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Gene Troopers
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 | Info |
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| Autor | | 3 |
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| Gesamt (5 votes) | | 2 |
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 |   | | 1.9 |
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| Name: | Gene Troopers |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2005/11 |
| Publisher: | Playlogic |
| Entwickler: | Cauldron |
| Hardware: | 1.8Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 4000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | nein |
| Bemerkung: | nur auf DVD, auch für Xbox, PS2 |
| USK: | 16 |
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| Gene Troopers (review von yak) |
Das Universum ist in Gefahr... was ja im Prinzip nichts Neues ist. Doch die Invasoren werden
immer einfallsreicher und nachdem das standardisierte Grüne Männchen mit Erderoberungsambitionen
kaum noch für Angst und Schrecken sorgen kann, stellen nun die Gene Troopers die tödliche Bedrohung
aller Lebensformen dar. Sie durchsuchen das Universum nach geeigneten Lebensformen, um diese
in folgsame GT-Soldaten zu verwandeln. Quake
4 und die guten alten Borgs lassen grüßen. An Bord eines Forschungsschiffs werden wir dann
auch Zeuge, wie der Wissenschaftler Johansson Bridger und seine Tochter Maureen von den Genetroopers
überrascht werden. Chaos an Bord des riesigen Forschungsschiffes. Johansson wird zu Boden geschlagen
und verliert das Bewusstsein. In einer Brutkammer wird er wach und erkennt, was man mit ihm
geschehen ist. Das Aliengewebe, der langsamere Herzschlag und weitere Details geben ihm Gewissheit,
dass man ihn transformiert hat. Gefangen in dem Brutkasten sah er schemenhaft, dass sich ihm
jemand näherte, ein außerirdisches Wesen, das an ein Insekt erinnert. Kurze Zeit später war
Bridger durch die Hilfe von Al dem Insektenwesen auf freiem Fuß. Bridger wollte mehr über das
Schicksal seiner Tochter erfahren, doch dafür bleibt keine Zeit, gemeinsam mit Keysha, die aus
einer Gefängniszelle befreit wurde, fliehen die drei aus dem Labor der Gene Troopers und Bridger
ist sich bis dahin noch nicht bewusst, dass er eine zentrale Rolle in der Befreiung von dem
Joch der Gene Troopers spielt.
Ob Entwickler Cauldron (Knights of the Temple 2, Conan),
der mit dem Shooter Chaser
schon einen erstklassigen Shooter ablieferte, auch mit dem Multiplattform-Budgetgame Gene Troopers
für stimmige Unterhaltung sorgen kann, soll unser Review zeigen.
Technik:
Technische Grundlage ist die CloakNT Engine, die schon bei Chaser für eine gute Optik sorgte
und auch im vorliegenden Game für eine solide graphische Gestaltung verantwortlich ist. Die
Entwickler entführen uns in ihrem Spiel in höchst unterschiedliche und abwechslungsreiche Locations.
Geheime Laboratorien, Weltraumbars, unterirdische Anlagen, dicht bewachsene Dschungelareale,
Sümpfe oder Unterwasserwelten warten auf den Helden. Dabei serviert die Engine das Geschehnen
tadellos und mit enormer Geschwindigkeit auf den Screen. Selbst dichte Bewaldung mit einer Vielzahl
an Objekten wirkt sich nie auf die allgemein gute Performance aus. Dabei wird auch nicht an
Spezialeffekten gespart. Energieblitze, Unwetter und Feuerwände sorgen für eine stimmige Atmosphäre.
So stimmig und abwechslungsreich wie die verschiedenen Handlungsorte präsentieren sich auch
die Geschöpfe, die man dort trifft. Insektenwesen, amphibische Kreaturen auf der Wasserwelt
oder die schwer bewaffneten Gene Trooper Spezialeinheiten. Die Animationen sind gelungen umgesetzt
und in den mit der Engine dargestellten Zwischensequenzen fallen diese durch Motion Capturing
höchst realistisch wirkend besonders auf. Unser Held Johansson Bridger läuft mindest so cool
wie John Wayne in seinen besten Zeiten. Der Sound ist stimmig umgesetzt, die Waffen krachen
anständig und die Ambientesounds sorgen für ein stimmiges Gesamtbild. Ebenso gut ist die Synchronisation
ausgefallen. Die Sprecher passen zu ihren Rollen und machen ihren Job ordentlich. Hier zeigt
sich wieder, dass auch Budgetspiele eine gute Vertonung realisieren können und sogar manches
mal viel besser, als Multimillionen-Dollar Produkte. Einzig der Sprecher des Helden ist leider
nicht ganz so passend und gut gesprochen wie der restliche Part. Er wirkt manchmal etwas zu
übertreiben und unglaubwürdig. Dafür entschädigen aber die skurillen und witzigen
Sprachen der Aliens, vom unverständlichen Kauderwelsch bis zu nervigen Gebrabbel. Insgesamt
ein sehr gute Synchronisation. Die musikalische Untermalung ist ordentlich umgesetzt. Ein sehr
stimmiges orchestrales Hauptthema ist dabei neben den guten Musikstücken in den Zwischensequenzen
der tragende Part. In den Level variiert die Qualität dann jedoch von nervigen Techno-Kram bis
hin zu gut gemachten spannungsfördernden Kompositionen. Jedoch muss man zur graphischen und
soundtechnischen Umsetzung sagen, dass man hier versucht hat, einen "Familieneshooter" zu realisieren
und daher sehen manche Figuren vielleicht für einige Spieler zu sehr nach dem Samstag-Vormittag-Trickfilm
aus und einige Sprachsamples unterstreichen dies. Todesschreie wirken da etwas quiekend und
albern, so wie man es z. B. auch aus HALO
kennt. Dafür ist das Spiel aber auch unzensiert. Erledigte Gegner bleiben liegen, bluten und
es gibt Rag-Dolls.
Gesteuert wird Gene Troopers shooterüblich und kann frei konfiguriert werden. Drei Schwierigkeitsgrade
stehen zur Verfügung, wobei geübte Spieler direkt den höchsten wählen sollten. Auf "normal"
ist das Spiel zu leicht und wenig herausfordernd. Leider kann während eines laufenden Spiels
der Schwierigkeitsgrad nicht umgestellt werden.
Gespeichert werden kann jederzeit. Bei Betreten eines neuen Levels wird zudem ein automatisches
Savegame angelegt.
Gene Troopers ist nicht ganz frei von Bugs. So erlitt das Spiel während der Testphase ca.
6-7 Abstürze und landete auf dem Desktop. Auch ein Quicksave verweigerte den Dienst und es musste
ein Spielstand davor genutzt werden. Es gab zudem einige Sprachsamples, die nicht richtig zugeordnet
waren. So ertönte z. B. in einem Dialog mit Keysha in der Verabschiedung die Stimme des Insektenaliens
Al. Ärgerlich ist auch, dass man einen so großen Schriftsatz in den Dialogauswahlen benutzt
hat und die wählbaren Antworten nur zum Teil lesen konnte, hier war manches Mal nicht einmal
im Ansatz zu erkennen, was unser Held eigentlich sagen wollte - leider mehr oder weniger ein
Glücksspiel. Die Schriftgröße ist sicher ein Zugeständnis auf die Multiplattformentwicklung,
damit man sie auch auf dem TV Gerät noch lesen kann, ebenso wie das doch viel zu mittig sitzende
HUD. Hier hätte man für die PC Version geringfügige Anpassungen erwarten dürfen. Ansonsten sieht
man dem Spiel optisch zumindest die Multiplattformentwicklung nicht so sehr an. Ärgerlich war,
dass die mitgelieferte Serienummer bei der vorliegenden Version nicht funktionierte, der Publisher
hat aber das wohl häufiger auftretende Problem erkannt und man kann sich mit der alten Nummer
online eine neue generieren lassen. Danach gab es diesbezüglich keine Probleme mehr.
Gameplay:
Gene Troopers präsentiert sich als Shooter mit Charakterupgrade. Johansson Bridger, dessen
Gefangennahme ihn ungewollt zu einem genetisch veränderten Elitesoldaten machte, ist auf der
Suche nach seiner Tochter, um ihr zumindest ein ähnliches Schicksal zu ersparen. Durch die genetische
Veränderung verfügt er über besondere Fähigkeiten, die er durch das Einsammeln von Gencodes
getöteter Feinde verbessern kann. Gencodes stellen sozusagen die Währung dar, mit der Bridger
seine Fähigkeiten verbessern kann. Zwar wurde die Transformation zu einem fertigen Gene Trooper
durch seine Befreiung vorzeitig abgebrochen, doch Bridger verfügt bereits über einige grundlegende
Eigenschaften, die sich noch als nützlich erweisen sollen. Und das Wichtigste erfährt er auch
von Al und mit dem Tutorial, das fließend in die Spielhandlung eingebunden wurde. Ein Implantat,
eine Art Greifhandschuh, erlaubt ihm Gegenstände wie durch Telekinese zu bewegen, er kann Kisten
heben, anziehen und an anderer Stelle wieder absetzten, sie aber genauso gut auf Feinde werfen.
Genügend Genecodes vorausgesetzt, können die GT Skills ausgebaut werden. So lässt sich beispielsweise
der Greifhandschuh auch ganz Darth Vader-like zum Todesgriff nutzen. An der Farbveränderung
lässt sich erkennen, ob der damit anvisierte Feind auch zu töten ist, ansonsten muss er weiter
aufgelevelt werden, damit der Griff zum tödlichen Erfolg wird. Gencodes dienen auch dazu, mehr
Lebensenergie zu bekommen und die eigene Regenerationsfähigkeit zu verbessern. Wunden heilen
dann viel besser und die Lebensenergie kehrt schneller auf den Höchstwert zurück. Neben den
GT Skills gibt es auch noch GT Fähigleiten, die jedoch wertvolle Bioenergie verbrauchen, die
sich nach einiger Zeit von selbst wieder auffüllt. Dazu gehören z. B. die Nachtsicht, die es
erlaubt, bei Nacht zu sehen. Die Kampfsicht verbessert die Wahrnehmung und so kann man fast
wie der Predator die Feinde auch hinter Hindernissen einschliesslich Gefahrenpotential erkennen.
Nachdem Bridger mit seinen Kumpanen ein paar Level durchforstet hat, gesellt sich noch ein ganz
anderer Begleiter dazu. Bridger wird durch ein besonderes Artefakt, der Saat des Verderbens,
infiziert, wodurch er weitere Fähigkeiten erlernt. Der Kampfrausch verleiht seiner Rüstung und
seinen Waffen den doppelten Schaden, Heilung lässt ihn je nach Stufe ohne Verzögerung eine bestimmte
Punktzahl gesunden, Neuronen Drift ist die Gene Trooper Variante der Bullet Time, um in Zeitlupe
auf Gegnerjagd zu gehen, das Bio-Energie-Schild wehrt Angriffe ab und die Globalwelle feuert
eine mächtige kinetische Welle ab, die alle Gegner im Umkreis zu Boden schmettert. Diese Fähigkeiten
lassen sich ebenso durch aufgesammelten Gencode aufleveln, wodurch die nutzbare Zeit oder Effektivität
verbessert wird.
Damit aus Gene Trooper ein ordentlicher Shooter wird, gibt es selbstverständlich ein zufriedenstellendes
Waffenarsenal. Von der automatischen Schalldämpferwaffe, geht es über Plasma Gewehre, Automatikgewehre
mit Zielfernrohr und vom Flammenwerfer bis hin zum doppelläufigen Maschinengewehr der Marke
Serious Sam. Aber auch höchst einfallsreiche Waffen wie dem Freezer, der die Feinde zu Eissäulen
erstarren lässt und auch für einige Puzzles im Game seinen Einsatz findet, bis hin zu den alternativen
Feuermodi, die z. B. ein Energieschutzschild aufbauen, hinter dem man Deckung finden kann, stehen
auf dem Programm. Dazu gesellen sich Splitter-, Frost-, Brenn- und Elektrogranate, damit dem
Feind auch ordentlich eingeheizt werden kann. Dazu darf sich der Held auch hinter stationäre
Geschütze klemmen, kann ein mit einem Jeep durch die Landschaft heizen -selbstverständlich auch
Gegner "mitnehmen" und sitzt ganz Luke Skywalker-mäßig auch in einem Level in der Raumschiffkapsel
hinter der Kanone, um angreifende Raumgleiter in Sternenstaub zu verwandeln.
Das Gameplay präsentiert sich abwechslunsgreich. Der Levelaufbau ist jedoch größtenteils
recht linear und in vielen Bereichen trifft für Gene Trooper auch die Bezeichnung Tunnelshooter
zu, auch wenn es nicht ganz so offensichtlich präsentiert wird, wie in vielen Vorzeige-Tunnelern.
So gibt es einfache Levelstrukturen, die wirklich nur einen Pfad mit gelegentlichen Abzweigungen
entsprechen, dabei jedoch alle zum selben Ziel führen. Einige Innenlevel, hier besonders das
Labor der Gene Troopers, bieten hier eindeutig mehr. Hier wird ein etwas komplexeres Leveldesign
geboten, das auch Sackgassen oder alternative Routen präsentiert, jedoch ist die Levelgröße
und Erforschungsmöglichkeit keinesfalls mit Cauldrons Vorgängershooter Chaser zu vergleichen.
Hier hat man sich wahrscheinlich ein wenig auf Mainstreamleveling zu Gunsten der Konsolenfassungen
eingelassen, was aber nicht zu negativ zu bewerten ist, denn insgesamt ist der Levelaufbau schon
recht stimmig. Jedoch haben die Designer wie schon bei Chaser den Fehler begangen, dass die
ersten Level den Spieler nicht gerade vom Hocker hauen. Es wirkt ein wenig zu gekünzelt hektisch,
wenn man aus dem Labor flieht und die Gegner im Dschungelbereich wirken einen Tick zu kindisch
und albern, was die Atmosphäre etwas zu sehr in Richtung "Kinderkram" zwängt, was sich aber
später ein wenig relativiert, auch wenn Gene Troopers diesen Eindruck dennoch nicht ganz los
wird. Außerirdische Mächte, die im Universum auf Körperklau gehen, um sich den perfekten Soldaten
zu zimmern, sind seit Borgs und Quake 4 keine Neuheit. Sollte man Gene Troopers kurz und bündig
erklären, drängt sich hier am passendsten die Bezeichnung "Kinder-Quake" auf. Aber Gene Troopers
bietet einige sehr schöne Neuerungen im Shootergenre, die zum Teil zwar aus anderen Spielen
entliehen sind, in dieser Kombination bisher aber noch in keinem mir bekannten Shooter so zum
Einsatz gebracht wurden. Hier fragt man sich, warum erst ein Entwickler aus der Slovakai es
den "Großen" zeigen muss, wie man etwas neuen Wind ins Shootergenre wehen lassen kann. Die Idee
mit einem Greifhandschuh, Telekinese und besonderen Kräften gibt es schon seit den Jedi
Knight Spielen, Second Sight, Zelda
oder Psi Ops und gehen sicher nicht
auf das Konto des ach so innovativen Übershooters Half
Life 2. Die Möglichkeiten, die der Held in Gene Troopers damit hat, sind aber höchst gelungen
ins Spiel integriert. Mit dem Freezer einen Eisblock erschaffen, ihn mit dem Greifhandschuh
dann so platzieren, damit man ihn wie eine Treppe nutzen kann oder man schnappt sich ein großes
Blech und nutzt es als einen Schutzschirm, um nicht von den tödlichen Sonnenstrahlen gegrillt
zu werden. Warum nicht mal eine Energiekugel greifen und sie an einen anderen Ort platzieren,
um einer Maschine genügen Saft zu verpassen? Leider wurden diese Art Puzzles viel zu selten
ins Gameplay eingebaut und lassen sich fast an 10 Fingern abzählen. Hier haben die Entwickler
ein gutes Spielprinzip erdacht, es aber viel zu selten genutzt und eindeutig unter Wert verkauft.
Gut gemacht wurden die vielen Dialogoptionen mit den anderen Charakteren. Die Begleiter können
zu vielen Dingen befragt werden, stehen Rede und Antwort und die Geschichte um die Gene Troopers
oder dem Artefakt gewinnt an zusätzlicher Tiefe, auch wenn die Story manchmal schon etwas verwirrend
wird, weil man es in manchen Dialogen schon fast ein wenig übertrieben hat. In vielen Levelabschnitten
wird man auch von seinen Kameraden begleitet, die mit ins Gefecht ziehen und gemeinsam mit Johansson
Kopf und Kragen riskieren, auch wenn sie unsterblich sind. Zwischendurch darf man sie auch anschnorren
und nach Munition oder Heilung fragen. Aufschlussreich sind auch die Gespräche mit ihnen im
Raumschiff vor und nach den Missionen. Schön ist, dass der Spielverlauf nicht völlig linear
ist. So kann man an einigen Stellen entscheiden, wie man vorgeht, wie z. B. in der Weltraumbar,
um mit dem Preis für die Durchführung einer Mission zu feilschen und mit ein wenig Geschick
den doppelten Preis rauszuschlagen. Als nettes Gimmick, wenn auch nicht wirklich spielrelevantt,
vermittelt es dennoch das Gefühl, nicht einem 100% vorgefertigten Durchmarschshooter vorgesetzt
zu bekommen. Das gilt auch für das Finale. So muss man sich schon einige Level vorher entscheiden,
welche Richtung man einschlägt. Entscheidet man sich für die "Dunkle Seite der Macht",
opfert man sich für die Menschheit oder rettet man lieber seine Tochter? Die Auswirkungen sind
jeweils unterschiedlich und man darf sich dann nicht wundern, wenn die Begleiter es nicht akzeptieren
und selbst damit zum Gegner werden. Dass man dann entsprechend alleine ins letzte Gefecht zieht,
ist klar. Die verschiedenen Varianten, mit denen man das Spiel beenden kann, sind aber erstklassig
inszeniert und hier fragt man sich, warum es nicht mehr Shooter mit dieser Option gibt, die
ein wenig an interaktive Filme erinnern. Hier ein großes Lob an die Entwickler.
Die Story wird insgesamt recht spannend in Szene gesetzt und der Held erfährt ebenso wie
bei Chaser - womit sich die Entwickler selbst zitieren - über Flashbacks geschehene Ereignisse,
die seine Erinnerungslücken stopfen und offenbaren, was wirklich kurz vor und nach der Gefangennahme
passiert ist. Er sieht ebenso Details, die mit dem merkwürdigen Artefakt in Zusammenhang zu
stehen scheinen. Zu Knobeln gibt es jedoch nicht viel, sieht man von ein paar zu aktivierenden
Schaltern ab und den schon erwähnten Aufgaben in Verbindung mit dem Greifhandschuh. So muss
man z. B. in der Unterwasserwelt Strom ins Haifischbecken legen, damit man ungeschoren an diesem
Riesenmonstrum vorbei kann oder es gilt Maschinen zu zerstören, die das Schutzschild betreiben
und verhindern, dass das eigene Raumschiff landen kann. Nichts jedoch, was viel Hirnschmalz
einfordert, zudem wird der nächste Zielpunkt im HUD mit Richtungs- und Entfernungsanzeige
vorgegeben.
Bisher hört sich ja alles recht zufriedenstellend an, doch Gene Troopers leidet leider an
zwei Problemen, die sich massiv auf den Gesamteindruck auswirken. Der Schwierigkeitsgrad ist
zu schlecht ausbalanciert und die Gegner sind allesamt KI-technisch auf Sub-Toastbrot-Niveau.
Der erste Level ist aufgrund einiger Gegner noch recht anspruchsvoll. Da gibt es missglückte
Gene Troopers, die nur als selbstzündende Bombe zu gebrauchen sind und auf den Spieler losstürmen,
um ihn in Stücke reißen. Ist so ein Kerlchen hinter einer Tür und man schafft es nicht mehr
rechtzeitig, in zu erlegen, fliegt man mit ihm in die Umlaufbahn, wenn davon dann noch 3-4 gleicher
Bauart hintereinander kommen, wird's schwer. Von daher gab es auch im ersten Level keine Veranlassung,
auf einen höheren Schwierigkeitsgrad auszuweichen, was jedoch ein paar Level später revidiert
werden muss und sich bis zum Ende (mit Ausnahme des "bösen Finales") fortsetzte. Die Gegner
sind größtenteils Kanonenfutter, gehen selten in Deckung und stehen wie die Idioten in der Gegend
und scheinen darauf zu warten, erledigt zu werden. Das Schlimme ist, dass man sich fast während
der gesamten Spielzeit ähnlich verhalten kann. Viele richten viel zu wenig Schaden an, als dass
man groß in Deckung gehen muss, man ballert fleißig drauf los, bis man den Bereich gesäubert
hat. Ab und zu gibt es dann ein paar fettere Gegner oder die durchaus gefährlichen Parasiten
- eine Art Levelboss- doch allgemein ist es keine Herausforderung. Auch der Endboss ist ohne
Anstregung zu besiegen. Das hat zudem den Nebeneffekt, dass man die gesamten Optionen und Möglichkeiten,
die man mit dem Greifhandschuh, wie z. B. Todesgriff oder der Bullettimevariante, gar nicht
zum Einsatz bringt, weil es erstens gar nicht nötig und zweitens auch im Kampf viel zu umständlich
ist. Man probiert es höchstens einmal aus, um es mal probiert zu haben. Sinn macht das aber
nur bei einigen Geschütztürmen, die man mit dem Greifhandschuh vom Sockel hauen kann. Hier haben
die Entwickler eindeutig Fehler bei der Spielbalance gemacht, die sich negativ auf das Gesamtgameplay
auswirken. Warum sollte man zu komplizierten Spezialattacken greifen, wenn es mit der Standardwumme
viel einfacher geht?
Multiplay:
Gene Troopers bietet drei Spielmodi: Deatmatch, Team Deathmatch und Capture the Flag. Es
gibt einige höchst interessante Karten, die wirklich durchdacht scheinen und auch nach viel
Spaß aussehen, nur leider gab es während der gesamten Testphase nicht einen offenen Server,
womit sich das Spiel zum jetzigen Zeitpunkt leider als Multiplayerleiche erklärt. Bots gibt
es leider keine.
Fazit:
Für nur 20 Euro bietet Gene Trooper mehr als manches Vollpreisspiel. Es hat eine schicke
Graphik, stimmigen Sound und sorgt für ca. 10 Stunden Spielspass, auch wenn der Stil durch das
comichafte Gegnerdesign eher in Richtung "Kinder-Quake" geht. Sehr schön ist jedoch die Interaktivität
zwischen den Figuren und die verschiedenen möglichen Arten, das Game zu beenden. Leider stimmt
die Spielbalance im Schwierigkeitsgrad und in der Gegner KI überhaupt nicht. Es ist viel zu
leicht und somit werden die netten Kampfoptionen, die man durch die Charakterupgrades als Gene
Trooper besitzt, fast zum unnötigen Beiwerk. Dafür gibt es ab ein recht gelungenes Leveldesign
und eine gut inszenierte Geschichte. Gene Troopers ist daher ein recht passender und kurzweiliger
Kandidat für Shooter-Neueinsteiger, kommt aber keinesfalls an Cauldrons Vorgänger Chaser
heran.
Geschrieben am 10.01.2006, Testkonfiguration: P4-3Gig, GeForce 6800GT, 2GB Ram, Creative X-Fi Extreme
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