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God of War 2  

Rückseite ]

Info
Autor 1
 2
 1.5
 2.5
Gesamt (17 votes) 1+
 2.1
 1.6
 2.5
Team (2 votes, siehe hier)1
Name:God of War 2
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2007/06
Publisher: Sony
Offiz. Sites: Game
Hardware: Playstation2
System: Playstation2
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
Serie: ja
Bemerkung: PS3(60) kompatibel
USK: 18
God of War 2 (review von nali_warcow)

Mit God of War brachte David Jaffe und sein Team 2005 ein Actionspiel der Spitzenklasse auf die nicht mehr sonderlich taufrische Playstation 2. Nach Inzwischen ist einige Zeit vergangen und die gute, alte PS 2 wurde abgelöst. Ende 2006 kam die Playstation 3 in Japan und den USA auf den Markt, während Europäer einige Monate länger warten mussten, bis sie im März 2007 auch die 599€ auf den Tisch legen konnten, um Sonys neues Hightech-Spielzeug ihr eigen nennen zu können. Was jede Konsole braucht ist ein Systemseller, ein Game, das die Leute dazu bringt, viel Geld auszugeben und die kostspielige Anschaffungen namens Playstation 3 zu tätigen. So ein Kaufgrund könnte God of War 2 sein. Im Mai kam die heiß erwartete Fortsetzung auch schließlich in die Händlerregale. Allerdings wurde noch auf die letzte Generation gesetzt, die einmal mehr zeigte, dass die Playstation 2 spielerisch ein Lineup zu bieten hat, welches sich nicht hinter Hochleistungsgrafikkarten und Cell-CPUs verstecken muss. Mit welchen Göttern und Fabelwesen sich Kratos im neusten Abenteuer anlegt und was sich alles aus einem 300 MHz-Rechner mit 32 MB RAM herausholen lässt zeigt das folgende Review.

Wie üblich gibt es vorweg jedoch erst noch einige Informationen zur getesteten Version bzw. den erhältlichen Spielfassungen. God of War 2 erschien weltweit in zwei unterschiedlichen Fassungen. Neben der normalen Version, die in der bekannten Playstation 2-Verpackung noch immer in den Läden steht, gab es auch kurzzeitig eine limitierte Special Edition im Pappschuber, dem jedoch nur ein äußerst nichtssagendes Cover spendiert wurde. Neben dem sparsamen Handbuch (17 Seiten in Farbe), das jedoch alle Grundlagen des Spiels erklärt, enthält die Sammleredition zwei DVDs. Auf der einen befindet sich das eigentliche Spiel, auf der Bonus DVD findet der Käufer dann ein etwa 35 Minuten langes "Making of", welches die unterschiedlichen Produktionsschritte von der Planung bis zum Release beleuchtet. Allerdings hat sich in diesem Bereich der Disk ein kleiner Produktionsfehler eingeschlichen. Am Ende eines jeden Kapitels landet man bei den Interviews (ingesamt drei Stück zu den Themen Sound, Musik und Art). Zusätzlich gibt es Trailer und Videoberichte zu den Umgebungen, Kreaturen und dem Testablauf von God of War 2. Im Spoiler-Bereich der Bonus-DVD gibt es darüber hinaus Informationen zur Erschaffung von Kratos, dem Spielkonzept, Leveldesign, Zeus, Bosskämpfen, Zwischensequenzen und Leveln, die es leider nicht in die finale Version geschafft haben. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, kann jederzeit Untertitel einschalten. Deutsche Spieler brauchen sich auch keine Gedanken bezüglich irgendwelcher Kürzungen machen. God of War 2 erschien komplett ungeschnitten mit einer entsprechenden USK-Freigabe ab 18, was durchaus berechtigt ist. Von Blut bis Sex-Mini-Spielchen ist alles für die erwachsenen Spieler enthalten. Wer Kratos lieber auf Englisch spielt, kann außerdem bei jedem Spielstart die Sprache wählen und so auch die nicht ganz so gelungene, deutsche Sprachausgabe verschmerzen, die zudem teilweise auch ein wenig "rauscht" bzw. aussetzt.

Information für Playstation 3-Besitzer

God of War 2 läuft ohne Probleme auch auf Sonys neustem Flaggschiff, der Playstation 3, allerdings nur auf der ersten Version, die bis Ende 2006 verkauft wurde und ab Werk über eine 60GB große Festplatte verfügte. Alle späteren Versionen haben keinen Playstation 2-Emulator mehr und können lediglich PS 1-Titel abspielen. Wer jedoch eine 60GB-PS 3 mit Emulator hat, kann nicht nur PS 2-Spiele zocken sondern zusätzlich in den Systemoptionen die Hochskalierung und Kantenglättung aktivieren. Das Resultat ist ein optisch merklich verbesserter Titel, der auch vom lästigen Kantenflimmern befreit wurde. Für Rumble-Effekte wird ein entsprechender Dualshock 3-Controller gebraucht, da die erste Generation der PS 3-Gamepads ohne Rumble auskommen mussten.

Kratos beugt sich niemandem!

Nach seinem Sieg über Ares wurde Kratos der neue Gott des Krieges und erhielt einen Platz im Olymp. Getrieben durch seinen Hass und Zorn gegenüber den Göttern, die ihn nicht von seinen Albträumen erlösen wollten, schickt Kratos die Soldaten Spartas von einer Schlacht in die nächste. Auch wenn Kratos Vorgehen und pausenlose Schlachten, um Ruhm und Ehre zu erlangen, den anderen Göttern ein Dorn im Auge sind, so lässt sich der neue Kriegsgott davon nicht einschüchtern. Als der Fall von Rhodos schließlich kurz bevorsteht, beschließt Kratos selbst in die Schlacht einzugreifen und der Stadt den Todesstoß zu versetzen. Doch kaum hat der Spartaner den Boden erreicht, taucht ein Falke auf und lässt sich für einen Sekundenbruchteil auf seiner Schulter nieder. Während Kratos noch Verrat schreit, wird er auch schon kleiner und verliert einen Großteil seiner göttlichen Kraft. Wie sich jedoch sehr bald herausstellt warten noch größere Probleme auf ihn, da der Falke zusätzlich den mächtigen Koloss von Rhodos zum Leben erweckt hat und dieser nun auf ihn losgeht. Nur mit allerletzter Kraft und einem Geschenk von Zeus, der Klinge des Olymps, erringt er schließlich den Sieg. Seine Freude darüber ist nur noch von kurzer Dauer. Seine gesamte Macht ist inzwischen in die göttliche Klinge übergegangen, doch die verlor er, als der Koloss einstürzte. Schwer angeschlagen und vor den Augen der eigenen Truppen erniedrigt, versucht Kratos noch die Klinge zu erreichen, doch dazu kommt er nicht mehr. Göttervater Zeus zeigt sein wahres Gesicht und verlangt ihm ewige Treue und Unterwerfung. Obwohl er keine Chance gegen Zeus hat, gibt Kratos seine trotzige Haltung nicht auf und wenig später greifen die Arme des Hades nach dem ehemals mächtigen Krieger. Doch die Geschichte ist damit noch lange nicht vorbei. Kratos bekommt Hilfe von denjenigen, die ebenfalls einen enormen Hass auf die Götter haben: Den Titanen. Gaia, die Mutter der Titanen, sorgt dafür, dass Kratos wieder in die Welt der Sterblichen kommt und seine Chance erhält, sich für den Verrat zu rächen. Bis dahin ist es jedoch ein sehr weiter Weg und nur die Schicksalsgöttinnen auf einer abgelegenen Insel können ihm dabei helfen…

Schon im ersten Teil haben es die Entwickler ausgesprochen gut hinbekommenen, Kratos blutiges Actionabenteuer in eine ansehnliche und spannend erzählte Handlung zu verpacken. Entsprechend positiv ist es daher, dass die Handlung im Nachfolger nicht nur einen hohen Stellenwert hat, sondern das "God of War"-Universum kontinuierlich erweitert. Statt sich, wie im Vorgänger, primär auf Kratos zu konzentrieren, geht es Teil 2 ein wenig epischer an. Neben bekannten Charakteren, die, wie der Barbarenanführer, ein kleines Comeback feiern, beschäftigt sich der aktuellste Titel ein wenig mehr mit den legendären Titanen und deren Beziehung zu den Göttern. Neben optisch sehr gut gelungenen, vorgerenderten Zwischensequenzen wird auch immer wieder auf Ingamesequenzen zurückgegriffen, die mit Hilfe der Spielengine dargestellt werden. Einige diese Passagen laufen in Echtzeit ab, anderen liegen lediglich als Video vor, vermutlich um einige Hardwareschwächen der Konsole zu verdecken. Während auf einem normalen TV bzw. der Playstation 2 hier kein Unterschied zur normalen Ingamegrafik zu erkennen sind, so fallen diese Videos im PS3-Emulator durch die sehr viel gröbere Auflösung und Kantenflimmern etwas unschön auf. Doch auch wenn es wieder einmal eine interessante Geschichte zu erzählen gibt, so haben die Entwickler nicht vergessen, was den ersten Teil so erfolgreich gemacht hat: Die Kämpfe und teils atemberaubenden Kulissen. Auch als Ex-Gott des Krieges gilt es sich durch buchstäblich Tausende Gegner zu schnetzeln, eindrucksvolle Zwischen- und Endgegner zu besiegen und nebenbei kleine Puzzle- und Geschicklichkeitspassagen zu meistern. In anderen Worten: Kratos ist auch im Nachfolger ganz der Alte geblieben.

Bombasteinstieg

Kenner von God of War 1 werden sicherlich den Anfang des Spiels nicht vergessen haben. Auf einem Schiff kämpfte Kratos nicht nur gegen unzählige, kleine Feinde, sondern erlebte mit dem Kampf gegen die Hydra einen wahres Actionfeuerwerk. So ein Einstieg ist verständlicherweise nicht so einfach zu überbieten. Doch die 30 bis 45 Minuten in Rhodos, welche eindrucksvoll den Fall des einst mächtigen Gottes zeigen, schaffen es locker, eine noch gelungenere Actionatmosphäre zu entfesseln. Hier merkt man ganz genau, was alles im Helden steckt, wenn er den "Prolog" noch mit voll ausgebauten Götterfähigkeiten absolvieren kann. Verfolgt vom Koloss von Rhodos gilt es in zahlreichen Auseinandersetzungen mit dem riesigen Gegner eine Möglichkeit zu finden, ihn irgendwie zu besiegen. Gleichzeitig haben die Entwickler den temporeichen Einstieg dazu verwendet, um auch Einsteigern das Gameplay und die Kontrolle über Kratos näher zu bringen. Sehr viele überwiegend bekannte Gameplayelemente werden dabei vorgestellt. Der Held kann nicht nur mit den Waffen ordentlich austeilen, sondern auch springen, klettern, hangeln und mit diversen Objekten, wie riesigen Waffen, Kisten und Schaltern interagieren. Auch die sogenannten "Quick-Time-Events" sind wieder vorhanden. In brenzligen Situationen gilt es im richtigen Moment die angegebenen Tasten zu drücken. Sei es, um dem "Stampfangriff" zu entkommen (schnell auf eine Taste hämmern), Kisten zu öffnen (Taste gedrückt halten), Gegner mit einem Finish-Move zu besiegen oder sich im Kampf mit dem Angreifer zu bewähren (jeweils eine eingeblendete Kombination drücken, wie etwa Dreieck, Kreis, Kreis, X). Gerade diese Zweikämpfe mit großen Gegnern sind wieder einmal eine Freude, da eine wunderbare Balance zwischen actionreicher Herausforderung und Frust gefunden wurde.

Ex-Gott mit Wut im Bauch

Nach diesem actionreichen und stimmigen Einstieg schaltet das Spiel erst einmal wieder einen Gang zurück und lässt den Spieler das eben erlebte verdauen, was auch sehr schön mit der eigentlichen Handlung einher geht, da Kratos gerade mal wieder dem Tod ein Schnippchen schlagen konnte. Häppchenweise gilt es nun sich im weiteren Spielverlauf nach und nach wieder die verlorenen Kräfte anzueignen. Hierbei gibt es dann gleich die erste große Neuerung zu sehen: Luftkämpfe. An mehreren Stellen kann Kratos kurzzeitig auf den Rücken eines Pegasus klettern, der einen von Schauplatz zu Schauplatz bringt. Selbstverständlich tummeln sich auch in luftiger Höhe so manche Feinde (Griffin), die mit beeindruckenden Flugmanövern ausgeschaltet werden können. Schon bald bekommt der Held die erste neue Waffe in die Hände gedrückt, einen magischen Bogen namens Typhon's Bane. Hiermit ist es nun möglich, Feinde aus der Entfernung anzugreifen bzw. besondere Stellen anzuvisieren. Außerdem kann man nun an Wänden und Decken klettern und an gut sichtbaren Deckenhaken schwingen, um neue Stellen im Level zu erreichen. Gerade im zweiten Drittel des Spiels gehen die actionreiche Kämpfe ein klein wenig zurück und die zahlreichen Puzzle- und Knobelaufgaben rücken in den Vordergrund. God of War 2 bleibt zwar durch und durch ein Actionspiel, doch zahlreiche Kletteraufgaben, Schalterrätsel und versperrte Durchgänge fordern auch mal kurzzeitig ein wenig Gehirnschmalz. In einem Raum kann Kratos beispielsweise nur entkommen, wenn er mehrere Bodenschalter gleichzeitig belastet. Die Frage ist dabei nur womit. Der Raum selbst hat beiden Seiten jeweils eine Nische, wobei in der einen eine Leiche liegt, die man jedoch nicht herausbekommt. Außerdem lassen sich in den beiden Seitenräumen jeweils die Wände durchbrechen und ein "Abfluss" freilegen. Hier wird dann der Körper auf der einen Seite ins Wasser geworfen, schnell zur anderen gerannt und die Leiche wieder herausgeholt, um damit auf der Seite den Schalter zu beschweren. An anderen Stellen gilt es gemeinen Fallen auszuweichen oder sich geschickt den Weg an der Decke über einige Abgründe zu bahnen. Besonders erfreulich ist dabei, dass die Entwickler aus Fruststellen des Vorgängers, etwa bei den ganzen rotierenden Messern in der Unterwelt, gelernt haben und den Spielern Kletter- und Knobelpassagen vorsetzen, die Spaß machen und nicht frustrierend. Zu den "ärgerlichsten" Stellen gehören in Teil 2 Passagen, in denen Kratos etwas drehen muss, während gleichzeitig die Gegner kontinuierlich angreifen. Der Höhepunkt ist dabei ein Aufzug, den der Spieler schnell genug nach unten "drehen" muss, bevor die runterkommende Decke ihn zerdrückt. Gleichzeitig stehen allerdings auch immer wieder Skelette auf, die Kratos nicht nur angreifen, sondern auch noch die Rollen des Aufzugs blockieren. Dank sehr fair gesetzter Checkpoints sind aber auch solche etwas kniffligeren Passagen kein zu großes Problem. Auch gibt es ab und zu Aufgaben, in denen Kratos auf zusätzliche Hilfe angewiesen ist. Um etwa einen Text lesen zu könnenm, muss zuerst ein Übersetzer zum Text geschleift und dann vor den angreifenden Gegnern beschützt werden. Mit dem Schicksalsamulett ist es außerdem möglich, die Zeit zu verlangsamen und mi den Ikarus Flügeln kann man kleinere Flugpassagen über tiefe Abgründe meistern. Gerade im Vergleich zum Vorgänger gibt es eine sehr viel feiner abgestimmte Mischung zwischen Action- und Geschicklichkeitspassagen. Sowohl ein Highlight als auch eine Enttäuschung waren die Bosse in God of War (1). Ein Highlight deswegen, weil die Inszenierung klasse war und die Kämpfe packend bis zum letzten Atemzug waren. Jedoch gab es nur drei solcher "Bombaststellen", was doch recht dürftig war. Hier haben die Entwickler nun kräftig nachgebessert und präsentieren zahlreiche packende Bossfights. Große, gigantische Feinde sind genauso enthalten wie andere mythologische Helden, Bewacher und bekannte Widersacher. Gameplaymäßig wird hier auch sehr viel geboten. Jeder Gegner hat einige Schwachstellen, die es zu finden gilt und sehr spezielle Angriffsmuster, die jeden Kampf zu einer ganz besonderen Herausforderung machen. Wunderbar eingebunden sind dabei natürlich auch immer wieder eingeblendeten Quick-Action-Sequenzen, ohne die kein Angreifer zu besiegen ist. Auch wenn man teilweise bei den ersten Versuchen scheitert, so sind die Kämpfe fair und die Steuerung so exakt, dass man ruhig einige Versuche investieren sollte, bevor man die Option annimmt in einen leichteren Schwierigkeitsgrad zu wechseln. Insgesamt stehen dabei drei Spielstufen (Mortal, Spartan & God) zur Auswahl und nach dem einmaligen Durchspielen steht außerdem der besonders schwere Titan-Modus zur Auswahl. Kenner des Vorgängers sollten dabei auf jeden Fall mindestens auf "Spartan" spielen, um gefordert zu werden und etwa 15 bis 17 Stunden Spaß mit dem Titel zu haben. Zusätzlich bietet das Spiel zahlreiche freischaltbare Boni wie Zwischensequenzen, Kostüme, Urnen und den "Challenge oft he Titans"-Modus. Im zuletzt genannten gilt es unter Zeitdruck bestimmte Ziele zu erfüllen, wie etwa einem Zyklopen in 40 Sekunden das Auge heraus zu reißen. Wer im Hauptspiel eine oder mehrere "Urnen der Macht" gefunden hat, kann zusätzliche Bonuseigenschaften in einem erneuten Durchgang aktivieren.

Schöner metzeln

Wie sollte es auch anders sein, in Teil 2 wurde das Repertoire an Möglichkeiten stetig ausgebaut. Noch immer trägt Kratos die beiden Chaos-Klingen mit sich herum, die sich vorzüglich dazu benutzen lassen, um einen oder mehrere Gegner in Hackfleisch zu verwandeln. Ganz gleich ob sich der Angreifer auf dem Boden oder in der Luft befindet. Zusätzlich gibt es einen großen Barbarenhammer und einen Speer, die jedoch beide nicht ganz an die übermächtigen Klingen heranreichen. Außerdem kann Kratos auf einen magischen Bogen zurückgreifen, Typhon's Bane, der den Blitzangriff von Zeus aus dem Vorgänger ersetzt. Bekannte Götterkräfte, wie Versteinerung, sind auch wieder vorhanden, wenn gleich unter einem anderen Namen. Im Spiel gilt es die Augen offen zu halten und nicht nur die grünen und blauen Truhen zu öffnen, die Lebens- und Magiepunkte wiederherstellen, sondern auch rote Orbs zu sammeln, durch die sich die einzelnen Waffen und Götterfertigkeiten merklich steigern lassen. Zudem gibt es wieder die Möglichkeit, kurzzeitig besonders starke Angriffe auszuführen, im sogenannten "Rage of the Titans"-Modus. Hierzu muss lediglich vorher die entsprechende Anzeige im Kampf gefüllt worden sein. Gerade wer sich immer über die Medusen geärgert hat, wird sich freuen, dass nun in zweiten Teil auch zurückgeschossen werden kann. Das goldene Flies ermöglicht es dem Helden Angriffe nicht nur zu blocken, sondern diese auch zurück auf den Feind zu schleudern, was aber auch für einige Puzzle notwendig ist. Um im Kampf möglichst viel Energie zu haben, sollte außerdem nach Gorgonenaugen und Phönixfedern Ausschau gehalten werden, womit sich der Gesundheits- und Manavorrat vergrößern lässt. Bei den zahlreichen Widersachern trifft der Held überwiegend auf bekannte Gesichter, wie Gorgonen, Zyklopen, untote Soldaten und Minotauren. Teils jedoch mit verbesserten Eigenschaften oder neuen Angriffsmustern. So klettern kleinere Widersacher auf Zyklopen und steuern den großen Brocken. Oder aber Skelette stehen so lange immer wieder auf, bis Kratos diese mit einem Finish-Move beseitigt hat. Die Quick-Action-Sequenzen wurden außerdem weiter ausgebaut. So können Zyklopen die Augen herausgerissen werden, ein Feind mit der Tür zerquetscht werden oder beim Sprung von Griffin zu Griffin, um diesem die Flügel abzutrennen. Zudem erweitern L1 und R1 das Sortiment an Quick-Action-Möglichkeiten. Hier gilt es nun auch gleichzeitig oder schnell im Wechsel die Tasten zu drücken. Wenig Neues oder Negatives gibt es von der Präsentations-Front zu berichten. Im Gegensatz zu God of War 1 hat sich der Nachfolger noch einmal gesteigert und zeigt extrem eindrucksvoll, was die inzwischen doch schon sehr betagte Konsole so alles auf dem Kasten hat. Die Entwickler haben zwar mit vielen Tricks gearbeitet und die Areale sind eher linear gehalten, doch dafür streamt die Playstation 2 alle Inhalte ohne Ladepause auf den Schirm. Ein "Feature" oder Pluspunkt, den viele sogenannte Next-Gen-Spiele nicht haben. Die neuen Szenarien, Gegner und Moves wurden dabei optisch einwandfrei in die bekannte Optik eingefügt. Das Spiel wirkt wie aus einem Guss und die prächtigen Hintergründe wissen wieder einmal zu überzeugen. Zudem zeigt der Titel auf der PS 3, wie mit Kantenglättung und hochgerechneten Bildern noch ein wenig mehr aus der Optik herausgeholt werden kann. Ab und zu gibt es auch eingestreute Rendervideos, die einen hoffen lassen, dass man diese Optik doch in einigen Jahren mal in Echtzeit auf dem Schirm erleben wird. Akustisch gibt es lediglich eine Kleinigkeit zu bemängeln: Die deutsche Sprachausgabe ist nicht ganz optimal gelungen und technisch nicht einwandfrei (knacken, teils leicht asynchron / abgehakt und stark schwankende Lautstärke). Doch zum Glück befindet sich auch das englische Original (wie auch die französische und spanische Version) auf der DVD. Der sehr stimmige, orchestrale Soundtrack sorgt überdies wieder einmal dafür, dass man augenblicklich in der antiken, virtuellen Welt versinkt und die Zeit wie im Flug vergeht.

Meinung

God of War 2 ist ohne Zweifel eines der schönsten Actionspiele für Sonys Playstation 2. Der Titel wirkt von Anfang bis Ende unglaublich gut durchgestylt und ausbalanciert. Abgesehen von der noch immer sehr starken Linearität gibt es keine wirklich Kritikpunkte. Die Optik ist für eine PS 2 ausgesprochen hübsch, die Steuerung geht wunderbar von der Hand und die Inszenierung beinhaltet eine erstklassige Mischung aus Action und Knobelei. Egal ob Klettereinlage, mit Fallen gespickter Raum oder fette Bossgegner, Kratos "rockt die Bude". Man verschlingt dieses Meisterwerk und kann es kaum erwarten, wie die Geschichte in Teil 3 weitergehen wird. Insofern hat sich auch der Nachfolger die 1 redlich verdient. Wem Kratos bislang jedoch kalt gelassen hat, der wird auch am neusten Abenteuer keinen Gefallen finden. Alle andern sollten sich dieses Actionmeisterwerk nicht entgehen lassen.


Geschrieben am 12.10.2007, Testkonfiguration: Playstation2
 



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