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Geometry Wars Gal.(DS)
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 | Info |
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| Autor | | 4+ |
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| Gesamt | | 4+ |
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| Name: | Geometry Wars Galaxies (DS) |
| Genre: | Arcade Action |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2008/02 |
| Publisher: | Sierra |
| Entwickler: | Kuju |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | Nintendo DS |
| System: | Nintendo DS |
| Multiplay: | Lan |
| Sprache: | Multilingual |
| Bemerkung: | auch für Wii, Xbox360, PC |
| USK: | k.A. |
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 | | Herstellerscreens |
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Es müssen nicht immer Millionen in ein Spiel investiert werden. So manch kleines Spiel ist
am Ende eventuell spaßiger, als diverse Vollpreistitel. Einen interessanten Wandel hat "Geometry
Wars" durchgemacht. 2003 gab es das "Minispielchen" als kostenlose Beigabe auf der Project Gotham
Racing 2-Disk und der ganz große Durchbruch kam schließlich 2005 mit der Xbox Live Arcade-Version.
Mehrere Hundertausend Spieler haben die knapp 5€ bezahlt und sich auf die virtuelle Jagd nach
immer besseren / höheren Punktzahlen gemacht. Mit dem Erfolg gab es auch weitere Umsetzungen,
etwa für den PC und zuletzt für das Nintendo Wii und DS. Wie sich die Handheld-Fassung schlägt,
welche Features hinzugefügt wurden und wie gut es sich mit dem Stylus steuern lässt, all diese
Punkte werden im folgenden Review behandelt.
Im Gegensatz zur Xbox 360 und PC Version, die beide zum Schnäppchenpreis von etwa 4-5€ bezogen
werden können, steht die Ladenversion für den DS zum leicht reduzierten Preis von etwa 30€ in
den Regalen, was für ein "Minispielchen" nicht gerade wenig ist. Aber dafür gibt es auch ein
wenig mehr Inhalt (u. a. ein mehrsprachiges Handbuch mit einer Gegnerliste) und die Möglichkeit,
den DS mit der Wii-Konsole zu verbinden, was jedoch aufgrund fehlender Wii-Hard- und Software
nicht ausprobiert werden konnte.
Schlichtes, aber fesselndes Spielprinzip
Worum es in Geometry Wars geht, ist schnell erklärt. Der Spieler steuert ein kleines Raumschiff
über den Schirm und muss alle Angreifer - in Form von farbigen Quadraten, Rechtecken und anderen
Formen - abschießen, die auf dem begrenzten Spielareal auftauchen. Das Spiel selbst läuft dabei
in einer Endlosschleife und kann so lange gespielt werden, bis alle Leben aufgebraucht wurden.
Je länger der Spieler dabei durchhält, desto stärker werden die Gegner, desto mehr Gegner stürmen
von möglichst allen Seiten auf ein und desto wichtiger wird es im letzten Moment, eine der begrenzten
"Bomben" zu zünden, die den kompletten Schirm säubern. Durch das Aufsammeln von Objekten kann
der Multiplikator erhöht oder bessere Waffen verwendet werden - auch Leben und Bomben bekommt
der Spieler in regelmäßigen Abständen dazu. Aber es gilt nicht nur auf die Objekte zu achten,
sondern auch, keinen der über 20 Feindtypen aus dem Auge zu verlieren. Ein Treffer oder eine
Berührung reicht aus und das eigene Schiff ist nur noch ein Haufen Weltraumschrott. Daher gilt
es, wenn man hohe Punktzahlen einfahren möchte, die einzelnen Gegner genau zu kennen. Einige
sind flink, andere eher langsam. Manche Feinde können sich teilen, andere feuern zielsuchende
Geschosse ab und wieder andere versuchen den Schüssen des Spielers auszuweichen. Auch mit Wirbeln,
die alles in der näheren Umgebung ansaugen, muss sich der Spieler auseinandersetzen und ggf.
Änderungen in der Flugbahn oder bei Schüssen einkalkulieren. Da Geometry Wars zudem ein sehr
schnelles Spiel ist und jede Sekunde über Leben und Tod entscheidet, ist hier höchste Konzentration
erforderlich. Geometry Wars ist jedoch auch ein Skillspiel. Die ersten Versuche und Abstecher
in die Weltraumballerei sind - egal auf welcher Plattform man spielt - ein Reinfall. Erst mit
steigender Spieldauer, wird man besser. Hier muss Zeit investiert werden, um im entsprechenden
Moment richtig reagieren zu können. Das Spielkonzept ist simpel, aber hohe Punktzahlen
können nur mit viel, viel Übung (und Zeit) erreicht werden.
Was bietet die DS-Fassung
Die Fassung für den Nintendo DS ist nicht nur ein wenig teurer, als für PC und Xbox 360,
sondern bietet auch mehr Inhalt. Neben dem normalen "Retro Evolved"-Spielmodus, welcher der
Live-Arcade-Fassung entspricht, kann sich der Spieler im "Galaxien"- und "Multiplayer"-Modus
austoben. Wahlweise im Coop oder gegeneinander können zwei Spieler über Wifi auf Punktejagd
gehen, wobei erfreulicherweise nur ein DS-Modul benötigt wird. Aber auch für den einsamen Zocker
und Punktesammler gibt es neues Futter. Im Galaxien-Spieltyp gilt es sich in zehn Galaxien zu
beweisen. Einzelne Planeten stellen dabei unterschiedliche Herausforderungen dar, die es zu
meistern gilt. Der Spieler muss dabei immer eine vorgegebene Anzahl Punkte sammeln, um die Bronze-,
Silber- oder Goldtrophäe zu erhalten. Erfreulicherweise haben sich die Entwickler durch sehr
unterschiedliche Gegnerkonstellationen und diversen Abgrenzungen um Abwechslung bemüht. So ist
das Kampfareal nicht immer nur ein Rechteck mit ähnlichen Gegnerwellen, sondern sehr unterschiedlich
ausgefallen. Es gibt diverse Formen (oder auch "Tunnel") und mannigfaltige Angriffswellen, so
dass jeder "Planet" für sich ein einzelner Endlosmodus ist, welchen der Spieler erst einmal
beherrschen muss. Bronze zu erreichen ist teilweise nicht so schwer, aber wer höher hinaus möchte,
der braucht Geduld und auch ein wenig Glück. Mit den erworbenen Punkten kann der Spieler zudem
nicht nur in der Highscoreliste, die sich auch über die Wifi-Verbindung online stellen lässt,
verewigen, sondern weitere Galaxien frei schalten. Lediglich die Anfangswelt ist von Beginn
an "offen". Als kleinen "Bonus" gibt es in der DS-Fassung zusätzlich eine kleine Drohne, die
um das Spielerschiff kreist und sporadisch ebenfalls auf die Gegner feuert. Durch bessere Leistungen
bzw. fleißiges Spiel wird der "kleine Helfer" auch immer besser und rettet einem eventuell auch
mal das Leben.
Portierung(sschwächen)
Als Bizarre Creations das Spiel entwickelte, wurde das Spielprinzip auf die Nutzung von zwei
Analogsticks ausgelegt. Stick #1 steuert das Raumschiff und Stick #2 bestimmt die Schussrichtung.
So konnte der Spieler auch dem dicksten "Gegnerpack" entkommen und gleichzeitig die Verfolger
durch Schüsse nach "hinten" eliminieren. Aber auf dem DS gibt es leider keine zwei Sticks oder
genauer gesagt nicht einmal einen Analogstick. Entsprechend musste Kuju Entertainment bei der
Portierung ein wenig tricksen, probieren und sehen, wie man die Steuerung möglichst optimal
übertragen kann. Herausgekommen sind dabei drei unterschiedliche Steuerungsmöglichkeiten: Zum
einen kann der Spieler auf eine Mischung aus Steuerkreuz und Stylus setzen, wobei wahlweise
das Schiff per Stylus dirigiert wird oder er die Schussrichtung vorgibt. Zum anderen ist es
auch möglich, komplett mit den "Buttons" zu spielen. Hierbei übernimmt wieder das Steuerkreuz
die Lenkung des Raumschiffes und die Knöpfe A, B, X und Y bestimmen, ob der Spieler nach rechts,
unten, oben oder links feuert. In der Praxis hat sich jedoch herausgestellt, dass keine der
drei Optionen wirklich gut ist und auch nur im Ansatz an die Gamepadsteuerung heranreicht. Wird
nur über die Buttons gespielt, dann lässt sich nicht nur das Schiff sehr "blockig" steuern,
sondern auch die Schüsse können nur in vier Richtungen ausgegeben werden. Zudem geht das ständige
Drücken stark auf die Finger. Greift man dagegen zum Stylus, dann lässt sich entweder das Schiff
wunderbar lenken oder die Schüsse genau dirigieren, doch es spielt sich trotzdem verkrampft
und die nicht über den Stylus ausgeführten Richtungsangaben bleiben sehr grob. Als wäre das
noch nicht genug, so hat das Spielen via Stylus noch einen gravierenden Nachteil: Man sieht
nur noch einen Teil des Spielfeldes, da die Hand ständig einen Bereich des Schirms verdeckt.
In einem so schnellen Spiel, wo zudem eine Berührung ausreicht, um ein Leben zu verlieren, ist
dieses Manko kaum zu verschmerzen. Das Ende der Portierungsschwächen ist damit jedoch noch nicht
erreicht. Obwohl die Optik merklich zurückgeschraubt wurde und lediglich ein kleiner Teil des
Spielfeldes zu sehen ist (Das allein ist schon sehr ungünstig bei so einem Spiel.), ist die
DS-Hardware auch noch zu schwach. Sobald die Gegneranzahl ein wenig ansteigt, kommt es immer
wieder zu merklichen und längeren Slowdowns bzw. Geschwindigkeitseinbrüchen. Gibt es dann auch
noch große Explosionen und viele Effekte, dann verschlimmert sich das Ruckeln und Zuckeln noch
mehr.
Meinung
So berauschend der Erfolg des DS aktuell ist, so schöne Spiele es auch für den Handheld gibt,
zeigt es sich leider doch, dass nicht alles "DS-kompatibel" ist. Geometry Wars ist
ein Paradebeispiel zu zeigen, dass sich Gamepadsteuerung nicht immer gelungen auf andere Steuerungsarten
umsetzen lässt. Was in der Vorlage wunderbar funktioniert, wird hier sehr schnell sehr ungemütlich.
Entweder kann man schlecht steuern, kaum zielen oder verdeckt sich auch noch einen Teil des
ohnehin viel zu kleinen Bildschirmausschnitts. Spätestens wenn die ganze Geschichte dann auch
noch anfängt zu ruckeln, hört der Spaß auf. Wer bei "Geometry Wars: Galaxies" auf eine gelungene
Umsetzung für unterwegs hofft, wird bitter enttäuscht. Es sind schöne Ergänzungen und Ideen
vorhanden, aber die Jagd nach Highscores macht in dieser Form wenig Freude. Ganz unspielbar
ist der Titel jedoch nicht. Wer sich also an den Schwächen nicht stört und einfach mal im Bus
oder der Bahn einige Minuten überbrücken möchte, kann einen Blick riskieren. Alle anderen Interessenten
sollten lieber zur PC oder Xbox 360-Fassung, wobei es bei letztgenannter eine kostenlose Demo
gibt.
Geschrieben am 22.02.2008, Testkonfiguration: Nintendo DS
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