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Fire Department 2
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 | Info |
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| Autor | | 2 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 2.5 |
 |   | | 2 |
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| Gesamt (48 votes) | | 2+ |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.9 |
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| Name: | Fire Department 2 |
| Genre: | Echtzeitstrategie |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2004/11 |
| Publisher: | Frogster Interactive |
| Entwickler: | Monte Cristo |
| Links: | Feuerwehr.de |
| Hardware: | 1Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 1500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.02b |
| USK: | 6 |
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Wenn man sich so anschaut, was auf vielen Rechner in den letzten 10-15 Jahren gespielt wurde,
dann sind mindestens einige Hundert Pixelpersonen pro Spieler über den Jordan gegangen (worden
:) ). Selbst in Sportspielen geht es ja mitunter nicht ganz friedlich zu. Neben den immer wieder
aufkommenden Diskussionen über Gewalt am Rechner, so sorgte ein ganz anderes Spiel erstmals
für Gesprächsstoff. Die Rede ist von "Emergency"
aus dem Jahre 1998. Hier war es Ziel des Spiels, durch den Einsatz von Rettungskräften bei Unfällen
und Katastrophen entsprechend die Leute zu befehligen und Leben zu retten. Für so manchen allerdings
auch nicht gerade ein Thema, welches sich auf den Computerschirmen abspielen sollte. Lieber
mal einen realen Erste-Hilfe-Kurs
besuchen, statt per Mausklick zu agieren und ggf. einfach den Level neu zu laden.
Im Jahr 2003 veröffentlichte "Monte Cristo" schließlich ein Spiel, das sich auch um
die Rettung von Zivilisten drehte, doch mit dem eindeutigen Schwerpunkt "Brände" in allen Varianten.
Der größte Kritikpunkt am Vorgänger war sicherlich die sehr knappe Spielzeit, innerhalb von
wenigen Stunden hatte man alle Missionen erfolgreich abgeschlossen. Nun steht der Nachfolger
in den Läden und es hat sich einiges geändert, zum Positiven. Die beiden Spiel-CDs, die nach
der Installation auf der Festplatte etwa 1,5 GB Platz in Anspruch nehmen, sind in einer DVD
Hülle gestapelt untergebracht. In dem 25 Seiten umfassenden Schwarzweiß-Handbuch befinden
sich etliche Infos zum Spiel. Neben der Installation und grundlegenden Steuerung blieb auch
genügend Platz Fahrzeuge und Einheiten zu beschreiben, entsprechende Fachausdrücke zu erklären
und eine ganze Reihe Tipps & Tricks für Einsteiger abzudrucken. Der StarForce Kopierschutz machte
zwar keine Probleme beim Spielstart, allerdings ließ sich das Game "starforceüblich"
erst nach einem Neustart des Rechners zur Zusammenarbeit überreden. Danach lief es jedoch problemlos
und schwerwiegende Bugs traten nicht auf. Lediglich mit einem nicht ganz aktuellen Grafikkartentreiber
waren flimmernde/ weiße Flächen im Spiel zu bewundern.
Menschenrettung und Sachschadenverhütung
Auch im Nachfolger dreht sich wieder alles um die unterschiedlichsten Brandkatastrophen.
Der Spieler hat zwar keine große Auswahl, wie etwa bei Emergency, welche Fahrzeuge man in der
Mission hat, sondern hier geht es um die Koordinierung der Einsatzkräfte vor Ort. Unterschieden
wird dabei zwischen Fahrzeugen und Einsatzkräften wie Feuerwehrleuten oder dem Notarzt. Wie
in einem Echtzeitstrategiespiel steuert man die Einheiten über die Karte und erteilt entsprechende
Befehle wie Tür einschlagen, Zivilist retten/ raustragen, Trümmer beseitigen, etc. Dabei muss
der Spieler die unterschiedlichsten Brandeffekte und Auswirkungen (er)kennen und entsprechend
reagieren, damit der Schaden möglichst gering bleibt. Auch um den Wassernachschub muss man sich
kümmern, genauso wie den geschickten Einsatz der Fahrzeuge, damit man beispielsweise in das
obere Stockwerk eines Gebäudes per Drehleiter eindringen kann.
Einheiten, Fahrzeuge und Gefahrenquellen
Im Spiel bekommt man es jedoch nicht mit solchen Kleinigkeiten wie Schwelbrand oder brennenden
M ülleimer in der Wüste zu tun. Der Spieler hat da schon mit größer angelegten Bränden zu kämpfen.
Da brennt schon mal ein ganzes Haus und das Feuer ist auch nicht bloß stationär gebunden. Die
Brände breiten sich aus und greifen auf andere Objekte über. Ein brennendes Auto explodiert
nach einiger Zeit und da brennt schnell die ganze Umgebung, wenn nicht reagiert wird. Je nach
Untergrund und Brand hat der Spieler nicht nur mit schnell und langsam ausbreitenden Feuern
zu kämpfen, sondern auch mit allerlei sichtbaren und unsichtbaren Gefahren und Auswirkungen.
Die leichten Feuer der Brandklasse A lassen sich, wie sie beispielsweise in Zivilgebäuden vorkommen,
recht leicht mit den normalen Feuerwehrleuten bekämpfen, doch Vorsicht sollte man bei den Räumen
walten lassen. Die Gefahr eines Flashover, also eine Durchzündung im Raum, wenn schlagartig
die Tür geöffnet wird und sich dadurch die zündfähigen Gasgemische entzünden, ist oftmals gegeben.
Durch ein Einschlagen der Tür lässt sich dies verhindern und gleichzeitig der Schaden begrenzen.
Genauso kann es zu einem Backdraft kommen, wenn in einem geschlossenen Raum der Sauerstoff verbraucht
ist und das Feuer fast erstickt ist. Auch hier sammeln sich explosive Gasgemische an, welche
man jedoch an graugelben Dämpfe rechtzeitig erkennen kann, wenn man aufpasst und die Leute dementsprechend
ebenfalls die Tür einschlagen lässt. Doch auch vor giftigen und ätzenden Dämpfen sollte man
sich in Acht nehmen, da nicht alle vom Standardfiltern der Einsatzkräfte gefiltert werden und
mitunter Spezialkräfte gebraucht werden. Nicht nur auf die Gesundheit, sondern auch auf die
Kondition der Einsatzkräfte muss geachtet werden. Ein Kollege, der mitten in einem brennenden
Raum zusammenklappt fällt aus und muss auch noch gerettet werden. Auch über drohende Einstürzgefahr
sollte man sich Gedanken machen oder Personen müssen unter den Trümmern geborgen werden. Bei
Feuern der Brandklasse B, wobei es sich um brennende Flüssigkeiten wie Kohlenwasserstoffe und
chemische Produkte wie Öl oder Benzin handelt, bringt der normale Einsatz von Wasser wenig,
da muss man entsprechende Einsatzkräfte mit Löschschaum geschickt einsetzen und am Besten entsprechende
Leitungen, aus denen die Stoffe austreten, schließen. Nicht minder gefährlich sind elektrotechnische
Brände, Brandklasse C. Durch den Einsatz von Wasser beispielsweise macht man alles nur noch
schlimmer und statt eines Löschpulvers wäre es die beste Lösung, einen entsprechenden Sicherungskasten
oder Schalter zu finden, der den Strom ausstellt. Mit brennenden Metallen, die lediglich mit
speziellem Anti-Material bekämpft werden können, muss man sich dann glücklicherweise nicht
so häufig rumschlagen, doch die davon ausgehenden Gefahren durch den Einsatz von Wasser und
Schaum sollte man sich dennoch gut merken.
Zur Bekämpfung des Feuers hat der Spieler in den Mission eine ganze Reihe an Einheiten und
Fahrzeugen. Diese sind in sogenannten "Stationen" unterwegs, die bis zu 10 Leute und Fahrzeuge
umfassen können. Der normale Feuerwehrmann ist dabei sicherlich die am häufigsten eingesetzte
Einheit. Diese kann normale Brände mit Wasser aus einem Tank bekämpfen, Türen und Fenster einschlagen
und außerdem so manchen Schalter betätigen. Mit der ersten Station gibt es auch immer einen
Feuerwehrnotarzt, der sich um verwundete Zivilisten kümmert und ein dazu passenden Krankenwagen.
Doch der Notarzt steht zwischenzeitlich nicht zwingend einfach nur in der Gegend rum, sondern
kann sich auch an den Löschaktionen beteiligen, wenn auch nicht ganz so effektiv wie seine Kollegen.
Je nach Mission gibt es weitere Spezialisten fürs Team. Die jeweils Aufgaben durchführen können,
welche die Kollegen nicht schaffen. Der Bergungsfachmann mit der Kreissäge kümmert sich um die
Beseitigung von Hindernissen und schafft Metalltrümmer beiseite. Der technische Leiter repariert
beschädigte Geräte und Mechanismen und der Feuerwehrmann im Schutzanzug kann für einige Zeit
auch direkt dem Feuer ausgesetzt sein und dadurch z. B. den Benzinhahn im Feuer abdrehen, so
dass die Kollegen den Brand endgültig löschen können. Der biochemische Spezialist kümmert sich
um ätzende und giftige Stoffe und "entgiftet" diese, so dass den Kollegen keine Gefahr mehr
droht. Der Hundeführer kann zwar keine Feuer bekämpfen, doch dafür wunderbar unter Trümmern
eingesperrte Personen ausfindig machen. Beim Aufklärer handelt es sich schließlich um einen
sehr agilen Kollegen, der dank Kletterhacken so manch unerreichbar scheinende Stelle doch erreichen
kann, wo sich dann meist ein wichtiger Schalter verbirgt oder andere notwendige Aktionen ausgeführt
werden können. In den späteren Missionen bekommt man neben dem normalen Feuerwehrmann auch Kollegen,
die mit einer tragbaren Löschkanone ausgestattet sind. Allerdings ist ihr Bewegungs- bzw. Einsatzradius
begrenzt, weil sie immer in Verbindung zur Löschmittelfahrzeug stehen müssen. Das Tanklöschfahrzeug
ist eine Standardeinheit, die man in den Missionen besitzt. Sie verfügt über einen
begrenzten Wasservorrat, kann dank Löschkanone Brände auf dem "Boden" und in den ersten Stockwerken
bekämpfen und die Feuerwehrleute können sich - wie auch an allen anderen Fahrzeugen mit Wasservorrat
- ihre Tanks wieder auffüllen. Da das Fahrzeug selbst nicht unendlich viel Wasser besitzt, sollte
man immer wieder für Nachschub sorgen. Entweder indem das Fahrzeug in die Nähe des nächsten
Hydranten, Teiches oder Versorgungsfahrzeug gebracht wird, welches einen fahrenden Wassertank
darstellt. Neben dem Tanklöschfahrzeug gibt es sowohl Lösch- und Versorgungsfahrzeug auch in
der Schaumvariante für die Bekämpfung von Benzin, Öl und Butan. Während die Drehleiter dazu
dient, dass Einsatzkräfte in obere Stockwerke eindringen können, so können lediglich die Einsatzkräfte
den Wassertank nutzen. Das Fahrzeug selbst kann die Brände nicht bekämpfen. Dafür wird dann
schon die Löschleiter benötigt, die eine sehr große Reichweite hat und das Feuer "von oben"
bekämpft bzw. in oberen Stockwerken. Mal kann der Spieler auch auf ein Löschboot zurückgreifen,
einen Bulldozer zur Beseitigung von schweren Hindernissen wie gebrochenen Leitungen, einen Rettungshubschrauber
und Löschflugzeug und -Helikopter. Mit dem Wald-LKW gibt es außerdem eine extrem geländegängige
Variante des Löschfahrzeuges.
12 mal Spannung und mehr
Bevor sich der Spieler in die 12 Missionen stürzt, die in 4 Kapiteln zu jeweils drei mehr
oder weniger zusammenhängenden Aufträgen bestehen, sollte man auf jeden Fall einen Blick ins
Tutorial riskieren. Selbst für Kenner des Vorgängers gibt es einige Neuerungen und Änderungen,
die hier wunderbar präsentiert werden. Die ganzen Grundlagen sollte man dann auch möglichst
schnell verinnerlichen, da es in den Missonen auch schon recht schnell ordentlich zur Sache
geht. Wie schon angesprochen, sind die jeweils drei Missionen eines "Kapitels" mitunter etwas
verknüpft. So "bearbeitet" die Mafia in Mission 1 ein Haus aus dem Zeugenschutzprogramm,
wobei dann zufällig ein Polizeiauto bei der Flucht explodiert und man sich um die Eindämmung
und Löschung des Feuers in der Nachbarschaft kümmern muss, danach heißt es in Mission 2, dass
die Täter Unfälle auf der Flucht verursacht haben und mindestens ein Fahrzeug ist dabei in das
an der Schnellstraße gelegene Unigebäude geflogen und hat ein Feuer verursacht. Nach der Löschaktion
gipfelt es dann in einer Massenkarambolage (natürlich mit Feuer) vor einem Einkaufszentrum,
wo der Fluchwagen ins Einkaufszentrum kracht und dort alles brennt. Im Verlauf der Verfolgung
durch die Polizei stürzt die "Verbindungsbrücke" zwischen zwei Gebäuden ein und begräbt die
Verfolger unter Trümmern und schließlich explodiert auch noch ein Flucht-Helikopter auf einem
benachbarten Gebäude. So sehr sich die Entwickler hier bemüht haben die Missionen etwas zu verbinden
und den Aufträgen einen "Sinn" zu geben, so sehr wurde stellenweise doch auch übertrieben und
das wirkt alles etwas arg gestreckt. Später gilt es einen verheerenden Waldbrand zu löschen
und hat man das geschafft, dann brennt dennoch in der nächsten Mission die ersten Gebäude der
Stadt durch den Waldbrand. Hinzu kommt dann noch, dass - wenn man gerade das Feuer wieder einigermaßen
unter Kontrolle hat - es zu neuen Feuern kommt, die die Missionen etwas strecken. Da explodierte
dann plötzlich am anderen Ende der Stadt noch eine Gasleistung oder aus unerklärlichen Gründen
sollen dann Jugendliche für einen weiteren Gebäudebrand verantwortlich sein. Eine spannende,
abwechselungsreiche und fordernde Mission ist ja sicherlich keine schlechte Sache, doch stellenweise
ist es etwas arg künstlich und bis zum Ende der meisten Missionen gibt es immer einen Grund,
wieso nach und nach immer noch irgendwo anders ein weiteres Feuer ausbricht. Man sieht es sehr
schön an den Einsatzkräften. Bis zu fünf Stationen kommen nach und nach als Verstärkung hinzu.
Welche Verstärkung man noch bekommt, kann man sehen und so lange man nicht die gesamte Verstärkung
erhalten hat, kann man sicher sein, dass es noch einen neuen Brandherd geben wird. Da hat man
dann z. B. den Brand in Produktionshalle 4 gelöscht, indem man die Maschinen deaktivierte und
die Brände löschte und dann geht es nach und nach mit den anderen drei Hallen nach dem gleichen
Muster weiter. Vielleicht einige Zufallsereignisse in den Missionen, Ereignisse, die sich am
Schwierigkeitsgrad orientieren und ab und zu gleich von Anfang an mehr Einheiten zu besitzen,
hätten das Spiel doch etwas abwechselungsreicher gemacht. Da soll man einen Waldbrand bekämpfen
und startet mit zwei Fahrzeugen und drei Leuten. Das ist ja wirklich ein Witz. Dennoch sind
die Missionen recht abwechselungsreich geworden und fesseln eine ganze Weile länger als der
Vorgänger. Nach und nach lernt man in den Missionen immer neue Einheiten, Fahrzeuge und Techniken
kennen und die unterschiedlichsten Feuer und Gefahrenquellen. Die Missionen lassen sich jeweils
in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden spielen: Arcade, Realistisch und Extreme. Je
nach Schwieirgkeitsgrad halten die Leute unterschiedliche viel aus, die Wasservorräte sind geringer
und die Bekämpfung des Feuers kniffliger. Wenn man schon den Vorgänger gespielt hat und es auf
dem mittleren Schwierigkeitsgrad versucht, dann wird man schon ab und zu mal neu Laden müssen
bzw. eine Mission erneut beginnen, wo es sich dann auszahlt, wenn man weiß, wo was passiert,
so dass man mit etwa 15 Stunden Spielzeitz rechnen kann. Doch nach der Bewältigung aller Aufgaben
im Offlinemodus kann man sich auch im Internet und LAN gemeinsam um die Brandbekämpfung kümmern.
Entweder man teilt sich die Einheiten aus den Missionen und spielt die Missionen gemeinsam mit
Kumpels oder aber es werden einige wenige spezielle COOP-Missionen gespielt, in denen fast die
ganze Karte von Anfang an "brennt". Leider gibt es recht wenige Optionen und auch
einen Online-Game-Browser fehlt (zumindest wurden keine Onlinegames angezeigt, lediglich LAN
Games).
Steuerung mit kleinen Mankos
Steuern lässt es sich wie jedes bekannte Echtzeitstrategiespiel. Von schräg oben blickt
man auf die in 90° drehbare Karte, die man frei Zoomen kann, wenn auch ein etwas größerer Zoom-Out
nicht schlecht gewesen wäre. Einheiten können einzeln oder Gruppen selektiert werden, Gruppen
können gespeichert auf einer Taste von 1 bis 0 gelegt werden und mit einem Rechtsklick wird
jeweils die Aufgabe erledigt, so dass man nicht für jede Kleinigkeit extra auf das Icon klicken
muss. Rechtsklick beim Leiterwagen auf ein Fenster und die Leiter wird angebracht, mit einem
Feuerwehrmann auf eine Tür und sie wird geöffnet, das Fenster wird eingeschlagen oder ein Schalter
betätigt. Lediglich wenn man eine Tür einschlagen, statt öffnen will, muss man erst ein Icon
anwählen. Die Steuerung geht somit insgesamt recht leicht von der Hand und auch die Einheiten
haben dazugelernt. Das Verhalten einer Einheit kann in drei Stufen eingestellt werden, wobei
auf der höchsten Stufe die Einheit auch im Feuer stehen bleiben würde. Insbesondere bei den
Personen funktioniert die automatische Aufgabensuche ausgezeichnet. Ist der Brandherd, den man
ihnen gegeben hat, gelöscht, dann machen sie automatisch am nächsten weiter. Bei den Fahrzeugen
klappt dies leider nicht durchgehend so gut. Am Anfang gab es recht wenige Probleme, doch in
späteren Missionen gab es immer mehr Befehlsverweigerer. Da löschten die Einheiten gerade
mal den einen angegebenen Punkt und den daneben nicht mehr. Sehr ärgerlich, wenn man mit wenigen
Einheiten einen Waldbrand löschen muss und jeden brennenden Baum einzeln als "Ziel" vorgeben
muss. Da blieben die Einheiten dann auch untätig, wenn sie direkt vom Feuer eingeschlossen wurden
und ernsthaft in Gefahr waren. Oder aber die Fahrzeuge mit Löschleiter wollten in der Hafenmission
extrem ungern die Feuer löschen und hörten immer wieder auf oder fuhren ins Feuer. An zwei Stellen
wollten die Einheiten die Flammen nicht löschen (u. a. in den Produktionshallen auf dem Förderband)
und man bekam die Meldung "Ziel nicht erreichbar". Im Vergleich zum Vorgänger ist es nun eine
Wahltat, den Fahrzeugen einfach zu sagen, an welchen Punkt sie fahren sollen und sie meist problemlos
an Hindernissen vorbeikommen, wenden, etc. , doch auf dem Weingut verharkten sich die Fahrzeuge
alle in den Weinbergen und ließen sich gar nicht mehr bewegen.
Grafik, Sound & Hardware
Grafisch hat das Spiel auch einen enormen Sprung nach vorn gemacht und erstrahlt nun durchgehend
in schönster 3D Grafik. Da brennen Häuser, Fahrzeuge, Gase und Rauch sind sichtbar und verdecken
das Bild. Es bleiben lauter verkohlte Objekte und Oberflächen zurück und die unterschiedlichen
und sich mitunter rasch ausbreitenden Feuer sehen sehr gut aus. Die Gebäude sind ansehnlich
und innen unterschiedlich ausgestattet und man vermisst lediglich etwas mehr Interaktivität
auf den Karten. Da bewegen sich zwar die Bitmap-Bäume in Wind, doch die Ampeln stehen all auf
orange, es gibt kein Verkehr und alles wirkt ansonsten etwas leblos. In der Nahansicht könnten
die Texturen etwas hochauflösender sein, da ja auch nicht so viele unterschiedliche Einheiten
im Spiel sind, wobei man diese "Bewunderung" des Kampfes der Einheiten gegen das Inferno nur
recht selten beobachten kann. Meist hat man da andere Sorgen. Bis auf den sehr groß angelegten
Waldbrand gab es auch keinerlei Performanceeinbrüche. Vor den Missionen gibt es immer ein sehr
informatives Briefing, das genau besagt, was den Spieler erwartet. Das setzt sich dann in den
Missionen entsprechend fort. Hier gibt es für alle wichtigen Sachen entsprechend gesprochene
Meldungen, Sirenen heulen und um einen herum knistern die Flammen. Doch ansonsten fehlen auch
hier einige weitere Hintergrundgeräusche, welche alles etwas "lebendiger" hätte wirken lassen
können.
Meinung
Bei Fire Department 2 handelt es sich um einen fast rundum gelungenen Nachfolger. Nicht nur
die Grafik sieht insgesamt recht gut aus, es gibt dazu recht umfangreiche und fordernde Missionen,
die lediglich leicht künstlich gestreckt/ konstruiert wirken. Doch sind sie durchweg anspruchsvoll
und bis zur letzten Minute fesselnd. Hier wurde das Spiel im Vergleich zum Vorgänger überall
verbessert und sinnvolle Neuerungen eingebaut, so dass es sich nicht um einen hastig hinterhergeschobenen
Nachfolger handelt. Lediglich das Fahrzeugverhalten sollte noch dringend per Patch nachgebessert
werden, weil es zu große Fummelarbeit ist. Zusammen gegen das Feuer anzutreten, ist auch eine
nette Idee und kann den Spielspaß mitunter ernorm verlängern, wenn man dann beispielsweise im
höheren Schwierigkeitsgrad versucht, der Flammen Herr zu werden. Lediglich die wenigen Optionen
und ein fehlender Editor trüben etwas den Spaß. Doch ansonsten dürfen eigentlich alle zugreifen,
die sich auch nur annährend für die Thematik erwärmen können und mehr als den sonstigen Einheitsbrei
spielen wollen.
Geschrieben am 10.01.2005, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Live 5.1
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