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Lego Indiana Jones
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 | Info |
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| Autor | | 2 |
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| Gesamt (5 votes) | | 2+ |
 |   | | 1.4 |
 |   | | 1.7 |
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| Name: | Lego Indiana Jones |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2008/06 |
| Publisher: | Lucas Arts |
| Entwickler: | Traveller's Tales |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Links: | Indiana Jones |
| Links: | Lego |
| Hardware: | 1Ghz, 256MB RAM, 128 MB D3D T&L&PixSha., HD 4000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP/Vista, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Gamepad |
| Multiplay: | Co-Op |
| FFeedback: | ja |
| Sprache: | Multilingual |
| Bemerkung: | auch für PS3, Xbox360, PS2, Wii, Nintendo DS |
| USK: | 6 |
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| Lego Indiana Jones (review von yak) |
Der Mann mit der Peitsche ist zurück. Nicht nur im Kino, sondern auch im Computerspiel.
Vielleicht aber nicht in der Form, in der Fans des Archäologen es sich gewünscht hätten. Kein
neues Adventure aus dem Hause LucasArts oder eine real aussehende Umsetzung der neusten Abenteuer
stehen auf dem Programm: "Klötzchengraphik" ist angesagt.
Doch dass Klötzchengraphik immensen Spaß bereiten kann, zeigte Entwickler Traveller's Tales
schon mit Lego Star Wars. Ob das Baukastenprinzip
von Legosteinchen und zugkräftiger Lizenz zu einem stimmigen Ganzen zusammengesetzt wurde, soll
unser Review zeigen.
Technik
Wie schon in den beiden Lego Star Wars Spielen, hat man es einmalig verstanden, die Figuren,
die Umgebungsgraphik, Animationen und den Sound der Originalvorlagen so charmant und witzig
umzusetzen, dass man sich oft ein Lachen nicht verkneifen kann. Den harten Kerl Indiana Jones
jetzt aus ein paar Teilen zusammengesetzt mit einem Plastikhütchen und aufgemalten Dreitagebart
durch die Katakomben spurten zu sehen, hat schon was. Und dabei sehen die Figuren wirklich so
aus, wie aus dem Baukasten. Wieder haben sie ihren gewohnten "Kontaktpunkt" auf dem Kopf, um
dort den Hut oder die Frisurenhaube zu platzieren, als Ersatz für eine polierte Glatze zu dienen
oder den mit Hörnern besetzten Kopfschmuck für Bösewicht Mola Ram zu befestigen, damit er im
Tempel des Todes auch entsprechenden Eindruck hinterlässt. Dabei sieht größtenteils auch wieder
alles so aus, als ob man es frisch zusammengebaut hat: Autos, wie Panzer, Minenloren, Motorräder,
Gartenzäune, Kisten und Grabmäler. Der Witz liegt aber wieder im Detail. Die spärlichen Gesichtsanimationen,
die in einer 2-Phasenanimation den Ausdruck wechseln, haben schon Comedycharakter, ebenso wie
die Animationen, wenn z. B. die von den Nazis gefangen genommene Marion Ravenwood ganz nervös
von einem Legobeinchen aufs andere hüpft, um dem Bösewicht abzulenken und klar zu machen,
dass sie mal Legopippi muss. Köstlich! Die Entwickler von Traveller's Tales lassen dabei auch
keine Gelegenheit offen, sich über die gesamte Filmtrilogie hinweg lustig zu machen. So z. B.
wenn Indy aus dem ersten Tempel kommt und das Artefakt an Belloq abgeben soll. Unter den Alternativen,
die Indy dem rivalisierenden Archäologen anbietet, befindet sich dann auch kurz mal der ziemlich
verdutze Kopf von C-3P0. Wirklich klasse hat man es auch verstanden, die Bewegungsabläufe umzusetzen.
Irgendwie stocksteif, wie ein Bausteinchen, aber dennoch geschmeidig genug, um sich von einer
Plattform mit der Peitsche auf die nächste zu schwingen, oder damit auch schon mal statt auf
einen Gegnern auf die geliebte Begleitern "einzuschwingen", um sie zu einem innigen Kuss heranzuziehen.
Graphisch sieht Lego Indiana Jones wirklich gelungen aus. Die Szenarien gleichen, sofern sie
im Film vorkamen, dem Vorbild. Es gibt schöne Spiegeleffekte und wieder die Möglichkeit, so
gut wie alles zu Legobrei zu schlagen, damit die einzelnen Teilchen freudig über den Screen
purzeln. Und genauso lustig, wie bereits in Lego Star Wars ist es, wenn eine der Figuren das
Zeitliche segnet und ihre Einzelteile über den Screen rollen. Eines der wenigen Spiele, bei
denen die Bundesprüfstelle nichts gegen Rag-Doll und vom Torso abgetrennte Köpfe, die über den
Boden rollen oder explodieren, einzuwenden hat.
Der Sound und die Musik sind wieder von hoher Qualität. Sprechen können die Legofiguren wie
gehabt immer noch nicht und kommen über ihre Fantasysprache nicht hinaus, was auch gut so ist,
denn es versteht ohnehin jeder was gemeint ist, was ohnehin so auch viel witziger wirkt. Bei
den Geräuschen konnten die Entwickler sicher wieder auf die Soundbibliotheken von LucasFilm
zurückgreifen, ebenso wie bei der Musik. In Lego Indiana Jones gibt es alle bekannten Themen
von John Williams, die auch wieder, wie schon bei Lego Star Wars, nicht einfach nur aus dem
Film "kommen", sondern wie vom Komponisten gedacht an den richtigen Stellen zum Einsatz gebracht
werden. Das Liebesthema zwischen Indy und Marion passt zur Situation auf dem Screen, das Gralsthema
aus Indy 3 erklingt an den richtigen Stellen und das erstklassige "Scherzo for Motorcycle and
Orchestra" kommt zu Gehör, wenn Indy mit seinem Vater auf den Motorrädern versuchen, den Nazis
zu entkommen. Hierin steckt schon eine ganze Menge Mühe und musikalische Verantwortung in der
Umsetzung, was ein besonderes Lob verdient. Geschulte Ohren werden aber feststellen, dass nicht
nur die Musik von John Williams Einsatz gefunden hat, sondern auch einige Themen aus der Fernsehserie
"Young Indiana Jones Chronicles", was sicher daran gelegen hat, da man Locations im Spiel hatte,
die nicht im Film vorkamen und man sie daher mit anderer Musik untermalen wollte. Das passt
leider nicht so ganz in die Kontinuität, weil der Musikstil ein ganz anderer ist, den Laurence
Rosenthal, Frederic Talgorn und Joel McNeely für die Serie produziert haben. Es handelt sich
dennoch um erstklassige Musik und ist in jedem Falle besser, als in allen Spielabschnitten nur
die gleiche Musik abzuleiern.
Gespeichert wird automatisch nach jedem Level. Der Schwierigkeitsgrad kann in den Optionen
"selbstregulierend" eingestellt werden (Mehr oder weniger Punkte/Währungsabzug beim Ableben).
Gespielt werden kann mit Maus/Tastatur, wobei aber eine Gamepad die bessere Wahl darstellt.
Gameplay
Lego Indiana Jones erzählt auf locker und flockige Weise die Geschichten der ersten drei
Indiana Jones Filme nach. Das Spielprinzip bietet eine stimmige Mischung der Genre Action, Prügel,
Jump & Run und Rätseleinlagen, wenn es darum geht, die Bundeslade zu finden, den Übeltäter Mola
Ram zu besiegen oder den Heiligen Gral vor den Nazis zu bewahren. Und diese Mischung geht sogar
noch ein wenig besser auf, als es den Entwicklern in den vorherigen Star Wars Spielen gelungen
ist. Der Fokus bei Lego Indiana Jones liegt nicht mehr so sehr auf dem Kampfmodus, sondern hat
das Rätsellösen mehr in den Mittelpunkt gerückt, so dass jetzt alle Spielelemente in einem stimmigeren
Mix vorhanden sind, der nicht darauf abzielt, nur alle Gegnermassen in Einzelsteine zu zerlegen.
Dazu kommt, wie bereits aus den Star Wars Spielen bekannt, eine Unmenge an freischaltbaren Gimmicks
und Charakteren, sowie eine große Zahl an Secrets, die es zu finden gibt.
Die Abenteuer beginnen in der Universität, in der zwischen den drei Filmstorys gewählt werden
kann. Grundsätzlich wird mit mindestens zwei Figuren gespielt. Der Spieler kann im Einzelspielermodus
beliebig zwischen den Figuren umschalten, um sich den Weg durch die Kapitel zu bahnen und die
jeweiligen besonderen Fähigkeiten der Figur zu nutzen. Lego Indiana Jones kann aber ebenso im
Coopmodus gespielt werden. Jederzeit kann ein zweiter Spieler einsteigen und die Kontrolle der
anderen Figur übernehmen. Die charakterspezifischen Fähigkeiten müssen genutzt werden, um vorwärts
zu kommen. Indy kann natürlich mit seiner Peitsche an entsprechend geeigneten Stellen Abhänge
überwinden und dahinter eine Brücke aktivieren, so dass die anderen ihm folgen können. Alle
Damen im Spiel können besser Springen und so höher gelegene Orte erreichen. Die Kinder, wie
z.B. Short Round, können durch kleine Gänge schlüpfen, Sallah kann mit seiner Schaufel Schätze
ausgraben und Dr. Jones Sen. darf an geeigneten Stellen Schriften entziffern, um Geheimmechanismen
zu öffnen. Doch es muss nicht immer ein spezieller Charakter im Team sein, um mit seinen Fähigkeiten
ein Fortkommen zu sichern. Eine Schaufel findet sich auch irgendwo versteckt oder ein Geheimbuch
verrät die Hieroglyphen, um den Mechanismus zu aktivieren. Sollte mal keine hysterische Dame
wie Willie Scott im Team sein, die mit ihrer schrillen Stimme Glas zum Zerbrechen bringt, hilft
auch ein von den Nazis erbeuteter Granatwerfer. Oder warum nicht einfach mal mit einem Nazihelm
verkleiden, um den Posten am Wachhaus zu täuschen, um Einlass in den nächsten Bereich zu erlangen?
Die Figuren haben jedoch nicht nur positive Eigenschaften. Sie haben auch mit Phobien zu
kämpfen. Indy, wie wir alle wissen, mag keine Schlangen und Willie z. B. keine Insekten. Sie
laufen dann langsamer, zittern und sind nicht dazu zu überreden, die Grube mit Schlangen oder
Skorpionen zu überwinden. Hier hilft nur die Unterstützung eines Phobie-resistenten Begleiters,
der sich dazu am besten eine Fackel schnappt und das Getier damit vertreibt, damit die Hasenfüße
sich vorbei trauen. Hier haben sich die Entwickler schon eine Menge einfallen lassen, damit
es trotz des generell einfach gestrickten Spielprinzips nicht langweilig wird.
Gekämpft wir mit allem, was den Figuren in die Quere kommt oder mit dem, was die Gegner fallen
lassen. Indy schwingt die Peitsche oder die Fäuste, schießt mit der erbeuteten Maschinenpistole
oder wirft mit Flaschen um sich, um die Gegner in Schach zu halten. Hier ist alles erlaubt,
was den Bausteinkasten wieder in seine Auslieferungsform zurückversetzt. Es wird gehopst und
gesprungen oder sich an Leitern festgekrallt, um durch die mit Fallen besetzten Höhlen zu gelangen.
Gegenstände werden zusammengebaut, um als Leiter zu dienen oder als Gewicht, um einen versteckten
Mechanismus in Gang zu bringen. Und hier liegt auch der große Unterschied zu den Star Wars spielen.
Lego Indiana Jones bietet viel mehr Rätseleinlagen, die zudem auch viel knackiger ausfallen.
Es reicht nicht mehr, sich einfach nur vor dem Klötzchenhaufen zu positionieren und ihn wieder
zusammenzubauen. Jetzt ist etwas mehr Gehirnschmalz von Nöten, um die Level zu vollenden. Hier
kommt es auf das richtige Zusammenspiel der Charaktere an. Indy schwingt sich auf eine Plattform,
die unten von der anderen Figur gedreht wird, so dass er auf die nächste gelangen kann. Prima
umgesetzt und auch nicht immer gleich zu erkennen, welches Vorgehen jetzt notwendig ist.
Damit das Heldenteam aber nicht alles zu Fuß erledigen braucht, gibt es auch Transportmittel.
So kann man Motorrad, Speedboot und Jepp fahren oder auf Pferden und Elefanten reiten, was sich
natürlich auch bestens dazu eignet, Gegner zu plätten. Hinzu kommen noch die Highlights aus
den Filmen, wie z. B. der Kampf auf dem Jeep oder die Achterbahn ähnliche Lorenfahrt in den
Minen.
Hat man den Storymodus beendet, kann jeder Level erneut im "Freien Modus" gespielt werden,
bei dem man selbst auswählen darf, mit welchem bisher freigespielten Charakter man das Abenteuer
bestehen möchte. Nur so kann man dann auch alle Artefakte des Levels erlangen, da einige Stellen
nur mit den Sonderfähigkeiten bestimmter Figuren erreichbar sind, die man im Storymodus noch
nicht zur Verfügung hatte. Wie schon bei Lego Star Wars ist auch Lego Indiana Jones ein Hort
für Freispielfetischisten: Alle Artefakte einzusammeln, alle Figuren freizuschalten, die Geheimcharaktere
aus Star Wars in den Leveln zu finden und so später Zugriff auf Bonuslevel und Sonderitems zu
erhalten. Wer enttäuscht ist, dass Indy 3 nicht mit dem Prolog über Indys Jugend beginnt, wird
entschädigt, denn er ist einer der drei Bonuslevel. Hat man das Spiel dann auf 100% durchgespielt,
gibt es noch eine besondere Belohnung. Schön ist auch die Verpackung der Bonusinhalte und freigespielten
Objekte. In der Universität gibt es dazu verschiedene Räume, die den Erfolg anzeigen. Dort befindet
sich auch ein eigenes Kino, in dem man sich die Zwischensequenzen nochmals ansehen kann.
Die Preisgestaltung zu diesem Titel ist in Deutschland mal wieder etwas abgezockter, als
in den Nachbarländern. Die PC Version geht in England z. B. für knapp 25 Euro über
den Ladentisch. Hier muss man gut 12 Euro mehr bezahlen. Ebenso sind die Next Gen Versionen
hier mit fast 60 Euro dabei. Wer es günstiger will, besorgt sich das Spiel am besten im
Ausland. Sprachprobleme gibt es höchstens bei der Anleitung, das Spiel selbst liegt, wie
auch die hier getestete UK-PC Version, in multilingualer Fassung vor.
Fazit
Lego Indiana Jones ist ein absolut gelungenes Spiel für die ganze Familie mit viel Abwechslung,
einer Unmenge an freispielbaren Boni, einem hohen Wiederspielwert, sowie einem höchst unterhaltsamen
Coopmodus, der aber leider nur an einem Rechner gespielt werden kann. Der Storymodus selbst
sorgt leider dabei nur für ca. 6-7 Stunden Spielvergnügen, wenn man ihn auf die schnelle Art
erledigt. Legt man aber mehr Wert auf Secretsuche und das "perfekte" Abenteuer, beschäftigt
das Spiel locker für gut 20 Stunden mit einer stimmigen Mischung der Genre Action, Jump & Run
und Rätseleinlagen, sowie einem einmaligen Sinn für Humor. Der Schwierigkeitsgrad ist moderat,
wobei aber die zusätzlichen Secrets für Profis ausreichend Herausforderung bieten. Was will
man mehr?
Geschrieben am 29.06.2008, Testkonfiguration: Intel Dual Core E6600, Geforce 8800GT, 4GB RAM, Creative X-Fi Extreme
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