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F.E.A.R. Files
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 | Info |
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| Autor | | 4+ |
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| Gesamt (5 votes) | | 3 |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.2 |
 |   | | 1.7 |
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| Name: | F.E.A.R. Files |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2007/11 |
| Publisher: | Sierra |
| Entwickler: | Third Law |
| Hardware: | Xbox360 |
| System: | Xbox360 |
| Multiplay: | Xbox Live |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | ja |
| USK: | 18 |
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 | | Herstellerscreens |
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Mit einiger Verspätung erschien vor etwas über einem Jahr der Shooter "First Encounter Assault
Recon", kurz F.E.A.R., auch für die beiden Next-Gen-Konsolen aus dem Hause Microsoft
und Sony. Das Ergebnis war allerdings
ein wenig ernüchternd. Gerade die Playstation 3-Version hinkte doch sehr hinterher. Zudem bekamen
die Käufer zum Vollpreis (zum damaligen Zeitpunkt) lediglich ein etwa 12 Monate altes Spiel.
Warum fairerweise das AddOn nicht integriert war, darüber konnten die Spieler nur grübeln. Doch
Ende 2007 hatte das Rätseln ein Ende. Zusammen mit dem zweiten AddOn für den PC (Perseus Mandate)
bekommen Konsolenspieler ein Addon-Doppel spendiert, welches zum Vollpreis verkauft wird. Zugreifen
oder warten? Was haben die Entwickler in den 12 Monaten Entwicklungszeit gemacht und was hat
sich im Vergleich zum Hauptspiel geändert? Das Review verschafft Klarheit. Der folgende Test
basiert auf der deutschen Xbox 360-Version, die jedoch inhaltsgleich mit der Version für Sonys
Playstation 3 identisch ist. PC-Spieler können die beiden AddOns, die auf der Konsole unter
dem Namen "F.E.A.R. Files" vermarktet werden, auch einzeln kaufen. Natürlich sind die deutschen
Versionen von F.E.A.R. wieder einmal geschnitten, allerdings gibt sich die Xbox nun ein wenig
blutiger und nähert sich der Playstation-Version vom Hauptspiel an. Sprich, der Spieler bekommt
nun ein wenig Blut zu sehen, wenn er das Gegenüber trifft, was im Kampf doch eine wertvolle
Hilfe ist. Auch Deko-Blut an Böden und Wänden ist in der deutschen Version vorhanden. Allerdings
wurden Schadenstexturen entfernt und das Abtrennen von Gliedmaßen ist in der deutschen Version
nicht möglich.
Mehr Furcht…
Handlungsmäßig hat sich auch bei F.E.A.R. Files nichts geändert und baut überwiegend auf
dem auf, was die Spieler kennen und schätzen (oder hassen) gelernt haben. Die Erweiterung "Extraction
Point" knüpft dabei direkt an das Ende vom Hauptspiel
an. Während im Hintergrund eine gewaltige Explosion zu sehen ist, hat es der "Held" gerade noch
zum Helikopter geschafft. Allerdings verläuft nicht alles nach Plan und wenig später stürzt
der Vogel im nächstbesten Gebäude ab. Ganz auf sich allein gestellt gilt es sich wieder durch
allerlei Gegner zu ballern und die Flucht bis zum Extrahierungspunkt zu meistern. Ein wenig
anders sieht es in der Perseus Mandate-Kampagne aus. Hier schlüpft der Spieler nicht in die
bekannte Rolle des Supersoldaten, sondern kämpft sich als Mitglied einer anderen FEAR-Truppe
durch Gebäude, Büroräume und Lagerhallen, wobei die Handlung parallel zu den Ereignissen vom
Hauptprogramm spielt. Die Art und Weise, wie dem Spieler die "Geschichte", wenn man diese überhaupt
als solche bezeichnen kann, näher gebracht wird, hat sich nicht geändert. Ab und zu gibt es
an einigen Schlüsselstellen kurze Zwischensequenzen, die Vorgesetzen oder Begleiter geben Status-
oder Infomeldungen und es dürfen Anrufbeantworter abgehört werden, um mehr über die Geschehnisse
zu erfahren. Auch wieder enthalten sind kurzzeitige "Szenenwechsel", in denen sich die Umgebung
ändert, geisterhafte Gestalten durchs Bild huschen und der Versuch unternommen wird, ein wenig
Horror-Atmosphäre zu schaffen. Allerdings hängt dies, wie auch schon beim Hauptspiel, merklich
vom Spieler ab, wie gut diese Schock- und Gruselmomente greifen. Manche Leute erschrecken sich
ungemein, andere - wie der Schreiber dieser Zeilen - öden die immer wieder gezwungenen Pausen
ein wenig an, da die Stellen nicht wirklich gruselig, sondern vorhersehbar und sehr fragmentarisch
gehalten sind.
Neue Missionen, Waffen und Feinde
Zum Inhalt von Extraction Point gibt es nicht sehr viel zu sagen, was nicht schon im Review
zur PC-Version aufgezählt wurde. Nach dem Absturz des Helikopters ballert sich der Spieler
durch einige neue Schauplätze, wobei sich am grundlegenden Gameplay wenig geändert hat. Die
Schauplätze sind ähnlich aufgebaut, wie im Hauptspiel. Der Spieler läuft also wieder durch zahlreiche
große und kleine Räume, welche mit Durchgängen verbunden sind. Beim Durchlaufen der schlauchartigen
Level gibt es nicht nur bekannte Örtlichkeiten, wie Büro- und Lagerräume in den unterschiedlichsten
Variationen zu sehen, sondern auch einige frischere Schauplätze, wie unterirdische Tunnel oder
ein U-Bahn-System. Zusätzlich beinhaltet das AddOn auch neue Waffen, wie beispielsweise eine
sehr wirkungsvolle Minigun, womit sich auch große und dicke Brocken, etwa Kampfroboter, gut
besiegen lassen. Neben neuen Replica-Soldaten führt das AddOn auch automatische Geschütztürme
ein, die am Boden oder Wänden angebracht werden können und alle Feinde automatisch aufs Korn
nehmen. Leider ist der Spaß jedoch nicht sonderlich lang und im normalen Modus hat man nach
etwa fünf bis sechs Stunden das Ende gesehen, welches leider ohne Bosskampf auskommen muss und
lediglich eine heranstürmende Horde an Gegnern zu bieten hat. Was macht nun das zweite AddOn
anders oder neu? Im Grunde eigentlich sehr wenig. Auch in "Mission Perseus" haben sich die Entwickler
kaum vom grundlegenden Spielkonzept von F.E.A.R. gelöst. Der Spieler arbeitet sich noch immer
von einem Räum zum nächsten vor, beseitigt die - teils per Script - eingestreuten Gegner(wellen)
und versucht lebend den Levelausgang zu erreichen. Schon gleich zu Beginn zeigt das AddOn, dass
der Spieler nicht mehr ganz allein durch die Level muss. Immer wieder stehen dem Helden die
beiden Begleiter des 2. F.E.A.R.-Teams zur Seite. Allerdings sind die CPU-Kollegen eher eine
nette Geste und keine brauchbare Unterstützung. Im Kampf lenken sie die Feinde ein wenig ab,
die Hauptarbeit bleibt jedoch beim Spieler hängen. Dadurch wird im ersten Drittel des AddOns
die große Schwäche der neuen Kampagne ein wenig ausgeglichen: die Optik. Die F.E.A.R.-Engine
ist inzwischen nicht nur in die Jahre gekommen, sondern sie besteht teilweise nur aus lauter
tristen und detailarmen Texturtapeten. So spannend es ist von einem Kampfroboter durch ein Gebäude
gejagt zu werden oder sich mit unbekannten Feinden eine Straßenschlacht zu liefern, wenn die
ganze Umgebung nur eine öde Kulisse aus grau und braun ist, geht die Motivation doch ein wenig
in den Keller. Untypisch für F.E.A.R. haben die Entwickler auch recht wenig Schockmomente bzw.
potentielle Schockmomente eingebaut. Erst gegen Ende wird wieder verstärkt auf mysteriöse Geräusche,
Erscheinungen und Leveländerungen gesetzt. Doch dafür hat das AddOn spielerisch ein wenig mehr
zu bieten und setzt den Schwierigkeitsgrad auch einen Tick höher an. Aber auch die neuen Gegner,
in Form von Söldnern und besonders gemeinen "Nightcrawlern", die es in unterschiedlichen Varianten
gibt und die sich nicht nur unsichtbar, sondern auch wie der Spieler Zeit manipulieren können,
machen das Überleben nicht leichter. Zudem lauert auch noch Gefahr aus dem Untergrund. Wer zu
sorglos durch die Levels rennt und dunkle Stellen in Tunneln unvorsichtigerweise berührt, wird
von Schattenwesen nach unten gezogen. Erfreulicherweise hat es wenigstens im zweiten AddOn für
einen kleinen Bosskampf gereicht, der kurz vor Ende der etwa sechs bis acht Stunden Spielzeit
ausgetragen wird. Um den Feinden nicht ganz so hilflos ausgeliefert zu sein, darf der Spieler
auch im zweiten AddOn auf neue Waffen zurückgreifen, wie ein Granatwerfer, Laser-Karabiner und
eine Lichtbogenwaffe. Ansonsten gibt es zum "Missionpack" wenig zu sagen. Die Optik und Performance
ist unverändert und auch die Steuerung ist noch genau so, wie sie im Hauptspiel. Das bedeutet
noch immer steuert sich der Held ein klein wenig unpräzise, aber nach einer Eingewöhnungsphase
kommt man damit gut klar. Die Maps sind schnell geladen und ein Zurücksetzen zum letzten Checkpoint
(Auf der Konsole gibt es kein freies Speichern) ist eine Sache von ein / zwei Sekunden.
Neben der Einzelspielerkampagne können sich die Spieler auch in "F.E.A.R. Files" wieder im
Mehrspielermodus austoben, der über Xbox Live bis zu 16 Spieler unterstützt. Aber auch die aus
dem Hauptspiel bekannten "Instant Action"-Einsätze sind wieder mit dabei. Auf insgesamt acht
Karten, die auf Levelabschnitten der Kampagnen basieren, kann sich der Spieler dem Zeit- und
Gegnerdruck stellen. Hier gilt es nicht nur schnell zu sein, sondern auch ohne zu sterben (Es
gibt keine Checkpoints) durch den Abschnitt zu kommen. Zu guter Letzt wurden in F.E.A.R. Files
auch noch die Achievements für Xbox 360-Spieler besser verteilt und gewichtet.
Meinung
Und was bleibt am Ende übrig? Zwei Erweiterungen, die zum Vollpreis verkauft werden und auf
einer Engine basieren, die inzwischen auch optisch merklich in die Jahre gekommen ist. Gut,
Handlung und Gruselelemente waren bei F.E.A.R. schon immer Geschmackssache, aber auch das Gameplay
nutzt sich stark ab. Echte Neuerungen sind Mangelware und die KI-Begleiter ein zaghafter Verbesserungsversuch.
Irgendwie hat man das Gefühl - auch in neuen Schauplätzen - dies alles schon einmal erlebt zu
haben. Aber dafür ist die Action sehr solide, die KI spielt noch immer in einer gehobenen Liga
und Mission Perseus beinhaltet einige nette Idee. Für über 50€ bietet das Gamesamtpaket daher
einfach ein zu schlechtes Preis-Leistungsverhältnis und wirkt technisch ein wenig unmotiviert
umgesetzt, so dass primär beinharte F.E.A.R.-Fans zugreifen sollten. Alle anderen sollten mindestens
den Rutsch ins Budget-Segment abwarten und sich bis dahin mit anderen Titeln, wie Condemned
oder The Darkness gruseln.
Geschrieben am 28.01.2008, Testkonfiguration: Xbox360
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