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GTA San Andreas  

Rückseite ]

Info
Autor 1
 2.5
 1.5
 2.5
Gesamt (194 votes) 1
 1.9
 1.5
 2.3
Name:Grand Theft Auto: San Andreas
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2005/05
Publisher: Take 2
Entwickler: Rockstar Games
Offiz. Sites: Game
Hardware: 1Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 3600 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/2000, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Sprache: Multilingual
zensiert: ja
Serie: ja
Patch: 1.01
Bemerkung: auch für Xbox/ PS2, deutsche Version geschnitten
USK: 16
Grand Theft Auto: San Andreas (review von nali_warcow)

Erfolgreiche Serien sind für Publisher und Entwickler mitunter eine kleine Goldquelle. Einfach schnell alle 12 Monate einen neuen Teil auf den Markt bringen und schon klingelt wieder ordentlich die Kasse. Etwas aus dem Rahmen fällt da bislang Rockstar Games. So können sie nicht nur auf extrem viel verkaufte Exemplare der Grand Theft Auto Reihe zurückblinken, sondern überwiegend auf begeisterte Kritiker und Spieler. Auch bezüglich der Spielzeit schlagen sich die Titel sehr wacker und konkurrieren fast schon mit manchem Rollenspiel.

Nach den grandiosen Erfolgen von GTA 3 und GTA Vice City ist es logisch, dass ein weiterer Teil folgen sollte. Während Playstation2 Besitzer wieder mal deutlicher früher (Oktober 2004) auf das bewährte Spielprinzip zurückgreifen konnten, mussten PC und Xbox Spieler die Durststrecke bis Juni 2005 überstehen. Während auf der PS2 die Kasse klingelte und sich etliche Millionen Exemplare verkaufen liessen, arbeitetetRockstar an einer leicht überarbeiteten Fassung für die restlichen Spieler. Diese steht nun schon einige Zeit in den Läden, doch gerade für diejenigen, die bislang unentschlossen waren, ob auch der neuste Teil an die Vorgänger anknüpfen kann, gibt es hier nun ein umfangreiches Review zum neusten GTA Teil. Man könnte ihn auch als GTA XXL bezeichnen. Statt einer Stadt steht ein ganzer Staat als Spielwiese offen. Schon bei der Packung hebt sich das Spiel wohltuend von anderen Games ab. Es ist wirklich schön zu sehen, dass gerade ein Spiel wie GTA San Andreas, das sich ja allein aufgrund des Namens wie geschnitten Brot verkauft, auch bei der Verpackung aufwendig umgestzt wurde. Im ansehnlichen Pappschuber gibt es den sogenannten "City Guide" zum Spiel. Auf knapp 80 farbigen Seiten werden die wichtigsten Punkte der einzelnen Städte präsentiert. Dazu gibt es eine Karten-/Posterkombination. Kleines Manko an der Verpackung ist die Halterung für den DVD-Datenträger. Diese wird von einem Schaumstoff gehalten, was doch etwas fummelig ist. Da wäre vielleicht eine Plastikhalterung besser gewesen, weil die DVD zum Spielen benötigt wird. Die Komplettinstallation mit Radiosendern schlägt dann auch mit ganzen 5 GB zu Buche, was schon den sehr großen Umfang des Spiels zeigt. Die Installation war schnell abgeschlossen, der Kopierschutz arbeitete unbemerkt im Hintergrund und schwerwiegende Bugs oder Abstürze gab es im Testverlauf nicht. Getestet wurde hier die englische Version von GTA San Andreas auf dem PC, die im Gegensatz zur deutschen Version ungeschnitten ist. Alle Versionen beinhalten multilinguale Textdarstellungen, wohingegen die Sprachausgabe in allen Fassungen im englischen Original vorliegt.

Nur 5 Jahre nicht dagewesen…

Man kennt es: Kaum ist man weg und schon fangen die Probleme an. Carl Johnson in dessen Rolle der Spieler den nunmehr fünften Teil der Grand Theft Auto Serie bestreitet, hat sich aus Los Santos verschiedet. Weg vor der seiner Gang, weg von Freunden und Feinden und weg von der Verantwortung. Fünf Jahre später kommt Carl zurück und schon kurz nach der Ankunft am Flughafen bemerkt er die Veränderungen. Auf dem Weg zu seinem ehemaligen Heim wird er vom korrupten Polizisten Tanner und seinen Begleitern aufgegabelt und ordentlich unter Druck gesetzt. Kaum angekommen, wird ihm schon ein Mord angehängt. Wenn es nach ihnen geht, dann hat sein letztes Stündchen geschlagen, sobald er micht mehr von Nutzen ist. Endlich wieder daheim angekommen muss er feststellen, dass sich sehr viel verändert hat. Nicht nur seine Mutter ist gestorben, sondern das Strassenbild hat sich gewandelt. Die Familie ist zersplittert, die Gang nur ein schwacher Haufen und die Stadt präsentiert sich als Schauplatz für Bandenkriege, Drogen und Korruption. Der Versuch, hier wieder etwas Ordnung reinzubringen, führt ihn durch den gesamten Staat San Andreas. Doch wer Freund und Feind ist, wird sich erst noch zeigen. Gerade was die Storypräsentation angeht hat sich in San Andreas einiges getan. Zwar bemühte sich schon Vice City, dem Spieler eine Hintergrundgeschichte anhand zu geben, was jedoch recht bald verebbte. Ganz anders beim Nachfolger. Hier wird eine sehr interessante, abwechslungsreiche und überraschende Handlung erzählt. Vor, während und nach jeder Mission wird die Story in wunderbar animierten Sequenzen weitergesponnen. Dabei sind die Bemühungen von J.C., wie er auch genannt wird, nicht immer von Erfolgen gekrönt. So muss er nach und nach einsehen, dass sich etwas geändert hat und er sich anpassen muss. Dabei lernt er die unterschiedlichsten und skurrilsten Freunde und Feinde kennen. Allerdings muss man sich auch mit dem Setting und Inhalt des Spiels anfreunden können. Hier spielt man keinen unbekannten Typen, der sich als Auftragstäter durchkämpft, sondern einen Ghetto-Gangster, und so dreht sich vieles um Gangs, Respekt und Korruption, was sich auch entsprechend in der Sprache wiederspiegelt. Das F-Wort bekommt man bei gerade im ersten Drittel des Spiels mindestens in jedem zweiten Satz in allen möglichen Varianten zu hören.

Versuch #4

Eigentlich wollte J.C. ja gar nicht mehr zu Catalina, um sie in ihrer kleinen Hütte im Wald zu besuchen. Doch die Androhung, gewisse Körperteile bis zur Unkenntlichkeit zu bearbeiten, waren dann doch überzeugend genug und so steht man wieder vor dem Haus der sehr temperamentvollen Dame. Nach den obligatorischen Begrüßungsflüchen steigt sie zu J.C. in den Wagen und es geht auf zum nächsten Ziel. Nach bislang drei gescheiterten Überfällen muss es doch irgendwann mal klappen. Während Catalina noch flucht und auf Carl einredet, geht es in Richtung Palomina Creak. Zuerst den Feldweg entlang, dann auf die Landstraße abbiegen und unter der Brücke durch, bis man schließlich den kleinen Vorort von Los Santos erreicht. An der Kreuzung biegt man rechts ab und sieht schon die rote Zielmarkierung in der Ferne leuchten. Auf das der Banküberfall erfolgreich verläuft, stürmen beide ins Gebäude. Während Catalina den Safe plündert, gilt es die vier Angestellten mit der Waffe in Schach zu halten. Wehe da zuckt eine Hand nach unten. Doch es kommt, wie es kommen musste. Der Wachmann entschließt sich irgendwann doch die Knarre zu zücken und ein Angestellter drückt den Alarmschalter. In wenigen Augenblicken wird es hier vor Polizei nur so wimmeln. Doch Catalina will erst noch etwas mehr abstauben und daher gilt es, die Automaten mit roher Gewalt aufzubrechen und das Geld einzusammeln. Nun aber nichts wie weg durch die Hintertür. Leider wurde das Gebiet inzwischen abgeriegelt und so erwarten einen draußen die Hüter des Gesetzes hinter Kisten, Seitengängen und auf den Dächern. Mit einer Hechtrolle geht der Spieler in Deckung und kümmert sich um die Gegner, die Catalina nicht erwischen konnte. Langsam arbeitet man sich in bester Shootermanier durch die kleine Gasse. Während man schon einen Helikopter heranrauschen hört, biegen plötzlich zwei Beamte auf Motorrädern in die kleine Gasse ein. Mit einigen gezielten Schüssen werden sie ausgeschaltet und die Flucht mit den erbeuteten Fahrzeugen ergriffen. Klar, dass man schon beim Verlassen der Gasse einige Verfolger hinter sich hat. Einige scharfe Kurven später hat man jedoch schon den Vorort verlassen und die Flucht über einen Feldweg angetreten. Glücklicherweise sind die Verfolger nicht ganz so geschickt und so macht der erste schon einen Abgang beim Sprung über die zerstörte Brücke. Der andere wird in bester Drive-By Manier vom Motorrad gefegt. Glücklicherweise findet man auf der Fluchtstrecke auch noch einen Stern, so dass der Fahndungslevel wieder etwas gesenkt werden kann. Nur damit ist die Flucht noch nicht abgeschlossen. Auf einer Kreuzung in Red Country wird Catalina von drei Rangern umzingelt und vom Fahrzeug gestoßen. Glücklicherweise ist der Spieler knapp dahinter, so dass sie schnell aufsteigen kann. Nun aber schnell zurück zum Versteck, wo man die Beute teilen kann. Um die wenigen Verfolger kümmert sich Catalina damit sich J.C. auf die Strecke konzentrieren kann.

Eine gigantische Spielfläche

Wer das Gameplay der Vorgänger kennt, wird sich auch in San Andreas sehr schnell zurechtfinden. Auf der Karte findet man die unterschiedlichsten Auftraggeber mit dem bekannten roten Kreis, an denen man sich die Missionen abholen kann. Von Anfang an stehen natürlich nur sehr wenige Möglichkeiten und ein eingeschränktes Gebiet im Staat San Andreas zur Verfügung, doch dies ändert sich wie in den Vorgängern im Laufe des Spiels. Neue Freundschaften ermöglichen neue Aufträge und so manches davon ist nur Bonus und muss nicht zwingend erfüllt werden. GTA typisch sind die ersten Aufgaben sehr tutorialhaft aufgebaut und führen in bekannte, aber auch neue Spiel-Elemente ein. Eine sehr wichtige Neuerung sind in San Andreas Gangs, Respekt und Bandenkriege. Neben Geld werfen manche Missionen Respekt ab, je nach Respekt kann man dann bis zu sieben Gangmitglieder rekrutieren. Diese Jungs folgen einem dann und können rudimentäre Befehle wie Angreifen oder Warten befolgen. Gerade wenn eine actionreiche Verfolgungsjagd ansteht ist zusätzliche Feuerkraft sehr hilfreich. Da sich in San Andreas auch vieles um Gangs dreht, spielt die Kontrolle über Territorien in der Stadt eine wichtige Rolle. Dass solche Gebiete nicht freiwillig abgegeben werden ist klar und da wird einfach zur Waffe gegriffen. Sobald man einige feindliche Gangmitglieder ausgeschaltet hat, bricht ein Bandenkrieg aus, bei dem man drei Wellen an Feinden abwehren muss. Überlebt man dies, gewinnt man Kontrolle über das Territorium. In Zukunft werden dort Mitglieder der eigenen Gang herumlaufen und man muss das Gebiet ggf. gegen Angreifer verteidigen. Die Eroberung eines feindlichen Gebietes ist meist kein großes Problem, wenn man etwas Glück und eine gute Position hat. Die Gegnerwellen werden per Zufallsgenerator meist an den Seiten des Gebietes gespawnt. Hat man eine günstige Position (z. B. in einem Gang) und eine einigermaßen gute Waffe, ist es nicht schwer die heranlaufenden Gegner zu beseitigen. Hier macht sich die nicht sehr ausgereifte KI bemerkbar. Wenn allerdings 20 Gegner ankämen und alle eine harte Herausforderung wären, dann wäre so ein Kampf auch kaum zu schaffen. Dennoch ist es schade, dass zumindest einige grundlegende Sachen fehlen. Deckung kennt die KI genauso wenig wie ausweichen. Bei San Andreas macht es die Masse oder günstige Position. Ansonsten stehen sich die NPCs, auch wenn sich zwei Gruppen bekämpfen, auf zwei Metern gegenüber und ballern einfach los. Nicht so schön sind da an einigen Stellen spawnende Gegner, die hinter dem Rücken erscheinen und zum Neustart der Mission zwingen können. Genauso gibt es auch in der ein oder anderen Innenmission einige stationär platzierte Gegner, die gigantische Sehkräfte und ausgesprochen gute Reflexe haben. Bei den Fahrern in San Andreas hat sich dagegen etwas mehr getan. Zwar gibt es schon in den ersten Spielstunden mehr Unfälle der NPCs als in den Vorgängern zusammen, doch die Leute sind einfach aggressiver im Spiel. Da werden sehr waghalsige Überholmanöver gefahren und es wird gedrängelt. Versperrt man den Leuten die Weiterfahrt, so steigen diese gleich aus und kommen mit Wut im Bauch angelaufen. Will man mit einem freundlichen Tritt in Richtung Fahrer eigentlich nur das Fahrzeug leihen, so kommt es mitunter zum kleinen Ringkampf. Auch ist San Andreas sehr viel lebhafter und laufend passiert was. Neben den Unfällen der anderen Fahrer kommt es immer mal wieder dazu, dass im Umfeld Verfolgungsjagd stattfindet, die einen gar nicht betrifft. Aber nicht nur Polizei und Verbrecher rasen durch die Landschaft, nach schweren Unfällen und Bränden kommen auch Krankenwagen und Feuerwehrautos angefahren. Leider ist der Fahrzeugzufallsgenerator noch nicht ganz ausgereift. Zwar haben die unterschiedlichen Regionen in San Andreas ihre typischen Fahrzeuge, so dass man Trecker und Co nur in ländlichen Gebieten findet, doch dafür trifft man immer wieder auf Schlangen gleicher Fahrzeuge und so fahren drei genau identische Laster auf der Straße. Was nicht ganz begeistern kann ist das Verhalten der Gesetzeshüter. Sie hinterlassen eher einen schlappen Eindruck. Egal ob man vor der Nase eines Polizisten, der zu Fuß unterwegs ist oder auf dem schnellen Motorrad, ein Wagendiebstahl ist ein Kinderspiel und spätestens nach der ersten Abzweigung haben sie einen verloren. Irgendwie fehlt da etwas der Wille den Spieler wirklich ernsthaft zu verfolgen. Das mag jedoch auch einfach damit zusammenhängen, dass man ganz selten im Spiel einen wirklich hohen Fahndungslevel hat. Doch gerade wer einfach nur etwas Spaß haben will, der ist natürlich dankbar, dass er nicht schon beim kleinsten Fehler geschnappt wird. Aber vielleicht wäre es ja bei Rockstar mal eine Überlegung wert, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade ins Spiel einzubauen. Bei der Gelegenheit könnten die Missionen auch mal einem besserem Balancing unterworfen werden. Wie schon in den Vorgängern, hapert es auch hier an den gleichen, kleinen Schwachpunkten. Aus den Vorgängern kennt man es noch, zum nächsten Auftraggeber, in den Kreis stellen, Auftrag erfüllen und erscheint der Schriftzug "Mission erfolgreich", ist alles wieder ruhig und alle Sternchen verschwinden. Auch sollte man sich nach so vielen Jahren GTA wirklich mal fragen, ob es noch "State of the Art" ist, wenn man nach einer gescheiterten Mission sich ggf. erst wieder Waffen besorgen muss und erneut zum Auftraggeber zurückkehren darf. Eine optionale, freiwillige Lösung - vielleicht in Kombination mit einem Schwierigkeitsgrad - wäre da sicherlich mal an der Zeit. So endet es darin, dass man nach jeder Mission speichert und beim Versagen einfach das letzte Savegame lädt. Gerade auch weil San Andreas eine sehr große Spielfläche bietet, ist man stellenweise schon eine ganze Weile zum Auftraggeber unterwegs, um überhaupt den Auftrag zu bekommen. Entschärfend muss man jedoch dazu sagen, dass es nicht sehr viele Missionen gibt, für die man etliche Anläufe benötigt. Das Problem ist , dass solche Missionen ab und zu vorkommen und man dann mitunter eine ganze Weile darn festhängt, was den Spielspaß dann kurzzeitig drastisch senkt. Doch das sind glücklicherweise nur sehr wenige von über Hundert. Stellenweise hängt dies auch einfach damit zusammen, dass die Missionen länger sind und man kurz vor Ende einen kritischen Fehler begeht, der zum sofortigen Ende führt. Allein schon dadurch bedingt, weil der Verkehr zufallsgesteuert wird und einem am Ende ein Verrückter in den Sattelschlepper fährt, man kurzzeitig die Kontrolle verliert, der Anhänger kullert den Hang runter und explodiert. Mission gescheitert. Eine Mission, für die ich beispielsweise etliche Anläufe wegen der Flugzeugsteuerung benötigte, war "Up, up and away". Zuerst galt es mit einem Fahrzeug bis zur Militärbasis zu fahren. Hier musste man fix sein, um den nächsten Wagen zu erwischen, der die Basis verlässt. In dem Moment fährt man ein und beseitigt die gut ausgerüsteten Wachen im Hof. Danach geht es durch eine Lagerhalle mit etlichen Gegner, die einen schnell beseitigen können. Weiter kämpft man sich den Weg bis zum Dach hoch, wo man schnell die Gegner beseitigen muss, um dann die ankommenden Helis mit dem Geschütz auszuschalten. Nun geht es zum geparkten Transporthelikopter auf dem Dach. Damit fliegt man zum auf der Karte markierten geparkten Panzerwagen, den man stehlen möchte. Mit dem Magneten wird das Fahrzeug aufgenommen und quer über die Stadt bis zum verlassenen Flugplatz in der Wüste gebracht, wo man die Ladung punktgenau absetzen muss. Aber auch die Flugschule ist da der Liebling so mancher Verwünschungen. Doch bevor das hier alles als zu negativ aufgefasst wird sei erneut daran erinnert, es gibt sehr viele, sehr schöne und spaßige Missionen. Gerade da unterscheidet sich San Andreas doch deutlich von den Vorgängern. Es sind massig Missionen und sie sind sehr abwechslungsreich gestaltet. Man hat selten das Gefühl es nur mit einigen wenigen Elementen in den Missionen zu tun zu haben, obwohl das Game "nur" aus ballern und fahren besteht. Manche Aufträge sind eher atmosphärischer Natur oder bringen die Story etwas weiter und in anderen werden die unterschiedlichsten Grundtypen gekonnt gemischt. Es gibt dabei natürlich die simplen Aufgaben eine unliebsame Person zu eliminieren, ob nun Staatsanwalt oder feindlicher Anführer, ist da ja auch zweitrangig. Mal wird ein Zug verfolgt, ein Gebäude ausgeräuchert, bestimmte Objekte müssen zerstört werden oder es gilt eine feindliche Gang auf dem Friedhof auszuschalten. Das zeigt auch schon, dass manche Aufgaben auch für den ein oder anderen die Grenze des guten Geschmacks überschreiten. Aber gerade bei GTA sindviel schwarzer Humor und überzogene Ansichten enthalten. Weil die Bauarbeiter das Mädel dumm angemacht haben wird Rache geübt und die Baustelle mit dem Abrisskran in Schutt und Asche gelegt. Als dann der Bauleiter aus dem Toilettenhäuschen kommt und sich kurz darauf darin wieder versteckt, gilt es als nächstes, eben dieses Häuschen in eine Grube zu befördern und den Herrn einzubetonieren. Da muss man einen Gefangenen einschüchtern und fesselt diesen auf der Motorhaube und macht eine Fahrt durch die Stadt, es gilt in geheime Gebiete, wie der Area 69, einzudringen oder aber auch originelle Sachen wie Verfolgung und Entern eines Flugzeuges vom Motorrad aus in bester James Bond Manier. Es sind Missionen dabei, in denen man in der Luft ein anderes Flugzeug entern und sprengen muss und es werden allerlei Rennen veranstaltet. Mal in der Stadt, durch hügelige Landschaften oder durch die Wüste. Es gilt für einen Transporter den Weg zu säubern oder Personen einfach nur zu verfolgen. Mal darf man mit einem LKW voller Kisten auf der Ladefläche vor einem Haus vor und zurückfahren und einen Springer aus dem 5 Stock auffangen und danach schnellstens ins Krankenhaus fahren. Wenig später wurde diese Person dann entführt und man muss den richtigen Krankenwagen finden. Manche Missionen, wie beispielsweise das Klauen von vier Polizeimotorrädern, geschehen unter Zeitdruck. Manche der Zeitlimits sind sehr großzügig und andere wiederrum recht knapp. So darf man auch wieder mit allerlei kleinen Modelfliegern Ziele erfüllen, wie das Ausschalten von 5 Personen in Autos und auf Fahrrädern. Nur warum man da dann im knappen Zeitlimit auch noch wieder zurückfliegen muss, wissen wohl nur die Entwickler. Oder aber als man eine ankommende Maschine in der Luft abfangen soll und nach wenigen Sekunden scheitert, wenn man nicht im genau richtigen Moment die eigene Maschine umdreht. Manche Missionen lassen dem Spieler auch etwas mehr Freiheiten. Da steht man nicht unter Zeitdruck und kann die Sache je nach Geschmack angehen. Beseitigt man die Gegner aus der Entfernung mit dem Scharfschützengewehr oder fährt man einfach schnell durch zum Ziel? Verfolgt man den Gegner oder probiert man vielleicht, ihn vor der Flucht abzufangen. So kann man beispielsweise entweder eine Beziehung zu einer Dame aufbauen (ein neues Feature im Spiel), um an eine Sicherheitskarte zu kommen oder aber man legt diese einfach um und durchsucht dann das Haus. An einigen Punkten ist das Script jedoch auch sehr streng. Da wollte ich den Hubschrauber mit einigen Raketen zerstören, bevor die Zielperson fliehen kann, doch dieser ist unverwundbar. Oder aber mann soll im Steinbruch Dynamit aufsammeln, wozu man mit einem großen Muldenkipper die Kisten überführt und das Dynamit dann aufsammeln kann. Um dies erreichen zu können benötigt man das Fahrzeug. Jedoch nur bis zu dem Zeitpunkt, bis man alle 4 Objekte eingesammelt hat. Geht das Fahrzeug später kaputt, so ist die Mission dennoch gescheitert. Genauso wenig kann man das Tor zur Einfahrt mit dem dicken Gefährt einfach platt walzen, hier kann nur der vorgesehene Fluchtweg angetreten werden.

In Sachen Spielfläche hat Rockstar ordentlich zugelegt. Eine Stadt allein reicht nicht mehr, in San Andreas gibt es einen ganzen Bundesstaat zum Erforschen und für actionreiche Missionen. Hier hat Rockstar wirklich ganze Arbeit geleistet. Auf der großen Karte verteilt befinden sich zum einen die drei sehr unterschiedlichen Städte "Los Santos", "San Fiero" und "Las Venturas", dazwischen gibt es Flüsse, kleine Vororte, eine Berg- und Hügellandschaft (die sogenannten "Badlands") und eine große Wüstengegend inklusive geheimer Forschungsanlage des Militärs. Neben einem sehr breit gefächertem Straßennetz, vom Feldweg und Seitenstraßen bis hin zu Schnellstraßen, welche die großen Orte verbinden, gibt es auch eine durchgehende Bahnverbindung. Aber auch ein kleiner Ausflug unter Wasser und etliche Missionen hoch in den Wolken und über den Städten stehen auf dem Programm. Die Städte wurden sehr unterschiedlich gestaltet. Während Los Santos zwar nicht gerade klein, dafür jedoch aus sehr vielen kleinen und verwinkelten Straßenzügen besteht, in denen überwiegend Einfamilienhäuser stehen, präsentieren sich die Badlands aus einer Mischung von Grünland und Gebirgspfaden. San Fiero ist dagegen deutlich überschaubarer, mit vielen großen Gebäuden und in einer Art Aufbruchsstimmung. Hier wird am Stadtrand gebaut und wichtige Verkehrsknotenpunkte treffen zusammen. In der Wüste findet man wenige, dafür recht lange Straßenabschnitte und lediglich ab und zu Zeichen von Zivilisation. Doch auch hier gibt es Berge oder aber große Freilandflächen, auf denen man ideal die unterschiedlichsten Flugzeuge benutzen kann. Der Name Lax Venturas deutet es schon an, die Großstadt steht für Spaß und Unterhaltung mit vielen Kasinos und erstrahlt gegen Abend in den unterschiedlichsten Farben. Große, breite Straßen führen durch die Stadt und ein Autobahnring umrundet das Gebiet. Gerade nach dem für mich eher enttäuschenden Stadtbild von Vice City, das mir doch recht leblos und eintönig erschien, hat sich in San Andreas vieles deutlich gebessert. Man hat nicht das Gefühl, einfach nur durch ein Gebiet zu fahren, in denm nur einige Straßen verlegt und Hütten drangeklatscht wurden. Die Gebiete unterscheiden sich deutlich und auch innerhalb der Stadt bemerkt man die unterschiedlichen Stadtteile und hat ein wunderbares Gefühl, Teil einer großen Welt zu sein.

Waffen, Fahrzeuge, RPG-Elemente und viele weitere Beschäftigungsmöglichkeiten

Schon in den Vorgängern gab es ein sehr umfangreiches Waffenarsenal, doch die ein oder andere Neuerung gibt es in San Andreas dennoch. Insgesamt stehen dem Spieler 12 Slots zur Verfügung, wovon in jedem Slot jeweils eine Waffe des jeweiligen Typs getragen werden kann. Etwa 40 Gegenstände findet man dazu in der Spielwelt. Angefangen bei Schlagringen, Knüppel, Messer, Kettensäge über Pistole, Schrotflinten, Gewehre, Sniper bis hin zu schweren Waffen wie Raketen- und Flammenwerfer ist alles dabei, um zwischen den Gegnern ordentlich aufzuräumen. In einigen Missionen müssen Brände mit einem Feuerlöscher beseitigt werden oder aber man greift bei Dunkelheit auf ein Nachtsichtgerät zurück. Sitz man im Flugzeug oder auf einem hohen Hausdach, ist ein Fallschirm im Gepäck auch keine schlechte Idee. Wie gewohnt bekommt man die Waffen entweder in entsprechenden "Ammu Nation"-Shops, von Gegnern oder findet so manches Schätzchen auch in der Stadt oder Umgebung versteckt. Ebenfalls wieder vorhanden ist die Rüstung, die in langen Feuergefechten oft entscheidend ist. Sehr viel mehr hat sich dagegen bei den Fahrzeugen getan. Hier hat Rockstar deutlich mehr Typen ins Spiel integriert. Man findet natürlich "normale" Fahrzeuge mit zwei bis vier Sitzplätzen in den unterschiedlichsten Typen, doch auch sehr viele exotische Wagen sind vorhanden. Die Palette reicht hier von Fahrrädern, Motorrädern über Quads, Geländewagen, Traktoren, Wohnmobilen, Mähdrescher, Bulldozer, Zementlaster, LKWs bis hin zu Zügen, Booten und Flugzeugen, die man alle auch steuern kann. Bei den Wasserfahrzeugen gibt es kleine Motorboote, Jachten und Schnellboote. Für die Luft stehen wieder kleine Modellflugzeuge und Hubschrauber zur Verfügung, genauso wie die großen Modelle. Der kleine "Dodo" Flieger ist da noch recht beschaulich im Vergleich zu Passagiermaschinen, Transport- und Kampfhelikoptern und Hydras. Aber auch Panzer, SWAT und FBI Fahrzeuge können übernommen werden. Nicht durchgängig spaßig sind die neuen RPG Elemente. Rockstar hat hier versucht ein Charkterupgradesystem einzubauen, nur wirken manche Werte recht aufgesetzt und passen nicht ganz in den stimmigen Verlauf des Gamesplays. Eine sehr gute Neuerung sind Möglichkeiten, sich durch häufige Nutzung einer Waffe oder eines Fahrzeugtyps zu verbessern. Bei den Waffen steigt man dann langsam vom Anfängerskill bis hin zum "Hitman" auf und trifft dann die Gegner auch leichter/ besser, weil sich beispielsweise das Fadenkreuz schneller zusammenzieht und man sie auf Entfernung besser trifft. Auch mit den Fahrzeugen kommt man mit steigendem Skill besser zurech, was man beispielsweise bei zweirädrigen Gefährten darin bemerkt, dass man nicht gleich bei der ersten kleinen Kollision einen Abgang macht. Um den Skill zu steigern und um überhaupt den Umgang mit Fahrzeugen und Waffen zu erlernen, gibt es unterschiedliche Schulen für Fahrzeuge und Schiesswettbewerbe bei Ammu Nation. Doch neben dem Waffen- und Fahrskill gibt es auch noch weitere Charakterwerte. Da wäre Respekt, Kondition, Muskeln, Fett, Lungenvolumen und Sexappeal. Respekt gibt es zum einen beim Abschluss von Missionen oder wenn man Bonusziele wie Beseitigung von Dealern oder Eroberung eines Gang-Gebietes erreicht. Respekt ist wichtig, wenn man Gangmitglieder anheuern will. Sexappeal braucht man für einige im Spiel verstreute Damen mit denen man eine Beziehung anfangen kann. Doch es muss dabei längst nicht nur bei einem kleinen Date mit Blumenstrauß bleiben, auch Besuche der unterschiedlichsten Restaurants, Discos und Kneipen ist möglich. Mit etwas Glück schafft man es auch, die Beziehung wortwortlich zu vertiefen. Weniger spaßig sind die restlichen Charakterwerte. In die Welt von GTA gehört nun auch Muskelaufbau und Ernährung dazu. Wer immer nur laufend fettige Hamburger in sich reinstopft, wird fett und muss entsprechend im Fitness-Studio nicht nur die Muskeln aufbauen, damit man länger laufen kann, sondern auch zusätzliche Pfunde abbauen. Leider ist jedoch gerade das Training im Studio nicht sehr spaßfördernd. Egal ob Hanteln, Laufband oder Fahrrad, es artet in einer simplen und eintönigen Klopperei auf zwei Tasten aus. Glücklicherweise kann man solche Sachen auch so gut wie ignorieren. Man kann im Spiel auch die Missionen alle so erledigen, ohne sich mehr als ein oder zwei Mal um den Körper zu kümmern. Sicherlich, wenn man eine Beziehung anstrebt, kommt man nicht darum herum, doch das ist ja Goodie und keine Pflicht. Lediglich an einer Stelle wird man das System verfluchen. Etwa nach 40% der Missionen soll man für Wu Zi eine Mission erfüllen und sich auf ein Schiff begeben. Dummerweise geschieht dies durch eine Tauchpassage. Da man jedoch bis dahin noch nie ins Wasser musste, ist der Wert des Lungenvolumens noch auf Null. Und so wird einem gesagt, dass man doch erst mal Schwimmen/Tauchen lernen soll. Das resultiert dann darin, dass man gut 30 Minuten im Hafenbecken tauchen darf. Ärgerlicherweise gibt es jedoch nicht mal eine Info, wann der Wert ausreichend hoch ist. Man muss erst wieder zum Auftraggeber, um zu schauen, ob man wieder weggeschickt wird oder nicht. Neben den Charakterwerten kann man auch den Charakter unterschiedlich kleiden, sich beim Frisör eine andere Frisur verpassen lassen oder das Fahrzeug entsprechend aufmotzen. Gerade für Respekt und die holde Weiblichkeit sehr wichtige Aspekte. Doch irgendwann ist es dann so weit. Wenn man sich nur an der Hauptstory entlang hangelt und wenig erforscht, dann hat man das Spiel nach etwa 30 Stunden beendet. Doch damit hat man lediglich die Oberfläche angekratzt. Wie schon in den Vorgängern gibt es auch in San Andreas eine ganze Reihe an Möglichkeiten, sich einfach so in der großen Welt zu vergnügen. Da gibt es wieder unzählige Möglichkeiten irgendwelche versteckten Gegenstände zu sammeln. In der einen Landschaft sind es Graffitis, die übersprüht werden müssen, woanders müssen Austern gefunden werden, es gilt Fotos zu machen oder Hufeisen zu finden. Ebenfalls wieder vorhanden ist die Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichsten Beschäftigungsmöglichkeiten etwas Geld zu verdienen. Als Taxifahrer die Leute zum Ziel bringen, bei der Feuerwehr Brände löschen, für's Krankenhaus die angeschlagenen Leute einsammeln oder auf Verbrecherjagd gehen. Hat man jeweils eine bestimmte Anzahl an "Runden" überstanden, gibt es eine besondere Abschlussbelohnung, wie z. B. als Krankenwagenfahrer einen deutlich größeren Lebensbalken oder man wird nach 12 Feuermissionen ohne Pause hintereinander feuerfest. Außerdem gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Veranstaltungen und Ereignisse in den unterschiedlichen Städten. Es stehen die verschiedene Rennserien an. Einige durch Städte, andere durch öde Gegenden und manche in den Stadien wie z. B. Derby-Rennen. Man kann Zeit im Kasino verbringen, sich als Zugführer betätigen, Monsterstunts suchen oder allerlei Nebenmissionen annehmen wie z. B. als Trucker oder für den Steinbruch. Im Verlauf der Hauptkampagne gibt es an unterschiedlichen Tagen auch die Möglichkeit bewaffnete Boten abzufangen, die nach jedem Versuch stärker werden. Auch gibt es wieder etliche Immobilien zu erwerben bzw. nach dem Abschluss so mancher Missionsstränge gibt es kontinuierlich Geld. Was mir lediglich am Ende des Spiels fehlt ist die Möglichkeit, bereits absolvierte Missionen erneut spielen zu können. Das geht leider nicht. Hier muss man sich entsprechende Spielstände angelegen.

Handhabung des Spiels

Bei der Steuerung steht dem Spieler in San Andreas sowohl Keyboard, Maus als auch Gamepad zur Verfügung. Allerdings hat sich die normale Fahrzeugsteuerung etwas gewandelt. In den Vorgängern war es gar kein Problem das Fahrzeug mit der Tastatur zu steuern. In San Andreas wird es etwas umständlicher, da man den Blickwinkel mit der Maus selber ändern muss. Deutlich besser lässt es sich mit dem Gamepad steuern, da kann man präziser steuern. Der Haken war hier jedoch bei mir, dass von zwei Gamepads (Logitech und Xbox per Adapter) bei keinem der zweite Analogstick funktionierte. Sprich: die Kameradrehung war nicht möglich. Das ist sehr ärgerlich, weil die Pads mit allen anderen Games funktionieren und die Achsen dort alle erkannt werden, wie auch unter Windows. Für die Shooterpassagen bzw. wenn man zu Fuß unterwegs ist, ist auf jeden Fall die Maus/Tastaturkombi griffiger. Da rollt man sich in Kämpfen geschickt in Deckung bzw. aus dieser hervor und zielt aus der Hocke besser. Überhaupt nicht gefallen hat mir die Steuerung der Flugzeuge. Der Helikopter ist sicherlich noch am leichtesten zu beherrschen, einfach weil man diesen ja auch leicht in der Schwebe halten kann. Doch damit zu Feuern und zu Treffen ist ein Unding. Die anderen Flugzeuge sind mir durchweg - egal ob mit Pad oder Tastatur - zu schwammig und ungenau gewesen. Da war Fliegen eher ein Glücksspiel, was natürlich ganz ärgerlich ist, wenn man damit beispielsweise jemanden rechtzeitig abfangen muss. Gewohnt einfach und übersichtlich ist der Spielverlauf gestaltet. Man sieht immer deutlich, wohin man muss und was man wo und wie erledigen soll. Nur wäre es ab und zu schön zu wissen, was einen erwartet. Das hängt überwiegend mit den unausbalancierten Missionen zusammen. Das HUD ist kompakt, man vermisst keine Infos, es gibt wieder zahlreiche Statistiken und in allen Sprachfassungen Untertitel. Wie gewohnt gibt es unten links eine kleine bzw. im Menü selber eine große Karte. Diese sind auch sehr hilfreich, sonst würde man sich doch oft verfahren. Allerdings wäre es wirklich schön gewesen, wenn gerade die große Karte etwas bessere Qalität hätte. Hier verpixelt die Grafik doch recht stark und stellenweise ist nicht gut zu erkennen, ob man weiterkommt oder vor einer Wand steht. Etwas fummelig ist auch die Steuerung in den Läden. Hier muss man sich mit Space, Enter und Co durch Textzeilen arbeiten. Besser wäre es gewesen, hier doch zumindest etwas in Richtung PC zu gehen. Vielleicht eine Vorschau, größere Übersichten und eine einfache Maussteuerung hätte man doch optional für den PC in den neun Monaten Portierungszeit einbauen können.

Grafik & Sound

Grafisch ist San Andreas doch leider etwas enttäuschend. Die gesamte Umgebung wurde sehr abwechslungsreich gestaltet, man sieht unterschiedlichste Details, Fahrzeuge und Fußgänger auf der Straße. Dazu kommt, dass die Sichtweite erhöht wurde und man komplett ohne Ladezeiten flüssig spielen kann. Egal zu welcher Witterungsbedingung, es sieht stimmig aus. Die Autos haben zwar nicht so viele Polygone, etc., doch werden sie ansehnlich demoliert. Auch auf irgendwelche modernen Goodies, wie Regen, der am Schirm Tropfen hinterlässt und runterläuft, etc. kann man verzichten. Es wird nur ärgerlich, wenn es in die nahen Details geht. Gerade weil das Spiel aus sehr vielen, erstklassig inszenierten Zwischensequenzen mit super Animationen und mitunter lustigen Gesprächen besteht, fallen die wenigen Details doch unangenehm auf. Die Charaktere haben in der Nahansicht zu wenig Polygone und recht schlappe Texturen. Auch unschön ist, dass die Städte und Landschaften aus der Luft schnell sehr viele Details verlieren bzw. diese deaktiviert werden. Da poppen dann vor einem die hohen Texturen/ Detailmodels auf. Man meint es handelt sich nur um einige Hütten und menschenleere Straßen, doch ist man dann 10 Meter darüber, tauchen plötzlich 50 Personen, Fahrzeuge, Stromleitungen, etc. auf. Gerade für starke Rechner wäre da eine höhere Sichtweite nicht schlecht gewesen. Nichts zu bemängeln gibt es an der Soundkulisse. Waffen, Umgebungsräusche, Sprache und Musik, Rockstar hat wunderbare Arbeit abgeliefert. Die Radiosender sind wieder mal ein Highlight des Spiels und wissen durch Abwechslung, Witz und Humor zu begeistern. Da es jedoch hierfür keine Untertitel gibt, muss man schon sehr genau hinhören bzw. gehobene Englischkenntnisse besitzen. In den zahlreichen Zwischensequenzen und während der Fahrt bei Gesprächen mit den Beifahrern gibt es entsprechende Untertitel. Das ist auch gut so, da die Sprecher durchweg blendende Arbeit verrichten und eine komplette Neu-Vertonung sicher schlechter ausfallen würde. Was jedoch sicherlich nicht jedermanns Geschmack sein dürfte ist die Ausdrucksweise. Gerade im ersten Part des Spiels ist das Wort "Fuck" in allen Varianten das Ausdrucksmittel eines Gangsters. Nicht nur die Hauptrollen wurden mit viel Mühe ausgesucht, allein für die ganzen Passanten auf der Straße stehen über 150 Sprecher in den Credits. Dazu kommen mindestens fast noch mal 150 für die Personen, die alle bei den Radiosendungen mitmischen.

Meinung

Nach dem für meinen Geschmack doch recht lauen Vice City, bei dem mir gerade die leblose und platte Stadt nicht zusagte, ist San Andreas für mich der nächste lohnenswerte GTA Titel nach Teil 3. Die Handlung wird klasse präsentiert, die Missionen sind extrem abwechslungsreich und die große Landschaft präsentiert sich sehr unterschiedlich. Egal ob in der Wüste, Großstadt oder auf dem Land, hier erlebt man Abwechslung am laufenden Band. Die Musiksender sind gerade bei den langen Fahrten eine wunderbare Unterhaltung, während man nebenbei den Fahrskill steigert. Es gibt Waffen und Fahrzeuge im Überfluss und wenn man sich mit dem Setting anfreunden kann und nicht alles so ernst nimmt, erlebt man viele spaßige Momente. Sei es, dass Sweet nicht mehr weiß wo er sein Gras vergraben hat, OG Log seinen ersten Song rausbringen will oder man mit Carolina auf Verbrechertour geht. Das sind die zu 98% spaßigen Momente im Spiel. Nur leider hat Rockstar aus alten Fehlern immer noch nicht gelernt. Die Missionen sind nicht immer gut ausbalanciert, die Steuerung der Flugeinheiten sehr gewöhnungsbedürftig und moderne Features wie Checkpoints oder Missionen später erneut spielen zu dürfen, gibt es nicht. Doch in Sachen Spielspaß ändert das wenig. Grand Theft Auto: San Andreas ist der beste Teil der Reihe und für den PC auch schon recht preisgünstig zu haben. Für die Spitzenwertung hat es so jedoch nicht ganz gereicht.


Geschrieben am 15.10.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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