 | Info |
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| Autor | | 2 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1 |
 |   | | 2 |
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| Gesamt (54 votes) | | 2+ |
 |   | | 2.2 |
 |   | | 1.4 |
 |   | | 2.2 |
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| Name: | Heavy Metal FAKK² |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2000/08 |
| Publisher: | Take 2 |
| Entwickler: | Ritual |
| Hardware: | 300Mhz, 64MB RAM, 8MB Open-GL, HD 30 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, DX7 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | nein |
| Serie: | nein |
| Patch: | 1.02 |
| USK: | 16 |
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Ein 3rd-Person-Shooter, bei dem der Spieler mit einer wenig bekleideten Dame durch die Gegend
rennt, kleine Rätsel löst und währenddessen allerlei Kreaturen in ihre Einzelteile zerlegt??:..."Tomb
Raider" werden gleich alle schreien, aber in diesem Fall geht es um "Heavy Metal F.A.K.K.2"
von Ritual.
Langsam kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass einige dieser PC-Spiele von Emanzipationsfanatikerinnen
gesponsert werden, damit Millionen männlicher Spielefreaks durch das wochenlange Hineinversetzen
in eine weibliche Heldin ihre eigene feminine Seite entdecken. Wenn die Spielfigur aber so nett
verpackt ist wie bei F.A.K.K. 2 und sie auf Julie Strain (Penthouse Pet und Actress in diversen
B-Movies) und nicht auf Alice Schwarzer basiert, werde ich gnädig darüber hinwegsehen.
Aber zum Spiel: Die zugrundeliegende Story basiert zum Teil auf dem in diesem Jahr gelaufenen
gleichnamigen Film, bzw. schliesst direkt daran an. Nachdem unsere Heldin Julie aka F.A.K.K.
2 den Bösewicht Lord Tyler erledigt hat, kehrt sie wieder nach Eden, ihrer Heimat zurück. Dieser
Planet verdient seinen Namen, denn sein Wasser verleiht seinen Bewohnern Gesundheit und ewiges
Leben, nebenbei ein klares und begrüssenswertes Statement gegen Drogenmissbrauch. Die Jungs
von Ritual scheinen auch ein kleines Faible für marxistische Ideen zu haben, denn ähnlich wie
schon bei SiN steht hinter dem Bösewicht von F.A.K.K. 2 wiederum eine Art Konzern; GITH-Industries.
GITH ist eine alte Gottheit, die sich mit einem riesigen Schiff aufgemacht hat, quer durch die
Galaxien alle möglichen Lebensformen zu unterjochen und mit der Kraft ihrer Seelen das Raumschiff
anzutreiben zum letzlichen grossen Ziel: dem Planet EDEN. Der liebe GITH möchte nichts weniger
als das gesamte Universum erobern und verspricht dafür seinen Untertanen ein ewiges Leben in
der von ihm gestalteten neuen Welt. Leider muss er sich aber mit einigen ewigen Widerspenstlern
herumplagen, die seine Vision nicht so recht teilen wollen und die daran glauben, dass es eine
geheimnisvolle, alte Macht gibt, die in der Lage ist, auch Götter zu töten und die sich auf
EDEN befinden soll. Ausserdem, man ahnt es schon, noch gibt es ja Julie, die, wenn auch geplagt
von Alpträumen, in denen ihr Lord Tyler erscheint, sich und ihre im Verlaufe des Spieles immer
spärlich werdendere Kleidung zur Rettung ihrer Heimat und der Menschen einsetzt.
Das Spiel selbst ist, wie schon erwähnt, in bewährter 3rd-Person-Shooter Manier programmiert,
die Steuerung ist sehr einfach und intuitiv und man merkt natürlich grade bei der Hauptdarstellerin,
wie vorteilhaft sich die neuen Eigenschaften der zugrundeliegenden Quake3-Engine wie Curved-Surfaces
auf die Darstellung bestimmter Rundungen des weiblichen Körpers auswirken können. Überhaupt
finde ich die Grafik äusserst sehenswert, sehr detailliert und liebevoll gemacht, wie das gesamte
Leveldesign, hier gibt es auf jeden Fall einen dicken Pluspunkt. Das besondere Wasser (als Symbol
der Seelenkraft) von EDEN spielt auch in Spiel direkt noch eine Rolle, gibt es doch neben der
Anzeige für Health auch eine solche für Wasser, welches man auch in kleinen Flakons aufsammeln
oder direkt aus den Quellen schöpfen kann und welches die Widerstandsfähigkeit und Ausdauer
von Julie erhöht. Ausserdem spielt es auch bei der Vernichtung des Endfuzzis eine grössere Rolle,
dem ich mich nicht unbedingt nur mit einem Stringtanga bekleidet gegenübersehen möchte.
Aber es gibt ja zum Glück auch noch Waffen, die Breite reicht von verschiedenen Schwertern (darunter
ein kultverdächtiges Kettensägenschwert!) bis hin zu klassischen Schiessprügeln wie Uzis oder
Raketenwerfer. Lustig ist die Schleuder, mit der man die auf EDEN herumhoppelnden Viecher betäuben
und fangen kann, was an einigen Stellen des Spieles äusserst hilfreich ist, auch wenn sich letztere
manchmal auch in kleine Monster verwandeln können und dafür dann doch besser mit einigen Schüssen
besänftigt werden sollten. Die Monster insgesamt sind auch recht lustig anzuschauen, von kleinen,
aber äusserst lästigen Mücken angefangen bis zu grösseren Robotern, die mit einem ganzen Waffenarsenal
ausgerüstet sind, welches sie netterweise an Julie ausprobieren wollen, sind jeweils einige
vorhanden. Insgesamt 40 verschiedene Gegner sollen angeblich im Laufe des Spieles auftauchen,
was ich allerdings nicht glauben kann, das waren nicht mal 20 meines Erachtens. Die Soundkulisse
ist gut, aber nichts Herausragendes, wobei die Musik natürlich dem Namen des Spieles alle Ehre
macht.
Den Schwierigkeitsgrad (seltsamerweise gibt es nur einen einzigen) empfand ich als nicht allzu
hoch, wobei ich eigentlich eher der Shooter-Freund bin und mich ewiges Rumgehopse über Steine
oder Abgründe genauso nerven wie Rätsel, die einen stundenlang vom Monsterkillen abhalten. Beides
hält sich aber hier erfreulicherweise in Grenzen bis auf ein oder zwei kniffligere Stellen kann
man das Spiel recht zügig und geradlinig durchspielen, allerdings, und hier kommen wir zum ersten
grösseren Minus: das Spiel ist viel zu kurz, echte Freaks spielen es sicher an ein oder zwei
Tagen durch. Also da hätte mehr sicherlich nicht geschadet.
Ausserdem fehlt ein Multiplayer-Mode völlig, wobei es da wohl ein Update geben soll. Noch schöner
wäre aber ein Coop-Modus, der dem Spiel sicher noch einige Impule geben könnte. Die Zwischensequenzen
wurden mit der Game-Engine gerendert, wobei es sich hier meist um die Zwiesprache mit verschiedenen
Personen handelt, wer darauf gehofft hat, Julie beim Umziehen beobachten zu können, den muss
ich leider enttäuschen. Mich wiederum hat es ein wenig enttäuscht, dass Ritual den besonderen
Humor aus SiN nicht in F.A.K.K.2 hinüberretten konnte, ich denke, da hätte sich bei der Story
und dem Thema doch einiges mehr machen lassen.
Insgesamt ein doch über weite Strecken unterhaltendes. schön anzuschauendes und recht kurzweiliges
Spiel, für mich eine Mischung aus Tomb Raider und Heretic 2, aber sicher nicht um Klassen besser
als vergleichbare Titel dieses Genres.
Plus: Graphik, Waffen, Musik, Julie Strain
eher Durchschnitt: Zwischensequenzen, Schwierigkeitsgrad
Minus: viel zu kurz, kein Multiplayer oder Coop-Mode, Julie Strain nicht nackt zu sehen (hui,
das reimt sich!)
Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines bereits auf der Site 'GUN' veröffentlichten
Reviews.
Geschrieben am 01.09.2000, Testkonfiguration: keine Angabe
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