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Homeworld 2
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
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| Gesamt (53 votes) | | 1 |
 |   | | 2.1 |
 |   | | 2.2 |
 |   | | 2.2 |
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| Name: | Homeworld 2 |
| Genre: | Echtzeitstrategie |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/10 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Entwickler: | Relic |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 833Mhz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.1 |
| USK: | 12 |
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Der Weltraum... Unendliche Weiten...
Doch die Ruhe täuscht, hier kann es heiß hergehen. Das hat Relic schon
einmal mit Homeworld und dem AddOn Homeworld - Cataclysm gezeigt. Strategiespiele
müssen nicht immer nur auf Planetenkämpfe beschränkt sein, der dreidimensionale
Raum ist auch ein wunderbarer Platz um sich virtuell in großen Raumschiffschlachten
auszutoben. Außerdem ist das Szenario auch noch recht unverbraucht und
konkurrenzlos. Das hat schon Homeworld gezeigt. Hier wurde anspruchsvolle
Echtzeitstrategie geboten. Doch für manche war es etwas zu viel des guten.
Die recht umständliche Menüsteuerung und die sehr schnell untergehende
Übersicht im Raum verhinderten leider, daß der Titel außergewöhnlich erfolgreich
war. Nun steht der Nachfolger in den Läden. Eine gute Zeit mal nachzuschauen,
ob die Bitten vieler Spieler erhört wurden und nun jeder Spaß und Köpfchen
im All miteinander kombinieren kann.
Worum geht es denn diesmal?
Die Handlung des Nachfolger ist einige Jahrzehnte nach den Geschehnissen in Homeworld bzw.
Homeworld Cataclysm angesiedelt. Die Hiigaraner haben es schon nicht leicht und stehen schon
wieder unter Streß. Hatten sie am Ende des Vorgängers es endlich geschafft und nach vielen schweren
und ermüdenden Kämpfen ihre Heimmatwelt gefunden, so dauerte die wohl verdiente Ruhe leider
nicht sehr lange. Die neue Bedrohung heißt Vagyr und dahinter verbergen sich leider keine sehr
freundlichen Lebensgenossen. Als wenn es noch nicht schlimm genug wäre, daß ein Teil der Bevölkerung
der Hiigaraner den Planeten verlassen mußte, so droht auch noch eine weitere, noch größere Gefahr.
Einer alten Prophezeiung zufolge steht das Ende der Welt bevor. Also keine guten Startbedingungen,
so daß die Hiiagaraner - unter Führung des Spielers - nun einen Weg aus dieser Miesere finden
müssen und das Geheimnis der Prophezeiung zu ergründen haben. Da die Yager den Planeten angreifen
bleibt als einigste Möglichkeit die Flucht mit dem Mutterschiff. Das Abenteuer kann beginnen...
Die Story von Homeworld 2 wird dabei in vielen Zwischensequenzen vorangetrieben
und sehr ausführlich erzählt. Für Neueinsteiger, die die Vorgänger nicht
kennen, ist es dabei jedoch nicht gerade sehr leicht einen Zugang zur
Story zu finden. Da wird es dann doch etwas zu sehr übertrieben mit der
"epischen" Erzählweise, die in allein Einzelheiten erzählt wird. Aber
auch wenn der Spieler die etwas undurchsichtige Story nicht ganz versteht,
so sind dennoch die Missionen klar zu erkennen und der Handlung ist zu
folgen, auch wenn sie nicht so sehr als ganzes verständlich wird.
Die vielen Zwischensequenzen werden zum einen in der sehr guten Ingamegrafik
dargestellt und außerdem bietet das Spiel auch sehr viele Videosequenzen,
die mit schwarz-schweiß Grafik aufwarten, aber dennoch sehr viele Details
zeigen. Atmosphärisch sind diese sehr gut gelungen.
Die Ausgangbasis - Unendlich Weiten
Wie schon im Vorgänger startet der Spieler anfangs mit dem Mutterschiff
und einigen Einheiten. Das Mutterschiff kann sich zwar auch etwas verteidigen,
doch im Grunde genommen ist dies eher eine große fliegende Fabrikanlage.
Dabei kann auch wieder das komplette All genutzt werden, sprich der Spieler
steuert seine Einheiten nicht nur in 2 Ebenen, wie man es aus anderen
Spielen kennt, sondern auch noch in einer dritten, was taktisch sehr gut
genutzt werden kann und in späteren Missionen bzw. im Internet zwingend
wird. Im Vergleich zum Vorgänger wurde jedoch das Interface deutlich entschlackt
und überarbeitet (Später mehr dazu.). Wie im Vorgänger, so gibt es auch
in Homeworld 2 eine ganze Reihe an kleinen und großen Schiffen (Die z.T.
auch selber wieder Schiffe konstruieren können), welche für den Schutz
des Mutterschiffs und der Erreichung der Ziele unersetzlich sind. Eine
sehr große Bedeutung kommt den Rohstoffsammelschiffen zu. Damit werden
in Asteroiden die für den Bau, Reparatur und Erforschung nötigen Rohstoffe
gesammelt. Durch Weiterentwicklung von Techniken und Produktionsanlagen
kann der Spieler dann immer mächtigere Schiffe befehligen. Bis auf die
überarbeite Steuerung ist Homeworld 2 so gestaltet, daß sich Kenner des
Vorgängers sofort zurechtfinden werden.
Emotionsgeladene Missionen
Für Einsteiger des Spiel empfiehlt es sich erst einmal die drei Tutorialmissionen
zu erledigen. Hier wird der Spieler mit den wichtigsten Steuerungen und
Eigenschaften des Spiels vertraut gemacht. Auch wenn die Tutorials etwas
umfangreicher hätten ausfallen können, so reichen sie dennoch aus, da
die ersten beiden Missionen des Spiels auch noch sehr viele Hinweise zur
Steuerung und Benutzung des Spielintefaces geben. Neben den Tutorials
bietet Homeworld 2 insgesamt 14 Missionen, in denen die Story erzählt
wird. All diese Missionen haben eines gemeinsam: Sie sind ab etwa der
dritten Mission sehr, sehr schwer und auch Profis werden um Neustarts
nicht herumkommen. Das liegt zum einen daran, daß der Computer recht geschickt
vorgeht und die Stärken und Schwächen seiner Jäger sehr genau kennt und
umsetzt. Doch welcher Einsteiger ist in den ersten Missionen schon so
soweit? Des weiteren sorgen leider viele gescriptete Ereignisse, auf die
man oftmals gar nicht - oder nur sehr langsam/unvorbereitet - reagieren
kann, dafür, dass die Missionen zu einem Trial & Error Prinzip verkommen.
Mission laden, spielen und schauen was wann wo passiert. Danach wird die
Mission neu geladen und möglichst versucht die Scripts auszutricksen bzw.
auf die jeweiligen Ereignisse vorbereitet zu sein. Am Beispiel der dritten
Mission soll dies verdeutlicht werden: Der Spieler startet mit dem Mutterschiff,
einigen Rohstoffsammelschiffen und einigen Jägern und Bombern. Zwar lautet
das erste Ziel, die Produktionsplattform etwas entfernt zu schützen und
die angreifenden Jäger zu beseitigen, doch das kann warten. Die Plattform
hält auch so ne Weile durch. Nun gilt es erstmal möglichst schnell die
nahegelegenen Asteroiden auszunutzen und Technologien, weitere Rohstoffsammelschiffe
und schlußendlich eine mobile Rohstoffbasis zu bauen. Einen Teil der Jäger
schickt man nun schon mal zu den weiter entfernten Asteroiden, um sich
mit den dort befindlichen bzw. schon bald auftauchenden Gegnern zu beschäftigen
(Diese würden sonst über die Sammelschiffe herfallen). Danach werden die
Rohstoffsammler - wenn die ersten Quellen erschöpft sind - nachgezogen.
Mittlerweile steht die Plattform kurz vor dem Exitus. Nun muß der Spieler
reagieren, also hin und die Schiffe abschießen. Das neue Ziel - die Plattform
zu reparieren - sollte man tunlicht unterlassen, da der Gegner sofort
einen Gegenangriff mit praktisch unendlich vielen Ressourcen und drei
mobilen Produktionsbasen beginnt, gegen den der Spieler machtlos ist.
Leider repariert sich die Station jedoch selber ganz langsam, so daß das
nächste Script definitiv bald ausgeführt wird. Nun gilt es ordentlich
Abfangjäger, Bomber und Großkampfschiffe zu bauen. Einige größere Schiffe
gegen Jäger bleiben an der Station, die andern Geschwader an Bombern und
Jägern werden in Stellung gebracht den Gegner anzugreifen, sobald er kommt.
Ist die Station repariert so springen drei feindliche Kampfschiffe (mit
Jägerproduktionsmöglichkeiten) ins System und werden nun bis zur jeweiligen
Vernichtung immer wieder neue Jäger und Angriffswellen starten. Sollte
es nicht gelingen mindestens zwei von den dreien auszuschalten, dann ist
die Mission verloren, da die Rohstoffe des Spielers sehr begrenzt sind
und man mit der Produktion nicht mithalten kann. Hat der Spieler nun diese
- oder eine andere Mission gemeistert - so wartet leider schon wieder
die nächste Tücke im Spiel. Der Schwierigkeitsgrad und die Gegner werden
automatisch angepaßt. Das klingt aber leider nur auf dem Papier gut, da
das ganze in Homeworld leider nicht sehr gut gehandhabt wird. Der Schwierigkeitsgrad
wird nur angehoben und paßt sich an die Anzahl der Schiffe an, die der
Spieler aus der letzten Mission mitnimmt. Dann bekommt der Gegner einfach
mehr Schiffe. Es ist oftmals also besser mit nur einigen wenigen, dafür
aber starken Schiffe, eine Mission zu beenden. Aber auch zu wenig Schiffe
sollte man nicht haben. Daher ist in Homeworld 2 jeder gut dran, der viele
unterschiedliche Spielstände anlegt, dann kann man doch ab und zu besser
auf plötzliche Ereignisse reagieren.Die Missionsziele in Homeworld 2 sind
zwar nicht so umfangreich wie man es aus andern Echtzeitstrategiespielen
kennt (Es gibt in HW2 keine Missionen, wo man nur mit Einheiten auskommen
muß.), doch werden diese recht abwechselungsreich miteinander verbunden.
Da sollen Schiffe beschützt werden, der Geleitschutz eliminiert, eine
Plattform repariert oder eingenommen werden. Nur einfach ein "besiege
den Gegner" ist es nicht.
Schiffe & Technologien
Im Spiel gibt es eine ganze Reihe an Technologien und Schiffen, wobei
dem Spieler in der Kampagne nach und nach immer mehr Möglichkeiten zur
Auswahl stehen. Unterschieden werden dabei fünf Schiffsklassen, wobei
es für jede Klasse einen Produktionserweiterung gibt, die erst auf jedem
Schiff gebaut werden muß, um die jeweiligen Schiffe zu bauen. In der ersten,
der Jägerklasse, stehen die ganzen kleinen Abfangjäger, Aufklärer und
Bomber zur Verfügung. Diese werden immer in Gruppen gebaut. Die Korvettenklasse
bietet dann zum einen Minenleger und zum anderen eine Reihe an Spezialkorvetten,
die jeweils gegen einen bestimmten andern Gegnertyp sehr effektiv sind.
So lassen sich Pulsarkorvetten sehr gut gegen andere Korvetten und größere
Fregatten einsetzen, allerdings brauchen diese einen guten Jägerschütz,
da sie sich gegen kleine Kämpfer kaum wehren können. Da können dann z. B.
Flakfregatten einspringen, diese beseitigen im Handumdrehen Jäger und
Bomberstaffeln. Doch diese sollten sich jedoch vor der letzten Klasse,
den Schlachtschiffen in Acht nehmen, u. a. auch, weil die Schlachtschiffe
selber Jäger produzieren können. Fregatten sind noch eine Zwischenstufe
zwischen Korvette und Schlachtschiff. Diese sind zwar nicht gerade sehr
preiswert, können aber sehr ordentlich einstecken und austeilen- mit sehr
durchschlagskräftigen Waffen, wie z. B. Ionenstrahlen und Torpedos. Eine
sehr wichtige Rolle spielt bei Homeworld - nicht nur in der Kampagne -
die Reparatur. Wer seine Schiffe nicht repariert, der kommt nicht weit.
Schickt man beispielsweise eine angeschlagene ehemalige Bomberstaffel
von 5 Schiffen (jetzt nur noch einem Schiff) zur Reparatur, so wird die
komplette Staffel wieder auf 100% Stärke gebracht und alle Schäden beseitigt.
Das ganze ist auch noch kostenlos. Neben den Schiffen und Großkampfschiffen
gibt es auch recht viele Technologien zu erforschen. Zum einen sind es
Technologien, die für weitere Schiffstypen wichtig sind, wie z. B. Schlachtschiffchassis.
Dazu stehen auch sehr viele Updates zur Verfügung, um die Schiffe zu verbessern,
wie z. B. schnellere Abfangjäger, bessere Panzerung eines Schiffstyps oder
aber Waffenverbesserungen. Von jedem Schiffstyp können jedoch nur eine
begrenzte Zahl an Einheiten erschaffen werden.
Die Handhabung
In Sachen Handhabung hat sich in Homeworld 2 einiges getan. Das Spiel
läßt sich nun mit sehr wenigen Klicks bzw. Tastenkommandos steuern. Mußte
man im Vorgänger noch umständlich per Rechtsklick und Pull-Down-Menüs
einfache Befehle erteilen, so kann man nun gleich einen Rechtklick auf
ein beschädigtes Schiff machen und die Sammler erkennen es als "Reparieren"
an oder aber "Schiff einnehmen" bei Angriffsschiffen. Auch die Spezialfunktionen
lassen sich mit wenigen Klicks und sehr übersichtlichen Symbolen am unteren
Bildschirmrand erreichen. Ebenfalls verbessert wurde die Kameraführung
in der 3D Ansicht, die nun nicht mehr in einem Krampf ausartet, wenn man
das Spiel nicht schon sehr lange kennt. Auch Einsteiger können sich schnell
und problemlos im All bewegen (Rechte Maustaste Drehen, Mausrad Zoomen
und Bewegen per Pfeiltasten oder an den Bildschirmrand gehen mit der Maus.).
Eine Zentrierung auf Einheiten geht ebenfalls sehr einfach und schnell.
Sehr schön anzusehen, wenn auch recht unübersichtlich ist die Verfolgerkamera.
Hier fliegt man, fast wie im Film, mit den Einheiten herum und erlebt
die Kämpfe hautnah. Doch so schön und einfach die 3D Steuerung auch ist,
um die Übersichtskarte wird man nicht herumkommen (Space-Taste). Da kann
man sehr gut planen, Befehle erteilen und die Übersicht behalten. Eine
Bewegung seitens des Spielers ist hier nur in 2 Richtungen möglich, doch
die Einheiten können mit wenigen Mausklicks auch hier dreidimensionale
Flugbahnen bekommen. Sehr wichtig in den Kämpfen von Homeworld ist - nicht
im Mehrspielermodus nutzbar - die Pausentaste. Dann kann die Situation
in aller Ruhe analysiert und Befehle erteilt werden. In den manchmal doch
recht unübersichtlichen Kämpfen sehr wichtig, sonst merkt man erst sehr
spät, daß ein Großteil der eigene kleinen Schiff bereits aufgerieben wurde
und es die Schiffe des Gegners sind, die munter in der eigenen Basis in
der Mehrzahl herumfliegen. War es in den Vorgängern noch nötig, immer
zum Bauen von Schiffen oder der Erforschung von Technologien in einen
separates Menü zu wechseln, so klappt hier nun am rechten Rand eine Produktionsleiste
auf, so daß hier kein "Bruch" mehr zwischen Spiel und Bauen/Forschen entsteht.
Die vielen Pop-Up-Einblendungen über die Eigenschaften (z. B. Stärken und
Schwächen) sind sehr hilfreich und wichtig zu lernen, wenn man Erfolg
haben will. Nicht mehr aus dem Vorgänger enthalten ist die Möglichkeit,
den Schiffen die unterschiedlichsten Formationen zuzuweisen. Hier erfolgt
dies nun automatisch, je nach Aggressionseinstellung der Schiffe.
Mehrspielermodus bzw. Freies Offlinespiel
Leider hat es Relic nicht so ganz geschafft hier etwas mehr als das Nötigste
zu bieten. Es gibt einen Spieltyp (Deathmatch) in dem man sich entweder
gegen die CPU oder im LAN/Internet austoben kann. Warum gibt es nicht
Spieltypen, wie z. B. erobern von gegnerischen Schiffen (per Enterkommando),
das Halten eines bestimmten Punktes/Zieles, etc. In etwa 15 vorgefertigten
Raumabschnitten können sich bis zu 8 Spieler (auf Wunsch auch im Team)
dann bekämpfen. Aber warum wurde selbst bei so was simplen wie einer Weltraumschlacht
kein Zufallsgenerator eingefügt? So kämpft man auch hier in bunten Raumgebieten,
zwischen Asteroiden und Nebelfeldern. Einstellen lassen sich Rohstoffvorkommen,
Statrgeld und Schiffsanzahl. Auch können die Startpositionen auf "zufällig"
gesetzt werden. Zur Auswahl stehen beide Rassen und die Spieler können
auch eigene Logos auf ihren Schiffen anbringen.
Grafik
Die Grafik von Homeworld ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen
Seite besitzen die Schiffe deutlich mehr Details und bessere Texturen
als im Vorgänger, doch da der Weltraum nicht gerade vor Details und weiteren
Polygonen strotzt wäre deutlich mehr in Sachen graphischer Gestaltung
der Schiffe drin gewesen. Dafür sind die Kämpfe spektakulär in Szene gesetzt
und es wird ein ordentliches Feuerwerk abgefahren im Kampf. Doch insgesamt
ist Homworld 2 in Grafischer Sicht schwächer als beispielsweise das kommende
X2. Spielten die Schlachten in Homeworld noch in überwiegend dunklen Raumabschnitten,
so kann man den Nachfolger als sehr farbenfroh bezeichnen. Die Schiffe
sind recht bunt, der Weltraum ist "erleuchtet" mit schönsten Farbspielen
und es gibt die unterschiedlichsten Nebel im All. Allerdings muß jeder
selbst entscheiden, ob er auf solche Bon-Bon-Grafik steht. (Doch es gibt
auch Missionen, wo man eher vor dunklen Hintergründen spielt). All diese
grafischen Spielerreihen tragen jedoch auch etwas dazu bei, daß die Übersicht
im Kampf leider das ein oder andere Mal verloren geht. Doch dafür was
Homewold 2 bietet und in welcher Grafikqaulität, ist die Hardwareausnutzung
ausgezeichnet.
Sound
Der Sound im Spiel ist sehr schön anzuhören, wenn der Kampf im vollen
Gang ist und dazu ein orchestraler Soundtrack gespielt wird. Da kommt
z.T. Kinofeeling auf. Mit entsprechender Soundanlage hört man auch ein
wunderbar klingendes Brummen der Antriebssystem der Schiffe aus dem Subwoofer.
Leider ist die Sprachausgabe dagegen nur auf Durchschnittsniveau. Hier
hatten einige Sprecher wohl eher keine Luft (oder zu geringe Bezahlung;))
und dementsprechend klingen manche Sprechpassagen eintönig und langweilig.
Meinung
Die schwierigste Frage kommt jetzt. Wer soll sich Homeworld 2 kaufen?
Das Spiel ist in Sachen Grafik sehr ordentlich, wenn auch nicht überragend,
doch die gute Hardwareanpassung ist nicht zu verachten. Hier braucht man
keine 3 GHz für ein flüssiges Spiel. Aber Grafik ist nicht alles und wer
mit der Bon-Bon Grafik leben kann, sollte eher auf die Stärken des Spiels
wie die atmosphärisch sehr dichte Story und die Komplexität im Kampf achten.
Doch hierbei muß man bedenken, daß Homeworld 2 auf Grund des sehr happigen
und zum Teil frustrierenden Schwierigkeitsgrad definitiv nichts für Anfänger
ist. Hier gilt es die Missionen zu lernen und entsprechend reagieren zu
können. Wer sich dagegen jedoch mit dem Spiel einläßt wird auch von der
sehr einfachen Handhabung und den vielen unterschiedlichen Schiffen &
Technologien positiv angetan sein. Profis und Liebhaber des Vorgänger
können also bedenkenlos zuschlagen, alle anderen sollten es sicht gut
überlegen ob es ihnen das Wert ist und wie lange sie ein Mehrspielermodus
bzw. Kampf gegen die CPU mit nur einem Spieltyp und wenig Optionen begeistern
kann. Zuletzt sei noch gesagt, daß man das Spiel auch schon sehr günstig
zu bekommen ist (ca. 32€). Das ist auf jeden Fall nicht zu viel für
das ansonsten wunderbare Spiel.
Geschrieben am 09.11.2003, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
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