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F.E.A.R. Extract. Point
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 | Info |
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| Autor | | 4 |
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| Gesamt (21 votes) | | 3+ |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.3 |
 |   | | 1.7 |
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| Team (2 votes, siehe hier) | 4+ |
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| Name: | F.E.A.R. Extraction Point |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Add-On |
| Release: | 2006/11 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Entwickler: | TimeGate Studios |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Hardware: | 1.7Ghz, 512MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 1800 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP/2000, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | ja |
| Serie: | ja |
| USK: | 18 |
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| F.E.A.R. Extraction Point (review von yak) |
Eigentlich keine guten Grundvoraussetzungen, sich das AddOn eines Games vorzunehmen, das
man nicht zu seinen sonderlichen Favoriten zählt. F.E.A.R.
ist zwar technisch ein höchst gelungenes Spiel geworden, doch gab es für mich viel zu viele
spielerische Ecken und Kanten, die ein echtes Spielvergnügen aufkommen ließen. Zuviel Wiederholungen,
immer die gleichen Gegnern, ein Raum ähnelt dem anderen und man kam sich fast ein wenig vor
wie in "Und täglich grüßt das Murmeltier!", wenn der Wecker die nächste Lagerhalle einläutete!
Die Horroreinlagen waren viel zu aufgesetzt und durchschaubar und gruselig wurde es dadurch
kaum. "Gruselig" waren da andere Dinge, wie die High-Tech Taschenlampe, die maximal 30
Sekunden leuchtet, um dann wieder angeschaltet werden zu müssen, so dass der Gegner eigentlich
schon geheime Morsezeichen vermuten konnte. F.E.A.R. sorgte zumindest dafür, dass man von Shootern
mit dem Szenario Lagerhallen und Büroräumen erst mal die Nase voll hatte, da konnte auch die
bisweilen sehr gute KI für mich nichts mehr rausreißen und machte das Spiel damit eher zu einem
Titel, bei dem man nichts verpasst hat, wenn man ihn nicht gespielt hat, von einer mitreißenden
Story einmal ganz zu schweigen. Die Graphik war toll, wenn auch sehr steril durch die ausschließliche
Innenraum-Architektur. Jedenfalls gab es phantastisch aussehende Zeitlupeneffekte. Aber das
sind keine Zutaten, die Spielspaß garantieren und außer ein paar gelungenen Fights habe ich
F.E.A.R. nicht als eine gelungene Unterhaltung in Erinnerung. Leider mehr als weit entfernt
von dem, was Monolith sonst mit Spielen wie Alien
vs. Predator 2, No One Lives Forever,
Blood 2 oder TRON 2.0 servieren konnte.
Scheinbar war FEAR aber erfolgreich genug, um es mit einem AddOn zu beglücken, das jedoch nicht
bei Monolith selber, sondern von den Timegate Studios realisiert wurde. Ob man es dort nun verstanden
hat, aus den Zutaten etwas Spannendes und Unterhaltsames auf die Beine zu stellen, soll unser
Review versuchen zu ergründen.
Technik
Die neue Engine von Monolith wurde selbstverständlich auch für das AddOn bemüht und zeigt,
immer noch sehr hardwarehungrig, was sie kann. Doch wie schon im Vorgänger beschränkt sich auch
das AddOn weitestgehend auf Innenräume bzw. kleinere Innenhöfe, von denen schon ein Baustellenvorplatz
zum größten Szenario zählt. Die Engine macht immer noch einen tollen Eindruck, was besonders
für die Zeitlupeneffekte gilt, wenn man die Luftverdrängung der durch die Luft fliegenden Projektile
sieht und die Gegner ihr Todesballett vollführen. Viel Neues gibt es aber nicht zu sehen. Vieles
aus dem Hauptprogramm wurde recycelt, bzw. wenn es neu ist, erkennt man den Unterschied selten,
denn Lagerhallen, Büroräume und Garagen stehen wieder mehr als ausreichend auf der Reiseroute.
Einen eigenständigen Look lässt das AddOn komplett vermissen, wenn man von den neuen unsichtbaren
Gegnern einmal absieht. Auch "Relikte" des Vorgängers sind wie immer noch vorhanden. Einige
Lampen sorgen zwar für dynamische Lichtquellen, lassen sich aber nicht zerstören und sind selbst
gegen Granaten immun. Viele Lichtquellen sind zudem lediglich normale Lightmaps - das konnte
selbst Splinter Cell vor Jahren schon
besser. Aufgemotzt wurde die Engine im Vergleich zum Vorgänger also scheinbar nicht. Dafür werfen
aber die Gegner zumindest ordentliche Schatten und man kann dies spieltechnisch ausnutzen, wenn
man in einer günstigen Position in Deckung steht und die Gegner an einer Lichtquelle vorbei
müssen, wird man durch ihren Schatten entsprechend vorgewarnt.
Der Sound ist dagegen höchst gelungen und die Ortung der Geräusche perfekt. Man kann einfach
mal in der Stille verharren, um an den Rundumgeräuschen zu erkennen, von welcher Seite sich
der Gegner nähert. Ansonsten knallt und rappelt es anständig im Karton. Die Sprachausgabe ist
gelungen, wenn auch die deutsche Fassung etwas lückenhaft ist und an vielen Stellen unübersetzter
englischer Originalton zu hören ist. Die musikalische Untermalung ist gut umgesetzt, wenn sie
auch an einigen Spielstellen zu aufdringlich erscheint, die wirklich nicht gruselig sind, hier
aber auf Teufel komm raus per treibendem Soundtrack versucht wird, eine solche Stimmung zu erzeugen.
Leider zu laut und aufdringlich, so daß ich als Musikfreund sogar den Ton etwas leiser gedreht
habe. Man kann sich das etwa so vorstellen, als ob man die Musik aus der Duschszene aus Psycho
ununterbrochen zu hören bekommen würde - irgendwann reicht es dann auch mal. Insgesamt aber
dennoch eine gute Vertonung.
Gespeichert werden kann überall, wobei das Spiel selbst an bestimmten Stellen Checkpointspeicherungen
anlegt. Der normale Schwierigkeitsgrad ist, wie schon im Vorgänger für geübte Spieler sicher
zu einfach, sie sollten vielleicht besser gleich eine Nummer schwerer spielen.
Gameplay
Was hat sich groß geändert? Die Antwort ist einfach: Nichts! Wer das Spielprinzip von F.E.A.R.
mochte, findet mit F.E.A.R. Extraction Point seine Offenbarung, sicher aber nichts spieltechnisch
Neues, wenn man vom Waffenschnickschnack absieht und unbedingt eine Laserkanone oder eine Minigun
sein Eigen nennen will. Spielerisch wirkt sich das aber so gut wie gar nicht aus und man spielt
praktisch wie gehabt, daher verweise ich an dieser Stelle für mehr Details auf das Review
zum Vorgänger. Als kurzes Fazit könnte ich die ca. 5 Stunden Spielzeit des AddOns in einem
Wort zusammenfassen: Langeweile. Hat schon der Vorgänger mit seinen immer wieder gleichen
Szenarien fast an meiner Geduldsgrenze gekratzt, perfektioniert das AddOn diesen Eindruck nun
vollends. Was den Spieler erwartet ist ein Durchforsten immer gleicher Szenarien. Eine Lagerhalle
folgt der nächsten, ein kleiner Gang, dahinter wieder ein Raum in dem drei Gegner warten, weiter
durch einen Gang in eine... richtig, Lagerhalle mit vier Gegnern, ein kleiner Innenhof mit 10er
Gegnerspawn, wenn der "sauber" ist, geht es weiter, entweder in eine Lagerhalle oder in ein
neues Szenario wie einer U-Bahn, die sich im Prinzip aber nur durch andere Kacheln unterscheidet
und sich generell identisch spielt. Man trifft wieder auf viele verbarrikadierte Türen, die
durch Kisten verschanzt sind, die selbst vor Granaten ihre Aufgabe stoisch weiter erfüllen und
man im wahrsten Sinne des Wortes einen Tunnelshooter vorfindet. Dabei erlaubt die Levelarchitektur
es noch weniger als im Vorgänger, dass man die Gegner KI fordernd angehen kann, dazu sind die
Lokalitäten und die Wege viel zu eingeschränkt. So stellt sich auch die Frage, ob die KI gut
ist oder es einfach nur ein paar gut geskriptete Szenen sind, wenn die Gegner Gegenstände umwerfen
oder unter einem öffnenden Rolltor hindurchkriechen, denn viel mehr Möglichkeiten haben sie
an diesen Stellen ohnehin nicht. Selten findet man etwas größere Handlunsgorte, in denen man
etwas taktischer vorgehen kann. Im AddOn sticht die Gegner KI nicht so hervor wie im Hauptspiel,
sie werfen zwar gekonnt Granaten und treffen zielsicher, aber nutzt man den Zeitlupeneffekt
für sich aus, sind sie alle ausgesprochenes Kanonenfutter. Es gibt zwar ein paar fiese gut gepanzerte
Gesellen, doch hier spoilert sich das Game selbst den Auftritt, denn um solche Gegner zu besiegen,
braucht man schon schlagkräftige Waffen und da man in F.E.A.R. Waffen nicht uneingeschränkt
tragen kann, findet man, welch Glück, zumeist vor einer solchen Stelle auch eine ordentliche
Wumme. Trifft man also unerwartet auf einen Raketenwerfer, kann man davon ausgehen, dass wenig
später ein kleiner Mech durch die Mauer bricht. Ein grandioses Beispiel von Selbstspoilerung
und unausgeglichener Gamebalance. Und so kämpft man sich dann weiter von einer Lagerhalle zur
nächsten und die so gut wie nicht vorhandene Story, dessen "interessanter" Plot nach jedem neuen
Level - wie bereits beim Vorgänger- durch eine "spannende" Texttafel weitergesponnen wird, wirkt
so mitreißend, dass man erst später merkt, dass die zu suchende Zielperson bereits tot ist und
eine der vielen Leichen war, durch deren Blut man gestapft ist. Und damit man auch noch dem
Horrorelement des Vorgängers gerecht wird, dürfen natürlich auch die Gruselmomente nicht fehlen.
Und hier auch gleich eine kleine Grundregel: Trifft man auf einen langen geraden Gang, an dessen
Ende eine Türe und eine Lampe baumelt, kann man zu 99% davon ausgehen, dass jetzt wieder die
kleine Gruselgöre erscheint - die restlichen 1 % bestehen übrigens aus dem Verlassen des
Levels. Das ist so berechenbar und ungruselig und wirkt noch viel aufgesetzter als beim Vorgänger.
Und so läuft man still und unbeteiligt den Gang ab und lässt den "Horror" über sich
ergehen, bis man wieder im richtigen Spiel ist. Ab und zu kommt noch mal Gevatter Fettel dazu
und ein paar Geister, die es abzuballern gilt, das war es aber dann auch. Das Spiel wäre insgesamt
ohne diesen aufgesetzten Horror besser drangewesen. Es ist alles andere als gruselig. Vielleicht
hätte man den Entwicklern einmal klar machen sollen, dass zu einer Grusel- oder Horroratmosphäre
auch eine ordentliche mitreißende Story gehört, damit man auch in die Story hineingezogen wird.
Es reicht eben nicht, den Krankenhausboden voll Blut zu besudeln und ab und zu mal einen Passanten
in einen Schacht zu schleppen. Wie sowas geht, zeigt das leider etwas untergegangene Cold
Fear in Perfektion.
Es gibt aber auch noch andere Dinge, die wirklich stören und so auch das einzig spielbare
Element des Games, den taktischen Kampf, einschränken. Warum kann man sich z. B. nicht unter
einem LKW Auflieger hindurchrobben, wenn der Platz dafür ausreichend erscheint? Hier muss man
genau dem vorgegebenen Weg der Entwickler folgen und hat wenig Spielraum für eigene Taktiken
(Was vielleicht auch das Gegner-KI Skripting erleichtert). Der mögliche Nahkampf wirkt sich
spielerisch so gut wie nicht aus, entweder man nutzt ihn, sollte man von einem Gegner überrascht
werden (was aber meist ohnehin tödlich endet) oder man legt es drauf an und lässt die Gegner
rankommen und erledigt sie dann, aber wer spielt schon wie Chuck Norris? Sinn macht es selten
und für den Nahkampf geeignete Gegner gibt es nicht. Sie werden alle besser mit einer Fernbehandlung
abgefertigt. Und noch etwas, was mir im Hauptprogramm gar nicht aufgefallen ist. Entweder hat
unser Held einen Witwenbuckel oder gehört zu Gimlis Armee, denn er kommt maximal mit dem Türknauf
auf Augenhöhe und kann gerade über einen Rollstuhl hinwegsehen, recht merkwürdige Proportionen
:-). Die Taschenlampe geht übrigens immer noch alle paar Sekunden aus! Prima, da hat man
schon absolutes Hightech-Equipment und bekommt es nicht auf die Reihe, vernünftige Akkus
zu verbauen, aber wenn die Akkus vom entsprechenden Hersteller sind, kann man sie vielleicht
ja als Sprengsatz nutzen :-). Und spätestens, wenn man von einer Explosion in einer U-Bahn
auf das Dach einer Hochgarage geschleudert wird (ohne Healthabzug!) geht auch noch der letzte
Happen "Realismus" flöten.
Multiplay
Entspricht genau dem kostenlos erhältlichen FEAR Combat.
Zensur
Die deutsche Version wurde zensiert und so hat u.a. die Nagelkanone weniger "Durchschlag"
;)
Fazit
Gemeines Review, oder? Stimmt! Es ist schon merkwürdig, wie ein Programm, das auf so hohem
technischen Niveau und mit viel Manpower dahinter einen so zwiespältigen Eindruck hinterlassen
kann. Wie eingangs schon erwähnt bin ich kein Fan vom Vorgänger, aber das AddOn setzt hier noch
einiges drauf und unterm Strich bleibt bei mir nur eines übrig: Langeweile, jedoch auf hohem
Niveau. Wenn man beim Spielen schon nach 30 Minuten keine Lust mehr verspürt, weiterzuspielen,
weil man sich sicher ist, dass man in den nächsten Räumen genau das Gleiche zu erwarten hat,
dann hängt das Gameplay wirklich schief. Generell basieren ja alle Genrespiele auf einem ähnlichen
Spielprinzip und variieren dieses innerhalb des Spielablaufes, aber bei F.E.A.R. Extraction
Point tendiert diese Entwicklung gegen Null. Alles ist so austauschbar und der erste Level spielt
sich wie der letzte, man hätte sie beliebig austauschen können, was u. a. auch an einer fehlenden
tragenden Story liegt. Übrig bleiben ein paar fordernde Kämpfe, aber wenn man es darauf anlegt,
kann man auch erneut das Hauptprogramm spielen. Das AddOn wäre vielleicht in Erwägung zu ziehen,
wenn es gemeinsam mit dem Hauptprogramm als Bundle erscheint. Ansonsten wirklich nur etwas für
Fans des Vorgängers.
Geschrieben am 13.11.2006, Testkonfiguration: Intel Dual Core E6600, Geforce 7950GT, 2GB RAM, Creative X-Fi Extreme
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