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Herr der Ringe: RdK
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 | Info |
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| Autor | | 3 |
 |   | | 3 |
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 |   | | 2.5 |
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| Gesamt (56 votes) | | 2 |
 |   | | 2.1 |
 |   | | 1.4 |
 |   | | 2.3 |
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| Name: | Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs |
| Genre: | Arcade Action |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/12 |
| Publisher: | Electronic Arts |
| Offiz. Sites: | Game |
| Links: | Tolkien Online |
| Links: | Tolkiengesellschaft |
| Hardware: | 700Mhz, 128MB RAM, 32MB 3D-Karte D3D, HD 2000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX8 |
| Steuerung: | Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Multiplay: | Co-Op |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | auch für Xbox/PS2/GameCube |
| USK: | 16 |
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| Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs (review von nali_warcow) |
Sehr viele werden bzw. haben sich schon den dritten und leider auch letzten
Teil der Herr der Ringe Trilogie im Kino angesehen. Nach über drei Stunden
fesselnder Unterhaltung ist Mittelerde gerettet und das Böse besiegt.
Was also tun? Wie wäre es einfach, wenn man selbst in der Rolle von Gandalf,
Aragon, Frodo und anderen Personen die Geschicke der Menschheit in die
Hand nimmt und sich mit gezückten Schwertern in die Schlacht stürzt. Electronic
Arts macht es mit dem offiziellen zweiten Actionspiel zum Film möglich.
Nach "Herr der Ringe: Die zwei Türme" (siehe
Review), in denen man die Geschehnisse der ersten beiden Filme nachspielen
konnte (und mit einigen Schwächen zu kämpfen hatte, wozu der Slogan "Ein
Spiel sie zu knechten" passen würde), so steht mit "Die Rückkehr des Königs"
eine überarbeitete Version des Spielprinzips im Laden. Doch rechtfertigt
eine Lizenz allein schon Ausgaben von gut etwa 50€? Was wurde im Vergleich
zum Vorgänger verbessert, können diesmal alle Spielergruppen mit dem Spiel
glücklich werden und welche Alternativen gibt es? Das alles soll im folgenden
Review geklärt werden.
Ein Ring sie zu knechten
Die Handlung von Herr der Ringe sollte mittlerweile eigentlich jeder
kennen und wenn doch nicht, dann lohnt es sich auf jeden Fall erst mal
die Filme anzuehen, sonst hat man wirklich was verpasst, daher hier nur
eine sehr kurze Einleitung. Damit Sauron, der Dunkle Herrscher, nicht
über "Mittelerde" regieren kann, muss ein magischer Ring vernichtet werden,
dies geht jedoch nur, wenn er in die flammende Glut des Schicksalsberges
geworfen wird. Unglücklicherweise ist es ein weiter und gefährlicher Weg
dorthin und die Mächte der Finsternis werden mit jedem Tag stärker und
sie versuchen alles, um den Ring wieder zu bekommen und Mittelerde zu
vernichten. Ringträger Frodo, dem die Aufgabe anvertraut wurde, den Ring
zu vernichten, wird auf dieser langen Reise von 8 Gefährten begleitet.
Die Handlung des Spiels setzt genau am Ende des zweiten Films ein. Die
Schlacht um Helms Klamm ist kurz vor dem Ende und die Orks haben die wenigen
überlebenden Menschen fast besiegt, als Gandalf mit Verstärkung eintrifft.
In der einen Sekunde noch Originalvideo aus dem Film, geht das Geschehen
direkt in die Spielgrafik über (Wie auch schon beim Vorgänger "Die
Zwei Türme") und die Story beginnt. Drei unterschiedliche Wege stehen
dem Spieler nun zur Verfügung, wobei er frei entscheiden kann, welchen
er zuerst beschreiten will. Das Ziel ist die Vernichtung des Ringes, aber
wird es erreicht ? Zuerst gilt es in der Rolle von Gandalf die letzten
Orks bis nach Isengard zu verfolgen und zu vernichten. Danach steht die
Verteidigung der letzten Bastion der Menschen, Minas Tirith, auf dem Programm.
Gandalf hat damit zu tun, Aragorn, Legolas und Gimli schlagen sich mit
allerlei Untoten herum und müssen deren König besiegen, bevor sie in die
Schlacht vor dem südlichen Tor von Minas Tirith und den Pelenorfeldern
eingreifen können. Der Showdown erfolgt hier vor dem schwarzen Tor. Derweil
müssen Sam und Frodo unter Führung von Gollum den Ringgeister aus Osgiliath
entkommen, sich durch eine Spinnenhöhle kämpfen und schließlich im Turm
Cirith Ungol alle Orks beseitigen, bevor es zum Schicksalsberg geht.
Action bis die Axt glüht
Vor und nach jeder Mission wird eine Videosequenz eingespielt, die sich
aus unterschiedlichen Ausschnitten aller drei Filme zusammensetzt. Dabei
wird die Geschichte in groben Zügen erzählt, allerdings bewirken diese
Videos nicht sehr viel mehr als eine grobe Verknüpfung, bei der viele
Fragen offen bleiben und man ohne Filmkenntnis des öfteren meint etwas
verpasst zu haben. In insgesamt 13 Leveln (+ 2 Bonusmissionen) gilt es,
sich mit Unmengen an Gegnern anzulegen und schon nach wenigen Augenblicken
steckt man mitunter bis über den Kopf in Chaos. Missionstechnisch gibt
es dabei zwei unterschiedliche Typen. Zum einen gilt es, sich über einen
fest vorgegeben Pfad durch die Landschaft oder aber durch Gemäuer zu kämpfen.
So muss man beispielsweise die Orks bis nach Isengard durch den Wald verfolgen
oder aber jemanden aus einem Orkgefängnis befreien. Doch nicht immer gilt
es, sich hier einfach munter durch den Level zu kämpfen und alle Gegner
gemütlich zu beseitigen, so tickt beispielsweise bei der ersten Mission
mit Sam und Frodo ein Counter, der anzeigt, wann die Nazgul Frodo und
den Ring gefunden haben. Zusätzliche Counter gibt es beispielsweise, wenn
man sich an einer Position eine ganze Weile gegen anstürmende Feinde verteidigen
muss. So kämpft man mit den Ents eine ganze Weile gegen anstürmende Orkhorden
oder aber Gimli, Legolas und Aragorn müssen einem Untotenangriff standhalten.
Zum anderen gibt es aber auch eine ganze Reihe an Missionen, die auf mehr
oder weniger großen Schlachtfeldern stattfinden. In der Rolle von Gandalf
gilt es die anstürmenden Orks auf den Mauern von Minas Tirith abzuwehren,
indem die angestellten Leitern umgestoßen werden oder aber Belagerungstürme
zu Kleinholz verarbeitet werden. Gleichzeitig tickt eventuell noch ein
recht gemeiner, weil sehr knapp bemessener, Counter und sobald zu viele
Orks eingedrungen sind, ist die Schlacht verloren. In anderen Missionen
müssen während der Schlacht gewisse Ziele erreicht werden, wie z. B.
anrückende Mumakil zu vernichten und Personen zu beschützen, was jedoch
alles andere als leicht ist. Dies fällt beispielsweise in der Mission
auf den Pellenorfeldern auf, wo man laufend zwischen zwei Zielen wechseln
muss, jedoch mitunter nur sehr wenige Sekunden Reaktionszeit hat. Gerade
wurde der Mumakil zu Fall gebracht, da kommt die Bedrohung in Form eines
Nazguls aus der Luft und wenn man nicht in dem Moment an einer ganz gewissen
Stelle steht, um diesen anzugreifen, ist die Mission gescheitert. Es gibt
zwar in einigen Missionen, wie auch in der genannten, Kontrollpunkte,
so dass man nur einen Teil erneut spielen muss, doch insgesamt ist es
nach den ersten Missionen für Einsteiger und Gelegenheitsspieler, die
nur wegen der Herr der Ringe Thematik zuschlagen, Schluss. Zu unübersichtlich
sind die Massenschlachten, zu schnell verliert man mitunter einen Großteil
der Energie und die oftmals recht unübersichtliche Kamera sorgt auch nicht
gerade für Freude. Wer die Spielstufe "Leicht" wählt, der sollte
auch entsprechend vom Spiel behandelt werden, so ist das Spiel nichts
für den Massenmarkt der Gelegenheitsspieler. Das ist insbesondere deswegen
schade, da die Missionen alle sehr abwechslungs- und detailreich sind.
Die grafische Präsentation ist wirklich sehr gut gelungen (Dazu später
mehr). Auch gibt es recht viele Interaktionsmöglichkeiten im Spiel. Seien
es irgendwelche Speere, die man aufheben und auf die Gegner schleudern
kann. So ist das Umstoßen von glühender Kohle genauso möglich, wie etliche
Sachen zur Explosion zu bringen. Auch einige Schalterrätsel sind im Spiel
vorhanden, genauso wie das Umstoßen diverser Säulen, etc.. Wenn man sich
als Sam durch die Spinnenhöhle schlägt, dann gilt es auch durch geschickte
Fackelwürfe die kleinen Spinnengruppen aufzumischen, so dass man sicher
passieren kann. Allerdings dient dies eher nur einer kurzen Auflockerung
zwischen den Kämpfen, die nächste Welle an Gegner wartet nur auf den entsprechenden
Trigger. Und gerade der macht sich mitunter recht gemein bemerkbar. Da
erscheinen irgendwelche Gegner aus dem Nichts bzw. stehen plötzlich da,
auch wenn vorher noch alles frei von Feinden war. Bei der Verteidigung
der Mauern von Minas Tirith kann man zwar alle Leitern umstoßen und fast
alle Gegner beseitigen bevor neue kommen, doch die "Bedrohungsanzeige"
bleibt trotzdem bei etwa 50% Gegner auf der Mauer. Nicht in allen Missionen
ist man allein wie mit Gandalf- in der Rolle von Legolas, Aragorn oder
Gimli begleiten einen jeweils die anderen Charaktere und stehen dem Spieler
mal mehr und mehr weniger hilfreich zur Seite. Eine Angabe der Gesamtspielzeit
ist alles andere als einfach. Wenn man davon ausgehen würde, dass jede
Mission auf "Leicht" nach etwa 2 Anläufen geschafft ist, dann wäre man
gut an einem Abend durch. Da man jedoch - je nach Können und Durchhaltevermögen
- auch gut einen ganzen Abend immer wieder die gleiche Mission versuchen
"darf", kann der Spielspaß dadurch auch locker auf über 20 Stunden
künstlich verlängert werden. Aber auch so manches Missionsziel muss erst
einmal verstanden werden. So gibt es bei den linearen Missionen weniger
Probleme, aber wenn man als Gandalf bei der Verteidigung von Minas Tirith
auf den Mauern den ersten Belagerungsturm durch Suchen und zufälliges
Finden eines Katapultes zerbröselt hat, so will man das beim nächsten
wiederholen, was jedoch nicht funktionier bzw. andere können die
Soldaten erstaunlicherweise nicht so weit drehen. Die Lösung ist dann
im Endeffekt recht simpel, indem man Gandalfs Magieangriff benutzt, doch
bis man darauf kommt, vergehen mitunter einige Versuche. Insgesamt wären
einige klare Missionsziele mitunter hilfreicher gewesen, als die recht
knappen Tipps.
Draufhauen, richtig draufhauen
Getreu dem Motto "Nur ein toter Ork ist ein guter Ork" stürmen
im Laufe des Spiels über den Daumen gut 2000 Gegner auf den Spieler ein.
Hierbei wird alles geboten, was man aus den Filmen kennt und liebt. Alle
möglichen Varianten und Kombinationen an Uruk-Hai, Orks und andern Dienern
Saurons, wobei es von einigen Gegnern auch stärkere Varianten gibt. Doch
es warten auch etliche auferstandene Untote und allerlei Spinnen auf den
Spieler und dazu kommen noch so dicke Brocken wie Höhlentrolle, Nazguls
und Mumakil, wie auch der ein oder andere Zwischengegner wie z. B. einer
Riesenspinne. Leider haben es die Gegner nicht so sehr mit dem Köpfen,
was bei Untoten ja zu entschuldigen wäre. So manche Gegner schwanken sehr
zwischen den einzelnen "Reaktionsphasen". Gerade noch auf einen losgegangen,
machen manche Gegner scheinbar erst mal eine Gedankenpause und stehen
nur rum. Ansonsten reagieren viele Gegner immer wieder nach dem gleichen
Angriffsmuster. Andere Gegner dagegen hauen die ganze Zeit auf einen drauf
und lassen einen mitunter kaum wieder auf die Füße kommen. Wenn man es
nur mit wenigen Gegner zu tun bekommt, dann muss man nur den richtigen
Moment abpassen, an dem man zuzuschlagen hat und alles ist problemlos
machbar. Aber wenn von allen Seiten Gegner kommen oder aber man sich auch
noch mit Bogenschützen, etc. herumschlagen muss, dann taumelt man schnell
von Treffer zu Treffer. Dadurch, dass die Kamera mitunter auch sehr ungünstig
das SPielgeschehen einfängt und man Gegner mitunter erst sieht, wenn
diese auf einen einschlagen, hängt es mehr vom "Glück" ab, wie viel Schaden
man nun einstecken muss. Da kann ein Lebensbalken schnell weg sein. Die
Gegner hinterlassen in unregelmäßigen Abständen Heilungseinheiten, die
zum einen jedoch schnell im hektischen Kampf übersehen werden und zum
anderen auch schnell wieder verschwinden. Aber auch bei der Wegfindung
stellen so mache Hindernisse große Probleme dar. Um eine Ecke kommen manche
Gegner nicht, oder aber ein großer Troll scheitert an einer kleinen Steinmauer.
Doch auch die Begleiter sind manchmal eine Qual und wenig zu gebrauchen.
Diese kämpfen teilweise extrem "verzögert" und scheinen den Gegner kaum
etwas anzuhaben. Muss man beispielsweise die Untoten am Boden jeweils
durch einen "Finalen" Stich erlösen, so ignorieren dies die Begleiter,
wenn sie mal einen zu Boden schicken, und lassen selbigen ruhig wieder
aufstehen. Warum Aragorn mit einem Bogen mit Schilden bewaffnete Gegner
angreift (Pfeile prallen ab), wird wohl sein Geheimnis bleiben. Aber auch
bei der Verteidigung der Mauern von Minas Tirith stellen sich die dortigen
Soldaten mehr als tölpelhaft an. Da wird gerufen "Schubst die Leitern
um" und die 3 Soldaten machen nichts, sondern warten einfach nur auf den
Spieler. Hier und in andern "Massenschlachten" fehlt ein glaubwürdiges
Handeln der andern NPCs.
Schwert, Axt und Bogen
Jeder Charakter im Spiel verfügt über zwei Waffen. Da wäre zum einen
eine Nahkampfwaffe in Form eines Schwertes, einer Axt oder Gandalfs Magiestab.
Zusätzlich kann jeder Held auch eine begrenzte Anzahl an Fernangriffen
ausführen (deren Nutzung man wieder auffrischen kann), wie Bogen oder
ein magisches Geschoß. Je länger man die Schußtaste gedrückt hält, um
so stärker wird der Schuß. Mit den beiden Angrifftasten Leichter und Schwerer
Angriff (Welcher Schilde der Gegner zerstört) lassen sich damit schon
einige Gegner beseitigen. Dazu kommt im Kampf noch die Parademöglichkeit,
um feindliche Angriffe zu blocken und ein Sturmangriff, um Gegner zu Boden
zu werfen oder aber z. B. Leitern von der Mauer zu stossen. Mit dem Todesstoß
lassen sich auf dem Boden liegende Gegner endgültig beseitigen, bevor
diese sich wieder aufrappeln. Durch Kombination von Buttons, wie z. B.
Angriff, Angriff, Schwerer Angriff lassen sich Kombos erzeugen, womit
man die Gegner deutlich leichter beseitigen kann. Diese Kombos muss man
sich jedoch erst über gesammelte Erfahrungspunkte kaufen. Jeweils am Ende
eines Levels, wenn die "Abrechnung" erfolgt, ist dies möglich. Da kann
man den Charakter jeweils in 10 Stufen verbessern und z. B. die Lebensenergie
erhöhen, Angriffe verstärken oder aber neue Moves "kaufen". Bestimmte
Angriffsformen setzen jedoch zuvor erlangte Fertigkeiten voraus. Die Punkte
für diese Einkäufe bekommt der Spieler durch ein Punktekombosystem. Gibt
es beispielsweise 150 Punkte für einen Gegner, wenn man diesen einfach
tötet, so gibt es entsprechend mehr, wenn man gleich danach einen weiteren
erledigt. Eine Art "Blutrauschanzeige" am unteren Bildschirmrand zeigt
jeweils eine Art "Multiplikatorwert" für die nächsten Punkte an. Dies
ist auch sehr wichtig, da man möglichst immer versuchen sollte, einen
hohen "Preis" für die Gegner zu bekommen und sich dadurch mehr
und bessere Updates leisten zu können. Sollten alle Versuche scheitern
so kann jeder Charakter auch eine Spezialfertigkeit aktivieren, wie z. B.
Gandalf ein Kraftfeld zum Schutz um sich herum oder aber die Hobbits ihre
Tarnumhänge, um so unbemerkt an den Gegnern vorbeischleichen zu können.
Aber auch diverse Speere oder Katapulte können vom Spieler benutzt werden,
ein entsprechender blauer Kreis zeigt dies an. Steuern kann man den Helden
sowohl über Tastatur/Maus, als auch über Gamepad, was beides recht problemlos
möglich ist. Etwas entspannter spielt es sich mit Pad, wenn man auch nach
dem Xten Anlauf das ganze noch "locker" angehen will.
Grafik
An der Grafik vom Spiel kann man zum Glück nur sehr wenig Kritik anbringen.
Die Schauplätze sind wunderbar umgesetzt und warten mit einer ordentlichen
Fülle an Details. Seien es die eingestürzten Gebäude oder aber die vielen
sehr schön umgesetzten interaktiven Bereiche der Map, wenn mal wieder
ein Türm einstürzt oder ein explosives Faß in die Luft fliegt. Dazu fliegen
Trümmer über den Schirm und schöne Feuer und Nebeleffekte steigern
die Atmosphäre. In den Kämpfen hat das jedoch jedoch auch recht negative
Auswirkungen. Bei dem vielen Rauch und Qualm auf dem Bildschirm sieht
man manchmal gar nichts, der Gegner jedoch schon. Lediglich in der Nahansicht
sind die Texturen nicht mehr ganz so schön, was im Kampf zum Glück nicht
auffällt, allerdings in den Zwischensequenzen. Warum dann ein Troll oder
Belagerungsturm im Vollbild gezeigt wird und eine wahnsinnig gering aufgelöste
Textur besitzt, ist schon verwunderlich. Die vielen Videos im Spiel schwanken
meiner Meinung nach in Sachen Qualität, wobei insbesondere das verwendete
Material aus dem dritten Teil in einer sehr groben Auflösung vorliegt.
War vermutlich auch ein Tribut an die 3 CDs in der Packung, da hätte eine
DVD Version sicherlich mehr hergemacht. Wieder sehr schön sind dagegen
jedoch die Übergänge zwischen Film und Spielgrafik, wodurch das Spiel
oftmals wie aus einem Guss wirkt.
Sound
In Sachen Sound fährt EA hier schwere Geschütze auf und das Spiel startet
mit einer THX Zertifizierung.
Im Spiel bemerkt man im Kampfeslärm nicht alles, aber mit entsprechenden
5.1 Boxensystem fühlt man sich in den Schlachten wirklich wie im Kino.
Überall kracht und donnert es, die Leute schreien und es herrscht einfach
eine wunderbare Atmosphäre. Auch in den Leveln gibt es immer wieder sprachliche
Anweisungen und Kommentare der Gegner, wobei hier wieder das Trio - wie
schon im Film - Gimli, Legolas und Aragorn für Schmunzeln sorgen wird,
etwa, wenn der Zwerg über die Höhlen der Untoten lästert oder aber anstürmende
Gegnerhorden mit den Worten "Da kommen ein paar" ankündigt. Allerdings
sind diese Aussagen recht leise und man muss erst mal im Soundmenü nachhelfen,
damit man diese auch ordentlich zwischen dem Kampfgetümmel verstehen kann,
zumal dort auch der ein oder andere Hinweis gegeben wird. Die Musik entspricht
schon wie im Vorgänger der Originalkomposition von Howard
Shore.
Allein kann man keine Schlacht gewinnen
Wer keine Lust hat immer an der gleichen Mission zu scheitern, der sollte
am Besten einfach mal einen guten Freund einladen und sich dann gemeinsam
an die Missionen machen. Hierbei wird nicht über Internet oder LAN gespielt,
sondern nur an einem PC. Sobald neben der Tastatur/Maus ein weiterer Kontroller
angeschlossen ist, kann es auch los gehen. Das Spiel geht wie im Einzelspielermodus
vonstatten, nachdem sich jedoch der erste Spieler eine Figur ausgesucht
hat, kommt der zweite zum Zug. Außerdem ist hier eine Spielreihenfolge
vorgegeben. Erst muss man mit Aragorn, Legolas und Gimli bis zu den Pelennorfeldern
kommen bzw. das Schwarze Tor meistern, um die ansonsten wahllosen Pfade
von Gandalf und Sam(Wo man den Charakter beim ersten Spielen nicht wählen
kann) im Team spielen zu können. Nach der Charakterwahl geht es gemeinsam
in den Kampf, wobei logischerweise zwei unterschiedliche Charaktere genommen
werden müssen. Hier hat man dann eine doppelte Statusanzeige am unteren
Bildschirmrand und neben einen kleinen "Killvergleich" auch eine Anzahl
an Leben. So kann man sich einen Tod erlauben und muss sich nur mit mehr/stärkeren
Gegner herumschlagen. Doch durch diesen Modus macht das Spiel gleich viel
mehr Spaß, da - wie im Film - Mittelerde nicht nur von einer Person gerettet
werden kann. Nur wenn alle zusammenhalten kann die Menschheit siegreich
sein.
Meinung
Nachdem der erste Actionspielableger nicht für den PC veröffentlicht wurde,
bessert EA nun nach und das auch stellenweise am Gameplay. Die Level sind vom
Aufbau her deutlich besser und schöner als die aus "Die
zwei Türme" und die Grafik sieht auf dem PC wirklich beeindruckend aus,
wenn auch einige Kleinigkeiten wie die z.T. schwachen Texturen negativ auffallen.
Eigentlich wäre "Rückkehr des Königs" schönste "seichte" Unterhaltung, wird
aber leider aufgrund des mitunter enorm hohen Schwierigkeitsgrades zu Fall gebracht.
Es macht keinen Spaß mit Gandalf 15 Minuten die Mauer zu verteidigen, um dann
kurz vor dem Ende zu sterben und alles noch einmal zu versuchen und das mitunter
X mal. Wie oft ich die Pelennorfelder gespielt habe, kann ich schon fast gar
nicht mehr zählen, aber irgendwann hört der Spaß auf. Warum nicht mehr Savepunkte
oder Gegner, die weniger Schaden verursachen auf den unteren Schwierigkeitsgraden?
So kann man das Spiel, neben der zudem sehr unübersichtlichen Kamera, nur den
erfahreneren Spielern empfehlen, Gelegenheitsspieler und der "Massenmarkt" sind
jedoch mit dem Spiel nicht gut beraten. Zu schnell landen die 50€ in der Ecke
und das muss nicht sein. Auch der COOP Modus fesselt nicht ewig. Auf jeden Fall
sollten alle Interessenten mal die Demo anspielen und schauen, ob sie mit der
noch recht leichten Mission klar kommen. Alle anderen, die auf ein Herr der
Ringe Setting verzichten können und auf Action, gute Grafik und Schwerkämpfe
stehen, sollten sich da lieber mit "Prince of Persia: The Sands of Time" beschäftigen,
das zeigt hier deutlich, wie anspruchvolle Kämpfe (gehobener Schwierigkeitsgrad),
einfachste Bedienung und ein faires Speichersystem + "Rückspulfunktion" in einem
Spiel untergebracht werden können.
Geschrieben am 06.01.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
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