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Halo
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 | Info |
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| Autor | | 2 |
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| Gesamt (108 votes) | | 2+ |
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| Name: | Halo - Kampf um die Zukunft |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/10 |
| Publisher: | Microsoft Game Studios |
| Entwickler: | Gearbox |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Links: | Bungie |
| Hardware: | 733Mhz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 1200 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | nein |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.09 |
| Bemerkung: | auf für Xbox |
| USK: | 16 |
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Halo - Vor langer Zeit von einer Spieleschmiede angekündigt
Es gibt vier Buchstaben, die können einen PC Spieler in den Wahnsinn
treiben und damit ist jetzt nicht Duke gemeint, sondern das Spiel "Halo
- Combat Evolved" (In der Deutschen Version als "Halo - Kampf um die Zukunft"
bezeichnet). Halo wurde von Bungie schon vor vielen Jahren präsentiert,
doch nach den wirklich sehr beeindruckenden Spielszenen konnte sich wohl
keiner vorstellen, daß es um das Spiel sehr lange sehr ruhig werden würde.
Der große Schock kam für viele, als Microsoft Bungie "aufgekauft"
hat und diese das Spiel nun exklusiv für die X-Box entwickelt haben. Viele
Spieler waren sehr und sind bis heute sehr verärgert, daß Microsoft ihnen
das Spiel vorenthalten hat. Mittlerweile sind nun gut 2 Jahre seit dem
Release und grandiosen Erfolg auf der X-Box (Auch nach über 80 Wochen
noch in den Charts) ins Land gegangen. Bungie hat die PC Konvertierung
an Gearbox (u.a 007
Nightfire, Half
Life Blue Shift/Opposing Forces) abgegeben und bis zuletzt rechnete
wohl kaum noch einer mit dem Spiel für den PC. Doch jetzt ist es endlich
so weit, das Spiel ist fertig. Da stellt sich nur noch die Frage ob es
sich noch immer lohnt, was sind die Verbesserungen gegenüber der X-Box
und ist Halo wirklich so gut wie erhofft bzw. wie es die X-Box Version
ist? Viele Fragen, aber die Antwort steht erst im Review.
Nach dem Wurmloch hundert Meter rechts
Die Windowsuhr würde das Jahr 2552 anzeigen, als die Geschichte um Halo
beginnt. Die Menschheit leidet unter enormer Überbevölkerung. Doch dank
der sehr weit entwickelten Technologie stellen nun auch Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit
kein Problem mehr da und die Ausbreitung der Menschheit in benachbarte
Systeme wird von der Regierung United Nations Space Command unterstützt.
Viele Millionen Menschen siedeln und kolonialisieren nun die Weiten des
Alls. Aber wie sich herausstellt, ist die Menschheit nicht allein im Universum.
Nachdem der Kontakt zur äußersten Kolonie Harvester abbrach, wurde eine
Kriegsflotte zur Aufklärung hingeschickt- das war vor 32 Jahren. Seitdem
kennen die Menschen ihren Gegner leider nur zu gut, es handelt sich dabei
um die Allianz. Unter diesem Namen haben sich mehrere Aliengruppierungen
zusammengeschlossen und haben die Absicht die Menschheit zu vernichten,
da diese eine "Beleidigung für die Götter sei". Nach vielen bitteren Niederlagen
und verlorenen Kolonien greift das Oberkommando zu drastischen Maßnahmen,
kein Schiff darf mehr direkten Kurs auf die Erde nehmen, um den Feind
nicht anzulocken. Das Cole-Protokol verlang eher die Zerstörung des Schiffes,
als daß dieses den Eindringlingen irgendwelche Informationen offenbart.
Gleichzeitig wurde auf dem Planeten Reach an einem Geheimprojekt geforscht,
dem Supersoldaten, auch bekannt unter der Bezeichnung "Spartan-2-Soldat".
Diese Soldaten haben sich in Tests als sehr effektiv gegen die Alianz
bewährt. Allerdings gelingt es den Außerirdischen, die gesamte Basis auf
Reach in Schutt und Asche zu legen. Lediglich die "Pillar of Autumn"
kann entkommen. An Bord das letzte Exemplar des Spartan-2-Soldaten, dem
Master Chief. Der Kampf um die Zukunft der Menschheit hat begonnen.
Der Chief wird es schon richten
Für die schönen Wellen unten auf dem Meer bleibt keine Zeit mehr, da
sich das Landungsschiff schon im Anflug auf die Küste befindet. Noch einmal
die Waffe durchchecken. Ein Blick über die weiteren Marines im Schiff
läßt einen schaudern. Sind sind doch recht wenig und die Landungsstelle
soll gut verteidigt sein. Schon ist der erste Kampfeslärm zu hören. Am
Strand werden schon die ersten Scharmützel ausgetragen. Behutsam geht
das Landungsschiff runter und die Mannen stürmen raus. Den Kollegen rechts
erwischt es gleich, während der Rest der Leute erstmal in Deckung hinter
die Felsen geht. Nun geht es los. Die Marines stürmen los, Granaten fliegen
durch die Luft und Gegner schreien. Doch die Kombination aus Sturmgewehr
und Energieschild des Master Chief stellt sich hier als sehr nützlich
heraus. Zum zwischenzeitlichen Aufladen hinter die Felsen verkriechen
und die Gegner mit gezielten Granaten aus der Deckung locken. Dann kann
er ins Kreuzfeuer genommen werden. Nach wenigen Augenblicken ist es wieder
ruhig am Strand und die Wellen sind zu hören. Da kommt auch schon die
Luftunterstützung und liefert ein funkelniegelnagelneues Fahrzeug ab,
den Warthog. Eine Art Jeep mit Maschinengewehr hinten drauf. Zwei Kollegen
springen auch gleich mit ins Fahrzeug und los geht die rasante Fahrt.
Vorbei an Büschen, Sträuchern, Steinen quer über die Insel. Die Gegner
werden entweder überfahren oder aber ordentlich vom MG Schützen unter
Feuer genommen. Die Schweine haben keine Chance. Schließlich wird ein
kleiner Zugang zu einer Basis im Berg gefunden, also heißt es, sich erstmal
allein dort durchzuballern und herauszufinden, was die Allianz an diesem
Ort so sehr interessiert.... Es ist Halo, der Ring um den Planet.
Lebendige Welt?
Doch weit kommt die "Pillar of Autum" nicht. Die Allianzschiffe
setzen nach und im Orbit des Planeten Halo kommt es zum Kampf, der für
die Menschen überhaupt nicht gut läuft. Captain Keyes steht vor der wichtigsten
Schlacht seines Lebens und dazu wird auch der Master Chief benötigt. Die
Techniker sind in der Cryokammer auch schon damit beschäftigt, den "Helden"
aufzuwecken. Die nachfolgenden Kalibrierungstests dienen als kurzes Tutorial
für die Bewegung (u. a. ob man mit invertierter Steuerung spielen möchte)
und nach dem Schildtest bleibt auch keine Zeit für weitere Einweisungen.
Die Allienztruppen dringen in das Schiff ein. Das erste Ziel in den insgesamt
zehn großen Missionen besteht nun darin, lebend zur Brücke zu kommen.
Hier geht es durch z.T. verstörte Gänge des Schiffes und vorbei an Kampfschauplätzen,
wo die Marines das Schiff tapfer gegen die Invasoren verteidigen. In diesen
ersten Minuten darf der Spieler noch nicht selber zur Waffe greifen, sondern
wird erstmal atmosphärisch sehr schön in die Situation eingeführt. Endlich
auf der Brücke angekommen, stellt sich jedoch heraus, daß die Situation
hoffnungslos ist. Der Captain will das Schiff runterbringen und der Master
Chief bekommt zum einen als Unterstützung die künstliche Lebenform "Cortana"
implantiert und zum andern darf diese Technologie nicht in feindliche
Hände fallen. Das nächste Missionsziel ist klar- lebend vom Schiff entkommen
und damit darf endlich auch geballert werden. Bei der Flucht vom Schiff
stehen dem Spieler auch oftmals Marines zur Seite, doch da die Allianz
in Massen über das Schiff herfällt, haben diese kaum eine Chance. Nach
vielen Kämpfen erreicht der Chief schließlich eine Rettungskapsel und
kann das Schiff verlassen. In den weiteren neun Missionen des Spiels geht
es dann durch eine sehr abwechselungsreiche Palette an Schauplätzen weiter,
die z.T. aus einem Mix aus Außenlandschaften und Innengebäuden bestehen.
In der zweiten Mission geht es erst zu Fuß weiter durch die recht ansehnlich
gestaltete Landschaft, es gilt eine Position zu halten und danach kann
man sich auch erstmals ans Steuer eines Jeeps setzen und durch die Gegend
brausen, während gleichzeitig drei weitere Rettungskapselabsturzstellen
untersucht werden sollen. Schon in diesem Level fallen die sehr tristen
Innenbereiche in den Missionen auf. Während die Landschaft durchaus mit
sehr viel Liebe zum Detail gestaltet wurde (Bäume, Büsche, Steine, Himmel,
Wasser, etc.), sind in Gebäuden immer nur die gleichen öden gräulichen
Texturen angesagt. Da sieht eine Stelle oftmals (abgesehen von Blut und
toten Gegnern) aus, wie die andere. Im späteren Verlauf des Spiels besucht
der Master Chief auch ein Raumschiff der Allianz, wo es gilt, den Captain
zu retten und kämpft sich dort durch immer wieder gleich aussehende Gänge
und Türen, danach folgt eine "Landung" auf einer kleinen Insel, wo zuerst
am Strand und dem "Gebirge" der Insel gekämpft wird, bevor es tiefer hinein
geht. In dieser Mission zeigt sich Halo auch sehr schon frei, d.h. der
Spieler kann selber entscheiden wo er langgehen möchte und kann die Insel
frei erkunden. Die andern Missionen sind dagegen alle sehr linear gestaltet.
Irgendwelche "zweiten Wege" gibt es nicht. Genauso wird sich der Spieler
noch durch eine Schneelandschaft kämpfen, Panzer fahren, kurz durch einen
Sumpf irren und die wohl in manchen Augen nervigste Mission des ganzen
Spielse erleben dürfen. Hier gilt es durch eine Bibliothek zu kommen und
den "Index" zu bekommen. Allerdings kann man hierzu nicht Bibliothek sagen.
Es sind nur lauter große Räume, die durch große Gänge verbunden sind.
Dazwischen kommt immer mal wieder eine Art Sicherheitstür oder ein Lift.
In diesem Level muß man sich dann 4 Stockwerke hoch und durch 10 Türen
gegen wahre Massen an Gegner (Flood) kämpfen und jeder neue Raum sieht
zu 99% so aus, wie der vorherige. Diese Mission zerrt gewaltig an den
Nerven. Am Ende der Mission bemerkt der Spieler jedoch schnell ein weiteres
Manko des Spiels. Drei von zehn Missionen werden zweimal verwendet. So
soll der Spieler ja einmal den Captain aus dem Allianzschiff retten und
später (vorletzte Mission) gilt es noch mal dort einzudringen (Ein kleiner
Außenabschnitt wurde neu gemacht). Die recht nette Schneelandschaft (mit
einigen, sich fast 1 zu 1 wiederholenden Innengebäuden) darf der Spieler
auch gleich zweimal durchstreifen. Einmal hin und dann später zurück.
Kleine Abweichungen im Weg und andere Gegner sind da die gesamte Abwechselung.
Der Showdown findet dann am Ende in der Pillar of Autum statt, sozusagen
eine Remake des ersten Levels. Aber dennoch sind die Level recht abwechslunsgreich
gestaltet und Frustmomente gibt es wenige. Lediglich an einigen Stellen
wird der Spieler etliche Versuche brauchen, wenn er das Spiel nicht auf
der X-Box gespielt hat und weiß, wo man lang muß. Da muß im späteren Verlauf
nicht jeder Gegner beseitigt werden, an so manchen kann man sich u. a.
vorbeischleichen oder aber schnell ein Fahrzeug stibitzen, statt erst
den Panzer auseinanderzunehmen.
Die Rätsel des Spiels beschränken sich auf den richtigen Weg und einige
Schalter (meist direkt neben der Tür), ansonsten sollte man - neben den
Kämpfen - keinen zu großen Tiefgang erwarten. Gespräche laufen von allein
ab und der Spieler hat auf so was keinen Einfluß. Cortana hält einen mit
Befehlen und Anweisungen zu den nächsten immer auf dem Laufenden. Sehr
erfreulich ist auch der sehr gute Schwierigkeitsgrad. Hier hat Gearbox
diesen wunderbar an den PC angepaßt. Die Gegner sind deutlich stärker
als ihre Kollegen auf der X-Box (Wo ja mit GamePad gespielt wird), aber
auch die stärkeren Gegner tauchen früher auf. Der PC Version liegt das
X-Box Speichersystem zu Grunde. Das bedeutet, es wird automatisch ein
Checkpoint angelegt (Wird auch angezeigt), wenn der Spieler bestimmte
Gebiete gesäubert hat bzw. einen bestimmten Bereich betreten hat. Im Gegensatz
zur X-Box kann der PC Spieler auch den letzten Checkpoint auf der Festplatte
speichern. Aber insgesamt muß eigentlich gar nicht gespeichert werden,
da alle Level später auch wieder neu gestartet werden können. (Auch auf
einem anderen Schwierigkeitsgrad). Lediglich wer eine Mission auch mal
ab der Mitte wieder spielen möchte, wird darum nicht herumkommen. Aber
Achtung: Es können nicht unendlich viele Savegames angelegt werden. Nach
99 Checkpoints werden die ersten - vom Spieler - gespeicherten, wieder
überschrieben. Ein Quicksave ist somit zum Glück nicht möglich und damit
ist ein gewisser Schwierigkeitsgrad auch auf jeden Fall sichergestellt.
Das Spiel ist nur sehr selten unfair (Gegnermassen, gute Deckung, etc.)
und bis zum Ende steigt der Schwierigkeitsgrad konstant an. Wer Halo von
der X-Box schon kennt und in den Missionen weiß, wo er lang muß und welche
Stellen wie leicht zu meistern sind, der wird etwa zwischen 30 und 60
Minuten pro Mission (Spätere Missionen eher 60 Minuten) brauchen und mit
den Ladezeiten, Reloads, etc. wird man dann etwa 10 bis 12 Stunden beschäftigt
sein. Wer Halo jedoch noch nicht kennt und nicht einfach nur gerade durch
den Level rennt und nicht auf dem untersten Stufe spielt, der wird durchaus
um die 20 Stunden Singleplay-Spielspaß haben.
Elite, nichts wie weg!
In den zehn Missionen trifft der Spieler auf etwa sechs unterschiedliche
Gegnertypen. Da wären zum einen die Dronen, die man doch recht gut als
die Vorhut der Allianz bezeichnen kann. Kleine, dumme Typen, die recht
schnell davonlaufen. Diese Kundschafter tragen einen Energieschild bei
sich, der sie recht effektiv gegen den Spieler verteidigt. Allerdings
sind sie nicht die hellsten, wenn eine Granate geflogen kommt. Ein richtig
harter Brocken - und diese Gegner sieht man schon in der ersten Mission
- sind die Elitekrieger der Allianz. Stark, schnell und teilen viel aus,
so kann man diese Gegner beschreiben. Mit denen ist nicht zu spaßen und
gleichzeitig können sie auch viele Treffer einstecken. Wie die andern
Gegner auch, so gibt es die Elite in mehreren Stärken. Die "Blauen" sind
die Schwächsten, danach kommen "Rote" und später "Graue". In einer gelblichen
Variante gibt es diese Kämpfer auch mit einer Art Lichtschwert. Der letzte
Gegnertyp der Allianz sind die Jäger, was jedoch etwas irreführen ist.
Diese riesigen Kreaturen sind eher langsam, haben dafür jedoch einen gigantischen
Schild und stellen sich als sehr hart heraus. Nach etwa 2/3 des Spiel
trifft der Spieler auch auf die Flood (Will nicht viel dazu sagen, damit
die Spannung erhalten bleibt). Bei der Flood gibt es drei Typen. Kleine
"Käfer ", die den Spieler anspringen, größere Exemplare, die diese Kreaturen
in sich tragen und in die Luft fliegen, um sie frei zu setzen. Abschließend
gibt es noch eine Kampfeinheit für den Nah- und Fernkampf. Die Floodgegner
treten nur in Massen auf. Die Gegner findet man jedoch auch in stationären
Geschütztürmen, Gleitern oder Panzern und beharken den Spieler von
dort aus. Die AI der einzelnen Gegner wurden sehr schön unterschiedlich
angepaßt. Während die Drohnen eher feige sind und nur in Gruppen stark,
so gehen die Gegner doch oftmals geschickt in Deckung oder greifen von
hinten an. Jeder Gegner hat Stärken und Schwächen und die muß man später
ausnutzen, wenn man überleben will.
Ich will Panzer fahren!
Neben dem Waffenarsenal kann der Spieler im Verlauf des Spiels auch das
ein oder andere Fahrzeug steuern. Von den Waffen kann der Spieler immer
nur zwei unterschiedliche Exemplare bei sich tragen. Da steht dann oftmals
eine Entscheidung an, ob man die Waffen wechselt oder bei dem bleibt,
was man gerade hat. Zum einen gibt es normale Projektilwaffen wie Pistole,
Sturmgewehr Shottgun und Scharfschützengewehr (Wobei das Projektil durch
mehrere Gegner geht). Hierfür findet man immer wieder Munition in den
Missionen. Aber auch ein Raketenwerfer - mit Zoom - darf im Sortiment
nicht fehlen. Im Mehrspielermodus gibt es auch einen Flammenwerfer. Die
Allianz setzt dagegen eher auf Energiewaffen. Diese findet man nicht im
Level, sondern der Spieler kann sie aufheben, wenn der Gegner beseitigt
ist. Neben dem Plasmagewehr gibt es auch eine Plasmapiostole, wo man einen
besonders starken Schuss aufladen kann. Beide Energiewaffen überhitzen
jedoch leicht, so daß man immer die Wärmeanzeige im Auge behalten sollte.
Die wohl interessanteste Waffe ist der Nadelwerfer (Munition findet man
vereinzelt im Level verstreut, ansonsten muß man den Werfer der Gegner
aufnehmen), hierbei muß der Spieler nur grob in die Richtung des Gegners
feuern, treffen tun die Geschosse fast immer. Allerdings prallen sie von
Energieschilden oder starker Panzerung ab und sind damit gegen Jäger und
Kundschafter der Allianz nutzlos. Im Mehrspielermodus gibt es auch noch
einen Flammenspeier, der sich sehr gut gegen Fahrzeuge einsetzen läßt.
Alle Waffen in Halo verfügen nur über eine primäre Feuerfunktion und mit
der zweiten Maustaste kann jederzeit schnell eine Granate geworfen werden.
Die normalen Splittergranaten kullern über den Boden, prallen von Hindernissen
ab, etc. und explodieren nach einer Weile. Anders die Plasmagranten. Diese
kleben am Ziel und explodieren dann. Neben den Geschütztürmen, die der
Spieler auch benutzen kann, stehen noch diverse Fahrzeuge zur Auswahl.
Hier kann manmit einem Panzer oder Warthog (Zwei Varianten im Mehrspielermodus)
durch die Gegend fahren. Weitere Leute (Marines oder menschliche Mitspieler
im MP) können dazusteigen und während der Fahrt feuern. Beim Warthog steht
dafür ein MG zur Verfügung. Die Allianz bietet zwei Flugeinheiten an.
Hier kann der Spieler im Ghost umherrasen (Fahrzeug, daß über den Boden
schwebt) und mit dem Banshee geht es auch in luftige Höhe (neu für den
PC). Neben einem Medipack gegen Verletzungen gibt es auch Items wie ein
Supershild oder Unsichtbarkeit im Spiel zu finden. Damit der Spieler auch
gezwungen wird, etwas taktisch vorzugehen, verfügt der Chief über ein
Energieschild, welches sich automatisch wieder auflädt. Immer nur die
Kugeln auffangen, geht nicht. Spätestens wenn der Schild rot blinkt und
ein Warnton ertönt, sollte der Spieler schleunigst in Deckung gehen und
einen Moment ruhig bleiben. Nach einigen Augenblicken lädt sich der Schild
wieder auf.
Grafik proportional zur Hardware?
Vorwegbemerkung, zum Testen wurde ein AMD 2700+ und eine GF 4 TI 4400
verwendet. Damit konnten DX9 Effekte nicht bewertet werden. Diese kleine
Vorbemerkung macht es schon deutlich, daß der Grafik/Hardwareteil nicht
ganz so positiv ausfallen wird. Halo sieht auf dem PC durchwachsen aus.
Der Hauptunterschied zur X-Box sind die verbesserten Texturen. Hier lassen
sich z.T. deutlich mehr Details erkennen (z. B. kleine Namen/Texte). Allerdings
wurden nicht alle Texturen von Gearbox überarbeitet. Oftmals sind die
Texturen durchaus sehr viel besser als auf der Box. Sehr positiv fallen
die sehr gut überarbeiteten Texturen an den Gegnern auf. Allerdings besitzen
die Gegner, Begleiter und andere Objekte genau die gleiche Polygonzahl
wie auf der X-Box. Hier wurde genausowenig verbessert, wie bei den Innenlevel.
Immerhin sind über 2 Jahre ins Land gegangen und die Level wurden einfach
1 zu 1 übernommen. Da wirkt die grafische Qualität in den Innenräumen
nur wie unteres Mittelmaß. Die Außenbereiche sind dagegen deutlich hübscher
ausgefallen und erstaunlicherweise auch deutlich flüssiger spielbar. In
den Innenräumen hatte ich durchweg Framraten um die 20 bis 30 fps (Und
das bei der Hardware mit deaktivierten Pixel Shader 2.0. Sollte man beispielsweise
eine der Energiewaffen überladen, so bricht die Framerate auf etwa 8 bis
11 FPS ein.), so war in den Außenbereichen die Framerate doch eher bei
30 fps (bei installiertem Patch 1.02). Wenn man die grafische Pracht dann
aber mit UT
2003 (oder Unreal
2) vergleicht, dann wundert es doch sehr, wie solche schlechten FPS-Werte
zustande kommen. Doch man muß ja noch nichteinmal ein anderes Spiel heranziehen.
Die X-Box Version lief auf 733 MHz wirklich gut und beim PC reichen über
2 GHz nicht aus, einige verbesserte Texturen darzustellen?
Konsole meets PC
Vom Look der Menüs kann die PC Version die Konsolenherkunft nicht vertuschen.
Die Menüs sind alle gleich, mit kleinen Änderungen, gestaltet. Auch auf
dem PC gibt es Spielerprofile und das Optionsmenü, etc. Alles ist etwa
gleich aufgebaut. Allerdings wirken manche Menüs doch wie schlecht runtergerechnete
Bitmaps und so scheinen Buttons manchmal zu verpixeln. Die Steuerung mit
Maus und Tastatur ist Gearbox gelungen. Zielen, Feuern, Bewegen und Granaten
werfen, alles wunderbar einfach zu handhaben. Wer will kann das Spiel
auch über ein Gamepad spielen (z. B. X-Box Pad am PC per Adapter) und dann
geht auch hier die Steuerung wunderbar von der Hand. Allerdings fehlen
Optionen um die Empfindlichkeit der Gamepadachsen einzustellen.
Sound und Musik
In Sachen Akustik kann Halo auch auf dem PC überzeugen. Die komplett
deutsche Version (ungeschnitten) bietet auch eine recht ansehnliche Sprachausgabe,
die mit der X-Box Version 1 zu 1 übereinstimmt. Hier kann man - im Gegensatz
zu z. B. Unreal 2 - wenig falsch machen. Die sonstigen Soundeffekte sind
auch - wie bei der X-Box - sehr gut gelungen, da krachen Explosionen,
Gegner schreien und man hört die Fahrzeuge umhersausen. Genauso hört man
die Erdklumpen umherprasseln, wenn eine Granate einschlägt. Eine klasse
Athmosphäre. Bei der Musik wird zum einen auf klassische Moviemusik zurückgegriffen
und zum andern kommt auch das ein oder andere "Alienstück" im Hintergrund
zum Tragen. Im Spiel gerät die Musik etwas ins Hintertreffen und wird
mitunter gar nicht so sehr wahrgenommen, wenn es auf dem Schirm heiß her
geht.
Allein ist doch blöd
Wer den SP von Halo durch hat, kann sich dann daran machen und das Spiel
mit Gleichgesinnten entweder im LAN oder über das Internet zu spielen.
Allerdings fehlt der aus der X-Box Version bekannt COOP Modus. Was angesichts
der 1 zu 1 Umsetzung des Spiels im SP doch sehr komisch ist. Dafür bietet
Halo auf dem PC zum einen die gleichen umfangreichen und abwechselungsreichen
Spieltypen und zusätzlich auch einige Neuerungen. Es gibt im Spiel eine
ganze Reihe an Spieltypen- da gibt es einfaches Deathmatch (Jeder gegen
jeden), Capture The Flag (mit und ohne Fahrzeuge), Last man Standing Varianten
oder aber King of the Hill. Viele Spieltypen gibt es auch in unterschiedlichen
Varianten und bei Bedarf kann der Spieler auch selber neue Spieltypen
entwerfen und abspeichern. CTF nur mit Panzern, Snipern und mit Teamdamage?
Kein Problem. Server findet man schnell über den integrierten Browser
und das Spiel läßt sich recht ordentlich online spielen, wenn auch die
Granaten zu viel "Macht" im MP haben. Bei DM Runden schmeißt alles mit
Granaten um sich und ballert z.T. ziellos einfach drauf los. Deutlich
mehr Teamplay sind da schon z. B. für CTF Partien erforderlich. Hier sollte
man auf Kollegen warten und dann im Warthog zu dritt zur Feindbasis düsen.
Es gibt zwar einige Spielverderber - wie überall - doch zum Großteil findet
man (bislang) überwiegend gute Teamspieler online. Für den PC gibt es
dazu im Mehrspielermodus einige neue Karten, Fahrzeuge (Warthog mit Raketenwefer,
Banshee) und zwei neue Waffen. Die Qualität der Maps im MP ist sehr durchwachsen.
Es gibt einige Maps, die sehen sowohl gut aus und spielen sich auch erstklassig.
Aber z.T. sind auch sehr schwache dabei, wie z. B. Chill Out. Dieser Level
sieht aus wie einer der ersten 3D Level in einem Computerspiel (Die Qualität
ist im Original deswegen so "gering", da auf der X-Box bis zu vier Spieler
an einer Konosle per Splitscreen spielen können und die Level deswegen
nicht so viele Polygone und Details haben. Aber unverständlich, warum
auch hier nichts für den PC verbessert wurde).
Halo vs. Halo
Wer sowohl eine X-Box, als auch einen PC daheim stehen hat, der wird
sich fragen, ob es sich lohnt oder welche Version man kaufen sollte. Hier
eine kurze Übersicht:
PC Version bietet:
| - SP Kampagne 1 zu 1 (lediglich Gegneranpassung
an die PC Steuerung) |
| - Kein COOP Modus |
| - Astronomisch hohe Hardwareanforderungen |
| - Detailliertere Texturen |
| - Neue Karten im MP |
| - "Neue" Fahrzeuge im MP (Warthog "2" und Banshee)
|
| - 2 neue Waffen im MP |
| - Internetspiel |
| - Bessere Steuerung des Warthogs |
Wer sagt: "Mir ist der SP egal, ich will Science Fiction Spaß im
Mehrspielermodus mit Fahrzeugen", der sollte überlegen ob Unreal
2 + MP AddOn (Unreal 2 kostet nur noch etwa 10€, AddOn kommt im Dezember)
oder UT 2004 (kommt November/Dezember 2003) nicht mehr bietet. Allen voran
bessere Grafik und bessere Hardwareausnutzung. Bei UT 2004 bekäme der
Käufer über 60 Maps, Bots, viele Spieltypen und es gibt schon für 2003
viele Mods. Wer jedoch nach Unreal 2 mal wieder einen klasse Science Fiction
Shooter haben will und mit kleinen Levelschwächen (Stichwort Innenräume)
leben kann, der sollte auf jeden Fall zu Halo greifen. Wer sowieso weiß,
daß er nicht/kaum online spielen wird, der sollte auf jeden Fall zum jetzigen
Zeitpunkt zur X-Box Version greifen, damit kann man mit nem Kumpel immer
mal den COOP Modus spielen, die PC Version bietet keine Bots (X-Box aber
auch nicht). Außerdem läuft auf der Box - zum jetzigen Zeitpunkt - das
Spiel deutlich flüssiger.
Meinung
Halo für den PC zu beurteilen ist gar nicht einfach. Die X-Box Version
hab ich viel gespielt und geliebt. Klar, hier sind die Schwächen in der
SP-Kampagne genauso da wie auf dem PC, aber wenigstens ruckelt es hier
längst nicht so sehr. Lediglich die überarbeiteten Texturen und einige
DX9 Effekte wären für mich kein Grund, noch mal 45€ auszugeben. Auch
wenn der Schwierigkeitsgrad und die Steuerung wunderbar an den PC angepaßt
wurde, so fragt man sich, was Gearbox in der ganzen Zeit gemacht hat.
Die Level wurden überhaupt nicht überarbeitet und (2) Fahrzeuge aus dem
SP in den MP zu übernehmen, zwei Waffen und eine handvoll Maps (Die zwar
besser als die "Originalen", aber nicht überragend sind) zu gestalten.
können ja wohl keine jahrelange Arbeit verschlingen. Die vielen Spieltypen
sind jedoch sehr abwechselungsreich im MP und Online findet man immer
schnell gute Mitspieler. Wenn ich jedoch mit Fahrzeugen umhersauen will,
dann kann man auch zu Battlefield greifen oder UT (2004) nehmen, welches
in der Hinsicht deutlich mehr bietet als Halo. Die abschließende Bewertung
der Note 2 hat Halo insbesondere dem recht ordentlichen SP Modus zu verdanken,
der zwar langweilige Passagen hat, jedoch ordentlich Action verspricht
und einen auch einige Zeit vor den Monitor fesselt. Hier lohnt es sich
auf jeden Fall, daß Spiel noch mal auf einem höheren SG zu spielen, da
die Gegner KI sehr gut gelungen ist und sich das Spiel sehr fesselnd spielt.
Geschrieben am 18.10.2003, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
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