 |
Legendary
|
|
 |
 | Info |
|---|
| Autor | | 4+ |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1 |
 |   | | 1.5 |
 |  |  |  |
| Gesamt (6 votes) | | 4 |
 |   | | 1.3 |
 |   | | 0.7 |
 |   | | 1 |
|
| Name: | Legendary - The Box |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2008/11 |
| Publisher: | Atari |
| Entwickler: | Spark Unlimited |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 2.6Ghz, 2GB RAM, 256 MB PixelShader3, HD 9500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP/Vista, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Gamepad |
| Sprache: | Multilingual |
| zensiert: | nein |
| Bemerkung: | Onlineaktivierung nötig (bei Deinstall. Statusrücksetzung) (amBX Unterstützung), auch für PS3/ Xbox360 |
| USK: | 18 |
|
|
| Legendary - The Box (review von geuer) |
Eine alte Legende aus der griechischen Mythologie erzählt die Geschichte von Pandoras Büchse.
Als ein Geschenk von Zeus an Pandora zu ihrer Hochzeit, wird ihr eine Truhe mit dem Hinweis
geschenkt, diese niemals zu öffnen. Doch Pandora und ihr frisch vermählter Mann Epimetheus können
nicht widerstehen. Aus lauter Neugier vor dem geheimnisvollen Inhalt beschließen sie gegen den
Rat zu handeln. Urplötzlich brechen sämtliche Übel der Welt auf die Menschheit ein - Krankheiten,
Arbeit, Schmerzen und nicht zuletzt der Tod. Wer hier Parallelen zu den Folgen des Sündenfalls
von Adam und Eva erkennt, ist auf der richtigen Spur. Tatsächlich handelt es sich um die griechische
Erklärung der schlechten Eigenschaften des Lebens. Legendary beschäftigt sich als reiner Ego-Shooter
durch mythologische Wesen und alte Legenden mit einem großen Spektrum, das sowohl von der Story
als auch vom Gameplay eine einzigartige Mischung mit viel Potential im erwähnten Genre bildet.
Leider liegt das Spiel weit hinter seinen Möglichkeiten. Die Rezension erklärt warum dies so
ist.
Das Artefakt des Schreckens
Die Büchse der Pandora ist nicht einfach nur der Mittelpunkt einer mystischen Sage, sondern
entpuppt sich als ein real existierendes Artefakt, das über Generationen Zivilisationen zerstörte,
bis sich ein Geheimbund dem Relikt annahm und es vor der Welt versteckte. Nach unzähligen Jahren
ist der Standort vergessen, bis es eines Tages einem Forschungsteam gelingt, den Standort zu
ermitteln und die Truhe nach New York City zu transportieren. Dort findet sie einen Platz im
städtischen Museum. Der Kunstdieb Charles Deckard sieht es als sein Ziel das Artefakt zu entwenden.
Sein Interesse ist dabei ausschließlich finanzieller Natur, da er von der Geheimorganisation
"The Black Order" angeworben wurde. Im Museum gelingt es ihm den ersehnten Raum ungesehen zu
betreten. Beim Versuch die Truhe zu öffnen, geht jedoch alles schief. Ein unschönes Brandmahl
verunstaltet seine Hand. Plötzlich wird New York von mystischen Wesen heimgesucht, die ihren
tierischen Instinkten folgen und die Stadt in Chaos versinken lassen. Ohne große Umschweife
beginnt das Spiel in der Haut von Deckard, der vor der Truhe mit dem von ihm angerichteten Übel
konfrontiert wird. Ein mystischer und zeitgleich mächtiger Energiestrahl schießt aus Pandoras
Truhe hervor und überflutet die Stadt mit Gestalten aus alten Legenden.
Gewählt wird hier ein sehr rabiater Einstieg, der keine Zeit für Erklärungen lässt. Sofort
wird man mit dem Geschehen konfrontiert. Eine Einleitung wird lediglich als extern anwählbarer
Prolog angeboten, der unabhängig vom Spielstart sichtbar ist und sowohl die Sage als auch die
"real" existierende Geschichte der Truhe in kurzen Bildern und schnellen Schnitten zusammenfasst.
Das geschieht alles sehr zügig und unvermittelt, sodass der Protagonist Deckard blass bleibt.
Ohne großes Gerede flüchtet man aus dem Museum und sieht sich mit dem durch die Truhe verursachten
Chaos innerhalb New Yorks konfrontiert: Werwölfe, Tauren und Greife erobern die Stadt und zerstören
alles, was ihren Weg kreuzt. Später stellt sich heraus, dass Lefey - der Arbeitgeber Deckards
- sich der Folgen des Öffnens der Truhe bewusst war. Doch wieso kann jemand wollen, dass die
Menschheit vom Bösen heimgesucht wird? Deckard begibt sich mit Hilfe eines Geheimbundes auf
die Suche nach dem Übeltäter und versucht durch das Aufspüren der bereits verschwundenen Truhe
den verheerenden Prozess rückgängig zu machen.
Selbst aus diesem schwachen Konstrukt heraus, das seiner Vorlage nicht gerecht wird, hätte
man eine Geschichte aus Intrigen und Verschwörungen entwickeln können, die durch richtige Präsentation
durchaus ansehnlich hätte gelingen können. Leider ist es aber gerade diesem Mangel der Erzählweise
geschuldet, dass die Geschichte weit in den Hintergrund rückt. Das liegt daran, dass beinahe
alle Hinweise und storyrelevanten Geschehnisse durch simple Textnachrichten dem Spieler näher
gebracht werden. Dadurch wirkt das gesamte Konstrukt automatisch konfuser und wie der Standardbrei
eines jeden herkömmlichen Ego-Shooters. Das finde ich sehr schade, da das Potential der dem
Spiel zugrunde liegenden Legende einfach nicht genutzt und ausreichend verarbeitet wurde.
Ein legendäres Spielerlebnis?
Spielerisch hebt sich Legendary nur bedingt vom Einheitsbrei ab. Wie in jedem Ego-Shooter
erwartet einen das typische Waffenarsenal bestehend aus Pistole, MG, Schrotflinte, Axt, Präzisionsgewehr,
Granaten etc. Durch das zu Beginn des Spiels zugefügte Brandmahl erhält Decard zusätzlich Spezialkräfte,
die ihm erlauben, den Geist beziehungsweise die Seelen verstorbener Gegner aufzusaugen. Durch
die sogenannte Animanuskraft wird es dem Spieler nun möglich, sich selbst zu heilen oder einen
Kraftimpuls auf Gegner zu schicken, der bei jeder Verwendung allerdings an den gesammelten Seelen
zerrt, deren Menge durch einen sich füllenden beziehungsweise leerenden Kreis im HUD dargestellt
wird. Dass sich dabei die Spezialkräfte die gesamte Spielzeit über ausschließlich auf die eigene
Heilung und den bereits erwähnten Kraftimpuls gegen Gegner beschränken, machen das Feature beinahe
unnötig. Es handelt sich einfach um eine andere Methode der Heilung. Der Kraftimpuls ist beinahe
überflüssig, da er viel Energie verbraucht und nicht sehr wirksam ist. In dem Fall hätte ein
automatisches Heilungssystem vielleicht mehr gebracht. Allein dadurch, dass man die Seele jeder
einzelnen Leiche aufzusaugen hat, vergeht einem nach einiger Zeit immer mehr und mehr die Lust
am Spiel selbst.
Gleich beim Verlassen des Museums zu Beginn fällt auf, dass im Spiel viel gescripted wurde.
Häufig stürzt etwas zusammen, andere Menschen werden vor einem von Ungetümen zerrissen oder
ein Weg versperrt sich. Oft muss gewartet werden, das ein bestimmtes Ereignis geschieht, bis
man endlich den nächsten Bereich betreten kann. Dadurch entsteht ein sehr lineares Spielerlebnis,
das bis auf den kleinsten Weg bestimmt ist. So trifft man des öfteren auf unsichtbare Wände
und darf sich mit dem einzig offenen Weg begnügen. Gerade durch das Checkpointsystem, das automatisch
Speicherpunkte anlegt, kann es oft zu langen Wartezeiten kommen, da sie nicht immer günstig
angelegt sind. Zu oft muss man nach dem Tod ein gescriptetes Ereignis abwarten oder muss sich
weiterhin mit In-Game-Filmsequenzen herumärgern, die allesamt nicht abbrechbar sind. Grundlegend
ist das Speichersystem allerdings als fair zu bezeichnen. Die erwähnten Defizite fallen nur
gerade vor etwas schwierigeren Passagen mehr und unangenehm auf.
Weiterhin bietet das Spiel Physikrätsel, die vom Schwierigkeitsgrad allerdings auf einer
sehr niedrigen Stufe anzusiedeln sind. So kann man weder Gegenstände hoch heben noch großartig
anderweitig mit ihnen agieren. Bei fast allen Rätseln blinken die relevanten Objekte auf. Meistens
muss man nur darauf schießen und das Problem ist gelöst. Dadurch sind sie quasi in sich gescripted
und bieten keine Herausforderung.
Die Ungetüme erwachen
Man sieht einen Greif nach dem anderen am Himmel, erblickt blutrünstige Werwölfe und ein
Tentakelwesen, das sich nahezu überall zu befinden scheint. Die Gegner von Legendary sind recht
vielfältig aus den Erzählungen verschiedener Mythologien und Sagen entliehen. So kann man sich
zu jedem Monster im PDA einen kurzen geschichtlichen Ursprung durchlesen und erfährt, von welchem
Kulturkreis und Hintergrund die jeweilige Figur stammt. Daran wird erkenntlich, dass sich die
Entwickler bei der Auswahl der Ungeheuer viel Mühe gegeben haben. Die dortigen Interpretationen
der mystischen Wesen sind schön anzusehen und wurden in fließenden und agilen Bewegungen authentisch
umgesetzt. Der Primärkampf findet also gegen verschiedene Gegnertypen statt, die unterschiedliche
Stärken und Schwächen besitzen. Und obwohl man während der Gesamtspielzeit auf wenigstens sechs
verschiedene Gegner trifft, bietet sich kaum eine angemessene Abwechslung. Dabei sind einige
Gegner imposant in Szene gesetzt. Dazu zählt nicht zuletzt ein monumentaler, haushoher Riese,
der nahezu unbesiegbar durch die Stadt wütet. Problematisch ist, dass als Hauptgegner Werwölfe
verwendet werden, die gerade im späteren Drittel des Spieles ständig anzutreffen sind. Der Hauptfokus
auf diese Wesen macht Legendary noch eintöniger als es bereits ist. Und das obwohl im Prinzip
viele Gegnertypen zu Verfügung stehen. Da das Spiel allerdings Ungetüme wählt, die in ihrer
Form bereits bekannt sind, bietet es keine großartigen Überraschungen. Sicherlich haben die
alten Sagen noch von weiteren, eher unbekannten Wesen zu berichten, die dem Spiel in ihrer Ausführung
ein vergleichsweise frisches und unverbrauchtes Erlebnis geboten hätten. Als "Massenware" Werwölfe
zu verwenden, hat einfach Ermüdungserscheinungen zur Folge. Stärkere Gegner, gegen die erst
zum Ende hin gekämpft werden kann, frischen das Spiel allerdings ein wenig auf. Der Kampf gegen
den Tauren hat schon einige Atemzüge vergehen lassen und auch der Greif hat sich nicht nach
einem Anlauf geschlagen gegeben. Letztendlich verbleiben aber nur wenige Gegner, auf die man
in regelmäßigen Abständen trifft, wobei der Werwolf mit seinem Gefolge stets die Hauptrolle
spielt.
Weiterhin gibt es Scharmützel gegen die Soldaten des einstigen Chefs Lefey. Trifft man auf
sie, nimmt jeder Soldat einen vorher bestimmten Platz ein und verlässt diesen meist auch nicht
wieder. Da die KI keine weitere Flexibilität aufweist, bleiben die Soldaten relativ starr. Ob
man sie nun von weiter weg mit wenigen gezielten Schüsse erledigt (ein Kopfschuss genügt) oder
sich einfach mit einem Maschinengewehr in rambomäßiger Manier stellt, bleibt einem selbst überlassen.
Mit etwas Glück treffen auch einmal einige Monster auf die gegnerischen Einheiten, sodass man
sich relativ ruhig zurück lehnen kann. Die fehlende Struktur macht die Soldaten zu einfachen
Zielscheiben. Sie bieten kaum eine Herausforderung. Da ist dann doch fast der eintönige Kampf
gegen die Werwölfe vorzuziehen, da diese immerhin kräftige Hiebe austeilen können. Gerade durch
die bereits beschriebenen, viel gescripteten Szenarien, wird versucht, dieses Defizit ein wenig
auszugleichen. Die Umgebung wirkt dadurch beweglicher und agiler als sie tatsächlich ist: Vorallem
am Anfang wird ein wahres Zerstörungsszenario geboten, das allerdings bedingt durch den blassen
Charakter und die wirr dargestellte Handlung den Spieler nicht so recht in seinen Bann ziehen
kann. Und genauso verhält es sich auch im weiteren Spielverlauf. Trotz vieler Geschehnisse in
der Spielumgebung fehlt eine tiefere Verbundenheit zum Spiel. Das mag daran liegen, dass man
Deckard in den wenigen Zwischensequenzen immer in seinem schicken Anzug herumlaufen sieht, der
nie dreckig wird. Auch spätere Handlungsstränge lassen einen bedingt durch die vom Charakter
gemachten Entscheidungen einfach kalt, da er als Identifikationsfigur nichts taugt. Hätte man
daran mehr gearbeitet, wären sämtliche gescriptete Ereignisse besser angekommen, wodurch die
Defizite bei den Gegnern zumindest einen kleinen Ausgleich gefunden hätten.
Und dennoch muss man Legendary zu Gute halten, dass es zumindest das hält, was es auf der
Verpackung verspricht: Den Kampf gegen Wesen, die alten Sagen und Erzählungen entspringen. Das
sinnfreie Geballer hat auch seine guten und spannenden Seiten, die sich gerade nach einiger
Spielzeit eröffnen. Positiv herausstechend sind so beispielsweise die Kämpfe innerhalb und außerhalb
der Kathedrale im späteren Spielverlauf und die zum Ende zunehmende Präsenz von stärkeren Wesen
sowie der Verfügbarkeit zusätzlicher, durchschlagkräftigerer Waffen.
Das jüngste Gericht
Legendary basiert auf der Unreal Engine und kann mit einer guten Grafik überzeugen. Regelrechte
Stärken sind mir bei speziellen Lichteffekten wie beispielsweise einem Sonnenuntergang aufgefallen.
Gerade die Präsentation vor dem Hauptquartier des Feindes waren - wenn man im Hintergrund die
hoch aufragende Kathedrale gesehen hat - richtig schön anzusehen und versprüten beinahe einen
märchenhaften Charme. Auch der Kampf gegen das haushohe Ungetüm, das unaufhaltsam seinen Weg
durch die New Yorker Innenstadt wütet, wurde angemessen umgesetzt. Leider sind die Schauplätze
nur innerhalb der Szenarien Stadt/Kathedrale/Labor angesiedelt, wodurch die eigentlichen Stärken
der Grafik ein wenig nach hinten gerückt werden. Gerade zu Beginn wirkt die grafische Darstellung
ein wenig altbacken und die gezeigten Personen laufen recht steif durch die Landschaft. Auch
der zu spielende Charakter Deckard scheint von allem ein wenig unbeeindruckt zu sein. Gegnerische
Darstellungen - vor allem die der Monster - sind aber durchweg gut und in flüßigen Bewegungen
umgesetzt. Manchmal wirkt es hier und da etwas detailarm, ist im Grunde allerdings für das Spiel
selbst nicht schädlich. Schade ist, dass die gegnerischen Truppen alle komplett gleich aussehen
und bei einem Kopfschuss auch alle auf gleiche Art und Weise sterben. Die vielen gescripteten
Ereignisse, die ja alle ganz nett anzusehen sind, weisen einen guten grafischen Standard auf.
Und trotzdem gibt es einige Stellen im Spiel, die besonders zu überzeugen wissen und andere,
die im Vergleich ziemlich schlecht wirken. Grafisch ist Legendary also weder kontinuierlich
spitze, noch durchgehend schlecht.
Der Klang der Apokalypse
Kurz nach dem ersten Spielstart hätte es mich beinahe erschlagen. Die Stimme, die mir aus
meinem Funkgerät weitere Anweisungen für die nächsten zu machenden Handlungen gab, klang einfach
grauenhaft. Ich dachte, dass an dieser Stelle einfach nur schlecht synchronisiert wurde und
installierte das Spiel neu mit der englischen Sprachausgabe. Leider klang auch hier die Stimme
grausig verzerrt. Mir wurde klar, dass es sich um die Eigentümlichkeiten des Funkgerätes handelt.
Bei späteren Gesprächen stellte sich heraus, dass die Menschen durchaus normal und authentisch
eingesprochen wurden. Leider trifft dieser Irrtum nicht auf die musikalische Untermalung zu.
Hier wird auf das gesetzt, das einem gleich im Hauptmenü als Thema entgegen schlägt. Letztendlich
handelt es sich um ein rockiges Lied, das die Fetzigkeit der Stimmung unterstreichen soll. Leider
haben die Entwickler nichts anderes in petto gehabt, als dieses Lied während der gesamten Spielzeit
auf und ab zu spielen - mal etwas leiser, mal lauter, mal leicht variiert. Auf das Lied hat
man dann nach kurzer Zeit schon keine Lust mehr. Zwischendurch auch ein paar ruhige, andere
Stücke einzufädeln, wäre sicher eine lohnende Veränderung gewesen.
Fazit
Legendary spielt sich als ein reiner Ego-Shooter, der seine Höhen und Tiefen hat. Ein interessantes
und aufregendes Szenario, das auf alten Legenden beruht, wird vor allem spielerisch zu eintönig
umgesetzt und auf der Handlungsebene nur mager ausgeschöpft. Im Gameplay erwarten einen zu viele
gescriptete Ereignisse, die den Spielfluss hemmen und durch zu oft ungünstig angelegte Speicherpunkte
zusätzlich ihren Reiz verlieren. Die Waffenauswahl ist solide, wird durch das Animanus-Feature
leider auch nur unwesentlich verbessert. Bei der Auswahl der feindlichen Ungetüme wurde sich
viel Mühe gegeben. Leider trifft man aber hauptsächlich auf Werwölfe und ziemlich verblödete
Soldaten, die ihr Gehirn wohl zu Hause gelassen haben. Die Schauplätze bleiben ähnlich, sind
bedingt durch die grafisch gelungenere Darstellung im späteren Spielverlauf allerdings schön
anzusehen, wodurch Legendary nach und nach ein wenig besser wird. Gerade die Kämpfe gegen größere
Kreaturen bilden eine lohnenswerte Herausforderung. Die stets ähnliche musikalische Untermalung
hemmt allerdings fast schon wieder diese entstandene Freude. Wer auf der Suche nach einem Spiel
ist, in dem man irgendwelchen Wesen in stumpfer Manier in die ewigen Jagdgründe schicken soll,
schaue sich doch lieber noch einmal Doom 3 an, das - genauso wie Legendary - seinem Grundkonzept
der hirnlosen Ballerei ziemlich treu bleibt. Die Entwickler scheitern hier aber einfach an der
schlechten Handlungsdarstellung, die heutzutage nicht mehr so viel auf Textebene stattfinden
sollte. Die daraus resultierend fehlende Identifikation mit der Hauptfigur lassen die gesamte
Szenerie ohne bleibende Spuren an einen vorbei rauschen. Wenn überhaupt, ist Legendary ein Spiel
für zwischendurch, das sich in kurzen Scharmützeln selbst treu bleibt und auch Spaß machen kann.
Auf lange Sicht sollte man die Büchse der Pandora aber doch lieber geschlossen halten.
Geschrieben am 08.10.2009, Testkonfiguration: Intel Quad Core 3,0Ghz, 4GB RAM, GTX260
|