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Hot Dogs - Hot Girls
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| Gesamt (9 votes) | | 4 |
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| Name: | Hot Dogs - Hot Girls |
| Genre: | Wirtschafts-Sim |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2006/04 |
| Publisher: | Trend Verlag |
| Entwickler: | Fuzzyeyes |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Hardware: | 800Mhz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 1100 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Deutsch |
| USK: | 16 |
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Eine Priese Wirtschaftssimulation und ein Hauch Erotik sollen die Kunden locken. So präsentiert
sich "Hot Dogs - Hot Girls" vom TREND Verlag. Wer meint, es handelt sich lediglich um ein weiteres
Spiel, das nur auf nackte Haut aus(gelegt) ist, irrt sich. Zwar stehen die Damen als Bedienung
für die Kunden an vorderster Front, doch ohne wirtschaftliches Handeln ist das beste Fast Food
Imperium schnell in der Verlustzone. Wie viel Sex und wie viel Gameplay das Spiel enthält, soll
das folgende Review zeigen.
Handbuch und DVD werden in einer kleinen Eurobox ausgeliefert. Während das Handbuch in Farbe
gedruckt ist und recht übersichtlich zu allen Spielinhalten Erklärungen bereithält, so hat das
Geld für die restliche Verpackung wohl nicht mehr gereicht. Die Spiel DVD befindet sich lediglich
in einer Papierhülle, auf dessen Rückseite der Key aufgedruckt ist. In Sachen Sicherheit fährt
der Publisher dabei sehr schweres Geschütz auf. Wie bei Microsoft Office & Windows Produkten
oder Earth 2160 muss der Käufer auch "Hot Dogs - Hot Girls" nach der Installation aktivieren.
Ansonsten bleibt das Spiel nur eine begrenzte Zeit als Demo nutzbar. Bei der Aktivierung hat
sich allerdings ein sehr unschöner Bug bemerkbar gemacht. Nach der Installation war es nicht
möglich das Spiel sofort zu aktivieren, ohne gleichzeitig auch eine Registrierung des Spiels
vornehmen zu müssen, was jedoch fraglich ist, wenn man solchen Punkten zustimmen muss:
"Ich stimme der Speicherung und Nutzung meiner Daten zu und möchte gerne über Updates und andere
Produkte per Mail, Briefkasten oder telefonische Kontaktaufnahme informiert werden." Diese Einverständniserklärung
lies sich auch nicht deaktivieren. Erst nachdem das Spiel einmalig im "Demomodus" ohne Aktivierung
gestartet wurde, klappte die Aktivierung ohne Registrierung. Bis dahin wurde bei allen Versuchen
(natürlich mit deaktivierter Checkbox Registrierung) das Registrierungsfenster trotzdem geöffnet.
Das Leben als Burger-King
Wie es in der Branche und auch in Games üblich ist, fängt der Spieler natürlich als kleiner
Unternehmer an. Mit ein wenig Startkapital kann er sich dann für ein Gebiet in den drei Städten
entscheiden. Je nachdem, ob man den Laden im Hafenbereich oder Bankenviertel eröffnet, haben
die Kunden andere Ansprüche und Wünsche. Dennoch werden im wahrsten Sinne des Wortes anfangs
kleine Buletten gebraten. Mit dem Startkapital sind keine so großen Sprünge möglich. Somit reicht
es nur für ein erstes Girl im Laden, das Kleinigkeiten wie Getränke, Schokoriegel oder Chips
verkauft. Mit mehr Geld auf dem Konto kann der Spieler dann nicht nur das Restaurant um weitere
Objekte wie Kühlschrank, Dekoration und Küchengeräte erweitern, sondern auch das Gebäude "Updaten".
Durch diese Updates werden neue Gegenstände freigeschaltet und in späteren Stufen können weitere
Kräfte eingestellt werden. Später sorgt ein Koch in der Küche für schmackhaft zubereitetes Essen
und mit der fünften Stufe kann auch endlich eine "Fachkraft" bzw. Ein-Euro-Jobber eingestellt
werden, der die Reinigung des Geschäftes und Reparatur der Geräte übernimmt, so dass sich der
Spieler nicht mehr selber darum kümmern muss. Dafür gibt es andere Bereiche, in denen Handlungsbedarf
besteht. Das größte und schönste Restaurant bringt nichts, wenn keine Waren gekauft wurden.
Hier hat der Spieler entsprechende Einkäufe beim Großhändler zu tätigen, so dass genug Ware
im Laden ist. Auf Wünsch kann auch automatisch jeden Tag eine bestimmte Anzahl an Artikeln für
jede der vier Filialen pro Stadt gekauft werden. Neben dem Lebensmittelgroßhandel unternimmt
der angehende Großunternehmer immer mal wieder eine kleine Einkaufstour. Dabei gilt es neue,
schöne und möglichst verkaufsfördernde Kleidung für die Angestellten zu kaufen. Doch nicht nur
der Charismawert, sondern auch Attribute wie Ausdauer, Service und Kühnheit werden durch die
Kleidungsstücke beeinflusst. Doch schon vor der Einstellung sollte ein Blick auf die Attribute
geworfen werden, dann muss später nicht ganz so viel Geld investiert werden. Ansonsten kann
mit kleinen Geschenken, Pausen und Fortbildungen nachgebessert werden, wenn es an Motivation
mangelt. Sollte sich die Konkurrenz weder durch die heißen Girls, noch die kundenfreundlichen
Preise, das gute Essen oder den exzellenten Ruf des Spielers beeindrucken lassen, dann gibt
es da noch einen Freund in der Stadt. Der Don bzw. seine Handlanger helfen jedem, der genug
Geld hat und außerdem entsprechend angesehen ist. So kann ein unliebsamer Konkurrent ausgeschaltet,
ein Laden sabotiert, die Warenlieferungen abgefangen oder für "Zusatzstoffe" im Essen gesorgt
werden. Auch freut es den Herrn, wenn seine Tochter eine gut bezahlte Arbeitsstelle bekommt.
Wein, Weib und Gesang - oder so…
Als erstes empfiehlt sich eine Absolvierung des Tutorials von Hot Dogs - Hot Girls. In diesem
wird die gesamte Gameplaymechanik und Handhabung in vier kurzen Lektionen erklärt. Auch wenn
keine wichtigen Punkte fehlen, so fühlt man sich danach irgendwie nicht ganz umfassend informiert,
was aber teilweise daran liegt, dass in den Tutorials der Spieler selber kaum etwas machen kann.
Lediglich ab und an wird man aufgefordert einen Button zu klicken. Teilweise geht aus dem Textfeld
jedoch nicht eindeutig hervor, was gemeint ist bzw. worauf der Spieler klicken soll. Doch sind
erst einmal die Grundlagen verstanden, können die ersten Gehversuche beginnen. Wobei am Anfang
sehr schnell die Schuldenfalle auf angehende Restaurantbesitzer wartet. Egal ob der Spieler
nun eine Kampagne oder ein Szenario spielt, zur Auswahl stehen jeweils drei Unternehmertypen
und drei Schwierigkeitsgrade. Der Unternehmertyp bringt jeweils kleine Boni mit sich. So verfügt
der Kaufmann über etwas mehr Startkapital und einen etwas besseren Ruf, wohingegen der Modetyp
mit mehr Kleidungsstücken für die holde Weiblichkeit startet und diese preiswerter einkaufen
kann. Der Schwierigkeitsgrad reguliert die Aggressivität der CPU Gegner, den Einkaufspreis von
Waren und die Häufigkeit von Zufallsereignissen. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen
wird der Spieler damit auf jeden Fall beglückt. Da wird das Restaurant überfallen, Ratten laufen
herum, ein Virus hat sich auf dem PDA eingenistet oder Ufos greifen die Gäste an. Der Spieler
kann sich dann jeweils aussuchen, ob er eine feste Summe zahlen will, damit das Übel aus der
Welt geschaffen wird (z. B. Kammerjäger beim Rattenproblem) oder ob er sich selber darum kümmern
will. In diesem Fall startet ein kleines Minispielchen, das selbst in einer kostenlosen Flash-Variante
kaum Anhänger finden dürfte. Nicht nur die Grafik wirkt unangebracht, auch das Gameplay ist
öde, zäh und langweilig. Kurz: Es ist eine Qual, wenn diese Ereignisse auftreten, da man gar
keine Lust hat, sich damit zu beschäftigen. Leider lassen sie sich nicht deaktivieren. In der
Kampagne gilt es einfach nach und nach die drei Städte in seinen Besitz zu bekommen, indem die
Konkurrenz verdrängt wird. Der Spieler kann sich dabei frei entscheiden, in welcher der drei
Städte er beginnen möchte. Ist ein Stadtteil dann in der Hand des Spielers, so wandern alle
Girls - inklusive der erhaltenen Erfahrungspunkte - in die nächste Stadt, die gekaufte Kleidung
bleibt erhalten und der Spieler profitiert vom Ruhm der letzten Stadt und hat somit eine etwas
bessere Ausgangslage. Das liegt auch daran, dass 10% des Gewinns zum Startkapital der nächsten
Stadt hinzugerechnet werden. Wer einen etwas schnelleren Einstieg möchte, kann über Schnellstart
gleich mit einem Level 1 Restaurant, Mitarbeitern und Produkten im Sortiment starten und erspart
sich somit etwas Fummelarbeit am Anfang. Neben der Kampagne können auch vier Szenarien und ein
"Freies Spiel" gezockt werden. Ende einer Partie ist hier jeweils, wenn das Ziel erreicht und
die Stadt unter der Kontrolle des Spielers ist. Im Gegensatz zur Kampagne präsentieren die wenigen
Szenarien abwechslungsreichere Ziele und Ausgangssituationen. Mal gilt es einfach nur lange
genug durchzuhalten, um notwendige Finanzspritzen zu bekommen, wohingegen in einer anderen Mission
eine heruntergekommene Erbschaft wieder auf Vordermann gebracht werden muss. Trotz alledem läuft
das Gameplay im Endeffekt immer darauf hinaus, die Konkurrenz nach und nach zu vertreiben. Die
vier Szenarien, die jeweils in allen drei Stadtteilen gespielt werden können, hätten jedoch
ruhig etwas umfangreicher sein können. Da ist der Spielumfang doch etwas sehr dünn.
Präsentation & Bedienung
Grafisch ist das Spiel akzeptabel, ohne groß mit besonderen Effekten zu protzen. Die einzelnen
Städte bieten eine ansehnliche Hintergrundkulisse und die unterschiedlichen Restaurants sind
nett anzusehen. Gerade wenn Hochbetrieb herrscht und der Müll herumliegt, macht das Restaurant
einen schönen, belebten Eindruck. Auch über die Framerate kann man sich nicht beschweren. Eher
über die grafisch sehr unterdurchschnittlichen Minispielchen. Wieso das Spiel jedoch knapp 1,1
GB Speicherplatz auf der Festplatte braucht, ist ein ganz besonderes Rätsel. Sprachausgabe gibt
es keine, Soundeffekte nur in sehr eingeschränkten Umfang und die eintönige Musik geht einem
recht bald auf die Nerven. Die größten Schnitzer leistet sich Hot Dogs - Hot Girls jedoch bei
der Steuerung und Menüführung. Dass das Spiel keine wahnsinnig komplexe Wirtschaftssimulation
ist, sollte jeder bereits mitbekommen haben. Wäre auch nicht so schlimm, wenn das, was das Spiel
anbietet, gut von der Hand gehen würde. Dem ist nur leider nicht so. Viel zu häufig müssen Menüs
gewechselt werden, es gibt kein zurück in einigen Menüs und die Schuldenfalle lauert recht häufig
auf den Spieler. Nur 500 auf dem Konto, aber plötzlich eine Ausgabe von 510? Das war es, Gameover
und sei es nur ein dummes Minispielchen, in dem ein Virus den PDA des Spielers zerstört und
für den Neukauf das Geld nicht gereicht hat. Weshalb muss man jeden Dreckfleck im Restaurant
selber finden und dann auch noch jeweils das Girl dort hinschicken? Teilweise ist es auch nicht
nachzuvollziehen, weshalb es mit dem Unternehmen bergab geht. Weshalb kann man keinen Kammerjäger
rufen, wenn sich die Kunden über Ratten beschweren, sondern erst, wenn es "zu spät" ist? Kleine
RPG Elemente, Kleidung und Motivation sind ja nette Ansätze, nur laufend umständliche und öde
Motivierungen zu tätigen, fesselt auch nicht sonderlich. Der Wirtschafts- & Handelspart ist
nicht sonderlich groß, aber dafür viel zu verschachtelt bzw. auf zu viele Fenster aufgeteilt,
zumal der Spieler auch wenig Feedback bekommt, welche Produkte gut und welche eher weniger ankommen.
Ganz umständlich ist der Wareneinkauf geregelt. Im Großhandel kann der Spieler einkaufen, allerdings
nur mit einigen Tücken. Jede Ware muss für jedes Restaurant einzeln in den Einkaufswagen gelegt
werden. Da der Spieler häufiger Nachschub braucht, kann auch eingestellt werden, dass täglich
Nachschub gekauft wird. Allerdings kann nur eingestellt werden, dass z. B. jeden Tag 20 Schokoriegel
gekauft werden sollen. Eine Option zur Mindestbestandsauffüllung gibt es aber nicht. Allein
die Grundversorgung mit Getränken und Snacks für ein Geschäft der untersten Stufe sicher zu
stellen, ist ein unglaublicher Arbeits- und Klickaufwand. Auch muss der Spieler daran denken,
den gespeicherten täglichen Wareneinkauf eines Shops zu laden, bevor man neue Waren einkauft,
sonst hat man die alte Auto-Warenbestellung überschrieben und wundert sich plötzlich, warum
die Regale leer sind und die ganze Klickerei beginnt wieder neu. Sehr viel bequemer wäre es,
wenn der Spieler den Einkauf einfach in dem Menü machen kann, wo auch der Preis festgelegt und
der Warenbestand eingesehen werden kann. Auch sind weitere manuelle Tätigkeiten, wie Befehle
an die Girls, sehr umständlich und wiederholen sich laufend. Was in anderen Spielen als 08/15
Grundlage im Hintergrund läuft bzw. sich automatisieren lässt, muss hier jeweils vom Spieler
in unterschiedlichsten Menüs, umständlich per Hand gemacht werden. Außerdem läuft das Spiel
selbst mit 100facher Geschwindigkeit sehr langsam ab. Gerade wenn es nichts zu tun gibt und
der Spieler einfach Geld in die Kasse bekommen will, schleicht der Tag nur so dahin. Zwischendurch
wird man dann immer wieder aufgeweckt, weil irgendein ärgerliches Zufallsereignis eingetreten
ist oder die Moral eines Girls absackt.
Meinung
Die Zwangsaktivierung außen vorgelassen, wurde insgesamt sehr viel Potential verschenkt.
Eigentlich würde der Aufbau eines kleinen Burger-Imperiums auch ohne viel Tiefgang Spaß machen,
wenn man sich nur nicht immer wieder mit den gleichen Kleinigkeiten rumärgern müsste. Es macht
einfach keinen Spaß, sich zum zwanzigsten Mal um irgendwelche belanglosen Kleinigkeiten zu kümmern
oder gegen die umständliche Bedienung anzukämpfen. Wer hat schon Spaß daran, laufend jeden Dreckfleck
und jedes verschmutztes Gerät zu suchen und einzeln Säuberungsanweisungen zu geben? Auch der
Spielinhalt ist mit der "freien Kampagne" und den wenigen Missionen sehr dünn. Große Abwechslung
im Gameplay gibt es auch nicht. Die Minispielchen ziehen das Game dann leider endgültig nach
unten und vergraulen mit unterirdisch schlechter Präsentation und Steuerung auch den hartnäckigsten
Spieler. Egal ob man eine seichte Wirtschaftssimulation oder ein Sex-Spielchen sucht, in beiden
Fällen sollte man die Hände von Hot Dogs - Hot Girls lassen.
Geschrieben am 21.05.2006, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
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