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F.E.A.R. 360
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
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| Gesamt (5 votes) | | 2 |
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| Name: | F.E.A.R. 360 - First Encounter Assault Recon |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2006/11 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Entwickler: | Monolith |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | Xbox360 |
| System: | Xbox360 |
| Multiplay: | Xbox Live |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | ja |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | Bonusmission und 5 Instant-Action-Missionen.auch für PC, PS3 |
| USK: | 18 |
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| F.E.A.R. 360 - First Encounter Assault Recon (review von nali_warcow) |
Mit First Encounter Assault Recon, kurz F.E.A.R., brachte Monolith Ende 2005 einen Shooter
auf den PC, der sich neben Büro- und Lagerräumen in allen Variationen vor allem durch eine wirklich
gelungene KI vom Shooter-Einheitsbrei unterscheiden konnte. Mit reichlich Verzögerung veröffentlichte
Sierra Ende 2006, also gut ein Jahr später, eine Fassung für die Xbox 360. Übernommen wurde
die Portierungsarbeit bei den Day 1 Studios, die Xbox Spieler schon von den beiden MechAssault
Titeln her kennen sollten. Die Fassung für die Playstation 3 wird im März 2007 erwartet. Wie
sich die Konsolenfassung im Vergleich zum PC Vorbild schlägt, welche Änderungen vorgenommen
wurden, wie gut die Portierung gelungen ist und welche Qualität der Bonuslevel hat, soll das
folgende Review klären.
Eine Frage der Version
Als Testgrundlage für dieses Review diente die offizielle deutsche Version von FEAR. Die,
wie auch schon die PC Fassung, zensiert wurde. Blutige Bodenfliesen, blutverschmierte Charaktere
und Skelette verbrannter Soldaten sind zwar im Spiel, doch bei Treffern ist kein Tropfen Blut
bei den Feinden zu sehen. Außerdem wurden sämtliche Zerstückelungen, beispielsweise nach einem
direkten Shotguntreffer, entfernt. In beiden Fällen mag man durchaus sagen, dass so eine Darstellung
nicht wichtig ist und getrost aus dem "Killerspiel" geschnitten werden könnte, doch machen
sich diese Änderungen massiv im Gameplay bemerkbar. Im Kampf ist es somit deutlich schwerer
zu erkennen, ob der Feind getroffen wurde und statt in Einzelteile zu zerplatzen verschwinden
die besiegten Gegner im gleichen Augenblick, was im Kampf doch sehr störend ist und einen eher
irritiert. Wenn die Sprache der Konsole auf Englisch umgestellt wird, bringt dies auch keine
Änderung und es werden dann nicht einmal englische Texte angezeigt und auf die Originalsprecher
müssen deutsche Spieler verzichten.
Was erwartet einen?
Was erwartet aber nun den Konsolenkäufer mit der Xbox 360 Version von F.E.A.R.? Immerhin
gab es für Windows-Spieler ja vor kurzem schon das erste AddOn.
Hier muss ganz klar gesagt werden, dass bei der Portierung gespart wurde. Die Next-Gen-Konsolen
bekommen nämlich lediglich - mit einem Jahr Verspätung - das Hauptspiel für etwa 60€. Große
Überraschungen erwarten den Spieler dabei nicht. Levellayout, Gegner und "Schockmomente" (Wobei
diese nicht unbedingt jeden Spieler schocken werden) stimmen 1 zu 1 mit der PC Version überein.
Ein Kauf lohnt sich somit lediglich für Spieler, die F.E.A.R. noch nicht gezockt haben. Da es
wenig Sinn machen würde Gameplay und Leveldesign doppelt zu beschreiben sei an dieser Stelle
ausdrücklich auf das Review zur PC Fassung
hingewiesen, in welchem diese Punkte detailliert durchleuchtet werden. Auch auf der Konsole
bietet F.E.A.R. actionreiche und fordernde Kämpfe gegen die KI in den unterschiedlichsten Büro-
und Lagerräumen. Als kleinen Bonus bekommen die Konsolenspieler außerdem einen zusätzlichen
Level spendiert. Dieser wurde allerdings nicht direkt in die Kampagne eingebunden, sondern kann
nach dem ersten Durchspielen aus dem Hauptmenü heraus in Angriff genommen werden. Nach dem Start
stellt sich hier jedoch schnell Ernüchterung ein. Der Zusatzcontent entpuppt sich als schlichte
Neugestaltung einer Levelpassage aus "Interval 5: Bishop". Als einfacher Soldat, ohne Slowmotion-Fähigkeiten,
ist es die Aufgabe, Bishop zum Dach des Gebäudes zu eskortieren, was reichlich unspektakulär
ausfällt. Die Räume sind bekannt und lediglich einige etwas anders platzierte Gegner wollen
den Spieler ans Leder. Enttäuschend natürlich auch, dass der Spieler schon vor dem Start der
Aufgabe weiß, wie die Rettungsaktion ausgehen wird, da man dies im Hauptspiel bereits miterlebt
hat. Neu sind auch die fünf Instant-Action-Missionen in der Konsolenfassung, die jederzeit in
Angriff genommen werden können. Hierbei handelt es sich um fünf Levelpassagen des Hauptspiel,
die der Spieler unter Zeitdruck erneut in Angriff nehmen kann. Das Besondere daran ist die Neuverteilung
der Gegner und ein insgesamt deutlich höherer Schwierigkeitsgrad. Die Feinde sind extrem stark
und es gibt keinen Checkpoint im Abschnitt. Stirbt der Spieler, dann ist die Mission verloren.
Am Ende gibt es jeweils eine detaillierte Auswertung über die Anzahl der ausgeschalteten Gegner,
Zielgenauigkeit, etc. und eine daraus errechnete Punktzahl. Entsprechende Bestenlisten gibt
es über Xbox Live. Als Zusatz sind die Missionen sicherlich eine nette Sache und durchaus eine
Herausforderung für Fans, aber warum gibt es nur fünf Level? Wenn schon schlichtes Levelrecycling
betrieben wird, dann hätten es doch auch einige Abschnitte mehr sein können.
Für einen vollständigen Mehrspielermodus hat es bei der Portierung auch nicht gereicht. Splitscreen
wurde genauso wie ein LAN / Systemlink-Modus ausgelassen. Über Xbox Live ist es jedoch möglich
gegen und mit anderen Mitspielern in den Kampf zu ziehen. Zur Auswahl stehen die unterschiedlichsten
Spieltypen vom simplen Deathmatch über Capture the Flag bis hin zu Eliminierung und Zeitlupenspielen.
Dafür stehen eine Hand voll Karten für 2- 16 Spieler zur Auswahl. Der Host kann außerdem die
Renngeschwindigkeit bestimmten, die Waffen einschränken und Limits festlegen. Wer online spielen
will, sollte allerdings auch gleich dafür sorgen, dass die Freunde ebenfalls F.E.A.R. besitzen,
da kaum Server zu finden sind.
Wie spielt es sich?
Die interessanteste Frage wird für Konsolenspieler sein, wie sich die Umsetzung mit dem Gamepad
steuern lässt. Ein Shooter kann noch so schön aussehen oder die originellsten Gameplayelemente
haben, wenn die Steuerung ein Griff ins Klo ist, dann kommt meist nur wenig Spaß auf. Bei F.E.A.R.
ist es glücklicherweise nicht so schlimm. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit geht die Steuerung
recht gut von der Hand. Die Bewegung des Helden erfolgt shootertypisch mit dem linken Stick,
während der rechte den Blickwinkel verändert und somit zum Anvisieren der Gegner gedacht ist.
Feuer, Granatenwurf, Waffenwechsel und Slowmotion liegen auf den Triggern und Schultertasten,
während Springen, Zuschlagen, Medipack und Interaktion (Benutzen / Waffenwechsel) auf den normalen
Buttons untergebracht sind. Ducken und Avisieren liegt auf den Sticks und das Steuerkreuz ist
für links/rechts lehnen sowieso die Taschenlampe und den Granatwechsel zuständig. Insgesamt
macht die Tastenbelegung einen sehr durchdachten Eindruck und spielt sich auch ein wenig besser
als auf dem PC, da man die ganzen Möglichkeiten "besser im Griff hat". Es hapert jedoch ein
wenig in Sachen Charakterbewegung und Anvisierung des Ziels. Sowohl der Charakter, als auch
das Fadenkreuz bewegen sich bei leichter Stickbewegung eher ruckartig und feines Anvisieren
ist nur mit Mühe möglich. Gerade am Anfang ist diese "Ungenauigkeit" ein merkliches Ärgernis,
doch nach ein oder zwei Leveln hat man sich erstaunlich schnell daran gewöhnt und die Steuerung
geht gut von der Hand und der normale Schwierigkeitsgrad war damit kein wirkliches Problem.
Mit geschicktem Einsatz der Zeitlupe sank die Anzahl der mitgeschleppten Medipacks nie unter
sieben Stück. Einsteiger sollten somit mit dem noch leichteren Schwieirigkeitsgrad keine großen
Probleme haben. Obwohl es in der Konsolenfassung kein Quicksave gibt, sind die Checkpoints fair
und zahlreich vorhanden. Damit dies auf der Konsole jedoch möglich ist, haben die Entwickler
bei der Portierung ein klein wenig an den Gegner KI und insbesondere deren Reaktionsgeschwindigkeit
geschraubt. Die Gegner reagieren durchweg eine Spur langsamer, so dass der Spieler auch mit
dem Gamepad (und Slowmotion) ausreichend Zeit hat, diese zu erwischen. Trotz allem ist F.E.A.R.
jedoch auch auf der Xbox 360 ein schneller und herausfordernder Shooter geblieben. Die Freude
am Spiel wird jedoch ein klein wenig durch das umständliche Aufsammeln von Waffen und Items
zerstört. Hier sind die "Kollisionszonen" mit den Objekten viel zu eng ausgelegt. Teilweise
müssen die Objekte genau anvisiert werden, damit sie dann über die Benutzentaste aufgenommen
werden können. Da wäre es wünschenswert, wenn die Items sich leichter durch simples Darüberlaufen
aufnehmen lassen würden. Viel zu leicht rennt der Charakter wenige Zentimeter daran vorbei und
muss sich dann erst umdrehen und auf dem Boden nach der genauen Position der Waffe suchen. Auch
Leitern lassen sich nur mit viel Feingefühl anvisieren und "benutzen".
Wie alle anderen Xbox 360 Spiele auch, kann der Zocker bis zu 1000 Punkte für seinen Gamerscore
sammeln. Allerdings ist die Aufteilung nicht so sonderlich gelungen. Nach einem ganz normalen
Durchspielen hat der Zocker gerade einmal etwa 60 der 1000 Punkte. Mehr Punkte gibt es insbesondere
für besondere Leistungen im Mehrspielermodus. Den größten Anteil hat hierbei die Auszeichnung
das Spiel beendet zu haben, ohne auch nur ein Mal zu sterben. Stirbt der Spieler somit kurz
vor dem Endgegner, dann heißt es wieder Start in Level 1. Wichtig ist es an dieser Stelle außerdem
auf eine sehr unschöne Übersetzung bei den Auszeichnungen hinzuweisen. Einige Auszeichnungen,
wie etwas das Beenden der Kampagne ohne zu sterben, kann der Spieler auf einem beliebigen Schwierigkeitsgrad
freischalten. Aus "Complete the Campaign on any difficulty without dying." wurde jedoch
"Schließ die Kampagne in jedem Schwierigkeitsgrad ab, ohne getötet zu werden", was doch
leicht irreführend ist. Für so manche Auszeichnung wäre es auch ganz hilfreich gewesen, einen
Counter zu haben oder zumindest nachsehen zu können, wie weit man vom Ziel entfernt ist (beispielsweise
beim Aufsammeln aller Booster- und Reflex-Updates) oder in welchem Level man einen Gegner übersehen
hat, um alle Feinde erwischt zu haben.
Die technische Umsetzung
Die technische Umsetzung vom PC auf die Xbox 360 ist nicht sonderlich spektakulär ausgefallen.
Insgesamt wurde das Spiel vom Layout und dem Spielablauf her identisch auf die Xbox übertragen.
Bei den Texturen sind allerdings durchweg Unterschiede im direkten Bildvergleich auszumachen.
Auf der Konsole sind alle Texturen eine Spur schlechter aufgelöst und wirken eher wie die "mittlere
Detailstufe". Vermutlich wollten die Entwickler einfach die Ladezeiten ein wenig kürzen und
da der Spieler bei der Konsole, respektive dem Fernseher, ein wenig weiter von der Mattscheibe
entfernt sitzt, werden diese Änderungen nicht sonderlich groß auffallen. Nachladeruckler, wie
sie auf einem PC mit 1 GB Speicher häufig vorkamen, waren in der Konsolenversion nicht zu bemerken.
Auf die Ladezeiten wirkt sich das positiv aus. Obwohl das Spiel von DVD geladen wird, ist die
Konsole beim ersten Laden eines Levels gut 50% schneller als ein PC, der das Game von HDD startet.
Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Festplatte vorhanden ist oder nur mit Memorycard gespielt
wird. Ein Reload des letzten Checkpoints ist auf beiden Systemen in zwei bis drei Sekunden abgeschlossen.
In Verbindung mit den Zensierungen in der deutschen Version, in der die Gegner ausgeblendet
werden, bevor der Körper zerstückelt wird, gibt es allerdings kuriose Grafikfehler. So fehlen
die Überreste des Gegners, aber der Schatten, den der "halbe Körper" noch wirft, wird angezeigt.
Für zwei kleine Änderungen hat es außerdem noch bei der Konsolenumsetzung gereicht. So wurden
die Lichteffekte ein wenig verbessert und die Ausleuchtung sieht einen Tick besser aus. Außerdem
wurden die Einschusslöcher in den Wänden verbessert und sehen nicht mehr ganz so sehr nach einer
groben Bitmap aus. Weggefallen ist die Möglichkeit des freien Speicherns und ein Reload des
letzten Checkpoints gibt es leider auch nicht im Spielmenü. Hier muss der Zocker den Umweg über
das Hauptmenü nehmen und das gespeicherte Spiel fortsetzen. Dafür lassen sich alle frei geschalteten
Abschnitte (und Unterabschnitte) aus dem Hauptmenü der Kampagne erneut in Angriff nehmen. Beim
Sound nehmen sich beide Systeme nichts. Allerdings vermisst man in der Konsolenversion die optionalen
Untertitel, was insbesondere deswegen ärgerlich ist, da die Audiolautstärke der einzelnen Sprachnachrichten
erheblich schwankt.
Meinung
Wie ich schon der Zweitmeinung
zum PC-Review geschrieben hatte, konnte mich F.E.A.R. nicht besonders begeistern. Neben ansehnlicher
Grafik und gelungener KI war der Rest irgendwie ein wenig eintönig und lieblos. Hier macht die
Xbox 360 Fassung leider nichts anders. Die Story wird auch beim Port nur nebenbei angedeutet
und grafisch ist das Spiel nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, um mit aktuellen Titeln mithalten
zu können. Nach einer kurzen Eingewöhnung ging die Steuerung dann doch erstaunlich gut von der
Hand, trotz des kleinen Mankos beim Zielen. Die einzelnen Schwierigkeitsgrade sind recht ordentlich
ausbalanciert und F.E.A.R. lies sich sehr angenehm spielen. Im Gegensatz zum PC hat mir das
eigentliche Spiel 'ne Ecke mehr Spaß gemacht, zumal es wunderbar lief (kurze Ladezeiten und
keine Ruckler). Unter den Gesichtspunkten hätte ich mich fast zu einer 2 durchringen können.
Aber für etwa 60€ nur das ein Jahr alte Hauptspiel ohne AddOn anzubieten, ist dann doch etwas
wenig. Shooterfreunde können zum Budgetpreis jedoch guten Gewissens einen Blick riskieren. Wer
sich gruseln will, der sollte sich lieber Condemned
kaufen.
Geschrieben am 04.02.2007, Testkonfiguration: Xbox360
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