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Kaan
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 | Info |
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| Autor | | 4 |
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| Gesamt (7 votes) | | 3 |
 |   | | 1.4 |
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 |   | | 1.2 |
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| Name: | Kaan - Barbarians Blade |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/06 |
| Publisher: | Dreamcatcher |
| Entwickler: | Ekosystem |
| Hardware: | 500Mhz, 64MB RAM, 32MB 3D-Karte D3D, HD 600 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX8 |
| Steuerung: | Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| FFeedback: | nein |
| Sprache: | Deutsch |
| Bemerkung: | auch für PS2 |
| USK: | 6 |
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| Kaan - Barbarians Blade (review von yak) |
Kaan, der windschnittige, fesche Barbar, reist durch das Land Asquan.
In der Hauptstadt Fenshixen wird er Zeuge, wie eine Invasion von Truppen
einer Dunklen Macht die Herrschaft über die Stadt erlangen, angeführt
vom bösen Hexer Tothum Spitet. Und damit das Barabraenschwert auch frisch
"geölt" bleibt, macht sich unser Held sogleich auf, für Recht und Ordnung
zu sorgen. Doch irgendwie läuft es meistens anders, als man denkt und
Fenhixen wird, trotz des mutigen Einsatzes von Kaan, von dem Dunklen Herrscher
unterjocht. Es gelingt ihm jedoch, die Königin von Asaquan zu retten.
Von ihr erfährt er, dass der Stein der Hoffung geraubt wurde. Ohne den
Schutzjuwel ist das Reich Asaquan jedoch dem Untergang geweiht und ohne
viel Worte zu verlieren, hat Kaan einen neuen Job und macht sich auf die
Suche nach dem Stein der Hoffnung.
Ob Kaan jedoch die Probezeit im neuen Job übersteht oder ob er besser
mit Conan einen in der nächsten Dorfschenke gehoben hätte, soll unser
Review zeigen.
Die Bewerbungsunterlagen ließen hoffen, denn die bisherigen Titel aus
dem Hause Eko System wie Gifty,
ein leider maßlos unterschätzter Titel oder auch das Jump & Run Woody
Woodpecker, waren durchaus gelungen.
Realisiert wurde das Spiel mit der hauseigenen Cactus-Engine. Die Graphik
ist leider in vielen Punkten mehr als enttäuschend und erinnert teilweise
an Games der Nintendo 64 Ära, was die Polygonzahl und Details der Figuren
angeht. Der Held selbst, Kaan, sieht jedoch sehr gelungen aus und wurde,
gerade in den Kampfaktionen, gut animiert. Die Polygonzahl der Gegner
lässt sich dagegen fast an der Hand eines Sägewerksbesitzer abzählen.
Der Graphikstil soll sich zwar an Comic/ Zeichentrick /Manga anlehen und
erklärt vielleicht so die etwas schlichte Figurengestaltung, Stand der
Technik ist dies sicher jedoch nicht mehr. Das sah das hauseigene Spiel
Gifty
bereits vor 3 Jahren wesentlich besser aus. Hier hätte man zumindest die
Gegner mit gleicher Sorgfalt wie den Helden animieren und darstellen sollen.
Die Sichtweite der Landschaften hingegen ist sehr hoch, die Texturen sind
jedoch grob und verwaschen. Ein paar Lichteffekte, die jedoch spärlich
eingesetzt werden, sind soweit befriedigend umgesetzt. Besonders schön
hat man jedoch das Hitzeflimmern von Fackeln und Lava realisiert. Auch
der Zeitlupeneffekt, wenn man erfolgreiche Komboschläge durchführen konnte,
sieht gut aus. Die Matrix
lässt grüßen. Leveltechnisch bekommt man Szenarien, die an Wüstentempel
erinnern, unterirdische Katakomben, Lavahöhlen und gegen Ende einen mit
Nebelschwaden durchzogenen, riesigen Friedhof, zu sehen.
Ebenso durchwachsen wie die Graphik ist der Sound- nicht schlecht, aber
weit davon entfernt, bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die Musikuntermalung
beinhaltet einige heroische Themen, die jedoch in so kurzen Schleifen
wiederholt werden, dass sie auf Dauer nerven.
Gespielt wird Kaan vorzugsweise mit einem Gamepad. Mit Tastatur zu spielen
gleicht Masochismus. Leider lassen sich die Konfigurationseinstellungen
nur mittels externem Programm einrichten, was nicht besonders benutzerfreundlich
ist.
Kommen wir zum Gameplay: Technisch kann Kaan leider nicht überzeugen
und dies setzt sich leider im Gameplay fort. Das Spiel ist eine Mischung
aus Jump & Run und Hack & Slay, wobei der Charakter innerhalb des Spiels
durch das Erfüllen von Bonusaufgaben und dem Auffinden von Spezialausrüstung
seine Fertigkeiten verbessern kann. Spezielle Waffen erlauben neue Kombinationsangriffe,
bessere Schilde können Angriffe abwehren und später sogar absorbieren
und wieder abgeschiessen. Die Angriffstaktik und damit auch die künstliche
Intelligenz der Gegner geht gegen Null, was bei einem reinen Jump & Run
nicht unbedingt ein Problem darstellt, da bei diesem Genre ein kontinuierliches,
berechenbares Verhalten notwendig erscheint. Da Kaan jedoch seine Gegner
meist im Schwertkampf erledigen muss, wäre hier zumindest eine etwas differenzierte
KI sinnvoll gewesen. Leider geht es so weit, dass man bestimmte Angriffe
von Gegnern auf die Millisekunde genau abpassen muss, um diese erfolgreich
abzuwehren, bzw zu besiegen (Wespen/Käferangriffe). Verpasst man diesen
Moment resultiert das in Energieverlust. Die Toleranzbreite für einen
erfolgreichen Gegenschlag ist hier viel zu eng gesetzt worden und so kommt
es oft vor, dass erst 4-5 Versuche notwendig sind, um einem erfolgreichen
Gegenschlag auszuüben. Einige Gegner konnte man durch Standardangriffe
fast überhaupt nicht erledigen. Hier war man darauf angewiesen zu warten,
bis sich die Spezialangriffsleiste aufgeladen hatte und ein alles vernichtender
Rundumschlag für Ordnung sorgte.
Im weiteren Verlauf des Spiels und nach dem Erhalt von stärkeren und
schnelleren Waffen, relativiert sich dies zumindest etwas. Der Frustfaktor
der ersten Spielhälfte ist aber in diesem Punkt dennoch viel zu hoch,
so dass man da lieber die Flucht ergriff. Kaan muss jedoch nicht nur Feinde
erledigen, sondern auch kleinere Rätsel lösen, wozu Felsblöcke verschieben
und Mauern einschlagen gehören. Dies ist zum Teil abhängig von seinem
Waffenstatus und so benötigt er für bestimmte Aufgaben eine spezifische
Waffe. Später erhält Kaan auch noch magische Schilde, die es ihm ermöglichen,
weiter und letztendlich als Steigerung auch noch höher springen zu können.
Leider nehmen die Entwickler den Spieler dabei zu wenig an die Hand und
das Handbuch ist dermaßen spärlich, dass man die grundlegenden Funktionen
nur am Selbstexperiment herausbekommt. So wird z. B. verschwiegen, wie
man Weitsprünge ausführt oder wie Spezialbewegungen wie "Stampfattacken"
ausgeführt werden. Lediglich die Tastenbelegung für Kombomoves der
neuen Waffen können im Spiel selbst abgefragt werden. Das Handbuch dürfte
sich daher als solches eigentlich kaum bezeichnen. Lediglich die Standardbewegungen
sind dort aufgeführt. So erfährt man zwar, wie man Abwehren, Schlagen,
Bücken und Springen kann, von der Anwendung des Spezialmoves usw. schweigt
es sich aus. Das frustriert auch schon direkt am Anfang, denn dort bekommt
man eine Screenmitteilung, die man zuerst nicht deuten kann, da es darauf
hinweisen soll, wie man erst später erfährt, dass zur Zerstörung des entsprechenden
Gegenstandes dass eine andere Waffe benötigt wird. Hier zweifelt man jedoch,
da man in dem aktuellen Level keine anderen Waffen finden kann und verbringt
so unnötig Zeit und Frust mit dem Suchen, weil man denkt, ein Secret oder
eine andere spielrelevante Aktion verpasst zu haben. Das klärt sich jedoch
erst auf, wenn man 2/3 des Spieles durch hat, um dann feststellt, dass
man fast alle Level auf der "Rückreise" erneut besuchen muss und diese
Aktionen jetzt erst mit den neu erlernten Spezialfähigkeiten oder den
stärkeren Waffen erledigen kann. Gerade Secretfetischisten suchen hier
vollkommen unnütz herum, weil sie denken, etwas verpasst zu haben, was
nicht zu verpassen ist. Das ärgert vor allem auch aus dem Grund, weil
man gegen Ende jeden Levels für die aufgenommenen Gegenstände, erledigten
Gegner usw. entlohnt wird und damit die Chance erhält, in einer Arena
gegen eine Unzahl von Gegner anzutreten. Gewinnt man dort nämlich
den Kampf, erhält man einen neuen Rüstungsgegenstand, der die Energie
erhöht.
Das Konzept von Kaan ist sicher nicht schlecht, versuchten die Entwickler
doch mit den unterschiedlichen Gegenständen und deren Einsatz in der Spielewelt,
sich ein wenig an Zelda zu orientieren. So muss man z. B. mit der Wurfaxt
aus der Nähe nict erreichbare Steinquader zerschlagen, damit die darauf
stehende Steinsäule umkippt und als Brücke fungiert. Leider wird dies
später zu oft wiederholt und kaum variiert. Damit es dann nicht zu eintönig
wird, dachten sich wohl die Designer, es wäre eine gute Idee, den Schwierigkeitsgrad
erheblich zu erhöhen. Kommt man sich im ersten Level noch vor, wie bei
einem Spiel, das für Dreijährige konzipiert wurde, wird man bald darauf
eines Besseren belehrt. Da man nur pro Level speichern kann und innerhalb
der Bereiche nur Respawnpunkte zur Verfügung stehen, artet dies bald in
Frust aus. Die zweite Spielhälfte wurde dadurch zu einer zielichen Frustpartie.
Viel zu weit auseinanderliegende Respawnpunkte, gepaart mit einer oft
absolut grauenhaften Kameraführung, die sich nicht ausreichend selbst
kontrollieren lässt, machte viele Hüpfaktionen zum Tanz auf dem Vulkan.
In der zweiten Hälfte waren Doppel oder Weitsprünge notwendig, die aufgrund
der Doppeltastenbelegung oft nicht auf Anhieb klappten und viel Übung
verlangten. Folgen dann ca. 20 dieser Sprungeinlagen hintereinander und
ist man auch noch darauf angewiesen, diese, aufgrund von Dampfdüsen oder
Pfeilspitzen, die unserem Kaan nicht das Beste wünschen, unter Zeitdruck
zu absolvieren, fragt man sich, was die Spielegemeinschaft den Designer
wohl in der Vergangenheit angetan hat. Dass dann auch noch einige der
Plattformen von den Texturen mit Schatten versehen wurden und man so nicht
genau erkennen kann, wo man landen kann, sei nur am Rande erwähnt. Ich
habe für eine Passage im letzten Drittel sicher an die 80 Versuche benötigt
und meine Leidensgrenze ist, als alter Jump & Run Anhänger seit den Spielen
Dr.
Jekyll & Mr. Hyde und Evil
Twin sicher höher, als bei den meisten normalen Spielern. Dadurch,
dass die Kamera nicht frei drehbar ist, wird auch der dreidimensionale
Eindruck und die Entfernungseinschätzung zu den nächsten Plattformen erschwert.
Hier hilft oft nur Try & Error, was oft zum Todessturz führte und uns
beim nächsten, weit entfernten, Respawnpunkt wiederbelebte. Fast muss
man sagen, dass Kaan zum Glück mit unendlich vielen Leben ausgestattet
ist, was für mich jedoch oft ein Zeichen dafür ist, dass etwas mit
dem Gameplay nicht zum Besten steht.
Schien Kaan erst ein nettes Spiel für Zwischendurch mit moderatem Schwierigkeitsgrad
und daher auch familientauglich, entwickelten sich die Barbarenabenteuer
in der zweiten Hälfte zu einem unschönen Spielerlebnis. Das Gameplay wiederholte
sich ständig. Jede Brücke, die wir überquerten, stürzte minuziös an der
gleichen Stelle zusammen. Schlägt man eine Schatzkiste auf, werden Gegner
aus den Dunklen Reichen herbeiteleportiert, es gab einfach zu wenig Neues
und Interessantes, was das Spiel in der zweiten Hälfte spielenswert gemacht
hätte. Zwar gab es die neuen Fähigkeiten wie z. B. den Weitsprung, der
neue Optionen ermöglichte, doch waren sie, wie schon beschrieben, teilweise
viel zu schwer, als das es Spaß gemacht hätte. Ein absolut langweiliger
Level mit einem riesigen Friedhof, an dem es nichts besonderes zu tun
gab, als Zombies wieder dahin zu bringen, wo sie hergekommen waren, gab
der Motivationskurve dann leider den Rest, woran auch die Levelbosse nicht
viel retten konnten.
Die Story wird zu langweilig in Form von Standbildern erzählt, die zwar
schön in die Gameengine übergeleitet werden, aber viel zu emotionslos
und uninteressant vermittelt werden. Hier hätte man lieber das Geschehen
mittels der Spieleengine in bewegten Bildern darstellen sollen. Dem Spiel
fehlt es eindeutig am Feinschliff, wenn auch die Ideen darin nicht schlcht
sind. Die vielen unfairen Stellen hemmen den Spielspass zu sehr und sind
nur für Hardcoregamer zu "genießen", die sich nicht daran stören, auch
beim 43. Mal an der gleichen Stelle in die Tiefe zu stürzen und den Beweis
antreten wollen, ob Mensch oder Maschine der Sieger ist. Unverständlich
ist mir, dass Eko Systems, die mit Gifty
ein tolles Spielkonzept vorgelegt hatten, bei Kaan Längen hinter ihren
Vorprodukten liegen. Kaan erscheint direkt im Mid-Price-Bereich von 30
€, zieht aber bei Spielen wie z. B. Rayman
3 oder Dragon's
Lair 3D oder Duke
Nukem Manhattan Project, die auch in der Erstveröffentlichung im gleichen
Preissegment angesiedelt waren, absolut den Kürzeren, da auch die Spielzeit
von ca. 7 Stunden (inklusive Fruststellen) hinter den Genrekonkurrenten
liegt und der Wiederspielwert leider gering ist. Kaan schafft es gerade
noch so, die Note 4 zu erreichen und das sicher auch nur, weil ich Jump
& Run Fan bin.
Geschrieben am 22.06.2003, Testkonfiguration: AMD2100+, Radeon 9500 Pro, 512MB Ram, SB Audigy
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