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Lilo & Stitch
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 | Info |
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| Autor | | 4 |
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| Gesamt (11 votes) | | 3+ |
 |   | | 1.2 |
 |   | | 1.1 |
 |   | | 1.4 |
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| Name: | Lilo & Stitch - Zoff auf Hawaii |
| Genre: | Jump n Run |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2002/06 |
| Publisher: | Disney Interactive |
| Entwickler: | Blitzgames |
| Hardware: | 266Mhz, 32MB RAM, 8MB 3D-Karte D3D, HD 80 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME/XP, DX8 |
| Steuerung: | Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Sprache: | Deutsch |
| Bemerkung: | auch für PS erhältlich |
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| Lilo & Stitch - Zoff auf Hawaii (review von yak) |
Der Weltraum, unendliche Weiten, dies sind die Abenteuer des... oh nein,
was ist das?
Ein kleines blaues Etwas namens Stitch. Immer bereit, Unruhe zu stiften,
böswillig zu sein und ...?
...auf Hawaii bruchgelandet.
Gejagt von den Weltraumkopfgeldjägern Jamba und Pliklii bleibt Stitch
nur eine Option. Er "mutiert" zu einem kleinen niedlichen Hundewesen und
wartet im Tierheim versteckt auf seine "Erlösung". Und diese Erlösung
naht auch bald in Form der kleinen Lilo, einem hawaiianischem Mädchen
auf der Suche nach dem besten Freund des Menschen.
Stitch, nicht dumm, legt eine glanzvolle Einschleimnummer auf's Parkett
und so kann Lilo nicht umhin, Stitch sofort in ihr Herz zu schliessen.
Doch wie lange kann sich Stitch auf Hawaii vor seinen Jägern verstecken?
So beginnt der neuste Filmspass aus dem Hause Disney. Nach "Ein Königreich
für ein Lama" wieder ein Disney Streifen, der mit viel mehr Humor als
in vorherigen Herz-Schmerz-Filmen zu überzeugen weiss, dabei jedoch nicht
die Story vernachlässigt. So wird mit viel Spass und Action vermittelt,
was wahre Freundschaft vermag, auch wenn es sich dabei um die eines kleinen,
eher auf Zerstörung ausgerichteten Aliens und einem kleinen Mädchen handelt.
Wie mittlerweile üblich, gibt es zum Kinostart zeitgleich die passende
Versoftung mit den liebgewonnenen Figuren, um die Abenteuer der beiden
Helden zu Hause nocheinmal live nachspielen zu können.
Die Spielumsetzung zu Lilo & Stitch wurde als ein Jump & Run Spiel realisiert,
welches in zwei Ansichtsmodi spielbar ist. So gibt es die üblichen 2D-Seitenscroller-Level,
wie auch 3D Level. Die 3D Level sind jedoch nicht vollkommen frei begehbar,
wie man es etwa aus der Rayman Reihe kennt, sondern sind eher mit einer
"Rennstrecke" vergleichbar, auf der man sich eingeschränkt bewegen kann
(vergleichbar mit dem Sony Playstation-Klassiker Crash Bandicot).
Aufgabe im Spiel ist es, in jedem Level 4 der verlorenen Gegenstände
wiederzufinden. So muss man abwechselnd mit Lilo oder Stitch verlorene
Photos, Schallplatten und Alien-Fährtensuchgeräte finden. Voraussetzung
dafür, dass man den nächsten Level erreicht, ist, dass man alle vier Gegenstände
pro Level findet, damit die nächste Passage zugänglich wird. Damit das
alles nicht zu einfach ist, gibt es natürlich entsprechende Widersacher,
die einem das Leben auf Hawaii vermiesen wollen. So hat man es mit Käfern,
Wildschweinen, Ratten, Spinnen und Stachelschweinen zu tun, der fiesen
kleinen Mertle, die mit Lilo ein Wettrennen veranstaltet und später kommen
dann noch Stitchs "Freunde" aus dem All dazu. Also ist Verteidigung angesagt.
Unsere beiden Helden haben dazu verschiedene Fertigkeiten. So kann Lilo
mit einem gekonnten Sprung, dem Bum Bash, ihren Feinden buchstäblich eins
auf die Rübe geben, aber auch versteckte Gegenstände finden, indem sie
diese Attacke benutzt, um Vasen oder Kisten zu zerbrechen. Ebenso ist
der Voodoo-Bann effektiv gegen Angriffe, ermöglicht er es doch, die Feinde
in Luft aufzulösen. Findet Lilo in einem Level den Voodoo-Löffel, kann
sie, indem sie ihn benutzt, einen fetten Touristen aus den Wolken fallen
lassen, der den Feind dann unter sich begräbt. Lilo kann zudem auch noch
explosive Fässer aufnehmen und diese zur Feindabwehr benutzen.
Stitch hat hingegen etwas andere Begabungen. So kann er mittels Drehattacke
seine Gegner in Schach halten oder den Rülpsangriff verwenden, der ähnlich
wie Lilo's Voodoo-Bann wirkt, nur dass es sich dabei um stinkende Rülpsgase
handelt. Stitch beherrscht aber die Bum Bash Attacke ebenso gekonnt, wie
seine kleine Freundin. Als Spezialangriff kann Stitch, vorausgesetzt er
hat genügend Kaffee, den er im jeweiligen Level einsammeln kann, getrunken,
einen Rollangriff starten, der ihm ermöglicht, für eine begrenzte Dauer,
als Bowlingkugel der Todes zu agieren.
So ist es die Hauptaufgabe im Spiel, die Gegenstände aufzusammeln und
die Feinde auszuschalten. Hin und wieder bekommen die Levelaufgaben noch
andere Ziele, wie z. B. mit Lilo ein Wettrennen gegen Mertle zu gewinnen,
Levelwächter auszuschalten oder vor Verfolgern wie dem Agenten oder den
Kopfgeldjägern zu fliehen.
Technisch ist das Programm guter Durchschnitt. Die Engine liefert eine
passende Trickfilmgraphik in Auflösungen von 640 x 480 bis 1024 x 768,
wenn auch nur in 16 Bit Farbtiefe. Dafür dürfte sie aber auch noch
für schwächere PC-Systeme ordentliche Frameraten auf den Screen bringen.
Die Figuren entsprechen ihrem Filmvorbild in Aussehen und Animation. So
macht Stitch seine blöden Faxen, cremt sich mit Sonnencreme ein, wenn
man ihn länger "unkontrolliert" lässt und steht auch gerne schon mal Kopf.
Leider kam es öfter zu Clippingfehlern innerhalb der 3D Level. Die Musik
orientiert sich an typischen Hawaii-Klängen und Songs (u. a. Elvis) aus
dem Film. Die original Filmmusik von Alan Silverstri ist leider nur kurz
in den original Filmsequenzen zu hören. Geräusche und Sprache sind sehr
gut, konnte man doch die Sprecher aus dem Kinofilm verpflichten. Besonders
Lilo's Stimme ist eine Wucht.
Gesteuert werden kann über Tastatur oder über Joystick/Gamepad, wobei
hier dringend ein Gamepad zu empfehlen ist. Leider gab es bei der Hardwareansteuerung
der Gamepads massive Probleme bei der Joystickerkennung. Das externe Setupprogramm,
welches ziemlich unkomfortabel und umständlich einzustellen ist,
verweigerte bei mehreren Gamepads seinen Dienst und so war es erst durch
die hervorragende Hotline des Distributors JoWooD
möglich, das Game mittels Joystick/Gamepad zu spielen. (Einen aussagefähigen
Internet-Support sucht man bei der deutschen Disney Interactive Seite
leider vergebens). Durch weiteres Experimentieren mit dem Setup-Programm
kann man davon ausgehen, dass das Programm Probleme damit hat, wenn zugleich
andere Eingabegeräte angeschlossen oder in der Systemsteuerung registriert
sind. Auch machte es dann noch Probleme, wenn man z. B. den USB Port des
Gamepads nachträglich wechselte, was zur Folge hatte, dass das ganze Programm
nicht mehr auf Tastatur und Joypad ansprach. Hier besteht also absoluter
Nachbesserbedarf, gerade weil es sich ja auch um ein Programm handelt,
das für Kinder gedacht ist und somit problemlose Installation Grundvoraussetzung
sein sollte. Danach aber lief das Gamepad problemlos und die Figuren liessen
sich gut steuern.
Technisch weniger gut fand die Umsetzung der original Filmsequenzen statt,
die "Schnee" und "Kompressionsartefakte" mit sich bringen. Hier täte man
gut daran, auf ein höherwertiges Abspielsystem zurückzugreifen, leiden
doch alle Disney Titel der Vergangenheit darunter.
Lilo & Stitch ist auf den ersten Blick ein nettes Programm, jedoch gibt
es auch einige Mängel, die ich nicht verheimlichen möchte. So ist die
Steuerung der Figuren unpräzise und ein pixelgenaues Springen ist oftmals
unmöglich. So gab es z. B. in einem Level einen Gegenstand (für das
Beenden des Levels notwenig), den man nur erreichen konnte, indem man
von einem Fass auf eine Mauer springt, was alleine ca. 5 Minuten gedauert
hat, da entweder Stitch nicht auf dem Fass landen konnte und dann nicht
auf der Mauer, was einem absoluten Motivationsblocker gleich kommt. Das
unpräzise Steuern macht es dann später auch schwierig, auf beweglichen
Plattformen zu landen, was oft mit dem Landen im Wasser endet und ein
Leben kostet. In den Szenen, wo man mit Lilo oder Stitch vor den Verfolgern
flüchten muss, ist zudem die Kameraperspektive so ungünstig gewählt, dass
man entsprechende Hindernisse oder Abgründe viel zu spät sieht und entsprechend
spät reagieren kann, was meistens mit einem Lebensverlust bedankt
wird.
Insgesamt sind die Level auch zu uniform. Sie unterscheiden sich von
Aufbau fast überhaupt nicht und bieten so zu wenig Abwechslung. Lediglich
die Locations ändern sich und die Gegner, wobei jedoch ihr Verhalten immer
identisch ist, sei es die fleischfressende Pflanze oder das Alien Annemo
Ned.
Der Schwierigkeitsgrad ist entsprechend der Alterempfehlung 6- 10 Jahre
nicht hoch angelegt und bietet so für Neueinsteiger des Jump & Run Genres
eher leichte Kost, wobei es jedoch auch einige unfaire Stellen im Game
gibt, die zwangsweise zu einem Ableben führen. Wer jedoch schon Spieleerfahrung
hat (und welches Kind hat das nicht), dem wird Lilo & Stitch sicher zu
einfach sein.
Das aber schon etwas Unverschämte von Disney Interactive ist die Tatsache,
dass Lilo & Stitch fast einen 1:1 Kopie von dem Spiel Donald
Duck Quack Attack ist. Bis auf die unterschiedlichen Levelhintergründe
und den Figuren scheint man hier wenig geändert zu haben. So ist das Spielprinzip
absolut gleich. Wer also bereits Donald Duck besitzt, wird von Lilo &
Stitch wenig erfreut sein, zudem ist es eine "Donald Duck Light" Version,
da man viele der netten Sachen aus Donald nicht übernommen hat. So gibt
es zwar die Möglichkeit, jeden Level erneut auf Zeit zu spielen. Aber
von den Secrets und Bonusleveln, die man bei Donald freispielen konnte,
gibt es ebenso wenig, wie Levelendbosse, die dort mit ein Höhepunkt des
Levelabschlusses waren. Bei Lilo & Stitch gibt es zwar Levelwächter, die
aber kaum den Charme und die Herausforderung eines Levelbosses darstellen.
Auch die Levelangabe auf der Packungsrückseite ist etwas übertrieben.
Die dort angegebenen 23 Level reduzieren sich auf 13 spielbare, da man
dort scheinbar die Verbindungsscreens als selbstständigen Spielabschnitt
zählt. Etwas übertrieben, da dort lediglich die Level miteinander
verknüpft sind und sich dort die Breifkästen befinden, an denen
man sein Spiel speichern kann.
Das macht Lilo & Stitch zwar zu keinem schlechten Spiel, aber durch den
eingeschränkten Wiederspielwert und der kurzen Spielzeit, steht das Preis/
Leistungsverhältnis unter keinem guten Stern. Nach spätestens 4-5 Stunden
Spielzeit hat man alles gesehen und es gibt definitv auch nichts neues
zu entdecken. Etwas aufgewertet wird es zumindest noch durch die eingebaute
Galerie. Nimmt man im Level die Filmklappen auf, so kann man später in
Lilos Schlafzimmer Filmstandbildern, Filmszenen und Kinotrailer ansehen.
Hätte man dem Spiel einen kleinen Mehrspielerpart gegönnt (hier hätte
sich z. B. das Rennen gegen Mertle per Split-Screen als Zweispieler-Variante
angeboten), gäbe es zumindest etwas mehr Langzeitmotivation.
Wer sich jedoch in die charmanten Filmfiguren von Lilo & Stitch verliebt
hat, wird trotzdem seinen Spass haben. Wer unbedingt ein Spiel auf Basis
einer Disney Lizenz erwerben will, sollte besser zu "Aladdin Nasiras Rache",
"Ein Königreich für ein Lama", "Dinosaurier" oder der "Best of Disney"
Kompilation greifen ("Tarzan", "Hercules", "Toy Story 2" "Magical Racing
Tour") da man hier eine längere Spieldauer hat. Abschliessend ist
noch zu sagen, dass die Coverbeschreibung des Games "Entdecken-Beobachten-Verstehen"
eher irreführend ist, da es sich um ein reines Action-Spiel handelt
und nicht um Edutainment-Software.
Geschrieben am 13.07.2002, Testkonfiguration: AMD1200, Geforce-3, 512MB Ram, SB Audigy
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