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Fire for Effect
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 2 |
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| Gesamt (4 votes) | | 3+ |
 |   | | 2.6 |
 |   | | 2.3 |
 |   | | 1.7 |
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| Name: | Fire for Effect - CT Special Forces |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2005/04 |
| Publisher: | Hip Games |
| Entwickler: | Asobo Studios |
| Hardware: | 1Ghz, 128MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 3500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Gamepad |
| Sprache: | Multilingual |
| zensiert: | nein |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | nur DVD, auch PS2, Xbox |
| USK: | 16 |
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| Fire for Effect - CT Special Forces (review von nali_warcow) |
Ne kleine Umfrage mal als Auftakt. All diejenigen Leser dieses Textes, die Half
Life 2, FarCry oder Doom
3 kennen bzw. davon gehört haben, heben bitte mal die Hand. Danke, sind ja fast alle. Nun
heben bitte alle die Hand, die CT Special Forces: Fire for Effect kennen. Hm, scheinbar kaum
einer. Um das mal zu ändern, sollte man sich mal das folgende Review durchlesen. So schlecht,
wie es in der Presse gemacht wird, ist es im Vergleich zu genannten Konkurrenz nicht.
Das Spiel wird zum Release als Mid Price Titel in der bekannten DVD Standardverpackung als
DVD-only-Version vermarktet. Lästiges Wechseln der Disks bei der Installation entfällt und zur
Wahl stehen unterschiedliche Sprachen (Deutsch, Englisch, etc.). Zusätzlich gibt es ein knappes
Handbuch, welches auf wenigen Seiten die Installation, Hintergrundinfos, Steuerung und Optionen
erklärt.
Altbekannte Story
Der Terrorismus geht in eine weitere Runde. Zwar hat die Elite-Anti-Terroreinheit der Welt
gerade erst die größten Kartelle beseitigt und dank dem Super-Computer "Thesis" eine sehr gute
Vorhersage und Planung bezüglich terroristischer Aktivitäten, doch so ganz will sich der
Weltfrieden noch nicht einstellen. Während die Politik darüber nachdenkt die Rechenpower vielleicht
für andere Zwecke zu nutzen kommt es zu neuen Anschlägen. Diese anfangs scheinbar wahllosen
Angriffe entwickeln sich jedoch im weiteren Verlauf zu einer großen Bedrohung. Um diese zu neutralisieren
setzt die Einsatzleitung auf die beiden Spezialisten Owl und Raptor und es liegt am Geschick
des Spielers, die Welt mal wieder zu retten. Zugegeben, das Thema "böse Terroristen" ist inzwischen
fast genauso ausgelutscht wie WW2 Themen, doch zumindest wird diese recht nett erzählt, wenn
gleich große Überraschungen kaum vorhanden sind. Am Anfang und Ende einer Mission gibt es meist
eine kurze Zwischensequenz, welche die Level miteinander verbindet. Was jedoch überhaupt nicht
gelungen ist, ist das Ende des Spiels. Sowohl der Kampf als auch der Abspann werden lediglich
vom Schriftzug "Ende" bei Medal of Honor
übertroffen.
Infiltration und Ballern
In die Basis hat es Owl inzwischen geschafft. Nun gilt es nur noch den Wissenschaftler zu
finden. Vorsichtig späht der Held um die nächste Ecke. Am Ende des Ganges stehen zwei Wachen,
die jedoch nicht gerade sehr wachsam sind und somit leichte Beute werden. Zwei Headshots mit
dem Sniper später ist der Weg frei und die gesuchte Person ist bald darauf gefunden. Leider
klappt jedoch nicht alles ganz nach Plan und die alarmierten Wachen kommen schon angelaufen,
während die Zielperson flieht. Owl kümmert sich am Besten erst mal um die Gegner. Der Kampf
ist kurz und heftig, doch dann kann es weitergehen. Um sich besser zu bewegen wird einfach schnell
die Tarnvorrichtung des Anzugs eingeschaltet und als unerkannter Schatten nimmt der Spieler
die Verfolgung auf. Die einzeln oder zwei zweit rumstehenden Gegner werden leise umgangen oder
im Nahkampf unschädlich gemacht. Schließlich ist der Kerl geschnappt und es beginnt die Flucht
aus diesem Bereich. Wobei glücklicherweise Kollege Raptor schon mit einem Luftkissenboot inklusive
Bordkanone am Ausgang auf die beiden wartet. Durch die Sümpfe geht es nun zurück. Während der
Fahrt werden alle möglichen Bedrohungen wie Gegner am Rand, die mitunter mit Raketenwerfer bewaffnet
sind, Wassermienen und einige Hubschrauber möglichst schnell durch Dauerfeuer beseitigt. Nach
einer halsbrecherischen Fahrt erreicht das Team schließlich mit einem ramponierten aber schwimmenden
Gefährt den Abholpunkt der Mission.
2 Spezialisten räumen auf
Nach der Erstellung eines Profis geht es dann auch gleich mit der ersten von insgesamt 26
Missionen los. Noch wiegen sich alle in Sicherheit und Raptor und Owl absolvieren zwischenzeitlich
einen Trainingskurs. Die beiden Abschnitte dienen dazu, dass der Spieler mit beiden Spezialisten
und deren Möglichkeiten vertraut wird. Doch dann ruft auch schon der erste Auftrag: Es gilt
ein von Terroristen gekapertes Schiff wieder unter Kontrolle zu bringen. Hier bemerkt man dann
schon recht bald, dass einfaches wildes Drauflosstürmen nicht zwingend zu Erfolg führen muss.
Raptor ist zwar ein Mann fürs Grobe, doch unendlich viele Treffer verkraftet er auch nicht.
Daher gilt es immer möglichst in Deckung zu gehen, um nicht die volle Ladung Blei abzubekommen.
Deckung kennt man aus eigentlich jedem Spiel, doch bei Fire for Effect wurde dies nun endlich
auch mal steuerbar umgesetzt. So kauert der Held an einer Ecke, hinter einer Kiste, etc. und
kann nun auch in diesem Modus zielen. Das bedeutet Raptor feuert z. B. über den Kopf über die
Kiste oder gibt einige schnelle Schüsse um die Ecke ab. Zwar ist die Treffergenauigkeit nicht
ganz so hoch, doch der Charakter ist sehr gut geschützt. Während bei Raptor Schäden auf den
Energieschild gehen, den man an Stromkästen wieder aufladen kann, geht Owl da deutlich leiser
vor. Gerade weil er auch weniger Treffer aushält ist hier mehr bedächtiges Vorgehen gefragt.
Dazu kann sich Owl zum einen per Knopfdruck tarnen und schleicht dann fast unsichtbar herum.
Zusätzlich gibt es auch vier unterschiedliche Sichtmodi. Die Nachtsicht beispielsweise ist nicht
nur was für dunkle Räume, sondern damit können auch auf dem Boden befindliche Minen geortet
werden, was man im Spiel selbst leider nur an einer Stelle braucht. Neben einer ebenfalls aus
Splinter Cell bekannten Thermalsicht
gibt es auch noch einen Sonarmodus. Dieser ermöglicht es, dass der Spieler kurzzeitig Objekte
durchleuchtet. So kann sehr gut gesehen werden, ob z. B. hinter einem dünnen Objekt oder Tür
ein Gegner steht, sich ein Schalter irgendwo versteckt oder eine Kiste einen Gang versperrt.
Gerade dieser Modus bietet sehr schöne Möglichkeiten, muss jedoch im Spiel eigentlich nie genutzt
werden. Ebenfalls eine sehr nette Spielerei sind positive und negative "Magneten", die Owl "auslegen"
kann. So können kurzzeitig alle großen und kleinen Objekte im Umkreis angezogen oder weggestoßen
werden. So mancher verbarrikadierte Gang hinter einer Kiste lässt sich dadurch offenlegen. Ansonsten
greifen beide Spezialisten auch noch auf ein umfangreiches Waffenarsenal, angefangen bei einer
Pistole mit Schalldämpfer über Scharfschützengewehre bis hin zum Raketenwerfer und Granaten,
zurück.
Im Laufe des Spiels bewältigt der Spieler eine ganze Reihe abwechslungsreicher Schauplätze
und Aufgaben. Mal auf einem Tanker unterwegs, wo nicht nur auf dem Deck, sondern auch innerhalb
des Schiffes gekämpft wird oder man schleicht durch einen Zug voller Terroristen und muss diesen
stoppen, kämpft sich durch eine alte U-Boot Basis, tuckert durch eine überschwemmte Stadt, rast
mit einem Luftkissenboot durch eine Sumpflandschaft, infiltriert Basen und kämpft mal in Wüstengegend
oder Schneelandschaft. Trotz der doch recht abwechslungsreichen Schauplätze macht sich mitunter
etwas Langeweile breit. Zum einen wurden mehrere Level recycelt. Infiltriert man beispielsweise
zuerst eine Basis mit Owl, so darf man in der nächsten Mission als Raptor noch mal mit dem Luftkissenboot
durchfahren. Dauert zwar nicht so lange, wirkt aber dennoch künstlich gestreckt. Oder aber man
besucht auch den überschwemmten Stadtbereich nicht nur einmalig. Die Missionen sind mal mehr
und mal weniger linear gehalten. In der überschwemmten Stadt kann man etwas freier rumlaufen
während so manche Gebäude oder Fahrten mit dem Boot linear gehalten sind. Auf der Packungsrückseite
wird zwar vollmundig verkündet, man könne zwischen zwei Charakteren wählen, doch leider hat
man keine selbständige Wahlmöglichkeit. Man kann zwei Charaktere steuern, aber wen
man in welcher Mission spielen darf, bestimmten die Entwickler. Schade, so mancher Level wäre
sehr interessant geworden, wenn man diesen anders hätte spielen können. Während man sich mit
Raptor durch die Levels ballert, spielt sich der Schleicher Owl doch ganz anders. Geschmackssache
ist es auch, was einem bei Owl am Anfang immer erwartet. Wer beispielsweise MDK gespielt hat,
kennt es. Owl springt aus dem Flugzeug und fliegt in Richtung Ziel nach unten. Wie es der Zufall
will, wird das immer vom Gegner bemerkt und der Spieler darf im freien Fall auf die Gegner ballern,
welche mitunter aus allen möglichen Richtungen kommen. Manchmal wird man auch "festgehalten"
und muss den Gegner erst abschütteln, bevor man ihn beseitigen kann. Später kommen auch noch
Massen an Abwehrraketen und gleichzeitig sind diese "Anflüge" alle mit einem Zeitlimit versehen.
Macht ja ein, zwei mal Spaß, aber nicht vor jeder Owl-Mission (also 8-10 Anflüge mindestens).
Zudem ist der Schwierigkeitsgrad hier für Anfänger schon bald sehr fordernd und frustrierend.
Anlass zur Kritik geben jedoch noch die Gegner. Diese sind zwar recht wohl dosiert, gehen mitunter
gut in Deckung, greifen aus der Deckung an, doch an vielen Stellen gibt es auch einige Patzer.
Da bleiben sie einfach stehen, laufen blind ins Feuer und wenn man sie aus großer Distanz angreift,
reagieren sie mitunter kaum/ gar nicht. Man selber kann den Gegner z.B. deutlich dem gegenüberliegenden
Gebäude sehen und in aller Ruhe beseitigen. Nur die Sniper haben eine Sichtweite von mehreren
Kilometern und so wird man als Spieler von diesen in den meisten Fällen getroffen, bevor man
sie selber sehen kann, weil sie durch den "Sichtnebel" noch nicht angezeigt werden. Sie
sehen so gut, dass sie einen mitunter im getarnten Zustand erkennen und zielgenau treffen. Da
wird der Spieler blitzschnell zusammengeschossen. Abgesehen von einem Helikopter, der an einigen
Stellen im Spiel vorkommt, gibt es leider keine größeren Gegner/ Zwischengegner und auch der
Endkampf ist erschreckend simpel und enttäuschend. Nach etwa 10 bis 15 Stunden rollt dann der
kurze Abspann über den Schirm. Einen Mehrsspielermodus gibt es nicht. Dafür können jedoch alle
erledigten Level erneut gespielt werden. Entsprechende Einzelbewertungen locken da schon, eine
Mission erneut zu versuchen. So kann man beispielsweise die Gesundheit der Helden merklich steigern,
was das Game doch deutlich einfacher macht. Gespeichert wird immer erst nach einer absolvierten
Mission, doch diese sind meist nicht so lang - in den Missionen selber gibt es einige Checkpoints,
die sehr gut verteilt sind. Frust sollte da beim Spielen nicht aufkommen. Lustig in dem Zusammenhang,
dass Printmedien von ach so schweren Endgegnern oder langen Passagen nach einem Checkpoint sprechen.
Handhabung
Auch wenn man den Helden aus der dritten Perspektive steuert, so orientiert sich das Game
an der klassischen Shootersteuerung, welche außerhalb - genauso wie die Grafik - eingestellt
werden kann. Auf Wunsch kann der Spieler außerdem jederzeit über Kimme und Korn zielen, was
insbesondere bei weiter entfernteren Gegner eine sehr viel bessere Treffergenauigkeit beschert.
Die Steuerung geht insgesamt sehr gut von der Hand, abgesehen von einer ungünstigen Handhabung
des Schneegleiters. Neben Bewegung, Ansicht, Feuern, Nachladen, etc. gibt es eine spezielle
Deckungstaste. Hier verschanzt sich der Spieler hinter einer Ecke oder Kiste und kann gleichzeitig
mit dem Fadenkreuz angeben, in welche Richtung der Charakter einige schnelle Schüsse abgeben
kann. Im Vergleich zu den Lösungen in anderen Games, in denen man immer die Deckung manuell
verlassen muss, eine sehr schone Vereinfachung und gleichzeitig eine Möglichkeit, Deckung effizient
nutzen zu können. Das HUD zeigt alle wichtigen Infos wie Gesundheit, Munition, etc. und eine
Karte am unteren linken Rand hilft außerdem nicht nur den Weg zum nächsten Ziel zu finden, sondern
zeigt auch "Energiekästen" an, an denen sich der Charakter beliebig oft aufladen kann. In den
Missionen gibt es wie gesagt Checkpoints und diese sind auch fair verteilt, allerdings bekommt
man kaum mit, wann man einen erreicht hat, weil der Text zu kurz/ klein eingeblendet wird. Doch
irgendwie hat man dies nach einiger Zeit jedoch "im Gefühl".
Grafik & Sound
Grafisch kann sich Fire for Effect in keiner Weise mit aktuellen Titeln messen und die Konvertierung
sieht beispielsweise merklich schlechter aus als z. B. ein Psi-Ops.
Die Texturen sind grösstenteils sehr schwach aufgelöst und weisen wenige Details auf. Auch
wirken manche Abschnitte sehr grau und eintönig. Doch an anderen Stellen sieht es besser aus.
Da machen die Abschnitte einen recht guten Eindruck und auch die Texturen gefallen besser. Es
gibt neben schönen Explosionen auch einige Physikeffekte zu sehen. Die wenigen Videos im Spiel
sind extrem schlecht aufgelöst (insbesondere das Ende) und viel zu stark komprimiert. Sehr unschön
ist der "Sichtnebel", der die Weitsicht einschränkt und auf der Konsole für konstante FPS Raten
zu sorgen hatte. Zumindest optional hätte man diesen deaktivieren bzw. in weite Ferne rücken
sollen. Dennoch ist die Grafik nicht so schlecht, dass sie den Spielspaß ruinieren würde. Der
Sound des Spiels ist insgesamt recht gut gelungen. Die Musik ist passend, wenn auch nicht besonders
spektakulär. Dennoch treibt er recht gut die Action des Spiels voran. Dazu gibt es ordentlich
Explosionsgeräusche und Waffeneffekte. Auch die Sprachausgabe ist gar nicht so schlecht gelungen
(insbesondere für ein Mid-Price-Game), wenn man es z. B. mal mit einem Half Life 2 vergleicht.
Meinung
Am Anfang traf mich doch etwas der Grafikschock. Sicherlich: Grafik ist nicht alles, doch
Videos und Zwischensequenzen waren nicht gerade aus dem Jahr 2005. Dennoch spätestens im Verlauf
der ersten richtigen Mission hat mir das Spiel sehr viel Spaß gemacht. Insbesondere die beiden
unterschiedlichen Spieltypen und abwechslungsreichen Missionen wussten dabei zu begeistern.
Das Spiel wurde nicht mit irgendwelchen überflüssigen Features versehen oder versucht mit toller
Grafik über Gameplayschwächen hinwegzutäuschen. Es sind klare Schwächen im Spiel, wie stellenweise
die KI und Levelwiederholungen, doch wer auf der Suche nach einem preiswerten Shooter ist, der
sich etwas anders spielt, sollte durchaus einen Blick riskieren.
Geschrieben am 12.05.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
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