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God of War
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| Autor | | 1 |
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| Gesamt (34 votes) | | 1 |
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| Name: | God of War |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2005/03 |
| Publisher: | Sony |
| Entwickler: | SCEA |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | Playstation2 |
| System: | Playstation2 |
| FFeedback: | ja |
| Sprache: | Multilingual |
| zensiert: | nein |
| Bemerkung: | In Deutschland nicht offiziell erschienen |
| USK: | keine |
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Nicht nur in der heutigen Zeit gibt es Konflikte, auch die Antike bietet ein breites Spektrum,
was Menschen alles schaffen oder insbesondere auch zerstören können. Statt ein weiteres Spiel
mit aktuellem oder futuristischem Hintergrund zu entwickeln, haben sich die Entwickler von Sony
Computer Entertainment America entschlossen, ein glücklicherweise nicht ganz so verbrauchtes
Setting zu wählen. Griechen und Götter bieten da eine breite Palette an Möglichkeiten für ordentliche
Action. Wem Warrior Within zu harmlos
war oder zu wenig Action hatte, sollte sich angesprochen fühlen. Was das Spiel neben viel Blut
noch alles bietet, soll das Review klären.
Es deutet sich schon an, viel Blut ist natürlich nichts für die USK und BPjM. Somit war fast
klar, dass God of War keine Alterseinstufung erhalten hat und somit jederzeit indiziert werden
kann. Das macht den Verkauf hierzulande natürlich etwas schwerer und somit gibt es auch keine
Version in deutschen Kaufhäusern, u.a. auch, weil Sony es so auch nicht in Deutschland vertreiben
wollte. Doch wer beim Spielefachhändler oder Importgeschäft nachschaut, kommt problemlos an
die existierende deutsche Version, die mehrsprachig und ungeschnitten ist.
Kratos, Spielball der Götter
Das Spiel beginnt für den Spieler etwas unverständlich. Kratos steht angeschlagen auf dem
höchsten Berg Athens und hat nichts anderes zu tun, als sich nach unten zu stürzen um sein Leben
zu beenden. Wieso es dazu kommt, dass Kratos diesem Entschluss trifft und weshalb er alles andere
als ein freundlicher Zimmergenosse ist, offenbart sich im Spielverlauf. Eigentlich war Kratos
ein Spartaner unter vielen. Doch im entscheidenden Moment hat er sich zu einem Spielball des
Gottes Ares gemacht und zieht seitdem schon 10 Jahre als Kriegsmaschine durch die Welt. Neben
den blutigen Kämpfen wird er von Albträumen und Visionen geplagt, die an seinen Nerven zehren,
aber Rettung scheint nahe und Athene gibt ihm einen Funken Hoffnung. Eine Aufgabe muss noch
erledigt werden, dann könnte er vielleicht erlöst werden. Der Kriegsgott Ares greift Athen an
und Kratos soll die Stadt retten und den Gott töten. Doch das ist ein langer Weg für einen Sterblichen
und es geht nur mit der Büchse der Pandora…
Auch wenn es im Spiel primär um Actioneinlagen gegen Gegnermassen oder aber auch einige wenige,
dafür aber stärkere Exemplare geht, wird dennoch eine ansehnliche Hintergrundstory präsentiert.
Man erfärht nach und nach, wieso Kratos zu dem wurde, was er ist, wie er zum Spielball
der Götter wurde und wie sich seine Zukunft ergibt. Neben den Actionsequenzen wird auch auf
kleinere Sprung und Kletterpassagen gesetzt, wenngleich in nicht ganz so komplexem Umfang wie
beim Prinzen. Bei God of War steht die Action im Vordergrund.
Action mit kleinen Denkeinlagen
Fast ist Kratos am Ziel. In der Ferne sieht er schon den Tempel des Orakels. Doch der Weg
wird schwerer, als man meint. Noch bevor er dazu kommt, die Stufen zum monumentalen Bauwerk
hochzusteigen, greifen die Gegner an. Von allen Seiten kommen untote Soldaten. Also wird es
Zeit die beiden an Ketten befindlichen Chaos-Klingen zu zücken. Mit einigen schwungvollen Bewegungen
bekommen die ersten Gegner dann auch gleich einige Treffer ab. Gut, dass man hier gerade Erfahrungspunkte
in ein Update investiert und somit neben höheren Schaden auch einen neuen Move gelernt hat.
Bevor man nun in der Ecke eingekesselt wird, vollführt der Held zwei schnelle Rollen zur Seite
und fällt den langsamen Angreifern in die Seite. Doch von hinten kommen bereits die nächsten
Wellen, so dass auch ein Abblocken der Angriffe der Gesundheit gut tut. Mit einem kleinen Hopser
weg von den Feinden verschafft man sich gerade etwas Luft, als weitere Gegner eintreffen. Doch
hierbei handelt es sich leider nicht um die leicht zu bezwingenden Soldaten, sondern zwei Gorgonen.
Diese schlangenhaften Wesen setzen auch gleich ihren Spezialangriff ein. So ein Blick lässt
selbst den stärksten Helden blitzschnell zu Stein erstarren. Nun heißt aber erst mal, sich möglichst
schnell mit ruckartigen Seitwärtsbewegungen aus dieser Misere zu befreien, bevor es den neuen
Angreifern an den Kragen geht und Kratos zum Gegenangriff über geht. Während der Gorgone inzwischen
dank der Klingen und etwas Nachhilfe göttlicher Macht in Form von Blitzen zu Boden geht, ist
der andere schwer angeschlagen. Daher setzt Kratos zum entscheidenden Finish-Move an. Ein Sprung
und er hat den Kopf erfasst. Nun geht der brutale Kampf dem Ende zu. Schnell eine halbe Drehung
nach links, dann eine nach rechts und schließlich eine 360-Grad Bewegung und Kopf und Körper
sind getrennt und bringen ordentlich Erfahrungspunkte. Nun kann es endlich in den Tempel des
Orakels gehen. Viel Zeit zum Überlegen bleibt jedoch nicht, viele Harpyien greifen an und kommen
in scheinbar unendlichen Strömen aus den beiden Löchern in den Wänden. Da wird man auch mit
allen Waffen nichts erreicht können. Was also tun? Da fällt schließlich der Blick auf die beiden
Statuen am hinteren Ende des Tempels, die jeweils ein Schild in der Hand halten. Diese Statuen
könne man doch vielleicht bis vor die Löcher in der Wand schieben, so dass die Plagegeister
gar nicht erst reinkommen können. Ist das endlich unter laufenden Feindangriffen geschehen,
kann sich Kratos etwas umsehen und nach dem Orakel im Tempel suchen….
Die Rettung von Athen
Das Spiel beginnt nicht direkt in Athen, die Entwickler haben sich als kleinen Appetitanreger
und für das Tutorial eine actionreiche Passage auf Schiffen ausgedacht. Hier kämpft der
Held noch nicht gegen die Bedrohung Athens, sondern gegen sehr aggressive Hydras. Tutorialmäßig
wird dem Spieler nach und nach die simple und verständliche Bedienung schnell und ohne Umschweife
in kleinen Häppchen nähergebracht. Dank eines hier sehr linearen Levels kann man sich dabei
auch nicht verlaufen und lernt gleichzeitig alle wichtigen Elemente kennen. Beim grundlegenden
Gameplay greift God of War auf überwiegend bekannte Elemente zurück, wie man sie aus z. B.
Knights of the Tempel, Prince
of Persia und anderen vergleichbaren Actionspielen kennt. Von den drei Hauptaspekten Kampf,
Klettern und Erforschen setzt das Spiel ganz klar auf Action. Immer wieder kommt Kratos in Bereiche,
in denen eine Tür ins Schloss fällt oder sich ein Kraftfeld aufbaut, um dann im Kampf eine oder
mehrere Gruppen an Gegnern zu besiegen. Erst danach kann man weiterziehen. Aber auch dazwischen
kommt es immer wieder zu Kämpfen, wenn man sich durch schmalere Gänge bzw. eng abgegrenzte Wege
bewegt. Anfangs noch auf dem Schiff, später dann in den Straßen von Athen unterwegs, durch unterirdische
Kanäle, Tempel, die Wüste und einem Tempel mit allerlei Prüfungen der Götter, der auf dem Rücken
eines Titanen durch die Wüste getragen wird. Aber auch ein Abstecher ins Reich der Toten, dem
Hades, steht auf dem Programm. Die Entwickler haben sich dabei sehr viele Mühe gegeben, die
Schauplätze unterschiedlich, abwechslungsreich aber dennoch insgesamt zueinander stimmig zu
gestalten, was auch sehr gut gelungen ist. Doch neben einfach Passagen, in denen man nur einem
Gang oder Pfad bis zum Ziel folgen muss und dabei eventuelle Gegner beseitigt, gibt es auch
einige kleine Rätsel zu lösen. Diese beschränken sich dabei glücklicherweise nicht nur auf das
Schalterdrücken. Da gilt es Mechanismen zu überlisten, indem man mit Kisten Tore offen hält,
es gilt eine riesige Statue aufzurichten und den Stein, den diese trägt, ins Rollen zu bringen
oder Objekte entsprechend auszurichten. Diese Aufgaben sind zwar meist nicht so schwer, nur
muss man mitunter auch erst mal darauf kommen, was getan werden muss. Da versteckt sind dann
auch schon mal ein Ausgang im Sockel einer Plattform unter Wasser, die auch nur für kurze
Zeit auftaucht. Gerade zeitkritische Aufgaben sind mehrfach vorhanden. Da muss eine Kiste schnell
durch einen Gang gebracht werden, bevor die Zeit abläuft und Fallen aus dem Boden kommen, da
gilt es Gegner schnell genug zu beseitigen, so dass die magischen Barrieren verschwinden, damit
man von den Holzplanken verschwinden kann, bevor sich diese nach unten hin öffnen oder man muss
einen Hindernispacour unter Zeitdruck überwinden. Auch sehr lustig ist es, eine Kiste auf einem
Förderband in die entgegengesetzte Richtung zu transportieren, von Gegnern angegriffen zu werden
und dahinter arbeiten die "Mühlsteine" direkt über dem Band. Auch dabei sind natürlich typische
Tomb Raider & Co Aufgaben, wo es gilt, großen Steinbrocken auszuweichen, durch Stachelfallen
zu kommen oder beispielsweise in einem Raum, in dem lauter Sägen herumflitzen, innerhalb eines
knappen Zeitlimits beide Schalter zu betätigen und den Raum zu verlassen. Solche Fallen findet
man auch unter Wasser. Ebenso gibt es einige Sprung und Kletterpassagen an Wänden, Vorsprüngen,
etc.
Gespeichert wird an jeweils fest vorgegeben Stellen, wobei deren Entfernung jedoch sehr stark
schwankt. Entweder zu weit auseinandner oder zu nah beieinander. Gerne hätte ich so manche Stelle
im Nachhinein erneut gespielt, was jedoch wegen lediglich vier Saveslots nicht geht. Zum Glück
gibt es Vor jeder schwereren Stelle immer ein Speicherpunkt und außerdem auch noch recht viele
automatische Checkpoints, was gerade bei so manchen Sprüngen, Fallen oder Kletteraufgaben positiv
ist. Gerade bei den Kletterpassagen an einem Seil, wenn dazu noch Gegner kommen und einen leicht
runterreißen, ist man dafür recht dankbar. Im Prinzip stimmt die Mischung aus Kampf, Fallen,
Checkpoints und Spielspaß auch weitestgehend. Doch stellenweise wurde auch etwas übertrieben.
Insbesondere im Hades zieht sich so mancher Balanceakt waagerecht auf drehenden Balken mit Messern
bestückt, über die man balancieren muss oder auch senkrecht stehende Säulen mit Messern,
an denen es hochzuklettern gilt, recht lange und nicht ganz so spaßig hin. Nach etwa 8 bis 10
Stunden hat man das Spiel dann auf einem der vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade gemeistert.
Die ersten drei stehen von Anfang an zur Verfügung und der höchste muss erst freigeschaltet
werden. Auch wenn das Spiel sehr viel Wert auf Action und Fallen legt, so wurden die Schwierigkeitsgrade
recht gut ausbalanciert und auch Einsteiger sollten mit dem untersten durchaus in der Lage sein,
das Game zu beenden. Neben dem Schwierigkeitsgrad gibt es auch weitere freischaltbare Extras
auf der Disk. Neben Trailern und einem "Making of", das bereits von Anfang an zu sehen ist,
kann man auch nicht genutze Level/ Gegner anschauen oder in einem Herausforderungsmodus 10 schwere
Aufgaben lösen.
Buttonhämmern bis der Arzt kommt
Bei der Steuerung wurde auf eine überwiegend sehr durchdachte und eingängige Steuerung geachtet.
Während man mit dem linken Stick Kratos durch die Gegend steuert, übernimmt der andere Stick
nicht, wie man vermuten könnte, die Kameraansicht. Mit dem rechten Stick werden entsprechenden
(Ausweich-)Rollen betätigt. Die Kamera selber folgt dem Spieler automatisch und man kann diese
nicht ändern. Das ist jedoch auch etwas der Knackpunkt. Überwiegend funktioniert die automatische
Kamera klasse und gerade in engen Räumen ist die manchmal feste Position sehr gut und man kann
sich auf's Kämpfen konzentrieren. Andererseits gibt es auch die ein oder andere vielleicht nicht
jedem passende Kamerafahrt/-verfolgung. Mal ist es ein Kameraschwenk, dann geht die Kamera komplett
mit und fährt hinter dem Spieler her. Sehr ungünstig sind da teilweise entsprechende Ansichtswechsel,
die dann sehr ruckartig erfolgen und sich dadurch die Steuerungrichtung ändert und der
Held dann in die falsche Richtung läuft. Zum Spielen ist die Kameraautomatik dann ja noch insgesamt
ok und verständlich, gerade auch weil Ausweichen sehr wichtig ist. Nur beinhaltet das Spiel
auch Erkundungsaktionen, um Secrets & Co zu finden und dafür hätte man doch ganz gerne selber
die Kamerakontrolle. Zudem ist die Landschaft ja auch sehr schön gestaltet und die hätte ich
mir auch gerne etwas näher angesehen, als nur aus festen Positionen. Die Steuerung funktioniert
ansonsten recht gut, lediglich das Balancieren auf schmalen Vorsprüngen oder drehenden Balken
ist leicht schwammig und verzeiht kaum Fehler. Neben Springen und Aktion kann Kratos ansonsten
noch auf Waffen und Magie zurückgreifen. Magie gibt es nach und nach in Form von vier Götterkräften.
So kann man die Gegner auf Entfernung mit Blitzen angreifen oder sie versteinern. Genauso wie
die Götterkräfte kann man auch die beiden Waffen verstärken. Sie verursachen dann nicht nur
mehr Schaden, sondern auch neue Angriffsmöglichkeiten. Nicht nur für diese Kombos muss man ordentlich
auf die Tasten drücken, wenn man die Gegner mit einfachen und schweren Schlägen - vielleicht
noch aus der Luft - angreifen will. So leuchtet bei jedem Gegner, wenn dieser fast besiegt ist,
die Nahkampfattacke auf und je nach Gegnertyp gibt es dann entsprechende Special-Moves. Während
einige Gegner nur auf dem Boden zusammengeschlagen werden, gilt es beispielsweise bei Zyklopen,
ein kleines Minispiel zu absolvieren. Einfach die aufleuchtenden Buttons im richtigen Moment
drücken und Kratos huscht unter dem Gegner durch, bohrt ihm die Waffen in den Rücken, springt
auf ihn und vollführt dann einen Finishing-Move am Kopf. Bei Minotaurus dagegen gilt es ein
kleines Armdrücken mit der Kreistaste zu bestehen und dem Unglücklichen wird auf dem Boden die
Klinge in den Mund gestoßen. Sehr wichtig ist es bei den Zwischengegnern auf die richtigen Tasten
im richtigen Moment zu drücken. Einen davon bekommt man schon sehr früh auf dem Schiff
zu sehen. Hier tauchen immer wieder Hydraköpfe auf und mit entsprechenden Tasten weicht man
dem Viech aus und greift selber an. Gerade diese Bosskämpfe sind extrem spannend gemacht. So
beispielsweise der Showdown der Hydra. Den beiden ersten Köpfe hat man rasch genug Schaden zugefügt,
so dass diese kurze Zeit später schlapp auf dem Deck liegen. Da heißt es dann schnell die
Kisten an der Seite hoch und das Seil am hängenden Gewicht durchtrennen, so dass der Hacken
am unteren Ende sich durch das Tier bohrt. Bei der großen "Mama" muss man dann schon mehr leisten.
Hier muss man mehrfach den Kopf erwischen und gegen den Mast schlagen, bis dieser oben absplittert
und dann im Zweikampf der Kopf nach unten durch diesen gezogen werden kann. Aber auch in Kämpfen
muss hektisch auf die Buttons gehämmert werden. So muss man sich im Kampf auch mal durch schnelle
links/rechts Bewegungen von Gegnern befreien, der Versteinerung entfliehen oder den Gegner abschütteln,
der einen nach unten ziehen will, während man am Seil hängt. Nicht nur die Gegner hinterlassen
je nach Typ und Kill die drei unterschiedlichen Sachen Erfahrung, Magie und Gesundheit. Ähnlich
wie bei Fable gibt es hier unterschiedlich
farbige Kügelchen. Doch diese muss man nicht einsammeln, sondern sie werden automatisch aufgesogen,
wenn man in der Nähe ist. Grün füllt die Gesundheit auf, Blau den Manavorrat und Rot ist Erfahrung.
Wie viel Erfahrung man bekommt, hängt auch vom Kampfmultiplikator ab, der weiterzählt, so lange
man keine längere Pause macht oder getroffen wird. Mit diesen Punkten können dann Waffen und
Götterkräfte verbessert werden. Schade ist es, dass diese sehr imposanten Zwischengegner eher
selten sind. Da haben die Entwickler nach der Hydra am Anfang ihr Pulver für eine ganze Weile
verschossen. Erst gegen Ende gibt es da wieder was. Leicht Ähnliches trifft auch auf die
Gegner zu. Schon recht bald hat man sehr viele davon gesehen und es gibt wenig Abwechslung.
Insbesondere die "leichten Gegner" wie Soldaten werden sehr, sehr häufig verwendet. Auch wenn
das Game recht kurz ist, so empfand ich die Kämpfe doch gegen Mitte / Ende teilweise als zu
eintönig. Es scheint, als wären ihnen die Gegner ausgegangen, damit das Spiel rechtzeitig
im Laden steht.
Grafik & Sound
Grafisch ist God of War extrem gut gelungen. Es ist wirklich erstaunlich, was die Entwickler
da alles noch aus der PS2 herausholen. Die Schauplätze sind sehr detailliert, höchst abwechslungsreich
und extrem stimmig. Egal ob man nun auf hoher See gegen Hydras kämpft, durch die brennende bzw.
umkämpfe Stadt Athen läuft, einen Abstecher in Wüsten und Tempel unternimmt oder die Unterwelt
besucht. Überall findet man Details, in denen Schutt oder Sand in den Ecken liegt oder Räume
mit Vasen, Statuen und anderen Verzierungen ausgestattet sind. Mal sieht man eine gigantische
Halle oder klettert vor einer beeindruckenden Kulisse und an anderen Stellen kracht es um einen
herum, Gebäude stürzen ein und riesige Gegner kommen. Selbst die normalen Soldaten sind vom
Detailgrad recht gut gelungen und besonders die etwas größeren Gegner sind sehr ansehnlich ins
Spiel integriert. Die Zweikämpfe Kratos gegen den Gegner am Boden sind wunderbar animiert, genauso
wie andere Animationen für das Blocken und Ausweichmanöver. Trotz dieser durchgehend sehr guten
Grafik gab es keinerlei Ruckler und alles lief wunderbar flüssig. Bei God of War sind natürlich
entsprechenden Gore- und Bluteffekte sehr stark vertreten. Da spritzt das Blut in alle Richtungen,
wenn das Schwert in den Rachen gebohrt wird oder da fliegen Köpfe und sonstige Körperteile durch
die Gegend. Auch in den Videos wird nicht mit Brutalität gegeizt. Das Spiel liegt als multilinguale
Fassung vor. Insgesamt ist die Übersetzung und Vertonung zwar gar nicht so schlecht geraten
und durchaus in der oberen Liga, doch gegen das Original kommen sie dennoch nicht an. Zusätzlich
zur atmosphärisch sehr passenden Musik, wie man sie auch aus entsprechenden Genre-Filmen kennt,
gibt es passende Kampfgeräusche wie Waffen, Schreie, etc. und natürlich je nach Abschnitt Hintergrundsounds
für die Wogen auf See oder den Wind in der Wüste.
Meinung
God of War ist der kleine Actionhappen für zwischendurch. Wenn man sich mit der nicht ganz
zimperlichen Darstellung anfreunden kann, dann bekommt man eine insgesamt recht gute Actionunterhaltung.
Gerade der Anfang ist extrem stimmig geworden. Doch nach dem explosiven Start flaut das Spiel
dann ab der Wüste etwas ab. Zwar konnten mich ab dem Zeitpunkt insbesondere die Kisten-, Kletter-
und Schalterpuzzle erfreuen, doch die Kämpfe haben an Faszination verloren. Zu wenig neue Gegnertypen
und bis zum nächsten großen Zwischengegner ist es auch eine Weile hin. Neben leichten Schwierigkeiten
beim Balancieren waren ansonsten lediglich die Kletterpassagen im Hades nicht ganz so gut gelungen.
Etwas schade ist noch die knappe Spielzeit von etwa 8 Stunden. Wer auf der Suche nach einem
extrem actionreichen Spiel mit einer rundum gelungenen antiken Atmosphäre ist, bekommt mit God
of War ein klasse Spiel.
Geschrieben am 10.08.2005, Testkonfiguration: Playstation2
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