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Geheimnis d.v. Höhle
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| Name: | Das Geheimnis der vergessenen Höhle |
| Genre: | Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2005/07 |
| Publisher: | The Adventure Company |
| Entwickler: | Kheops Studio |
| Hardware: | 800Mhz, 64MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 1200 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Deutsch |
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| Das Geheimnis der vergessenen Höhle (review von nali_warcow) |
Nach dem recht innovativem "Rückkehr zur geheimnisvollen Insel" ist der nächste Streich der
Kheops Studios inzwischen in den Läden. Statt sich einfach nur auf bekannte Konzepte zu stützen
und ein 08/15 Renderadventure auf den Markt zu bringen, wurden interessante Pfade beschritten.
Weder Gegenwart noch Zukunft, sondern Leben und Mystik vor 15.000 Jahren stehen im Mittelpunkt.
Was daraus geworden ist, soll das Review aufdecken.
Die beiden CDs sind recht schnell installiert und Abstürze gab es im Spielverlauf keine.
Verborgene Talente
Während man sich heutzutage einfach 'ne Pizza warm macht, war dies vor 15.000 Jahren doch
etwas anders. Arok, der Held des Spiels, ist auf Nahrungssuche. Zwar hat er schon einen Hirsch
entdeckt, doch dieser läuft ihm nicht nur davon, sondern eine Löwin steht plötzlich vor ihm.
In der ganzen Aufregung verliert er auch noch seine Jagdwaffe und kann sich gerade noch in eine
nahe Höhle retten und den Eingang mit einem Stein versperren. Während er anfangs auf der Suche
nach einem Ausgang aus der Höhle ist, erinnert er sich an ein Treffen mit "Klem" in dieser Höhle
vor längerer Zeit. Von diesem bekam er einen Signaturstein, der ihm helfen sollte, Klem jederzeit
zu finden. Und genau das beschließt er. Das Spiel selber beschreibt durch kleine Zwischensequenzen,
Dialoge und einem Tagebuch, das Abendteuer von Arok auf der Suche nach Klem und die im Spieler
schlummernden Gaben.
So knobelte man vor 15.000 Jahren
Endlich hat Arok es geschafft und kann sich auf die Suche nach Klem begeben. Sein Weg führt
hinauf in eine dunkle Höhle. Licht wäre sicherlich keine schlechte Idee. In der letzten Höhle
brannte ja noch ein Feuer und Hölzer lagen dort ausreichend. So schafft es Arok, hier etwas
Licht ins Dunkel zu bringen. Eine erste nähere Erkundung ergibt, dass es hier ein Labyrinth
an Tunneln gibt, wobei die Durchgänge mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet sind. Vor
der Höhle gibt es scheinbar auch eine Art Anleitung, wie man diese durchstreifen kann. Pfeile
geben in dem 3 x 3 großen Plan wohl den Weg vor. Ärgerlich nur, dass im Labyrinth jeder Raum
drei Ausgänge hat. Schließlich kommt die rettende Idee. Der Signaturstein hat Farbmuster in
den Farben, welche man an den Durchgängen findet und diese sind auf dem Stein auch im 3 x 3
Muster angeordnet. So sollte man einen Weg hindurch finden. Also werden die Fackeln aufgesammelt,
die erste angezündet und es geht langsam durch das dunkle Höhlensystem. Schließlich erreicht
er den Ausgang, steht jedoch vor einer Wand mit jeder Menge Handabdrücken, die in die unterschiedlichsten
Richtungen zeigen. Gedreht wird jeweils Spalten- oder Zeilenweisen, so dass sich am Ende ein
"Kletterpfad" nach oben ergibt. Oben angekommen findet man eine riesige Höhle und der Ausgang
schimmert anderen Ende entgegen. Gerade will Arok nach unten in die Höhle hopsen, als er im
letzten Moment den schlafenden Bären sieht. Einfach so auf die Steine springen würde sicherlich
zu viel Krach machen. Doch dank des Strohs, welches nach unten geschmissen wird, kann man sich
schliesslich zur Erkundung nach unten Begeben. Außer einer Steinplatte ist jedoch nichts zu
finden. Allerdings passt diese wunderbar in die Vertiefung, an der man gerade vorbeigekommen
ist. Dies offenbart Arok ein weiteres interaktives Höhlenbild, in dem eine Person nur mit einigen
Steinen bewaffnet, einen Bären unschädlich machen muss, ohne von ihm angefallen zu werden. Da
Höhlenmalereien nicht sterben können, gibt es ausreichend Versuche. Erst mit einigen Steinchen
ablenken und verscheuchen, dann den Stalaktiten runterholen und schließlich eine Gerölllawine
auslösen, um den Bären einzusperren. Wie durch ein Wunder ist dies auch mit dem Bären in Aroks
Höhle passiert, doch der Ausgang ist deswegen noch lange nicht erreicht…
Aroks Abenteuer
Das Abenteuer beginnt für den Spieler in der Höhle und es gilt eine Möglichkeit zu finden,
die Löwin zu vertreiben. Hier wird dann auch jedem Spieler das etwas abweichende Gameplay im
Vergleich zu anderen Renderadventures auffallen. Sammeln, Bearbeiten und Knobeln steht auf dem
Programm. Da wird nicht nur einfach ein Stock und Riemen im Inventar miteinander verbunden,
so dass man eine Waffe hat. Erst wird an Hand von Höhlenmalerei die Jagd bzw. Waffe "entdeckt"
und dann gilt es, dies in die Tat umzusetzen. Es müssen geeignete Materialien gesucht werden
und dann baut man so eine Konstruktion auch nicht einfach nur in der Hosentasche. Daher gibt
es immer wieder im Spielverlauf Arbeitsplätze in Form von flachen Steinen. Da wird dann das
Hirschgeweih hingelegt und mit unterschiedlichen Steinwerkzeugen bearbeitet. Hier eine Kante
abgeschlagen, dort für ein Loch gesorgt und am Ende sollte dann hoffentlich das gewünschte Ergebnis
herauskommen. Bei manchen dieser Vorgänge kann man wenig falsch machen, wie bei der Konstruktion
eines Wasserschlauches. Bei Aufgaben, in denen Materialien zu bearbeiten sind, kann man sich
eine gewisse Anzahl an Fehlern erlauben, danach wird das Werkstück zurückgesetzt. Neben Rätseln,
in denen man Gegenstände in einer bestimmen Reihenfolge anordnen oder im richtigen Moment reagieren
muss - wie beim Fischfang - gibt es auch noch die Höhlenbilder als wichtiges Element des Spiels.
Einige davon sind interaktiv und man kann hier kleine Sequenzen durchspielen. Da muss man mit
Steinen einen Bär besiegen oder aber es gilt Wandbilder so anzuordnen, dass eine Animationsphase
entsteht. Auch dabei sind mehr oder weniger bekannte Schiebe und Drehpuzzle unterschiedlicher
Schwierigkeitsstufen. So gibt es ein "Türme von Hanoi" mit Steinen, unterschiedliche
Klang- und Farbrätsel und komplexe Dreh- und Schiebepuzzle. Bei der Höhlenbildern müssen mal
Objekte nur angeordnet, zur Animation gebracht oder in einer bestimmten Art und Weise bemalt
werden. Aber auch etwas bodenständigere Aufgaben gibt es, wie beispielsweise Zubereitung von
Nahrung und leichte Such- und Sammelaufgaben. Etwas unangenehm aufgefallen sind leicht übersehbare
Kleinigkeiten auf dem Boden. Meist beschränken sich die Rätsel zwar auf recht wenige Screens,
doch gegen Mitte und Ende ist man auch in einem kleinen Wald/ Wiesenabschnitt unterwegs. Hier
findet man einige Gegenstände verstreut und da ist es ärgerlich, wenn man diese mitunter recht
gut in der Szene versteckten Sachen übersehen hat. Ansonsten ist noch eine kleine Unstimmigkeit
in der Bärenhöhle aufgefallen, wo der "Rücksetzschalter" an der Wand ärgerlicherweise genau
neben dem Startschalter liegt. Ansonsten haben die Entwickler eigentlich durchgehend darauf
geachtet, dass Aktionen einigermaßen logisch sind. So erlischt die Fackel, wenn man diese einsteckt
und ein glimmender Stab geht aus, wenn man sich zu schnell dreht. Gerade wenn man mit Materialien
hantiert, ist das Benutzen der umherliegenden Dinge schön umgesetzt worden. Ein kleiner Logik-Bug
findet sich jedoch bei der ersten Benutzung des Schilfrohres zur Wandbemalung. Man bekommt das
Rohr mit den Worten: "Man möge die Wand vervollständigen". Es geht nur nicht sofort.
Die Idee, das Rohr erst mit der Farbe zu benutzen. ist nicht schlecht und so hat man es vorher
auch mit dem Wildlederfetzen machen müssen. Hier darf man jedoch nicht das Rohr mit dem Pigment
benutzen, sondern muss dies ohne Rohr anwählen.
Steuerung, Grafik und Sound
Die Steuerung des Spiels ist durchweg sehr einfach und simpel gehalten. Der Mauszeiger verändert
jeweils seine Form, wenn Interaktionsmöglichkeiten wie Sprechen, Benutzen oder Nehmen möglich
sind. Man bewegt sich jeweils von Bild zu Bild durch die vorgerenderte Welt, wobei man sich
jeweils im 360° Blick umsehen kann. Bis auf einige Stellen, in denen man das Ziel sehr genau
anvisieren muss bzw. der Hotspot doch etwas klein oder ungenau ist, klappt die Bedienung auch
wunderbar. Gespeichert werden kann jederzeit. Als kleine Info, was als nächstes ansteht, führt
der Held ein Tagebuch und außerdem können interessierte Spieler auf eine Enzyklopädie zurückgreifen
und sich etwas Hintergrundinfos zur damaligen Lebensweisen und Bräuchen verschaffen. Die gerenderten
Hintergründe sind durchweg von sehr guter Qualität, wobei lediglich zu bemängeln wäre,
dass manche Gegenstände doch sehr stark mit dem Hintergrund verschmelzen. Ansonsten wurde auf
einige Details geachtet. Hat man auf dem Hügel beispielsweise ein Feuer angezündet, dann sieht
man dies auch zwei Bilder weiter noch. Sehr viel Leben ist in der Welt nicht vorhanden, da muss
man sich mit Kleinigkeiten wie kleinen Wellen im Wasser, Feuer oder einem Hirsch mit wackelndem
Schwanz begnügen. Sehr stimmig sind die interaktiven Höhlengemälde an den Wänden und auch die
Zwischensequenzen weisen keine groben Pixel auf. Der Sound kann da nicht so ganz mithalten.
Im Hintergrund plätschert mal eine Quelle und ab und zu gibt es einige sanfte Klänge, doch ansonsten
ist es eher ruhig im Spiel. Nicht ganz so gut sind die Sprecher gelungen, die es nicht ganz
schaffen, die durch die Grafik schön aufgebaute Steinzeit-Atmosphäre zu unterstützen.
Meinung
Das Geheimnis der Vergessenen Höhle ist erstaunlich anders als so manche Render-Rätsel- Kost.
Statt den Spieler durch etliche mystische Welten zu führen und allerlei Maschinen zu benutzen,
ist es hier eine wirklich gekonnte Mischung aus alltäglichen Aufgaben wie Sammeln und Basteln
und der interessanten Zuwendung an die Höhlenmalerei. Es ist zwar etwas erstaunlich, was so
ein Wandbild alles leistet, doch ansonsten überwiegend logisch. Da wird nicht im Inventar einfach
etwas kombiniert, sondern per Hand auf der Arbeitsfläche. Etwas schwach finde ich lediglich
die Storypräsentation mit dem unbefriedigenden Ende. Wer gerne knobelt und in einer Welt vor
15.000 Jahren versinken will, bekommt ein sehr schönes, leider aber etwas kurzes Renderadventure,
das aber dann fairerweise im moderaten Midpricebereich.
Geschrieben am 01.08.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
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