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M.A.C.H.
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
 |   | | 2 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.5 |
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| Gesamt | | 3+ |
 |   | | 2 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.5 |
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| Name: | M.A.C.H. - Modified Air Combat Heroes |
| Genre: | Arcade Action |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2007/03 |
| Publisher: | Sierra |
| Entwickler: | Kuju |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | Sony PSP |
| System: | Sony PSP |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Multilingual |
| Bemerkung: | unterstützt Game Sharing |
| USK: | 12 |
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 | | Herstellerscreens
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| M.A.C.H. - Modified Air Combat Heroes (review von nali_warcow) |
Spieletitel sind teilweise schon eine Wissenschaft für sich - was man da an langen Namenskombinationen
oder kryptischen Abkürzen präsentiert bekommt. Mitunter klingen die Namen auch schon so gleich,
dass es schwer wird die Flut an Titeln einigermaßen überblicken zu können. Was würde man als
Käufer von einem Spiel namens "M.A.C.H." erwarten? Immerhin legt der Untertitel "Modified Air
Combat Heroes" nahe, dass es sich nicht um ein Werbespielchen der Rasierapparatefirma handelt.
Kuju Entertainment präsentiert unter diesem Titel viel mehr eine Mischung aus Arcade-Racer und
Ballerspielchen für die PSP. Warum der Titel besser als so manche Lieblosportierung für Sonys
mobile Konsole ist und woran es leider hapert, um eine höhere Endwertung zu erreichen, erfährt
der Leser im folgenden Review.
Pilotenaufstand als Hintergrundgeschichte?
Die Hintergrundgeschichte reiht sich ein wenig in die Serie höchst kurioser Geschichten
ein, die meist davon zeugen, dass sich die Entwickler erst in letzter Minute was aus den Fingern
gesogen haben. Bei M.A.C.H. wird die Handlung wie folgt erzählt: Im Jahre 2049 haben sich die
großen Militärmächte der Welt zwar nicht vom Krieg abgewendet, doch zumindest dazu durchgerungen,
auf Piloten zu verzichten. Es werden also keine Menschen mehr mit Kampfflugzeugen in den Himmel
geschickt, sondern voll automatische Flieger, die dank künstlicher Intelligenz die Kämpfe "allein"
austragen können. Während sich die einen freuen, dass zumindest keine Menschen mehr verletzt
werden, sind die ehemaligen Piloten vom Verlust ihres "Arbeitsplatzes" alles andere als begeistert.
Daher entsteht schon bald eine "Untergrundbewegung" ehemaliger Piloten, Bastler und Sammler,
die die ausrangierten Flugzeuge aufkaufen und umrüsten. Diese werden bei Events dazu benutzt,
unterschiedliche Rennen und Luftkämpfe auszutragen, wobei Ruhm und Reichtum winken. Was sehr
kurios klingt, gerät jedoch schnell in den Hintergrund und wird im Spiel nicht wieder aufgegriffen.
Je nach Mission heißt es entweder primär fliegen oder kämpfen, um am Ende ganz oben auf dem
Siegertreppchen stehen zu können.
Mit Mach 3 durch die Welt
Das Gameplay wurde schon angeschnitten, soll aber noch ein wenig näher beleuchtet werden.
In M.A.C.H. gibt es zwei unterschiedliche Arten an "Wettkämpfen": Rennen und Luftkampf. Im Rennmodus
gilt es den Flieger möglichst geschickt, sprich ohne an ein Hindernis zu stoßen, durch den Level
zu dirigieren. Um sich zumindest kurzzeitig der lästigen Gegner zu entledigen, können diverse
Waffenextras wie Raketen und Minen aufgesammelt werden. Am Ende der jeweils immer zwei oder
drei zu absolvierenden Runden sollte man ganz vorne dabei sein, um nicht nur Punkte, sondern
auch ein wenig Geld zu bekommen. Im Gegensatz dazu ist der Luftkampf noch eine Ecke simpler
ausgefallen. Hier gilt es innerhalb einer kurzen Zeit möglichst viele Feinde zu besiegen. Gekämpft
wird dabei in der Luft, am Boden befinden sich lediglich einige größere Hindernisse / Berge,
zwischen denen Extras, wie die auch im Rennen vorhandenen Raketen, zu finden sind. Aber auch
das Bord-MG kann ordentlich austeilen und feuert ganz automatisch auf den nächsten Feind, so
dass nicht so ganz genau gezielt werden muss. Dafür überhitzt die Bordkanone jedoch recht schnell
und benötigt erst wieder einige Sekunden, um abzukühlen. Wer einfach mal ein wenig fliegen will,
kann über den Menüpunkt "Arcade" ein "freies Spiel" starten. Der Karrieremodus kann in fünf
unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in Angriff genommen werden, wobei anfangs lediglich der
Anfänger-Schwierigkeitsgrad frei geschaltet ist. In jeder Stufe gilt es eine Reihe aus mehreren
Rennserien erfolgreich zu beenden. Die Rennbedingungen sind hier fest vorgegeben. Lediglich
das Flugzeug kann ausgewählt werden. Wie auch beim Schwierigkeitsgrad, so steht auch hier von
Anfang an nur ein Fluggerät zur Auswahl. Durch Preisgelder lassen sich weitere Flugzeuge im
Hangar kaufen, wobei sich die einzelnen Flieger in den Punkten Tempo, Wendigkeit und Leistung
unterscheiden. Entsprechendes Kleingeld vorausgesetzt, kann das Flugzeug nicht nur mit allerlei
Aufklebern verschönert werden, sondern die einzelnen Komponenten (wie Rumpf, Ruder, etc.) lassen
sich in jeweils drei Stufen aufrüsten. Zu guter Letzt gibt es für den Offlinespieler auch noch
den Herausforderungsmodus. Hier stehen, wieder in fünf Spielstufen unterteilt, eine Reihe an
vorgegebenen Aufgaben auf dem Programm. Im Gegensatz zu den normalen Rennen oder Luftkämpfen
wird durch sehr unterschiedliche Spieltypen deutlich mehr Abwechslung geboten. Mal ist der Flieger
mit Laserwaffen ausgerüstet, bei dem bereits ein Treffer tödlich ist, es gilt Münzen aufzusammeln,
um einen Zeitbonus zu bekommen oder auf der Strecke verteilte Ringe zur Beschleunigung zu nutzen.
Gerade diese Auswahl vermisst man in den anderen Spieltypen und insbesondere dem Mehrspielermodus.
Im WLAN-Modus können nämlich nur die schlichten Rennen und Luftkämpfe ausgetragen werden. Wer
den "vollen" Spaß im Mehrspielermodus haben möchte, der braucht außerdem für jede PSP eine entsprechende
UMD. Der Game-Sharing-Modus wird zwar unterstützt, allerdings kann hier nur ein einziger Level
im Luftkampfmodus gespielt werden.
Neben den leider nur zwei Spieltypen im freien Spiel, der Karriere und dem Mehrspielermodus
gibt es noch ein zweites Ärgernis, wodurch der Spielspaß doch um einiges gedrückt wird. M.A.C.H.
beinhaltet leider nur ganze 5 Strecken und ebenso viele Luftkampfareale. Während die Luftkampfgebiete
eigentlich nicht mehr sind als nur einige große, freie Flächen, sieht es bei den Strecken schon
anders aus. Hier haben sich die Entwickler merklich mehr Mühe gegeben und fünf sehr unterschiedliche
und abwechslungsreiche Gebiete entworfen, die durch immer wieder auftauchende, kleine Abzweigen
und gut platzierte Hindernisse zu überzeugen wissen. Die Rennen finden auch nicht nur in immer
gleichen Setting statt, sondern gehen bunt gemischt durch die unterschiedlichsten Klimazonen
von Wüste bis Eislandschaft. Auch können die Strecken in einer normalen oder besonders kurzen
Variante geflogen werden, sowie in entgegengesetzte Richtung. Im Endeffekt wird jedoch recht
wenig für ein etwa 45€ teures Spiel geboten, um sonderlich lange zu motivieren. Als Pausenfüller
eignet sich M.A.C.H. dagegen um so besser.
Präsentation
Im Bereich Technik kann das Spiel dafür allerdings wieder deutlich auftrumpfen. Gerade Handheldspiele
leiden sehr oft darunter, dass nur eine lieblose Portierung abgeliefert wird oder die Steuerung
zur Qual wird und das Spiel alles andere als ein Spaß für zwischendurch ist, wenn der Käufer
angespannt am sehr fordernden Spiel sitzt. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar auch in M.A.C.H.
nicht ohne, doch schon nach recht kurzer Zeit hat man sich wunderbar eingearbeitet und holt
die Feinde im Luftkampf reihenweise vom Himmel. Auch die Steuerung in den sehr rasanten Rennen
kann sich sehen lassen. Wenige Tasten reichen aus, um den Flieger zu steuern und wichtige Aktionen,
wie beispielsweise Nachbrenner, zu nutzen. Die Entwickler haben dabei eine sehr gute Balance
zwischen Automatik und manueller Eingabe gefunden. So flitzt der Flieger auf der Strecke schon
von allein grob den richtigen Weg lang und der Spieler muss sich lediglich um die Feinjustierung,
dem Aufsammeln der Extras, Ausschalten der Gegner und die Umgehung der immer wieder auftauchenden
Hindernisse kümmern. Die Menüs sind sehr klar strukturiert und es gibt immer wieder kurze Infotexte.
Lediglich ein kleines Tutorial wäre für den Einstieg noch besser gewesen. Ebenfalls schafft
es M.A.C.H. nicht nur eine sehr ansehnliche Optik auf den kleinen PSP-Schirm zu zaubern, sondern
auch die Ladezeiten erfreulich kurz zu halten. Maximal um die fünf Sekunden dauert es, bis die
nächste Strecke geladen ist. Alle anderen Optionen und Menüpunkte werden ohne Verzögerung angezeigt.
Da macht das Spiel deutlich mehr Spaß, wenn man nicht 50% der Zeit Ladebildschirme, wie in einigen
anderen PSP-Games, bewundern darf. Grafisch braucht sich der Titel auch gar nicht hinter den
Langzeitloadern zu verstecken. Die Flieger sind sehr detailliert gestaltet und die Strecken
abwechslungsreich und ebenfalls schön ausgearbeitet. Bei den sehr ansehnlichen und bildschirmfüllenden
Explosionen läuft das Spiel stets flüssig. Die Soundeffekte sind ok, lediglich die Musik kann
auf Dauer ein wenig nervtötend sein, lässt sich allerdings auch leiser stellen oder deaktivieren.
Meinung
Mit M.A.C.H. liefern die Entwickler insgesamt ein recht rundes und spaßiges Spiel ab. Die
Hintergrundgeschichte ist bei solchen Titeln ohnehin unwichtig. Wunderbar ist es, dass die Entwickler
es geschafft haben, ein gut spielbares Spiel auf dem Handheld zu realisieren. Viele Titel scheitern
ja schon daran, da diese eigentlich für eine "große Konsole" ausgelegt sind und auf dem kleinen
Display mit der "Fummelsteuerung" nicht so gut von der Hand gehen. Hier hat man aber sehr schnell
den Bogen raus und kann sich auf das Spiel konzentrieren und die doch recht ansehnliche Grafik
bewundern. Durch die wirklich kurzen Ladezeiten macht es auch Spaß, den Titel einfach mal für
10 Minuten ins UMD-Laufwerk zu legen. Eine Wertung im 2er-Bereich wäre somit insgesamt eigentlich
gar keine Frage. Wenn da nicht der dürftige Umfang wäre. Warum gibt es die abwechslungsreicheren
Spieltypen nur im Herausforderungsmodus und wieso beinhaltet ein 45€ teures Spiel nur fünf Strecken?
Dadurch rutscht M.A.C.H. dann leider doch in den 3er-Bereich. Wer nicht so viel ausgeben möchte,
der sollte einfach warten bis der Titel in der Platinum-Reihe erscheint, dann können Arcade-Racer-Fans
durchaus mehr als nur einen Blick riskieren.
Geschrieben am 15.05.2007, Testkonfiguration: Sony PSP
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