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Fluch der Karibik
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 | Info |
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| Autor | | 4+ |
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| Gesamt (150 votes) | | 2+ |
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| Name: | Fluch der Karibik |
| Genre: | Action Rollenspiel |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/04 |
| Publisher: | Ubisoft |
| Entwickler: | 1c Company |
| Links: | Bethesda Softworks |
| Hardware: | 800Mhz, 128MB RAM, 32MB 3D-Karte D3D, HD 1500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX8 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | nein |
| Bemerkung: | auch für Xbox |
| USK: | 12 |
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Ein Spiel zu einem Film ist nicht immer ein Zeichen für Qualität. In einigen wenigen Fällen
bekommt der Käufer eine gute bis sehr gute Umsetzung (Riddick),
doch oftmals entpuppt sich so manche Lizenz als reine Gurke, wie Catwoman
oder Enter the Matrix. Erstaunlich ist
es dann jedoch eher, wenn ein Spiel scheinbar das offizielle Game zum Film ist, mit diesem jedoch
nichts bis wenig gemeinsam hat. Vielmehr hat Bethesda Software hier einen Nachfolger zu Sea
Dogs entwickelt. Und so wurde aus Sea Dogs 2 einfach ein Lizenzspiel zum Film "Fluch der Karibik"
mit Johnny Depp.
Inzwischen gibt es das Spiel zum Low-Budgetpreis in der Ubi Soft Exlusive-Reihe. Für etwa
14 € bekommt der Käufer lediglich zwei CDs in der optisch nicht ganz so ansprechend gestalteten
DVD-Hülle. Ein Handbuch findet man nur auf Disk 1 als Schwarz-Weiß-PDF-Format. Auf den
gerade einmal 13 Seiten werden die wichtigsten Sachen angesprochen und erklärt.
Kleiner Überblick
Fluch der Karibik bietet eine sehr interessante Verschmelzung unterschiedlicher Genres. Auf
der einen Seite ist das Spiel eine Wirtschaftssimulation im Stil von Port Royal. Der Spieler
steuert seine bis zu vier Schiffe von Insel zu Insel, repariert sie, kauft & verkauft Waren
und liefert sich Kämpfe mit allerlei gegnerischen Schiffen. Andererseits gibt es jedoch auch
einen Action-Adventure Part, der stellenweise immer wieder leichte Verbindungen zum Film "Fluch
der Karibik" bietet. Hier läuft man nicht nur zu den Händlern, sondern erkundet die Insel
auch außerhalb der Stadtmauern und in so manchen unterirdischen Gewölben. Auch ein wenig Rollenspielcharakter
hat es ins Spiel geschafft. So ist man anfangs weder ein guter Schwerkämpfer, Diplomat oder
Navigator, sondern die entsprechenden Werte steigern sich erst im Spielverlauf.
Der Einstieg ins Spiel
Der Held des Spiels, Nathaniel Hawk, erinnert fast etwas an einen Möchtegernpiraten aus einer
anderen bekannten Spielereihe und so startet man anfangs als Level 1 Charakter an Bord des eigenen
kleinen Schiffes. Der Bootsmann Malcom führt uns ins Spiel ein. Er zeigt, wie man mit der Welt
agiert, Gegenstände aufsammelt und verwaltet und natürlich auch einige Fechtübungen. Auf einem
anschließenden Landgang wird man darüber hinaus mit dem Wirtschafts- und Actionpart des Spiels
vertraut gemacht. Hier lernt man die ersten Händler kennen, wo bessere Ausrüstungsgegenstände
zu kaufen sind, in der Taverne kann man Leute anheuern, das Schiff kann man reparieren oder
verbessern lassen und im Notfall auch etwas Geld vom Kredithai leihen. Mit der ersten Ware an
Bord geht es dann in Richtung See. Gerade noch rechtzeitig, wie man in einer sehr schön gerenderten
Zwischensequenz sehen kann, um dem Angriff zu entgehen. Der erste Weg führt von der Insel Oxbay
nach Redmont, wo man dem Gouverneur Bericht erstattet. Etwas unfreiwillig wird man dann dazu
gebracht, dass man sich der Sache annimmt und den Vorgang untersucht. Es gilt die Lage bzw.
Widerstandbereitschaft der Einwohner auf der besetzen Insel zu erkunden. Damit beginnt das Action-Abenteuer
des Spielers.
Handel & Action
Fluch der Karibik bietet dem Spieler recht viele Freiheiten. Im Grunde genommen ist es recht
offen, was man als nächstes macht. So kann man, wenn man Lust hat, durchaus die ersten 20 Stunden
nur Handel treiben und die Story komplett ignorieren. Andere Spielertypen stürzen sich dagegen
sofort ins Getümmel und brennen alles nieder, was ihnen in den Weg kommt. Hier lässt Fluch der
Karibik etwas Morrowind-Feeling aufkommen. Man kann machen, was man will und durch den Ruf des
Spielers gibt es auch Konsequenzen. Wer Verbündete angreift, der darf sich nicht wundern, wenn
man z. B. daraufhin in der Stadt angegriffen wird oder aber ein wichtiger Gesprächspartner
nichts mehr von einem wissen will. Von Anfang an steht es einem frei, jede der acht Inseln zu
besuchen und so manche "Nebenaufgabe" bzw. kleine versteckte Höhle bietet Reichtümer und Erfahrungspunkte.
Im Folgenden etwas mehr Informationen zu den einzelnen Aspekten des Spiels:
Charakter- und Fähigkeitenentwicklung:
Im Laufe des Spiels kann man den Charakter auf unterschiedliche Art und Weise ähnlich wie
in einem Rollenspiel formen und dabei auf die verschiedene Schwerpunkte setzen. Hat man eine
bestimmte Anzahl an Erfahrungspunkten angesammelt, so kann man Talentpunkte vergeben. Ein guter
Allrounder ist dabei genauso möglich, wie ein sehr spezialisierter Freibeuter. Außerdem kann
man die Talente auch jeweils über den Maximalwert 10 steigern, wenn man entsprechende Passagiere
an Bord des Schiffes hat und diese sozusagen in die "Party" aufnimmt. Die Charaktere begleiten
einen dann, kämpfen für einen und erhöhen jeweils ein oder mehrere Talente, so lange sie den
Spieler begleiten. Die 10 Talente decken dabei die unterschiedlichsten Möglichkeiten ab und
bieten jeweils entsprechende Vorteile. Möchte man beispielsweise die Seeleute in der örtlichen
Taverne günstiger anheuern bzw. ihnen weniger Lohn zahlen, dann lohnt sich die Fähigkeit "Führerschaft".
Dadurch ist eine Meuterei weniger wahrscheinlich auf dem Schiff, wenn z. B. kein Gold vorhanden
ist. Aber man kann auch in Kampf investieren, was den Schaden durch das Schwert erhöht, die
gegnerische Abwehr besser durchbricht, etc. Wer dagegen eher als Seeräuber auf dem Meer umherziehen
will, der sollte in Segelfertigkeiten investieren. Aber auch andere Sachen wie Reparatur (Wie
viel man an Schäden selbst auf dem Meer reparieren kann), Entern, Kanonen oder Glück sind Talente,
in die man investieren kann. Allerdings sollte man auch immer auf den eigenen Ruf achten. So
ist es nicht sehr vorteilhaft, wenn man Verbündete angreift oder tötet. Je nach Ruf wollen bestimmte
NPCs nichts mit einem zu tun haben und man wird mit einer Ladung Blei an Land begrüßt. Ob man
den freundlichen Kaufmann oder brutalen Seeräuber repräsentieren will, alles ist möglich.
Schiffe und Kämpfe:
Was wäre die Seefahrt ohne actiongeladene Kämpfe? Der Spieler kann dabei zwischen der realistischen
und actionorientierten Variante wählen. Im Actionmodus feuern die Kanonen etwas genauer,
werden schneller nachgeladen und das Spiel ist nicht ganz so träge. Dennoch besteht ein erheblicher
Unterschied zwischen dem normalen Herumnavigieren auf der Seekarte, wo die Schiffe erstaunlich
schnell und wendig sind, und dem Kampf in schönster 3D Grafik. Im 3D Kampf geht es dann doch
recht gemächlich zur Sache und es dauert eine Weile, bis die Schiffe stellenweise auch nur in
Schussweite geraten. Im Laufe des Spiels kann der Spieler alle möglichen Schiffe von einer kleinen
Schaluppe bis hin zum großen Kriegsschiff steuern. Die kleinen und wendigen Schiffe am Anfang
sind zwar nicht so sonderlich gut bewaffnet, doch mit einer guten und vollständigen Mannschaft
sind die ersten Plünderfahrten durchaus möglich. Der Spieler kümmert sich nicht nur darum, wann
die Kanonen (mit unterschiedlicher Munition) auf welchen Gegner abgefeuert werden, sondern man
muss sich auch mit dem Wind bzw. der Windrichtung und Kanonenreichweite auseinandersetzen. Außerdem
gilt es den passenden Moment für das Entermanöver zu finden, so dass man danach möglichst Mannschaft
und Waren übernehmen kann. Alternativ kann man das Schiff auch in die eigene Flotte (bis zu
vier Schiffe) aufnehmen und einem Kapitän unterstellen. Versenkt man das feindliche Schiff nur,
so kann man lediglich einige auf dem Wasser schwimmende Waren bergen. Im Kampf kann man den
Verbündeten entsprechend recht rudimentäre Befehle geben (Folgen, Angreifen, Verteidigen & Treiben
lassen). In der Werft können Schiffe repariert werden, aber auch der Einbau neuer Kanonen (So
weit möglich auf dem Schiffstyp) und der Kauf bzw. Verkauf von Schiffen wird dort getätigt.
Nicht nur feindliche Schiffe machen einem das Leben schwer, auch vor Stürmen oder gut befestigten
Forts sollte man sich in Acht nehmen, da sich letztere nur durch viel Geschick und ordentlich
Kanonenkugeln knacken lassen.
Action-Part:
Nicht nur auf dem Wasser wird gekämpft, auch an Land reichen freundliche Worte nicht immer
aus, wenn man weiterkommen will. Je nach Verhältnis zu den unterschiedlichen Fraktionen im Spiel,
wie Engländer, Franzosen, etc. wird man nicht immer freundlich begrüßt. Da zücken die Wachen
recht schnell das Schwert, wenn man sich nach so manchen Taten wieder blicken lässt. Doch die
Kämpfe gegen Menschen, Tiere und Untote (z. B. Skelette) werden leichter, wenn man Begleiter
dabei hat. Diese kommen mit dem Kampfsystem doch etwas besser zurecht, als der Spieler (Siehe
dazu den Punkt Steuerung), der sich mehr durch den Kampf quält und weitestgehend darauf zurückgreift,
dass man langsam zurückgehen sollte und immer mit der Pistole feuert, weil sich diese immer
wieder "auflädt", statt sich in den Nahkampf mit dem Schwert zu begeben. Wie im Seekampf, so
informieren auch hier unterschiedliche Balken über die verbleibende Lebensenergie, Nachladezeit
der Pistole, etc. Auf den einzelnen Inseln gibt es immer eine mehr oder weniger gut befestigte
Stadt mit den wichtigsten Gebäuden wie Taverne, Werft, etc. Doch es lohnt sich durchaus auch
mal die nähere Umgebung zu erforschen. Man findet nicht nur so manchen schönen tropischen Strand
oder eine Hängebrücke in luftiger Höhe, sondern es warten auch so manche Höhlen, Verliese und
andere Orte auf Entdecker und Abenteuer, die neben Erfahrungspunkten auch das ein oder andere
wertvolle Beutestück oder Gold suchen. Auch gibt es eine Reihe an Aufträgen für Spieler, die
nicht einfach nur so durch die Landschaft ziehen und in versteckten Höhlen auf Beutzug gehen
wollen. Doch selbst hier hat man einige Freiheiten. Abseites der Hauptaufgabe, wo es beispielsweise
anfangs gilt als Spion mit den Einwohnern Kontakt aufzunehmen und Widerstand zu organisieren,
so quetscht man beispielsweise in der Kneipe Informationen aus Betrunkenen heraus, beseitigt
lästige Gegner entweder vor Zeugen oder still und leise in einer dunklen Ecke, da möchte ein
Händler eine "freie Hafenausfahrt" haben, es wird Begleitschutz gefordert, Personen sollen gefunden
werden, etc. Im Auftragsbuch kann man sich dazu jederzeit über aktuell angenommene Aufgaben
informieren, sollte man mal wieder beim Erkunden der nächsten Insel etwas vom eigentlichen Weg
abgekommen sein.
Wirtschaftspart:
Damit man nicht nur immer Händler jagen muss, sondern auch eine mehr oder weniger friedliche
Alternative hat, kann man im Spiel auch als ganz braver Händler seinen Dienst verrichten. Man
kann nicht nur die unterschiedlichsten Pistolen, Schwerter und Heiltränke kaufen/ verkaufen,
sondern auch Stunden damit verbringen, als reicher Händler von Insel zu Insel zu fahren und
die unterschiedlichsten Waren, wie Leder, Öl, Seide, etc. möglichst preiswert einzukaufen und
gewinnbringend auf einer anderen Insel (Eine, die möglichst diese Waren importiert und nicht
selbst verkauft) an den Mann zu bringen. Hier macht es sich natürlich bezahlt, wenn man genügend
Geld für Edelgüter hat, einen großen Laderaum im Schiff und gleichzeitig die Fahrt ohne Schäden
übersteht. Leider sind es jedoch sehr viele Klicks und Aktionen, bis man die Waren nach dem
Einkauf wieder verkauft hat, dass man, wenn man einen Händler spielen möchte, doch lieber zu
einem Port Royal 2 greift. Wer etwas mehr Spannung
beim Handeln sucht, kann sich auch auf Schmuggelwaren einlassen. Hier macht sich dann das Glücktalent
des Helden bemerkbar, wenn man mit den entsprechenden Leuten in Kontakt tritt. Solche Waren
werden nicht einfach in der Stadt verkauft. Dazu spricht man zuerst eine Person an, vereinbart
ein geheimes Treffen, möglichst in einer abgelegenen Landezone der Insel und dann kommt es zum
Verkauf bzw. der Warenübergabe. Allerdings sollte man hier etwas Fingerspitzengefühl walten
lassen. Lehnt man den Verkauf ab, so ist der potentielle Käufer doch ab und zu alles andere
als erfreut darüber.
Handhabung des Spiels
Leider ist das größte Problem des Spiels die eigentliche Handhabung. Es hätte dem Spiel sicherlich
auch nicht geschadet, zumindest in der PC Version, einfach einige Wochen mehr beim Entwickler
zu verweilen. Egal ob in Dialogen oder irgendwelchen Handelmenüs, man hat es mir sehr großer
Schrift, großen Icons, etc, zu tun. Im Gespräch verbleiben somit beispielsweise nur wenigen
Zeilen Grafik im Hintergrund, der Rest geht für wenige Textzeilen drauf. Aber auch die Steuerung
des Helden ist nicht sonderlich gelungen. So lange keine Gegner vorhanden sind, kommt man noch
recht gut klar (Man geht nach vorn / hinten durch Drücken der Maustasten), aber wehe es geht
in den Kampf. Da erweist es sich sowohl mit Keyboard, als auch mit Gamepad als ein wahres Glücks-
und Frusttraining, den Gegner zu treffen und gleichzeitig selbst nichts abzubekommen. Hier ist
es oftmals am Besten, einfach rückwärts zu laufen und dann mit der Pistole (Endlosmunition)
auf die Gegner zu feuern- ein Ausweichen (Seitwärtsschritt) gibt es nicht. Der Kampf auf See
ist nicht sehr viel besser gelungen. Die Steuerung der Schiffe ist arg schwammig geworden und
die Aktivierungen der unterschiedlichen Befehle in verschachtelten Menüs in der Hektik einer
Seeschlacht mehr als ärgerlich. Aufhängen sollte man auch den Designer, der sich ausgedacht
hat, wie man im Spiel das Schiff verlässt bzw. zum Schiff kommt. Da muss man für ganz simple
und immer wiederkehrende Sachen etliche Befehle geben und mehrere Ladeschirme überstehen. Man
ist an Board des Schiffes und schaut auf die Seekarte. Nach einer kurzen Ladezeit kann man das
Schiff, welches sich hier wie ein Rennauto verhält, bis zur gewünschten Insel steuern. Nach
einer kurzen Ladezeit befindet man sich in einer 3D Ansicht vor der Insel. Nun wählt man die
Landestelle aus. Nach einer weiteren Ladesequenz kann man dann auswählen, dass man mit einem
Boot an Land möchte (Ja, wer hätte das gedacht) und nach einer weiteren Ladesequenz ist man
dann an Land. Auf der Insel kann man zwar die wichtigsten Orte, wie z. B. die Taverne direkt
ansteuern, doch wenn man das Schiff nicht gerade im "Haupthafen" vor Anker hat, sondern auf
der "Rückseite" so mancher Insel, dann darf man sich jedes Mal von der Stadt aus wieder durch
die Botanik bis zum Schiff durchschlagen.
Grafik & Hardware
Grafisch ist Fluch der Karibik durchaus nicht so schlecht. Die Sea Dogs-Engine wurde noch
weiter aufpoliert und zeigt nun deutlich farbenfrohere Grafiken, wenn man durch allerlei unterschiedliche
Städte und Inseln wandelt. Auch die Texturen sind überwiegend recht ordentlich geraten und nur
stellenweise wirken die Settings etwas eintönig und öde gestaltet (mit wenigen Polygonen). Etwas
detaillierter hätte man jedoch die einzelnen Charaktere gestalten können. Doch dafür entschädigen
die Seekämpfe. Nicht nur das Wasser sieht klasse aus, auch im Kampf fliegen die Fetzen. Da sind
die Segel durchlöchert, Schiffe brennen oder sinken auf den Meeresboden ab. (Lediglich in der
1st-Person Ansicht auf dem Schiff sieht es nicht so gutl aus). Zwar insgesamt keine überragende
Grafik, aber durchaus akzeptabel, wenn man auch das Alter des Games berücksichtigt. Die Zwischensequenzen
liegen in einer wunderbaren Qualität vor, die durchaus an Blizzard und Co heranreicht.
Sound & Musik
Durch unterschiedlichste karibische Klänge wirkt das Spiel recht lebendig und hat eine wunderbar
gelungene Atmosphäre. Die Kanonen donnern im Kampf, etc. Allerdings ist es doch sehr schade,
dass es keinerlei Sprachausgabe gibt. Vom Textumfang kommt Fluch der Karibik nicht an ein Morrowind
heran, selbst die wichtigsten Hauptgespräche wurden nicht vertont. Es gibt nur lediglich immer
wieder die gleichen Begrüßungen von den anderen NPCs, die einem dann doch recht schnell auf
die Nerven gehen.
Meinung
Bei Fluch der Karibik dauert es eine ganze Weile, bis der Funke überspringt, so dass das
Spiel auch Spaß macht. Die ersten Stunden sind überwiegend geprägt von Ärger mit der Steuerung
und dem Verfluchen der umständlichen Handhabung beim Landgang und anderen Kleinigkeiten. Mal
eben schnell einfach nur einige Waren befördern geht leider nicht. Da sind viele Aktionen notwendig.
Aber auch der Aktionpart kann nur schwer überzeugen. Neben der dummen KI macht es schlicht und
ergreifend keinen Spaß, den Helden durch die Landschaft zu dirigieren, geschweige zu kämpfen.
So schöne Momente das Spiel auch hat, so viele Freiheiten vorhanden und so toll die Grafik in
den Seekämpfen ist, kommt man aufgrund der Mankos wenig dazu, die tollen Momente auszukosten.
Das Spiel versucht eine Wirtschaftssimulation, ein Action-Adventure und ein Rollenspiel zu sein.
Leider jedoch nichts davon wirklich überzeugend. Wer jedoch viel Zeit und Geduld hat, über die
Steuerung und den schweren Einstieg hinwegsehen kann, der hat irgendwann auch Spaß mit dem Spiel.
Wer nur wegen der Lizenz zugreifen will oder Gelegenheitsspieler ist, sollte vorsichtig sein-
Low-Budget Fassung hin oder her.
Geschrieben am 09.09.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Live 5.1
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