Zeugen von Kindern. Masseninteraktionen, wie noch in Fable 2, gibt
es allerdings nicht mehr, sondern immer nur mit einer Person zur gleichen Zeit. So schüttelt
man in Albion die Hände unterschiedlichster Leute oder vollführt fragwürdige Verrenkungsspiele
mit Wachen und als Belohnung gibt es einige Gildensiegelpunkte, wie auch für das erfolgreiche
Absolvieren von Missionen und Ausschalten von Gegnern.
Die Siegel ersetzen die Erfahrungspunkte und dienen dazu, neue Fertigkeit zu "kaufen". So
lassen sich Nah-, Fern- und Magiekampf in mehreren Stufen verbessern, neue Zauber erwerben und
die Interaktionsmöglichkeiten erweitern. Anfangs ist es nämlich noch nicht möglich, Gebäude
zu kaufen, bestimmte Interaktionsmöglichkeiten zu verwenden und auch die Nebenjobs als Bäcker
oder Schmied bringen auf unterster Stufe nicht so viel Gold ein. Ob man die Fertigkeitsupdates
allerdings überhaupt braucht ist eine andere Geschichte. Wie schon der Vorgänger, so ist auch
Fable 3 viel zu einfach ausgefallen. Aber auch die Gesundheit des Helden ist so nebensächlich,
dass Lionhead einen Lebensbalken überhaupt nicht mehr anzeigt. Im schlimmsten Fall geht der
Spieler nach zu vielen Treffern zu Boden, steht dann aber in der nächsten Sekunde wieder auf
den Beinen und es geht ohne Unterbrechung oder nennenswerte "Bestrafung" weiter. Eine wirkliche
KI gibt es bei den Angreifern ebenfalls nicht. Die Gegner kennen lediglich rudimentäre Aktionsmöglichkeiten,
wie Fernkampf, wo sie auf der Stelle stehen bleiben, oder den Nahkampfangriff und dabei geht
es stur in Richtung Spielfigur. Welche der insgesamt 50 Waffen verwendet wird, hat auch nur
geringen Einfluss auf das Spielerlebnis. Mit einem stärkeren Schwert oder einer besseren Pistole
lassen sich die Angreifer zwar etwas leichter besiegen und legendäre / verbesserte Waffen machen
es noch etwas einfacher, aber schlichtes Ausweichen / Rückwärtslaufen macht einen Kampf mit
schwächerer Ausrüstung nicht wirklich kniffliger, sondern höchstens langwieriger. Zusätzlich
kann der Held auch auf maximal zwei Magiezauber gleichzeitig zurückgreifen und muss sich gar
nicht mit dem zähen Nahkampfsystem (aufgrund der oftmals hohen Blockrate der Feinde) auseinander
setzen. Ganz nach Belieben kann ein Feuerball, Blitz, Wirbelwind oder eine Kombination davon
auf einen Gegner oder alle Feinde um den Helden herum gewirkt werden.
Wer das Abenteuer nicht allein bestreiten möchte, kann wieder im Coop-Modus zusammen mit
einem Freund die Storykampagne in Angriff nehmen. Sowohl Offline, als auch über Xbox Live kann
jederzeit ein zweiter Spieler in die Partie einsteigen. Die Spieler können sich dabei nicht
nur im Kampf unterstützen, sondern auch wirtschaftliche Beziehungen aufbauen, Geschenke verschicken,
heiraten und Kinder bekommen, wenngleich das alles mehr Goodies, als wirklich essentielle Coop-Funktionen
sind. Aufgrund des geringen Schwierigkeitsgrades wird es zusammen mit einem weiteren menschlichen
Mitspieler noch leichter und im Offlinemodus teilen sich beide Spieler einen Bildschirm, weshalb
die Charaktere immer sehr dicht beieinander bleiben müssen.
Wozu Menüs, wenn es auch umständlich geht?
Wer schon einmal ein Rollenspiel gespielt hat, weiß, dass man sich im Spielverlauf um unzählige
Dinge kümmern muss. Was kauft oder verkauft man bei den Händlern, welche Ausrüstung und Waffen
soll der Held tragen, in welche Fertigkeiten soll investiert werden, wo geht es zum nächsten
Auftrag und was sind überhaupt noch einmal die Aufträge, die einem in den letzten Spielstunden
gegeben wurden. Mit Fable 3 haben die Mannen um Peter Molineux einen Anlauf unternommen ein
Spiel zu präsentieren, das nahezu komplett auf Menüs verzichtet und alles in einer 3D-Menü-Welt
darstellt. Was in der Theorie gut klingt und beim ersten Ausprobieren hübsch aussieht, stellt
sich im eigentlichen Spielverlauf als zäh und unnötig kompliziert heraus. Der zentrale Dreh-
und Angelpunkt stellt der Unterschlupf dar, der jederzeit (außer in Zwischensequenzen) mit einem
Druck auf Start "betreten" werden kann. In den dort angrenzenden Räumen ist es dann durch Interaktion
mit Gegenständen, Statuen und Co möglich, simple Sachen einzustellen oder auszuwählen, für die
sich ein normales Menü sehr viel besser eignen würde. Allerdings gibt es im Unterschlüpf teilweise
nur sehr spärliche Informationen. So sieht man bei den Waffen lediglich auf Nachfrage, wie viel
Schaden diese verursachen und ein Vergleich zur aktuellen Ausrüstung gibt es erst gar nicht.
Noch informationsärmer gibt sich die Achievement-Wand, worauf alle geschafften und noch nicht
beendeten Erfolge aufgelistet werden. Während das Spiel zwar durch regelmäßige Ingame-Einblendungen
zeigt, wie viele Gegner schon mit einer Waffe für den Erfolg X erledigt wurden, so gibt es diese
Information im "3D-Menü-Ersatz" nicht. Außerdem sind sehr viel mehr Schritte notwendig, um Kleinigkeiten
zu erledigen: Will man beispielsweise einen neue Zauberfertigkeit erlernen, dann muss man zuerst
in den Unterschlupf gehen, dort den Transporter zur "Siegesstraße" betreten, die entsprechende
Kiste mit dem gewünschten Update finden, diese öffnen, die Animationen anschauen, danach den
Weg zum Ausgangspunkt nehmen, der einen wieder in den Unterschlupf bringt und dann geht es mit
der Start- oder B-Taste wieder zurück in die Spielwelt. Selbst um einen anderen Ausrüstungsgegenstand
(Waffe, Zauber, etc.) auszurüsten, erfordert den Weg in den Unterschlupf, dort dann die Waffenkammer
aufsuchen, in dem Raum die Figur mit der entsprechenden Waffe finden, damit interagieren und
dann kann man mit Start wieder zurück die Spielwelt.
Lediglich die Karte der Spielwelt, die sich im Unterschlupf betrachten lässt (außerhalb gibt
es keine Minimap) ist halbwegs nützlich, stimmig und geizt nicht mit Informationen. Hier gibt
es zu jedem Areal Infos, wie viele Quests verfügbar sind, ob schon alle geheimen Schlüssel gefunden
wurden und auch eine Nahansicht des Gebiets ist möglich. Allerdings sind die Karten teilweise
doch eine recht ungenaue Repräsentation der Spielwelt und helfen wenig dabei, gezielte Punkte
anzusteuern und auch beim Gelände gibt es deutliche Unterschiede, die es nicht immer leichter
machen das zu finden, was man sucht. Und so schön etwa die Info zu jedem Gebiet ist, wie viele
Schlüssel der Spieler dort schon gefunden hat, warum es die Info für zu suchende Bücher und
Pflanzen nicht gibt, wird ein Geheimnis der Entwickler bleiben. Über die Karte kann der Spieler
zudem Immobilien erwerben, Häuser kaufen und spart sich dadurch den Weg direkt zum jeweiligen
Gebäude. Allerdings fehlen dafür Komfortfunktionen für "stumpfsinnige" Sachen, wie etwa Reparatur
von Gebäuden (oder generell eine Liste der im Besitz befindlichen Immobilien). Mit der Zeit
verwahrlosen die Häuser und die Mieter wollen dann nicht mehr darin wohnen. Zwar können die
Bauten über die Karte repariert werden, allerdings nur einzeln. Entsprechend muss jede Stadt
einzeln angewählt, dort das Gebäude gewählt und dann mit einem Druck auf "Reparieren" wieder
in Schuss gebracht werden. Eine "alles" oder "automatisch" reparieren-Möglichkeit gibt es nicht.
Dafür allerdings eine handliche Schnellreisefunktion, die so manchen Weg erspart und im Zusammenspiel
mit einem Questlog, was auch nur hier in der Kartenansicht verfügbar ist, einiges an Laufwegen
spart. In einigen Fällen ist die Schnellreise allerdings nicht ganz ausgereift, da man mitunter
sehr dicht am Ziel landet, aber bei einem Reisepunkt einige Meter davon entfernt ganz am anderen
Ende des Gebietes den Abschnitt betritt.
Bei der Kampfsteuerung ist bei Fable 3 wieder sehr schlicht und simpel ausgefallen. Der Held
wird mit dem linken Stick gesteuert, der andere dient zum Nachjustieren der Kamera und mit X,
B und Y schwingt der Charakter das Schwert, wendet Magie an oder feuert mit der Schusswaffe
auf den nächstbesten Angreifer. Erneut dient das Gedrückthalten einer Taste zum Aufladen eines
starken Angriffs, wobei der Held dann eine Weile auf der Stelle stehen bleiben muss. Zum Blocken
von Angriffen muss wieder einmal die X-Taste gedrückt gehalten werden, was nicht nur mit dem
schweren Nahkampfschlag kollidiert, sondern im Gameplay sehr wenig Sinn macht, da die "Vorlaufzeit"
bis zum Block dadurch sehr lang ausfällt. Multifunktionell ist auch wieder die A-Taste belegt,
die zum Laufen, Abrollen und Interagieren mit der Umgebung dient. An geeigneter Position kann
gegraben werden, wenn der Hund etwas gefunden hat, Immobilien können gekauft & gewartet werden,
Truhen untersucht, Hebel betätigt, Türen geöffnet und eine Interaktion mit einem Bewohner begonnen
werden.
Die Zeit der Massenaktionen, wo ein schlichter Hüftschwinger auf dem Marktplatz ausgereicht
hat, dass einen gleich drei Leute heiraten wollten, sind vorbei. In Fable 3 muss man sich positive
Beziehungen etwas mühseliger erarbeiten. Zur Auswahl stehen etliche Ausdrucksmittel vom Handschlag
über pervers aussehende Tanzeinlagen bis hin zu Furzaktionen, um den Beziehungsbalken zu füllen,
der bei "Freundschaft" ein speziellen Freundesquest startet, der allerdings in den getesteten
Fällen eine "bring mit Sache X / töte Gegner Y-Aufgabe" war und auch ansonsten keinen
wirklichen Spielvorteil brachte. Die restlichen Tasten auf dem Gamepad werden ansonsten kaum
bis gar nicht verwendet. Am Wichtigsten ist noch der Start-Knopf, der einen ins 3D-Spielmenü
bringt und die LT-Taste für Händchenhalten, was immer dann erforderlich ist, wenn eine Eskorte
auf dem Programm steht. Ab und zu gibt es auch noch eine kontextsensitive Einblendung für das
Steuerkreuz, die auch nur dann funktioniert, wenn die Einblendung vorhanden ist. Ist der Spieler
beispielsweise stark angeschlagen, dann leuchtet kurzzeitig ein Steuerbefehl für den Heiltrank
auf (und auch nur dann ist ersichtlich, wie viele Heiltränke man überhaupt noch hat). Der Weg
zum nächsten Ziel wird wieder durch leuchtende Fußspuren angezeigt, die ähnlich unzuverlässig
funktionieren, wie in Fable 2. Mitunter ist die Spur plötzlich weg, zeigt temporär in die falsche
Richtung oder nimmt sonderbare Abkürzungen durch Objekte hindurch. Insgesamt trotzdem ganz hilfreich,
um so manchen langen Weg durch die Welt zu finden. Die Intensität / Sichtbarkeit kann im Menü
reguliert werden.
Albion Version 3.0
Technisch setzt Fable 3 auf einer weiterentwickelte und verbesserte Fable 2-Engine. Im Vergleich
zum Vorgänger hat sich auch einiges an der Optik des Spiels getan. Am Offensichtlichsten ist
der Wechsel in der grafischen Gestaltung. Passend zum Schritt ins Industriezeitalter hat sich
ein Teil der Spielwelt gewandelt und präsentiert sich weniger als "Märchenwelt", sondern als
heruntergekommenes, düsteres Industrieareal und auch Kleidung, Aussehen und Aktivitäten der
Leute hat sich der Zeitepoche angepasst. Die Palette an Schauplätzen, die der Held im Laufe
des Abenteuers besucht, ist auch sehr weitläufig ausgefallen und bietet alles, was im RPG-Bereich
üblich ist. Es gibt Städte, kleinere Siedlungen, idyllische Naturlandschaften, Industriekomplexe
und Ruinen. Der Spieler streift durch Waldgebiete, kann in Flüssen und Seen schwimmen, durchquert
Friedhöfe, erforscht Höhlen und unterirdische Gewölbe. Aber auch kurze Abstecher in Eisregionen
und Wüstengebiete stehen auf dem Programm. Einige Schauplätze, wie etwa die Akademie, haben
den Zahn der Zeit nicht ganz so gut überstanden und präsentieren sich mehr als Ruine statt als
belebte Bildungseinrichtung, wie sie manche Fable-Veteranen noch in Erinnerung haben werden.
Je nach Entscheidung während der "Regierungsphase" hat der Spieler auch die Möglichkeit, unterschiedliche
Regionen Albions in anderen Varianten zu sehen. Lässt man etwa ein Gebiet wieder aufbauen oder
wird eine "Naturlandschaft" in eine Minenregion umgewandelt? Aber nicht nur die Optik hat sich
gewandelt, auch beim Detailgrad gibt es deutliche Verbesserungen gegenüber Teil 2. So sieht
das Wasser deutlich stimmiger aus, es gibt verbesserte Lichteffekte & Reflexionen und es wurde
merklich an den Texturen gearbeitet. Egal ob der Spieler durch die neue Oberwelt von Fable 3
geht oder einen Abstecher ins nächste Gebäude unternimmt, Texturen und Details sind merklich
verbessert worden. Leider haben die Entwickler die eigene Engine nicht ganz so gut im Griff
und Fable 3 leidet immer mal wieder an merkwürdigen Framerateneinbrüchen und Rucklern. Die Kämpfe
gegen teilweise 10 bis 20 Gegner laufen ohne Probleme ab, aber wenn sich der Held ganz normal
durch die Welt bewegt, dann stockt es mitunter kurz. Besonders ärgerlich ist dies bei den "Minispielen",
wo es gilt, im richtigen Moment die Taste zu drücken. Hier sind Aussetzer von Bruchteilen einer
Sekunde höchst unpassend und verderben den Spaß. Speziell bei Aufgaben, wie etwa dem Backen,
die rhythmisch nicht ganz gleichmäßig ablaufen und es essentiell wichtig ist, eine ruckelfreie
Anzeige zu haben.
Richtig nervig sind ebenfalls die unzähligen Klippingfehler, die es im Spiel gibt. Nicht
nur die Gegner bleiben an kleinsten Ecken, Kanten und Vorsprüngen hängen, auch dem Charakter
stellen sich so manche Objektkanten als hartnäckige Widersacher in den Weg. Sei es, weil der
Held im Kampf an Kante X hängt, sich leicht zwischen Objekten verheddert oder ein kleiner Zaun
oder kniehohe Mauer zum Hindernis wird, die sich nur umlaufen, aber nicht immer überspringen
/ -klettern lässt. Aber auch der treue Begleiter des Helden, der Hund, hängt gerne mal an solchen
Kleinigkeiten, findet den Weg zum Spieler nicht bzw. bellt etwas gefunden zu haben, aber verharrt
dann auf der Stelle und rührt sich erst einmal nicht, bis er entweder selbst einen Weg gefunden
oder der Spieler den Köter weggeschoben hat. Auch die Hilfe vom Hund funktioniert nicht immer
optimal. Mal wird die Spur zum nächsten Schatz, Kiste oder Schlüssel aus etlichen Metern Entfernung
und außer Sichtweite des Objekts gefunden, in anderen Fällen schlägt der Hund erst an und bellt,
wenn der Held quasi neben der Truhe steht.
Dürftig sind ebenfalls so einige Animationen ausgefallen, die für das Jahr 2010 ein Trauerspiel
sondergleichen sind. Besonders grausig ist in dem Fall die "Graben"-Animation, wenn der Hund
etwas gefunden hat. Der vierbeinige Begleiter steckt gerne einmal im Boden in einem nahen Objek
oder der Held gräbt durch den Hund, während sich dieser auf dem Boden wälzt und irgendwie "toter
Hund" spielt, hält die Schaufel sehr eigenartig und sie wackelt und schwebt mitunter in der
Luft, wenn sie nach dem Graben in den Boden gerammt wurde. So manche NPCs in der Umgebung laufen
in die Grabungsanimation rein, um dann dort einfach zu verschwinden.
Musikalisch orientiert sich Fable 3 insgesamt stark an dem, was man auch schon vom Vorgänger
gewohnt ist. Überwiegend dezent gibt es eine leise, meist orchestral gehaltene Musik im Hintergrund.
Neben instrumentalen Klängen, gibt es auch einige Chorpassagen und mystische Klänge, die sowohl
mit dem jeweiligen Areal, als auch dem Geschehen (etwa einem Kampf) auf dem Schirm variieren.
In vielen Fällen ist die Untermalung allerdings sehr stark im Hintergrund und geht im Geschehen
ein wenig unter - und das, obwohl auch es auch in ruhigeren Passagen kaum sonstige Geräusche
gibt. So gibt es etwa hier und da eine leichte, akustische Windbriese, einige Vögel, die zwitschern,
im Wasser gibt es passende Platschgeräusche und im Kampf klirren die Schwerter aufeinander,
Gegner geben Treffergeräusche von sich und der Hund bellt, wenn er was bemerkt, aber gleichzeitig
präsentiert sich ein Lauf durch einen alten Minenstollen erschreckend still. Keine Laufgeräusche
oder sonst etwas ist zu hören und auch Industriegebiet mit unzähligen NPCs präsentiert sich
sehr ruhig. Da sind die ab und zu eingestreuten Rufe der Bewohner wie etwa "Hallo, mein Prinz"
eines der wenigen Geräusche, die man neben der dezenten Hintergrundmusik zu hören bekommt, was
aber für teils stark belebte Gegenden doch etwas dünn ist. Oder auch der prächtige Springbrunnen
in der Brightfall-Akademie ist völlig tonlos. Bei den deutschen Sprechern wurde passable Arbeit
abgeliefert. In Anbetracht des Umfangs und der vollständigen Vertonung von über 450.000 Zeilen
ist das Ergebnis OK. Einige Sprecher, wie etwa Walter wurden wirklich gut umgesetzt, bei anderen
wirkt der Sprechertext nicht ganz so passend und mitunter ein wenig universell eingesprochen,
da wohl bei der Aufnahme die Situation nicht ganz klar war. Positiv sind noch die ganzen frechen
Sprüche der unzähligen Zwerge, die in der Spielwelt versteckt sind und gefunden werden können,
ausgefallen. Die von Microsoft versprochene englische Tonspur gab es auch 3 Wochen nach Release
nicht als kostenloser Download auf Xbox Live. Selbst wenn der Download noch einmal erscheinen
wird, so dürfen alle Spieler, sofern sie andere Sprecher wollen, das Spiel neu starten, da nur
beim Neustart die Sprache gewechselt werden kann. Optional kann man sich auch Untertitel einblenden
lassen, die jedoch recht unpassend fast in der Mitte des Bildschirms angezeigt werden.
Meinung
Nach dem Reviewtext sollte durchgedrungen sein, dass Fable 3 nicht die "oh, wie toll" 9 von
10 oder gar 10 von 10 Begeisterungen bei mir ausgelöst hat. Fable 3 bietet zwar einiges an Inhalt
fürs Geld, doch das Gesamtbild ist nicht rund. Egal, wie man es betrachtet. Als RPG fehlen Fable
3 grundlegende Sachen in Bezug auf Charakterentwicklung und Ausrüstung. Als Actionspiel mit
leichten RPG-Elementen bietet der Titel lediglich ein oberflächliches und extrem repetitives
und simples Gameplay. Aber auch die Quest sind zum Großteil dürftig ausgefallen. Die Revolutionsgeschichte
fängt zwar recht gelungen an, verliert sich später allerdings in Nebensächlichkeiten, blassen
Charakteren und einer unbefriedigenden "Auflösung" und gut/böse Ende mit Willkürfaktor. Zudem
trüben technische Macken, wie Klippingfehler, Hänger in der Charakternavigation und Framerateneinbrüche
das Gesamtbild. Es gibt allerdings auch einige schöne Aspekte und trotz Technikprobleme sieht
die Welt insgesamt schon stimmig aus. Außerdem spricht für Fable 3 die Zugänglichkeit. Wer etwa
abends nach einem anstrengenden Arbeitstag stressfrei zocken will, der wird von Fable 3 durchaus
gut unterhalten. Auch gibt es einige schöne Nebenmissionen, wie etwa das RPG im RPG, und man
kann On- und Offline mit einem Freund spielen, was auch eine ganz spaßige Sache ist und Entscheidungen
haben zumindest im späteren Spielverlauf ganz nette und unterschiedliche Auswirkungen. Wer simplen
und zugänglichen Actionspaß möchte oder wem Fable 2 gefallen hat, der darf sich von Teil 3 angesprochen
fühlen.
Geschrieben am 26.11.2010, Testkonfiguration: Xbox360
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